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Ein Bruder zeigt seinen Schänder an, einen Ältesten
Ein machtvolles Video über einen Bruder, der einen Ältesten anzeigt, der ihn missbraucht hat
Wieder sehen wir die Wachtturm-Politik in der Realität. Ein Bruder erhebt seine Stimme am Grab von Charles Taze Russell, dem Gründer der Organisation der Zeugen Jehovas, um seine Missbrauchsgeschichte zu erzählen und den Namen des gegenwärtigen Vorsitz führenden Aufsehers und früheren Sonderpioniers zu nennen, der ihn als Kind missbrauchte. Wenn ihr zur Homepage der Silentlambs-Webseite geht, klickt in der linken Spalte auf das Bild, um das Video anzusehen und die Kampagne für die Sonderansprache diesen Sonntag zu sehen. Dieses Video zeigt die augenblickliche Missbuchspolitik der Zeugen Jehovas. In der Wachtturm-Ausgabe vom 1. Januar 1997 wurde folgendes gesagt: *** w97 1. 1. S. 28-29 Verabscheuen wir das Böse *** Je nach Rechtslage in dem Land, in dem der Mißbraucher lebt, kann es durchaus sein, daß er eine Gefängnisstrafe oder andere vom Staat verhängte Strafen verbüßen muß. Die Versammlung wird ihn davor nicht schützen. Überdies hat der Mann eine schwerwiegende Schwäche erkennen lassen, die künftig in Betracht gezogen werden muß. Wenn er reumütig zu sein scheint, wird man ihn ermuntern, geistig Fortschritte zu machen, sich am Predigtdienst zu beteiligen und sogar Aufgaben in der Theokratischen Predigtdienstschule zu halten sowie in der Dienstzusammenkunft mitzuwirken, soweit damit kein Lehren verbunden ist. Das bedeutet jedoch nicht, daß er sich eignet, in verantwortungsvoller Stellung in der Versammlung zu dienen. Wie lauten die biblischen Gründe dafür? Zunächst einmal muß ein Ältester ‘Selbstbeherrschung üben’ (Titus 1:8). Zwar kann sich niemand von uns vollkommen beherrschen (Römer 7:21-25). Doch ein getaufter erwachsener Christ, der sündigt, indem er ein Kind sexuell mißbraucht, offenbart eine unnatürliche Schwäche des Fleisches. Wie die Erfahrung zeigt, kann es durchaus vorkommen, daß ein solcher Erwachsener noch weitere Kinder mißbraucht. Wenn auch nicht jeder Mißbraucher diese Sünde wiederholt, ist das doch bei vielen der Fall. Und die Versammlung kann nicht in jemandes Herz schauen, um herauszufinden, wer dazu neigt, sich wiederholt an Kindern zu vergehen, und wer nicht (Jeremia 17:9). Daher hat folgender Rat, den Paulus an Timotheus richtete, im Fall getaufter Erwachsener, die Kinder sexuell mißbraucht haben, besonderes Gewicht: „Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht teil an den Sünden anderer" (1. Timotheus 5:22). Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, daß er ein Kind sexuell mißbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden. Auch kann er nicht als Pionier dienen oder eine andere Form besonderen Vollzeitdienstes verrichten. (Vergleiche den Grundsatz aus 2. Mose 21:28, 29.) Alle Mitglieder wurden zu dem Glauben verleitet, dass kein Kinderschänder noch jemals eine verantwortliche Stellung in der Versammlung erhalten würde. Tatsache bleibt, dass die Politik der Dienstabteilung für Kinderschänder sich niemals änderte. Auf diese Tatsache wurde in der Erklärung über Kindesmissbrauch auf der Wachtturm-PR-Webseie, jw-media.org, angespielt, wo diese Politik beschrieben wurde: "In ein paar wenigen Fällen sind Personen, die sich des Kindesmissbrauchs schuldig gemacht haben, in Stellungen in der Versammlung ernannt worden, wenn ihr sonstiges Verhalten jahrzehntelang vorbildlich war. Alle Faktoren werden sorgfältig erwogen. Angenommen zum Beispiel, dass ein 16-jähriger Junge vor langer Zeit mit einem 15-jährigen Mädchen mit dessen Zustimmung sexuelle Beziehungen hatte. Abhängig von der US-Rechtsprechung an seinem Wohnort zur Zeit des Geschehens mögen die Ältesten dies als Kindesmissbrauch melden müssen. Sagen wir, dass 20 Jahre vergangen sind. Das Gesetz über eine anzeige von Kindesmissbrauch mag sich geändert haben; der Mann mag das Mädchen sogar geheiratet haben! Beide führen ein vorbildliches Leben und werden geachtet. In solch einem seltenen Fall könnte der Mann möglicherweise in eine verantwortliche Stellung innerhalb der Versammlung ernannt werden." In diesem Video war der Schänder kein "16-Jähriger", und das Opfer hat gewiss keine "Zustimmung" gegeben. Dies ist wiederum eine Täuschung, präsentiert, um die augenblickliche Politik zu kaschieren, dass Pädophile nach 20 Jahren wieder für ein Dienstamt in Frage kommen und ihre Aufzeichnungen aus der von der Dienstabteilung unterhaltenen Datenbank gelöscht werden. Dies wurde in einem Brief an alle Ältestenschaften aller Versammlungen in Großbritannien gesagt. Man beachte das folgende Zitat: "Von der obigen Anweisung gibt es eine Ausnahme: Die Ältesten mögen dem Zweigbüro geschrieben und alle Einzelheiten über einen früheren Kinderschänder mitgeteilt haben, der gegenwärtig als Ältester oder Dienstamtgehilfe dient. Wenn in einem solchen Fall das Zweigbüro entschieden hat, dass er ernannt werden oder weiter in einer Vertrauensstellung dienen kann, weil das Vergehen vor vielen Jahren geschah und er seither ein vorbildliches Leben führt, sollte sein Name nicht auf der Liste erscheinen, und es ist auch nicht nötig, Informationen über das frühere Vergehen des Bruders weiterzugeben, wenn er in eine andere Versammlung zieht, es sei denn, das Zweigbüro hat andere Anweisungen erteilt. Wenn solch ein ernannter Mann daher in eine andere Versammlung zeigt, sollte ein Brief mit Mitteilung über den Umzug geschickt werden, gerichtet an die Rechtsabteilung der Gesellschaft." Als dem Opfer auf dem Video gesagt wurde, man werde sich der Sache "annehmen", bedeutete das im Grunde genommen, dass man die gegenwärtige Politik befolgte und dass der Älteste gestand, ein Kinderschänder zu sein, und doch in seiner verantwortlichen Stellung bleiben durfte. Es ist interessant zu bemerken, dass überführten Sextätern diese Art von Schutz vom Gesetz des Landes nicht geboten wird, doch mit der Wachtturm-Politik ist das "Pädophilenparadies" ein schöner Ort für einen Schänder. Kurz vor der Ausstrahlung von Dateline wurden in einem Brief an alle Versammlungen vom 24.5.2002 Falschinformationen verbreitet: "Wir weisen die Ältesten schon seit langem an, Beschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs den Behörden zu melden, wo das Gesetz das fordert, auch wenn es nur einen Zeugen gibt (Römer 13:1). In jedem Fall wissen die Ältesten, wenn das Opfer eine Anzeige erstatten will, dann ist das sein völliges Recht. - Galater 6:5." Wie ihr auf dem Video sehen könnt, wurde gegen den Schänder des Opfers nicht nur keine "Anzeige" erstattet, sondern er wurde als Mitglied der Versammlung gefördert und unterstützt. Es ist offensichtlich, dass die Gesetzeslücke, wenn man in einem Bundesstaat ohne Anzeigepflicht lebt, diesem Pädophilen erlaubte, sich von Jehovas Zeugen schützen zu lassen. Diese Person befindet sich offensichtlich nicht in der Datenbank mit über 27.000 Schändern, die von der Dienstabteilung unterhalten wird, die großenteils nicht den Behörden gemeldet werden. Ihr könnt etwas zu der Datenbank lesen, indem ihr auf das Bild mit dem Lamm auf der Homepage der Silentlambs-Webseite klickt. Diese Datenbank wurde für die Dienstabteilung der Zeugen Jehovas geschaffen, um geständige Kinderschänder in ihrer Organisation zu überwachen und Aktualisierungen zu liefern, wenn erneut Kinder missbraucht werden, dies aber nicht der Polizei gemeldet wird. Diese Pädophilen bleiben anonym und missbrauchen weiterhin Kinder, während sich die meisten Mitglieder ihrer Anwesenheit in der Versammlung nicht bewusst sind. Aus diesem Grund schufen wir eine aktuelle Liste mit Versammlungen, wo Kinderschänder von Opfern gemeldet wurden, um Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, zu sehen, ob in ihrer Versammlung ein rotes Fähnchen steckt, weil dort Missbrauch vorkam. Ihr habt Zugang zu dieser Liste auf der (englischen) Homepage der Silentlambs-Webseite. Wir bieten dies als Service an und aktualisieren diese Liste regelmäßig, wenn neue Meldungen hereinkommen. Wir sind auch dabei, neue Länder hinzuzufügen, wo ebenfalls Meldungen gemacht wurden. Aus diesem Grund bitten wir darum, dass der Sonderansprachenfeldzug von allen unterstützt wird, die dies tun können. Helft allen Zeugen Jehovas, die Notwendigkeit zu sehen, das Verbrechen der Kindervergewaltigung zu melden, und lasst nicht zu, dass Älteste Kinder befragen, was Sache polizeilicher Ermittlung ist. Wir meinen, wenn dies nur ein Kind schützt, ist es der Mühe wert, um klarzustellen, wie wichtig der Schutz der Kinder ist. Danke an alle, die die Aktivitäten von Silentlambs in der Vergangenheit unterstützt haben, und denkt daran, dass es uns nur gibt, weil wir als Verein steuerabzugsfähig sind. Am Ende sind wir stolz, Missbrauchsüberlebenden eine Stimme zu geben, während wir Kinder schützen. Silentlambs