Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt, bei den Zeugen Jehovas gebe es KEINE Geistlichenklasse:

The Watchtower, 1. Februar 1954, Seite 93:

... Jehova hat in den vergangenen Jahren durch sein Wort, durch seinen Geist und seine Leitungsvorkehrungen wiederum dafür gesorgt, dass eine Dienstorganisation auf Erden sein Vorhaben ausführt. Bekannt als Neue-Welt-Gesellschaft [der Zeugen Jehovas], bringt sie den Menschen die Wahrheit, und sie hat nicht die Trennung in Geistliche und Laien, sondern alle ihre Glieder sind tätig und predigen.
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The Watchtower, 15. April 1955, Seiten 229-230:

Christus traf keine Vorkehrung für eine Trennung in Geistliche und Laien, sondern er sagte: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische." Doch er sorgte für Aufseher und Helfer, für Missionare, Hirten und Lehrer "im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus." Es gab keine Trennung in Geistliche und Laien, denn alle waren Prediger. Christus gab das Beispiel, dem alle nachfolgen sollten, so wie Paulus es zeigt: "Werdet meine Nachahmer, so wie ich Christi [Nachahmer] bin" (Matth. 23:8, 9; Eph. 4:11, 12; 1. Kor. 11:1, NW).
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The Watchtower, 1. November 1957, Seiten 647-648:

KEINE CHRISTLICHE LAIENSCHAFT

Die meisten, die Christen zu sein behaupten, meinen, sie handelten ganz recht, wenn sie nicht nur ehrlich und wohltätig sind, sondern auch Sonntags zur Kirche gehen, der Predigt zuhören und für das Gehalt des Geistlichen und andere Ausgaben ihrer Religionsgemeinschaft spenden. Zweifellos beruht dieses Missverständnis großenteils auf der falschen Unterscheidung zwischen Geistlichen und Laien. Eine solche Unterscheidung war zwar bei heidnischen Religionen sehr üblich, aber sie hatte nie einen Platz im wahren Christentum; und gewiss gab es sie nicht in der Urchristenversammlung. In einer religiösen Zeitschrift bemerkte jemand über den "Sonntag der Laien":

"Sicher gab es in der kleinen Gruppe Jesu und seiner Jünger nicht die Trennung in Geistliche und Laien. So gern jeder Geistliche Jesus in dieser Lage als sein Gegenbild ansehen möchte, waren seine Art, sein Reden und seine Stimmung die einer Person, die wir heute als 'Laie' bezeichnen würden. Und ebenso waren die Jünger, die von hier aus wie eine [neu gebildete] Laienschaft aussehen, die eigentlichen Prediger, die ausgesandt wurden.

Im ganzen übrigen Neuen Testament meint das Wort für Geistliche (kleros) nicht einen besonderen Orden unter den Christen, sondern alle Christen. Und das Wort für Laienschaft (laós) meinte nicht einen zuhörenden Teil der Versammlung, sondern wiederum alle Christen. Alle sind zu einem Dienst aufgerufen, und alle sind Gottes Volk. Unsere Trennung in Geistliche und Laien war im Neuen Testament nicht bekannt, daher konnte der hl. Paulus 'Geistliche und Laien' nicht der Aufführung von Juden und Heiden, Sklaven und Freien, Reichen und Armen, Männern und Frauen, die eins in Christus sind, hinzufügen. Hätte er jedoch im 2. Jahrhundert gelebt, so hätte er seine Liste vielleicht erweitert" (The Christian Century, October 12, 1955).
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The Watchtower, 15. Juni 1958, Seite 359:

Tatsache ist, dass der Beruf oder die Berufung eines christlichen Geistlichen ohne Grundlage oder Vorbild in der Bibel ist. Die Trennung in Geistliche und Laien war den Christen des ersten Jahrhunderts vollkommen unbekannt. Sie beherzigten Jesu Anweisung: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus" (Matth. 23:8-10).
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The Watchtower, 1. Juli 1958, Seite 409:

Jesus gab keine Anweisungen bezüglich einer Geistlichkeit und einer Laienschaft. Daher erkennen Jehovas Zeugen eine solche Trennung nicht an. Jesus schuf keinen Raum für Geistliche, Doktoren der Göttlichkeit oder "Patres" im Unterschied zur 'einfachen Schafherde'. Tatsächlich warnte er davor, und das tat auch der Apostel Paulus. Um ein Zeuge Jehovas zu sein, muss man ein Diener seiner. In der Organisation der Zeugen Jehovas sind alle Personen Brüder, alle sind Prediger der guten Botschaft von Jehovas aufgerichtetem Königreich (Matth. 23:8-12; 1. Petr. 5:3; Matth. 24:14).
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The Watchtower, 15. August 1958, Seiten 487-488:

Diese christlichen Diener und Zeugen Jehovas folgen dem Beispiel der Apostel und gehen "von Haus zu Haus" und suchen nach Menschen, die sich "ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind". Wenn sie welche finden, machen sie Rückbesuche und bemühen sich, ein wöchentliches Heimbibelstudium zu beginnen. Wenn sie Erfolg haben, fahren sie mit diesem Studium fort, nicht nur, bis der Belehrte sich Gottes Willen hingibt, sondern bis er diese Hilfe nicht mehr benötigt. Alle Diener sind entweder geschult, oder sie schulen andere. Es gibt keine Trennung in Geistliche und Laien, noch werden ihnen Ehrentitel verliehen. Alle machen Fortschritte, vom Belehrten zum Diener, die anderen beistehen können (Apg. 20:20; Matth. 5:3; 23:8).
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The Watchtower, 15. April 1959, Seite 255:

Wie sehen die Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas aus?

Sie sind ganz anders als die orthodoxen Gottesdienste der Kirchen. Beispielsweise wird keine Kollekte erhoben; Spenden sind gänzlich freiwillig. Bei den Zusammenkünften wird die Bibel studiert, und zwar in Verbindung mit Bibelstudienhilfsmitteln. Er gibt erbauenden Gespräche, an denen alle teilnehmen können. Auf niemanden schaut man herab, weil er ein Anfänger in biblischer Erkenntnis ist oder aufgrund von wirtschaftlichen Umständen. Es gibt keine Trennung in Geistliche und Laien.  Bei den Zusammenkünften lernen alle - Männer, Frauen und Kinder -, wie sie in den Fußstapfen Christi wandeln können, und teilen ihren Glauben und ihre Hoffnung mit anderen. Aber nicht nur Zeugen Jehovas dürfen zu ihren Zusammenkünften kommen. Sie möchten gern, dass du weißt, dass alle Menschen guten Willens willkommen sind. Wenn du sie aufsuchst, wirst du besser verstehen, warum Jehovas Zeugen anders sind, und vor allem wirst du mehr über die gute Botschaft vom königreich erfahren - dei einzig wahre Grundlage für Glück heute.
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The Watchtower, 1. Juli 1961, Seite 415:

Jetzt kann man wohl die Frage stellen: Wo gibt es heute Organisationsvorkehrungen, wie sie bei den Urchristen herrschten? Wo gibt es Zusammenkünfte in der Landessprache, wo es Aufseher und Helfer gibt, aber keine Trennung in Geistliche und Laien, in denen die Betonung auf dem Worte Gottes liegt und die wie eine Schule abgehalten werden? Es kann nur eine Antwort geben: in den Königreichssälen der Zeugen Jehovas.
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The Watchtower, 1. Januar 1963, Seite 18:

Die ganze Organisation der Zeugen Jehovas besteht aus ordinierten Dienern, und ihre Hauptfunktion und Schulung besteht in der Verwendung der Predigt. Sie verwenden predigten  mit der Bibel von Haus zu Haus und im Heimbibelstudienwerk.
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The Watchtower, 1. März 1963, Seite 147:

Auch im Versammlungsleben der Zeugen Jehovas fällt uns das allgemeine Priestertum auf. Auch wenn in jeder Versammlung eine bestimmte Anzahl der Mitglieder für bestimmte Dienste eingeteilt ist, wie die Aufsicht, Statistiken führen, Literatur und Geld, die Zuteilung von Predigtdienstgebieten und der Vorsitz bei Bibelstudien, sind diese Brüder entsprechend dem Muster der frühen Kirche Diener ihrer Brüder und keine Geistlichen, und die Übrigen sind keine Laien. Bei den Versammlungszusammenkünften nehmen alle Anwesenden an der mündlichen Diskussion teil. Weil er ein Diener ist, ist jedes befähigte männliche Mitglied aufgerufen, Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten durchzuführen und auch den Dienst bei der jährlichen Gedächtnisfeier an den Tod des Herrn zu leiten. Nach angemessener Schulung, die jedem zuteil wird, wird allen befähigten Männern das Lehren und Predigen von der Bühne zugeteilt, was möglich ist, weil die gelehrten Themen in einer Versammlung aller Diener so vielfältig und verschieden sind, dass es für alle Lehr- und Predigtfähigkeiten Möglichkeiten gibt. So werden wie in der Urkirche 'alle Zeremonien von allen Christen durchgeführt' (Phil. 1:1; 1. Tim. 2:12; Eph. 4:11-13).
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The Watchtower, 1. Februar 1964, Seite 86:

Bei den Zeugen Jehovas kann jeder erwachsene, hingegebene und getaufte männlicher Christ, der befähigt ist, solche Dienstaufgaben übernehmen wie biblische Ansprachen für die Öffentlichkeit und Begräbnisreden halten, Ehen schließen und beim Abendmahl des Herrn den Vorsitz haben. Es gibt keine Geistlichenklasse. Aufseher und ihre Dienstgehilfen sind nur Diener ihrer Mitchristen. SIe sind nicht besonders ordiniert, und daher sind sie nur so lange besondere Diener, wie sie die Zuteilung zum Dienst haben (Eph. 4:11-16; 1. Tim. 3:1-7).
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The Watchtower, 15. Oktober 1964, Seiten 611-612:

Die Mitglieder der Gesellschaft halten sich streng an die hohen moralischen Maßstäbe der Bibel. Und damit nicht zufrieden, erkennen sie auch ihre Verantwortung, dem Vorbild Jesu zu folgen, der ein treuer und unermüdlicher Prediger des Königreiches Gottes war. So ist diese Gesellschaft wirklich ganz anders, weil ihre Mitglieder, jung und alt, männlich und weiblich, christliche Diener sind. Bei ihnen gibt es keine Trennung in Geistliche und Laien. Wenn sie zusammenkommen, hat jeder nach den Gelegenheiten Anteil am 'Festhalten an der öffentlichen Erklärung seiner Hoffnung, am Anreizen seiner Mitbrüder zur Liebe und zu guten Werken' (Matth. 24:14; Hebr. 10:23, 24).
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The Watchtower, 1. Mai 1965, Seite 278:

In der Urchristenversammlung gab es keine bezahlte Geistlichkeit, ja, nicht einmal eine Trennung in Geistliche und Laien; alle predigten nach ihren Gelegenheiten und Fähigkeiten. Wer die Führung übernahm und darin voranging, die größten Lasten zu tragen, wurde alles andere als bedient und bezahlt, und Jesus zeigte, dass das so sein sollte: "Wer immer groß unter euch werden will, soll euer Diener [diákonos] sein, und wer immer der Erste unter euch sein will, muss euer Sklave sein."
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The Watchtower, 15. Juli 1967, Seite 424:

Inspiriert das Christentum in unserer Zeit, im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, zur Selbstlosigkeit, wie es im 19. Jahrhundert geschah? Ja. Bei wem? Unter Jehovas christlichen Zeugen. Sie haben eine Organisation nach dem Muster der Urchristen, in der es keine Trennung in Geistliche und Laien gibt, sondern wo jeder Christ ein Diener der guten Botschaft ist.
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The Watchtower, 15. Mai 1968, Seite 306:

Es gibt bei den wahren Nachfolgern des Herrn Jesus keine Trennung in Geistliche und Laien.
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The Watchtower, 1. April 1969, Seite 199:

Jesus, das Haupt, spaltet den Leib seiner Versammlung nicht in eine Geistlichenklasse und eine Laienklasse für die "einfachen Leute". Er sagte zu seinen Nachfolgern: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus" (Matth. 23:8-10).

Jesus zeigt also, dass es unter denen, die die wahre Kirche bilden, keine Trennung gibt. Alle sind Brüder, es gibt keine Klassenunterschiede.
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The Watchtower, 1. Juli 1969, Seite 407: 

Es gibt [bei den Zeugen Jehovas] keine Trennung in Geistliche und Laien sondern alle zusammen sind Brüder und Diener Jehovas und des anderen.
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Der Wachtturm, 1. Januar 1970, Seite 31:

Es gibt daher unter Jehovas Zeugen auch keine Geistlichen und Laien. Alle getauften Christen sind geistige Brüder und Schwestern, wie Jesus es sagte.
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Der Wachtturm, 1. März 1970, Seite 151: 

Wir [Zeugen Jehovas] verurteilen nach wie vor die Aufteilung der Gläubigen in Geistliche und Laien. Unser Standpunkt hierüber wird von der Bibel gestützt.
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Der Wachtturm, 1. Mai 1971, Seite 272: 

Mit der Zeit bildeten solche Männer eine besondere Klasse, die Geistlichkeit, und diese Klasse predigte den Kirchenangehörigen — die eine passive, untergeordnete Klasse bildeten — die religiösen Philosophien von Menschen. Diese Methoden waren aber nicht Gottes Methoden, und die Religionsgemeinschaft, die sie anwandte, war nicht Gottes Organisation.

[...]

Jeder Gott hingegebene und getaufte Christ in dieser Organisation ist ein Prediger.
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Der Wachtturm, 1. September 1971, Seite 522:

Viele denken auch, sie kämen als Diener Gottes nicht in Frage wegen der in den Kirchen üblichen Unterscheidung von Geistlichen und Laien. Bei den ersten Christen gab es aber keinen solchen Unterschied, und auch bei den heutigen wahren Christen gibt es diese zwei Klassen nicht. Alle sind vor Gott verpflichtet, ihm so zu dienen, wie er es in der Heiligen Schrift festgelegt hat, ob sie nun die Hoffnung haben, in den Himmel zu kommen oder schließlich für immer auf der paradiesischen Erde zu leben, wenn Gottes Wille hier völlig geschieht. Die Entstehung einer besonderen Priesterklasse geht auf die heidnische, babylonische Religion zurück. Die Predigttätigkeit Jesu und seiner Jünger ist dafür kein Beispiel. In der Cyclopædia von M’Clintock und Strong heißt es: „Der große Auftrag in Matth. xxviii, 19, 20 wurde nicht nur den elf Aposteln, sondern der ganzen Jüngerschaft gegeben . . . Daher scheint zu Pfingsten die Gesamtheit der Gläubigen in Jerusalem zum Predigen inspiriert worden zu sein." Nach einem Hinweis auf einen gewissen „technischen Unterschied von Geistlichen und Laien" wird weiter gesagt: „[Dieser Unterschied] wird im Neuen Testament fast völlig außer acht gelassen, und wir begegnen Angehörigen der Kirche — Vorstehern und Gemeindegliedern, Männern und Frauen —, die von ihrer Freiheit, Jesus überall zu verkündigen, uneingeschränkt Gebrauch machen."
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Der Wachtturm, 15. Februar 1972, Seite 101: 

JEHOVAS ZEUGEN ihre Lehren und Bräuche 

[...]

Es gibt bei ihnen keinen Unterschied von Geistlichen und Laien. — Mark. 10:42-45.

Ihre Religion besteht nicht aus einer Anzahl Riten, sondern ist ein Lebensweg. — Röm. 12:1, 2.
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Der Wachtturm, 15. Juni 1973, Seite 359: 

Jehova hat keine Spaltung seiner „Schafe" in eine Klasse von Geistlichen und eine Klasse von Laien [unter den Zeugen Jehovas] erlaubt .
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Der Wachtturm, 15. November 1974, Seite 683: 

Durch die Kirchenbauten der Christenheit wurde die Wahrheit jedoch auch in anderer Hinsicht verdreht. Man gestaltete das Innere der Kathedralen und Kirchen so, daß die Klasse der Priester oder Geistlichen von der Laienschaft getrennt wurde. Die Priester führten in einem besonders für sie bestimmten Raum vor dem Altar feierliche Zeremonien aus. Auf diese Weise wurde einer Gruppe angeblicher Christen größere Heiligkeit zugeschrieben als den anderen. Dies widersprach der Tatsache, daß alle ergebenen Diener Gottes „heilig", daß alle „Brüder" sind (Matth. 23:8-10).
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Der Wachtturm, 1. Juli 1975, Seite 394: 

UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN GEISTLICHEN UND LAIEN

Jesus Christus hatte nicht gelehrt, daß seine Jünger in Geistliche und Laien getrennt werden sollten. Als Glieder einer geistigen Familie — bestehend aus geistgezeugten Brüdern Jesu Christi, die als Gesalbte zu einer Priesterschaft gehören und die Aussicht haben, mit Christus himmlische Könige und Priester zu sein — sind sie alle gleich. Der Apostel Petrus nannte sie „eine königliche Priesterschaft" (1. Petr. 2:5, 9).
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Der Wachtturm, 1. Januar 1978, Seite 23: 

Unter Jehovas Zeugen sind keine besonderen Titel üblich, durch die ein Unterschied zwischen „Geistlichen" und „Laien" gemacht würde.
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Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt (deusch 1982), Seite 119: 

Jesus, das Haupt, zerspaltet den Leib seiner Versammlung nicht in Geistliche und Laien oder Angehörige des „Volkes". Er sagte zu seinen Nachfolgern: „Laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren, nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ,Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus" (Matthäus 23:8-10). Jesus zeigte somit, daß die Glieder der wahren Kirche nicht in Klassen zerspalten sind. Er ordnete jedoch an, daß Männer in der Christenversammlung die Führung übernehmen und ihren Brüdern dienen, indem sie deren geistige Bedürfnisse stillen und das Predigen der guten Botschaft organisieren. Jesus sagte, diese Männer sollten nicht ‘den Herrn über ihre Brüder spielen’, sondern sie sollten deren Sklaven oder Diener sein (Matthäus 20:25-28).
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Der Wachtturm, 1. Mai 1982, Seite 7: 

...Dadurch wird offenkundig, daß im echten Christentum keine Unterscheidung zwischen Geistlichen und Laien bestehen sollte.

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Der Wachtturm, 15. Mai 1982, Seite 23: 

Da alle diese Christen [die Zeugen Jehovas] Prediger waren, lehnten sie eine Aufteilung in Geistliche und Laien ab.
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Der Wachtturm, 15. August 1984, Seiten 10-15: 

Müssen alle wahren Christen Diener Gottes sein?

„Alle Dinge . . . sind von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat" (2. KORINTHER 5:18).

„ZWISCHEN einer Geistlichkeit und einer Laienschaft wurde [in den Tagen des Apostels Paulus] nicht unterschieden, denn es gab keine Geistlichkeit." Durch diese erstaunliche Feststellung, die in der Londoner Times erschien, wird auf eine grundlegende Tatsache in bezug auf die ersten Christen aufmerksam gemacht. Es gab damals keine Aufteilung in Geistliche und Laien. Heißt das, daß die Christenversammlung ohne sichtbare Führung war? Und gab es in keinem Sinne irgendwelche Diener Gottes?

2. Einige Zeit nach Pfingsten 33 u. Z., als die Zahl der gesalbten Christen in die Tausende ging, wurde es notwendig, in jeder Versammlung befähigte Männer einzusetzen, die als Aufseher oder als Dienstamtgehilfen dienten. Aber diese Männer bildeten keine Geistlichenklasse. Ihre Ernennung setzte keine Ausbildung an einer Universität oder in einem Seminar voraus. Sie wurden für ihre Dienste nicht bezahlt. Es waren demütige Männer, die in geistiger Hinsicht bestimmte Voraussetzungen erfüllten und vom heiligen Geist dazu ernannt worden waren, für die Herde zu sorgen. Waren sie indes die einzigen, die die „gute Botschaft vom Königreich" predigten? Waren sie die einzigen Diener Gottes in der Versammlung? (Apostelgeschichte 20:17, 28; 1. Petrus 5:1-3; 1. Timotheus 3:1-10).

3. Diese Fragen werden durch das beantwortet, was Paulus in seinem Brief an die Christen in Korinth schrieb. Beachten wir die Einleitung zu seinem zweiten Brief: „Paulus . . . an die Versammlung Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaia sind." Es besteht kein Zweifel, daß er an die gesamte Gruppe gesalbter Christen in Korinth und Achaia schrieb, nicht nur an diejenigen, die die Führung übernommen hatten. Somit beziehen sich seine Worte über den christlichen Gottesdienst auf „alle Heiligen". Paulus ging von seiner eigenen Tätigkeit und der des Timotheus aus und schrieb: „Aus diesem Grunde lassen wir nicht nach, da wir diesen Dienst entsprechend der uns erwiesenen Barmherzigkeit haben." „Alle Dinge aber sind von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat . . . Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns inständig bitte." Weiter sagte er: „In keiner Weise geben wir irgendeine Ursache zum Straucheln, damit unser Dienst nicht bemängelt werde, sondern in jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener: durch das Ausharren in vielem" (2. Korinther 1:1; 4:1; 5:18-20; 6:3, 4).

4. Aus diesen Worten geht hervor, daß jeder gesalbte Christ ein Diener Gottes und ein Gesandter an Christi Statt sein muß. Warum? Weil die Welt aufgrund ihrer Sünde „dem Leben, das Gott gehört, entfremdet" ist und einen Dienst der Versöhnung benötigt, damit gehorsame und loyale Menschen aus allen Nationen durch Christus in ein Verhältnis zu dem Souveränen Herrn Jehova gelangen können (Epheser 4:18; Römer 5:1, 2).

5. An die Versammlung in Rom schrieb Paulus: „Was sagt . . . [Gottes Wort]? ‚Das Wort ist dir nahe, in deinem eigenen Munde und in deinem eigenen Herzen‘, das heißt das ‚Wort‘ des Glaubens, das wir predigen. Denn wenn du dieses ‚Wort in deinem eigenen Munde‘, daß Jesus Herr ist, öffentlich verkündest und in deinem Herzen Glauben übst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn mit dem Herzen übt man Glauben zur Gerechtigkeit, mit dem Munde aber legt man eine öffentliche Erklärung ab zur Rettung" (Römer 10:8-10).

6. Richtete Paulus diese Worte nur an einige wenige Auserlesene? Seine Einleitung zeigt etwas anderes, denn er schrieb: „An alle die, die als Geliebte Gottes, zu Heiligen Berufene in Rom sind." Des weiteren sagte er: „Fürs erste sage ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen Dank, weil in der ganzen Welt von eurem Glauben gesprochen wird." Paulus richtete seinen Rat und seine Ermunterung — Kapitel 10 eingeschlossen — eindeutig an die ganze Versammlung. Alle hatten das Vorrecht, eine öffentliche Erklärung abzugeben. Ja, er untermauerte sein Argument noch durch die Worte: „Doch wie werden sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören, ohne daß jemand predigt? Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht ausgesandt worden sind? So, wie geschrieben steht: ‚Wie lieblich sind die Füße derer, die gute Botschaft guter Dinge verkünden!‘ " (Römer 1:7, 8; 10:14, 15).

7. Wie ermunternd ist das doch für alle gesalbten Christen! Es bedeutet, daß sie alle die Freude haben sollten, die Botschaft von der durch das Königreich bewirkten Rettung anderen zu verkündigen. Ja, in den Augen Gottes können und sollten ihre Füße, bildlich gesprochen, „lieblich" sein. Wieso? Weil das wahre Christentum keine egozentrische Religion ist, die sich durch Selbstzufriedenheit, Zurückgezogenheit und Schweigegelübde auszeichnet, sondern einen aktiven christlichen Gottesdienst fördert, der sich in Wort und Tat äußert. Wie sehr sich Paulus dessen bewußt war, ist an seinem Ausruf zu erkennen: „Tatsächlich, wehe mir, wenn ich die gute Botschaft nicht verkündigte!" (1. Korinther 9:16; Jesaja 52:7).

8. Wie verhält es sich aber mit den Millionen wahrer Christen, die nicht mit heiligem Geist gesalbt sind und deren Hoffnung nicht ewiges Leben im Himmel, sondern ewiges Leben auf der Erde ist? Müssen auch sie Diener Gottes sein? (Psalm 37:29; 2. Petrus 3:13).

Sind die Glieder der „großen Volksmenge" Diener Gottes?

9. TDie Offenbarung liefert zum Teil eine Antwort auf diese Fragen. Johannes sagt zum Beispiel nach der Beschreibung seiner Vision von der gesalbten Versammlung der 144 000: „Nach diesen Dingen sah ich, und siehe! eine große Volksmenge, die kein Mensch zu zählen vermochte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: ‚Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme.‘ " Diejenigen, die jetzt eingesammelt werden, um die große Drangsal zu überleben, verschweigen nicht, daß sie Christen sind. Sie erklären mit „lauter Stimme", woher ihre Rettung kommt. Wie tun sie das? Unter anderem dadurch, daß sie dem Überrest der Gesalbten helfen, was die Erfüllung anderer wichtiger Prophezeiungen und die Befolgung von Geboten in bezug auf den Gottesdienst betrifft (Offenbarung 7:9, 10, 14).

10. Diese zahllose Menge spielt zum Beispiel eine wesentliche Rolle bei der Befolgung des Gebotes Jesu, zu predigen und zu lehren, eines Gebotes, das er seinen treuen Jüngern in Galiläa gab. Damals sagte Jesus: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe." Dieser Auftrag wurde nicht einer ausgewählten Geistlichkeit erteilt, sondern allen Christen (Matthäus 28:18-20; 1. Korinther 15:6).

11. Jesu Gebot steht auch mit der Prophezeiung im Zusammenhang, die er über den „Abschluß des Systems der Dinge" äußerte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." Wie ist man der herausfordernden Aufgabe, die Königreichsbotschaft innerhalb e i n e r Generation weltweit zu predigen, nachgekommen? Bestimmt hätten die wenigen Tausende von gesalbten Christen, deren Zahl ständig abnimmt, dieses lebensrettende Werk nicht allein verrichten können. Es wäre für sie unmöglich gewesen (Matthäus 24:3, 14; Lukas 21:32).

12. Die gesalbten „Miterben mit Christus" erkennen freudig die Rolle an, die die über 2 Millionen Diener Gottes spielen, die zur „großen Volksmenge" gehören und die Königreichsbotschaft innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums auf der ganzen Erde verbreitet haben. Schon in den 30er Jahren übernahmen viele wahre Christen die Aufgabe, ihren Gottesdienst in anderen Ländern zu verrichten, und boten sich an, dort zu dienen, wo mehr Hilfe benötigt wurde. Dank dem aufopfernden Beispiel dieser Brüder und Schwestern — sei es, daß sie zu den Gesalbten oder zur Klasse der „anderen Schafe" gehörten — hat das Königreichswerk in vielen Ländern Europas, Afrikas, Asiens und des amerikanischen Kontinents festen Fuß gefaßt (Römer 8:17).

13. Vor 1943 erkannte die aus gesalbten Christen bestehende Klasse des „treuen und verständigen Sklaven" die Notwendigkeit, eine Missionarschule zu gründen, damit christliche Diener Gottes eine zusätzliche Schulung und Ausbildung erhielten, um in vielen anderen Ländern das Predigtwerk beginnen und ankurbeln zu können. Seit der Eröffnung der Gileadschule („Gilead" bedeutet in Hebräisch „Zeugnishaufe") im Jahre 1943 sind bis zum 4. März 1984 etwa 6 100 Missionare ausgebildet worden, von denen der größte Teil in Auslandsgebiete auf der ganzen Welt gesandt wurde. Nur 292 (4,8 Prozent) der Gileadabsolventen bekannten, zur Klasse der Gesalbten zu gehören, so daß also die meisten dieser besonders geschulten Diener Gottes Glieder der „großen Volksmenge" waren. Wie die anderen Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde machten sie den christlichen Gottesdienst zu einem wesentlichen Teil ihres christlichen Lebens, als sie sich durch Christus Jesus Jehova hingaben (Matthäus 24:45-47; Hebräer 10:7).

Berufung gestützt worauf?

14. Bedeutet das, daß Christen von Gott eine persönliche Berufung zum Gottesdienst erhalten haben? Es stimmt, daß einige in der Christenheit ihre „Berufung" als eine äußerst gefühlsmäßige Erfahrung darstellen, als ob Gott sie direkt zu seinem Dienst berufen habe. Beruht aber der christliche Gottesdienst in der Hauptsache auf etwas so Unbeständigem wie dem Gefühl?

15. Worauf beruht der heilige Dienst für Gott gemäß den Worten des Apostels Paulus? Er schrieb: „Daher bitte ich euch inständig, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber als ein lebendiges, heiliges, Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, das ist ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft [„das sei euer vernunftgemäßer Gottesdienst", Zürcher Bibel]." Ja, der heilige Dienst für Gott stützt sich auf die Vernunft. Wieso? Weil jemandes Hingabe an Jehova und sein persönliches Verhältnis zu ihm auf der Erkenntnis des wahren Gottes beruhen. Daher ist die Berufung eines Christen zum Gottesdienst, die an sich eine freudige Erfahrung ist, nicht einfach das Ergebnis einer gefühlsmäßigen Reaktion, sondern ihr liegt eine feste Motivation zugrunde: Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten (Römer 12:1; Johannes 17:3).

16. Aber vielleicht fragst du: Waren jene frühen Christen auch Diener Gottes, selbst wenn sie einer weltlichen Vollzeitbeschäftigung nachgingen oder Hausfrauen waren? Ja. Vielleicht konnten sie nur einen Teil ihrer Zeit im christlichen Gottesdienst verbringen, indem sie predigten und lehrten, doch das war ihr Hauptlebenszweck. Sie wußten, daß sie als wahre Jünger Christi ‘ihr Licht leuchten lassen’ mußten. Sie waren praktisch berufstätige Diener Gottes, lange bevor es in der Christenheit die Arbeiterpriesterbewegung gab (Matthäus 5:16; 1. Petrus 2:9).

Nachweis ihres Dienstamtes

17. Wie beweisen Jehovas Zeugen, daß sie Diener Gottes sind, wenn sie kein Diplom oder keinen akademischen Grad haben? Nun, wie bewiesen die ersten Christen, daß sie Diener Gottes waren? Christus selbst stellte den Grundsatz auf: „Jeder gute Baum [bringt] vortreffliche Frucht hervor." Christliche Diener Gottes sollten „vortreffliche Frucht" hervorbringen, wozu auch die Beteiligung am Werk des Jüngermachens zählt (Matthäus 7:17).

18. Der Apostel Paulus erklärte diesbezüglich folgendes: „Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder benötigen wir vielleicht, wie einige Menschen, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? Ihr selbst seid unser Brief, eingeschrieben in unser Herz und von allen Menschen gekannt und gelesen. Denn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln von Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen." Wie wurde das Schreiben auf Herzen bewerkstelligt? Durch das Predigen des mit Samen vergleichbaren Wortes des Glaubens, das in das Herz gepflanzt wurde. Dieser Same trieb wiederum den Empfänger an, die Botschaft der Rettung anderen zu predigen (2. Korinther 3:1-3).

19. Haben Jehovas Zeugen den Beweis ‘eines durch sie als Diener geschriebenen Briefes Christi’? Die Tatsachen sprechen für sich selbst. Im Jahre 1931, als sie ihren einzigartigen Namen annahmen, predigten auf der ganzen Erde ungefähr 50 000 Zeugen. Der Bericht von 1983 weist eine Höchstzahl von mehr als 2 652 000 Dienern Gottes auf, die die gute Botschaft vom Königreich predigen und mit 46 235 Versammlungen verbunden sind. Es gibt heute fast so viele Versammlungen, wie es im Jahre 1931 Zeugen gab. Die Wahrheit ist in den letzten Jahrzehnten wirklich auf Millionen Herzen geschrieben worden, und das ist ein unwiderlegbarer Nachweis des Dienstamtes der Zeugen Jehovas (Jesaja 43:10-12).

20. Christliche Diener Gottes werden heute dringender denn je benötigt. Die Zeit ist kurz, und die Ernte ist groß. Somit besteht um so mehr Grund für uns, uns als befähigte Diener Gottes zu erweisen, die auf produktive Weise predigen und lehren. Wie können wir das tun? Wie können wir wirkungsvoll tätige Diener Gottes werden? Ist das Beispiel Christi und der Apostel für uns heute von praktischem Wert? (Epheser 5:15, 16; Matthäus 9:37, 38).
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Die BIbel - Gottes oder Menschenwort? (1989), Seite 147:

Damals gab es nur etwa 10 000 Zeugen, aber sie waren sich bewußt, welches Werk getan werden mußte. Mutig nahmen sie das Predigtwerk in Angriff. Sie erkannten, daß eine Trennung in Geistliche und Laien sowohl dem biblischen Gebot als auch dem apostolischen Vorbild widersprach. Daher lernten sie alle ohne Ausnahme, mit ihren Mitmenschen über Gottes Königreich zu sprechen. Sie bildeten eine Organisation von Predigern.
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Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes (1993), Seiten 144-145:

Unter wahren Christen [Zeugen Jehovas] gibt es keine Einteilung in Geistliche und Laien (Mat. 20:25-27; 23:8-12).

Seite 204:

Die Bibelforscher [Zeugen Jehovas] waren nicht nur sehr daran interessiert, die Lehren der Bibel kennenzulernen, sondern wollten auch wissen, wie man gemäß der Bibel Gott dienen sollte. Sie erkannten, daß die Bibel weder eine Andeutung auf titeltragende Geistliche enthält noch einen Hinweis auf Laien, denen sie predigen. Bruder Russell war fest entschlossen, zu verhindern, daß es unter den Bibelforschern eine Geistlichkeit gab. Die Leser des Wacht-Turms wurden häufig daran erinnert, daß Jesus seinen Nachfolgern erklärt hatte: „E i n e r ist euer Führer, der Christus" und: „Ihr alle . . . [seid] Brüder" (Mat. 23:8, 10).
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Der Wachtturm, 15. Februar 1994, Seite 7:

Weil sich Jehovas Zeugen so eng an die biblischen Lehren halten, gibt es bei ihnen keine Verehrung oder Vergötterung menschlicher Führer, wie sie für heutige Sekten charakteristisch ist. Sie verwerfen die Unterscheidung in Geistliche und Laien. In der Encyclopedia of Religion wird treffend erklärt: „Eine Geistlichenklasse und besondere Titel sind unzulässig."
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Der Wachtturm, 1. Mai 1994, Seite 23:

Die verschiedenen protestantischen Gruppen schüttelten zwar die Fesseln der Macht Roms ab, doch behielten sie viele grundlegende Lehren und Bräuche der Abtrünnigen bei — die Unterteilung in Geistliche und Laien ...

Page 25:

Es gab in ihren Reihen [der Zeugen Jehovas] nie eine Geistlichenklasse ...
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Der Wachtturm, 15. Mai 1995, Seite 18:

Die Bibelforscher ... erkannten auch, daß es keine biblische Grundlage für die Unterscheidung zwischen Geistlichen und Laien gibt (Matthäus 23:8-10). Vielmehr sollten alle Christen [Zeugen Jehovas] Prediger der guten Botschaft sein (Apostelgeschichte 1:8).
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Ende der Zitate über eine Geistlichenklasse