Gästebuch Februar 2003
Sonntag, 2. Februar, 2003 3:18 Uhr
Thema:
Gästebuch
Ich mag diese Webseite. Danke, Bill, dass du uns ein Forum gegeben hast, uns mitzuteilen. Ich hoffe, dass ich anderen in ihrer Lage helfen kann. Wenn überhaupt, dann dadurch, dass wir uns alle zusammentun und unsere Stimme stark machen -- sie werden uns hören und die nötigen Änderungen vornehmen müssen.
A D
Sonntag, 2. Februar, 2003 13:44 Uhr
Thema: Gott sei Dank ist das Schweigen durchbrochen ...
Ich habe soeben ein paar Stunden mit dieser Webseite verbracht, nachdem ich die Sache in "The Fifth Estate" gesehen habe. Ich habe eine langjährige Freundin, die als Zeugin Jehovas aufwuchs und es noch ist. Ich meine, die Geschichte und diese Webseite erklären jetzt, warum sie keinen Kontakt mehr mit mir hat. Ich weiß, dass sie ihr ganzes Leben lang von ihrem Vater stark seelisch misshandelt wurde, selbst noch im Tod (er gab ihr die Schuld an seinem Schlaganfall, als sie ihn endlich anschrie, nachdem sie jahrelang gehört hatte, was für eine dusselige Kuh ihre Mutter sei). Wir beide sind 42, und ich begegnete ihr, als wir 11 waren. Es ist traurig, dass ich sie verloren habe, aber ich werde jetzt noch mehr für sie beten. Ich habe als Kind sexuellen Missbrauch überlebt und meine Schänder mit Erfolg verklagt. Sie weiß von allem, was ich durchgemacht habe, und es löst etwas in ihr aus und wovon sie heilen muss. Sie wurde mit 11 Alkoholikerin -- ihre Schwester mied mich die ganze Zeit und sagte, Jehova würde meiner Freundin helfen, vom Alkoholismus zu heilen, und das gehe mich nichts an. Die Mutter, der Vater und ein Bruder haben mich nicht gemieden, aber die ältere Schwester. Meine Freundin wurde vor ein paar Jahren getauft, und seitdem hat sie sich völlig von mir zurückgezogen. Diese Situation hat mir geholfen, zu erkennen, dass ich nicht verrückt bin und dass nichts verkehrt an mir ist und ich nichts Falsches getan habe, so dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben will. Ich habe ihren Glauben immer respektiert, obwohl ich selbst nicht daran glaube und auch nicht bekehrt werden kann. Es ist so traurig, weil sie so eine talentierte Künstlerin und Dichterin ist, aber natürlich verstehe ich jetzt, warum sie das alles nie weiter verfolgt hat -- sie ist in den Rang eines leitenden Zimmermädchens in einem Vorstadthotel von in Toronto aufgestiegen, geht aber treu zu all ihren Zusammenkünften. Welche Verschwendung von Gottes Gaben. Ich sehe noch, wie ihre Mutter ihre künstlerischen Arbeiten weggeworfen und meiner Freundin dann gesagt hat, sie solle mehr Dinge wie ich tun: Häkeln und Stricken. Das eigentliche Talent lag in der Kunst, wie ihre erstaunliche Tochter Worte schuf. Meine Freundin litt sehr an geringem Selbstwertgefühl, und ich kann jetzt erkennen, wo sie denkt, sie sei nur eine Dienerin. Danke für diese Webseite und dass ihr euch endlich gemeldet und die Geschichte mit Fifth Estate gemacht habt. Die Leute, die im Programm ihre Geschichten erzählt haben und die auf dieser Webseite sind alle sehr starke, mutige Leute und müssen sich selbst dafür loben, dass sie der übrigen Welt helfen. Danke, MP
Montag, 3. Februar, 2003 14:53 Uhr
Thema:
Ich will allen Hallo sagen. Hallo alle, hier ist Jesika. Ich war
eine Zeitlang nicht hier, aber ich wollte doch alle Neuen hier
begrüßen. Ich sah die Sendung auf CBC und glaube, sie haben die
Sache großartig gemacht. Ich hoffe wirklich, dass sie am Ende die
NOTWENDIGKEIT sehen, die Vorschrift mit den "zwei Augenzeugen" zu
ändern", die einfach verrückt ist!!!!!!!!! Melissa, danke für deinen
Beitrag, ich bin froh, dass dir das Schreiben hilft, gesund zu
werden. Rich, dir auch ein Hallo!!! Hey Johnny, ich sehe, du gehst
immer noch allen an die Gurgel.
Penny, ich hoffe, du kommst gut in der Schule voran!! Ein Willkommen
allen Neuen!!!!!!!!
Liebe Grüße, Jesika Thoman, Dallas, Texas
Dienstag, 4. Februar, 2003 7:31 Uhr
Ich bin eine Exzeugin. Ich hatte meine Gründe zu gehen, die haben nichts mit Missbrauch zu tun. Aber zwei meiner jüngeren Geschwister wurden missbraucht. Eine von einem Ältesten, einem engen Freund der Familie, und die andere vom Sohn eines Dienstamtgehilfen. Der Älteste hat in über 25 Jahren viele Mädchen missbraucht. Er kam ins Gefängnis, aber die Qualen, die diese jungen Mädchen durchmachten, sind unvorstellbar. Nach dem Gerichtsverfahren wurde meine Mutter (die "von der Wahrheit abgefallen" war) von einem Ältesten aufgesucht. Unter seinen Worten der Ermunterung und Stärkung war auch die Phrase, dass "Jehovas Zeit schließlich gekommen war, um die Organisation zu säubern". Er wurde fortgejagt: Jehova kann nicht so grausam gegenüber kleinen Kindern sein, dass er es weiß und nichts unternimmt. Eines der Mädchen endete offenbar in einer psychiatrischen Anstalt. 25 Jahre lang 4- und 5-jährige kleine Mädchen zu missbrauchen, weil die Zeit nicht da war, es aufzudecken, ist schon was. Meine Schwester hatte die Erinnerung verdrängt, sie kamen fast 20 Jahre später zurück. Als sie es mir sagte, ging ich zu einem Ältesten meiner Versammlung. Meine Familie war abgefallen und ich bekam gesagt, es würde aussehen, als ob meine Familie, Weltmenschen, einfach nur rachsüchtig gegen die Organisation sei. Andere Mädchen meldeten sich, und er wurde angeklagt. Ich fühle mit allen Opfern in der Organisation, nicht nur wegen des sexuellen Missbrauchs, sondern auch wegen der seelischen und körperlichen Misshandlungen, die Frauen und Kinder durch ihre Haushaltsvorstände erleiden müssen. Meine Familie wurde jahrelang von meinem Vater misshandelt. Es wurde Stillschweigen bewahrt. Mein Mann hat mich misshandelt. Ich verließ ihn entgegen den Ermahnungen der Ältesten und des Kreisaufsehers, es sei meine Verantwortung, eine bessere christliche Ehefrau zu sein. Es gibt ein Leben nach dem Gemeinschaftsentzug. Ich habe noch einmal geheiratet - einen wunderbaren Mann -, und zusammen bauen wir uns ein glückliches Familienleben zusammen und empfangen alle unsere Kinder (egal was sie glauben) in unserem Haus und freuen uns an den Enkeln. Wir sind eine große Familie, und wir freuen uns über alle. Danke, dass du die Dinge öffentlich machst, die wir durchgemacht haben und die keine vereinzelten Vorfälle waren. An uns ist nichts verkehrt, das Problem liegt anderswo. Mach weiter so! JoD
Sonntag, 9. Februar, 2003 11:20 Uhr
Thema: Einfach
nur Hallo!
Ich wollte allen einfach nur Hallo sagen. Es freut mich, die Einträge der Neuen zu sehen. Aber traurig, dass so viele andere verletzt oder geschädigt wurden; wiederum jedoch gut zu wissen, dass sie eigenständig denken. Das Lesen in Gottes Wort ist der beste Schutz dagegen, Opfer jeden falschen Christentums zu werden. Man stelle sich nur vor, wir hätten nicht Gottes Wort, das uns leitet! In Ihm, Claudine
Montag, 10. Februar, 2003 9:08 Uhr
Thema:
smclean810@aol.com
Ich bin froh, dass du endlich gegen sie aufstehst. Meine Mutter wurde eine Zeugin, als sie krebskrank wurde, und ich gebe ihnen die Schuld dafür, dass sie ihr das Leben genommen haben. Man hat ihr gesagt, sie solle sich nicht behandeln lassen, so könne sie ihr Leben retten. Bleibt alle stark, und viel Glück, aus Ontario
Montag, 10. Februar, 2003 16:57 Uhr
Thema:
Traum der jungen Frau, eingetragen am 6. Januar um 13:49 Uhr
Meine Liebe,
was für eine bemitleidenswerte Geschichte. Sie
bricht mir das Herz. Ich wünschte, es gäbe etwas, das ich tun könnte
... aber BITTE BITTE BITTE ... Schlag die Anwälte in Texas nach, die
eine Sammelklage machen. Fügt bitte eure Namen hinzu. Und wenn die
Sache nicht verjährt ist, verklage die WT und die Ältesten, wo das
passierte, bis zum Gehtnichtmehr. Es ist schrecklich, dass das der
einzige Weg ist, wo sie es lernen, aber ich bin davon überzeugt,
dass er das ist. Wenn Hypotheken auf ihren Häusern und Grundstücken
sind und sie ihre Autos verkaufen müssen, man stelle sich das vor
... sie schulden dir etwas für die Therapie, die du brauchst. Ich
möchte einfach meinen Arm um dich legen und wollen, dass alles
weggeht, ich weiß, das funktioniert nicht, aber es gibt hier Leute
unter uns, denen es etwas ausmacht, was aus dir wird. Wenn dir
danach ist, ich heiße Dani und du kannst mich erreichen unter Danipugh@aol.com,
Ich werde zuhören, ich werde einfach da sein und zuhören und beten,
dass dein Herz eines Tages wieder gesund wird.
Dienstag, 11. Februar, 2003 1:06 Uhr
Thema:
Exzeugen-Buch, empfohlen von Psychology Today. Ich dachte, es
interessiert Sie vielleicht, dass mein Buch AWAKENING
OF A JEHOVAH'S WITNESS: Escape From the Watchtower Society
(Prometheus Books: 2002) von der geachteten Zeitschrift PSYCHOLOGY TODAY
in der Ausgabe von Dezember 2002 besprochen und empfohlen wurde.
Niemand ist immun gegen den Einfluss der beredsamen,
verführerischen, sektenähnlichen Religionsgruppe der Zeugen Jehovas
unter der Leitung der Wachtturm-Gesellschaft. Meine Bücher
alarmieren die Öffentlichkeit vor den Verführungen, die diese Gruppe
benutzt, um arglose Menschen einzuwickeln. Viele sind den
Täuschungen dieser Organisation zum Opfer gefallen; der Alptraum,
den Millionen dieser Menschen erfahren, hätte vermieden werden
können, wären sie sich der trügerischen, einfangenden,
manipulierenden Art der Wachtturm-Gesellschaft bewusst gewesen.
Dieses Buch ist keine Lehrabhandlung über die Zeugen Jehovas;
es ist vielmehr eine an Problemen orientierte, menschlich
interessante Geschichte, die das Innenleben von 25 Jahren meines
Erwachsenenlebens in dieser Religion enthüllt. Es spricht über meine
Verletzlichkeit gegenüber den Verlockungen, die die Zeugen benutzen,
die vielen Misshandlungen, die ich in der Gruppe erfuhr,
die entsetzlichen seelischen Kämpfe, die ich durchmachte, während
ich versuchte, ihren Gedankenkontrollmechanismen und
eingetrichterten Ängsten zu entkommen, und wie ein Psychologe mir
half, mich schließlich mit Erfolg aus ihren Klauen zu befreien.
Siehe www.dianewilson.net
zu den Besprechungen, dem Lebenslauf der Autorin, Fotos, Auszügen
und Ereignissen. Diane Wilson
Mittwoch, 12. Februar, 2003 12:21 Uhr
Thema:
Aus Dänemark
Was Bill für Kindesmissbrauchsopfer getan hat, ist einfach großartig. Wenn man zu den Ältesten geht und ihnen erzählt, was einem widerfahren ist, sagen sie einem, man sei nur eine von einer Million, und sie glauben einem nicht. Aber als Bill den Feldzug begann, konnte man sehen, dass man nicht allein ist mit seinen Erinnerungen an Kindesmissbrauch und der Art, wie man von den Ältesten behandelt wurde. Nordic
Samstag, 15. Februar, 2003 14:14 Uhr
Thema:
Danke. Danke, dass du das ans Licht gebracht hast. Es leiden heute
viel zu viele Kinder unter ihren Familien. In anderen Religionen
werden die Menschen ermutigt, ihre Stimme zu erheben, die Menschen
unterstützen sie dabei. Nur als Zeuge wird man bestraft, wenn man
etwas sagt. Ich war kein kleines Kind mehr, als ein Bruder im
"Glauben" mir zeigen wollte, was die Versammlung von mir hielt. Ich
war 16 und hatte einen Freund aus der Welt, also meinte er, ich sei
eine Hure. Als er versuchte, mich zum Sex zu zwingen, lief ich weg.
Ich hatte Angst, es alle wissen zu lassen, weil ich dann echte
Probleme bekommen hätte. Eine Schwester, die dachte, sie würde mir
helfen, sagte mir, mein Beinahevergewaltiger meinte, ich sei zu den
Ältesten gegangen. Da ging er wiederum zu ihnen und sagte ihnen, ich
sei wegen meines weltlichen Umgangs eine Hure und hätte ihn verführt.
Als mein Ältestentreffen kam (drei Männer gegen eine 16-Jährige),
sagte man mir, ich hätte ihn im Glauben zum Straucheln gebracht und
ich sollte bereuen. Ich war angeklagt und verurteilt, ehe noch zwei
Minuten von dem Treffen vergangen waren. Dann wurde ich gefragt, ob
ich bereute! Wie kann mir etwas leid tun, das ich nicht getan habe?
Ich sagte ihnen nein, und so wurde mir die Gemeinschaft entzogen.
Meine Eltern sagten mir, ich solle innerhalb von zwei Wochen
ausziehen, mein Vater war Ältester. Wenn ich nicht auszöge,
fürchteten sie, müsse er zurücktreten. Wenn man keine weltlichen
Freunde haben darf und einem dann die einzige Unterstützung genommen
wird, die man hat, ist es schwer im Leben. Es war mein Freund aus
der Welt, der mich rettete; es waren meine weltlichen Freunde, die
mir halfen, und es ist mein Mann aus der Welt, der mir gezeigt hat,
dass ich wieder jemandem vertrauen kann. Mit einigen Männern kann
ich immer noch nicht allein sein,
da kriege ich Panikattacken. Sie können das Leben von einem in einem
Augenblick ändern. Und doch lehrt die Wachtturm-Gesellschaft uns,
ihnen blind zu folgen. In diesem von Männern beherrschten Glauben
kann ich erkennen, warum so viele Kinder missbraucht werden. Sie
lehren sie von Anfang an, dass Kinder und Frauen ihnen in allen
Dingen GEHORCHEN müssen.
Kindern wird beigebracht, vor allem den Ältesten zu gehorchen.
Nichts davon hilft Frauen oder Kindern. Ich garantiere, dass es
weitere Millionen gibt, die von dem Glauben missbraucht werden, von
dem sie meinen, dass er sie rettet. Ich bin seit 1989 ausgeschlossen
und glaube immer noch nicht, dass ich meinen Beinahevergewaltiger
vor die Justiz hätte bringen können. Wer hätte meine Geschichte
untermauert? Meine Ältesten nicht, meine Familie nicht, und meine so
genannten Brüder und Schwestern auch nicht. JK
Samstag, 15. Februar, 2003 16:48 Uhr
Thema:
Ich bin eine Exzeugin ... Ich fühle mit allen, die missbraucht wurden! Was mich am meisten traurig stimmt, ist der Würgegriff, in dem die Organisation die drinnen hat, und die Hoffnungslosigkeit, die die empfinden, die erkennen, dass etwas nicht stimmt, und gehen. So viele fragen, was ist die Wahrheit. Ich will gern sagen, dass Jesus Christus die Wahrheit ist, und auch der Weg und das Leben. Es geht nicht um eine Religion, sondern um eine Beziehung zu ihm! Er nimmt uns an, wie wir sind, und er möchte, dass alle ihn kennen! Nicht genaue Erkenntnis über ihn aufnehmen, sondern ihn kennen! Die Wahrheit wird euch frei machen! Ich möchte mit jedem über seine Erfahrungen mit dieser Organisation reden und auch über den, der uns wirklich frei machen kann! Schickt mir eine E-Mail unter chamberlainshe@yahoo.com Laura
Samstag, 15. Februar, 2003 18:50 Uhr
Thema:
Der Maulwurf. Hallo ihr alle. Nur etwas Neues über die
augenblickliche Zusammenkunft. Meine Versammlung macht weiter wie
üblich, in dem Königreichsdienst, den wir wörtlich lesen mussten,
haben sie gesagt, das die Zahlen zugenommen haben. Über einen
Artikel musste ich lachen: als sie ankündigten: "Wer hört zu?" Ich
möchte euch allen einmal zitieren, wie sie die Schwachen einfangen.
"In Gebieten, wo anscheinend wenige Menschen auf unsere Botschaft
hören, müssen wir uns darauf konzentrieren, jedes Interesse, das wir
vorfinden, zu fördern, ob wir Literatur abgeben oder nicht. Wenn wir
Samen ausstreuen, wissen wir nicht, wo überall wir Erfolg haben
werden ... vielleicht sind wir in der Lage, das Herz einer Person zu
erreichen ... bei der Königreichsbotschaft ist ein Kultivieren
nötig, das Zeit, Anstrengung, eine fürsorgliche Einstellung und die
Entschlossenheit braucht, nicht aufzugeben. Über eine Drittel
Million Menschen, in denen der Same Wurzeln gefasst hat, wurden
getauft." Selbst bei allen Tatsachen, Bildern und Geschichten aus
dem wahren Leben können sie immer noch bei denen, di im
Königreichssaal wie Drohnen sitzen, die Trommeln rühren und sich
brüsten und den Schaden ignorieren, den sie denen antun, von denen
wir wissen ... Der Maulwurf
Sonntag, 16. Februar, 2003 10:47 Uhr
Thema: Zur
Unterstützung von Silentlambs. Lieber Bill, als ich das erste Mal
die Silentlambs-Webseite sah, wusste ich, dass ich jemand gefunden
hatte, der sich sorgt. Ich wurde von einigen sehr grausamen Personen
in der Religion der 'Zeugen Jehovas gequält. Die Gründe, warum ich
Kontakt zu dir aufgenommen habe, haben nichts mit Kindesmissbrauch
zu tun. Du hast mich aus meiner Enttäuschung gerettet und mir die
seelische Gesundheit und vielleicht mein Leben bewahrt. Ich bin so
in die gegenwärtigen Dinge beiden Zeugen aufgesogen gewesen; ich
vergaß, dass ich eigentlich selbst ein schweigendes Lamm bin. Mein
Vater versuchte mich zu vergewaltigen, als ich neun war. Auch wenn
ich ihn abgewehrt und an dem Tag von ihm weg kam, war ich tief
innerlich zerrissen. Später fand ich heraus, dass mein Vater viele
Jahre lang meine ältere Schwester missbraucht hatte. Meine Mutter
kam mit den Ältesten zusammen. Ich sagte für mich aus. Sie sprachen
mit meiner Schwester. Doch als das Treffen vorüber war, beklagte
sich meine Mutter, dass die Ältesten uns nicht glaubten. Silentlamb.org wird so gebraucht.
Gott segne dich immer, Bill. M
Montag, 17. Februar, 2003 5:40 Uhr
Thema:
Glückwunsch!! Es war überfällig, "etwas" zu unternehmen. Ich kann
mich an meine Schulfreundin erinnern und dass ich wirklich erstaunt
war, als sie versuchte, sich mit gerade einmal 14 oder 15 Jahren das
Leben zu nehmen ... Jetzt kann ich klar sehen. Ich wusste, dass ihre
Familie dieser Religion angehörte, und ich traf ihren Vater und eine
überfromme Mutter. Vielleicht gehört sie zu den Lämmern ... Ich
versuche, diese Webseite in Deutschland bekannter zu machen, und ich
hoffe, das wird nach allen Seiten "Wirkung" haben - für die
missbrauchten Kinder wie die verbrecherischen Erwachsenen,
einschließlich derer, die mit religiösen Aspekten alles zu
"vertuschen" versuchen. Bitte führe dein Werk fort, ich wünsche dir
alles Beste dazu.
Noch einmal: MEINEN GLÜCKWUNSCH!! Ute (Germany)
Donnerstag, 20. Februar, 2003 14:48 Uhr
Thema:
Gästebucheintrag. Ich bin eine Ex-Zeugin Jehovas, die eine
Ratgeberseite hat: http://www.virushead.net/exjw.html,
und Lesen empfiehlt, einen Webring für Exzeugen, und Preise für
Webseiten, die einfühlsame Hilfe und Einsichten in religiöse
Wahrheiten bieten. Silentlambs wurde von zwei Leuten erwähnt, die in
meiner früheren Versammlung einen Zeugen wegen Kindesmissbrauch und
Vergewaltigung verklagt haben. Ich bringe die Geschichte auf
http://www.virushead.net/jwnews.html.
Wenn du Kontaktinformationen für sie hast, überbringe ihnen meine
Wüsche und sage ihnen, sie sollen Mut haben und hier dranbleiben.
Ich bin im Geiste bei ihnen. Ich wurde nicht sexuell missbraucht,
aber ich kann die Dynamik gut bei jemandem verstehen, der es wurde.
Liebe Grüße an alle beide (und vielleicht erinnert sich K sogar noch
an mich). Fühle dich frei, meine Kontaktinformation weiterzugeben -
ich frage nicht nach ihren. Alles Gute - Liebe und Licht,
Heidi
Freitag, 21. Februar, 2003 21:48 Uhr
Thema:
Mehr Hass ausspucken: Watchtower, 15.7.1974: "Weißt du, wie man
hasst? Diese sehr deutlichen Worte sind Ausdruck göttlichen Hasses,
und auch du musst diese Eigenschaft besitzen, um Gott zu gefallen.
Hass verursacht ein Gefühl des Widerwillens, das in dir hochkommt.
du verachtest und verabscheust das Objekt deines Hasses.
Ausgeschlossene sind in dem Sinn zu hassen, dass man sie meidet wie
Gift oder eine Giftschlange." Bringt euch das zum Erbrechen? Ich
wurde 1974 getauft ... das hat man mich nie gelehrt. Ich wurde nie
zu dem Glauben verleitet, wenn ich aus dieser "Religion" heraus
wollte, könnte ich nicht einfach gehen. Ich kann mir den Kummer in
Bruder Bowens Leben und in dem anderer nicht vorstellen ... Ich habe
nur eine Tochter, die mich jetzt völlig zurückweist. Aber ich habe
ihr Leben ruiniert ... wie soll ich damit fertig werden? Ich kann
mit 28 vergeudeten Lebensjahren leben, aber wie lebe ich damit, ?
D.
aus
Spokane
Samstag, 22. Februar, 2003 13:26 Uhr
Thema:
Danke, lieber Bruder Bowen: Ich schreibe an dich als jemand, der im
Glauben der Zeugen Jehovas aufgezogen wurde. Mehrere Mitglieder
meiner Familie sind gegenwärtig aktive Zeugen, und zu verschiedenen
Zeiten in meinem Leben habe ich viele Zusammenkünfte besucht, viele
Broschüren verbreitet usw. Doch in einem Haus aufwachsend, wo meine
Mutter untätig war, war ich immer hin und her gerissen: soll ich sie
ehren oder Jehova? Sie wollte, dass ich eine Ausbildung machten,
während die Ältesten lieber sahen, dass ich in den Vollzeitdienst
ging. Meine Mutter gewann, und ich ging zur Universität (ich bin
noch in der Mitte des Studiums). Diese Umgebung war eine ganz neue
Welt für mich, und es begann ein langer Prozess der Selbstprüfung
und -untersuchung in mir, als ich herauszufinden versuchte, was ich
eigentlich für mich wollte. Ich wusste tief im Inneren, dass ich
nicht mehr so aktiv wie andere Mitglieder wäre, wenn ich mich nicht
willentlich dem Dienst für Jehova widmete. So verließ ich still die
Gemeinschaft, ohne es jemandem zu sagen, als ich mein Studium
fortsetzte. Anderthalb Jahre später erhielt ich einen Anruf von der
Schwester, die mit mir ein Bibelstudium durchführte, als ich
Teenager war. Es war gro0artig, von ihr zu hören, aber ich hörte
vage einen Ton á la Stepford heraus, als sie die Werte des Dienstes
für Jehova anpries. Das war der Augenblick, als ich wusste, dass ich
für mich die richtige Entscheidung getroffen hatte, und ich habe nie
mehr zurückgeschaut. Es gibt vieles, was ich noch glaube und tue,
aber ich glaube, das sind Dinge zum Nutzen der gesamten
Menschheit. Ich sage das, weil das Hauptproblem, das ich mit der
Organisation habe, ihre Weigerung ist, zu akzeptieren, dass wir in
dieser Welt leben, ob wir das mögen oder nicht. Man lehrt uns, uns
nicht mit "weltlichen Dingen" einzulassen, dass Jehova für uns
sorgen wird, aber das ist so eine enge, einseitige Sicht, nach der
man leben soll! Ich glaube ehrlich, weil Gott uns mit Intellekt,
Verstand und Vernunft ausstattete, ist es unsere eigene
Verantwortung, unsere Probleme selbst zu lösen, richtig zu stellen,
was wir falsch gemacht haben, anstatt ein göttliches Eingreifen zu
erwarten. Vielleicht ist mein Herz naiv, aber wie
Anne Frank einmal schrieb, glaube ich immer noch, dass es trotz
alles Bösen um uns herum noch Gutes in uns gibt und dass wir das
ganz ausnutzen müssen. Es macht mich traurig, dass diese Ältesten,
Bethelbewohner, Pioniere, die behaupten, recht zu handeln, das
benutzen, um arglose Leute zu manipulieren und zu betrügen, und dann
kehren sie diesen Leuten den Rücken, wenn sie Unterstützung
und Hilfe brauchen! Niemand sollte dies tolerieren, der wirklich
glaubt, was die Bibel (jede Version)
sagt, aber die Tatsache, dass so viele Leute zu diesem
systematischen Ächten durch Gehirnwäsche gebracht werden, zeigt,
dass sie die Bibel nicht genau untersuchen und ausleben, wie sie es
behaupten, und das auf Kosten so vieler leidender Menschen. Es macht
mich so wütend, dass viel von diesem flegelhaften Benehmen direkt
unter meiner Nase stattfand. Ich hatte wirklich nicht vor, so viel
zu schreiben, aber ich wollte diesen Brief mit einem großen
Dankeschön enden, das bekannt gemacht wird, dass Jehovas Zeugen
nicht das "auserwählte Volk" sind, das zu sein sie behaupten. Was
die betrifft, denen es gelang zu entkommen - ich habe nichts als den
größten Respekt für euch. Teilt eure Geschichten weiter jedem mit,
der sie hören will! Macht jede Einzelheit bekannt! Es wird ein
zunehmender Kampf für den Rest eures Lebens sein, aber es ist das
wert, weil ihr so einen Abschluss und inneren Frieden findet.
Montag, 24. Februar, 2003 20:08 Uhr
Thema:
Diane
Wilsons Buch. Vor ein paar Tagen habe ich Diane Wilsons Buch, Awakening Of A Jehovah's Witness,
zu Ende gelesen, und ich möchte es jedem sehr ans Herz legen! Es
öffnet einem die Augen und ist überwältigend! Als frühere Zeugin mit
einigen Angehörigen in dieser Religion bedeutete es mir eine Menge,
Dianes Buch zu lesen. Es ist ein ausgezeichnetes Buch,
sehr gut geschrieben! Mein Vater, der nie ein Zeuge war, liest es
auch, und andere Leute, denen er und ich von dem Buch erzählt haben,
wollen es auch lesen. Mein Eindruck von der Wachtturm-Gesellschaft
ist, dass sie wie eine große, verherrlichte Schneeballorganisation
erscheint, die sich Leute angelt und sie durch verschiedene subtile
und manchmal gar nicht so subtile manipulierende Wege festhält. Das
Buch zeigt deutlich, wie lächerlich so viele der sich dauernd
ändernden Lehren sind. Wenn Leute mittendrin sind in einer Religion,
können sie nicht immer die schiere Blödheit einiger Dinge erkennen.
Das Buch zeichnet es klar nach! Ich habe wirklich Wertschätzung für
dieses Buch und hoffe, dass es von sehr vielen gelesen wird!
Dienstag, 25. Februar, 2003 11:56 Uhr
Thema: Ich wurde
von meinem Vater, einem Ältesten, vergewaltigt. Hallo, mein
Name ist N. Ich fand diese Webseite soeben, weil ein lokaler
Nachrichtensender einen investigativen Bericht brachte, wie die
Zeugen Jehovas Pädophile verstecken. Ich fand das ironisch, weil der
Zeuge Jehovas, der mich missbraucht hat, einmal für eben diesen
Sender arbeitete ... Ich bin schon seit letztem Herbst bei einem
Therapeuten, und als ich anfing, dorthin zu gehen, hatte ich keine
Erinnerung an den Missbrauch. Ich wurde in diese Religion
hineingeboren, als Tochter eines Ältesten großgezogen, war
entsetzlich depressiv und wusste nicht, warum. Nach einem
Suizidversuch, bei dem ich fast umkam, ging ich ins Krankenhaus.
Zwei Älteste besuchten mich in der Intensivabteilung und sagten mir,
"wenn ich jemanden zum Reden bräuchte ..." Sie haben nie
herauszufinden versucht, warum ich das tun wollte. Ich war zu einem
Treffen mit Ältesten wo es um mein Rauchen ging, ich ging mit einem
Nicoderm-Pflaster hinein, um ihnen zu zeigen, dass ich für immer
aufgehört hatte. "Und übrigens, hier ist die ganze Box mit der
Sammlung meines Vaters an Kinderpornos, die ich und meine Mutter von
seinem Computer abzogen." Sie weigerten sich, sie sich anzuschauen.
Themawechsel: sie sagten mir, ich sollte beten und meinen einen
weltlichen Freund loswerden, der mich zum Rauchen brachte. Als ich
zum folgenden Treffen zurückkam, war ich ehrlich und erzählte ihnen,
dass ich nur einmal zu beten versucht habe, weil ich Hemmungen
hatte, mich Jehova im Gebet zu nahen. "Und übrigens, ich wollte euch
noch sagen, dass mein Vater mich massierte, mich bis auf die
Unterwäsche auszog und sich anerkennend über meinen Hintern
äußerte." Daraufhin wandten sich die drei Ältesten in völliger Wut
an mich und fragten mich, wie ich meine Kleider ausbekam, womit sie
unterstellten, ich hätte ihn aufgereizt und einen Strip hingelegt.
Sie gingen dann in den anderen Raum, um zu beten, und kamen zurück,
um anzukündigen, dass sie beschlossen hätten, mir de Gemeinschaft zu
entziehen. Und wofür sollte ich ausgeschlossen werden? Fürs Rauchen?
Nein, ich hatte aufgehört.
Weltlicher Umgang? Nichts, was zum Gemeinschaftsentzug führt, man
wird nur schief angesehen. Jetzt, wo ich seit vier Jahren "draußen"
bin, ist mein Vater immer noch drinnen. Er wurde "privat
zurechtgewiesen" und darf irgendwie immer noch Gebete aufsagen und
in den Predigtdienst gehen. Jetzt erinnere mich, was passierte,
nachdem er mich ausgezogen hatte, er zwang mich zum Oralsex und
vergewaltigte mich. Ich wollte, ich hätte mich daran erinnert, um es
damals den Ältesten zu erzählen, aber ich hatte den ganzen
Missbrauch verdrängt. Ich habe jetzt Grund zu glauben, dass sein
Vater mich auch missbrauchte (er ist auch noch in der Religion, in
einem anderen Bundesstaat). Aber wie, verdammt, kann ich etwas davon
BEWEISEN?!? Ich möchte so sehr, dass mein Vater hinter Gitter kommt -
aber wie beweist man etwas, woran man sich nicht erinnert, um es
jemandem zu sagen. Danke für diese Webseite und das Wissen, dass ich
kein isolierter Fall von Missbrauch in dieser Religion war. Und ich
stimme ganz eindeutig jener Frau zu, die sagt, dass die Zeugen unter
Dämoneneinfluss stehen. Ich könnte noch mehr schreiben über das, was
im Bethel los war, als ich dort war. Vielleicht wenn ich mehr Zeit
habe. Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, dies zu lesen,
jetzt fühle ich mich etwas besser. Ich liebe alle Brüder und
Schwestern von "Silentlambs". Wir brauchen diese Arschlöcher nicht,
uns noch einmal zum Schweigen zu bringen! Grüße, N. G.
Was für eine wunderbare Webseite dies ist. Endlich! Alle Mädchen in meiner Familie wurden seit früh an von unserem Großmonster (-vater) missbraucht. Wir fanden es eine nach der anderen durch die anderen heraus. Als meine Schwester mit 13 die Jugendbehörde anrief und von zu Hause weggebracht wurde, hatte sie von ihrem Missbrauch erzählt, hatte aber Angst zu sagen, wer es war. Sie wurde dann als nicht mehr verbunden bezeichnet und von der Bühne herab in einer Donnerstagabendzusammenkunft als Abtrünnige bezeichnet. Die ganze Zeugengemeinde ächtete sie, auch unsere Familie, sie hatte niemanden! Jetzt ist sie tot! Sie hat ein traumatisches Leben geführt und konnte niemandem mehr vertrauen. Vor 5 1/2 Jahren betrank sie sich und fuhr gegen einen Baum. Niemand, außer mir, hatte je noch etwas mit ihr zu tun. Ein Jahr, nachdem meine Schwester aus dem haus entfernt wurde, habe ich aus Angst immer noch Stillschweigen gewahrt. Ich sah zu, wie das Monster mit gierigen Augen meine kleine 8-jährige Schwester ansah, und ich wusste, dass dem en Ende gemacht werden musste. Ich habe es an dem Tag meiner Mutter erzählt, und sie glaubte mir sofort! Jetzt verstehe ich das, denn sie wurde als junges Mädchen auch von ihrem Vater missbraucht. Es wurde ein Palaver einberufen, das meine Mutter einschloss, meinen Stiefvater und die Frau des Kinderschänders, meine Großmutter. Meine Großmutter wollte, dass ich ihr von dem Missbrauch ins Gesicht erzählte. Das habe ich getan. Ihre einzige Antwort war: "Erzähl es nicht deinem Onkel, er bringt ihn sonst um!" Dann wurde ich entlassen. Ich hatte angenommen, dass jetzt, wo die Wahrheit heraus war in dieser gottesfürchtigen ~ dienenden ~ Familie in der Wahrheit, meine Schwester nach Hause kommen und der Kinderschänder verschwinden würde. Überhaupt nicht. Eine Woche später, nach völligem Schweigen über das Thema, sagte man mir, wir würden zu einem Bruder und einer Schwester in die Wohnung zum Mittagessen gehen, und dort wäre auch der Schänder, aber er würde die Finger von mir lassen. In diesem Augenblick wusste ich, dass es unter den Teppich gekehrt würde und ich es hoffentlich vergäße. Denk daran: "Vergeben und Vergessen!" Das war jetzt das neue Mantra in der Familie. Da ich in einer fanatischen Zeugenfamilie aufwuchs, die Großmutter die Matriarchin und alle anderen unter ihr, lehrte man mich völlige Angst vor allem. Als nun nichts unternommen wurde, spielte ich das Spiel, das von mir erwartet wurde, mit. Leider hörte nun, obwohl ich es erzählt hatte, der Missbrauch nicht auf. Denkt daran, was meine Großmutter gesagt hatte: "Erzähl es nicht deinem Onkel, er bringt ihn sonst um!" Nun, mein Onkel fand es heraus, nicht weil ich es ihm sagte, sondern weil seine eigene Tochter, meine Kusine, auch von diesem kranken Monster missbraucht wurde und es ihm erzählte. Hat mein Onkel das Monster (seinen Vater) umgebracht? Nein, er at dasselbe wie die übrige Familie: er kehrte es unter den Teppich. Bis heute wird nicht darüber gesprochen. Ich habe versucht, mir Luft zu machen, gefragt, warum uns niemand half, aber sie sagen, ich müsse nicht darauf herumhacken, und machen weiter. Schön, wenn es weitergehen soll, aber da dies nie angesprochen wurde, suche ich bei den Verantwortlichen immer noch nach Antworten. Jetzt habe ich eine Handvoll Schänder, denen ich die Schuld gebe und auf denen ich herumhacke. Meine Mutter, meinen Stiefvater, meine Großmutter meinen Onkel -- weil sie sich durch ihren Glauben in einer kranken Weise gebunden fühlten und nicht die Kinder in ihrer Familie beschützten. Ich weiß nicht, ob das den Ältesten bekannt war, vermutlich ja. Ich verließ diese Gehirnwäsche vor Jahren und war sehr erfolgreich darin, die Furcht vor den Ältesten und die Schuld der Versammlung und meiner Familie hinter mich zu lassen, die Deprogrammierung dauerte eine Weile, aber es ging. Der Schänder starb ein Jahr nach meiner Schwester an den Komplikationen von Alzheimer in Frieden, zu Hause, neben seiner frommen Frau. Widert mich an! Ich ging nicht zum Begräbnis, schickte keine Karte. Das allein war ein riesiger Kampf mit der Familie, die meinte, ich sollte meine Großmutter in ihrem Kummer unterstützen. Ich war so emanzipiert, "Nein!" zu sagen. Ich werde nicht das Leben eines Mannes unterstützen oder feiern, der Kindern das Licht aus ihren Augen nahm, oder die Familie, die ihn unterstützte, und das im Namen des Glaubens und der Liebe für den allmächtigen Jehova. An alle, die gelitten haben: Meine Gedanken und meine Liebe und mein Heilungswunsch gelten euch allen. Wir müssen fest stehen, und dies ist ein großartiges Forum! Seid gesegnet, DR
Montag, 25. Februar, 2002 21:43 Uhr
Thema: In Hingabe an
euch alle. An alle, die je Opfer einer selbstsüchtigen Person waren.
An alle, deren Stimme summ war. An jeden einzelnen Mann, jede Frau
und jedes Kind, die gezwungen wurden, still zu bleiben, ich möchte
diese freundliche Erinnerung mit euch teilen. Zusammen mit allen,
die diese sinnlosen, bösen Verbrechen begehen, Gott weiß, dass sie
das getan haben. Gott ist Souverän und kennt jede einzelne Aktivität
im Universum. Was jemand im Finsteren tut, wird ans Licht gebracht
werden. An alle, die durch die Bosheit gelitten haben.
Ihr sollt wissen, wenn wir unseren letzten Atemzug auf Erden tun und
unser irdisches Zelt (unseren Körper) verlassen, werden wir
irgendwann alle vor Gott stehen und unser Urteil empfangen. Es wird
keinen Gedanken an Böses geben, der Gottes Gerechtigkeit entgeht.
Ich biete euch diesen Gedanken an. Vergebt die Sünde, die euch
angetan wurde, und überlasst es Gott, sich dessen anzunehmen, dann
könnt ihr davon heil werden. Verlasst euch auf die Weisheit Gottes
und das Gebet zusammen mit eurer Therapie, dass sie Heilung bringen.
Ich bete, dass ihr alle heil werdet davon, vertraut auf den Gott
Abrahams, dass er euch fest bei sich hält. Satan möchte die größte
je geschaffene Einheit, die "Einheit der Familie", zerstören. Lasst
uns stark bleiben im Herrn und dem Bösen Satans nie nachgeben. wb
Donnerstag, 27. Februar, 2003 9:17 Uhr
Thema: Ich
studierte 7 Monate lang mit den Zeugen Jehovas. Sieben Monate sind
eine sehr lange Zeit, aber sie waren lang genug für mich, einen
Suizid zu erwägen. Ich verliebte mich in eine Zeugin Jehovas und
hielt das ein Jahr lang vor den Brüdern und Schwestern ihrer
Gemeinschaft geheim. Es gab mir das Gefühl, der geringste Mensch auf
Erden zu sein. Ich habe mich immer nur gefragt, wie das ein Erweis
der Liebe Gottes sein kann? Ich habe meiner Freundin Fragen
gestellt, die sie nicht beantworten konnte, und der einzige Weg,
Antworten zu erhalten, war, selbst zu einem Studium zu gehen und zu
sehen, ob ich es besser verstehen könnte. Und das habe ich getan.
Ich glaube, ich wurde manipuliert und belogen. Nichts ergab einen
Sinn. Ich habe Fragen über bestimmte Glaubenssätze gestellt, und es
wurde im Kreis herumgeredet, bis ich sprachlos war. Man hat mir nur
gesagt, bleib dran, es wird einen Sinn ergeben, "es ist wie ein
Puzzle, du arbeitest dich von den Rändern her nach innen".
Die Zeugen gaben mir keine Grundlage für ihren Glauben an. Ich
studierte weiter und ging in den Königreichssaal, weil ich sehr in
meine Zeugenfreundin verliebt war. Ich glaube, dass sie auch als
Kind missbraucht wurde und den ganzen Schmerz bei sich behält. Jesus Christus
ist das Licht der Welt, aber leider haben die Glaubenssätze der
Zeugen Jehovas das Licht aus der Welt genommen und sie irgendwie
verfinstert. Ich werde für alle Leute beten, die sexuell, seelisch
und geistlich missbraucht wurden. Ich bin zu erreichen unter
willtt@comcast.net
Freitag, 28. Februar, 2003 22:48 Uhr
Thema:
Diese Webseite ist erstaunlich geschmackvoll. Ich bin jetzt 5 oder 6
Jahre aus der Organisation raus, und ich verachte die
Schlammschlachten,
die Rache und das Wehklagen, das die meisten Webseiten beherrscht.
Ihr bleibt am Punkt und konzentriert euch auf das für eure Sache
wichtige Thema. Ich weigere mich, eine Form des Fanatismus gegen
eine andere auszutauschen. Ich bewundere eure Fähigkeit, dasselbe zu
tun. Ihr seid besser darin, als ich es wäre. Danke für diese
Webseite für Menschen, ohne die Flammen ihrer eh schon lodernden
Pein noch anzufachen. Ich wurde auch als Zeugin missbraucht. Ich
habe mir nie Webseiten angesehen, weil ich Angst vor dem Melodrama
hatte. Leider kannte ich da diese noch nicht. TS