Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt, dass Jehovas Zeugen den Ältesten gehorchen MÜSSEN:

Zitate aus dem Wachtturm vom 1. August 2001, Seite 14:

Erstens muß ein reifer Christ, soweit es den Glauben und die Erkenntnis betrifft, mit Mitgläubigen in Einheit und in vollem Einklang sein, weil die Einheit aufrechterhalten werden soll. Er pocht weder auf seine eigene Meinung, noch hegt er private Vorstellungen, was das biblische Verständnis angeht, sondern er vertraut voll und ganz der von Jehova Gott durch seinen Sohn Jesus Christus und den „treuen und verständigen Sklaven" geoffenbarten Wahrheit. Wenn wir regelmäßig durch christliche Veröffentlichungen, in den Zusammenkünften sowie auf größeren und kleineren Kongressen die zur rechten Zeit bereitete geistige Speise in uns aufnehmen, dürfen wir überzeugt sein, daß wir mit Mitchristen die „Einheit" im Glauben und in der Erkenntnis bewahren können (Matthäus 24:45).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. Januar 2001, Seite 21:

Wie kommt Jesu Führerschaft zum Ausdruck? Das geschieht unter anderem durch die christlichen Aufseher, die „Gaben in Form von Menschen" (Epheser 4:8). In Offenbarung 1:16 heißt es von gesalbten Aufsehern, daß sie sich in Christi rechter Hand, unter seiner Leitung, befinden. Heute leitet Jesus die Ältestenschaften, ganz gleich, ob diejenigen, die dazu gehören, die himmlische oder die irdische Hoffnung haben. Wie im vorigen Artikel erklärt wurde, werden diese Männer durch heiligen Geist im Einklang mit biblischen Erfordernissen ernannt (1. Timotheus 3:1-7; Titus 1:5-9).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. August 2000, Seite 28:

Wie kann man Loyalität entwickeln? Eine Möglichkeit wäre, mit den Versammlungsältesten zusammenzuarbeiten (Hebräer 13:17). In dem Bewußtsein, daß Christus als Haupt der Christenversammlung eingesetzt ist, sind reife Christen gegenüber denen loyal, die dazu bestimmt sind, „die Versammlung Gottes zu hüten" (Apostelgeschichte 20:28). Es wäre ganz und gar unpassend, die Autorität ernannter Ältester in Frage zu stellen oder zu unterhöhlen. Auch sollten wir uns gegenüber dem „treuen und verständigen Sklaven" und den Organen, die gebraucht werden, um geistige „Speise zur rechten Zeit" auszuteilen, zu Loyalität verpflichtet fühlen (Matthäus 24:45). Bemühen wir uns, die Informationen im Wachtturm und in ähnlichen Publikationen so schnell wie möglich zu lesen und umzusetzen.
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. August 2000, Seite 6:

Wie ist Jesus vorgegangen, um das zu erreichen und die Christenversammlung zu festigen? „Als er auffuhr in die Höhe, . . . gab [er] Gaben in Form von Menschen" (Epheser 4:8). Bei diesen „Gaben in Form von Menschen" handelt es sich um christliche Älteste, die vom heiligen Geist ernannt wurden und autorisiert sind, sich der geistigen Interessen ihrer Glaubensbrüder anzunehmen (Apostelgeschichte 20:28).

Aus diesem Grund gibt Paulus den Rat: „Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang ihres Wandels genau betrachtet, ahmt ihren Glauben nach." Da diese treuen Männer Jesu Fußstapfen genau folgen, ist es sicher klug, ihren Glauben nachzuahmen. Paulus fährt fort: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig [„erkennt ihre Autorität stets an", The Amplified Bible], denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden" (Hebräer 13:7, 17)

Was geschieht, wenn die Weisungen der Ältesten mißachtet werden? Genau das taten einige in der frühen Christenversammlung und wurden abtrünnig. Von Hymenäus und Philetus heißt es, daß sie den Glauben anderer untergruben und daß ihre leeren Reden ‘verletzten, was heilig ist’. Zum Beispiel behaupteten sie, die Auferstehung — offenbar eine geistige, sinnbildliche Auferstehung — hätte bereits stattgefunden und deshalb gäbe es keine künftige Auferstehung unter Gottes Königreich (2. Timotheus 2:16-18).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. Juni 2000, Seiten 12-16:

Diejenigen ehren, denen Autorität verliehen wurde

Die Versammlungsältesten verdienen, geehrt zu werden, weil „der heilige Geist [sie] zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten" (Apostelgeschichte 20:28).

Ein empörendes Beispiel für jemand, der eine von Gott eingesetzte theokratische Führung nicht achtete, war Korah. Welch ein Vorrecht genoß er doch als Kehathiter, Jehova in der Stiftshütte zu dienen! Trotzdem hatte er etwas an Moses und Aaron, den von Gott gesalbten Führern der Israeliten, auszusetzen. Korah tat sich mit anderen Vorstehern Israels zusammen und sagte frech zu Moses und Aaron: „Die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte. Warum also solltet ihr euch über die Versammlung Jehovas erheben?" Wie wurde die Einstellung Korahs und seiner Unterstützer von Jehova beurteilt? Er betrachtete ihre Handlungsweise als eine Entehrung seiner selbst. Korah und die 250 Vorsteher mußten mit ansehen, wie alle, die auf ihrer Seite standen, von der Erde verschlungen wurden, danach wurden sie selbst durch ein Feuer von Jehova getötet (4. Mose 16:1-3, 28-35).

Es gibt in der Bibel viele Beispiele für Menschen, die Autoritätspersonen ehrten, selbst wenn diese ihre Autorität mißbrauchten. David gab darin ein vorzügliches Beispiel. König Saul, in dessen Dienst David stand, wurde eifersüchtig auf seine Erfolge und wollte ihn umbringen (1. Samuel 18:8-12; 19:9-11; 23:26). Obwohl sich David mehrfach Gelegenheit bot, Saul zu töten, sagte er: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, meine Hand gegen den Gesalbten Jehovas auszustrecken!" (1. Samuel 24:3-6; 26:7-13). David wußte, daß Saul im Unrecht war, aber er überließ es Jehova, ihn zu richten (1. Samuel 24:12, 15; 26:22-24). Er sprach nicht lästerlich über oder mit Saul

Diejenigen ehren, die die Führung übernehmen

Versammlungsälteste werden zwar durch den heiligen Geist ernannt, aber sie sind immer noch unvollkommen und machen Fehler (Psalm 130:3; Prediger 7:20; Apostelgeschichte 20:28; Jakobus 3:2). Daher könnten einige in der Versammlung mit den Ältesten unzufrieden sein. Wie sollten wir reagieren, wenn wir glauben, in der Versammlung werde etwas nicht ganz richtig gehandhabt, oder wenn zumindest dieser Eindruck entsteht? Beachten wir, welche Verhaltensweise im ersten Jahrhundert Irrlehrer im Gegensatz zu den Engeln offenbarten: „Verwegen, eigenwillig, zittern sie [die Irrlehrer] nicht vor Herrlichen, sondern reden lästerlich, wohingegen Engel, obwohl sie an Stärke und Macht größer sind, keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie vorbringen, und sie tun es nicht aus Respekt vor Jehova" (2. Petrus 2:10-13). Während die Irrlehrer lästerlich über ‘Herrliche’ sprachen — Älteste, denen in der Christenversammlung des ersten Jahrhunderts Autorität übertragen worden war —, redeten die Engel nicht lästerlich über die Irrlehrer, die Uneinigkeit unter den Brüdern verursachten. Die Engel, die eine höhere Stellung und einen geschärfteren Sinn für Gerechtigkeit haben als Menschen, wußten, was in der Versammlung vor sich ging. Doch „aus Respekt vor Jehova" überließen sie es Gott, darüber zu urteilen (Hebräer 2:6, 7; Judas 9).

Sollten wir nicht selbst dann, wenn etwas nicht genau so gehandhabt wird, wie es sein sollte, auf Jesus Christus als das lebendige Haupt der Christenversammlung vertrauen? Weiß er etwa nicht, was in seiner eigenen weltweiten Versammlung vor sich geht? Sollten wir nicht respektieren, wie er mit der Situation umgeht, und seine Fähigkeit anerkennen, Schwierigkeiten zu beheben? Ja, ‘wer sind wir, daß wir unseren Nächsten richten’? (Jakobus 4:12; 1. Korinther 11:3; Kolosser 1:18). Warum legen wir unsere Sorgen nicht Jehova in unseren Gebeten vor?

Auf Grund menschlicher Unvollkommenheit können Schwierigkeiten oder Probleme entstehen. Es kann sogar vorkommen, daß sich ein Ältester irrt, worüber einige vielleicht beunruhigt sind. Durch übereiltes Handeln würden wir an der Situation auch nichts ändern. Es könnte eher noch zur Verschlimmerung des Problems beitragen. Diejenigen, die geistige Einsicht haben, werden darauf warten, daß Jehova die Dinge richtigstellen und zu der von ihm bestimmten Zeit und auf seine Weise erforderliche Zuchtmaßnahmen ergreifen wird (2. Timotheus 3:16; Hebräer 12:7-11)
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. Juni 1999, Seiten 16-19:

Doch wie steht es mit den „Gaben in Form von Menschen"? Wie können wir zeigen, daß wir sie schätzen?

Wir können unsere Dankbarkeit für die „Gaben in Form von Menschen" dadurch beweisen, daß wir schnell bereit sind, ihren auf die Bibel gestützten Rat zu befolgen und ihre Entscheidungen zu akzeptieren. Die Bibel rät uns: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden" (Hebräer 13:17). Beachten wir, daß wir denjenigen, die die Führung übernehmen, nicht nur ‘gehorchen’, sondern ihnen gegenüber auch ‘unterwürfig sein’ sollen. Das griechische Wort für „unterwürfig sein" bedeutet wörtlich „weicht beständig [dar]unter", „gebt beständig [dar]unter nach". Der Bibelgelehrte R. C. H. Lenski sagt mit Bezug auf die Begriffe „gehorcht" und „seid unterwürfig": „Man gehorcht, wenn man dem zustimmt, wozu man aufgefordert wird, überzeugt von dessen Richtigkeit und Nützlichkeit; man gibt nach, . . . wenn man ganz anderer Meinung ist." Wenn wir eine Anweisung von denjenigen, die die Führung übernehmen, verstehen und damit einverstanden sind, werden wir wahrscheinlich bereitwillig gehorchen. Was ist aber, wenn wir den Grund für eine bestimmte Entscheidung nicht verstehen?

An diesem Punkt müssen wir unterwürfig sein beziehungsweise nachgeben. Warum? Zum einen sollten wir das Vertrauen haben, daß den in geistiger Hinsicht befähigten Männern unser Wohl am Herzen liegt. Schließlich ist ihnen durchaus bewußt, daß sie sich vor Jehova für die Schafe verantworten müssen, die ihrer Obhut anvertraut sind (Jakobus 3:1). Zum anderen tun wir gut daran, zu bedenken, daß uns womöglich nicht all die vertraulichen Tatsachen bekannt sind, von denen sie sich bei ihrer fundierten Entscheidung leiten ließen (Sprüche 18:13).

Wie verhält es sich damit, bei richterlichen Entscheidungen unterwürfig zu sein? Es stimmt zwar, daß dies nicht immer einfach ist, besonders wenn entschieden wurde, eine uns nahestehende Person auszuschließen — einen Angehörigen oder einen guten Freund. Doch auch hier ist es das beste, sich dem Urteil der „Gaben in Form von Menschen" zu fügen. Sie können objektiver sein als wir, und ihnen sind oftmals mehr Fakten bekannt.

Und wir alle wollen darauf bedacht sein, unsere Wertschätzung für die „Gaben in Form von Menschen" zu zeigen, indem wir ihnen gegenüber gehorsam und unterwürfig sind ...
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. August 1998, Seiten 12-14:

Folglich erkennen wir heute Älteste trotz ihrer Unvollkommenheit als solche an, die „der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten". Sie verdienen unsere Unterstützung und unseren Respekt (Apostelgeschichte 20:28).

Diese Beispiele zeigen, daß wir achtgeben müssen, nicht nach dem äußeren Schein zu urteilen. Wenn wir unsere Zuversicht auf Jehova setzen, werden wir eine von ihm getroffene Wahl nicht in Zweifel ziehen. Er gebraucht auf großartige Weise seine irdische Versammlung, obwohl sie aus unvollkommenen Menschen besteht, die keinen Unfehlbarkeitsanspruch haben. Judas, Jesu Halbbruder, warnte die Christen des ersten Jahrhunderts vor Personen, die ‘die Herrschaft mißachteten und lästerlich über Herrliche redeten’ (Judas 8-10). Diesen sollten wir niemals gleichen.

Jehova wählt für bestimmte Verantwortlichkeiten offenbar Personen mit bestimmten Eigenschaften aus, Eigenschaften, die nötig sind, um sein Volk auf dem Weg zu leiten, den er für die entsprechende Zeit vorgesehen hat. Wir sollten uns bemühen, diese Tatsache anzuerkennen, und eine von Gott getroffene Wahl nicht im nachhinein kritisieren, sondern damit zufrieden sein, demütig dort zu dienen, wo Jehova uns als einzelne hingestellt hat. Dadurch zeigen wir, daß wir unsere Zuversicht auf Jehova setzen (Epheser 4:11-16; Philipper 2:3).

Jeder von uns könnte sich persönlich fragen: „Greife ich manchmal Jehova und den ernannten Ältesten in der Versammlung vor, indem ich etwas auf meine Weise zu tun oder voranzutreiben versuche?
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. Juni 1998, Seiten 16-17:

Ein anderes Problem, das Judas ansprach, war der Mangel an Respekt vor der von Gott eingesetzten Autorität. Gemäß Vers 8 klagte er zum Beispiel die bereits erwähnten bösen Menschen an, „lästerlich über Herrliche [zu reden]". Wer waren diese ‘Herrlichen’? Es handelte sich zwar um unvollkommene Männer, aber ihre Aufgaben waren ihnen durch Jehovas heiligen Geist übertragen worden. In den Versammlungen gab es beispielsweise Älteste, die damit beauftragt waren, die Herde Gottes zu hüten (1. Petrus 5:2). Es gab reisende Aufseher wie zum Beispiel den Apostel Paulus. Und die Ältestenschaft in Jerusalem diente als leitende Körperschaft, deren Entscheidungen sich auf die Christenversammlung als Ganzes auswirkten (Apostelgeschichte 15:6). Judas war tief beunruhigt darüber, daß bestimmte Personen in den Versammlungen lästerlich oder verleumderisch über jene Männer sprachen.

Um solch respektloses Geschwätz zu brandmarken, führte Judas gemäß Vers 11 drei weitere Beispiele zur Erinnerung an: Kain, Bileam und Korah. Kain mißachtete Jehovas liebevollen Rat und setzte stur seinen von mörderischem Haß gekennzeichneten Lauf fort (1. Mose 4:4-8). Bileam erhielt wiederholt Warnungen, die unbestreitbar übernatürlichen Ursprungs waren — sogar seine Eselin sprach zu ihm! Aber Bileam ließ sich in seiner Selbstsucht nicht davon abbringen, gegen Gottes Volk zu intrigieren (4. Mose 22:28, 32-34; 5. Mose 23:5). Korah hatte bereits eine verantwortliche Stellung inne, doch das war ihm nicht genug. Er hetzte zur Rebellion gegen Moses auf, den sanftmütigsten Menschen auf der Erde (4. Mose 12:3; 16:1-3, 32).

Wie eindringlich diese Beispiele uns doch lehren, auf Rat zu hören und diejenigen zu achten, die Jehova in verantwortlichen Stellungen gebraucht! (Hebräer 13:17). Es ist sicher nicht schwer, bei den ernannten Ältesten Fehler zu entdecken, da sie genauso unvollkommen sind wie jeder von uns auch. Würden wir jedoch ständig über ihre Fehler nachdenken und die Achtung vor ihnen untergraben, würden dann nicht auch wir „lästerlich über Herrliche [reden]"? Wie aus Vers 10 hervorgeht, erwähnte Judas Personen, die „lästerlich über alles [reden], was sie in Wirklichkeit nicht kennen". Es kommt manchmal vor, daß einige die Entscheidung einer Ältestenschaft oder eines Rechtskomitees kritisieren. Das tun sie, obwohl sie nicht in alle Einzelheiten eingeweiht sind, die den Ältesten bei ihrer Entscheidungsfindung vorlagen. Warum also lästerlich über Angelegenheiten reden, von denen man eigentlich gar nichts weiß? (Sprüche 18:13). Diejenigen, die anhaltend solch negatives Gerede verbreiten, könnten in der Versammlung Spaltungen verursachen, und vielleicht sind sie in den Zusammenkünften für die Glaubensbrüder sogar gleichsam gefährliche „Felsenriffe, die unter dem Wasser verborgen sind" (Judas 12, 16, 19). Gewiß möchte niemand von uns eine geistige Gefahr für andere darstellen. Vielmehr sollte sich jeder von uns veranlaßt fühlen, die verantwortlichen Männer wegen ihrer harten, hingebungsvollen Arbeit für die Herde Gottes zu schätzen (1. Timotheus 5:17).

Judas führte als Beispiel jemand an, der gebührende Autorität anerkannte. Er schrieb: „Als . . . der Erzengel Michael mit dem Teufel uneins wurde und sich mit ihm wegen des Leibes Mose auseinandersetzte, wagte er nicht, über ihn in lästernden Worten ein Gericht zu bringen, sondern sprach: ‚Jehova schelte dich‘ " (Judas 9). Aus diesem faszinierenden Bericht, der allein von Judas in den inspirierten heiligen Schriften festgehalten wurde, können wir eine zweifache Lehre ziehen. Zum einen lehrt er uns, Jehova das Gericht zu überlassen. Satan wollte allem Anschein nach Mißbrauch mit dem Leib des treuen Moses treiben, um die falsche Anbetung zu fördern. Wie boshaft! Doch aus Demut unterließ es Michael, ein Gericht über ihn zu bringen, denn das steht allein Jehova zu. Wieviel mehr sollten wir dann davon abstehen, treue Männer zu richten, die bemüht sind, Jehova zu dienen!
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. Mai 1998, Seite 18:

Die große Volksmenge wird auch in Verbindung mit theokratischen Verfahrensweisen geprüft. Die Christenversammlung wird weltweit gemäß göttlichen Grundsätzen und theokratischen Maßstäben geleitet. Das bedeutet vor allem, daß Jesus Christus als der Führer anerkannt werden muß, als derjenige, der zum Haupt der Christenversammlung ernannt wurde (1. Korinther 11:3). Daß wir uns ihm und seinem Vater bereitwillig unterwerfen, zeigt sich in unserem Vertrauen zu theokratischen Ernennungen und zu Entscheidungen, die das vereinte Tun des Willens Jehovas betreffen. Weiter gibt es in jeder Ortsversammlung Männer, die ernannt wurden, die Führung zu übernehmen. Es sind unvollkommene Menschen, deren Fehler uns nicht verborgen bleiben; wir werden jedoch aufgefordert, die Aufseher zu respektieren und unterwürfig zu sein.
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. September 1997, Seite 16:

Doch in welchem Sinn ‘blicken sie auf die Herrschaft herab’ und „reden lästerlich über Herrliche"?

Sie tun es dadurch, daß sie die von Gott eingesetzte Autorität verachten. Christliche Älteste vertreten Herrliche, nämlich Jehova Gott und seinen Sohn, und ihnen ist auf Grund dessen eine gewisse Herrlichkeit übertragen worden. Sie machen zwar Fehler, wie zum Beispiel auch Petrus, aber die Bibel fordert die Glieder der Versammlung auf, sich solchen „Herrlichen" zu unterwerfen (Hebräer 13:17). Die Fehler sind kein Grund, lästerlich über die Betreffenden zu reden. Petrus sagte, daß Engel „keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie [die falschen Lehrer] vorbringen", obwohl diese es voll und ganz verdienen würden. „Aber gleich vernunftlosen Tieren, die von Natur aus dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden", fuhr Petrus fort, „werden diese Menschen in bezug auf Dinge, über die sie unwissend sind und lästerlich reden, . . . Vernichtung erleiden" (2. Petrus 2:10-13).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. August 1997, Seiten 8-13:

Die Fehler eines Bruders, der eine verantwortliche Stellung innehat, fallen wahrscheinlich sofort ins Auge. Wie leicht ist es doch, sich am ‘Strohhalm im Auge des Bruders’ zu stören, den ‘Balken im eigenen Auge’ dagegen zu ignorieren! (Matthäus 7:1-5). Es kann jedoch zu Illoyalität führen, wenn man sich nur auf Fehler konzentriert. Sehen wir uns in Verbindung damit einmal den Gegensatz zwischen Korah und David an. Korah trug große Verantwortung, und er war wahrscheinlich viele Jahre loyal, doch er wurde ehrgeizig. Es kam sogar so weit, daß er sich über die Befugnisse seiner Cousins Moses und Aaron ärgerte. Obwohl Moses der sanftmütigste aller Menschen war, begann Korah offensichtlich, ihn mit kritischen Augen zu betrachten. Möglicherweise stellte er bei Moses Fehler fest. Diese rechtfertigten jedoch keineswegs Korahs Illoyalität gegenüber der Organisation Jehovas. Er wurde aus der Mitte der Versammlung entfernt (4. Mose 12:3; 16:11, 31-33).

Kommen wir nun zu David, der in den Diensten von König Saul stand. Anfangs war Saul ein guter König, doch mit der Zeit wurde er böse. David benötigte Glauben, Ausharren und sogar einen gewissen Einfallsreichtum, um die eifersüchtigen Angriffe Sauls zu überleben. Trotzdem sagte David, als sich ihm die Gelegenheit zur Rache bot, daß es für ihn ‘im Hinblick auf Jehovas Standpunkt undenkbar’ sei, gegen den Gesalbten Jehovas illoyal zu handeln (1. Samuel 26:11).

Wenn einige, die unter uns die Führung innehaben, in ihrem Urteil zu irren scheinen, harte Worte äußern oder andere offenbar begünstigen, werden wir uns dann über sie beklagen, vielleicht dadurch, daß wir einen kritischen Geist in die Versammlung tragen? Werden wir sozusagen aus Protest christlichen Zusammenkünften fernbleiben? Auf gar keinen Fall! Wie David werden wir uns niemals durch die Fehler anderer dazu bringen lassen, Jehova und seiner Organisation gegenüber illoyal zu sein (Psalm 119:165).

Gottes heutige irdische Organisation ist dem jüdischen System mit seinem Tempel weit überlegen. Zugegeben, sie ist nicht vollkommen; deshalb werden manchmal Änderungen vorgenommen. Sie ist aber weder verdorben, noch wird Jehova Gott sie durch eine andere Organisation ersetzen. Wir sollten uns niemals durch irgendwelche Unvollkommenheiten, die wir darin bemerken, verbittern lassen oder deshalb eine nörglerische, negative Haltung entwickeln.

Wenn ein guter Freund oder ein Familienangehöriger einen Lauf einschlägt, durch den er biblische Grundsätze verletzt, fühlen wir uns in unserer Loyalität hin- und hergerissen. Natürlich halten wir loyal zu unseren Angehörigen. Doch wir dürfen die Treue zu ihnen niemals über unsere Loyalität gegenüber Jehova stellen. (Vergleiche 1. Samuel 23:16-18.) Wir würden Übeltätern weder helfen, eine schwere Sünde zu verbergen, noch für sie Partei ergreifen gegen die Ältesten, die sie „im Geist der Milde wieder zurechtzubringen" suchen (Galater 6:1). So zu handeln wäre illoyal gegenüber Jehova, gegenüber seiner Organisation und gegenüber dem uns nahestehenden Menschen. Sich vor einen Sünder zu stellen, damit ihm die nötige Züchtigung erspart bleibt, bedeutet eigentlich, daß wir ihm einen Ausdruck der Liebe Jehovas vorenthalten (Hebräer 12:5-7).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. März 1996, Seiten 17-18:

Wenn in der Versammlung etwas gesagt oder getan wird, was für uns schwer zu verstehen ist, wird uns Loyalität davor bewahren, die Beweggründe anderer in Frage zu ziehen; sie wird uns den Standpunkt einnehmen lassen, daß wahrscheinlich eine Ermessensfrage vorliegt. Ist es nicht weit besser, auf die guten Eigenschaften der ernannten Ältesten und anderer Glaubensbrüder achtzugeben als auf ihre Fehler? Ja, wir wollen uns vor jeglichem negativen Denken dieser Art hüten, denn es steht mit Illoyalität in Verbindung. Loyalität wird uns auch helfen, die Anweisung des Paulus zu befolgen, „von niemandem nachteilig zu reden" (Titus 3:1, 2).

Wurde ein Gemeinschaftsentzug ausgesprochen, erfordert es die Loyalität, die Ältesten zu unterstützen, statt hinterher anzuzweifeln, ob es hinreichende Gründe für diese Maßnahme gab.
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. August 1994, Seite 29:

Du kannst auch wesentlich zur Harmonie beitragen, wenn du uneingeschränkt mit den Ältesten zusammenarbeitest. „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig", heißt es in Hebräer 13:17, „denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden." Zugegeben, die Ältesten sind unvollkommene Männer, und es könnte ein leichtes sein, sie zu kritisieren. Doch eine kritische Einstellung erzeugt Mißtrauen. Sie kann dir deine Freude verderben und sich negativ auf andere in der Versammlung auswirken. Deshalb gab der Apostel Petrus den Rat: „Ihr jüngeren Männer, seid den älteren Männern untertan. Ihr alle aber, gürtet euch mit Demut gegeneinander . . . Erniedrigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch zur gegebenen Zeit erhöhe" (1. Petrus 5:5, 6).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. Februar 1993, Seite 16:

Als Jesus Christus, der Messias, kam, benutzte Gott ihn und dessen engste Mitverbundene, die Apostel und Jünger, als seine Sprecher. Später sollten die treuen gesalbten Nachfolger Jesu Christi als „treuer und verständiger Sklave" dienen, um Jehovas Dienern mitzuteilen, wie die biblischen Grundsätze in ihrem Leben anzuwenden wären. Gottgefällige Unterordnung bedeutete, das Mittel anzuerkennen, dessen sich Jehova Gott bediente (Matthäus 24:45-47; Epheser 4:11-14).

Wie die Tatsachen zeigen, ist der „treue und verständige Sklave" heute mit Jehovas Zeugen verbunden und wird von der leitenden Körperschaft dieser Zeugen repräsentiert. Diese Körperschaft ernennt ihrerseits Aufseher in verschiedenen Stellungen — zum Beispiel Älteste und reisende Vertreter —, um das Werk auf lokaler Ebene zu leiten. Gottgefällige Unterordnung verlangt von jedem getauften Zeugen Jehovas, sich diesen Aufsehern in Übereinstimmung mit Hebräer 13:17 unterzuordnen: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden."
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Zitate aus dem Wachtturm vom 15. November 1992, Seiten 20-21:

Alle Jehova hingegebenen Zeugen müssen ihm und seiner Organisation gegenüber loyal sein. Wir sollten nicht einmal erwägen, uns von Gottes wunderbarem Licht abzuwenden und einen Lauf der Abtrünnigkeit einzuschlagen, der schon jetzt den geistigen Tod nach sich zieht und schließlich in die Vernichtung führt (Jeremia 17:13). Und was sollten wir tun, wenn es uns schwerfällt, bestimmte biblische Gedanken, die der treue Sklave darlegt, voll und ganz anzunehmen? In diesem Fall sollten wir uns demütig in den Sinn zurückrufen, wo wir die Wahrheit kennengelernt haben, sowie um Weisheit beten, diese Prüfung durchzustehen, bis die Angelegenheit klargestellt wird (Jakobus 1:5-8).

Wir sollten uns von Herzen gedrängt fühlen, mit Jehovas Organisation zusammenzuarbeiten, weil wir wissen, daß sie allein von seinem Geist geleitet wird und nur sie seinen Namen und seine Vorsätze bekanntmacht. Es stimmt zwar, daß diejenigen, die innerhalb dieser Organisation Verantwortung tragen, unvollkommen sind (Römer 5:12). Doch als Aaron und Mirjam Moses kritisierten und vergaßen, daß er von Gott mit Verantwortung betraut worden war und nicht sie, ‘entbrannte Jehovas Zorn’ gegen sie (4. Mose 12:7-9). Heute arbeiten loyale Christen mit denen zusammen, die „die Führung übernehmen", weil das von Gott gefordert wird (Hebräer 13:7, 17).
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Zitate aus dem Wachtturm vom 1. Juni 1992, Seiten 18-19:

TDer Apostel Paulus stellte eine Gruppe von Christen heraus, die besonders unsere Liebe verdienen. Er sagte: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden" (Hebräer 13:17). In der Versammlung übernehmen die Ältesten die Führung. Diese Männer sind natürlich nicht vollkommen. Trotzdem sind sie unter der Aufsicht der leitenden Körperschaft ernannt worden.

Manchmal müssen Älteste einem reuelosen Übeltäter die Gemeinschaft entziehen, um die Versammlung rein zu erhalten (1. Korinther 5:1-5). Das dient zum Schutz der Versammlung. Es kann auch für den Übeltäter von Nutzen sein. Schon oft hat eine solche Zuchtmaßnahme dazu beigetragen, einen Sünder zur Vernunft zu bringen. Wie verhält es sich aber, wenn der Ausgeschlossene ein guter Freund oder ein naher Verwandter ist? Nehmen wir einmal an, bei dem Betreffenden handelt es sich um unseren Vater, unsere Mutter, unseren Sohn oder unsere Tochter. Respektieren wir trotzdem die Maßnahmen der Ältesten? Das mag zugegebenermaßen nicht leicht sein. Welch ein Mißbrauch unserer Freiheit wäre es allerdings, die Entscheidung der Ältesten in Frage zu ziehen und weiterhin geistige Gemeinschaft mit einer Person zu pflegen, die sich als verderblicher Einfluß für die Versammlung erwiesen hat! (2. Johannes 10, 11).
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Ende der Zitate über den Gehorsam gegenüber Ältesten