Was ist mit der internen geheimen Datenbank von als Kinderschänder Beschuldigten? 

 

(THEODORE "TED" JARACZ, LEITENDES MITGLIED DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT DER ZEUGEN JEHOVAS, warum die Watchtower Society eine geheime interne Datenbank mit Kinderschändern führt, aber niemanden von ihnen bei der Polizei anzeigt): "Wissen Sie, Sie kommen aus Großbritannien. Sie haben ein Datenschutzgesetz. Sie haben eine Vorschrift der Europäischen Union. Die befolgen Sie doch, oder? ... Ich werde es nicht noch einmal sagen. Ich werde es Ihnen genau sagen, und Sie werden es schriftlich sehen. Es steht alles gedruckt da. Wissen Sie, dass die Bibel sagt: "Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht"? Wir gehen nicht über das hinaus, was geschrieben steht." -- THEODORE "TED" JARACZ, LEITENDES MITGLIED DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT DER ZEUGEN JEHOVAS (BBC PANORAMA, "Suffer the Little Children", 14. Juli 2002 )

"Wenn das Zweigbüro von einem mutmaßlichen Kindesmissbrauch unterrichtet wird, kann eine Nachprüfung der Unterlagen ergeben, dass früher schon einmal ähnliche, nicht untermauerte Beschuldigungen gegen die Person erhoben wurden, vielleicht als er in einem anderen Teil des Landes lebte. Wenn eine zweite glaubwürdige Beschuldigung von jemand anderem gegen dieselbe Person erhoben wird, sind die Ältesten durch die Bibel ermächtigt, sich mit dem Fall zu befassen. Doch auch dann, wenn die Ältesten nichts als Versammlung unternehmen können, wird von ihnen erwartet, dass sie die Beschuldigung dem Zweigbüro der Zeugen Jehovas in ihrem Land melden, wenn es das örtliche Datenschutzgesetz zulässt. Hier wird wiederum, wenn es das Datenschutzgesetz zulässt, ein Bericht erstellt, dass der Betreffende des Kindesmissbrauchs angeschuldigt worden ist." -- J.R. Brown (Zitat aus einer an Betsan Powys [BBC Panorama] gefaxten Erklärung vom 9. Mai 2002, die auf der offiziellen Wachtturm-Medienwebseite stand http://www.jw-media.org, als das Programm BBC Panorama gesendet wurde.)

"Jedes Zweigbüro der Zeugen Jehovas führt seine eigenen Unterlagen, wenn die örtliche Rechtsprechung das erlaubt. In den Vereinigten Staaten haben wir keine Berichte über Kinderschänder, die in anderen Ländern leben. Wenn das Datenschutzgesetz es verbietet, dass solche Unterlagen gehalten werden, tun die Ältesten, was innerhalb der Gesetze zulässig ist, um darauf zu achten, dass Kinder geschützt werden. Das Ziel ist, das Recht des Einzelnen auf den Schutz der Persönlichkeit mit der vorrangigen Notwendigkeit in Einklang zu bringen, die Sicherheit der Kinder zu wahren. -- 1. Timotheus 5:19." -- J.R. Brown (Zitat aus einer an Betsan Powys [BBC Panorama] gefaxten Erklärung vom 9. Mai 2002, die auf der offiziellen Wachtturm-Medienwebseite stand http://www.jw-media.org, als das Programm BBC Panorama gesendet wurde.)

"Ihnen ist gesagt worden, dass wir hier in den Vereinigten Staaten eine Liste mit 23.720 Namen von Kinderschändern zusammengestellt hätten. Das ist falsch. Erst einmal liegt die Gesamtzahl der Namen in unseren Aufzeichnungen erheblich niedriger als Ihre Zahl. Überdies ist es auch belanglos, sich auf die Zahl der Namen zu konzentrieren, die wir in unseren Aufzeichnungen haben. Das ist so, weil in unseren Zahlen auch viele enthalten sind, die nur des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurden, wo sich aber die Anschuldigung nicht bewahrheitet hat. Wir führen diese Aufzeichnungen, um zu dokumentieren, dass wir uns an die gesetzlichen Erfordernisse in der Rechtsprechung vieler US-Bundesstaaten halten. In unserer Liste sind auch Anschuldigungen auf der Grundlage von „verdrängten Erinnerungen“ enthalten, deren Wert von vielen Autoritäten angezweifelt wird. Dann sind da die Namen von Personen, die beschuldigt werden, Kinder missbraucht zu haben, bevor sie Zeugen Jehovas wurden, wie auch von Personen, die nie getaufte Zeugen gewesen sind, deren Namen zu führen wir aber verpflichtet sind, weil sie in Verbindung zu den Zeugen stehen. (Ein Beispiel wäre ein Vater oder Stiefvater, der kein Zeuge ist und von seinen Kindern oder Stiefkindern, die Zeugen sind, beschuldigt wurde, sie missbraucht zu haben.) Um auf der sicheren Seite zu sein, führen wir auch die Namen von Personen auf, die abhängig von der Rechtsprechung an ihrem Wohnort als Kinderschänder zu betrachten sind oder auch nicht (beispielsweise der 16-Jährige Junge, der sexuelle Beziehungen mit einem damit einverstandenen 15-Jährigen Mädchen hatte). Der Name einer Person, die des Voyeurismus schuldig ist oder mit Kinderpornografie zu tun hatte, ist ebenfalls in der Liste enthalten. Und natürlich sind in der Liste auch die Namen von Personen enthalten, die tatsächlich des Kindesmissbrauchs schuldig sind. Wir entschuldigen uns nicht dafür, dass wir hier in den Vereinigten Staaten solche Aufzeichnungen führen. Abgesehen davon, dass sie aus rechtlichen Gründen gebraucht werden, haben sie sich auch als sehr hilfreich dabei erwiesen, Schaden von der Herde abzuwenden. (Jesaja 32:2) Christliche Eltern können sich zu Recht in dem Wissen sicher fühlen, dass diese Bemühungen unternommen werden, um mögliche Kinderschänder vor einer Ernennung in verantwortungsvolle Ämter in der Versammlung auszusieben." -- J.R. Brown (Zitat aus einer an Betsan Powys [BBC Panorama] gefaxten Erklärung vom 9. Mai 2002, die auf der offiziellen Wachtturm-Medienwebseite stand http://www.jw-media.org, als das Programm BBC Panorama gesendet wurde.)

"Als er von Panorama über die Zahl der mutmaßlichen Zahl von Kinderschändern gefragt wurde, sagte Paul Gillies vom Büro für Öffentlichkeit der Zeugen Jehovas in Großbritannien: "Es ist belanglos, sich auf die Zahl der Namen in unseren Unterlagen zu konzentrieren". Bezüglich ihrer Politik über das Anzeigen von Missbrauchsfällen bei den Behörden verwies er uns auf die Erwachet!-Ausgabe vom 8. Oktober 1993, Seite 9, wo es heißt: „Einige Fachleute raten, den Missbrauch so bald wie möglich bei den Behörden anzuzeigen. In manchen Ländern ist dies vom Gesetz her erforderlich. Andernorts bietet das Rechtssystem möglicherweise wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Verfolgung des Falles". " (BBC Panorama, Bericht auf ihrer Webseite, Freitag, 12. Juli 2002 )

Von einem Reporter gefragt, warum die Wachtturm-Gesellschaft eine geheime interne Datenbank mit Kinderschändern führt, aber niemand von ihnen bei der Polizei anzeigt, lehnt JONATHAN BRIGGS, VORSITZFÜHRENDER AUFSEHER DER ZEUGEN JEHOVAS, eine Erwiderung ab, dreht sich um und geht wieder in den Königreichssaal (BBC PANORAMA, "Suffer the Little Children", 14. Juli 2002)

"Die Wachtturm-Gesellschaft führe Berichte über Personen, die der sexuellen Belästigung beschuldigt wurden, aber die Anzahl in der Datenbank sei weitaus geringer als 23.000, sagte er [J.R. Brown], lehnte es aber ab, eine genaue Zahl zu nennen. Wachtturm-Funktionäre greifen auf die Datenbank zurück, um sicherzustellen, dass jemand, gegen den eine glaubwürdige Anschuldigung wegen Belästigung erhoben wurde, keine Ämter bekleiden. Und wenn jemand in getrennten Vorfällen beschuldigt werde, sagte Brown, hätten Wachtturm-Vertreter einen Bericht über seine Vorgeschichte, und könnten sich die Sache genauer ansehen." (St. Petersburg Times, 22. August, 2002)

"Die Kirche unterhält in ihrer Weltzentrale in Brooklyn, N.Y., eine Datenbank mit allen des Missbrauchs beschuldigten Mitgliedern, sagte Bowen. Quellen aus der Kirche hätten ihm erzählt, die Datenbank enthalte über 23.700 Namen aus den USA, aus Kanada und aus Europa. Die Kirche gibt zu, dass es die Datenbank gibt, wollte aber keine genaue Anzahl angeben. Sie sagt, die Zahl sei viel niedriger. ... Auch der kanadische Zweig unterhält eine Datenbank. Obwohl Thomas nicht sagen wollte, wie viele darin enthalten sind, bestätigte er, dass in den letzten zwei Jahren 12 Schänder in Ontario identifiziert wurden." (The Toronto Sun, 1. September 2002)