Gästebuch August 2006

Dienstag, 1. August 2006
@ 15:34 Uhr
An Samanta/Linda
Hallo, ich wollte auch nur sagen, dass ich so froh bin, dass du die Webseite von Silentlambs magst! Ich finde sie auch großartig. Für viele, viele Leute ist sie wirklich ein Geschenk Gottes. Bitte komm immer wieder hierher zurück! Pass auf dich auf.

Mittwoch, 2. August 2006
@ 16:17 Uhr
Hallo, Maluenda 1
Wo bist du? Ich vermisse dich! Und hoffe, du wirst bald wieder schreiben!

Maluenda Mittwoch, 2. August 2006
@ 17:45 Uhr
An Niemand
Lieber Freund, danke dass du an mich denkst. Ich habe jetzt schon seit zwei Wochen die Hosen voll. Ich wünschte, ich könnte nach 20 Jahren sagen, alles sei hinter mir, aber meine Eltern (der Älteste und seine Frau) brachten mir den ganzen Horror wieder aus der Kiste hoch. Wir hatten einen schweren Sturm und eine Woche lang keinen Strom. Die Temperaturen lagen über 38 Grad Celsius. Wir gingen zu meinen Eltern, um unseren Generator zu holen, den sie sich vorher ausgeliehen hatten. Sie benutzten ihn und hatten ihre Zeugennachbarn mit angeschlossen. Das war mir egal. Was mir aber nicht egal war, war die Tatsache, dass sie nein sagten, als ich fragte, ob wir unsere Lebensmittel bringen und in ihren Kühlschrank tun könnten. Wir verloren Lebensmittel im Wert von über 300 Dollar. Als ich fragte, ob meine Familie (vier einschließlich zwei kleine Kinder) in ihrem Haus bleiben dürften, damit wir es kühler hätten und Wasser hätten und kochen könnten, sagte man uns, sie hätten keinen Platz. Obwohl sie zwei ungenutzte Schlafzimmer und ein ausgebautes Untergeschoss haben. Das hat wehgetan. Als ich ihnen sagte, sie hätten unseren Generator und wir hätten keine Möglichkeit, es den Kindern kühl zu machen, kriegte meine Mutter einen Wutanfall. Schließlich habe ich durch sie gelitten, körperlich, sexuell, seelisch missbraucht und vernachlässigt, nur damit ich vollkommen würde und mein Vater Ältester werden konnte. Tatsache ist, ich habe nie Reue bei ihnen gesehen. Tatsache ist, dass Leute, die mich oder meine Familie nicht kannten, ihre Türen und Wohnungen für uns öffneten, solange wir etwas brauchten. Tatsache ist, dass diese selbsternannten vollkommenen Christen so gottlos waren. So kalt und abgestumpft. Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Es dauert so lange, alles wieder in den richtigen Blickwinkel zu bekommen, dass sich der Nebel von meiner Seele lichtet. Ich zeige meine Gefühle nicht nach außen, so denken alle, ich bin glücklich und ohne Sorgen, selbst wenn ich innerlich schreie und wütend und verletzt und vor allem allein bin. Niemand sieht diese Seite an mir. So leide ich alleine und weine mitten in der Nacht, wenn die Dunkelheit mich wie die Wärme liebevoller Arme umgibt und meinen Schmerz vor dem Rest der Welt verbirgt. Dort bin ich gewesen. Durch und durch traurig versuche ich, meinen Weg aus der früheren Wirklichkeit in die heutige zu finden. Und jetzt ist gut. Ich habe eine wunderbare Familie und Freunde und Silentlambs, die mich unterstützen und lieben. Darin muss ich mich nur eine Weile sonnen, um den schrecklichen Drachen zu zähmen, der tief in mir haust. Ich habe beschlossen, meine Eltern ein für allemal aufzugeben. Ja, ich, diejenige, die als ewig hoffnungsvoll bezeichnet wird, habe sie aufgegeben. Die Wachtturm-Gesellschaft hat dieses Stück von mir. Ich habe es weggegeben und aufgegeben. Keine Selbstqual mehr mit ihrer Selbstsucht. Es ist einfach vorbei. So trauere ich still über den Verlust meiner beiden Eltern. Obwohl ich sie nie wirklich hatte, habe ich gehofft, eines Tages würde es werden. Ich begrabe einen Traum. Es tut mir leid, wenn dies jemanden niederdrückt. Ich dachte, wenn ich es herauslasse, fühle ich mich vielleicht besser. Nein. Es ist nur draußen. Nun muss ich warten, bis dieser Riss zuwächst. Aber zu wissen, dass jemand an mich denkt, mich vermisst, vor mir hören will, ist tröstlich und hilft sehr. Danke, wer immer du bist, wo immer auf dieser schönen Welt du lebst. Deine Freundlichkeit hat mir wider den Sonnenschein und die Schönheit gezeigt. Danke und meinen Segen.

S. Kern Mittwoch, 2. August 2006
@ 19:17 Uhr
Unglaublich
Es erstaunt mich wirklich sehr, dass der Schmerz und die alles überschattenden Schuldgefühle wegen der Wachtturm-Gesellschaft immer noch vorherrschen. Ich bin so unglaublich dankbar dafür, Orte wie diesen gefunden zu haben, wo ich endlich für ernst genommen werde, wo ich mich nicht wie ein unwürdiger Sündiger vorkomme, der zum Tode verurteilt ist. Wissen die Wachtturm-Gesellschaft und alle ihre Aufseher und Ältesten, wie viele Menschen sie verletzt haben? Wie viele Menschen still leiden? Wie viele Menschen ein verheißungsvolles Leben vergeudet haben? Ich bin so erleichtert, euch alle hier gefunden zu haben. Danke!

Maluenda Mittwoch, 2. August 2006
@ 20:21 Uhr
An S Kern
Und WIR sind so froh, dass du UNS gefunden hast! Meinen Segen und liebe Grüße an dich!

Vasea Donnerstag, 3. August 2006
@ 12:42 Uhr
Diese Webseite ist ein Geschenk für uns. Danke und viel Glück.

Donnerstag, 3. August 2006
@ 22:34 Uhr
An Maluenda
Wow!!! Die Einstellung deiner Eltern zu dir, wie sie dich behandeln, das tut mir so leid! Es ist unglaublich schockierend, widerlich und entsetzlich. Es tut mir so leid. DU bist es, die das Recht hatte, wegen des Generators wütend zu sein! Wie um alles in der Welt deine Mutter meinen konnte, sie sei im Recht, wütend zu sein, als du den Generator erwähnt hast, geht über mein Vorstellungsvermögen! Du hattest wirklich alles Recht der Welt, ihn mitzunehmen, und wenn sie ihn benutzen wollten, dann hätten sie zumindest dich und deine Familie aufnehmen sollen. Wie sich deine Eltern dir und deiner Familie gegenüber benommen haben, ist verrückt! Und wenn man bedenkt, dass sie nicht einmal an das Wohl ihrer kleinen Enkel dachten. Nein, für ihre Handlungsweise gibt es keine Entschuldigung! Bleib dran, Maluenda! Ich weiß, wie sehr sie dich verletzt haben müssen, welche Verzweiflung sie dir gebracht haben! Und ich bin sicher, sie versuchen, Gründe für ihr Handeln zu finden. Also, da gibt es keine Entschuldigung! Pass sehr, sehr gut auf dich auf, und bitte, hole dir hier weiter die Unterstützung, die du von deinen Eltern nicht bekommen hast. Wir sind jetzt deine Familie, deine Freunde, und wir sind hier, um dich zu ermutigen! Bleib da! Wir alle hier mögen dich. Darauf kannst du immer zählen!

Maluenda Freitag, 4. August 2006
@ 8:54 Uhr
Danke für die freundlichen Worte der Unterstützung. Ich fühle mich schon besser. Gestern habe Blumen in zwei Steinbehältern gepflanzt, die ich an den Anfang meiner Einfahrt gebaut hatte. Sie sehen hübsch aus. Ich habe Tulpenzwiebeln für nächstes Frühjahr eingesetzt. In der Erde zu arbeiten ist genau das, was mir der Arzt verordnet hat. Es erinnert mich daran, dass die Mächte, die sind, liebevoll sind. Sie haben einen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt geschaffen - nicht der Zerstörung! Es erinnert mich daran, dass das Leben voller Schönheit ist, wenn wir bereit sind, unser Herz zu öffnen, um sie zu sehen. Es erinnert mich daran, dass wir manchmal etwas schmutzig werden müssen, um die Schönheit zu sehen. Es erinnert mich daran, dass sich gute Dinge wie mehrjährige Pflanzen vervielfachen, wie Freunde. Anstatt meine Kraft an Menschen zu vergeuden, die unfähig zu lieben sind, muss ich mich auf diejenigen konzentrieren, die mich lieben und innig für mich sorgen. Sie verdienen meine Aufmerksamkeit. Ich bin also hier. Ich mag den Ort, wo ich gern mit Menschen zusammen bin. Meinen Segen und Frieden an euch alle und liebe Grüße!

Freitag, 4. August 2006
@ 16:12 Uhr
An Maluenda
Auch dir Segen und Frieden und liebe Grüße. Ich bin so froh, dass du gestern in der Erde gearbeitet und mit dem Pflanzen von Blumenzwiebeln einen neuen schöpferischen Kreislauf in Gang gesetzt hast. Das muss sehr lohnend gewesen sein! Ich bin so glücklich, dass du dich besser fühlst! Das Leben IST voller Schönheit, und es ist so aufregend, sich umzuschauen und alles in sich aufzunehmen. Manchmal ist es einfach atemberaubend! Ich hoffe, du fühlst dich nun immer besser! Pass auf dich auf!

Maluenda Samstag, 5. August 2006
@ 8:19 Uhr
Bin ich verwirrt?
Gestern sah ich einen Autoaufkleber. Er lautete: "Die Sanftmütigen werden die Erde ererben." Ohne zu zögern dachte ich: "Na ja, und wohin kommen dann die Zeugen Jehovas?" Dann traf es mich, was er bedeutete, und ich begann so sehr zu lachen, dass ich kaum noch fahren konnte! Ich hoffe, ihr alle habt einen schönen Tag! Meinen Segen!

Chasia Sonntag, 6. August 2006
@ 1:37 Uhr
Maluenda und deine Erfahrung ...
Hallo Maluenda: Ich lese regelmäßig in diesem Forum, es ist allerdings mein erster Eintrag. Ich muss sagen, dass dein letzter Brief mich unglaublich bewegte. Ich fühlte mich, als läse ich die Geschichte meines Lebens!!! Der einzige Unterschied ist, ich bin keine und war nie eine Zeugin Jehovas. Ich bin aber doch eine Christin. Ansonsten sind unsere Erfahrungen wie Spiegelbilder. Ich habe dieselben Gefühle durchgemacht und die Reaktionen erlebt, wie du sie beschrieben hast. Ich bin auch an dem Punkt wo ich erkenne, dass ich trotz lebenslanger Hoffnung akzeptieren muss, dass ich vielleicht nie die Eltern haben werde, die ich so ersehnt habe, und ich habe so viel Kraft mit dem Versuch aufgewandt, die Verbindung aufrecht zu erhalten, Liebe zu erweisen, sozusagen die "Kluft zu überbrücken". Allerdings glaube ich jetzt nicht mehr, dass ich die Kluft noch überbrücken kann. Beziehungen sind eine zweiseitige Angelegenheit, nicht wahr? Ich weine auch alleine. Ich kenne das Gefühl - nicht in der Lage zu sein, echt zu sein und das wahre Ich zu zeigen. Aber ich denke, das ist ein Schutzmechanismus. Ich verstecke meine Gefühle, weil auf ihnen so oft herumgetrampelt wurde. Vertrauen in Beziehungen muss verdient werden, besonders bei dieser Art von Vernachlässigung und Missbrauch, und meine Eltern haben immer wieder bewiesen, dass sie mich nicht respektieren. Daher habe ich gute, gesunde Grenzen, um mich zu schützen. Und das ist eine gute Sache. Ich muss meine eigenen Eltern sein, muss mir selbst helfen, und glücklicherweise habe ich einen wunderbaren Mann und Freunde, die an mich glauben und mich unterstützen. Ich kenne diesen Schmerz, er hinterlässt einen ganz hohl und leer. Manchmal bin ich optimistisch gewesen, ich habe gedacht, die Dinge würden sich ändern, und dann wird etwas gesagt, das mich bis ins Mark getroffen und verletzt hat. Nach dem letzten Vorfall habe ich mich entschlossen, mich nie mehr verwundbar zu machen. Ich mache gerade den Trauerprozess durch. Er braucht seine Zeit. Ich weiß aber dies. Unser Leben ist unendlich wertvoll und kostbar. Es ist nur ein Unglück, dass unsere Eltern das nicht sehen oder wertschätzen können. Aber am Ende können wir entscheiden, nicht nach den uns zugewiesenen Rollen zu leben. Weiß Gott ist das nicht leicht. Aber es ist möglich. Sei gesegnet! Ich habe immer deine Einträge gelesen, irgendwie scheine ich dich also zu kennen. Du sollst nur wissen, dass ich heute Nacht an dich denke. Gottes Segen! Joy Chasia

Sonntag, 6. August 2006
@ 16:31 Uhr
An Maluenda
Ich glaube sicher nicht, dass du verdreht bist. Doch ich meine, deine Eltern sind durch ihre Zugehörigkeit zur Zeugenreligion verdreht worden. Sich auf diese Sekte einzulassen ist eine Erfahrung, die einen verdrehen kann, und wenn Eltern dieses Gefühl bedingungsloser Liebe zu ihren Kindern verlieren, eine große und natürlich Liebe, dann ist etwas dramatisch falsch gelaufen. Die Zeugenreligion hat Menschen und Familien immensen Schaden zugefügt. Was die Wachtturm-Gesellschaft Männern, Frauen und Kindern antut, wie sie sie konditioniert und einschüchtert, ist nur noch kriminell. Das Denken deiner Eltern ist so manipuliert und unausgeglichen, dass sie nicht mehr oben und unten unterscheiden können. Das ist es, was diese Sekte den Leuten antut. Und das ist verbrecherisch.

Maluenda Sonntag, 6. August 2006
@ 16:53 Uhr
An Chaisa
Mein ganzes Leben habe ich gebetet und gebettelt, dass die bestehenden Mächte mich nie in dieser Weise leiden lassen würden. Es tut mir leid zu hören, dass du und ich verwandte Geister sind. Ich bin nie jemandem begegnet, der ähnliche Dinge wie ich durchgemacht hat. Das tut weh. Ich hoffe, du wirst öfter schreiben. Ich würde gern deine Geschichte hören. Du musst keine Exzeugin sein, um hier zuschreiben. Ich hoffe, wieder von dir zu hören und auch, dass einiges, was ich geschrieben habe, dir Trost gebracht hat. Segen, Frieden und liebe Grüße an dich!

Maluenda Sonntag, 6. August 2006
@ 17:04 Uhr
An ?
Ich pflichte dir bei, dass sie so hart gegenüber der Wirklichkeit und gegen wahre Liebe sind, dass sie an Sinn und Herz krank sind. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne meinen Mann, meine Kinder, Tanten, Onkel, Freunde, den guten Menschen auf der Erde auf einer paradiesischen Erde leben zu wollen. BESONDERS nicht ohne meine Kinder! Wie könnte IRGENDETWAS ein Paradies sein, wenn meine Kinder nicht bei mir sind? Ich würde lieber sterben und mit ihnen zum Staub zurückkehren, als eine Minute ohne sie im Paradies zu leben. Vielleicht könnte dieser Jehova sie aus meinem Gedächtnis löschen, aber nie aus meinem Herzen und meiner Seele. Ich würde immer das Gefühl haben, etwas stimmte nicht, es sei nicht vollkommen. Vielleicht weiß ich nicht, was, aber es wäre erbärmlich. Es geht über mein Vorstellungsvermögen. Doch weil ich eine Übeltäterin bin, die Satans Welt angehört, bin ich für sie bereits abgeschrieben. Das ergibt keinen Sinn. Wenn man einmal gegangen ist, ist es ihnen EGAL, ob man kommt oder geht. Man ist einfach tot. Auch das geht über mein Vorstellungsvermögen. Sie waren so grausam, so kalt und böse zu mir. Sie haben mir so viel vom Leben gestohlen und gaben es voller Freude Perversen, damit die es nach ihrem Willen gebrauchen könnten, und doch liebe ich sie. Ich will immer noch eine Beziehung mit ihnen. Wer ist hier kränker, frage ich mich? Ich, weil ich ihre Liebe will, nachdem sie mich gequält haben, oder sie wegen der Art, wie sie mich behandeln? Sollte ich nicht diejenige sein, die wünscht, dass sie weggehen? Das erschreckt mich. Und ohne meinen geliebten Mann - O, ohne ihn kann ich es nicht einmal ertragen. Er ist so wunderbar, und ich liebe ihn so sehr. Ihr alle und meine Gartenarbeit haben meinem Herzen wirklich geholfen, gesund zu werden. Danke für die Liebe, die ihr vermittelt, und für die Unterstützung. Aus tiefstem Herzen danke!

Sonntag, 6. August 2006
@ 17:45 Uhr
An Maluenda und Chasia
Nein, nein, nein, nein, nein! Du bist NICHT krank, weil du deine Eltern liebst und weil du weiter auf eine Beziehung mit ihnen hoffst oder sie zumindest willst. Was du empfindest, ist sehr, sehr natürlich. Deine Eltern sind es, die sehr unnatürliche und perverse Gefühle haben. Sie sind die Kranken, und es ist so ERBÄRMLICH. Dass sie nicht in der Lage sind, dich bedingungslos zu lieben und nicht wissen, was ihnen entgeht, weil sie keine Beziehung zu dir und deiner Familie haben - es ist erbärmlich! Und Chasia, dasselbe gilt für deine Eltern! Sie teilen diese Krankheit auch, und es tut mir so leid, wie sie euch verletzen, der Schmerz, den sie euch bereitet haben, die Qualen, die sie euch haben durchleben lassen. Es ist unglaublich, dass von allen Menschen ausgerechnet ELTERN diese von Gott gegebene bedingungslose Liebe mit ihren Kindern teilen können oder wollen. Kinder, ob klein oder erwachsen, sollten immer wissen, dass sie sich in dieser Liebe immer auf die Eltern stützen können, dass sie sich in dieser Liebe immer an sie wenden können. Diese Liebe mit einen Kindern nicht zu teilen, sie ihnen nicht zu geben, ist, als stopfe man sie in einen großen schwarzen Abgrund. Es ist entsetzlich und unvorstellbar, jenseits allen Begreifens. Ich hoffe, dass deine Eltern und die von Maluenda zu Verstand kommen, aufwachen und erkennen, was sie euch beiden angetan haben, und dass sie beginnen, euch diese große, tiefe, tiefe Liebe zu geben, die ihr über alle Maßen von euren Eltern verdient!

Chasia Sonntag, 6. August 2006
@ 22:07 Uhr
Maluenda
Danke für den Willkommensgruß! Ich habe mich darüber gefreut! Ich glaube nicht, dass einer von uns krank ist, aber ich verstehe die Frustration, die dich bewegt, diese Frage zu stellen. Oft habe ich meinem Vater die Hand gereicht, wenn die Dinge gut zu laufen schienen, oder wenn ich optimistisch war, nur dass er sich dann umdrehte und etwas sagte, das mich kalt erwischte. Ich habe immer gedacht: "Warum tust du dir das an??" Ich glaube, dass wir zwar gesunde Grenzen um uns ziehen, dass es aber nur natürlich ist, dass wir innerhalb dieser Grenzen gesunde Beziehungen mit geliebten Menschen haben wollen. Weil wir sie lieben, das ist alles. Idealerweise sind sie unsere engsten Verwandten, und wir möchten, dass sie uns gut gesinnt sind. Aber mit diesen neu geschaffenen gesunden Grenzen geht die schmerzliche Erkenntnis einher, dass wir keine Kontrolle über das haben, was andere tun, dass egal wie sehr wir in unserem Herzen das Gute wollen, am Ende doch jeder Einzelne die Entscheidung trifft. Manchmal treffen sie wirklich traurige, armselige Entscheidungen und erkennen es nicht einmal. Sie sehen uns nicht als die an, die wir sind, und das ist unglaublich schmerzlich. Ich habe einmal jemanden sagen hören, dass Einsamkeit nie so einsam ist, als wenn man nicht weiß, wer man ist. Und das empfinde ich: Meine Elter kennen mich nicht einmal wirklich, weil ich mich verschlossen gehalten habe, nur um jetzt einen Schritt nach draußen zu machen und die Fußspitze ins Wasser zu stecken. Mit meinen gesunden Grenzen geht auch die Erkenntnis einher, dass ich ihre Entscheidungen nicht kontrollieren kann, dass ich ihnen am Ende doch erlauben muss, ihre Entscheidungen zu treffen, und dass ich dann erkenne, dass ihre Entscheidungen nicht die Wahrheit über mich widerspiegeln. Das ist hart. Ich wurde sexuell missbraucht, als ich gerade 14 wurde. Ein junger Mann aus Adam, den keiner kannte, ging mit mir in mein Schlafzimmer und verschloss die Tür hinter uns. Ich erinnere mich, wie ich hinterer die Tür öffnete und meine Mutter sah, die im Wohnzimmer saß und fernsah. Damals war ich so betäubt, dass ich nicht registrierte, wie wirklich Verkehrt das war. Und nach weiteren Vorfällen habe ich mich einfach seelisch verschlossen. Als ich begann, mich mit diesen Dingen zu befassen, stellte ich die Handlungsweise meiner Mutter in Frage, und schließlich habe ich sie damit vor ein paar Jahren konfrontiert. Ich glaube, sie bedauert es, aber sie sagte wirklich nichts anderes, als dass es leid täte, dass sie da nicht für mich da war. Ich glaube, sie meinte es so, aber meine Wut entstand aus der Tatsache, dass sie nie mit so etwas zu tun hatte. Ich bin immer allein mit mir fertig geworden, während sie ihren Spaß hat und ihren Hobbys nachgeht. Ich habe immer das Gefühl gehabt, wenn ich nur eine Bowlingkugel oder eine Bingokarte wäre, würde ich ganz und gar angebetet. Aber ich habe einiges über meine Mutter erfahren, das mich fragen lässt, welche Erfahrungen sie im Leben gemacht hat. Ich akzeptiere nun nicht mehr die mir zugewiesenen Rollen, und manchmal muss ich mich selbst daran erinnern. Ich denke, das ist eine tägliche Entscheidung trotz dessen, wie man sich fühlt, und manchmal gestehe ich mir diese Gefühle einfach zu. Es ist, was es ist. Das erinnert mich an ein Buch von Frank McCourt, "Angela's Ashes." Er wurde nicht sexuell missbraucht, aber er schreibt über die Vernachlässigung durch seinen Vater. Er wurde dadurch sehr in seinem Leben beeinflusst, und das stellt er seinem Vater gegenüber, der in den Tag hinein lebte und sich daran nie störte. Ich könnte mich wirklich mit dem Buch identifizieren. Ich habe auch einen Mann, der mich sehr unterstützt. Einmal war ich frustriert und fühlte mich, als steckte ich fest. Er sagte mir etwas Wunderbares: "Es gibt so viele unglückliche Menschen, die die Reise nie erst beginnen. Aber du hast sie begonnen, und schau, wie weit du schon gekommen bist!" Das gab mir ein Gefühl der Dankbarkeit, weil ich Leute kenne, die missbraucht wurden und nicht einmal WISSEN, dass sie feststecken. So war ich auch einmal ... betäubt und dachte, es gäbe keine anderen Möglichkeiten. Aber es gibt Hoffnung. Einige Leute haben es auf uns abgesehen, wenn wir nicht immer "beisammen" sind, aber ich meine, Gott ist mehr interessiert daran, dass wir aufrichtig sind, als dass wir eine Maske tragen. Ich habe zu viel Zeit damit verbracht, anderen etwas vorzumachen, also lerne ich jetzt, was es heißt, aufrichtig, man selbst zu sein. Nochmals danke für das Willkommen! Ich habe Wertschätzung für alles, was Silentlambs tut, und hatte Glück, auf Bill Bowen und seine Familie zu stoßen. Er macht eine großartige Arbeit, und ich erzähle anderen immer davon. Danke - Chasia

An Montag, 7. August 2006
@ 4:59 Uhr
An Chasia und ?
Ich wünschte, ich könnte euch beide umarmen. Ich weiß nicht, ob ihr beide Kinder habt, aber wenn ja, dann sind sie wirklich glücklich. Ich freue mich auf die Augenblicke, wenn ich eure Einträge lese, weil das so ist, als spräche die Mutter zu einem. Es ist sehr tröstlich. Danke. Chasia, ich kenne das Gefühl des Verlassenseins und der Fassungslosigkeit, nachdem man missbraucht wurde. Meine Mutter kam dabei sogar herein und unternahm nichts. Ging einfach weg. Das war der größte Verrat. Ein Teil von dir wird da abgetötet. Es hört sich an, als hättest du auch einen wunderbaren Mann, und dazu noch einen schlauen. Meinen Segen!

M.A.N. Montag, 7. August 2006
@ 10:54 Uhr
An alle
Es tut mir leid, dass ich eine Zeitlang nichts geschrieben habe. Als ich einige der neueren Berichte las, war ich sehr empört. Ich kenne einige von den Leuten und kannte nicht alle Tatsachen. Ich kann die Uhrzeiger nicht zurückdrehen und mit jedem sprechen, der missbraucht wurde. Ich weiß, ich habe das schon einmal gesagt, aber es muss wiederholt werden. Der schnellste Weg, diesen Wahnsinn zu beenden, ist die ÖFFENTLICHKEIT. Das kann ich nicht genug betonen. Es ist gut, dass Leute hierher kommen und ihre Geschichten erzählen und einander trösten. Aber wenn sich einige an die Zeitungen oder die Medien wenden würden, würde das viel mehr Leute erreichen. Lokale Kabelstationen oder kleine TV-Stationen (oder Radio) an Colleges haben oft Programme über "Gemeindefragen". Man muss nur nach Sendezeit fragen. Ich bin mit ein paar Zeitungskolumnisten in Kontakt gewesen, deren Arbeit hier bei Silentlambs, Freeminds und anderen religiösen Foren gewürdigt wurde. Sie haben mir eine E-Mail geschickt oder zurückgerufen. Sie wollten eifrig die "wirklichen Tatsachen" kennen lernen, weil sie nur mit der Wachtturm-Gesellschaft gesprochen hatten, und natürlich wissen wir, wie das läuft. Ein Beispiel: Ich las einen Artikel von einer Frau in New England. Sie rief das Bethel an, und man sagte ihr, allen Zeugen Jehovas in den Versammlungen würde gesagt , wer die Kinderschänder sind, denn "wir sind die Geistlichen", aber der Öffentlichkeit wird nichts vom "Beichtgeheimnis" gesagt. Ich sagte ihr, das sei eine verdammte Lüge. Da rief sie nochmals im Bethel an und nahm sie in die Mangel. Sie gaben dann zu, dass sie es der Versammlung nicht sagten, dass es nur die Ältesten wüssten. Als sie sie deshalb und wegen des Lügens hochnahm, sagte man ihr vom Bethel, "wir sind alle eine große glückliche Familie und wissen alle, wer die Schänder sind, so dass wir unsere Kinder von ihnen fernhalten können". (Jetzt dürft ihr alle kotzen.) Sie sagte mir das, und ich erzählte ihr, was mit meiner Familie geschehen war. Ich sagte ihr, wenn wir gewusst HÄTTEN, wer der Kinderschänder war, dann wäre mein Kind erst gar nicht vergewaltigt worden. Sie war entsetzt und versprach, in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Leute, das Thema ist HEISS. Wenn ihr diese Geschichten erzählt, darunter wie die eigenen Eltern wissen oder zusehen, wenn ihr Kind missbraucht wird, und weggehen, dann garantiere ich euch, dass ihr damit weiterkommt. Vielleicht werden solche Eltern noch wegen ihrer Nachlässigkeit verhaftet. Würde ich wissen, dass eine Mutter ihren Mann ihre Tochter missbrauchen sieht und nichts unternimmt, müsste ich all meine Geduld zusammennehmen, um sie nicht zu erwürgen. Und wenn ich irgendwo hineinkäme, wo ein Mann IRGENDEIN Kind missbraucht, könnte er den Raum nicht mehr auf den eigenen zwei Füßen verlassen. Es tut mir leid, aber das ist schlimmer as Mord, und die Bibel forderte, einen Mörder z Tode zu bringen. INDEM MIT STEINEN AUF SEINEN KOPF GEWORFEN WURDE, BIS ER ZERBARST. Hat jemand schon jemals über die Strafe der Steinigung nachgedacht? Wie das Sekunde um Sekunde aus der Sicht des Täters abläuft? Gott wusste es sicher, und er hat es geboten. Warum sollten wir also befürchten, dass ein Kinderschänder hingerichtet würde? Oder zumindest aus dem verkehr gezogen wird? Hierin Florida, und ich meine, in zumindest ein paar Dutzend weiterer Bundesstaaten, kann jemand, der hinzukommt, wenn jemand vergewaltigt wird, den Vergewaltiger erschießen, wenn der sich nicht ergibt. So sehr empfindet die Gesellschaft da. Ich weiß, dieser Eintrag klingt gewalttätig. Das ist nicht mein Punkt. Ich versuche nur zu zeigen, wenn es diese Gesetze gibt, wie empört müssen dann die Wähler und die Gesellschaft sein, wenn sie solche Gesetze in Kraft gesetzt haben?? Wir müssen die Situation ausnutzen, solange sie günstig für uns ist. BITTE nehmt mit allen Kontakt auf, die ihr kennt, jedes Mal, wenn ihr etwas über Missbrauch lest, seht, erfahrt oder wie auch immer. Sagt es den Medien, sagt es der Polizei, den Nachbarn, örtlichen Autoren. Geht in Kirchen und bittet den Pfarrer, in seine Predigt eine Warnung einfließen zu lassen. Ist DAS nicht ironisch? Babylon die Große warnt die Welt davor, dass Jehovas Zeugen pervers sind? Ich sage euch, das saugen sie begierig auf. Warum? Weil sie es nicht wissen. Schreibt es im Internet. In meiner Gegend haben die Zeugen Jehovas 25 Häuser auf ihrer Gebietskarte verloren. Ich zog vor einem Jahr hierher und erzählte allen meinen Nachbarn, was geschehen war, und warum. Die meisten sind Pensionäre, ältere Leute, und sie mögen mich. Jetzt lassen sie keine Zeugen Jehovas mehr an ihre Tür. Nur eine Person, ICH, hat 25 Familien erzählt, was geschehen ist. Deise Leute werden es IHREN Freunden und Angehörigen in anderen Bundesstaaten erzählen usw. Ihr seht, wie schnell das funktioniert? Wir übertreffen die Wachtturm-Gesellschaft zahlenmäßig um 1000 zu 1. Wir können nicht verlieren. Je schneller wir tätig werden, umso weniger Kinder werden missbraucht. Bitte beginnt JETZT. Jeder Tag zählt. Das Kind, das ihr davor bewahrt, kann euer eigenes sein. M.A.N.

Maluenda Montag, 7. August 2006
@ 12:05 Uhr
An MAN
WOW! Welch großartige Punkte du angeführt hast (wie gewöhnlich)! Ich mache es kurz, um allen zu sagen, was ich weiß. Die Nachbarn sind leicht. Ich habe sie nur gefragt: "Haben Sie hier viele Zeugen Jehovas in der Gegend?" Das öffnet die Tür, und ich komme direkt mit meiner Warnung an. Mein Mann erzählt es jedem auf der Arbeit. Er arbeitet für ein sehr großes Unternehmen und hat Kontakt mit Hunderten von Leuten. Überall halte ich nach einer Gelegenheit Ausschau, es den Eltern zu erzählen. Ich wartete am Schwimmbecken, dass mein Sohn den Schwimmunterricht beendete. Die Eltern sprachen über allgemeine Dinge. Ich stellte mich dazu und warf dann beiläufig ein: "Haben Sie schon von dem neuesten Sexskandal mit Kindern gehört?" Die Ohren gehen direkt hoch. Ich setze sie ins Bild und sage ihnen dann, sie sollten auf diese Webseite gehen, um mehr zu erfahren. Mehrere Leute haben gesagt, sie würden jemanden kennen, der ein Zeuge Jehovas ist oder mit ihnen studiert oder mit einem verheiratet ist, und sie wollten sie warnen. Du hast Recht, die Öffentlichkeit ist der beste Weg, um den gepeinigten Kindern sofort zu helfen. Wenn ein Zeugenkind an meine Tür kommt, höre ich zu und frage dann, ob sie Angst hätten oder sich irgendwie durch ihre Religion bedroht fühlten. Wenn ihnen Schaden zugefügt wurde oder jemand tut ihnen etwas an, das sie nicht mögen, dann können sie zum Lehrer oder zur Polizei gehen und ihre Geschichte erzählen, und die würden ihnen hinaus helfen. Ich sage ihnen, habt keine Angst, es zu erzählen. Dann sage ich den Erwachsenen, mein Gott liebe alle Kinder und wolle keines von ihnen vernichten. Ich rege an, dass sie versuchen, anstatt des Herzeleids die Liebe in der Welt zu suchen. Sie sehen mich an, als ob ich verrückt sei. Sagt es weiterhin allen, die ihr kennt! Meinen Segen.

M.A.N. Montag, 7. August 2006
@ 17:44 Uhr
An Maluenda
Es tat mir nur leid, weil ich nicht all die besonderen Einzelheiten aus deinem Leben kannte. Kriegt ihr auch alle diese E-Mails: "Bill Gates zahlt ..." und "das war heute im Fernsehen" usw.? (Übrigens, das sind Schwindelmails.) Seht unter www.snopes.com nach, ehe ihr etwas glaubt und ausgenommen werdet. Das Geld könnte man besser gebrauchen, um Silentlambs zu helfen. Ich habe gerade ausgerechnet, wenn diese E-Mails in einer oder zwei Wochen um den ganzen Erdball gehen können, was ist dann mit Silentlambs und den Geschichten, die wir jeden Tag sehen? Würde die Welt nicht gern solches Material in die Hände bekommen? In allen Städten gibt es zumindest EINE Zeitung. Ruft einfach den Herausgeber an. Wenn ihr eine eigene Geschichte habt, schreibt einen Leserbrief oder auf der Seite für die Familie, was auch immer. Sendet weiterhin E-Mails an Dr. Phil and Oprah. Beide haben sie Geschichten über Missbrauch gebracht. Ich weiß nicht, ob sie das Ausmaß von Silentlambs und seines Werkes und die Opfer kennen. Sie haben das Geld, die Leute für eine Fernsehsendung nach Los Angeles zu bringen. Die Zeugen Jehovas gingen einmal auch an Kirchen von Tür zu Tür. Sie versuchten es im Pfarrhaus oder wo immer der Pfarrer lebt. Man weiß nie, wer an der Tür stehen wird. Legt Traktate auf Kirchenbänke. Es gibt welche von Silentlambs, die man ausdrucken und verteilen kann. Ich weiß nur, wenn die ganze Welt nach all den Jahren von Tür zu Tür die Zeitschriften Watchtower und Wise-UP kennt, warum soll das bei uns nicht funktionieren? Legt sie aus in Warteräumen, bei Ärzten, Zahnärzten, in Anwaltskanzleien, wo immer ihr könnt. Tut sie in Umkleideräume, auf Toiletten am Strand usw. O, vergesst nicht Rutherford: "Verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich." Also, wir können auch "verkünden2, oder? Es ist auch eine gute Übung. Beste Wünsche an alle. M.A.N.

Dienstag, 8. August 2006
@ 13:18 Uhr
An Maluenda und Chasia
Es tut mir so leid um das, was ihr beiden durchgemacht habt! Das ist schockierend, entsetzlich, unglaublich! Ich kann mir keine Mutter vorstellen, die auf das, was dir zugestoßen ist, so reagiert wie deine Mutter! Maluenda, als du gesagt hast, deine Mutter kam herein und ging dann wieder, als du missbraucht wurdest, fiel mir als erstes ein: "Heiliger Bimbam!!!" Das ist einfach völlig unfassbar. Alles, was mir zur "Verteidigung" deiner Eltern einfällt, ist, dass sie alles leugneten, dass sie Schutzmauern des Leugnens errichteten, denn sonst ergibt die Art und Weise, wie sie mit euch umgegangen sind und geredet haben, einfach KEINEN Sinn! Ich bin Stiefmutter gewesen, und ich kann mir nicht vorstellen, meinen Stieftöchtern aus irgendeinem Grund den Rücken gekehrt zu haben! Ich möchte, dass sie wissen, ich bin für sie da, egal wofür, egal welche Fehler sie gemacht haben, egal was ihnen zustößt. Sie haben ihre richtigen, leiblichen Mütter, die eindeutig auch für sie da sind, aber es bedeutet mir eine Menge, dass diese jungen Frauen wissen, wie sehr sie auch mir am Herzen liegen! Chasia, ich bin froh, dass du hierher gekommen bist! Ich weiß, dass du und Maluenda, dass ihr in der Lage seid, euch ineinander oder in andere, die hierher kommen, einzufühlen. Danke, Bill Bowen, dass du diese Webseite ins Leben gerufen hast und Menschen wie Maluenda und Chasia hilfst! Danke.

DHW Dienstag, 8. August 2006
@ 18:38 Uhr
Roman über Kindesmissbrauch bei Zeugen Jehovas.
Grüße. Ich bin die Autorin DH Wright, und ich habe eine formelle E-Mail wegen Hilfe bei Einzelheiten für meinen fiktiven Roman über Zeugen Jehovas und Kindesmissbrauch abgeschickt. Ich hatte die Bitte im Juli ins Gästebuch geschrieben, und man hat mir gesagt, ich solle für Hilfe die E-Mail-Adresse von Silentlambs benutzen. Ich habe diese E-Mail heute abgeschickt. Wenn also jemand von Silentlambs mir weiterhelfen könnte, würde ich mich sicher darüber freuen. Danke. Ich freue mich auf Ihre baldige Antwort. DHW

Maluenda Dienstag, 8. August 2006
@ 21:14 Uhr
An DHW
Ich denke, es würde Ihrer Sache nützen, wenn Sie genau erklären, worum es in dem Roman geht. Wir versuchen verzweifelt, bekannt zu machen, was die Zeugen Jehovas Kindern antun, und was sie im Allgemeinen tun, ist schädlich für Familien. Es erschein fast wie ein schlechter Dienst an den Opfern, einen Roman über das Entsetzliche zu schreiben, was die Opfer erleiden. Gerade jetzt brauchen sie mehr Bücher über die Realität in dieser Sekte. Ich befürchte, dass Personen, die die Situation nicht kennen, Ihr Buch lesen und dann eine Nachrichtensendung hören oder einen Artikel über die Zeugen Jehovas lesen und denken, ALLES sei Fiktion. Das könnte letztlich Tausenden von Kindern und Frauen schaden. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin eine begeisterte Leserin und lese etwa fünf bis sieben Romane in der Woche. Ich freue mich über alles, was geschrieben wird. Ich bin für die Redefreiheit. Sie müssen nur verstehen, an welch heiklem und zentralem Punkt wir uns jetzt befinden. Ich hielte es für hilfreich, wenn Sie ein paar Fragen beantworteten. Zum Beispiel: Welche Erfahrungen haben sie mit Jehovas Zeugen? Wie ist die Grunderzählung? Wird der Stoff, der die Zeugen Jehovas direkt betrifft, aus Tatsachen bestehen, und werden Sie das am Anfang des Buches vermerken? Welche Absicht verfolgen Sie mit dem Schreiben des Buches? Ich weiß, sie haben nach Informationen gefragt, wie es ist, wenn wir vor den Ältesten als Richter sitzen. Da ich das mehrmals über mich ergehen lassen musste, kann ich ihnen sagen, dass das ein Alptraum ist. Das ist der Punkt, auf den ich Sie aufmerksam machen will. Dies ist eine heikle Situation. Sie muss mit Samthandschuhen angefasst werden, sonst könnte größerer Schaden anstatt Gutes dabei herauskommen. Ich hoffe, Sie werden meine Fragen beantworten und uns ihren Plot mitteilen. Über unseren Schmerz ist in diesem Gästebuch und im Abschnitt "Persönliche Erfahrungen" auf dieser Webseite zu lesen. Meinen Segen für Sie, und möge das Universum Ihre Hand leiten, dass Sie nur das schreiben, was niemandem schadet.

Paul Neil Mittwoch, 9. August 2006
@ 12:16 Uhr
Kapstadt, Südafrika
Ich spiele mit dem Gedanken, hier in Kapstadt eine Organisation wie deine ins Leben zu rufen. Deine Webseite wird mir mit Ideen und Informationen helfen. Kapstadt ist als Ziel aller Pädophilen bekannt geworden. Perverse aus der ganzen Welt kommen hierher und stellen einer großen Menge an Straßenkindern hier in der Stadt nach. Es ist eine Tragödie. In anderen Städten Südafrikas sieht es genauso aus, Durban, Johannesburg usw. Ich würde mich über Ideen und Informationen von jedem freuen. ---- Antwort von Silentlambs: Bitte nimm mit uns unter der 800er-Nummer oder direkt per E-Mail Kontakt auf. Wir würden uns freuen, dir zu helfen.

Chasia Mittwoch, 9. August 2006
@ 1:31 Uhr
Danke an alle ...
Danke an alle: an einen anonymen Schreiber und an Maluenda für eure Antworten und die Unterstützung! Ich hoffe, euch allen geht es heute gut! Ich denke an euch alle ... Einige allgemeine Gedanken ... Wer nicht sexuell missbraucht wurde, versteht nicht völlig die Auswirkungen. Versteht mich nicht falsch - ich denke, viele wissen, dass es entsetzlich ist, und sie sehen die Folgen. Die gute Nachricht ist, viele großartige Mensche (wie Bill Bowen und so viele von euch hier) unternehmen Schritte, um die Wachtturm-Vorschriften zu ändern und die allgemeine Öffentlichkeit aufzuklären. Leider gibt es immer noch viele Leute in unserer Gesellschaft, die nicht die ganzen Folgen dieser Art von Missbrauch verstehen. Ich ziehe meinen Hut vor so vielen hier, die eifrig die Welt aufklären. (Gott sei Dank gibt es das Internet!) Ihr macht die Sache bekannt. Eure Anwesenheit hier ist NICHT vergeblich! Gott segne euch. Ich wollte schon einige Zeitlang über sexuellen Missbrauch schreiben. Es ist ein schwieriges Projekt gewesen, und ich habe nicht zusammenhängend geschrieben, aber ich habe entschieden, dass es so in Ordnung ist. Ich glaube, ich habe nur etwas Zeit gebraucht, aber nun gehe ich frisch ans Werk. Ich habe eine Dokumentarsendung gesehen, die ein Schub in diese Richtung war. Sie wurde vor ein paar Jahren auf HBO gesendet, und wir haben sie aufgenommen. Sie nennt sich: "Just Melvin, Just Evil." Der Autor, dessen Mutter und Geschwister vom Vater missbraucht werden, drehte die Dokumentarsendung, um die Auswirkungen zu erforschen, die der Missbrauch auf seine Familie hatte, wie sie weiter mit dem Vater zurechtkamen, ihre Suche nach Heilung und wie er (der Autor der Sendung) als Enkel mit der Familiengeschichte zu Rande kam. Eine Tochter erweckte wirklich meine Aufmerksamkeit. Sie erzählte von einem Vorfall, als sie, als Erwachsene, immer noch von ihrem die Bibel zitierenden Vater missbraucht wurde. Es brach mir das Herz, und während ich zusah, wollte ich sie nur in den Arm nehmen, und ich verstand ihre Handlungsweise völlig. Es veranschaulichte die Auswirkung des Missbrauchs, d.h. sie glaubte, dass sie machtlos war, dass jemand anderer mehr Macht über ihren Körper hatte als sie selbst. Sie war nicht immer davon überzeugt, dass sie das Recht hatte, nein zu sagen. Es war das Ausagieren ihrer Lebenserfahrung, und das wurde offensichtlich, als sie ihre Möglichkeiten in Abrede stellte. Wenn ich mich richtig erinnere, wusste sie allerdings, dass die Dinge anders liegen mussten, und sie erkannte, dass es nötig war, sich selbst zu schützen. Ich meine, sie war nur unsicher, WIE sie das tun sollte. Darauf würden einige Leute antworten: "Also, sie hätte es besser wissen und nein sagen sollen und ihn dann aus ihrem Leben löschen. Das ist das, was sie kriegt, wenn sie um ihn herum ist!" Der allgemeinen Öffentlichkeit sage ich "NEIN!" Nur weil jemand in einer Situation lebt, wo er missbraucht wird, muss das noch lange nicht heißen, dass er selbst es auch will. WENN sie sich nicht selbst schützen, muss es einen Grund dafür geben. Grabt tiefer und findet heraus, was der Grund ist, und handelt mit Mitgefühl, wenn ihr versucht, ihnen aus der Missbrauchssituation HERAUS zu helfen. Bedenkt, dass diese Frau ihr GANZES Leben lang missbraucht wurde, sie kennt nichts anderes. Sie will eine Änderung, aber WIE soll jemand im Lichte dieser Geschichte eine Änderung herbeiführen? Es ist wie bei jeder Änderung. Es ist eine Sache, zu wissen, dass eine Änderung nötig ist - das ist der erste Schritt. Eine zweite Sache ist es, zu lernen, wie man die Dinge ändert. Da spielt dann die harte Arbeit der Gesundung mit hinein. Und ich glaube, es gibt eine Gnade, die uns hilft, gesund zu werden. Eine Änderung ist möglich! Das menschliche Herz ist so komplex; die meisten Leute wollen ,dass wir unsere Probleme auf die Schnelle bereinigen, aber wir sind komplex in unserer Individualität, in unseren Lebenserfahrungen, und es ist eine Reise, nicht wahr? Und obwohl wir auf derselben Reise sind, müssen wir alle jeweils einen individuellen Weg gehen. Von dort, wo ich einmal war, bin ich eine Million Meiler hergekommen, und ich meine, trotz allem bin ich jemand, die Gesundheit anstrebt. aber ich kämpfe immer noch. Und das ist in Ordnung. Jeder kämpft. Ich glaube, Gott liebt mich dort, wo ich bin. Ich verstehe nicht, warum Gott manchmal schweigt, das ist ein anders Thema für ein andermal, aber ich glaube doch noch an ihn. Ich glaube nicht, dass er durch meine  Zweifel, meine Skeptik, bedroht wird, aber wir alle wissen, dass die MENSCHEN hin und wieder dadurch bedroht werden, nicht wahr? Ich versuche also, beides auseinander zu halten. Also, das sind so meine Gedanken im Allgemeinen. Meinen Segen an euch alle hier! Wir alle sind zusammen auf der Reise. Chasia

DHW Mittwoch, 9. August 2006
@ 12:50 Uhr
An Maluenda - Roman
Maluenda, ich verstehe Ihre Sorgen bezüglich des Romans und seines Inhaltes. Ich möchte, dass Sie wissen, dass es nicht meine Absicht ist, die Erfahrungen von Zeugen Jehovas mit sexuellem Kindesmissbrauch zu trivialisieren oder jemandes Schmerz auszubeuten. Viele Autoren haben fiktive, aber an Tatsachen orientierte Romane über Missbrauch, Inzest usw. geschrieben (Bastard Out of Carolina ist ein kraftvolles Beispiel), und die Botschaft bleibt dennoch wirkungsvoll. Tatsächlich bin ich selbst Überlebende von sexuellem Kindesmissbrauch. So weiß ich aus erster Hand von dem Schmerz und dem seelischen Schaden, den solche Erfahrungen anrichten können. Ich wurde zwar von meinem Vater, einem Nichtzeugen, missbraucht,, aber meine Mutter ist seit 1975 (welche Ironie) eine fromme Zeugin Jehovas. Ganz ehrlich, meine Inspiration zum Schreiben dieses Romans kam, als ich die herzzerreißenden Erfahrungen auf dieser Webseite gelesen habe. Sie alle sind meine Inspiration dazu, glauben Sie also bitte nicht, dass mein Schreiben Ihrer Glaubwürdigkeit bei anderen einen Schaden zufügt. Tatsächlich glaube ich, darüber zu schreiben würde die Aufmerksamkeit darauf lenken und die Leute Fragen stellen lassen - sie auch auf Webseiten wie diese lenken, wo sie Antworten finden. Vor ein paar Wochen las ich ein Buch von Ellen Hopkins mit dem Titel "Burned", da ging es um ein Teenagermädchen aus einer frommen, aber Missbrauch treibenden Mormonenfamilie. Es ist wunderbar geschrieben, eine wirkliche, aktuelle Geschichte, die das Thema in realistischer Weise behandelt, wie ich glaube. Ich denke, dass ich dasselbe mit diesem Roman tun kann. Um ihre Fragen zu beantworten: *Welche Erfahrungen haben Sie it Jehovas Zeugen? ******* Wie oben erwähnt, ist meine Mutter eine fromme Zeugin Jehovas. Ich weiß also eine Menge, weil ich "in der Wahrheit" aufwuchs. Ich habe die "guten, schlechten und hässlichen" Aspekte des Zeugenglaubens gesehen. Und ich werde mich NICHT zurückhalten, ALLE Aspekte zu zeigen. ******* Wie ist die Grunderzählung? ******* Die Geschichte verfolgt das Leben eines jungen Mädchens von neun bis fünfzehn Jahren, wie sie unter sexuellem Missbrauch und körperlicher Misshandlung durch ihren Stiefvater leidet. Sowohl die Mutter als auch der Stiefvater sind Zeugen Jehovas. Etwas zum Hintergrund: Die Mutter hatte als Teenager die Religion der Familie aufgegeben, um einen "Ungläubigen" zu heiraten, kehrt aber später nach einer Familientragödie zur Religion zurück. Ihr Mann lässt sich von ihr scheiden, später heiratet sie noch einmal. Der Stiefvater ist sehr beherrschend und in gewisser Weise eifersüchtig auf das junge Mädchen, die immer noch eine Beziehung (auf weite Entfernung) mit ihrem "weltlichen" leiblichen Vater hat. Die Geschichte wird auch viele weitere komplizierte Fragen behandeln. Eines der herausragenden Themen des Romans wird Loyalität sein. Dies ist ein Problem, vor dem viele junge Zeugen Jehovas stehen, selbst in ihrem Alltagsleben. Ich habe viele Geschichten gelesen, wo viele junge Opfer Angst hatten, den Missbrauch bei "weltlichen" Justizbehörden anzuzeigen oder Justizbehörden über den Missbrauch zu sprechen, aus Angst, illoyal gegenüber Jehova und der Zeugenreligion zu sein. Ich möchte diesen seelischen Konflikt besonders für junge Leser herüberbringen. Wem gegenüber sollte ein Kind "loyal" bleiben? Sollte es den Missbrauch gegenüber ihrem "weltlichen" Vater enthüllen oder gegenüber den Behörden, um sich vor dem Schmerz zu bewahren, selbst wenn das bedeutet, "Schande" über die Religion zu bringen? Oder solle es still bleiben und den "Frieden wahren"? Selbst Überlebende, die keine Zeugen Jehovas sind, können diese Art von Konflikt über den Zusammenhalt der Familie verstehen - egal wie gestört sie ist. Besonders ein junger Mensch. Das Letzte, was ein Kind möchte, ist, der Familie wehzutun, selbst wenn die Familie ihm selbst wehtut. ******* Wird der Stoff, der die Zeugen Jehovas direkt betrifft, aus Tatsachen bestehen, und werden Sie das am Anfang des Buches vermerken? ******* Natürlich wird er auf Tatsachen beruhen. Ich erlebte die "Fakten" (in der Religion). Und wie ich gesagt habe, die Schilderungen aller Charaktere werden realistisch und ausgeglichen ein. Ich werde niemanden "verteufeln" oder "vergöttern". Da ich schon viele großartige Bücher in meinem Leben gelesen habe, erkenne ich, dass einer der Schlüssel zu einer guten Erzählweise  aus dem Leben gegriffene, ausgeglichene Charaktere sind - keine KARIKATUREN. Es werden WIRKLICHE Menschen mit Fehlern, Stärken, Ängsten sein. Viele der Szenen in diesem Buch werden erfrischend ehrlich sein und manchmal auch brutal. Aber ich werde sicherstellen, dass die Schilderungen immer real sind. Und ja, es wird eine besondere Anmerkung in dem Buch geben. Einer der Gründe, warum ich um die Hilfe früherer Überlebender aus den Reihen der Zeugen Jehovas bitte, ist, ich will die Geschichte (insbesondere den Teil, der Rechtskomitees betrifft), die Dialoge usw. so realistisch wie möglich machen. Personen, die nicht viel über dieses Thema wissen, werden neugierig und stellen Fragen: "Wie konnte das geschehen? Jehovas Zeugen kommen als so 'anständige' Leute daher." Sie alle, die Überlebenden, und Ihre Geschichten SIND jedoch der Beweis dafür, dass es selbst in Zeugenfamilien Tragödien gibt. Ich möchte, dass sie das wissen. ******* Welche Absicht verfolgen Sie mit dem Schreiben des Buches? ******* Fast zu viele, um sie hier aufzuzählen. Ein wichtiger Grund ist, allen Missbrauchsüberlebenden eine Geschichte zu geben, die ihre eigene ist. Ich möchte die Leser in die Lage versetzen, sich in die Charaktere zu versetzen und zu verstehen, warum und wie junge Opfer den Missbrauch geheim halten. Und wie sie doch in der Lage sind, im Alltagsleben zu funktionieren. Dazu noch die Verantwortung, aus  einer frommen, anscheinend "vollkommenen" Familie zu stammen, und Sie haben weitere Fragen, die beantwortet werden müssen. Man kann ein Buch im Kleinen nie von seinem Umschlag her beurteilen - selbst wenn JEHOVAS ZEUGEN draufsteht. Wie ich erwähnt habe, wird der Roman viele Themen beleuchten, nicht nur den Schmerz, wenn man Kindesmissbrauch überlebt hat. Es wird eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Liebe, das sexuelle Erwachen, Schmerz, Vertrauen, Familienbindungen usw. In der Literatur der Zeugen Jehovas werden junge Zeugen Jehovas oft "verteufelt". Zeugenjugendliche werden insbesondere ständig daran erinnert, dass sie ein "Schauspiel" vor der "Welt" sind und einen "guten Eindruck" machen müssen. Aber wie kann jemand einen guten Eindruck für eine Organisation machen, der er nicht einmal vertrauen kann? Das junge Mädchen in diesem Roman wird direkt vor diesen Konflikten stehen. Nebenbei bemerkt: Ich wollte es besonders als Teenagerroman schreiben, nicht bloß das Inzestthema ansprechen. Aber auch, weil junge Leute dazu neigen, aufgeschlossener zu sein und Fragen zu gesellschaftlichen Problemen zu stellen. Noch wichtiger, sie haben kein Problem damit, AUTORITÄTEN in Frage zu stellen. Ich glaube, dass die jungen Menschen, die möglicherweise diesen Roman lesen - egal welcher Religion sie angehören - vielleicht beginnen, dieses Problem zu hinterfragen, und am wichtigsten, vielleicht zu einer ÄNDERUNG beitragen. Ja, es ist nur ein Buch, aber viele junge Leute sind durch Neugier bewogen worden, mehr über ein besonders Problem zu erfahren, so dass sie helfen können, es zu lösen. Und das ist der ganze Zweck von Webseiten wie Silentlambs, oder? Also, als kreative Schriftstellerin glaube ich, dass ich auch dazu beitragen kann, eine Änderung herbeizuführen, indem ich Menschen durch Worte berühre, die sie hoffentlich dazu bewegen werden, eine Änderung vorzunehmen. ******** Ich weiß, sie haben nach Informationen gefragt, wie es ist, wenn wir vor den Ältesten als Richter sitzen. Da ich das mehrmals über mich ergehen lassen musste, kann ich ihnen sagen, dass das ein Alptraum ist. Das ist der Punkt, auf den ich Sie aufmerksam machen will. Dies ist eine heikle Situation. Sie muss mit Samthandschuhen angefasst werden, sonst könnte größerer Schaden anstatt Gutes dabei herauskommen. ******** Ich bin mir dessen bewusst, und vor allem darum habe ich beschlossen, um Ihre Hilfe zu bitten. Wie ich oben sagte, ich möchte, dass die Dialoge so real wie möglich sind. Ich möchte, dass der Leser mit der Hauptperson mitfühlt, da sie diesen seelischen Ansturm von Leuten ertragen muss, denen sie "vertrauen" soll. Diese Szene wird ein Wendepunkt in der Geschichte, und ich möchte, dass sie einen Eindruck hinterlässt. Ich hoffe, dass ich das ehrlich und realistisch tun kann, daher meine Gründe, um Hilfe zu bitten. Ich hoffe, ich habe meine Absichten besser klargestellt und niemanden vor den Kopf gestoßen, denn das war nicht meine Absicht. Ich schreibe dieses Buch nicht, um jemanden auszunutzen oder jemandes Glaubwürdigkeit zu schaden. Ich möchte nur die Augen der Menschen für eine verborgene Krankheit öffnen. Danke für Ihr Verständnis. Passen Sie auf sich auf. DHW

Maluenda Mittwoch, 9. August 2006
@ 13:35 Uhr
An DHW
Danke für das Beantworten meiner Fragen. Ich meine, Sie waren sehr ehrlich und offen, und ich kann erkennen, dass Ihre Geschichte vom Universum gesegnet wird und vielen nützen kann. Ich würde gern mit Ihnen sprechen und Ihnen meine Geschichte erzählen. Darin sind alle Dinge enthalten, nach denen Sie suchen. Bill Bowen kann Ihnen Kontaktinformationen über mich geben. Ich werde ihn wissen lassen ,dass das in Ordnung geht. Ich bin sicher, es gibt auch andere ,die helfen möchten. Nochmals danke, das Sie Ihre Absichten klargestellt haben. Meinen Segen an Sie.

Mittwoch, 9. August 2006
@ 20:17 Uhr
An DHW
Ich begrüße Ihre Absicht, dieses Buch zu schreiben! Ich weiß, dass Maluenda und andere eine große Hilfe für Sie sein werden, wenn sie ihre persönlichen Geschichten erzählen und Ihnen Informationen liefern. Ich bin so froh, dass Sie dieses Buch schreiben werden, und ich bin sicher, es wird ein Geschenk Gottes für junge Leute und andere sein! Es tut mir leid um Ihre eigenen Erfahrungen mit Ihrem Stiefvater, und ich hoffe, das Schreiben dieses Buches wird Ihren eigenen Heilungsprozess vertiefen. Passen Sie auf sich auf, und danke für die Einträge, die Sie bei Silentlambs einreichen!

DHW Donnerstag, 10. August 2006
@ 23:17 Uhr
Zeugenroman
An Maleunda und alle bei Silentlambs: Ich freue mich über die freundlichen Worte und die Unterstützung bezüglich meines bevorstehenden Romans. Es erforderte eine Menge Mut von mir, um Ihre Hilfe nachzusuchen, denn ich wusste, dass dies ein sehr heikles Thema zum Schreiben würde. Aber ich wollte wirklich nicht fortfahren ohne völlige Zuversicht in die Worte, die ich in bestimmte Szenen des Buches schreiben wollte. Ich wusste, dass es nützlicher wäre, mit Menschen zu sprechen, die diesen Alptraum DURCHLEBT hatten - die ein "Doppelleben" führen und als Zeugenkinder solch ein schreckliches Geheimnis bewahren mussten. Durch meine Erfahrung war es sehr schwierig, und in eine solche Lage gebracht worden zu sein, scheint, als sei es doppelt schwierig. Ich hoffe, anderen Überlebenden zu helfen und die Herzen der Leser mit der Geschichte zu berühren - egal welchem Glauben sie angehören mögen. Edmund Burke sagte: "Alles, was für den Triumph des Bösen nötig ist, ist, dass gute Menschen nichts tun." Nachdem ich so viele ähnliche Geschichten wie die Ihre, Maleunda, gelesen hatte, kam ich zu de Entschluss, dass ich nicht einfach so dasitzen und mich bemitleiden konnte. Das ist ganz leicht. Ich wollte etwas TUN. In meinen eigenen Worten, durch kreatives Tun hoffe ich, Überlebenden zu helfen, über diese böse Krankheit zu triumphieren. Maluenda, bitte teilen Sie mir alle Gedanken und Erfahrungen mit, von denen sie meinen, dass sie dabei helfen können, das Buch so wirklichkeitsgetreu wie möglich zu machen. Ich weiß, in diese Lebensperiode zurückzukehren, wird schmerzhaft sein. Deshalb im Voraus danke, dass Sie so mutig sind, mir beizustehen. Ich würde mich wirklich über jede mögliche Hilfe freuen, die Sie alle mir geben könnten. Nochmals danke, DHW

DHW Donnerstag, 10. August 2006
@ 23:26 Uhr
E-Mail.
Ich hatte vergessen, in meinem vorigen Eintrag zu sagen, dass ich eine formelle Bitte durch silent@silentlambs.org ausgesprochen hatte. Ich hoffe, das ist die richtige E-Mail-Adresse. Auf diese Weise kann jeder, der mit mir Kontakt aufnehmen will, meine Adresse von Bill Bowen erfahren. Nochmals danke, DHW

Bill Bowen Freitag, 11. August 2006
@ 12:01 Uhr
Silentlambs
Ich habe mit Interesse die Kommentare von jemandem bemerkt, der ein Buch schreiben will. Darüber  muss ich erst noch eine E-Mail erhalten. Ich möchte Sie bitten, mit mir deswegen weiteren Kontakt aufzunehmen. Grüße, Bill.

Maluenda Freitag, 11. August 2006
@ 8:43 Uhr
An DHW
Ich bin überrascht, dass Sie noch keinen Kontakt zu Bill Bowen aufgenommen haben. Er hat eine Vielzahl von Informationen zu diesem Thema. Er kann Sie auch in Kontakt mit mir und anderen, die helfen wollen, bringen. Ihr erster Schritt ist, Bill zu kontaktieren. Haben Sie schon etwas veröffentlicht? Wird das Ihr erstes literarisches Werk sein? Es wäre interessant, etwas von Ihren weiteren Werken zu lesen. Meinen Segen!

Freitag, 11. August 2006
@ 21:23 Uhr
An DHW
Hallo, ich bin nicht sicher, ob ich die richtige Information gebe, aber wenn Sie in Kontakt mit Bill Bowen kommen möchten, klicken Sie einfach auf der Webseite auf Kontakt zu uns. Jedenfalls hoffe ich, dass das richtig ist. ---- Antwort von Silentlambs: Das ist richtig; wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

Maluenda Sonntag, 13. August 2006
@ 18:53 Uhr
An alle
Ich glaube, manchmal vergessen wir, dass diese Webseite allen gehört, die sie besuchen. Es spielt keine Rolle, ob ihr Zeugen Jehovas seid oder wart, ob ihr in Erwägung zieht, zu den Zeugen Jehovas zu stoßen oder sie zu verlassen, ob ihr Missbrauchsopfer seid, Freund, Verwandter oder nur ein Förderer der Menschenrechte. Oft beanspruchen wir dies als unsere persönliche Heilung. Ich weiß, wenn ich mich besonders am Boden fühle, dann ist dies der Ort, zu dem ich laufe, um Liebe und Trost zu erhalten, am meisten aber Verständnis. Aufgrund unserer unterschiedlichen Vorgeschichten, und weil jeder von uns seine eigene Sichtweise hat, ist es manchmal schwer, nicht das Gift aus unseren Herzen strömen zu lassen ,ohne jemanden vor den Kop zu stoßen. Natürlich wissen die meisten von uns hier, wenn jemand etwas äußert, das nicht richtig ist, dass das nicht die Absicht desjenigen ist - er hat nur seinem Ärger Luft gemacht. Doch es gibt Leute, die, möglicherweise weil sie sehr jung sind und es ihnen an der Reife mangelt, die mit Lebenserfahrung und alter kommt, oder weil sie frisch verwundet sind, nicht aufhören können, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen, um ihren persönlichen Schmerz zu stoppen, oder das schlimmste Szenario, sie versuchen bewusst, Schmerz mit Beleidigung zu bekämpfen. Wir haben so viele aufrichtige und liebevolle Menschen aus allen Lebensbereichen und Religionen, mit allen möglichen Vorgeschichten, die uns ebenso brauchen, wie wir sie brauchen. Der Silentlambs-Moderator sollte unsere Worte und Gedanken nicht redaktionell bearbeiten. Wir kennen alle den Zweck dieser Webseite - einander zu heilen helfen. Es gibt viele Webseiten, die sich mit Exzeugen und Missbrauchsfragen befassen. Viele werden euch erlauben, alles zu schreiben, was ihr wollt, egal voll wie viel Hass und Schädlichkeit für andere es ist. Vielleicht wäre das die bessere Wahl, wenn ihr jemand seid, der den Schmerz anderer nicht nachfühlen kann und nur an sich selbst denkt. Diese Gemeinschaft gründet sich auf Liebe. Wir meinen, dass wir aufeinander achten uns uns beschützen müssen. Es ist für mich sehr traurig, wenn jemand einen eigensüchtigen Gedanken voller Hass niederschreibt, durch den sich andere beleidigt fühlen. Das ruft oft negative Bemerkungen bei anderen hervor, die den Angegriffenen verteidigen. Das nimmt unserer Heilung und der Hilfe für andere die Kraft. Ich bin sicher, dass 99 Prozent von euch das völlig verstehen werden. Ich bete darum, dass diese Botschaft auf die restlichen 1 Prozent einwirkt, so dass sie von der positiven Energie und der Liebe und der Heilung, die diese Webseite zu bieten hat, Nutzen ziehen. Möge das Universum euch alle segnen! Liebe und Frieden!

Maluenda Montag, 14. August 2006
@ 10:03 Uhr
An PCW, AR Tova, Jean NY, Dave W
Ich wollte euch nur alle wissen lassen, dass ich jeden Tag an euch denke. Ich vermisse euch und eure Einträge. AR, ich hoffe, dir geht es gut und die Dinge sind besser geworden. Das letzte Mal, als du geschrieben hast, hattest du eine Enttäuschung in deinem Leben und fühltest dich am Boden. Ich bete jeden Tag darum, dass du glücklich bist. PCW, wie ist die neue Arbeit? Ich nehme an, jetzt ist sie nicht mehr so neu. Jean, NY, ich hoffe, die Dinge haben sich ein bisschen gelegt und deinem Mann geht es besser. Tova - mir fehlen einfach deine Kommentare. Dave W, wie geht's mit den Streikposten. Ich war dieses Wochenende in Knoxville und habe an dich gedacht. Wie wär's mit einer Aktualisierung? Segen und Liebe, und ich hoffe, bald von euch zu hören!

GU Dienstag, 15. August 2006
@ 16:58 Uhr
Schritt halten
Hallo alle, seit meinem letzten Besuch ist es schon eine Zeitlang her. Ich habe versucht, mein Leben in Ordnung zu bringen und positive Schritte zu unternehmen. Leider habe ich zugelassen, dass meine Vergangenheit mich beherrscht, und ich war in den letzten Monaten so gestresst, dass ich wie eine lebende Leiche war. Es ist schon erstaunlich, auch wenn ich nicht mehr zu den Zeugen Jehovas gehöre und nichts mit meiner hasserfüllten Stieffamilie zu tun habe - das wirkt sich doch noch auf mein tägliches Leben aus. So habe ich einen Riesenschritt getan und um eine Therapie gebeten. Seelische Krankheiten sind in der ganzen Familie verbreitet (keine Überraschung), und ich habe vor jedem Angst, der geisteskrank ist oder mit dem Bereich zu tun hat. Aber ich erkenne, wenn ich nicht etwas unternehme, dann wird es mich auffressen. Ich habe den humorigen Eintrag von M.A.N gelesen - ich stimme zu, Lachen kann sehr therapeutisch sein. Meine Schwestern und ich lachen über meine ernüchterte Mutter, die beschlossen hat, ihre Versammlung, die ihr in den Rücken fiel, zu verlassen und sich einer Spanisch sprechenden anzuschließen (sie will Spanisch lernen). Großartig, jetzt kann sie in ignoranter Wonne da sitzen, während die über sie in einer anderen Sprache sprechen! Ich glaube, sie hat bereits ein Wort gelernt: LOCO [=Narr, der Übers.]! Frieden und liebe Grüße an alle, GU

Maluenda Dienstag, 15. August 2006
@ 17:32 Uhr
An GU
Es ist so schön, von dir zu hören. Ich versteh die Hochs und Tiefs, wenn man mit einer verrückten Familie zu tun hat. Dein Eintrag brachte mich zum Lachen. Das mit deiner Mutter ist ironisch. Therapeuten sind großartige Werkzeuge zum Heilwerden. Ich gebe dir nur ein Wort der Vorsicht mit - wenn man sich nicht nach der zweiten Sitzung wohl fühlt bei ihnen, nicht das Gefühl hat, dass sie einen zur Heilung führen, mit anderen Worten einen Plan haben, der auch Hausaufgaben beinhaltet, dann such dir einen anderen. Meine Freundin war bei dreien, ehe sie "den Richtigen" fand. Sie macht große Fortschritte in ihrer Genesung. Bei dem ersten Therapeuten, zu dem sie ging, verbrachte sie ein Jahr, und es führte zu nichts! Hab also keine Angst, auf die Jagd zu gehen, bis du den Passenden findest. Ich wünsche dir alles Gute, und ich bin so froh, von dir zu hören! Du hast Recht, es ist eine Zeitlang her! Bleib nicht mehr so lange weg! Meinen Segen!

KLS Dienstag, 15. August 2006
@ 20:39 Uhr
Einträge
Bitte stelle klar, was du an meinem Eintrag so beleidigend fandest. Alles, was ich schrieb, war, dass DHW wohl etwas von dem abtrünnigen Gespei aufnimmt, die diese Webseite fördert ---- Antwort von Silentlambs: Dies ist keine Abtrünnigenwebseite. Dass du Exzeugen oder die Opfer auf dieser Webseite abtrünnig nennst, ist beleidigend. Wenn du schreiben kannst, ohne zu beschimpfen, kannst du auf dieser Webseite schreiben. Wenn du aber mit deinen negativen Kommentaren fortfährst, darfst du nicht mehr schreiben. Alle Webseiten haben Regeln. Entweder befolgst du sie, oder du wirst ausgeschlossen. Wie dir schon zahllose Male gesagt wurde - auf dieser Webseite geht es um Heilung und Unterstützung, nicht um weitere Erniedrigung. Wir schließen nicht gerne jemanden aus, aber wir werden es bei allen tun, die nicht einfache Regeln befolgen oder den Anstand auf dieser Webseite gegenüber anderen wahren können. Ich hoffe, dies hat den Grund kargestellt, warum du jenen Kommentar oder den Rest dieses Kommentars veröffentlichen durftest.

Mittwoch, 16. August 2006
@ 12:14 Uhr
An Maluenda
Hallo, ich habe mich wirklich über deinen fürsorglichen, liebevollen und durchdachten Eintrag "An alle" gefreut. Er ist so zutreffend. Dies ist eine Webseite der liebevollen Unterstützung! Wenn jemand eine negative Botschaft schreibt, kann das die Leute niederreißen. Wir müssen uns hier gegenseitig erbauen. Dies ist eine erbauliche Webseite. Ich meine, dein Eintrag sollte anderen eindeutig helfen, das zu verstehen. Danke!

Mittwoch, 16. August 2006
@ 12:25 Uhr
An GU
Ich kann mich sicher mit deinem Eintrag in Verbindung bringen, da ich seelisch krank bin (ich Glückliche, ich habe nicht nur eine, sondern zwei oder drei Krankheiten! :-)). Ich bin bipolar [alte Bezeichnung: manisch-depressiv, der Übers.], und ich habe auch eine generalisierte Angststörung und, glaube ich, eine soziale Angststörung. Dank einem guten Psychiater und großartigen Medikamenten geht es mir verflixt gut! Paxil hilft sehr. Ich wünschte, ich hätte davon gewusst, als ich noch zu den Zeugen Jehovas gehörte! Es hätte helfen können! Ich stimme Maluenda zu. Eine _Therapie kann eine sehr, sehr gute Sache sein, aber man muss sicherstellen, dass man den richtigen Therapeuten für sich hat! Man muss in der Lage sein, eine tragfähige Beziehung herzustellen. Ich denke ganz klar, deine Mutter sollte zur Therapie gehen (und nicht von Ältesten, sondern von fachlich geschulten und erfahrenen Therapeuten!), es mag ihr bei ihrem Denken helfen. Dass sie in eine spanische Versammlung geht, ist gleichzeitig lustig und traurig. Es hört sich an, als brauche sie eine Menge Mitgefühl! Wie Maluenda gesagt hat, stell allerdings sicher, den richtigen Therapeuten für dich zu finden Du musst nicht beim ersten besten bleiben, wenn es nicht zu deinem Nutzen funktioniert.

Mittwoch, 16. August 2006
@ 12:30 Uhr
An PCW, AR, Tova, JeanNY, Dave W.
Hallo, ich wollte nur dem beipflichten, was Maluenda gesagt hat! Bleibt in Verbindung und lasst uns alle wissen, wie es euch geht und wie die Dinge bei euch laufen! Wir vermissen euch hier. Ich hoffe, bei euch läuft alles gut! Passt auf euch auf!

DHW Mittwoch, 16. August 2006
@ 20:26 Uhr
Roman - an Maluenda und Anfrage.
Ich kam gerade heute erst dazu, mir die Antworten im Gästebuch anzusehen. Ich bin wirklich beschäftigt gewesen und habe diese Woche versucht, mich in meine neue Klasse im College einzuleben, entschuldigen Sie also meine verspätete Antwort! Als Antwort auf Ihre Frage, Maluenda: ... Ich bin überrascht, dass Sie noch keinen Kontakt zu Bill Bowen aufgenommen haben. Er hat eine Vielzahl von Informationen zu diesem Thema. Er kann Sie auch in Kontakt mit mir und anderen, die helfen wollen, bringen. Ihr erster Schritt ist, Bill zu kontaktieren ... ** Ich habe ihm durch diese Webseite heute Abend eine E-Mail geschickt, und ich hoffe, bald etwas von ihm zu hören! Jemand hat hier vorgeschlagen, dass ich es über "Kontakt zu uns" versuchen sollte; das habe ich getan ... Haben Sie schon etwas veröffentlicht? ... Noch nicht. Aber im Literaturbetrieb, gibt es zu 99% Ablehnung, doch ich werde es WEITER versuchen! ... Wird das Ihr erstes literarisches Werk sein? Es wäre interessant, etwas von Ihren weiteren Werken zu lesen ... Das ist mein allererster Versuch mit Teenagerfiktion. Ich habe einige Bücher für kleinere Kinder geschrieben, und ich versuche, sie gleichzeitig mit dem geplanten Roman zu veröffentlichen. Nachdem ich mir diese und andere Webseiten bezüglich Missbrach in der Religion der Zeugen Jehovas angesehen habe, beschloss ich, darüber zu schreiben. Ich dachte über diese Entscheidung lange und intensiv nach, weil ich Inzest kenne - besonders wenn er in einer "exklusiven" religiösen angeblichen "Vorbildfamilie" stattfindet - das ist ein Thema, das wirklich einen Nerv berührt. Es wird sehr schwierig werden, zu schreiben, aber ich werde mein Bestes versuchen, um die Situation so realistisch wir möglich darzustellen. Meine Hauptsorge ist das abschließende Kapitel, wo die Rechtskomiteeverhandlung stattfindet. das wir der herausforderndste Teil werden, da ich sie in Wirklichkeit nie erlebt habe. Aus dem, was ich auf dieser und anderen Webseiten lesen, ist das eine entsetzliche Erfahrung. Und ich möchte, dass der Leser mitfühlt, was die junge Protagonistin in diesem besonderen Teil des Buches empfindet. An denjenigen, der sich nach dem "abtrünnigen Gespei" im Buch erkundigte: Die Antwort ist NEIN. Ich werde diesen Roman nicht als Buch "pro" oder "anti" Jehovas Zeugen benutzen. Die Charaktere werden ehrlich dargestellt, und wie ich schon früher festgestellt habe, werde ich nicht versuchen, die dargestellten Zeugen Jehovas zu "verteufeln" oder zu "vergöttern". Die junge Frau stammt zufällig aus einer Familie von Zeugen Jehovas, und das ist realistisch. Die Erfahrungen der Protagonistin werden einige wirkliche Lebenserfahrungen zusammenfassen, die ich in der Zeugenreligion machte, die einige Missbrauchsopfer machten, sowie einige fiktive Ereignisse/Orte usw. In dem Buch geht es im Grunde um eine junge Frau, die brutal missbraucht und durch die Leute verraten wird, die ihr am meisten am Herzen liegen, und wie sie in der Lage ist, diese Seelenqual zu überstehen. Darin sehe ich keinerlei "Abtrünnigkeit". Sie ist zufällig eine Figur aus einer Zeugenfamilie, wo es IN DER TAT Missbrauch gibt. Jehovas Zeugen sind nicht davon ausgenommen, gute oder schlechte Entscheidungen zu treffen, und es scheint nicht fair zu sein, die Zeugen Jehovas aus der Gruppe von Religionen auszuschließen, die so gehandelt haben. Ich habe Erfahrungen in der Zeugenreligion, so beschloss ich, über das zu schreiben, was ich kenne. Der einzige Teil, wo ich Beistand brauche, sind die Auswirkungen der Enthüllung. Ich war Inzestopfer, aber mein Vater war kein Zeuge. So war das Ergebnis im Gegensatz zu denen, bei denen die mutmaßlichen Täter Zeugen Jehovas waren, ein ganz anderes. Ich hoffe, ich habe meine Absichten klargestellt. Ja, viele Leute werden sich wahrscheinlich durch die brutale Offenheit in diesem Roman beleidigt fühlen, aber das ist die Realität der menschlichen Unvollkommenheit. Jehovas Zeugen sind nicht vollkommen, und ich sehe kein Problem darin, über einen Charakter zu schreiben, der unter dem Ergebnis der tragischen Fehler direkt gelitten hat. Danke für all Ihre Kommentare und die Unterstützung. Ich hoffe, ich kann diesen Roman verwirklichen, so kann ich alle inspirieren, die zu Opfern gemacht werden oder wurden, sich die Hilfe zu holen, die sie brauchen, um zu heilen. DHW

Maluenda Donnerstag, 17. August 2006
@ 21:19 Uhr
An DHW
Danke für die Klarstellung. Ich glaube nicht, dass es schwer für Sie werden wird, die Komiteesitzung so entsetzlich klingen zu lassen, wie sie ist. Der Prozess, die Geheimniskrämerei und die entsetzlichen, unmoralischen Fragen, die sie stellen, sind schon eine Botschaft an sich. Was schwer werden wird, ist, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Älteste, angebliche Männer Gottes, sich tatsächlich so verhalten. Sie stellen Fragen wie: "Hast du Freude daran gehabt? Hast du es erbeten?" Man könnte sie verstehen, wenn sie wissen wollten, was zu dem Verbrechen geführt hat, aber die VERWICKELTEN Einzelheiten sind nicht nötig und pervers. Das verursacht nur weitere Demütigung und weiteren Schmerz. Anstatt dass sie einem helfen, eine Therapie zu bekommen, oder mit einem zur Polizei gehen, kriegt man eine große Ansprache, dass man Schande über Jehovas Organisation bringt. Wie man Stillschweigen bewahren und Jehova damit umgehen lassen muss. Das wird der Teil sein, der den Leuten schwer zu vermitteln sein wird. Zur Schule gehen und ein Buch schreiben! Wow, ich kann es mir nicht vorstellen! Sie müssen eine Menge Energie haben! Meinen Segen für Sie und das Buch!

Donnerstag, 17. August 2006
@ 21:01 Uhr
An alle
Wo wir von Ältesten und Rechtskomitees sprechen, ich mag mir gerne einen Zeugen Jehovas vorstellen, nur ein einfaches Mitglied, das den Ältesten vor das Gesicht kommt und ihnen von A bis Z  das Gesetz gegen Aufruhr vorliest. Besonders wenn es die Geringste der Geringen ist - o mein Gott!!! Schwester, eine FRAU. Wie empörend! O du meine Güte! Man stelle sich die Gesichter der Ältesten vor, ihren "gerechten" Zorn. Also, wie kann eine Schwester so handeln, als denke sie, sie sei ein Mensch?! Mit dem Recht, ihre Gedanken, Gefühle, EIGENEN Meinungen zu äußern? Die hat NERVEN! - Und übrigens, nimm es auch auf!

Maluenda Freitag, 18. August 2006
@ 11:54 Uhr
An alle, aber besonders an meine liebe Freundin
Eine liebe Freundin von mir schickte mir gestern eine E-Mail, und sie war suizidgefährdet. Wir leben äußerst weit von einander entfernt, sonst wäre ich ihr zu Hilfe geeilt. Ich hoffe nur, meine Worte haben einen Sinn ergeben und ihr Trost und vielleicht Leitung gegeben. Ich möchte nur, dass ihr alle wisst, dass ich zu Zeiten auch suizidgefährdet war. Besonders, als ich jünger war. Teenager und in den Zwanzigern. Es waren die ersten zehn Jahre, nachdem ich der Sekte entkommen war. Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, sehe ich es als Teil des Herauskletterns aus dem Abgrund der Dunkelheit, der mein Leben in Form der Organisation der Zeugen Jehovas einhüllte. Als ich schließlich sehen konnte, dass diese Welt ein großartiger, wunderbarer Ort voller erstaunlicher dinge ist, die es zu sehen, lernen und tun galt, begann ich mich besser zu fühlen. Da begann das Licht heller zu scheinen. Seit meiner Kleinkindzeit war ich gelehrt worden, dass diese Welt nichts Gutes bereithält. Nur das Paradies ist gut. Das ist eine Lüge. Warum sollte diese Welt erschaffen worden sein, wenn sie nicht gut war? Erschafft Gott Schlechtes? Wenn man sich traurig, wertlos, deprimiert oder einfach niedergeschlagen fühlt, muss man nur um sich blicken - die wunderbaren Wolken, das grüne Gras, man beobachtet ein Insekt, fühlt die Brise, sieht den Schnee fallen. Man lässt die Sonne das Gesicht küssen, umarmt jemanden, den man liebt, isst Schokolade oder läuft einfach und ist frei. Man muss aber immer daran denken, dass alles in der Welt erstaunlich ist. Nichts ist schlicht, es sei denn, man weigert sich, die ganze Wahrheit zu erkennen. Nicht einmal man selbst. Man ist erstaunlich und hat so viel zu bieten. So viele Leute helfen einem mit Wissen, Erfahrung, verrücktem Humor und aller Liebe im Herzen. Warum sollte man das vergeuden, anderen das Vorrecht verweigern, einen zu lieben und von einem selbst geliebt zu werden und die Welt nicht das Erstaunen der eigenen Seele erfahren lassen? Denkt darüber nach, meine Freunde. Denkt nach, was Suizid wirklich bedeutet. Denkt darüber nach, was ihr hinterlasst. Das Ganze in den Herzen vieler ist nicht im eigenen Kopf. Ist das fair? Ist das nicht selbstsüchtig? An meine Freundin: Ich sehe dich nicht als selbstsüchtigen Menschen. Vor allem hab keine Angst, den Schmerz herauszulassen. Finde jemanden, einen Fachmann, der dir zuhört und dir Leitung bietet. Bleib nicht in der Dunkelheit und lass dich von ihr auffressen. Komm heraus und lebe mit den Menschen, die du liebst, und mit denen, die dich lieben. An alle, die dies lesen: Bete für meine Freundin. Es ist jemand, die hier schreibt und die wir ALLE mögen. Betet um Stärke und heilende Energie für diesen Menschen. Meinen Segen und liebe Grüße an euch alle. Ihr seid wichtig und erstaunlich.

Freitag, 18. August 2006
@ 17:35 Uhr
An Maluendas gute Freundin
Bitte, bitte hol dir professionelle Hilfe und komm weiter hierher, um zu schreiben und andere Einträge zu lesen! Nimm dir Maluendas Worte zu Herzen und fass dir ein Herz. Es gibt so viel Schönes und Liebe, die dich umgibt, du musst sie nur sehen und dich davon trösten lassen! Bitte gib nicht auf und hinterlasse Menschen, die durch das große Loch, das du in ihrem Leben hinterlässt, am Boden zerstört sind - einschließlich in unserem hier. Erfreue dich an den kleinen, angenehmen Dingen im Leben. Und sei dir immer des Humors im Leben bewusst, so dass du lachen und das Freisein von Stress, Druck und Mühsal durch Lachen erleben kannst! Lachen ist so heilsam! Gib im Leben nicht auf, was immer du tust. Du kannst durch diese Durststrecke hindurch, durch diesen Schmerz, den du gerade durchlebst, und wieder leben! Reiche deinen Freunden die Hand. Reiche uns hier bei Silentlambs die Hand! Wir sind für dich da, und wir verstehen. Wir möchten dich niemals verlieren! Suche also bitte nach der Freude im Leben, weil sie da ist, um dich herum! Sie ist wirklich da! Pass sehr, sehr gut auf dich auf, und egal was ist, bleib dran! Bitte schicke Maluenda und uns hier weiter E-Mails. Wir hier sind auch deine Freunde! Bitte lass zu, dass wir dir unsere Liebe und unsere sorgende Unterstützung und Ermutigung geben!

Alex </