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Wachtturm-Handlanger greifen Missbrauchsüberlebende an!
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Wachtturm-Handlanger greifen Missbrauchsüberlebende an!

 

Treiben Opfer in Versteck

 

Gerade wenn man denkt, dass sie nicht auf eine niedrigere Ebene sinken können, kann man sich darauf verlassen, dass die leitende Körperschaft genau das tut. Eine Missbrauchsüberlebende aus Dänemark meldete sich vor etwas über einem Monat mit einer Geschichte über ihren Missbrauch in einem Königreichssaal, als sie die Fragen für die Taufe durchging, ihr könnt die Geschichte hier lesen:

 

http://www.silentlambs.org/Denmarknewsstory.htm

 

Vor ein paar Tagen erschien in derselben Zeitung folgender Artikel:

 

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Ich log über Jehova-Sex
  
23-jährige Frau geht Verleumdungsklage der Sekte aus dem Weg

 

von Niels Westberg - 10:15 - 11. Juni 2004  
 
Konfrontiert mit dem Risiko einer Verleumdungsklage der immens reichen Jehova-Sekte, hat die 23-jährige Miriam Poulsen von den Färöern ihre Geschichte über Sexmissbrauch plötzlich zurückgezogen.

Am 29. April erzählte die junge Frau Ekstra Bladet ihre Geschichte, dass sie als 12-Jährige den sexuellen Avancen eines so genannten "Ältesten" der Zeugen Jehovas in Thorshavn ausgeliefert war.

Die sexuellen Avancen waren angeblich geschehen, während Miriam sich auf ihre Taufe vorbereitete, die in einem Kellergeschoss eines Königreichssaales der Jehova-Sekte vollzogen wurde.

In dieser Verbindung erzählte Miriam von anderen Mädchen in der Sekte, die ihr auch von Sexmissbrauch durch Männer in der Sekte erzählt hatten. Alle diese Mädchen schämten sich und fürchteten Vergeltungsmaßnahmen, wenn sie es ihren Eltern sagten.

Aber dies alles seien Lügen und Erfindungen, sagt sie jetzt, und sie wurde dazu gezwungen, eine Erklärung an die Zeugen Jehovas zu unterschreiben - um eine Anklage zu vermeiden.

"Reine Erfindung"

In der Erklärung vom 28. Mai hat Miriam unterzeichnet, dass ihre Geschichte gegenüber dem Ekstra Bladet "reine Erfindung" war und dass sie dasselbe der Polizei von Thorshavn gesagt hat.

Der Chef der Verbrechenseinheit, Bergleif Brimviks, kann dies jedoch nicht bestätigen, aber er sagt, nachdem er Miriam Poulsen interviewt habe, haben er keinen Grund, dem 10 Jahre alten Fall nachzugehen.

Der Sprecher der Sekte in Thorshavn, Otniel Nygaard, leugnete am 29. Mai im Faröer Radio, dass Miriam bedroht wurde, um ihre Beschuldigungen zurückzuziehen.

-Wir haben keinen Kontakt mit ihr gehabt. Es ist unser Rechtsanwalt, der es gehandhabt hat, sagt der Jehova-Sprecher.

-Und er machte keine Drohungen?

-Nein, wir haben nur daran gedacht, Anzeige wegen Verleumdung zu erstatten, sagt der Sprecher im Radiointerview.

Im Untergrund


Miriam Poulsen ist jetzt für lange Zeit in den "Untergrund" abgetaucht, sagen ihre Freunde, und Ekstra Bladet ist seit einem Monat außerstande, in Kontakt mit ihr zu treten.

-Darum müssen wir ihre persönliche schriftliche Zurücknahme der Geschichte akzeptieren. Wenn die ganze Sache "reine Erfindung" wäre, bedauern wir, dass wir die detaillierte Geschichte weitergegeben haben, sagt Hauptherausgeber von Ekstra Bladet Bengt Falbert.

-Wir waren in gutem Glauben. Es war Miriam selbst, die zu uns kam, und wir hatten absolut kein Grund zu glauben, dass sie log.

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Wie ihr sehen könnt, sind in diesem Artikel Schlüsselelemente, die zeigen, was tatsächlich geschah. Erst ging Miriam nicht nur zur Zeitung, sondern erstattete bezüglich ihrer Anschuldigung auch Anzeige bei der Polizei. Normalerweise müsste eine Person sehr stark sein, wenn sie zusätzlich zur Zeitung auch bei der Polizei Anzeige erstattete. Wie ihr aus der Originalzeitungsgeschichte entnehmen könnt, sind die Umstände, die ihre Behauptungen umgeben, wie auch die Erwähnung von anderen Missbrauchsüberlebenden, die sich ihr anvertrauen, sehr realistisch. Lest die silentlambs-Webseite, um zu sehen, dass dort auch ähnliche Geschichten erzählt werden. Der Wachtturm-Sprecher gibt offen zu, dass sie ihre juristischen Handlanger auf diese jungen Frau hetzten und ihr mit einer Klage drohten, um sie zum Schweigen zu bringen. Anscheinend wurde sie dazu gezwungen, eine rechtsgültige Urkunde zu unterschreiben, mit der sie ihre Geschichte zurückzog. Die Wachtturm-Gesellschaft schickte diese dann an die Zeitung, um die Zurücknahme der obigen Geschichte zu erzwingen. Was ist mit den anderen neun Geschichten, die gedruckt wurden? Warum gibt es nicht noch andere Zurücknahmen von den anderen Missbrauchsüberlebenden, die sich meldeten? Anscheinend wurden die anderen Opfer nicht von Handlangern eingeschüchtert, die gerne Frauen alleine in Hinterzimmern kriegen wollen, um ihnen Angst einzujagen, so dass sie schweigen.

 

Wie ihr in dieser Geschichte bemerken werdet, glaubte die Polizei ihre Geschichte anscheinend auch, und der einzige Grund dafür, keine Anzeige zu erstatten, war die Länge der Zeit, die vergangen war. Das Opfer hatte sich nicht an sie gewandt, um ihre Geschichte auch dort zurückzuziehen.

 

Wenn ihr der Wachtturm-Position dazu glauben wollt, müsstet ihr sagen, dass Miriam am Morgen aufwachte und nur deshalb entschied, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und dann zur Zeitung zu gehen, um zu schildern, dass sie missbraucht wurde, um sie schlecht aussehen zu lassen. Wie jedes Missbrauchsopfer weiß, ist es entsetzlich, wenn man sich das erste Mal meldet, um öffentlich über Missbrauch zu sprechen. Niemand würde jemals einfach die Öffentlichkeit in solch einer privaten Verletzung der Unschuld suchen.          

 

Also verwendet die Wachtturm-Gesellschaft noch einmal Tyrannen- und Paniktaktik gegenüber Missbrauchsopfern, während sie keine Entschuldigung für ihre Organisationsvorschriften bei Missbrauch anbieten, die weiterhin Kinder verletzen. Während Bemühungen in der katholischen Kirche in Richtung Verbesserungen weitergehen, hat es zumindest eine öffentliche Bestätigung ihres Missbrauchs gegeben, und Entschuldigungen sind angeboten worden. Nicht ein Katholik ist exkommuniziert worden, weil er über Missbrauch sprach oder Opfer unterstützte; es wurde ihm auch nicht mit einer Verleumdungsklage gedroht.

 

Zeugen Jehovas sind von alldem anscheinend weit entfernt. Über dreißig Mitglieder sind bis heute ausgeschlossen worden, weil sie über Kindesmissbrauch gesprochen oder Opfer unterstützt haben. Der PR-Sprecher hat wiederholt ihre Politik in den Medien falsch dargestellt und zu verdecken versucht, was die wahre Politik bei Missbrauch ist. Missbrauchsopfer sind von bevollmächtigten Handlangern, den Ältesten, sowohl bildlich in Hinterzimmer geschleppt als auch auf ihren Haustürstufen angesprochen worden, es sei denn, sie blieben still. Ihnen war mit dem Verlust der Familienbande und der Errettung selbst gedroht worden. Opfer und Befürworter, die nicht still waren, sind prompt durch einen Gemeinschaftsentzug hingerichtet worden. Missbrauchsopfern ist gesagt worden, dass sie ihre Enkelkinder und andere Familienmitglieder nie wieder sehen würden. Andere sind von ihren Eltern einfach enterbt und verleugnet worden, weil sie Missbrauchsüberlebende unterstützt haben. Die Wachtturm-PR-Abteilung erpresste sogar einen Vater, um seinen Sohn im Film, der an die Medien verteilt wurde, einen Lügner zu nennen, um die Beschuldigungen gegen einen geständigen Kinderschänder unglaubwürdig zu machen. Wir stellen eine einfache Frage:

 

Was würde Jesus tun?

 

Wer hat in dieser Organisation das Sagen? Wer ist es, der fortwährende Angriffe gegen Missbrauchsopfer und ihre Unterstützer bevollmächtigt? Wer ist es, der in ihrer Literatur jeden als "Agenten Satan" verteufelt, der sich meldet, um von seinem Missbrauch zu berichten? Wer ist es, der die Dienstabteilung und die Rechtsabteilungen der Organisation kontrolliert? Wer wurde am 27.9.2002 vom Opfer selbst beschuldigt, ein Kind vergewaltigt zu haben? Warum werden Hunderttausende von Dollars aus dem Weltweiten Werk ausgegeben, um verurteilte ZJ-Kinderschänder bei Gericht zu verteidigen, während sie die Opfer ohne einen Penny für Beistand und Heilung versenken?  Warum müssen Opfer für den einfach Versuch, zu heilen, geächtet und als Geächtete behandelt werden?

 

Wo ist die Liebe?  (1. Kor. 13:1-3)      

 

Taten sprechen lauter als Worte; die Handlungsweise der Verwaltung der Zeugen Jehovas schreit zum Himmel: es muss etwas gegen das Übel getan werden.