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Sexuell missbrauchte Zeugen Jehovas melden sich
Bericht über einen kürzlich erfolgten Besuch bei einem Kongressabgeordneten
 U.S. Rep. Stephen Lynch (D-South Boston)
 
 
Opfer fordern Kongress auf, sexuellen Missbrauch durch Geistliche zu untersuchen
Boston Herald, MA - vor 5 Stunden
... Zwei frühere Zeugen Jehovas erzählten beispielsweise Lynch, wie sie geächtet wurden, als sie gegen sexuellen Missbrauch in ihrer Kirche ihre Meinung sagten. ...
 
von Marie Szaniszlo
Mittwoch, 18. Mai 2005 - Aktualisiert: 02:28 UHR OSTZEIT

Eine Gruppe von Opfern und ihre Unterstützer werben für Anhörungen im Kongress wegen sexuellen Missbrauchs durch Geistliche, ein Verbrechen, das in jeder Religion vorkommt, oft erleichtert durch Gesetze, sagen sie, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind.
     "Wenn die hören, was ich gehört habe, würde es den Kongress, glaube ich, umhauen", sagte John Harris, der nach eigener Aussage als 21-jähriger Collegestudent von Reverend Paul Shanley, einer der zentralen Figuren im Skandal in der Erzdiözese Boston, vergewaltigt wurde.
     Harris war einer von einem halben Dutzend Leute, die sich am Montag mit U.S. Rep. Stephen Lynch (D-South Boston) trafen, um ihm nahe zu legen, Zweiparteienhearings wegen der "Epidemie" zu fordern, die 2001 mit dem Bostoner Skandal zu landesweiten Nachrichten wurde, aber das ist kaum einzigartig für die römisch-katholische Kirche.
Zwei frühere Zeugen Jehovas erzählten beispielsweise Lynch, wie sie geächtet wurden, als sie gegen sexuellen Missbrauch in ihrer Kirche ihre Meinung sagten.
 
 
  Gestern sagte der Kongressabgeordnete, es sei "noch zu früh, um zu sagen, wie man da am besten vorgeht", aber er bezeichnete ihre Fälle als "zwingende" Gründe, um ein landesweites Vorgehen in Erwägung zu ziehen, wie das Ändern der bundesweiten Verjährungsfrist für Vergewaltigung.
     Die Gruppe hätte es auch gern, wenn der Kongress erwägen würde, die Obergrenze für Schadensersatzsummen für religiöse Einrichtungen anzuheben oder zu beseitigen und jeder Religionsgemeinschaft die Steuerfreiheit zu nehmen, die in verschwörerischer Weise Missbrauch vertuscht.
     "Unser Ziel ist die Sicherheit künftiger Generationen von Kindern, die gegenwärtig durch Pädophile, die sich hinter der Religion verstecken, zu Opfern werden", sagte Robert Costello, der nach seinen Angaben als Kind von einem Priester einer Gemeinde in West Roxbury vergewaltigt wurde.