Gästebuch Oktober 2005

DCL Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 4:39 Uhr
Langsamer Fortschritt oder wird schnell heilen
DCL ... Hallo, Mutter und Sohn, ich wollte euch nicht entmutigen. Ich wollte darüber reden, wie sich der Fortschritt langsam ergibt. Wir wissen nie, wie schnell er kommen wird, aber kommen wird er, und jeder Schritt nach vorn ist für euch beide ein Schritt heraus aus der Finsternis und ins Licht. Bewahrt den Glauben!!

Maluenda, PCW Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 4:44 Uhr
So recht
Maluenda, du hast  so Recht, wir beide Mädchen könnten im selben Raum zusammen sein und es nicht wissen. Wäre das nicht großartig, wenn wir irgendwann einmal zusammenkämen? Ein schöner Traum, oder vielleicht auch einmal Wirklichkeit. Ich habe dich geschlagen, Maluenda, an meinem letzten Geburtstag bin ich 56 geworden. Wow, wie schnell die Zeit vergeht! Sie verging so langsam, als ich Teenager war. Ich konnte es nicht erwarten, alleine auszugehen und von zu Hause und all den Problemen wegzukommen. Allerdings bin ich die Probleme durch meinen Weggang von zu Hause nicht losgeworden, ich habe jedenfalls viele mitgenommen. PCW, wirst du beichten? Und uns sagen, wie jung du bist? Mein Rauchmelder ging an meinem Geburtstag trotz der Kerzen nicht los, die auf dem Geburtstagskuchen waren. Ich hoffe, euch beiden geht es gut. Ich bin immer noch jung genug, um auf einem Sitzrasenmäher zu fahren, wenn sich die Gelegenheit ergibt. In der Zwischenzeit schiebe ich den, den ich habe, und bin dankbar, dass ich es noch tun kann. Ich bete darum, dass ich diesen Winter nicht meine Depressionen kriege wie so oft. Die Sommerzeit hält mich am Leben. Liebe Grüße an euch beide!!

A.R. Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 4:45 Uhr
Neue Gesichter (Namen)
Es ist sicherlich gut zu sehen, wie viele ihren Weg hierher finden. Neue Geschichten, neues Blut, neue Wunden zum Heilen, neue Geschichten zu erzählen. Meinen Segen!

A.R. Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 4:50 Uhr
Gewaltige Informationen, harte Arbeit
Ich habe mich umgeschaut, während ich hier war, und den Reichtum an Wissen gesehen. Jemand (müssen Bill und seine Helfer sein) hat eine Menge Stunden aufgewandt und so viel getan. Ich und einige, die ich kenne, haben große Wertschätzung dafür. Danke (von Herzen). Kann ich nicht oft genug sagen.

Maluenda Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 13:12 Uhr
An Jean NYC
Ich habe das Gefühl, als würdest du immer noch hereinschauen bei uns, auch wenn du nicht mehr die Zeit hast, selbst zu schreiben. Ich möchte nur, dass du weißt, dass wir deine Worte der Weisheit vermissen und hoffen, dass alles gut ist. Ich spreche im Herzen ein Gebet für deine Familie und dass sie wieder gesund werden. Pass auf dich auf, und du sollst wissen, dass man an dich denkt und dich liebt. Meinen Segen.

Magus Solitudo Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 14:40 Uhr
Großartige Webseite!
Als früherer Zeuge Jehovas habe ich Wertschätzung für Webseiten wie deine, die sich der Aufgabe widmen, die Wachtturm-Gesellschaft zu entlarven.

LAB Sonntag, 2. Oktober 2005
@ 20:55 Uhr
Information benötigt (und wertgeschätzt)
Ich habe in letzter Zeit häufig im Internet gesurft auf der Suche nach Informationen über sexuellen Kindesmissbrauch, und ich muss sagen, ich habe ein paar interessante Tatsachen gefunden. Ich bin in dem Club FCCLA (Family, Career, & Community Leaders of America), formell bekannt als FHA. IEs ist die einzige führende Studentenorganisation, die die Familie als Mittelpunkt hat. Und jedes Jahr haben wir einen Wettkampf, die STAR Events (Students Taking Action with Recognition), und dieses Jahr habe ich beschlossen, mein STAR Event über sexuellen Kindesmissbrauch zu machen. Worum ich also im Grunde bitte, ist, ob jemand einige gute Webseiten kennt, die ich besuchen könnte, oder gute Informationen hat, die er mir geben könnte. Das wäre phantastisch. Ich brauche auch ein Thema oder einen Titel für mein Projekt. Einen Aufhänger. Wenn also jemand Informationen hat, ich würde mich sehr darüber freuen. ---- Antwort von Silentlambs: Es ist unsere Politik, keine persönlichen E-Mail-Adressen herauszugeben. Bitte komm noch einmal wegen Informationen hierher oder schicke uns direkt eine E-Mail, wenn du Fragen hast oder Beistand brauchst.

Maluenda Montag, 3. Oktober 2005
@ 9:59 Uhr
An LAB
Hallo, LAB. Es hört sich wie ein lohnenswertes Projekt an, an dem du arbeitest. Ich hoffe, du wirst dich durch diese Webseite hindurch lesen und auch durch die persönlichen Erfahrungen. Die Zeugen Jehovas sind eine sehr heimlichtuerische Sekte. Obwohl die meisten sie als die Leute kennen, die an die Tür kommen, wissen sie nur wenig über das, was sie glauben. Einer ihrer hinterhältigsten Glaubenssätze ist, dass man zwei Augenzeugen haben muss, um ein Verbrechen festzustellen, wenn man eine Anklage gegen ein Mitglied ihrer Kirche vorbringt. Das trifft auch auf Kindesmissbrauch zu. Wir alle wissen, dass Kindesmissbrauch im Geheimen geschieht, ohne dass es Zeugen dafür gibt. Die Sekte tut also nichts, um dem Einhalt zu gebieten, und die Opfer werden oft lächerlich gemacht, geächtet und sogar bestraft, weil sie "falsche" Anschuldigungen gegen einen anderen Zeugen Jehovas vorbringen. Die Polizei wird nicht gerufen, weil sie nicht wollen, dass sie ermittelt. Ein Teil des Grundes dafür ist, sie wollen das schützen, was sie als "Jehovas" makellosen Namen ansehen. Sie glauben, dass  sie kein Teil der Welt sind. Sie halten sich für vollkommen und besser, weil sie dem wahren Glauben angehören. Dieses Überlegenheitsgefühl zusammen mit mehreren fehlerhaften Regeln bewirkt, dass Tausende von Kindern jahrelang unschuldig durch Kinderschänder leiden, ohne die Hoffnung zu haben, dem Missbrauch zu entkommen. Ich denke, dein STAR-Programm hätte einen Nutzen, wenn es um Jehovas Zeugen ginge und darum, die Öffentlichkeit durch Schreiben eines Artikels usw. aufzuklären. Vielleicht könntest du einen Spendensammler einführen, um den Opfern zu helfen, oder einen Protestmarsch. Oder indem du einfach einen Aufsatz schreibst und für ihn Nachforschungen anstellst, den die Juroren lesen; das wäre sehr hilfreich. Du könntest diese Webseite und das Gästebuch nehmen, um deine Fragen beantwortet zu bekommen und die Informationen zu finden, die du brauchst. Du wirst sehen, dass die Personen, die hier schreiben, fachkundig und ehrlich sind, weil sie es selbst erlebt haben. Was immer du beschließt, ich hoffe, dass du zumindest Silentlambs mit in dein Programm aufnimmst. Je mehr Leute von dieser stillen Scheußlichkeit wissen, desto mehr Kinder können wir retten oder zumindest ihre Stunden der Qual abkürzen. Viel Glück! Halte uns über deine Fortschritte auf dem laufenden.

PCW Montag, 3. Oktober 2005
@ 14:31 Uhr
Wie alt bin ich?
In August bin ich mörderische 55 geworden. Also - jetzt weißt du es. Ich habe das Empfinden, als würde ich dich auch kennen. Etwas ist sicher, wir sind Schwestern; wir sind Mütter und jedes Mal gesegnet, wenn wir voneinander hören und die Finger auf diese Webseite halten, um zu grüßen und zu schreiben. Also, ich muss los.

M.A.N. Montag, 3. Oktober 2005
@ 19:51 Uhr
An PCW
Ich bin ein paar Monate vor dir 55 geworden. Ich erinnere mich, dass das (55 Meilen) die Geschwindigkeitsbeschränkung während der Energiekrise in den 1970er Jahren war. Wenn du eine Frau bist, kannst du dich der Red Hatters Society anschließen, und du kommst sicher für viele Vergünstigungen für Senioren in Frage. Das Alter hat also auch sein Gutes. Beste Wünsche.

M.A.N. Montag, 3. Oktober 2005
@ 19:56 Uhr
An LAB
Vielleicht könntest du unter Google suchen oder dich an www.freeminds.org wenden. Sie haben einen Reichtum an Informationen über eigentlich alle Aspekte dessen, was du vielleicht haben willst. Viel Glück.

Maluenda Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 7:52 Uhr
An alle
Ich habe eine andere Exzeugenwebseite gelesen. Es ging um Leute, die ihr Leben für die Zeugen Jehovas gegeben haben. All die Leute, die Bluttransfusionen verweigerten, die Suizid begingen, nachdem sie aus dem Bethel oder aus der Organisation geworfen wurden usw. Sie reden über ein Denkmal für diese Leute, damit ihr Tod nicht vergebens wäre und sie nicht vergessen würden. Ich weiß, dass eine Menge Leute gestorben sind, aber ich war schockiert, als ich sah, wie viele verschiedene Geschichten die Leute wiedergeben konnten. Dann dachte ich noch einmal über die Leute nach, die ich kannte, und war schockiert, an wie viele Geschichten ich mich erinnern konnte. Es ist so traurig, dass es in dieser Sekte Mord gibt, und wenn jemand in den Suizid getrieben wird, fügt das den Scheußlichkeiten und Lügen noch etwas hinzu! Wenn man über all diese Dinge nachdenkt, wäre das Resümee, es wäre eher so, als werde man zu einer Arbeit in der Hölle getrieben, als in eine Stellung bei dem allmächtigen Gott. Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr habt schöne Gedanken. Wenn man sich so am Boden fühlt, dass man meint, es gebe keine Hoffnung und man kann sich einfach nicht noch weiter erinnern - dann könnte man noch IN der Sekte sein. Dann besteht Hoffnung auf nichts. Meinen Segen für euch alle!

Ann Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 8:31 Uhr
Ich durfte kein Kind sein
Ich selbst und vier Schwestern und Brüder wurden vom Gericht zu Erziehungsheim verurteilt, bis wir 16 waren, wir waren alle jung, unter acht, wir wurden alle in verschiedene Gewerbeschulen geschickt, wo jeder von uns geschlagen wurde, wir hungerten, wurden gequält, man kannte uns nur als Nummer (es wurden keine Namen benutzt), keine Geburtstage, wir durften nicht wissen, wo jeder von uns in Haft war, das Jüngste war 10 Monate alt. Wir hatten überhaupt keinen Kontakt zueinander. Jetzt bin ich 60 Jahre alt und habe immer noch keinen Kontakt zu meinen Geschwistern, ich habe jetzt viele Jahre lang an alle Schwarzen Bretter Mitteilungen geheftet, nach vermissten Personen usw. Als wir 16 wurden, waren wir alle zerstört, traumatisiert, einsam, verloren. Bis ich 17 war, habe ich mein ganzes Leben aus dem Gedächtnis gestrichen und bin einfach durch die Welt gegangen, hatte verschiedene Namen, verschiedene Vorgeschichten erfunden. 1999 erwachte ich schließlich. Ich begann, die schreckliche Brutalität meiner Kindheit wieder zu erleben. Ich habe begonnen, nach meinen Geschwistern zu suchen, ich wurde geisteskrank und musste zu einem Therapeuten und Psychologen. Im Jahr 2000 wollte ich meine Unterlagen einsehen und war schockiert, als ich las, dass unser Vater versucht hatte, uns in den schrecklichen Jahren herauszubekommen. Auf jedem Antrag stand: Abgelehnt. Das hat man mir nicht gesagt, ich wusste nicht, dass mein Vater mich wollte, ich bin so weit von meinem Land des Kindheitsalptraumes weggelaufen, wie es ging, und ich sah meinen Vater nie wieder. Als ich meine Akten bekam, war es zu spät. Ich ging dorthin, wo er gelebt hatte, aber er war gestorben, bevor ich dorthin kommen konnte. Ich konnte nur an seinem Grab weinen. Jetzt werde ich das Direktorium auf Schmerzensgeld verklagen, ich war bereits bei der Kommission, aber ich lebe immer wieder die Alpträume durch, meine Schänder, die Schwestern der Barmherzigkeit usw. Sie schlugen, hungerten uns aus, quälten, vernachlässigten uns, alles, was menschlich an mir war. Sexueller Missbrauch: Ich wurde nackt ausgezogen, dann wurde ich mit Stöcken geschlagen und sonst wie. Ich versuche, weiterzuleben und eine Verbindung zu Verwandten, Cousinen aufzubauen, am meisten mit all meinen Geschwistern, besonders mit meiner älteren Schwester, von der ich keine Spur habe. Ich bekomme keine Hilfe von den so genannten Überlebenszentren, sie bekommen Geld in meinem Namen und denen anderer Überlebender. Die Spur einer Schwester habe ich verfolgt, sie lebt in einem anderen Land, sie kommt Weihnachten zu mir, es wird unser erstes Zusammensein sein. Ich werde einen großen Kuchen backen und alles zurechtmachen. Bitte entschuldigt meine Rechtschreibung, wir hatten keine Erziehung, ich habe es mir selbst beigebracht. Das st der Schaden, den man kleinen Kindern antut.

Tova Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 9:00 Uhr
Bethel, Suizid und Geheimniskrämerei
Wie ich in früheren Einträgen angemerkt habe, war im Bethel: 10 Jahre Wachtturm-Farm. In dieser Religion beginnt die Geheimniskrämerei ganz oben und geht durch bis zu den einfachen Leuten. Wenn ein Gemeinschaftsentzug bekannt gegeben wurde, wurden wir gewarnt, die begleitende Ansprache am Morgen als Geheimnis zu wahren. Nichts sollte aus der "Bethelfamilie" nach draußen dringen, nicht einmal an die den Gläubigen zugewiesenen Versammlungen. Das Bethel ist ein in jeder Hinsicht abgesetzter Ort. Ich war sieben Jahre dort gewesen, als an einem sonnigen Samstagnachmittag im Frühjahr etwas an dem Fenster unserer 2. Etage im Gebäude E vorbei flog und mit einem dumpfen Stoß aufschlug. Ein junger Mann, ein "Neuer", der etwa seit sechs Wochen auf der Farm war, war vom Dach in der 4. Etage des Gebäudes gesprungen und auf dem Beton neben dem Gebäude gelandet. Kurz nach dem Aufprall starb er. Darüber wurde in unglaublicher Weise Stillschweigen gewahrt. In der Montagmorgenandacht wurde dazu sehr doppeldeutig Stellung genommen. Ich erinnere mich nicht, dass Trauer geäußert worden wäre - stattdessen wurde auf die Verantwortung seiner Heimatversammlung hingewiesen, und die klare Botschaft an uns war, dass das Bethel keine Verantwortung daran trüge - wir wurden angewiesen, mit niemandem darüber zu sprechen. Die wenigen, die in ihren Zimmern waren und den Schlag gehört hatten, mussten allein damit fertig werden - sie mussten Glauben haben und sich auf Jehova verlassen. Ich habe darüber nachgedacht, was die Gesellschaft mit den Menschen in der Zentrale macht. Wenn Neue ins Bethel kommen, werden sie von allen beobachtet. Das erste Jahr ist ein Jahr der Prüfung. Wird man es überstehen? Ein unglaubliches Maß an Druck wird auf den Bethelmitarbeiter ausgeübt - man wird bis zur ständigen Erschöpfung angetrieben - das wird als "Schulung" bezeichnet. Man geht durch das Bethel-Basislager, und das dauert ein Jahr. Bethelmitarbeiter sagen Dinge wie - er wird das Jahr nie schaffen, sie werden es nicht schaffen, und dieses Urteil wird von denen, die es abgeben, mit Vergnügen gesagt. Es ist ein Spiel, dass Bethelmitarbeiter spielen. Der junge Mann, der Suizid beging, hatte vielleicht Probleme, als er zur Farm kam, aber als er da war, hatte er niemanden, an den er sich um Hilfe wenden konnte. Er wusste, dass er auf sich gestellt war, man lernt schnell, dass man seinem Kollegen, seiner "Familie", nicht trauen kann. Dein Kollege am Kopfende des Tisches, der am Fußende, Bethelältester, Arbeitsaufseher, man kann im Grunde niemandem trauen, dass er für einen sorgt. Mehr als alles andere sind sie daran interessiert, einen zu beurteilen - sie werden alles berichten, was sie als Verletzung der Regeln oder auch nur als Möglichkeit der Verletzung ansehen. Sie möchten dich versagen sehen, und natürlich, wenn man etwas zu beweisen hat, wie die meisten Bethelmitarbeiter es tun, gerät man schließlich geradewegs in das Spiel, in das Überlebensrennen. Oder man tun alles, was man kann, und schafft es einfach nicht. Man geht als Versager - und d as schleppt man für den Rest seines Lebens mit sich. Es ist eine "Familie" - die gestörteste und giftigste Familie, die man je erlebt hat. Es ist eine Familie voller Heimlichkeiten - klingt das vertraut? Wie bei sexuellem Missbrauch. Vor ein paar Jahren ging ich allein zur Farm zurück. es war meine Prüfung, und ich schaffte den Weg und traf auf mehrere Leute, die ich kannte - ich quälte mich wegen der Entscheidung, dorthin zu gehen, aber ich dachte, ich müsste mich meiner Angst stellen. Unheimlicher Ort. Das große, parkähnliche Gelände, das heute von Gebäuden umgeben ist, ist wunderschön. Natürlich traten ein paar Kinder in der Reisegruppe auf den Rasen - sie wurden vom Reiseführer verwarnt. Jehovas Gras ist nicht dazu da, dass man darauf tritt. Ich erinnere mich, dass die Frau eines Bethelältesten mir einmal ein paar strenge Worte sagte - ich kam ohne ein Lächeln die Treppe zur Morgenandacht herunter (ich war noch nicht richtig wach), und sie stand auf meiner Stufe. WIR SOLLTE IMMER EIN LÄCHELN AUFSETZEN. DAS BETHEL IST JEHOVAS ZENTRUM DER ANBETUNG, UND BETHELMITARBEITER SIND GLÜCKLICHE MENSCHEN. Ich fühlte mich als solch eine Versagerin, dass ich ein Lächeln aufsetzte. Eine Freundin von mir hatte große Brüste. Die Frau eines Bethelältesten redete ihr ins Gewissen - sie müsse sie besser verbergen. Natürlich hatte die Natur die Frau des Bethelältesten mit zu wenig diesbezüglich ausgestattet - aber meiner Freundin wurde das Gefühl gegeben, als sei sie eine Schlampe. Was diesen Vorfall noch schlimmer macht, ist, dass der Mann dieser Frau, der Bethelälteste, zur Mittagessenszeit an den Teich ging und mit den hübschen Mädchen flirtete - und ratet mal, wo er hinsah. Ihr meint, die Versammlungen sind schlecht? Und dann gibt es da die älteren Paare, die nach 20, 30 Jahren des Dienstes gebeten werden, das Bethel zu verlassen, sie sind nicht mehr nützlich, wenn sie nicht jemand sind oder jemanden kennen. Jetzt sind sie schon so lange da, sie wissen nicht, wohin sie gehen sollen, und haben in ihrem Leben kein Geld auf die Seite gelegt. Das ist natürlich Jehovas Handlungsweise, er wird schon für sie sorgen. In der großen Tradition der Einermannschaft - das Bethel ist in jeder Weise schlimmer, als man es sich vorstellen kann. Es gibt einen ständigen Witz über die Chemikalienflaschen im Haushaltsmagazin. Es sind alles Wein- oder Likörflaschen. Dort wird viel getrunken - sehr viel. Alkohol ist die Droge der Wahl, und die Leute kaufen ihn kannenweise, und man muss schon etwas sehr Radikales tun, um wegen Trunkenheit gemaßregelt zu werden. Es ist nur ein Problem, wenn man es offen tut. Ein weiteres Geheimnis. Ich habe so liebevolle Erinnerungen an den Ort.

Exzeugin Liz Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 23:32 Uhr
Sehr begrüßt
Ich begrüße all die Unterstützung, die diese und andere Webseiten Exzeugen geben. Sie haben mich von Schuldgefühlen und Furcht befreit, die ich zurückbehalten hatte, als ich die Wachtturm-Gesellschaft verließ. Danke.

Maluenda Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 23:48 Uhr
An Ann
Es machte mich so wütend, als ich deine Geschichte las. Wie konnten sie es wagen, euch so zu behandeln. Es tut mir so leid. Du bist eine wunderbare Seele, und dafür, dass du es dir selbst beigebracht hast, schreibst du ebenso gut wie jeder andere. Du solltest sehr stolz auf dich sein. Es muss eine Menge Mut und Entschlossenheit erfordert haben, nach deiner Familie zu suchen. Ich hoffe, du schreibst uns wieder, wie der Weihnachtsbesuch deiner Schwester ausgegangen ist. Ich bin sicher, es wird eine Quelle großer Freude für euch beide sein. Bis dahin hoffe ich, dass du spürst, dass ich dich sanft in den Arm nehme, und dass du weißt, dass ich dir jeden Tag eine liebe Umarmung schicke. Meinen Segen für dich immer!

Maluenda Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 23:54 Uhr
An Tova
Wow! Mir muss entgangen sein, dass du im Bethel warst. Nachdem ich deinen Eintrag gelesen hatte, saß ich perplex da. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Ich besuchte das New Yorker Bethel, als ich acht Jahre alt war. Ich kann mich noch erinnern, wie gruselig es war und dass alle so künstlich glücklich waren. Seit ich ein Kind war, konnte ich immer den Schmerz hinter den Augen der Menschen sehen. Ich wusste, dass diese Leute nicht glücklich waren - nicht wirklich. Ich wusste, dass das Leben Arbeit, Arbeit, Arbeit war, aber ich wusste auch nicht, dass ihr so streng behandelt wurdet. Das hätte ich mir ausrechnen können. Es ist so eine hervorragende Stellung, dass sie eigentlich sicherstellen müssten, dass ihr wirklich rein, heilig, gottähnlich oder so etwas wart! Wie traurig. Wie sehr, sehr traurig. Danke, dass du deine Geschichte geschrieben hast. Es gab mit eine Einsicht in einen Teil der Wahrheit, von dem ich wenig Kenntnis hatte. Meinen Segen!

Maluenda Dienstag, 4. Oktober 2005
@ 23:58 Uhr
An Exzeugin Liz
Willkommen! Auch ich konnte meine Schuldgefühle loswerden, als ich diese Webseite fand. Ehe ich von Silentlambs wusste, habe ich nicht einmal daran gedacht, nach Exzeugen zu suchen, weil ich meinte, ich würde als Einzige schlecht von ihnen denken. [Lautes Lachen!] Diese Webseite und all die wunderbaren Leute hier haben mir wirklich geholfen, meine einprogrammierten Ängste und Schuldgefühle zu überwinden. Ich lerne immer noch von ihnen! Jeden Tag etwas Neues! Ich hoffe, du treibst dich weiter bei uns herum und lässt uns dich kennen lernen. Danke für den Eintrag, erzähl jedem, den du kennst, von der Webseite. Und meinen Segen für dich!

Maluenda Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ 12:02 Uhr
An PCW
Ja, wir sind eine Schwesternschaft! Ich gehöre zur Red Hat Society, aber ich bin noch rosa, weil es mit dem Alter bei mir noch nicht für rot langt! Aber vielleicht könnten wir die Exzeugen-Rasenmäher-Damen oder so etwas sein! Übrigens, du bist 55 Jahr jung (nicht alt)! Oder wieder 29 wie ich! Aber alt, eindeutig nicht! Keinesfalls!

Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ 21:59 Uhr
Bethel, Macht, Missbrauch (auch sexueller), leitende Körperschaft
(Bleibt - die Verbindung zu sexuellem Missbrauch steht unten im Text.) Bethelmitarbeiter sind sich sehe bewusst, dass sie zu einem exklusiven Club oder inneren Kreis gehören. Dies ist eine Sache, die sie dort hält. Selbst die wenigen Leute, die die Vorschriften mit ihrer Heuchelei erkennen, bleiben gewöhnlich. Was sexuellen Missbrauch angeht, so muss man wissen, dass man auf Jehova wartet, und wenn etwas Unrechtes geschieht, so wird Er sich zu seiner Zeit der Sache annehmen, und dies bringt alle Zeugen dazu, verschiene Arten von Missbrauch, einschließlich sexuellem, zu akzeptieren. Leider ist seine Zeit selten die unsere, wenn etwas tatsächlich passiert. Der beste Weg, das Bethel zu verstehen, ist zu verstehen, dass es die Zentrale eines Unternehmens ist - es wird wie ein "weltlicher" Betrieb geleitet. Entscheidungen, Positionen, Macht - darüber wird willkürlich entschieden, und gewöhnlich darauf gegründet, wen man kennt - die Wendung ist, dass Positionen nach Jehovas Anweisung vergeben werden. Leute können die Leiter aufsteigen und tun es auch. Als ich dort war, war es ungewöhnlich, einen Farbigen an der Macht zu sehen. Die wenigen, die Macht hatten, waren Galionsfiguren. Wenn Bethelmitarbeiter Ferien machen, um die Familie zu besuchen usw., werden sie als jemand Besonderer behandelt, als jemand, der besondere Ehre verdient. Viele nützen das in finanzieller Hinsicht aus. Ich kannte einen Bethelältesten (auch jemand vom Farmkomitee, der die Farm leitete), der mit seiner Frau nach Europa wollte, um die früheren kommunistischen Länder zu besuchen, als dort erstmals Kongresse abgehalten wurden. Sie hatten kein Geld, so beteten sie über der Sache, weil sie wussten, dass Jehova für sie sorgen würde (schließlich verdienten sie es, weil sie in einer besonderen Position waren.) Was sie wirklich taten, war, vor den "Freunden", die zufällig reicher waren als die meisten, davon zu sprechen, dass sie die Reise machen wollten. Eine Anzahl "Freunde" gaben ihnen aus Schuldgefühlen Geld, man gab ihnen das Gefühl, sie dienten Jehova und täten seinen Willen. Nebenbei war dieses Paar unter den ersten 5 Leuten auf dem Besitz, als die Gesellschaft die Farm kaufte. Interessant ist, wie sehr wenige Leute die Frage stellen, warum Jehova einige Zeugen mehr zu "segnen" scheint als andere (mit Gesundheit, Geld, Macht usw.). Bethelmitarbeiter werden gelehrt, Leute zu gebrauchen, sie werden gelehrt, dass sie dies verdienen, weil sie ihr Leben Jehova im Betheldienst geben. Wenn man ins Bethel geht, übergibt man sich und sein Leben. Extrem beschränkte persönliche Freiheit und ständige Schuldgefühle. Besucher sehen nicht in die Eingeweide des Bethel, man muss es selbst erleben - und wenn ein Bethelmitarbeiter tatsächlich über das redet, was dort vor sich geht, wird er als jemand mit einer "schlechten Einstellung" angesehen, weil diese Dinge unmöglich wahr sein können. Wenn man den wahren Kern der Organisation sieht, und die Praktiken und wie die Leute behandelt werden, dem entsprechen, weiß man, dass man die eigentliche Wahrheit hinter dieser Religion sieht. Den Praktiken in der Zentrale gilt eine Wendung - Wer kann infrage stellen, was dort geschieht? Es ist die Zentrale, wo die Führung von Gott erwählt wird. Ich muss ehrlich sein und sagen, wenn ich die Zentrale nicht selbst erlebt hätte, ist es möglich, dass ich ihnen ihre religiösen Botschaften weiterhin abgekauft hätte. Ich stelle mir das nicht gern vor, aber es gibt keine Garantie, dass ich dann gegangen wäre. Ich glaube nicht, dass etwas vorbestimmt ist - wir haben Erfahrungen und treffen Entscheidungen, und damit hat es sich. Gegen Ende meines "Betheldienstes", erinnere ich mich, ging ich auf die Knie und betete und betete, dass ich verstehen und akzeptieren könnte, was ich sah - dass Jehova mir half, es zu erkennen. Keine Antwort. Leute, die das Bethel verlassen, werden als Versager angesehen, und gewöhnlich sehen sie sich selbst auch so. Geheimnisse bewahren, Machtmissbrauch - das beginnt ganz oben. Greenlees, Mitglied der leitenden Körperschaft, ging, kurz nachdem wir im Bethel ankamen. Sehr wispernd, warum - aber das Flüstern gab es- dass er Jungen mochte. den älteren allein stehenden Mitgliedern der leitenden Körperschaft werden Helfer - Neue - zugeteilt. (Neue haben so viel Angst und sind so im Stress, dass die meisten sexuellen Missbrauch nie melden würden, besonders nicht seitens der leitenden Körperschaft. Wer waren die mutigen Jungen, die Greenlees meldeten? Franz hatte auch eine Reihe Neuer als Helfer - und niemand redete JEMALS darüber, warum die Neuen ersetzt werden mussten - und ich frage mich, wer half den armen Jungen, mit dem Missbrauch fertig zu werden?). Das Verhalten von Greenlees wurde entschuldigt, indem man die Geschichte verbreitete, er sei aufgrund seines Alters seelisch unausgeglichen geworden - er wusste nicht mehr, was er tat (ah, diese armen Schänder wissen nie, was sie tun, oder?). Es wurde gesagt, man habe ihn aus dem Blick der Öffentlichkeit genommen und die Gesellschaft würde ihn weiter finanziell unterstützen - egal was er getan hatte oder warum, wegen seiner vielen Dienstjahre und weil er zu den Gesalbten zähle, verdiente er Unterstützung. Und genau so wird mit Priestern, die Missbrauch treiben, von oben entschieden. Oh, einen Augenblick, die Zeugen sind anders ... was sage ich? Da zeigt sich meine "schlechte Einstellung".

Maluenda Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ 12:17 Uhr
Kein Wunder!
Es ist kein Wunder, dass sie nicht wollen, dass die einzelnen Versammlungen bei Kindesmissbruch ermitteln. Kein Wunder, dass sie nicht wollen, dass die Polizei es herausfindet. Die Spur würde einen geschulten Ermittler direkt in die Zentrale führen! Und damit würde die ganze Sache hochgehen. Sie sind so krank! Ich werde weiter beten, dass ich die Gelegenheit erhalte - aber am richtigen Ort, dass ich mit der richtigen Person spreche, das richtige Interview mache, dass es zu einer solchen Bloßstellung kommt, wie die katholische Kirche bloßgestellt wurde. So viele leiden still vor sich hin, so viele werden noch leiden, und so viele leiden und erkennen nicht einmal, dass sie leiden! Das muss aufhören! Danke, dass du Licht auf die leitende Körperschaft geworfen hast. Du hast Recht, das ist eine Seite, die die da draußen nie sehen werden. Nur diese Frauen lächeln - gespenstisch!

Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ 14:17 Uhr
Oh, ihr Jungen, ihr! :-)
also, ihr 55-Jährigen, ich habe euch geschlagen! Ich bin 59 (stöhn). In weniger als einem Jahr werde ich 60 sein. Sechzig! Oh, meine Güte! Sechzig! Na ja, kürzlich habe ich meiner Schwester, einer Zeugin, gesagt, dass ich als Erwachsene glücklicher bin, als ich es je war. Dass ich nicht mehr einer Sekte angehöre, die einen niederreißt, die, da bin ich sicher, zum Teil daran schuld war. Es müssen bald 20 Jahre sein ,dass ich die Gemeinschaft verlassen habe. Ich muss mich nie mehr vor der doofen "Obrigkeit" der Zeugen verantworten. Was für eine exzentrische und autokratische Religion! Was für eine grausame Religion, die Kindesmissbrauch unterstützt - nur um ihr blütenweißes Image zu schützen! Ich habe absolut keine Verwendung dafür! Ich möchte, dass diese Religion fällt wie nichts, und dass keine leitende Körperschaft das mehr ausbügeln kann!

Kimberly B Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ 18:44 Uhr
An Tova und Angela
Ich wusste auch nicht, dass du früher im Bethel warst. Ich hatte einmal ein paar sehr enge Freunde (meine Familie und ich haben die Gemeinschaft verlassen), die in Patterson leben. Ich muss sagen, ich bin nicht überrascht über das, was da vor sich geht. Wenn man NICHT zu Gott gehört, ist alles möglich! Wir besuchten Patterson häufig, die Besuchergebiete der "Okkulten Kapitale von New York", in die die meisten Leute nicht hinein durften. Es gab da auch einige Dinge, die ich sah, sowie die Art, wie die Leute leben, das interessierte mich. Und ja, du hast Recht mit der Einstellung. Leider heißt es "gib mir", "ich brauche", und "ich will", "kannst du". Einige gehen sogar so weit, einem zu sagen, was man ihnen zum Essen auftischen soll (besonders die Frauen der Kreisaufseher)! Ich kann nicht zu erzählen beginnen, wie viele von ihnen und wie oft sie bei mir zu Hause blieben. Mein Haus war die "Bethelmitarbeiterzentrale" und die "Kreisaufseherzentrale". Natürlich haben sich damals meine Familie und ich gefreut, denen etwas zu geben, von denen wir dachten, dass sie es wohl verdienten und dass sie ehrliche Leute waren. Und wie du gesagt hast, die meisten dieser Leute erkennen wahrscheinlich nicht, dass sie so sind (gib mir). Sie leiden wirklich. Ich glaube, dass die Zeugenorganisation und ihre Führer sehr bald ihr Ende finden werden. Glaubt mir, sie kämpfen wie "weißt du was", um eine Organisation zu bleiben. Sie sind ein einziges Durcheinander! Sie sind bereits bloßgestellt worden wie die katholische Kirche (dank dir, Bill, und deinen Freunden). Und vergiss nicht, Gott hört und sieht alles. Gott wird sich der Dinge JETZT annehmen, nicht in der FIKTIVEN NEUEN ORDNUNG! Die Bibel sagt, dass es für "alles" eine Zeit gebe. Dieses "alles" schließt ihren Untergang ein. Dann wird das Leiden ein Ende haben. Sie werden endlich frei sein, zu leben und zu denken wie normale Menschen! Und schließlich möchte ich Angela sagen, es hört sich so an, als hätten du und ich vieles gemeinsam. Ich bin froh zu sagen, dass ich deine wirkliche geistige Schwester bin. Der Heilige Geist war mir wirklich Tröster und Freund!

Maluenda Donnerstag, 6. Oktober 2005
@ 8:49 Uhr
An Kimberly B
Dein Eintrag erinnerte mich daran, als ich mit meinem Ex verheiratet war. Ich wurde gerade 18 und war schon verheiratet - was sonst gibt es, als eine Bethelkarriere anzustreben - und hatte meine erste Wohnung. Ich fühlte mich wie auf der Spitze der Welt. Versuchte, nach meinem Betty Crocker-Rezeptebuch zu kochen. Ich trug mich ein, den Aufseher und seine Frau zum späten Mittagessen bei uns zu haben. Ich bereitete ein riesiges Mahl von Grund auf. Ich machte sogar einen Kuchen. Ich strahlte einfach. Sicher würden sie sehen, wie glaubensvoll ich versuchte, ihnen mit all meiner harten Arbeit zu gefallen. Sie kamen herein, ich stellte das Essen auf den Tisch, und der Mann sah mich an und sagte, wir essen so spät am Tag nicht so schwere Kost. Wir nehmen nur den Salat. Ich entschuldigte mich und erklärte, sie würden doch Mittag- und Abendessen zusammenlegen und ein großes Mahl haben, darum hätte ich das Essen gemacht. Sie saßen nur da und starrten mich an. Sie aßen schnell und schweigend ihren Salat und gingen wieder. Ich war am Boden zerstört. Ich warf alles weg. Später hatte ein Ältester ein Gespräch mit mir, wie unangebracht es sei, über die Bedürfnisse anderer zu bestimmen und ich hätte sie anrufen und fragen sollen, was sie essen. Du hast Recht, es ist gib mir, gib mir, gib mir - was ICH WILL! Zum Teufel mit euch und euren Bedürfnissen. Nur so ein Nebengedanke. Wir hatten auch einen jungen Bruder, der ins Bethel geschickt wurde. Er war ein Trinker und geriet deshalb in alle möglichen Schwierigkeiten. Knöllchen usw., aber er wurde nie rausgeworfen. Dann fuhr er schließlich das Auto eines Gliedes der leitenden Körperschaft zu Schrott, und da musste er seine Sachen packen! Niemand hörte mehr etwas von ihm. Ich frage mich, wie hoch die wirkliche Suizidrate im Bethel ist. Ich frage mich, ob wie die Adressen bekämen und der Polizei von New York schreiben und nach der Statistik fragen. Weißt du, das Bethel wird sie uns nicht geben. Hast du von vielen Suiziden gehört, als du da warst?

Tova Donnerstag, 6. Oktober 2005
@ 9:50 Uhr
Bethel, Suizid, Sekte, Kindesmissbrauch
(Wieder komme ich mit meinen letzten paar Sätzen auf den Punkt) Das Bethel ist ein großer Ort, und das gilt für Patterson und die Wachtturm-Farm. Leute verschwinden. Es klingt merkwürdig, aber es geschieht. Ich sage nicht, dass es viele Suizide gibt, sondern dass es einfach geschehen könnte und leicht vertuscht würde, wenn der Suizid nicht in der Öffentlichkeit geschieht wie bei dem jungen Mann auf der Farm. Wenn jemand verschwindet und man fragt nach ihm, wird einem vielleicht gesagt, er sei weg. Nicht warum oder wohin er ging. Man mag sich wundern, akzeptiert es aber ohne weitere Fragen. Es ist erstaunlich, was man alles akzeptiert, wenn man da ist; man stellt nur Fragen, wenn man die Religion verlässt. Die Verantwortung dafür, den Ruf des Bethels fleckenlos zu halten, nachdem man gegangen ist, wird sehr ernst genommen. Nachdem ich das Bethel verlassen hatte, war ich noch ein paar Jahre in der Religion, und ich habe es geschützt. Gespräche über wirkliche Erfahrungen im Bethel geschehen im Vertrauen, und ich hatte sie nur mit anderen Exbethelmitarbeitern, bei denen ich spürte, dass sie mitmachen und ebenso ehrlich sein würden. Das Denken wird so stark kontrolliert, dass man das Gefühl hat zu sündigen, wenn an etwas Negatives sagt. Diese Geheimniskrämerei ist der stärkste Beweis dafür, dass diese Religion eine Sekte ist. Erinnert ihr euch an die Moonies? Jonestown? Heimlichtuerei, ein geschlossenes System, das Kontrollieren des Verhaltens, des Denkens, der Reaktionen sind das, was eine Sekte ausmacht. (Und wir wollen ehrlich sein mit der Beziehung zu Jonestown - die Zeugen müssen ihre Kinder und das buchstäbliche Leben für die Religion opfern, wenn sie sich weigern, lebensrettende Maßnahmen durchzuführen, wenn die Religion ihnen das sagt, obwohl man ihnen auch sagt, es sei eine Gewissensfrage, aber sie werden bestraft, wenn ihnen ihr Gewissen etwas anderes sagt als das, was die Religion ihnen sagt.) Sekten sehen sich als nur einer höheren Macht gegenüber verantwortlich an, sie stehen über den Gesetzen von Menschen. Wo diese Linie liegt, definieren sie selbst. Das Bethel (die Zentrale) liegt am äußersten Ende des Spektrums der Religion, wenn es um Sektengehabe geht. Bezüglich der Machtleiter werden Bethelmitarbeiter als mehrere Sprossen über Kreis- und Bezirksaufsehern angesehen, und so sehen sie auch sich selbst. Nur Missionare sind ähnlich bedeutsam. Bethelmitarbeitern wird regelmäßig bei den Morgenandachten gesagt, das Familienwachtturmstudium und die Montagabendansprachen, die sie (und niemand sonst) haben, seien das größte Dienstvorrecht, das Zeugen Jehovas auf Erden haben können. Es ist ein großer Ruf zu schützen, und man wird, wenn überhaupt, nur selten von Suiziden und sexuellem oder anderem Missbrauch unter den Bethelmitarbeitern hören. Dort werden Frauen verprügelt (das habe ich selbst mit meinem Ex dort erlebt) und nichts wird unternommen. Frauen sind sehr wenig wert in dieser Religion; und das gilt besonders im Bethel. Regelmäßig wird der Gedanke geäußert, die Frauen seien nur da, weil die Fähigkeiten ihrer Männer benötigt würden. Wenn ein Bethelmitarbeiter heiratet, wird die Frau nur akzeptiert, wenn Wertschätzung für den Mann da ist. Und es ist erstaunlich, wie der Wert eingeschätzt wird. Stellung und Macht zählen am meisten, aber was eindeutig auch in diesen Mix geht, ist, wie sehr der Mann unter der Kontrolle des Bethels steht, was heißt, wie sehr er die Kontrolle über seine Frau hat. Das Bethel stellt die Organisation insgesamt als bestes Beispiel dar, was diese Religion wirklich ist. Da verschiedene Formen von Missbrauch vertuscht werden, warum sollten sie da ihre Fangarme der Kontrolle nicht auch auf die Massen ausdehnen? Kindesmissbrauch ist riesig für uns, aber begeht keinen Fehler, für sie sind das nur Kleinigkeiten, und deshalb behandeln sie unsere Anklagen und Gerichtsfälle mit solcher Verachtung.

AW Freitag, 7. Oktober 2005
@ 9:35 Uhr
Bruder Drury - örtliche Zeugen Jehovas bestreiten Verbindung
Nach John Drurys Verurteilung wegen Angriffs auf junge Mädchen war interessant, dass am Tag danach der örtliche Sprecher der Zeugen Jehovas begann, sich von Drury zu distanzieren. (Geht zu http://www.thisisessex.co.uk/essex/eveninggazette/news/NEWS30.html.) Dies ist eine interessante Entwicklung, da die örtliche Versammlung erst versucht, sich von Drury zu distanzieren, seit er verurteilt ist. Doch angesichts der Menge an Geld, das die Wachtturm-Gesellschaft für den Rechtsbeistand für angeklagte Kinderschänder bereitstellt, mag darin etwas Wahrheit liegen. Und angesichts der negativen Berichterstattung in den Medien, die die Zeugen Jehovas zu diesem Thema erhalten, besteht zweifellos ein gewisser Wunsch, wo möglich, etwas "das Gesicht zu wahren". Ich bezweifle jedoch, dass dies ein Anzeichen für eine Änderung in der Einstellung der Bewegung gegenüber ihren Vorschriften ist, wie sie mit Kindesmissbrauch umgeht.

Maluenda Freitag, 7. Oktober 2005
@ 14:30 Uhr
An AW
Mir scheint, dass die Medien in Europa nicht so viel Angst haben, Berichte über die Zeugen Jehovas zu veröffentlichen, wie hier in den USA. Ich war so froh, als ich hörte, dass der Trottel verurteilt wurde, obwohl ich meine, die Strafe sollte so hoch sein, dass er im Gefängnis stirbt! Aber zumindest ist er verurteilt. Ich habe mich auch über die Tatsache gefreut, dass die beteiligte Polizei die Bereitschaft bekundete, eifrig zu sein, egal wie lange es dauerte. Das war eindrucksvoll. Ich hoffe, dass die USA eines Tages aufwachen und erkennen, dass dieser entsetzliche Skandal sich direkt vor ihren Augen abspielt und sie die Machthaben, dem Einhalt zu gebieten. Mich erstaunt die Furcht und die Kontrolle, die sie über Leute haben, die keine Zeugen Jehovas sind, d.h. die Medien usw. Ich kann die Exzeugen verstehen. Bei mir dauerte es lange, bis ich darüber hinweg war. Die Gehirnwäsche ist unglaublich! Meinen Segen für dich!

Maluenda Freitag, 7. Oktober 2005
@ 15:51 Uhr
An Jengill
Hallo, Freundin. Suzi Q hat mir gesagt, ich solle Ausschau nach dir halten. Ich habe deine Einträge in dem anderen Gästebuch gelesen. In was für einer entsetzlichen Lage du bist. Du kannst Bill Bowen eine E-Mail schicken oder direkt mit uns Kontakt aufnehmen. Viele der Leute, die hier schreiben, sind frühere Älteste wie Bill. Sie hatten auch Stellungen wie Dienstamtgehilfen, Vorsitz führende Aufseher und Bethelmitarbeiter. Hab keine Angst, sie wieder abzuschrecken, wenn du nicht bereit bist, mit ihnen zu reden. Nach all der Zeit können sie nicht viel Positives sehen. Wir wissen, dass sie unser Gästebuch und die Webseiten anderer Exzeugen beobachten. Nicht um uns zu verängstigen, sondern um uns zu informieren. Ich denke, wenn du hier schreibst, wirst du auch eine Menge hilfreicher Informationen von einigen Insidern bekommen. Ich möchte nur hinzufügen: Wenn die Verjährungsfrist abläuft - warum machst du dir die Mühe, da durch zu wollen. Sie gehören unserer Vergangenheit an, nicht unserer Zukunft. Streiche sie aus deiner Gegenwart. Ja, vielleicht entziehen sie dir die Gemeinschaft, aber sieh das als Ehrenzeichen an. Du hast dich nicht von ihnen einschüchtern lassen ,so dass du das FALSCHE getan hättest. Du hast dich nicht von ihnen zum Schweigen bringen lassen. Du bist Gott treu geblieben und hast die Wahrheit gesagt. Du bist gut. Niemand kann sicher sein was sie vorhaben. Aber ich kann dir sagen, dass sie nicht da sind, um dich zu trösten oder um sich für ihre Fehler zu entschuldigen. Sie versuchen, Schadensbegrenzung zu machen, so dass sie dich fertig machen können. Wir werden darauf warten, wieder von dir zu hören. Wir werden hier zu deiner Unterstützung sein, was immer du entscheidest. Segen, Liebe und Trost - Maluenda

Freitag, 7. Oktober 2005
@ 18:02 Uhr
An Maluenda
Uff! Mir tut es so leid darum, wie der Aufseher und seine Frau dich behandelt haben, wo du so freundlich und rücksichtsvoll warst, ihnen ein schönes Mahl von deinem wenigen Geld zu bieten Also du warst es sicher, die das Herz auf dem rechten Fleck hatte. Entschuldige meine Sprache, aber das waren nur undankbare TROTTEL! Du hast ihnen aus vollem Herzen geben wollen, und sie haben dir deine Gabe direkt ins Gesicht geworfen! Unentschuldbar!

Maluenda Freitag, 7. Oktober 2005
@ 19:20 Uhr
Ja, ihr Verhalten war grob, unreif und unentschuldbar. Aber was mit wirklich zu schaffen machte, war der Älteste, der mich dafür verurteilte, dass ich nicht anrief, so dass sie ihre Bestellung aufgeben konnten. Es war ein anderer Ältester, der mir gesagt hatte, sie würden solch ein Essen fordern! Aber ich lernte eine Lektion durch diese aufgeblasenen, ignoranten Leute. Egal wie klein und unbedeutend das Geschenk oder die Tat einem erscheinen mag, man sollte immer daran denken, dass die 'Tat von Herzen kommt. aus dem Herzen erwächst Liebe. Wenn ein Kind ein ununterscheidbares Bild malt, rahme ich es und hänge es monatelang in meinem Haus auf. Eine Blume mit nur noch der Hälfte der Blütenblätter, und die verbliebenen zerdrückt - sie verdienen eine Vase und Wasser. Dieser absolut schrecklich schmeckende Kuchen oder die Pastete oder das Essen bei einem Freund - ich genieße jeden fiesen Bissen und schmecke die Liebe, mit der es gemacht wurde. Dieses O-mein-Gott-was-ist-das-Geschenk - ich zeige oder trage es voller Stolz. Aus dem Schlechten kann immer etwas Gutes kommen. Ich gewann, weil ich Wertschätzung und Dankbarkeit lernte. Sie verloren, weil ihnen ein gutes Essen entging, wo man sich die Lippen ableckt und die Hosenknöpfe weiter macht, weil man so voll ist. (Ich bin immer eine gute Köchin gewesen, selbst wenn ich aus Bettys Buch gekocht habe.) Ihnen ist ohne Zweifel schon viel im Leben entgangen. Nicht nur Essen, sondern geliebt und wertgeschätzt zu werden, sich umsorgt fühlen. Sie und ihr egozentrisches Leben tun mir leid. Ich habe so viel und liebe so viele Menschen, die mich wieder lieben. Sie haben nur sich. Wie einsam. Meinen Segen für dich!

DJB Samstag, 8. Oktober 2005
@ 11:51 Uhr
Zerbrochene Geschenke
Wenn eine Familie einen Kinderschänder unter sich hat, macht das die ganze Verwandtschaft krank. Ich sage das, weil jemand, der euch vielleicht in dieser Weise missbraucht hat, dir nicht glauben wird, sondern dem Täter, und wütend auf dich sein wird, weil du das Schweigen gebrochen hast/den Täter durch die Heirat in die Familie geholt hast/wegen der Art, wie sie dich behandelt haben, bevor du den Täter geheiratet hast, dass sie da die Bedingungen für dich gesetzt haben, weil du für alles die Schuld trägst, was schon immer in der Familie falsch war/weil dein Selbstwertgefühl vor der Ehe schon niedrig war und du dachtest, du verdienst es nicht besser. Sie sagen einem, dass man im Guten wie im Schlechten heiratet, und du machst dein Bett und liegst darin ... immer weiter und weiter ... Sie bereiten den Boden für dich, und du heiratest den Täter Sie machen es einem schwer, herauszukommen, weil sie einem immer wieder sagen, du sollst eine bessere Ehefrau sein ... du bist frigide ... er fühlt sich nicht mehr von dir angezogen ... du achtest nicht auf dich selbst ... du hast nicht auf seine Bedürfnisse geachtet ... du schiebst ihn weg ... also ist es DEINE SCHULD, wenn er sich an den Kindern vergreift. Wenn eine Frau sich informieren und durch die Informationen durchkommen kann, dann bleibst du nicht so lang und gehst  raus aus der Ehe und BEWAHRST die Kinder vor weiterem Schaden ... Du magst den Täter geheiratet haben, aber sie trägt nicht die Schuld an der kranken Familiendynamik, die sie dorthin brachte, aber als meine Großmutter starb, erbte ich Zerbrochenes usw. Die Art, wie sie mich betrachteten, war eines der zerbrochenen Geschenke, aber damals habe ich das nicht so gesehen. Ich rechnete mir damals aus, das sei alles, was ich verdiente. Mein Ex gab mir für alles die Schuld, er ging sogar so weit, dass er mir wegen der oben angeführten Ausreden sogar die Schuld gab, dass er die Kinder missbrauchte, und er sagte, ich sei es, die missbraucht hätte. Ich ging dann so weit, ihm die Vergebung Jehovas vorzuspielen ... Damals wünschte ich, ich würde sterben. Ich würde meine kleinen Kinder nie mit Absicht verletzen. Ich durchschaute die falsche Information und stieg aus. Die Schrift sagt: "Die Wahrheit wird euch frei machen" ... Das ist der Grund, warum ich diese Webseite unterstütze, weil man richtig informiert wird, und das führt zum Freisein von Missbrauch und zu einem wirkungsvollen Schutz für die Kinder ... Lasst euch also von der "Wahrheit" hier "frei machen" ... Ich wünsche allen hier Erfolg, jenen, die so viel tun und aufopfern für uns Überlebende. Danke ... DJB. PS: Es war die Art, wie meine Familie mich behandelte und ansah, auch mein Ehemann, was eine ganze Reihe ZERBROCHENER GESCHENKE waren ... Ich habe versucht, das umzukehren und die Gaben des Selbstwertes und der genauen Information zurückzugeben. Das ist etwas, das ich immer noch zu tun versuche. Keine weiteren zerbrochenen Geschenke ... DJB

Maluenda Samstag, 8. Oktober 2005
@ 21:20 Uhr
An DJB
Ein Willkommen an dich! Ich bin so dankbar, dass du schlau genug bist, die Lügen zu sehen, mit denen du gefüttert wurdest, und dass sie eben das waren - LÜGEN! Du bist in dieser Welt kein zerbrochenes Geschenk, weder in Gottes noch in den Augen derer, die durch die Übeltäter nicht geblendet sind. Du bist ein guter Mensch, der es verdient, mit Liebe und Respekt behandelt zu werden. Wie glücklich sind deine Kinder, dass du dich geweigert hast, sie weiter missbraucht werden zu lassen. Hättest du ihnen zugestanden, dass sie dir die Schuld geben (für ihr krankes Verhalten), dann würden deine Kinder und du weiter leiden. Aber du hast die Stärke und den Mut gefunden, dich zu erheben und sie auf ihre Plätze zu verweisen! Du bist solch ein Strahl der Hoffnung und ein Beispiel wahrer Mutterliebe! Meinen Segen für dich und deine geliebten Kinder!

mh Sonntag, 9. Oktober 2005
@ 22:28 Uhr
Botschaft an alle Zeugen
Hallo alle, ich heiße Mary und komme aus dem Süden der USA. Ich wurde 1976 im Alter von 15 Jahren getauft. Mein Vater und meine Großmutter waren beide is zu ihrem Tod in der Wahrheit. Meine Großmutter gehörte zu den Kolporteuren, die in Walnut Ridge, Arkansas, geteert und gefedert wurden, wie es im Verkündiger-Buch und im, ich glaube, Jahrbuch 1974 steht. Ich habe vier Kinder, vier Stiefkinder und 18 Enkel. Drei meiner vier Kinder sind getauft, und eine studiert und erwägt die Taufe. Ich habe im Hilfs- und im allgemeinen Pionierdienst gestanden. Ich habe mit meinen Kindern studiert und alles versucht, sie in Jehovas Wegen zu erziehen. Ich war 21 Jahre lang mit einem Mann verheiratet, der den Anspruch erhob, zu den Gesalbten zu gehören, obwohl es schwer war, mit ihm zu leben, er hat sowohl mich als auch die Kinder körperlich misshandelt und beschimpft. Nach Jahren des Missbrauchs - für einige Jahre war er deshalb sogar im Gefängnis - habe ich einen schweren Fehler begangen und wurde 1995 ausgeschlossen. Mir ist klar, dass jetzt viele aufhören werden, meine Geschichte weiter zu lesen. Aber für alle, die nicht Angst haben, meine Geschichte zu hören, will ich fortfahren. Auch wenn die Ältesten mir sagten, mein Sturz sei ebenso sehr die Schuld meine Mannes wie meine, wenn nicht noch mehr, schlossen sie mich aus und ließen ihn weiter in der Versammlung sein. Einmal sagte mir der Älteste, der die Führung während der Komiteeverhandlung inne hatte, aufgrund seiner Gewaltbereitschaft würden sie mir Zeit geben, meinem Mann von meinem Fehler zu erzählen. Er sicherte mir zu, dass er es nicht von der Ältestenschaft zu hören bekäme. Nur einen Tag oder so später waren mein Mann, der gerade aus dem Gefängnis freigekommen war, wo er wegen häuslicher Gewalt saß, und ich bei unserem örtlichen Walmart einkaufen, und einer der Ältesten, die im Komitee waren, sah uns dort. Er kam direkt auf mich zu und fragte mich, ob ich sie für einen Augenblick entschuldigte. Ich wusste sofort, was er tun wollte. Selbst nachdem das Komitee mir Zeit eingeräumt hatte, mit meinem Mann über meine Sünde zu sprechen ... selbst nachdem der Älteste, der die Führung inne hatte, mir zugesichert hatte, mein Mann würde es nicht von ihnen hören, erzählte er ihm alles darüber. Das Endergebnis waren weitere Misshandlungen und die Scheidung. Unnötig zu sagen, dass mich dies verletzt hat. Ich habe nie aufgehört, zu studieren und etwas über Jehova zu lernen. Er ist immer noch sehr in meinem Herzen. Aber es gibt viele verletzte Gefühle, sowohl über das oben Gesagte wie auch wegen anderer Dinge, wie zum Beispiel über die Tatsache, dass die Ältesten in über sieben Jahren keinen einzigen Hirtenbesuch bei mir gemacht hatten. Ich glaube, bei Ausgeschlossenen sollen sie das einmal im Jahr tun. Sie wissen, wo ich lebe, denn wenn ich ein Gerücht oder einen schlechten Bericht über eines meiner Kinder höre, dann können sie den Weg hierher finden, um sich nach ihnen zu erkundigen und ihre Nachforschungen anzustellen. Aber es ist für mich so merkwürdig, dass sie nicht den Weg hierher finden können, um mich zu ermuntern, zurückzukommen. Dies gibt mir das Gefühl, als sei ich bei ihnen unerwünscht ... Ein weiteres Problem besteht mit einigen, nicht allen, Mitgliedern in gutem Ansehen. Und ich bin heute Abend tatsächlich hier, um eine persönliche Bitte an alle, die in den Versammlungen in gutem Ansehen stehen, zu richten. Bitte denkt daran, dass auch Ausgeschlossene Gefühle haben. Steht nicht hinter uns in der Schlange beim Lebensmittelhändler oder Arzt und redet über uns, als seien wir nicht da. Es gab Zeugen, die in ihren Pausen beim Predigtdienst neben mir im Restaurant saßen und wussten, dass ich sie hören konnte, die darüber redeten und Spekulationen anstellten, warum ich ausgeschlossen sei. Wisst ihr, wie weh es tut, wenn man nicht reden darf, um sich zu verteidigen? Ich weiß, dass euch beigebracht wurde, alle Ausgeschlossenen seien böse ... aber bitte glaubt mir, wenn ich euch sage, dass die meisten es nicht sind. Wir lieben Jehova ebenso wie ihr. Wir sind nur einfach unvollkommen, so wie ihr, und die meisten von uns haben einen Fehler begangen. Wenn ihr an Jesus denkt: Er war das Vorbild, dem wir als Christen alle nachfolgen sollen. Und wenn ihr euch erinnert: Er war freundlich zu den Sündern, er hat nicht nur mit ihnen geredet, sondern sie auch bei sich zu Hause besucht und mit ihnen gegessen. Wenn ihr mir nicht glaubt, forscht selbst nach. Er wurde tatsächlich dafür kritisiert! Wenn jemand von euch glaubt, er sei besser als er, dann unterliegt er einer schweren Täuschung. Denkt also vorher nach, bevor ihr Ausgeschlossene als alles andere als menschlich behandelt ... denkt daran, dass, wenn wir unsere vielen, vielen Briefe an unempfängliche Älteste geschrieben und darum gebeten haben, wieder aufgenommen zu werden ... und wenn wir dann nach vielen, vielen Treffen mit ihnen tatsächlich wieder aufgenommen werden, dass wir und dann daran erinnern, wie wir von euch behandelt wurden, als wir ausgeschlossen waren. Denkt bitte an die Ermahnung, die Jesus gab, dass man anderen so tun sollte, wie man selbst behandelt werden möchte ... und er hat Ausgeschlossene nicht davon ausgenommen. Den Ältesten würde ich gern folgendes sagen ... Ihr schließt bei vielen Gelegenheiten aus, aber Jehova tut das vielleicht nicht. Es gibt viele Ausgeschlossene, denen Jehova vergeben und die er wieder aufgenommen hat, deren Bitte auf Wiederaufnahme ihr auch nur zu erwägen zu hartherzig seid. Lest bitte die Geschichte vom verlorenen Sohn. Als der Vater den reuigen Sohn nach Hause zurückkommen sah, LIEF er ihm entgegen ... die Bibel sagt, als der Sohn noch ein Stück weit weg war, lief er ihm entgegen. Ich frage mich, ob ihr euch an diesen biblischen Bericht erinnert? Die Bibel sagt nicht, dass er ihn wieder aufnahm, als er 13 Briefe geschrieben hatte, in denen er darum bat, wieder in die Familie aufgenommen zu werden. Jehova sieht, was ihr tut, und wie ihr diese armen Leute behandelt, die zu euch kamen, weil sie nicht eine Hinrichtung, sondern Hilfe bei einem Problem brauchten. Habt ihr eine Vorstellung davon, wie viele Selbstmorde es unter Ausgeschlossenen gibt? Ihr sagt uns, während wir ausgeschlossen sind, sollen wir keinen Umgang mit Personen aus der Welt haben oder mit anderen Ausgeschlossenen, weil sie schlechter Umgang für uns sein mögen, und natürlich dürfen wir nicht mit unseren Brüdern und Schwestern in gutem Ansehen sprechen, nicht mal mit denen in der eigenen Familie. Wer bleibt da noch? Könnt ihr mir das sagen? Und doch scheint niemand zu verstehen, warum so viele Ausgeschlossene Selbstmord begehen. Und das Traurigste von allem ist, dass vielleicht viele von diesen Todesfällen hätten verhindert werden können, wenn die Brüder etwas christlicher gewesen wären, ihnen Hilfe geboten oder etwas mehr Zeit gegeben hätten, um ein Problem zu überwinden. Denkt daran, dass selbst Älteste Blutschuld tragen können. Es ist etwas Fürchterliches, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen, selbst wenn ihr Älteste seid.

AW Montag, 10. Oktober 2005
@ 4:14 Uhr
An Maluenda
Danke. Die britischen Medien müssen sehr sorgfältig sein - es gibt strenge Gesetze über gedruckten Stoff, der als "gegen" eine bestimmte Rasse oder Religion gerichtet aufgefasst werden könnte. Meine eigene Erfahrung mit ihnen war unangenehm, wenn auch nur, weil ich mich weigerte, mich ihnen anzuschließen, aber es erstaunt mich auch, wie sie andere im Griff haben. Gott möge alle Arbeit für die schweigenden Lämmer segnen, ich werde euch in meine Gebete einschließen. Liebe und Licht, AW.

Maluenda Montag, 10. Oktober 2005
@ 8:56 Uhr
An Mary
Willkommen, Mary, und lass mich dir versichern, dass du WILLKOMMEN bist. Ich war und bin auch ausgeschlossen. Ich habe in den vergangenen 16 Jahren oder so nie darum gebeten, wieder aufgenommen zu werden, und ich werde es auch nie tun. Mary, das sind Menschen, die dich gerichtet haben, Menschen, die dich hinausgeworfen haben, Menschen, die nicht mitfühlend sind oder eine Hand reichen, die dich in die Gosse gestoßen haben und weiter auf dich spucken, während sie an die Türen von Menschen kommen und behaupten, sie hätten die "Wahrheit" über Jehova. Du und ich, wir beide wissen, dass Jehova dir vergibt, weil du einen Fehler bereut hast und weiter versuchst, ihn zu berichtigen und das Rechte zu tun. Es ist erstaunlich, dass diese Männer, die angeblich die Bibel kennen und von Gott geleitet werden, so ganz anders handeln als Christus selbst. So etwas nennt man Machtmissbrauch. Dein Brief war sehr beredt, und ich würde dich drängen, ihn den Ältesten im Bethel zu schicken, aber da würde er wohl auf taube Ohren stoßen. Du bist hier immer willkommen, so wie du bist. Ein guter, anständiger Mensch, der wie jeder andere Fehler begeht, der je auf dieser Erde gewandelt ist. Halte den Kopf hoch, schreib weiter hier, ich bin sicher, du wirst dort viele Leute finden, die hier schreiben und in denselben Schuhen stecken. Viele von uns sind einander liebe Freunde geworden, nur indem sie hier geschrieben haben, weil wir alle verstehen, was dir zustößt und warum. Ich hoffe, du nimmst dir Zeit, auch das Übrige auf dieser Webseite zu lesen. Ich denke, du wirst die Informationen finden, die dir verstehen helfen, wie verkehrt die Handlungsweise dieser Männer in Wirklichkeit ist. Meinen Segen für dich!

Maluenda Montag, 10. Oktober 2005
@ 9:03 Uhr
An AW
Fröhliches Zusammentreffen - AW. Also, die Briten haben ihre Sache ausgezeichnet gemacht. Es sieht nicht so aus, als hätten sie sie in Watte gepackt. Nur die Tatsachen. Und in all diesen Fällen sprechen die Tatsachen für sich. Ich meine, die Journalisten in den USA könnten sich eine Scheibe davon abschneiden. Die Amerikaner sind geschult, Sensationen in ihren Berichten zu bringen. Ich jedenfalls mag nur die Tatsachen. Obwohl ich bezweifle, dass sich so bald etwas ändern wird. Segen und Licht!

Maluenda Montag, 10. Oktober 2005
@ 9:05 Uhr
An alle
Hat jemand gehört, wann die Dokumentarsendung Knocking ausgestrahlt wird? Ich meine, das wird bald bei PBS sein. Wenn PBS sie nicht sendet, denke ich, sollten wir alle Briefe an unsere örtlichen PBS-Niederlassungen und an die Zentrale schreiben und darlegen, dass sie eine Organisation unterstützen, die Pädophilen Hilfe gibt! Fällt jemandem was dazu ein?

M.A.N. Montag, 10. Oktober 2005
@ 15:57 Uhr
An mh
Es tut mir leid zu hören, was dir zugestoßen ist. Schäme dich nicht, dass du ausgeschlossen bist, viele hier sind es auch und sind stolz darauf. Tatsächlich mag das zeigen, dass du etwas Richtiges in Gottes Augen tust, wenn die Zeugen Jehovas dich nicht mögen, weil sie Gott ja doch nicht dienen und es nie getan haben. du hast auch einen guten Punkt angeführt über den Mangel an Barmherzigkeit seitens der Ältesten. Ich habe das allzu oft gesehen. Die Suizide vernachlässigter Missbrauchsopfer und das ruinierte Leben vieler anderer, das die Ältesten verursacht haben, WIRD ihnen in Harmagedon entgegengehalten werden. "Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel verlangt werden." Sie mögen es, Gehorsam zu fordern, weil sie "die Verantwortung tragen". Schön, dann tragt die Verantwortung. Aber diese Ältesten werden am Gerichtstag "verantwortlich" gemacht werden, und die Ergebnisse werden ihnen nicht gefallen. In Harmagedon werden mehr Älteste sterben als ausgeschlossene Exzeugen und Missbrauchsopfer. Mehr Älteste werden sterben, als sich zählen lassen, und mehr Missbrauchsopfer werden von Gott getröstet werden, und wer Suizid begangen hat, wird auferstehen. Welche Ironie. Suizidale und ausgeschlossene Ausgestoßene in dieser Tür zum ewigen Leben; idiotische und unchristliche Älteste durch diese andere Tür in den ewigen Tod. "Mit der Barmherzigkeit, mit der ihr andere richtet, werdet ihr selbst gerichtet werden." Meine Frau, die mich vor vier Jahren verlassen hat, stellte vergangene Woche ein Ultimatum: Komm für drei bis fünf Jahre wieder in den Königreichssaal und beweise, dass du wieder ein Zeuge Jehovas sein willst, dann werde ich mir ÜBERLEGEN, ob ich dich wieder aufnehme. Ich habe ihr gesagt, ich würde meinen guten Namen und Ruf nicht beschmutzen, indem ich wieder Mitglied dieser Kinder vergewaltigende Sekte werde. Ich habe ihr auch gesagt, sie solle sich einen guten Anwalt nehmen. Ich sehe viele Prozesse in der Zukunft vorher, nicht nur gegen die Wachtturm-Gesellschaft, sondern auch gegen einzelne Zeugen wegen des Schadens, den sie ihren Ehepartnern und Kindern antun. Ich würde nicht für eine Million Dollar in einen Königreichssaal zurückkehren. Tut mir leid, dass ich so offen bin, aber deine Geschichte hat ihren Widerhall auf dieser Webseite und in vielen Geschichten. Du bist nicht die erste und wirst wohl auch nicht die letzte sein, die von diesen Clowns so falsch behandelt wird. Finde Trost, wo du kannst, und die Leute hier werden dir helfen. Eines Tages werden genügend Stimmen die Gebäude des Bethels wie im alten Jericho zum Einsturz bringen.

DJB Montag, 10. Oktober 2005
@ 17:45 Uhr
Ich bin erstaunt, dass wir alle eine ähnliche Vorgeschichte bei den Zeugen haben. Einige von uns mögen ausgeschlossen worden sein, ich selbst bin es nicht (noch nicht, wer weiß?). Ich habe eine Kusine, die bei ihrem Mann war, der sie jahrelang misshandelte, und einige in der Familie schickten sie immer wieder zurück (auch mit drei Kindern). Nun ist sie ausgeschlossen (zum zweiten Mal) und mit einem Mann aus dem Ort verheiratet, der nie Zeuge war. Er behandelt sie so gut. Sie sieht so viel gesunder aus. Sie ist sogar schlanker geworden und sehr attraktiv in ihrer Kleidung. Ich meine, dass ist das Beste, was ihr passieren konnte. Ich sage wohl, dass es viel Leid gekostet hat, dorthin zu gelangen, wo sie heute ist. Er (ihr erster Mann) hat sie immer geschlagen und die Treppe hinuntergeworfen. Sie wusste nie, was sie erwartete, wenn sie nach Hause kam. Ich habe immer mit ihr gesprochen, und mir ist es egal, wer bei ihr ist. dass die Ehe scheiterte, war die Schuld ihres Mannes, nicht ihre. Das Einzige ist, es brauchte zu viele Jahre, bis sie erkannte, dass nicht sie die Ursache aller Probleme war und dass sie das Recht hatte, glücklich zu sein. Sie ist eine schöne Person, und ich freue mich für sie. Jetzt ist sie da, wo sie sein soll. Sie ist jetzt 40. Was mich in meiner Lage hielt, war der Glaube, ich sei schuld, und was mir half, loszulassen, war, nicht die Verantwortung für alles zu übernehmen, sondern nur für das, für was ich wirklich auch verantwortlich war. Manchmal, wenn ich die Schuld übernahm, fühlte ich mich ermächtigt, wenn ich ein besserer Mensch sei, könnte ich in Ordnung bringen, was falsch lief. Manchmal können Dinge nicht in Ordnung gebracht werden. Durch die Erkenntnis, dass ich nicht schuld war, verlor ich die Schuldgefühle und das Bedürfnis, ihn und unsere Ehe zu "reparieren". Wirklich weiß es nur Jehova, und wirklich ist das, was am Ende zählt, wisst ihr, was Gott denkt. Nicht die Ältesten, die Organisation oder meine Familie usw. Dies half mir loszulassen. Ich erkannte, dass Jehova nur unser Bestes will, nicht unser Opfer. Jesus hat sich ein für allemal für uns geopfert ... DJB PS: Einige derer, die hier schreiben, bieten freundliche Gedanken und viel Trost. Es sind Worte, die wir hören müssen. Danke an (M). Auch an Mary, wir sind bei dir!! Deine Bemühungen, wieder aufgenommen zu werden, sollten Erfolg haben, aber das bedeutet nicht, dass du nicht im Himmel bereits wieder angenommen bist, wo es bei Jehova wirklich zählt. Tschüss!! DJB

DJH Montag, 10. Oktober 2005
@ 19:01 Uhr
Jetzt weiß ich es
Vielen Dank für die Bemühungen bei Silentlambs. Ich konnte nie herausfinden, warum mein Vater (der damals Ältester war) nichts gegen den Teenager, den Zeugenjungen, unternahm, der mich missbrauchte. Ich war erst fünf Jahre alt, aber ich kann mich noch an das Bibelstudium erinnern, das wir hatten, nachdem er sich an die Eltern des Täters wandte. Mir schien es, als war ich ebenso schuld wie der Teenager. Danke für deine Webseite; jetzt weiß ich, wer die wirklichen Verbrecher sind. Ich gebe jetzt nicht mehr meinem Vater oder Jehova Gott die Schuld für diese Travestie, und ich fühle mich schon so, als sei mir eine große Last abgenommen worden. Ich kann einfach nicht sagen, wie viel das für mich bedeutet! Ich danke euch noch einmal und sende meine Gefühle der Liebe und Dankbarkeit an alle, die mit Silentlambs zu tun haben.

C Glass Montag, 10. Oktober 2005
@ 21:40 Uhr
Körperliche Misshandlung und Gemeinschaftsentzug für Vergewaltigung
Hallo: Meine Schwester hat vor etwa vier Jahren Kontakt mit dir aufgenommen. Sie fand deine Webseite per Zufall, und irgendwie endete das mit einem Gespräch mit jemandem von Silentlambs. Sie erzählte ihnen, wie meine Geschwister, meine Mutter und ich und einem Haus voller Gewalt und Wut groß wurden. Mein Vater schlug meinen älteren Bruder und mich so hart, dass uns beiden, als wir erwachsen wurden, die verformte Nasenscheidewand operiert werden musste. Mein Vater warf mich schließlich raus. Während ich mit einer weiteren "gefallenen" Zeugin Jehovas al Zimmergenossin zusammenlebte, wurde ich von einem Mann vergewaltigt, der doppelt so alt war wie ich. ICH WILL KEINE RASSE BELEIDIGEN, aber er war sehr schwarz, ich war Jungfrau und hatte gerade meine Menstruation. Mein Vater fand heraus, dass er mich vergewaltigt hatte, und er rief die Ältesten zu Hilfe. Einer kreuzte auf, um zu helfen, und das Nächste, was ich wusste, war, dass sich ein Rechtskomitee bildete. Ich sagte ihnen, wenn sie mich dafür ausschließen wollten, dass ich dem Bekannten des Mannes meiner besten Freundin  eine Bleibe bot (er und meine Zimmergenossin waren zu Hause, als das passierte), na dann los! Ich sei dem Beispiel des barmherzigen Samariters gefolgt. Ich wurde ausgeschlossen, weil ich nicht geschrieen hatte, also war es keine bibelgemäße Vergewaltigung. Ich legte Berufung gegen ihre Entscheidung ein, aber nur gegenüber einem Femegericht. Mir wurde gesagt, ich sollte zu einer bestimmten Zeit dort sein. Als ich ankam, baten sie mich, mich in einen privaten Raum zu setzen, während das erste Komitee dem zweiten Komitee alles über die ganze Angelegenheit erzählte. Ich wurde zum zweiten Mal ausgeschlossen. Sie stellten widerliche Fragen wie: "Hast du ein Tampon gehabt, denn hättest du das gehabt, dann haben wir jetzt ein Problem." Was auch immer. Ein Jahr später wurde ich wieder aufgenommen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie mich haben wollten. Ich habe nur das wiedergegeben, was von mir erwartet wurde, und BINGO, ich war wieder drin. Ich ging dann aus eigener Entscheidung und heiratete einen "Weltmenschen", den ich wirklich liebe. Jetzt bin ich glücklich und mehr in Berührung mit Spiritualität als je zuvor. Danke, dass ihr die WIRKLICHE Wahrheit bekannt macht, so dass wir Überlebenden nicht mehr zu schweigen brauchen.

Maluenda Montag, 10. Oktober 2005
@ 23:13 Uhr
An DJH
Eines weiß ich ganz sicher: Ein fünfjähriges Mädchen kann niemals an einem Missbrauch schuld sein. Das Denken, das du beschrieben hast, ist typisch für Kinderschänder. Es gehört zu ihrer Psychose. Sie leugnen ihr Verbrechen, indem sie alles auf das Kind schieben. Es war die Schuld des Kindes. Es war nicht deine Schuld. Es ist nie deine Schuld gewesen und wird es auch nie sein. Das ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie sie versuchen, ihr verbrecherisches, widerliches Verhalten mit Lügen zu kaschieren, die dem eigentlichen Opfer Schuldgefühle machen sollen und alles andere als human sind. Das andere, was ich sicher weiß, ist, dass du nicht das einzige Opfer warst und dass dieser Teenagerjunge, der heute ein Mann ist, wahrscheinlich immer noch in gutem Ansehen in der Organisation steht und weiter missbraucht. Meinen Segen für dich!

Maluenda Montag, 10. Oktober 2005
@ 23:20 Uhr
An C Glass
Es tut mir so leid, dass dir das passierte. Ich bin immer noch schockiert (obwohl ich so oft die gleiche Geschichte gehört habe) über die unglaublich unangebrachten Taktiken der Ältesten, um eine Vergewaltigung festzustellen. Mein Hintergrund ist die Kriminalistik, und ich möchte dir sagen, dass ein Richter einige ihrer Fragen vor Gericht nicht zugelassen hätte. Das macht mich wirklich verrückt, weil es den Anschein hat, als fänden sie eine billige Erregung darin, auf Kosten der Würde des Opfers Detektiv zu spielen. Wie MAN gesagt hat, sie werden in Harmagedon dafür zahlen. Ich glaube daran, dass es kommt. Nur nicht so, wie sie es sagen. Ich glaube, es wird für sie kommen, wenn ihre Organisation stürzt und als der Dämon entlarvt wird, zu dem sie wirklich geworden ist. Dann werden sie nackt vor ihrem eigenen Gott stehen müssen, und nach ihren eigenen harten Maßstäben werden sie gerichtet. Meinen Segen an dich, und danke, dass du uns deine Geschichte mitgeteilt hast.

DJB Dienstag, 11. Oktober 2005
@ 7:38 Uhr
(M) im letzten Eintrag ist ...
Ich konnte mich nicht mehr an die Schreibweise erinnern und danke euch für eure Einträge hier, Maluenda und M.A.N. Ich freue mich wirklich auf das, was ihr als nächstes zu sagen habt ... Ein Gedanke zur Scheidung. Ich bin zweimal geschieden. Beide waren Zeugen, und beide waren Alpträume ... Mein Exmann hat mich sogar gefragt, ob ich ihn wieder heiraten wollte ... Natürlich habe ich Nein gesagt!!! Jemand wies darauf hin, wenn es so schwer sei ,mit mir verheiratet zu sein, warum wolle er einen dann wiederhaben ... Guter Punkt ... M.A.N., ich wüsche dir das Beste vor Gericht. Vergiss nicht, wenn sie fragt, ob sie dich wieder haben kann, was jemand zu mir gesagt hat ... Offensichtlich ist sie es, die ein Problem hat ... Mein Bruder hat dreimal geheiratet, und eine seiner Frauen beschimpfte ihn und hat  sich hinter ihn geschlichen und ihn geschlagen; jetzt ist er allein stehend und hat keine Freundin ... Eigentlich haben zwei von ihnen es gemacht. Die erste war im Sonderpionierdienst in Quebec, und die dritte war eine spanische Schwester. Die zweite war als Kind sexuell missbraucht worden und hatte keine Hilfe erhalten; sie beruhigte sich erst viel später, und sie rief an und sie hatten ein langes Gespräch von Herz zu Herz, aber da war sie schon mit jemand anderem verheiratet. Also, M.A.N., was du tun musst ... DJB

Brian Cs Dienstag, 11. Oktober 2005
@ 11:05 Uhr
Das ist ein echtes Problem
Ich habe einmal gedacht, dieses ganze Missbrauchsthema sei Sensationsmache oder so was. Ich lag völlig falsch. Das war ein Fehler den ich machte, weil ich mir Ignoranz zugestand. Ich weiß jetzt persönlich von einer sehr besonderen Frau, die missbraucht und misshandelt wurde. Bis heute kann sie niemandem davon erzählen, und ihr Schänder bedroht sie weiterhin mit dem Leben! Man bringt den Leuten bei, gegen die Opfer zu sein und sie als Lügner anzusehen. Die populäre Kultur lehrt sie das. Selbst Polizei und Krankenhäuser machen die Sache nur noch schlimmer! Jeder ist gegen diese Opfer! Also müssen wir selbst etwas tun. Christen haben das Vorrecht, Menschen in Not zu helfen. Wir sind aufgerufen, die Gefangenen zu befreien und die Hungernden zu sättigen. Wir können keine Hilfe von der Welt erwarten, nur Beistand von oben. Das ist der Beweis für unseren Glauben.

PCW Dienstag, 11. Oktober 2005
@ 13:21 Uhr
mh
"mh. Sonntag, 9. Oktober 2005, 10:28 Uhr, Botschaft an alle Zeugen". Hallo mh, ich bin ziemlich oft auf dieser Webseite und wurde sehr demütig, als ich deinen genannten Eintrag las. Nachdem ich ihn und die anderen vielen Einträge gelesen habe, fühle ich mich gedrängt, sie an meine Nachbarn und die örtlichen Versammlungen zu schicken, aber sie würden sie ja nicht einmal lesen, weil sie und als "böse Sklavenklasse" bezeichnen, ich würde also Zeit, Papier, Umschläge und Briefmarken verschwenden. Ich bin wochenlang herumgelaufen - sogar Monate, mit einem Umschlag mit Briefmarke, adressiert an bestimmte Älteste, und am Ende habe ich die Briefe zerrissen. Ich kann mich noch erinnern, als ich so um 1976 in die Wahrheit kam, als jemand, der studierte, da wurde ich gewarnt, ich solle solches Material nicht lesen, weil es von der bösen Sklavenklasse käme. Damals ging mir Verschiedenes durch den Kopf, aber ich begann gerade erst zu studieren, doch die Vorstellung blieb in meinem Kopf haften als ... "sie sagen mir, ich solle die Literatur, Briefe usw. nicht lesen, ohne auch nur zu wissen, was darin gesagt wird" ... Also, mh, damals wurde ich geformt, und das ist der Grund, warum ich zögere, ihnen Stoff zu schicken, der von Opfern und Besuchern dieser Webseite und anderen stammt - sie würden ihn einfach nicht lesen, so wie sie einfach auch nicht die Verfahrensweisen in der Zentrale über die Zweizeugenregel ändern würden. Die Versammlungen unterliegen einer solchen Gehirnwäsche, dass sie nur ihren "Tunnelblick" haben und sonst nichts. Meine Nachbarn sind Zeugen, und ich bin ausgeschlossen, und der einzige Mann im Hause ist ein Ältester. Ich ging immer in ihr Haus, wenn ich sah, dass es Zeit für sie war, zu den Zusammenkünften zu gehen. Das hat sich seither geändert, als ich erkannte, dass ich Angst vor ihm hatte. Ich spreche trotzdem mit ihm, und er ist ein freundlicher Mann, der aufgehört hat, mir bei meiner Wiederaufnahme zu helfen, weil er schließlich die Botschaft gekriegt hat. Jehova segnet mich jeden Tag. Das will ich noch einmal wiederholen - Jehova segnet mich j-e-d-e-n Tag. Mein Mann ist kein Zeuge, aber der Nachbar lässt Gemüse aus seinem Garten für meine Familie da, sie haben köstliche Desserts herübergeschickt, und er hat uns sogar gebeten, wenn sie in Urlaub fahren, auf sein Haus aufzupassen. Ich hätte schon vor langer Zeit wieder aufgenommen werden können und habe darum gebetet. Dann eines Tages hörte ich, dass die Zeugen Jehovas in unserem lokalen Fernsehen waren mit - rate mal mit was - mit KINDESMISSBRAUCH. Ich habe im Internet gesucht, und dann kam ich an Silentlambs. Ich war mir nicht sicher, was Silentlambs ist, ich spielte mit der Bezeichnung, bevor ich ins Netz ging, überlegte, dass es so eine Husch-husch-Seite sei, die ich seit drei Jahren besuche, und siehe da, Silentlambs war da. Ich wollte nicht so viel von eurer Zeit in Anspruch nehmen, und auch nicht die Zeit anderer, aber ich habe mich gefragt, ob dein Exmann derselbe gesalbte Bruder war, der seine Kinder bei den Zusammenkünften immer mit der Bibel geschlagen hat. Seine Frau war sehr ruhig und unterwürfig und demütig. Daddy war ein Trip. Silentlambs heißt dich mit offenen Armen willkommen PS: Hallo Maluenda, AR, ich bin es, PCW

K.S. Donnerstag, 13. Oktober 2005
@ 12:02 Uhr
Wie behandelt man Zeugen, wenn man ausgeschlossen ist
Hallo: Ich habe Kommentare auf dieser Webseite gesehen und auch viele andere Leute, die ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben, und wie die Zeugen sie ignorieren. Das ärgert viele Exzeugen. Lass dich dadurch nicht stören! Den Zeugen wird beigebracht, sie sollen Leute ignorieren, die ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben. Die Zeugen ignorieren sogar Kindesmissbrauchsüberlebende, auch wenn sie ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben! Das ist sicher im Widerspruch zu Christi