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Watchtower
Das "Pädophilenparadies" lebt und gedeiht dank der Wachtturm-Führung und "Geld aus dem weltweiten Werk"

NEUES ZU DEN VERFAHRENSKOSTEN

Die Richterin hat ihre Entscheidung zu den Verfahrenskosten getroffen.

Ich zahle die Verfahrenskosten für beide Seiten, weil das erzielte Schmerzensgeld von 5000 Dollar geringer war als ihr erstes Angebot an mich. Offensichtlich steht es so im Gesetz. Deshalb habe ich zwar vor Gericht gewonnen, zahle aber alles, insgesamt etwa 250.000 Dollar. Das ist also die Gerechtigkeit für einen. Wieder einmal zahlt das Opfer. Dieses Rechtssystem ist nicht fair. Die Organisation, die Kinderschänder schützt, macht also mit mir noch Geld.

Victoria

 

Frau bekam 5000 Dollar Schmerzensgeld in Sexmissbrauchsprozess gegen Kirche und muss Verfahrenskosten tragen

PETER CAMERON

 http://www.religionnewsblog.com/4653-.html

TORONTO (CP) - Eine Frau, die 5000 Dollar Schmerzensgeld bekam, nachdem sie gegen den kanadischen Zweig der Zeugen Jehovas Klage wegen nachlässiger Behandlung ihres sexuellen Missbrauchs klagte, muss der Gruppe 12.000 Dollar zahlen, um deren Verfahrenskosten zu begleichen.

Richterin Anne Molloy entschied am Montag, dass Vicki Boer der Watch Tower Bible and Tract Society of Canada die Verfahrenskosten rückwirkend bis 2001 zahlen muss, obwohl sie den Fall gewann. Watchtower muss die vor 2001 angelaufenen Kosten tragen.

Boer schuldet auch ihrem Anwalt etwa 92.000 Dollar.

Als sie am Montag in ihrer Wohnung in Fredericton zu erreichen war, sagte Boer, sie habe nicht geglaubt, dass das Rechtssystem so wäre.

"Ich dache, auch wenn ich nur einen kleinen Betrag erhielt, aber den Sieg davontrug, würde das nicht damit enden, dass ich für den Rest meines Lebens zahlen müsste."

Boer lehnte ein Vergleichsangebot von 20.000 Dollar ab, das Watchtower im Jahre 2001 machte.

Auch wenn Boer den Prozess gewann, muss sie doch nach der Prozessordnung von Ontario die Verfahrenskosten der Wachtturm-Gesellschaft und die Kosten des Vergleichs zahlen, weil die Vergleichssumme niedriger war als das ursprüngliche Angebot.

"Einen so geringen Betrag zu gewinnen war schwierig", sagte Boer. "Aber weil das Rechtssystem so ist, muss man am Ende alles zahlen, wenn die Summe geringer ist als das Angebot."

"Wenn ich mehr Geld hätte, würde ich sicher Berufung einlegen", fügte sie hinzu.

Boers Ehemann Scott sagte, er wisse nicht, ob die Familie Berufung einlegen werde.

"Wir haben inzwischen unsere finanziellen Mittel erschöpft, und jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, wo wir uns eine Berufung einfach nicht mehr leisten können", sagte er.

"Wir werden das Urteil einfach akzeptieren, und wenn wir trotz des Sieges Bankrott erklären müssen, dann sei's drum."

Vicki Boer, die sagte, sie sei im Alter zwischen 11 und 14 Jahren sexuell angegriffen worden, wollte in einem Zivilprozess 1998 700.000 Dollar von der Wachtturm-Gesellschaft und drei Ältesten haben, weil diese nachlässig waren und ihre Pflicht verletzten.

Wegen der sexuellen Übergriffe gab es nie eine Strafanklage, aber Molloys schriftliches Urteil im Zivilprozess sagte, der "Hintergrund der Sache sei nie bestritten worden" und "die Klägerin sei von ihrem Vater sexuell angegriffen worden".

Im Zivilprozess machte Boer geltend, statt sofort das Jugendamt zu verständigen, hätten ihr die Ältesten gesagt, sie solle draußen keine Hilfe suchen und wegen des Missbrauchs auch keine Anzeige erstatten. Sie sagte auch, sie hätten sie dazu gebracht, sich ihrem Vater zu stellen, damit er in Übereinstimmung mit biblischen Grundsätzen seine Sünden bereuen könne.

Boer sagte, die Gegenüberstellung habe sie traumatisiert und sie sei seither als Erwachsene einen steinigen Weg gegangen, zu dem ein Nervenzusammenbruch und die Ächtung durch die Familie, durch Freunde und andere Leute in ihrer Gemeinde Shelburne in Süd-Ontario, etwa 100 km nordwestlich von Toronto, zählten.

Opfer sexuellen Missbrauchs werden zwar im Allgemeinen nicht namentlich in der Öffentlichkeit genannt, aber Boer war einverstanden, dass ihr Name veröffentlicht wurde, um die Wachsamkeit gegenüber mutmaßlichen Missbräuchen innerhalb der Grenzen ihrer Kirche zu erhöhen.

Als Boer die Religionsgemeinschaft verließ und jemanden von außerhalb heiratete, verlor sie den Kontakt zu ihrer Mutter. Selbst als ihre Mutter im Krankenhaus an Krebs starb, durfte sie sie nicht besuchen, und sie konnte sich mit ihr vor ihrem Tod auch nicht aussöhnen.

"Sie haben mir die Kindheit genommen, sie haben mir so vieles genommen", sagte Boer am Montag.

"Und jetzt ist das Rechtssystem auch noch so, dass mir der Rest meiner Würde und das, was mir in der Familie blieb, genommen wird."

© The Canadian Press, 2003

 

 

 

 

 

 

PRESSEVERÖFFENLICHUNG - Zur sofortigen Freigabe

 

Kanadisches Missbrauchsopfer gezwungen, 142.000 Dollar an Zeugen Jehovas zu zahlen

 

Toronto, Ontario -- Das Urteil einer Richterin zu den Verfahrenskosten im Fall Vicki Boer ist heute übergeben worden. Victoria Boer ist eine ehemalige Zeugin Jehovas, die drei Kirchenälteste und die Watchtower Bible and Tract Society of Canada, die Körperschaft der Religionsgemeinschaft, verklagt hatte, weil diese ihre Anschuldigungen wegen Missbrauchs, den sie im Alter v on 11 Jahren erlitt, auf verletzende Weise gehandhabt hätten.

 

In ihrem ursprünglichen Urteil entschied Richterin Molloy, die Watch Tower Society habe, so wie sie Ms. Boer behandelte, fahrlässig gehandelt. Sie sprach Ms. Boer 5000 Dollar zu, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie herzlos behandelt habe, als sie sich mit ihren Missbrauchsbeschuldigungen meldete. Im Mittelpunkt der Fahrlässigkeit stand die erzwungene Konfrontation zwischen Ms. Boer und ihrem Schänder vor drei Ältesten der Kirche. Keiner dieser Ältesten hatte eine weltliche Ausbildung, um mit Opfern sexuellen Missbrauchs umzugehen.

 

Im heute veröffentlichten überraschenden Urteil zu den Verfahrenskosten befand Richterin Molloy trotz ihrer Entscheidung auf Fahrlässigkeit gegen die Watch Tower Society, dass Ms. Boer für alle Verfahrenskosten nach 2001 haftbar sei. 2001 bot die Watchtower Society Ms. Boer in eine außergerichtlichen Vergleich 20.000 Dollar an. Später wurde das Angebot bis auf 50.000 Dollar erhöht, aber der Vergleich beinhaltete auch ein striktes Redeverbot.

 

Vicki Boer sagte zu diesen Angeboten: "Es ging mir nie ums Geld, Wenn das so wäre, hätte ich die Angebote angenommen. Es geht um das Recht eines Opfers, seine Geschichte zu erzählen und die Leute wissen zu lassen, wie Jehovas Zeugen Opfer sexuellen Missbrauchs behandeln. Die Ablehnung der Angebote geschah auch auf den Rat ihres Anwaltes hin."

 

Ms. Boer bemerkt zu der heutigen Entscheidung, den Zeugen Kostenersatz zuzusprechen: "Es ist traurig, wenn ein Rechtssystem eine Organisation der Fahrlässigkeit für schuldig befindet und dann das Opfer bestraft. Diese legalistische Entscheidung wird sich jetzt auf meine ganze Familie auswirken. Ich habe mit Körper und Seele für den Missbrauch bezahlt, und jetzt will man, dass ich eine Gesellschaft bezahle, die mithalf, einen Schänder zu schützen. Das ist so, als würde damit ihre kranke Politik gerechtfertigt ..."

 

Für die Kosten des eigenen Anwaltes und die der Wachtturm-Gesellschaft zugesprochenen Kosten schuldet Ms. Boer insgesamt 220.000 Dollar; davon gehen 140.000 Dollar an die Wachtturm-Gesellschaft für deren Kosten.

 

Die Wachtturm-eigene Rechtsabteilung, W. Glen How & Associates, wird als Teil des religiösen Ordens der Kirche betrieben. Alle Anwälte und Sekretärinnen gehören zu diesem religiösen Orden (religiöser Orden aus Sondervollzeitdienern und Bethelmitarbeitern) und haben schriftlich Armut und Arbeit als Freiwillige gelobt. Dafür erhalten sie Kost und Logis in der Zentrale in Georgetown, Ontario, nordwestlich von Toronto.

 

John Saunders, Ermittler für W. Glen How & Associates in den frühen 90er Jahren, machte vergangenen Oktober vor Gericht seine Aussage. Ironischerweise bemerkte er in einem Interview nach seiner Zeugenaussage: "Selbst wenn die Gesellschaft den Fall gewinnen sollte, hoffe ich doch, dass sie das Richtige tut und ein Missbrauchsopfer nicht weiter verletzt, indem sie ihm Kosten auferlegt. Die Leute spenden den Zeugen kein Geld, damit sie sich umdrehen kann und angreift und innerhalb des Gerichtssystems an Opfern kindlichen Sexualmissbrauchs Vergeltung übt und sie einschüchtert."

 

Keine der beiden Seiten hat eine Entscheidung über eine Berufung getroffen.               

                 

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Nachstehend eine E-Mail an mich von einem Freund aus Kanada. Ich meine, seine Worte drücken am besten aus, was viele empfinden.

 

Silentlambs

 

 

Ich habe gerade ein Telefongespräch mit Scott Boer, Vicki Boers Ehemann, und davor mit Vicki selbst beendet. Richterin Anne Molloy hat gerade über die Verfahrenskosten im Fall Boer entschieden.

 

Die Richterin hat entschieden, dass Vicki der Wachtturm-Gesellschaft deren Kosten zurück bis 2001 erstatten muss, obwohl sie den Fall gewann. Die Wachtturm-Gesellschaft muss die bis 2001 angefallenen Kosten tragen.

 

Der Grund für die Entscheidung scheint darin zu liegen, dass es ursprünglich im Jahre 2001 ein Wachtturm-Vergleichsangebot über 20.000 Dollar für das gab, was die Wachtturm-Ältesten sie mit der "Gegenüberstellung" durchmachen ließen". Vicki lehnte die 20.000 Dollar aufgrund juristischen Rates ab, aber diese wurden als "offizielles" Vergleichsangebot angesehen.

 

Die Wachtturm-Gesellschaft machte dann ein zweites Angebot über 56.000 Dollar zusammen mit einer Entschuldigung gegenüber Vicki, das meiner Meinung nach kein "offizielles Angebot" war, sie lehnte es aber auf Anraten ihres Anwaltes und, noch wichtiger, des an dem außergerichtlichen Vergleichsversuch beteiligten Richters (jemand anderer als Richterin Molloy) ab, weil die Wachtturm-Gesellschaft ihr und ihrer unmittelbaren Familie ein "Redeverbot" aufzwingen wollte.

 

So entschied die Richterin heute nach der Zivilprozessordnung von Ontario, obwohl Vicki den Fall gewann, da die ihr zugesprochene Summe unterhalb der Verfahrenskosten und des Wachtturm-Angebots lag, müsse sie 142.000 Dollar Verfahrenskosten an die Wachtturm-Anwälte und vermutlich 92.000 Dollar an ihren Anwalt zahlen. Ich kenne nicht allzu viele Leute in der realen Welt, die so viel Geld haben. Vicki wollte natürlich die Geschichte publik machen, auch um ihrer Familie zu zeigen, dass sie nicht log und anderen Missbrauchsopfern helfen wollte. Was für ein Preis für ein junges unschuldiges Opfer einer Vergewaltigung, die die Öffentlichkeit und andere Opfer auf das aufmerksam machen wollte, was da vor sich ging, und die gegenüber ihrer aus Zeugen Jehovas bestehenden Familie beweisen wollte, dass sie nicht alles erfunden hatte.

 

Also versucht Vicki, öffentlich darüber zu reden, wie sie von ihrem Vater und der Wachtturm-Gesellschaft behandelt wurde, gewinnt 5000 Dollar in einem Verfahren gegen die Wachtturm-Gesellschaft. Und was tut diese? Sie nagelt sie mit über 140.000 Dollar an die Wand.

 

Ich erinnere mich, dass mir jemand, den ich als guten Freund ansehe, einmal erzählte, dass die Wachtturm-Gesellschaft niemals die Gerichte benutzt, um andere Zeugen zu verletzen oder andere einschließlich Zeugen Jehovas zu verklagen. Ich erinnere mich auch, dass ich in einem Artikel im Wachtturm nach dem anderen die offizielle Lehre der leitenden Körperschaft gelesen habe, dass Zeugen Jehovas nie wegen Streitigkeiten gegen andere Zeugen Jehovas vor Gericht ziehen und nie durch Gerichte oder andere Wege Rache suchen sollten. Ich erinnere dich daran, dass Vicki immer noch Zeugin Jehovas in gutem Ansehen ist, und dies ist genau das, was mit vollem Wissen und mit der Unterstützung des kanadischen Bethels (die kanadische Zentrale  der Zeugen Jehovas) in Halton Hills und der leitenden Körperschaft. (Zentrale in Brooklyn, New York) passierte.

 

Ich möchte auch alle daran erinnern, dass wir uns mit einem Vergewaltigungsopfer befassen, das man immer noch für schwer seelisch krank hält. Ich weiß aus erster Hand, was mit Menschen wie Vicki bei Niederlagen wie dieser geschehen kann. Die Wachtturm-Gesellschaft wusste auch genau, was ich weiß, und hatte sogar noch öffentlich erklärt, sie als Organisation sei gegenüber diesen Vergewaltigungsopfern in ihren Königreichssälen sehr "mitfühlend". Jeder mit auch nur der "Hälfte dieses Mitgefühls" weiß, dass man einem solchen Opfer eine Menge weitere seelische Verletzungen zufügen kann, wenn man durch Geld Rache sucht, wie es die Wachtturm-Gesellschaft mit der Forderung der Verfahrenskosten tut.

 

Ich vermut sehr stark, dass Vicki denkt, sie sei noch einmal vergewaltigt worden. Dies wird wohl sehr schmerzhaft für sie, und ich fordere alle dringend auf, sie in diesem Schlamassel zu unterstützen. Ich bin sehr stolz auf das, was sie erreicht hat, indem sie entlarvt hat, was geschieht, und ich weiß, dank ihr wird der Tag kommen, dass kleine Kinder und Frauen in dieser Organisation richtig geschützt werden.

 

Zum Schluss hoffe ich, dass alle, die Zeugen Jehovas sind oder es werden wollen, lange und genau darüber nachdenken und über die Organisation, der sie angehören. Genauso stellen nämlich die Scientologen-Kirche und andere destruktive Gruppen Anhängern nach, die nicht konform gehen, während sie solche Informationen vor dem Rest der einfachen Mitglieder leugnen oder verbergen und mit Liebe die zuschütten, die sie anzuwerben versuchen.