Gästebuch für März 2002
Datum:
4. März 2002
Zeit:
05:53:15
Ich heiße Michelle und ich studiere nun schon seit fast einem Jahr. Mein Mann eingeschlossen. Ich habe dem Paar, das das Studium leitete, gesagt, dass wir nicht mehr in den Königreichssaal kämen (ganze 7 Monate lang sind wir jeden Sonntag dorthin gegangen), und dass wir mit dem Studium aufhörten – wegen ihrer Politik zu Sexualverbrechen an Kindern. Ich habe die Lehren geglaubt: kein Höllenfeuer, keine unsterbliche Seele, keine Dreieinigkeit usw. Es scheint, niemand sonst hat diese Lehren. Das macht so viel Sinn. Jetzt sind wir durcheinander und haben Angst, Jehova könnte uns töten, Angst, sie hätten sehr wohl Recht. Während des Heimbibelstudiums hatte ich gelegentlich das Gefühl, bei all den düsteren Dingen könnte ich den Verstand verlieren. Jetzt glaube ich, dass ich eine Therapie brauche. Das macht mich verrückt. Ich wuchs als Katholikin auf. So war ich wütend, als ich hörte, wie Priester Kinder belästigen. Ich habe das vor den Studienleitern geäußert, und sie wussten die ganze Zeit davon. Ich habe gesagt, wieso man nie hört, dass es das bei ihnen auch gibt. Ha! Wie falsch und irregeführt fühle ich mich. Ich kann das in Zusammenhang bringen, weil ich als Kind auch missbraucht wurde, obwohl ich meinem Stiefvater viele Jahre nach dem Missbrauch vergeben habe. Ich habe es also hinter mich gebracht oder es all die Jahre zumindest versucht. Doch die Sache ist: Als ich letzte Woche diese Website fand, war ich, um das Mindeste zu sagen, schockiert. Ich kann nicht glauben, dass Jehova Männern seiner angeblichen „sichtbaren“ Organisation Verantwortung überträgt, die solche „schweren Sünden“ weiterhin zulassen. Aber dann habe ich Angst, ob ich das Richtige tue. Hat man mir mein Gehirn gewaschen, so dass ich irgendeine Art von Deprogrammierung brauche? Mein Mann sagt, ich solle das alles einfach vergessen. (Er hat nicht so viel gelesen wie ich. Offenbarungsbuch, Einsichten über die Heilige Schrift usw.) Ich weiß eine Menge, und das macht es so schwierig. Wenn diese Nachricht auf der Website erscheint, dann schreibt bitte. Ich bin 36 Jahre alt, und dieser Stress macht mich von Minute zu Minute älter. Danke. GEOANDMISH@msn.com
Datum:
4. März 2002
Zeit:
07:06:16
Noch einmal Michelle hier. GEOANDMISH@msn.com . Ich vergaß, dass ich etwas fragen wollte. Es geht um fünf Zusammenkünfte pro Woche, plus dem Haus-zu-Haus-Dienst, plus dass Frauen im Königreichssaal keine Hosen tragen dürfen, nur Kleider und Kostüme. Es gibt so viele, die das nicht tun, und das bringt mich und meinen Mann auf die Palme, wenn wir daran denken, dass wir das sehr wohl tun können. Das ist eine ganze Menge an „Werken“. Sie sagen, sie kämen nicht durch Werke ins Königreich, aber das scheint mir doch der Fall zu sein. Sie sagen, der Weg zum Leben soll SCHWER sein. „Du musst in die Arche gehen“, in die Organisation oder so. Hilfe! Sagt mir, dass das verrückt ist! Es kann nicht wahr sein, dass Gott jeden tötet außer den Leuten „in“ der Organisation. Sie haben uns Bibelstellen gezeigt, die genau das besagen sollen. Wenden sie sie falsch an? Michelle. PS.: Ist das nicht das, was die Religionsführer in den Tagen Jesu taten? Die Leute an von Menschen gemachte Überlieferungen binden?
Datum:
4. März 2002
Zeit:
13:00:39
Mish: Ich bezweifle, dass Gott den Menschen schuf, uns in der Bibel einen Leitfaden gab UND dann ein kompliziertes Spiel von „Hinweisen“ ersann, wo ein paar Auserwählte einen Zeitplan entziffern und uns alle in die Erlösung führen könnten. Hör auf, dir Stress zu machen, und lebe dein Leben weiter. Du hast eine nützliche Lektion über Personen gelernt, die deine persönlichen Entscheidungen kontrollieren wollen. Sieh dich als bereichert an und führ dein Leben weiter.
Willkommen in der Herde derer, die sich entschlossen haben, mit Vernunft an persönliche moralische Entscheidungen heranzugehen.
Cliff
Datum:
4. März 2002
Zeit:
14:35:55
Mish: Willkommen in der Welt derer, die sich nicht vor der Verantwortung drücken wollen, selbst über Recht und Unrecht zu entscheiden.
Es ist absurd zu denken, dass Gott die Menschheit schuf, für uns alle die Bibel schrieb und darin „Zeithinweise“ einschloss, die nur ein paar Auserwählte auslegen und uns dann zur Rettung führen können.
Du hast einen wichtigen Schritt unternommen. Du kannst die gelernte Lektion für den Rest deines Lebens gebrauchen.
Datum:
5. März 2002
Zeit:
14:41:56
An den Typen, der seine Bemerkungen über das machte, was „Melissa“ am 4. Februar 2002 sagte: Entweder bist du ein sehr guter Lügner, oder du weißt wirklich, worüber du redest. Da nicht einmal ein Fachmann im Lügen etwas halbwegs so Anständiges sagen könnte wie das, musst du wohl die Wahrheit sagen und bist wirklich ein Fachmann in Sachen Zeugen Jehovas.
Du hast über einige Dinge auf deiner Website gesprochen, doch du hast nie deine Website-Adresse angegeben. Schick mir eine E-Mail: heartlessbitch87@yahoo.com (Das ist meine RICHTIGE E-Mail-Adresse. Anders als „Melissa“ bin ich keine Heuchlerin. Lass dich durch meine E-Mail-Adresse nicht aus der Fassung bringen. Ich sorge mich wirklich um andere Menschen, besonders wenn es um Kinder geht.)
Datum:
5. März 2002
Zeit:
14:54:55
Ich mag diese Website; ich hasse Leute, die andere sexuell belästigen; ich liebe Kinder; ich hasse Kinderschänder; ich liebe Ehrlichkeit; ich hasse die Art und Weise, wie diese verdammten Ältesten versuchen, ihre Fehler zu vertuschen. Diese Bastarde!
Datum:
5. März 2002
Zeit:
15:07:03
Deine Website ist nicht nur voreingenommen, sondern sie präsentiert Lügen als Tatsachen. Kein Zweifel, es gibt Personen, die missbraucht wurden, auch innerhalb der Organisation. Der Mensch ist unvollkommen, das ist kein Geheimnis. Daher gibt uns die Bibel Richtlinien, wie wir richtig mit solchen Situationen umgehen sollen. In meinen 30 Jahren bei den Zeugen Jehovas habe ich nur von zwei Fällen von Kindesmissbrauch gehört. Einer davon war in der eigenen Familie. Aber Standardprozedur ist, dass die Personen ausgeschlossen werden, den zuständigen weltlichen Behörden gemeldet werden, und dass die Familien alle mögliche Liebe und Unterstützung erhalten, darunter das Verständnis, dass, wenn eine Therapie nötig und erwünscht ist, das sicher das Recht der Betroffenen ist. Mit anderen Worten: was immer nötig ist, dem Opfer zu helfen und es zu schützen. Niemand wird geächtet, es werden keine Drohungen gemacht, das ist lächerlich. Die Schänder werden in keiner Weise „geschützt“. Wie selbst auf deiner Website vermerkt wird, kommt diese Art von Missbrauch sehr selten unter den Zeugen Jehovas vor. Aber als Ergebnis sündiger Neigungen geschieht es doch, und wie auf den Seiten des Wachtturms veröffentlicht, wird das in der Weise gehandhabt, die dem Opfer am besten hilft. Wenn ein Täter später bereut und sein Leben ändert (nur Gott kann in die Herzen sehen), dann mag er mit der Zeit wieder aufgenommen werden, aber er darf niemals mehr ein Amt in der Versammlung haben. Ist das nicht fair? Achtet man damit nicht auf die Interessen der Herde? Ganz sicher. So will ich noch einmal sagen: Deine Absichten mögen gut sein, aber hast du hier nicht ein Forum für Verbitterte oder sogar Unaufrichtige geschaffen? Jeder, der in einer Therapie war, weiß, dass das Wichtigste am Heilungsprozess das Vergebenkönnen ist, oder zumindest, mit der Situation klar zu kommen und dann in produktiver Weise weiterzuleben. Viel Geld und Energie auszugeben, um ein Volk zu verfolgen, das als Gruppe für seine unübertroffene Liebe und Rücksicht auf andere bekannt ist, ist sehr unfair. Es gibt kein Vertuschen und hat es nie gegeben, und diese Ansicht als Tatsache darzustellen, ist genau das, dessen du die Zeugen beschuldigst, nämlich die WAHRHEIT zu verheimlichen und Leute zu belügen. Schande über dich. Du bist wie die raubgierigen Therapeuten, die ihren Patienten das Gehirn wachen und sie zu dem Glauben bringen, sie seien belästigt worden, wenn sie es in Wirklichkeit gar nicht waren. Erinnerst du dich an die Hexenprozesse von Salem? Diese Taktik ist nichts Neues. Leute wie du werden jeden schlecht machen, um die Wahrheit zu verbergen? Noch einmal Schande über dich, weil du Menschen irreführst.
Datum:
5. März 2002
Zeit:
20:48:11
Ich komme aus Kalifornien. Ich möchte aus offensichtlichen Gründen meinen Namen nicht nennen. Ich wurde von meinem Onkel missbraucht, der zwar kein Zeuge war, der aber mein Wissen über die Wachtturm-Politik ausnutzte, um mich zum Schweigen zu bringen. Er benutzte Gottes Namen und sagte, Jehova fordere von Kindern, dass sie auf ihre Ältesten hören und ihnen gehorchen sollten. Er zitierte auch aus dem Buch mit biblischen Geschichten, das die Gesellschaft herausgebracht hat. Er sagte, ich würde ausgeschlossen, wenn jemand es herausbekäme, aber er würde nicht bestraft werden, weil er kein Zeuge sei. Jahre später habe ich mich schließlich gemeldet (da war ich 21 Jahre alt), aber meine Eltern hatten keine Ahnung, wie sie mir helfen sollten. Im Grunde sagten sie: „Lies, was der Wachtturm dazu gesagt hat, bete zu Jehova – lege es in seine Hände und vergiss es. Als ich Jahre später weiterhin Probleme hatte, darunter sexuelles Zwangsverhalten, gingen sie auf die Palme und beschuldigten mich, „mir das aus den Fingern zu saugen“, und gaben mir die Schuld an dem Missbrauch. Die Ältesten meiner Versammlung warnten mich davor, zu irgendeiner Therapie zu gehen. Sie sagten: „Alles, was wir brauchen, steht in der Bibel.“ Später machten sie meine „weltliche Philosophie“ für nachlassenden Versammlungsbesuch und Diensteinsatz verantwortlich. Noch später vertraute mir eine enge Freundin – eine Glaubensschwester – an, ein Dienstamtgehilfe habe sie mehrfach missbraucht, als sie 11 Jahre alt war. Damals meldete sie es und der Pädophile wurde als Diener abgesetzt, aber sie erzählte nie, was passiert war. Soweit sie wusste, blieb das Verbrechen ungesühnt. Jahre später fragte sie ihren Vater (einen Ältesten) danach, und er erzählte ihr, er sei als Diener abgesetzt worden, habe aber bereut und sei heute wiederum Diener. Als sie protestierte, sie glaube, er habe nicht genug getan, nahm ihr Vater das persönlich und fragte: „Ich bin also kein guter Vater?“ Damit lenkte er die Aufmerksamkeit auf sich und seine Kränkung. So fühlte sie sich schuldig, weil sie selbst gekränkt wurde. 10 Jahre nach dem Missbrauch kreuzte der Pädophile mit dem Segen ihres Vaters in ihrem Haus auf und bat um eine Verabredung! Sie war entsetzt. Bei alledem war sie der Organisation treu ergeben. Ich fragte sie, ob sie erkenne, dass Kinderschänder es NIE nur einmal tun, weil es eine Neigung ist. Sie sagte, Jehova werde auf alle Kinder aufpassen, die von nun ab verletzt würden, so sah sie keine Notwendigkeit, ihn bei den Behörden anzuzeigen. Kürzlich ging ich mit einer Schwester aus, die mir anvertraute, dass sie im Alter von 17 Jahren von ihrem Pflegevater missbraucht worden sei. Die Ältesten hielten es nicht für notwendig, ihn wegen Vergewaltigung anzuzeigen, da sie doch schon fast 18 Jahre alt war. Sowohl sie als auch der Täter wurden zurechtgewiesen, und sie wurde in eine andere Pflegefamilie geschickt. bluestallion@earthlink.net, Fühlt euch frei, mir eine Nachricht zu schicken.
Datum:
6. März 2002
Zeit:
00:45:42
Ich glaube, die Person von eben, die bereit war, vorzutreten und ihre E-Mail-Adresse anzugeben, beantwortete die Bemerkung der „anonymen“ Person, die zu denken schien, wir alle seien im Unrecht.
Die Wahrheit trifft, und Leute mit versteckten Tagesordnungspunkten versuchen diejenigen herunterzumachen, die leiden.
Schande über die, die zu dumm sind, dass Leiden der Kinder zu sehen.
Silentlambs
Datum:
6. März 2002
Zeit:
14:28:38
Ich mag diese Website; ich hasse Leute, die andere sexuell belästigen; ich liebe Kinder; ich hasse Kinderschänder; ich liebe Ehrlichkeit; ich hasse die Art und Weise, wie diese Zeugen-Jehovas-Ältesten versuchen, Leute, die ich hasse, zu decken.
Datum:
6. März 2002
Zeit:
18:42:05
Hallo! Ich stimme zu, dass es ein großes Problem mit Kindesmissbrauch in den Versammlungen gibt. Ich weiß, was ich gesehen habe. Ich kenne auch eine Menge guter Menschen, die mit der gegenwärtigen Situation nicht einverstanden sind. Ich bin eine aktive Zeugin und Verkündigerin, und meine weitere Familie unterstützt mich. Ich nehme meine Kinder nicht in den Königreichssaal mit, da ich aufgrund eigener Erfahrung gefunden habe, dass man Kinder in der Gegenwart von Raubtieren nicht schützen kann. Wenn wir es im Saal geschehen sehen, erstatten wir Anzeige (bei der Polizei usw.). Wir haben der Wachtturm-Gesellschaft Briefe geschrieben. Meiner Erfahrung nach sind deine Informationen sehr genau. Ich erkenne deine Ehrlichkeit und deinen Mut an. Die Opfer brauchen eine Stimme. Danke! DJB tango_sheba@hotmail.com
Datum:
6. März 2002
Zeit:
19:55:36
Hallo DJB – du machst wohl Witze. Du bist aktive Zeugin und bringst deine Kinder nicht in den Königreichssaal, weil du sie nicht schützen kannst? Ich habe Angst um deine Kinder – wegen des Irrsinns, der in deiner Familie herrscht.
Datum:
7. März 2002
Zeit:
01:14:49
Ich wuchs immer mit dem Gedanken auf, meine Horrorgeschichte, wie mich mein Stiefvater, der damals vorsitzführender Aufseher war, missbrauchte, sei zwar eine tragische, aber doch sehr seltene Sache. Jetzt erkenne ich, dass meine Schwestern und ich nur ein paar unter Hunderten sind, die gezwungen wurden, diese Last ohne Hilfe aus der Versammlung zu tragen. Ich bin, wie die meisten aus meiner Familie, seit über 25 Jahren getaufte Zeugin Jehovas. Obwohl man mir für ein Jahr die Gemeinschaft entzogen hatte, kam ich aufgrund einer anderen Tragödie um meiner Familie willen zurück. Sobald ich wieder aufgenommen war, gingen mein Mann und ich nicht mehr zu den Zusammenkünften, und wir haben es auch nicht noch einmal vor. Ich wünschte, meine Familie, die so sehr viel Angst hat, würde es verstehen. Wie haben neue Freundschaften geschlossen, und ich muss sagen, wenn wir auch unsere Angehörigen vermissen (wir sind schlechte Gesellschaft), geht es uns recht gut.
Datum:
7. März 2002
Zeit:
11:37:11
Es ist ein Bedarf nach Informationen wie diesen hier, denn viele Männer (und Frauen) haben andere sexuell belästigt oder sind selbst von anderen belästigt worden (ob in der Familie oder nicht), und die einzige Art, damit umzugehen ist: 1) das Thema muss an die Öffentlichkeit, 2) den Opfern (und den Tätern) muss geholfen werden, den einen wahren Gott zu erkennen, der so etwas nicht billigt. Er liebt alle (auch den Täter), aber er wird diesen richten. Es ist Aufgabe der Behörden, bei solchem Verhalten etwas zu unternehmen, denn das sagt die Bibel. Mein Mitgefühl gilt allen, die diesen Aufruhr erleiden. Möge Gott sie segnen. J W
Datum:
7. März 2002
Zeit:
14:45:38
An die Person oben, die sagte, sie habe sich um der Familie willen wieder aufnehmen lassen: Wenn du nicht zu den Zusammenkünften gehst und auch immer noch nicht deine Angehörigen siehst, warum hast du dich dann eigentlich wieder aufnehmen lassen? Sieht mir nach Zeitverschwendung aus, wenn du selbst nach der Aufnahme nicht deine Angehörigen siehst. Das ist einfach lächerlich. Diejenigen, die die Sünden anderer vertuschen, sind die eigentliche schlechte Gesellschaft. Wenn du mich fragst, ich denke, die meisten Leute in der Organisation sollten bestraft werden für das, was sie tun, um Vergewaltiger und Kinderschänder zu schützen, anstatt die Opfer.
Datum:
7. März 2002
Zeit:
14:49:56
Es ist ganz gut und richtig zu sagen, das Thema sollte an die Öffentlichkeit. Dann kannst du behaupten, du unterstützt die Opfer. Aber das Problem liegt im System.
Älteste sagen den Opfern, sie trügen zumindest teilweise Schuld, weil sie hätten schreien können und es nicht getan haben. Opfer werden zurechtgewiesen, weil sie sich um Hilfe bemühen oder den Täter anzeigen. Das geschieht jeden Tag.
Die Tatsache, dass die Gesellschaft glaubt, die Vorschrift mit den „zwei Zeugen“ treffe auch im Fall eines 10-Jährigen Jungen zu, der gerade von einem Dienstamtgehilfen gevögelt wurde, sollte dir sagen, dass du Dreck an den Händen hast.
Sei logisch hier und versuche, den blinden Glauben an eine Gruppe aufzugeben, die behauptet, direkt von Gott inspiriert zu sein. Du könntest der Nächste sein.
Datum:
8. März 2002
Zeit:
00:50:19
Auch wenn ich nicht eines deiner „Lämmer“ gewesen bin, finde ich, dass mich diese Website unglaublich anzieht, und dann bin ich immer in Tränen aufgelöst, wenn ich von dem Entsetzen lese, das an so VIELEN „Schafen“ in der Wachtturm-Gesellschaft verübt wurde.
Ich habe Leserbriefe an Zeitungen geschrieben, an Stadtforen und alle Diskussionsforen, die sich an die allgemeine Öffentlichkeit richten, um „das Wort“ zu verbreiten und die Leute über die Tatsache aufzuklären, dass die lächelnden Leute an ihren Türen „umgezogene“ Pädophile sein mögen, die „kurz vorbeischauen“, um mit jedem im Haushalt ein „Heimbibelstudium“ zu beginnen, der vielleicht Eifer in diese Richtung zeigt.
Ich habe ausgesprochene Störer (Unruhestifter) bis zu komplett Apathischen getroffen, selbst angesichts der Probleme in MA mit ihren Priestern, die so viele Jungen belästigt und unter derselben Art von „Loyalität zu der Sache“ verborgen haben, derer sich die Wachtturm-Gesellschaft bis vor Kurzem erfreut hat.
Ich finde das äußerst frustrierend, aber ich weiß auch, selbst wenn nur EINER im ganzen Land meine Bemerkungen liest und über die grundlegende Wahrheit spottet – wenn Dateline gesendet wird, schrillt vielleicht irgendwo eine „Alarmglocke“ und erinnert den Leser der Silentlambs-Website daran und an den Schmerz.
Ich fühle mit allen „Lämmern“, die jeden Tag kämpfen, dass es mit ihrem Leben weitergeht, während sie mit dem absoluten Entsetzen, das über sie gekommen ist, fertig werden müssen, und mit den großen Frustrationen, die folgen, während die Wachtturm-Gesellschaft diese Widerwärtigkeiten schnell aus dem alleinigen Grund vertuscht, ihr „Bild in der Öffentlichkeit von Tadel freizuhalten“.
Das widert mich an. Es sollte jeden anwidern. Ich schäme mich, dass ich dieser elenden Organisation über 30 Jahre lang angehört habe.
Meine aufrichtige Liebe gilt allen Opfern von sexuellem Missbrauch durch diese unchristlichen Perversen und ihre Unterstützer ...
… und sie gilt auch denen, die entdeckt haben, dass die Wachtturm-Gesellschaft nicht das war, was sie uns glauben machen wollte, und die fruchtlose Anbetung eines Verlagshauses aufgegeben haben.
Umarmungen,
Annie
Datum:
8. März 2002
Zeit:
16:43:39
Laura M. Raymond mraymond@ukans.edu
Datum:
10. März 2002
Zeit:
13:55:28
An dem Tag, als wir deine Website fanden, fanden wir Trost für Menschen mit einem niedergeschlagenen Geist, aber nicht, als wir den gleichlautenden Artikel im Wachtturm vom 1. November 1995 lasen. (Trost für Menschen mit einem „niedergeschlagenen Geist“). Den Artikel im Wachtturm würde ich eher „Trost für Pädophile“ nennen. Dänemark
Datum:
11. März 2002
Zeit:
15:58:34
Ich fühle mit allen Opfern, die sich hier eintragen, den Schmerz mit. Ich werde für sie beten. Es tut mir leid, dass diese Dinge passieren. Es gibt bei den Zeugen Jehovas eine Menge falscher Anbeter, die Unschuldigen Schaden zufügen. Ich weiß das, weil in meiner Gegend ein Typ wohnte, der behauptete, er sei ein Zeuge und wisse alles über die Bibel. Ich habe den Typ nie gemocht. Er widerte mich an. Er ging auch ins Bethel, aber da haben sie ihn nach einem Jahr hinausgeworfen und ihm wegen unmoralischen Betragens mit einem minderjährigen Mädchen die Gemeinschaft entzogen. Ob sie dass angezeigt haben, darf geraten werden. Wenn jemand wegen sexuellen Missbrauchs ein Problem hat: Sagt ihnen bitte, sie müssen zuerst zu den örtlichen Behörden gehen! Ich bin selbst ein Zeuge Jehovas. Ich verstehe völlig, dass die Zeugen Jehovas nicht geschult sind, Probleme dieser Größenordnung zu behandeln. Wir können den Leuten nur die Bibel zeigen. Geht bitte nicht zu den Ältesten, wenn ihr missbraucht worden seid oder jemanden kennt, der missbraucht wurde. Jehovas Zeugen sollten lieber nicht mit Dingen zu tun haben, bei denen die örtlichen Behörden eingeschaltet werden sollten. Die Ältesten der Versammlungen der Zeugen Jehovas sollten, so gut sie können, acht geben, aber das Beste, was irgendein Mann tun kann, ist angesichts der Weltverhältnisse, in denen wir leben, nicht gut genug. Wenn jemand ein schweres Verbrechen begangen hat, ist es besser, sich einen Anwalt zu besorgen und bei den Behörden ein Geständnis abzulegen – und erst dann über die Ältesten handeln, was genau das ist, was die Ältesten ihm sagen werden. Personen mit Problemen dieser Natur können nicht geheilt werden. Sie müssen physiologische Hilfe erhalten.
Bald wird die Gerechtigkeit siegen. Wartet nur.
Datum:
12. März 2002
Zeit:
10:21:01
Ich wuchs von 3 Jahren an bis Anfang zwanzig als Zeugin Jehovas auf. Meine Mutter ist immer noch praktizierende Zeugin Jehovas, aber wir haben immer noch ein gutes Verhältnis miteinander. Ich selbst war nicht Opfer sexuellen Missbrauchs. Ich habe im Verlauf eines ganzen Jahres versucht, wieder aufgenommen zu werden, nachdem ich die Gemeinschaft verlassen hatte. Die Ältesten in dem Saal, in den ich ging, unterstützten mich, aber mein Exmann hatte Verwandte in dem Ältestenkomitee meiner ursprünglichen Versammlung, und sie lehnten meinen Antrag ab. Schließlich hörte ich irgendwo eine Predigt darüber, wie Gott Scheidungen hasst, aber Geschiedene liebt. Das hört sich schon eher nach einem liebevollen Gott an, den ich anbeten möchte. Ich habe einige gekannt, die missbrauch wurden und denen man gesagt hat, sie sollten den Mund halten. Ich habe für jeden, der es braucht, ein offenes Ohr. Bewahrt euren Glauben und euren Mut. Nikki nikkicon1@yahoo.com
Datum:
12. März 2002
Zeit:
23:12:29
Hallo Bill. Ich habe mich schon einmal hier eingetragen, aber ich muss doch noch das Gästebuch unterschreiben. Ich dachte, jetzt wäre die Zeit dazu da. Ich habe noch nicht alle Briefe gelesen, aber diejenigen, die ich gelesen habe, waren, um das wenigste zu sagen, überwältigend. Ich schätze deine Briefe sehr. In der Lage zu sein, sich auf persönlicherer Ebene auszutauschen, ist sehr tröstlich. Ich möchte dir einfach noch einmal danken. Janiece über E-Mail: pwmkwzy@cs.com
Datum:
12. März 2002
Zeit:
23:15:10
Ich weiß nicht, ob dieser Eintrag direkt hinter meinen ersten kommt, aber ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich das Geschriebene vor dem Eintragen nicht überlesen habe. Janiece
Datum:
13. März 2002
Zeit:
01:04:25
An alle, die immer wieder schrieben: „Und was ist mit der katholischen Kirche?!? Die missbrauchen auch Kinder!“ Nun, wie ich erkennen kann, gibt es da ein paar Unterschiede. 1) Sie versucht, etwas dagegen zu unternehmen. Besser spät als nie. 2) Wegen der katholischen Kirche schreien, ist etwas, das die Zeugen schon immer getan haben. Und es jetzt zu tun, ist nur ein dummer Trick, um zu versuchen, den Blick auf das eigene überhandnehmende Problem zu vermeiden. 3) KATHOLIKEN SCHICKEN KEINE KINDERSCHÄNDER AN DIE TÜREN DER MENSCHEN!!!! BEI DEN ZEUGEN IST DAS EIN MUSS! WENN MAN KEINE ZEIT BERICHTET, WIRD MAN ALS SCHLECHTER UMGANG ANGESEHEN. 4) Sie kassieren nicht jede zufällige Person, die sie finden können, als Opfer ihrer Mission. Nach dem Mondale-Gesetz von 1974 ist es in JEDEM Bundesstaat UNGESETZLICH, keine Anzeige zu erstatten. An die Person, die am 5. März schrieb, er habe nur zweimal von solchen Dingen gehört, die Website ist schlecht, blah, blah, blah ... Als ich 17 Jahre alt war, wusste ich von mehreren Fällen in mehreren Versammlungen! Nur ein Kinderschänder wurde strafrechtlich verfolgt. An alle Clowns von euch, die den Kopf hoch tragen und sagen „Jehova wird sich der Sache annehmen usw.“: Hört auf, euch um die Lehre Sorgen zu machen und schaut euch an, was passiert. Bleibt meinetwegen bei den Zeugen. Das wäre mir genauso egal, als würdet ihr Mickey Mouse, Goofy und Donald Duck anbeten – solange keine Kinder missbraucht werden. Zieht euren Kopf heraus. avishai@hotmail.com
Datum:
13. März 2002
Zeit:
14:37:32
An die Person oben: Ich stimme völlig mit dir überein, dass das, was in der Organisation der Zeugen Jehovas vor sich geht, falsch ist, aber hör auf, den Katholiken in den Hintern zu kriechen! Sie sind nicht besser als die anderen. Und nebenbei, sie tun dasselbe wie die Zeugen Jehovas. Auch wenn sie sagen, dass sie schließlich versuchen, etwas zu unternehmen, können sie den Schaden an den armen Kindern nicht mehr gutmachen! Dafür ist es jetzt für sie bei weitem zu spät.
Datum:
13. März 2002
Zeit:
17:30:27
Du hast nicht verstanden, worauf es mir ankommt. Ich krieche den Katholiken nicht in den Hintern, ich habe nur darauf hingewiesen, wenn den Zeugen einen Sündenbock brauchen, dann sind es gewöhnlich die Katholiken oder die Juden. Und sie sollen zuerst „den Balken aus dem eigenen Auge ziehen“. Glaubst du das mit den Katholiken und den Juden als Sündenböcken nicht? Es ist subtiler als das Ködern bei den Katholiken, aber sieh in ihre Bücher. Im „Leben“-Buch sehen zum Beispiel alle Pharisäer wie der stereotype „Saujude“ Hitlers mit der Hakennase aus, während Jesus und die Apostel, obwohl auch Juden, sehr westeuropäisch aussehen. Rassisten. Aber ich möchte dir nicht meinen Eindruck von der einen oder anderen religiösen Organisation vermitteln, sie sind alle dogmatisch. Dass sie aber gewöhnlich ihre eigenen Probleme ignorieren, das macht mich wirklich wütend, weil das eine lahme Ausrede ist.
Datum:
14. März 2002
Zeit:
08:23:52
Du hast sehr gute Arbeit geleistet, selbst die Medien zu manipulieren. Ich nehme an, wenn die Geschichte in Dateline nicht so herausnimmt, wie du willst, dann wirst du beginnen, sie als Agenten der Wachtturm-Gesellschaft zu beschuldigen. Siehst du dich als jemand Gottgleicher an? Von der Wachtturm-Gesellschaft, die nicht nach deiner Pfeife tanzen wollte, zum Märtyrer gemacht? Mache reinen Tisch und erzähle die Wahrheit über dich selbst. Denk nicht nur, das sei ein Angriff auf mich, es ist leichter, mit den eigenen Unzulänglichkeiten klarzukommen.
Datum:
14. März 2002
Zeit:
12:00:04
Es verwundert mich absolut, wenn ich ignorante Einträge wie den vorigen sehe. Welchen Gewinn hat Bill, wenn er die Medien manipuliert? Wen interessiert es, wenn Gehirngewaschene, zum Denken Unfähige weiterhin der Königreichssekte angehören? Bills Absicht ist nicht, die Wachtturm-Gesellschaft zu vernichten – verdammt, die werden sich selbst vernichten. Bill versucht, den Kindern zu helfen. Er gibt dafür seine Zeit, sein Geld, seine eigene Energie, und ihm wird nicht auf den Rücken geklopft, weil er so viele Stunden für die Sache aufbringt. Die Leute müssen die Augen öffnen und erkennen, dass die Wachtturm-Gesellschaft ihnen hier auf Erden das Leben raubt. Jim Jones, Waco ... die Liste lässt sich fortsetzen ... die Wachtturm-Gesellschaft wird auf dieser Liste sein. Sieh dir die Lehre an (die sich immer wieder ändert), die dämlichen Vorschriften, und jetzt schau dir den Missbrauch und die Vernachlässigung von Kindern an. In jeder Versammlung gibt es Hypochonder – warum? Weil krank zu sein die einzige rechtmäßige Entschuldigung dafür ist, nicht zu den Zusammenkünften zu gehen, schauen die Leute ehrlich auf einen: bist du wirklich krank oder es nur leid zu gehen? Schau dir die Depressionen an, die in den Versammlungen überhandnehmen. Schau dir die unglücklichen Ehen an. Schau dir aufrichtig den Königreichssaal an; ist das wirklich Gottes Paradies auf Erden? … Wohl alles andere. Verleumdung, üble Nachrede, Geschwätz, Cliquen … Ignoranz ist keine Wonne, und viele Kinder werden missbraucht und belästigt. Mach deine Augen auf, weil jeder Rechenschaft für unsere Kinder ablegen wird. Mach so weiter mit deinem GROSSARTIGEN Werk Bill, du hilfst so vielen Menschen.
DK
Datum:
14. März 2002
Zeit:
12:34:36
DK, das war eines der einsichtigsten Dinge, die ich zu dem Thema gelesen habe. Ich erinnere mich noch, als meine Mutter uns in diesen Schlamassel schleppte, da bemerkte sie einmal, sie habe „noch nie so viele Kränkelnde in ihrem Leben gesehen“. Es schien, dass jede Familie etwas hatte. Ich habe das immer dem „Wir sind weit von Gottes Vollkommenheit entfernt“ zugeschrieben – diese Empfindung drängen sie einem auf – oder vielleicht der Tatsache, dass der vorsitzführende Aufseher eine Firma für Vitaminpillen hatte. Aber ich denke, es hat mit dem „Schwänzen von Zusammenkünften“ zu tun. Ich möchte noch hinzufügen, dass es mindestens ebenso viel zu tun hat mit dem Maß an Aufmerksamkeit, das man erhält, wenn Krankheit dem Besuch der Wachtturm-Zusammenkünfte im Weg steht. Es ist merkwürdig, wie du durch viele Königreichssäle zu deiner Meinung gekommen bist. Warst du über einen langen Zeitraum mit solch vielen Versammlungen verbunden?
Datum:
14. März 2002
Zeit:
14:52:49
DK, zu der Liste derer, die Leuten ständig das Leben rauben: Warum setzt du nur die Wachtturm-Gesellschaft auf die Liste, warum nicht Religionen allgemein? Ich meine, na los, Katholiken und alle diese Priester, die all die armen Kinder belästigen, Christen und all die Kollektenteller, auf die man Geld legen muss, im Grunde genommen ist die Religion selbst eine Masche. Ich mag es nicht, wenn nur auf gewissen Teile der Religion hingewiesen wird, obwohl sie meistens alle aussaugen, nicht nur die Zeugen Jehovas mit ihrer perversen Kindermissbrauchspolitik.
Datum:
14. März 2002
Zeit:
16:02:04
Ich bin in meinem Leben bei den Zeugen in mehrere Königsreichsälen gegangen, und meine Schwäger und Schwägerinnen waren die Zeugen, die durch ihren Ruf bekannt waren. Die, bei denen man sagt Ohhhhhh ... ja, der XXXXX, wenn jemand fragt, wer man ist und wie man heißt. Ich muss also nicht sagen, dass wir regelmäßig in verschiedene Königreichssäle gingen. Mehrere Jahre lang lebten wir in Pennsylvania und besuchten einen Königreichssaal in New York, direkt im Zentrum der Organisation. Kein Unterschied, es sind dieselben Alten. Ich stimme mit dir über organisierte Religion überein und werde nie mehr dorthin gehen. DK
Datum:
14. März 2002
Zeit:
16:06:30
Ich habe vergessen, meine E-Mail-Adresse anzugeben: nita6368@yahoo.com
DK
Datum:
14. März 2002
Zeit:
18:17:45
DK: Ich kenne die Arten von Familien, von denen du sprichst. Das war immer etwas, das mich in meinen Zeugen-Jehovas-Tagen ein bisschen gewurmt hat: der Hauch von Adel, der gewissen Familien umgibt, seien sie nun in mehreren Generationen Zeugen oder zählt sich jemand in ihrer Familie zu den Gesalbten. Unsere Versammlung hatte solch eine Familie. Ich vernute, in den meisten gab es eine. Ich erinnere mich, als Donnie – Zeuge in der dritten oder vierten Generation, ich weiß das nicht mehr – im Alter von 18 Jahren zum Dienstamtgehilfen gemacht wurde, eine Woche, ehe er ins Bethel ging. Er behauptete, in seiner Familie gebe es mindestens einen Gesalbten. Natürlich mussten wir alle ooooh und aaah sagen bei der Erwähnung eines solch glorreichen Stammbaumes.
Das Traurigste an der ganzen Situation war, dass es eine recht große Gruppe von Jungen in meinem Alter gab, acht von einer hundertköpfigen Versammlung, und sie alle verwickelten sich in die „Ich bin ja soo heilig“-Haltung. Sie konnten nicht warten zu zeigen, dass ihr Gewissen sie dies nicht tun ließ, nicht dort arbeiten ließ oder Gemeinschaft mit einem Bruder haben ließ, der zu weltlich war. Als wir alle fast zwanzig waren und Spaß hätten haben und uns darauf freuen sollen, dass wir mit unserem Leben in die Pötte kämen, scheute der Rest von ihnen eine weitere Ausbildung und die Aufgabe, das Leben erfolgreich zu gestalten. Ich würde gar zu gerne wissen, wie es ihnen geht und ob sie immer noch meinen, man müsse unabhängiges Denken vermeiden. - CFS
Datum:
15. März 2002
Zeit:
18:20:05
Nachdem ich einige der Geschichten von diesen Leuten gelesen hatte, war ich angewidert. Ich hoffe, dass die Geschichten wahr sind und nicht die Organisation der Zeugen Jehovas fertig machen sollen. Ich habe über zwei Jahre lang studiert, und dann begann ich nachzuforschen und fand eine ganze Menge Dinge, die mich die Sache noch einmal überdenken ließen. Ich hörte mit dem Studium auf, um weiter nachzuforschen. Dann habe ich beschlossen, dass ich nicht dieser Organisation angehören wollte. Ich bin zu den meisten Zusammenkünften gegangen und wollte zu den Zeugen Jehovas gehören. Ich bin froh, dass ich zuerst nachforschte, ehe ich mich wirklich auf sie einließ. Ich glaube diesen Geschichten der Opfer, und ihnen gilt meine Hochachtung dafür, dass sie die Geschichten in der Hoffnung erzählen, dass sie anderen helfen werden. Was hat sich die Wachtturm-Gesellschaft in Bezug auf die Pädophilen ausgedacht? Vertuscht sie immer noch?
Datum:
16. März 2002
Zeit:
20:31:19
Du erwähnst den Wachtturm vom 1. Januar 1997 in Bezug auf Kindesmissbrauch. Ich habe den Artikel gelesen, und er stellt deutlich die Vorgehensweise bezüglich Personen dar, die sich dieser schrecklichen Sünde schuldig gemacht haben. Du hast das in deinen früheren Einträgen ausgelassen. Auf Seite 29 wird gesagt: „Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, dass er ein Kind sexuell missbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden. Auch kann er nicht als Pionier dienen oder eine andere Form besonderen Vollzeitdienstes verrichten.“ Wir haben die Verantwortung, unsere Kinder zu schützen. Wenn jemand aufrichtig bereut, kann er immer noch Gott dienen. Jehova ist der Richter eines jeden einzelnen von uns. Es ist etwas Furchtbares, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Das bedeutet, dass wir alle als Einzelne beurteilt werden, wie wir unser Leben geführt haben. Jehova wird keinen Fehler machen, wenn es darum geht, wen er leben lässt, wenn Harmagedon kommt. Wir alle werden uns zu verantworten haben, einer nach dem anderen. Diese Zeitschrift ging zu über 20 Millionen Menschen in 125 Ländern. Ich bin sicher, dass Fehler gemacht wurden, aber Fehler als Organisation. Jehova lässt sein Namensvolk in dieses „neue System“ gelangen. Bist du in der schützenden Arche? Gibst du Jehovas Organisation auf, nur weil ein paar Fälle falsch gehandhabt wurden? Die Politik ist fest und schnell. Das könnte der Grund sein, warum Dateline nicht sendet. Ihnen wurden die Vorschriften gezeigt, wenn sie zu 20 Millionen Lesern gingen. Ich weiß sicher, einige, die das getan haben, sind bei den Behörden angezeigt worden. Das ist jedermanns Freiheit, und ich weiß nicht, warum es nicht in jedem Fall so getan wurde. Es ist möglich, dass die Leute über das, was passierte, die Unwahrheit sagten. Wem glaubst du, wenn du nicht Zeuge der Sünde warst? Auch hier wird Jehova wieder diejenigen bestrafen, die Übertretungen bestreiten oder Sünden vertuschen. Wie ist das: Niemals wieder leben? Das ist Gottes Strafe.
Datum:
16. März 2002
Zeit:
20:43:19
Erst Longo als Christ, jetzt ein Mann in McMinville, ODER: Robert Bryant hat nach einer Meinungsverschiedenheit mit den Zeugen Jehovas sich und seine Familie umgebracht. Was zum Teufel geht hier vor? Dann lese ich einen Artikel im Watchtower Observer über einen 16-Jährigen Zeugen, der auch seine ganze Familie umbrachte! Die Vertuschungen müssen aufhören. Die meisten Massenmörder sind als Kinder missbraucht worden. Ich bin so wütend auf eine Organisation, in der ständig so etwas geschieht ... Diesen Schwachköpfen wie dem einen oben, der über andere Religionen reden möchte, muss in den Hintern getreten werden. Die sollen auf ihre EIGENEN verdammten Probleme sehen. avishai@hotmail.com
Datum:
16. März 2002
Zeit:
23:42:40
Was sind mir doch die Augen geöffnet worden! Ich bin bei den Zeugen Jehovas ausgeschlossen. Und ein früheres Opfer von Kindesmissbrauch durch meinen Stiefvater, der immer noch ein Mitglied der Versammlung ist. Es ist erstaunlich zu sehen, wie SO viele andere denken, ihre Situation sei von den Ältesten in der Versammlung verkehrt gehandhabt worden.
Datum:
17. März 2002
Zeit:
01:46:36
An die Person, die den Wachtturm vom Januar 1997 als Grundlage der Wachtturm-Politik nannte: Offensichtlich bist du nicht mit allen Tatsachen vertraut. Bitte schau dir das Zitat aus dem Brief vom 1. Juni 2001 an alle Ältestenschaften in England an. Dort, denke ich, wirst du einen großen Widerspruch zu dem finden, was man dich glauben machen will. Hoffentlich wirst du dich „brüderlich“ benehmen und dich dafür entschuldigen, dass du aufgrund deines fehlenden Nachforschens und deiner eigenen Fehlinformation falsche Tatsachen angibst.
Brief an die Ältestenschaften vom 1. Juni 2001
„Von der obigen Anweisung gibt es eine Ausnahme: Die Ältesten mögen an das Zweigbüro geschrieben und alle Einzelheiten über einen ehemaligen Kinderschänder mitgeteilt haben, der gegenwärtig als Ältester oder Dienstamtgehilfe dient. Wenn in einem solchen Fall das Zweigbüro entschieden hat, dass er ernannt werden oder weiterhin in einer Vertrauensstellung dienen kann, weil die Sünde vor vielen Jahren geschah und er seither ein vorbildliches Leben geführt hat, dann sollte sein Name nicht auf der Liste erscheinen, noch ist es nötig, Informationen über die frühere Sünde des Bruders weiterzugeben, wenn er in eine andere Versammlung zieht, es sei denn, das Zweigbüro habe anderslautende Anweisungen erteilt. Wenn solch ein ernannter Mann daher in eine andere Versammlung zieht, sollte ein Brief, in dem der Umzug bestätigt wird, an die Rechtsabteilung der Gesellschaft geschickt werden.“
Hochachtungsvoll ...
Silentlambs
Datum:
17. März 2002
Zeit:
01:50:48
P. S. Das Dateline-Programm ist stärker als je zuvor und wird bald gesendet. Die „Wahrheit“ wird nicht durch Wachtturm-Lügen verdeckt werden.
Silentlambs
Datum:
17. März 2002
Zeit:
07:56:18
Bitte halte uns auf dem Laufenden, wann Dateline gesendet wird. Danke ...
Datum:
17. März 2002
Zeit:
15:26:14
Hallo Bill,
danke, dass du mich heute angerufen hast. Es war eine Freude, wieder mit dir zu sprechen. Ich fühle mich besser, wenn ich weiß, dass es draußen noch andere mit solchen Erfahrungen gibt.
Es macht mir Freude, deine Website zu lesen. Sie hat sich gut entwickelt, seit du sie erstmals bereitgestellt hast.
Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich dir kein Exemplar von Wölfe unter Schafen geschickt habe. Ich habe eins an Barbara und Rosalie geschickt, und jetzt, da du mich daran erinnert hast, werde ich dir kostenlos eines schicken.
Doch von jetzt an muss ich dafür eine kleine Gebühr erheben. Für das Buch, die Verpackung und das Verschicken fallen insgesamt 12,50 Dollar an. Das ist für ein Buch heutzutage kein schlechter Preis, oder?
Freundliche Grüße
Jim Kostelniuk
Datum:
18. März 2002
Zeit:
08:36:27
Wird Dateline genauso bald senden, wie Harmagedon bald kommt?
Datum:
18. März 2002
Zeit:
13:51:35
Ich bin sicher, weitere Einzelheiten über die Fälle Bryant und Longo in Verbindung mit den Zeugen werden ans Licht kommen. Die Ähnlichkeiten werden sicher genug das Interesse der Öffentlichkeit erregen, damit die Medien das groß herausbringen.
Ich möchte sagen: Wir haben gesehen, wie vielen Leuten die Gemeinschaft entzogen wurde, und wir kennen alle genug Personen in schweren finanziellen Lagen. Aber gewöhnlich bringen sie doch nicht ihre Familien und sich selbst um – selbst Zeugen verstehen das. ABER kann man sich die Isolation einer Familie vorstellen, die (1) harte finanzielle Zeiten durchmacht, (2) bereits alle „weltlichen“ Freunde und Angehörige beiseite geschoben hat UND (3) jetzt im Königreichssaal geächtet wird, wenn sie versucht, ihre Bestrafung anzunehmen, um wieder in gutes Ansehen im Saal zu kommen? Das mit deiner Familie durchzumachen, während man versucht, das Rechte zu tun – absolut entsetzlich.
Ich bin ein Vater, und selbst das obige würde mich nicht dazu bringen, meine Familie auszuschalten. Aber es würde einen Menschen zerreißen. Für jemanden, der seelisch unausgeglichen ist, mögen diese Faktoren zuviel des Erträglichen sein.
Datum:
19. März 2002
Zeit:
10:49:13
Junge, was bin ich froh, auf diese Seite getroffen zu sein. Ich gehe zu den Zeugen Jehovas, und intern scheinen sie nette Leute zu sein, aber nachdem ich diese Website gesehen habe, plane ich erst einmal, mehr nachzuforschen. Wenn jemand von diesen Leuten auch nur daran denkt, seine dreckigen Pfoten auf mein Kind zu setzen, würde ich zuerst ihn und dann die Ältesten dafür umbringen, dass sie das geschehen lassen. Schließlich würde ich die ganze Organisation als einen Haufen von Heuchlern bezeichnen. Wenn sie wirklich glauben, Aufrichtigkeit sei die beste Politik, dann sollten sie die Dinge nicht vertuschen. Ich denke, diese Kindesmissbrauchspolitik ist eine Schande für Gott und die Opfer, und ihr sollte so schnell wie möglich ein Ende bereitet werden.
Datum:
19. März 2002
Zeit:
13:08:23
DK, ich bin mit dir einer Meinung. Schau dir die Depressionen an, die in den Versammlungen überhandnehmen. Und all die unglücklichen Ehen. Schau dir aufrichtig den Königreichssaal an: das ist alles andere als ein Paradies auf Erden. Verleumdung, üble Nachrede, Geschwätz, Cliquen. Und die Ältesten sind nichts als Sklaven der Wachtturm-Sekte Sie können nicht eigenständig denken. Ich hoffe, die neue Welt kommt bald.
Datum:
19. März 2002
Zeit:
14:28:51
Nun, wenn die neue Welt bald kommt, dann kommt sie nicht bald genug. Je eher sie kommt, um so eher wird der ganze Missbrauch aufhören. Aber es sieht nicht so aus, als werde der Missbrauch so bald aufhören.
Datum:
19. März 2002
Zeit:
20:25:09
Geboren 1946 in Sonny Irons Fort Lauderdale, Florida; 1956 der Dienstschule angeschlossen. 1958 getauft; drei Jahre lang Pionier. Habe gesehen, wie das Ältestensystem Jehovas Organisation Stück für Stück ruiniert hat. Begann, kritische Fragen zu stellen. Habe fünf Jahre lang als Buchstudienleiter und Hilfsschuldiener gedient; habe 1975 einen Gemeinschaftsentzug erhalten; der wurde 1975 für ungültig erklärt; habe die Wachtturm-Gesellschaft 1975 verlassen. Sie waren nicht in der Lage, mir oder meiner Familie seither Schaden zuzufügen. Die Juden WAREN EINMAL das auserwählte Volk. Die Zeugen Jehovas waren einmal ein auserwähltes Volk, wahrscheinlich bevor sie eine anmaßende Klasse von GEISTLICHEN (ÄLTESTE) schufen. Erinnert sich noch jemand daran, wie wir die Christenheit für ihre Missbrauch treibende Geistlichenklasse verspotteten? Wie wäre es, wenn mehr die Qualität als die Quantität betont würde?
Datum:
20. März 2002
Zeit:
07:28:51
Ich habe soeben den Eintrag von Melissa vom Februar gelesen ... Ich kann deine Ignoranz nicht glauben! Ich wurde von meinen BEIDEN Brüdern missbraucht, und das fing an, als ich so ungefähr fünf oder sechs Jahre alt war ...
Wie können Älteste ein Kind von elf oder zwölf Jahren fragen, ob es bei der Vergewaltigung oder dem Missbrauch einen Orgasmus hatte???? Ob es Spaß daran hatte? Was es gedacht hat, als das geschah? Leuten, die Kinder in den Versammlungen missbrauchen, geschieht nichts. Das wird unter den Teppich gekehrt. Dir, dem Opfer, wird die Schuld gegeben. Die Polizei wird nicht eingeschaltet, die Eltern nehmen es nicht zur Kenntnis und reden nicht darüber. Und was geschieht dann mit dem Opfer? Man entlässt es völlig vermurkst ins Leben. Sexueller Missbrauch ist nichts FREIWILLIGES, er wird einem aufgezwungen und man trägt das ganze Leben daran. Ich bin jetzt 40. Ich habe immer noch schlimme Empfindungen. Ich kann keine Beziehung eingehen. Ich habe immer noch Alpträume. DU weißt nicht, wie das ist. DAS WIRD VERTUSCHT.
Wir BRAUCHEN diese Website. Die Dinge müssen aufgedeckt werden. Es gibt keinerlei Entschuldigung. Wenn ein erwachsener Zeuge Jehovas Hurerei begeht und es rauskommt, dann wird ihm gewöhnlich die Gemeinschaft entzogen. Wenn du ein Kind missbrauchst, mach weiter so – das geht in Ordnung!
Zieh nicht über Dinge her, von denen du nichts weißt. Schütz dein eigenes Kind. Sag dich von dieser Organisation los.
An alle anderen: Ihr müsst tiefer sehen als bis zu den oberflächlichen Vertuschungen einer Organisation. Statt auf eine Sekte zu hören fangt an, denen zu glauben, die sie verlassen haben und sie als das ansehen, was sie ist.
Datum:
20. März 2002
Zeit:
11:31:20
Eine Website wie diese war schon seit einiger Zeit arg notwendig ... die Vertuschungen und Heimlichtuereien in der Wachtturm-Organisation stinken schon zum Himmel ... das muss bekannt gemacht werden. Die Zeugen Jehovas bedrohen jeden, der mit Geschichten ankommt, wie er in der Wachtturm-Organisation misshandelt wurde ... so wird seit vielen, vielen Jahren das Schweigen erzwungen. Ich war 30 Jahre lang bei den Zeugen ... Ich bin immer noch dabei, von dem Schmerz dieser Jahre gesund zu werden. Man veranstaltet Hexenjagden auf Unschuldige, man darf bei ihren Rechtskomiteesitzungen niemanden dabeihaben, der einen verteidigt ... auch wenn ihre ganze Ältestenschaft über einen zu Gericht sitzt. Es ist ein Alptraum ... bitte stelle die Vergehen und die finanziellen Geheimnisse dieser so genannten gemeinnützigen Organisation namens Zeugen Jehovas bloß.
Gott Segne euch. Neuschottland, Kanada drafuse@accesswave.ca
Datum:
20. März 2002
Zeit:
15:56:22
Sonny: Die Zeugen Jehovas waren nie ein auserwähltes Volk. Sie entstammen einer Bewegung des 19. Jahrhunderts, die sich vorstellte, dass Gott in der Bibel Hinweise für ein paar auserwählte Führer hinterlassen habe, die sie entschlüsseln und uns so zur Rettung führen könnten. Einer der freimütigeren „Milleriten“ spaltete sich ab und begann seine eigene Religion. Hast du wirklich vor, die Tatsache nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass ihr Gründer 1914 auf der Brooklyn Bridge stand und erwartete, entrückt zu werden? Man stelle sich das vor: alle angezogen wie Clowns in weißen Kleidern und so zuversichtlich, wie sie nach seiner Bibelentschlüsselung sein konnten. Klingt wie der Höhepunkt der Abtrünnigkeit. Wie der Trottel Charles Russell beschloss, dass der eine und einzig wörtlich zu nehmende Teil der Offenbarung die Zahl 144.000 in den Kapiteln 7 und 14 sei.
Es ist und war immer eine von Menschen geschaffene Organisation, beherrscht von Menschen und bestimmt, jeden Narren auszunutzen, der bereit ist, sie alle Entscheidungen in seinem Leben treffen zu lassen.
Die hierarchische „Wir haben alle deine Antworten“-Einstellung lehrt die Menschen, keine Hilfe anzunehmen und ist genau das Problem, warum es diese Seite hier gibt. Die Probleme gibt es schon seit Anbeginn, und überall und ständig.
Die einzige Antewort ist: wegbleiben und denen drinnen Hilfe anbieten, die bereit sind, zu hören.
Datum:
20. März 2002
Zeit:
20:15:31
Hallo, ich heiße Michelle, ich wurde als Zeugin Jehovas geboren und bin in dem Glauben aufgewachsen, mein Vater war Ältester (ich rede von keiner Kindheit). Ich habe seit 14 Jahren einen Gemeinschaftsentzug (Gott sei Dank). Bei meinen 14 Jahren außerhalb der Organisation habe ich erst kürzlich begonnen, Gott mein Herz zu öffnen. Das war ein äußerst schmerzlicher Prozess. Ich wurde nicht sexuell missbraucht, aber so, wie ich es sehe, geistig. Ich bin auf ewig dankbar für diese Website. Endlich sagt jemand die WAHRHEIT!
Bitte, an alle, die diese Website und dieses Gästebuch lesen ... „Erinnert euch immer an die Kinder“ ... sie sind unsere Gründe für alles!
Ich habe als Kind endlosen und unvergesslichen Schmerz in dieser Organisation gelitten, und ich leide immer noch an einigen Dingen als Erwachsene. Ein liebevoller und wahrhaftiger Gott würde diese Dinge NIEMALS jemanden lehren, besonders nicht Kinder.
Gottes Liebe ist BEDINGUNGSLOS ... Gott liest das Herz und nicht, ob man einer Religionsgemeinschaft angehört. Denkt daran, Gott schuf die Spiritualität, nicht die Religionen ... das ist ein riesiger Unterschied!
Datum:
20. März 2002
Zeit:
20:26:10
„Der wahre Weg“
Als ich noch klein war, lehrten „sie“ mich, dass es eine „Welt draußen“ gibt, so kalt. Ich hatte Angst, war voller Furcht vor dem Harmagedon, das sie „vorhersagten“.
Ich habe mich oft so schuldig gefühlt. Ich fühlte mich so allein. Bis eines Tages ein Engel kam und der wahre Weg zu Ihm gezeigt wurde.
Der Engel sagte mir, Gott sei Liebe, Keine Wut, keine Schuld, keine Angst. Zuerst war ich so verwirrt, denn das war nicht das, was „sie“ mir erzählten.
Sie lehrten mich, meinen Gott oben zu fürchten. Und sie warnten mich, „sie“ würden aufpassen. „Höre nicht auf etwas, das die ‚Welt’ sagen mag, denn das ist das Gerede Satans.“
Mir viel Furcht erzählte ich also meinem Engel, was die „Brüder“ gelehrt hatten. Er lächelte mich an und sagte: „Mein Kind, was sie predigen, ist falsch.“
„Ich werde den Weg für dich erleuchten, ich will dir den wahren Weg zeigen. Du hast ein gutes Herz, mein Kind. Egal was die ‚Brüder’ sagen.“
So nahm ich müde die Hand des Engels, sie fühlte sich warm und voller Liebe an. Sehr langsam führte er mich auf den Weg, der von oben erleuchtet wurde.
Der Pfad verschlug mir in all seiner Schönheit den Atem. So voller Liebe und Licht und Freude. Ich begann, Gott zu danken und zu beten.
„Durch die Liebe Jesu danke ich dir, mein Herr, für alles, das du mir gegeben hast. Und dafür, dass du mir den ‚wahren’ Weg zu dir gezeigt hast. Ich werde dir immer dankbar sein.“
Jetzt gehe ich auf diesem Weg mit „Mitgläubigen im Geiste“. Durch Gottes Liebe und Licht leben wir, aber JETZT HABEN WIR KEINE FURCHT MEHR!
Michelle Krause mkrause@pressenter.com
Datum:
21. März 2002
Zeit:
09:44:03
Ich habe diese Website vor einiger Zeit besucht. Ich habe diese Informationen einem Zeugenpaar mitgeteilt, aber sie glauben wirklich nichts davon. Es ist auch sehr traurig, dass viele der Opfer Zeugen Jehovas bleiben, wie die Opfer bei den Katholiken. Ich bin Christ und versuche, diese Informationen zu nutzen, um Menschen sehen zu helfen, dass diese Leute den Jesus der Bibel nicht kennen. Möge die unangenehme Wahrheit bloßgestellt werden, damit die glorreiche Wahrheit der Errettung offenbart werde. Patrice Leach
Datum:
21. März 2002
Zeit:
11:14:57
Es tut mir leid, ich habe vergessen, meine E-Mail-Adresse anzugeben. Ich freue mich über jede Diskussion von Lehrpunkten. Die Geisterwelt ist sehr real, wie auch die verachtenswerten Früchte der Lehren von Dämonen. Wen würde Satan mehr vernichten wollen als die Kinder, denen das Königreich Gottes gehört. 1. Johannes 2:27. Der Heilige Geist möchte euer Lehrer sein. Patrice Leach nustart7900@aol.com
Datum:
21. März 2002
Zeit:
14:40:43
Ich bin überrascht zu sehen, wie viele heilige Typen Zeit auf dieser Website verbringen. Man kann leicht genug verstehen, dass einige Zeugen Jehovas das Risiko eingehen, Abtrünnigenliteratur zu lesen, um ihre blinde Hingabe zu verteidigen – oder „eine Menge Sünden zudecken“, um uns zu retten. Aber wie kann jemand, der in der bedrückenden Zeugenorganisation gegen den Strom geschwommen ist, sich immer noch gedrängt fühlen, diesen Quatsch von sich zu geben? Ich kann einfach nicht sagen, wie unmöglich es wäre, mich in eine Religionsgemeinschaft zu bekommen. Es wäre ebenso schwer, sich vorzustellen, dass ich „Gott dies ...“ und „Heiliger Geist das ...“ fasele. Geht dir diese Scheiße nicht auch auf die Nerven? Diese geschlossenen Gesellschaften von Gleichgesinnten sind der Grund für Websites wie diese.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
02:30:11
Obwohl ich in der Zeit, als ich als Jugendliche zu den Zusammenkünften ging, nicht sexuell belästigt worden bin, bin ich leider auch nicht schockiert darüber, wie diese Organisation Personen behandelt, die belästigt wurden! Es wäre traumatisch genug, Missbrauch zu erleiden. Aber dann in einer solch herzlosen Weise behandelt zu werden, wenn man sich meldet, ist bei diesen so genannten Christen unentschuldbar! Aber diese Sekte ist bekannt dafür, jeden „zum Schweigen zu bringen“, der Unannehmlichkeiten bereiten könnte. Denn das macht es schwerer, neue Mitglieder zu werben! Meine Schwester ist Zeugin und immer noch von der „Wahrheit“ geblendet, und alles, was ich von ihr höre, ist, wie ENTSETZLICH die katholische Kirche mit Priestern ist, die andere belästigen, ohne dass ihnen Einhalt geboten wird!! Was so traurig ist: Selbst wenn sie diese Website besuchen würde, was Jehovas Zeugen aber nicht dürfen, würde diese Organisation den „schweigenden Lämmern“ immer noch IRGENDWIE Sand in die Augen streuen!!! Ich bete darum, dass Dateline gesendet wird und dieses Thema im landesweiten Fernsehen vorstellt, so dass es vielleicht hilft, dem Missbrauch auch nur eines kostbaren Kindes ein Ende zu setzen und die Ahnungslosen wachsam zu machen. Frieden, T.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
14:55:34
Hallo T., meinst du das wirklich im Ernst, wenn du sagst, Jehovas Zeugen dürften diese Website nicht besuchen? Das ist einfach nicht möglich. Jeder kann, ohne es zu wissen, auf vielerlei Art auf eine Website wie diese stoßen, auch Zeugen Jehovas. Ich denke, alle Zeugen sollten diese Website sehen, damit sie wissen, was in ihrer Organisation vor sich geht, besonders weil die meisten es nicht wissen. Ich habe Freunde, die Zeugen Jehovas sind, und als ich ihnen von dieser Website erzählte, glaubte mir der eine nicht und der andere sagte mir, das stamme wahrscheinlich von einem Abtrünnigen. Aber das ist einfach lächerlich, weil ein Abtrünniger nie an die Briefe an Älteste kommen würde. Ich meine wirklich, meine Freunde und alle anderen Zeugen Jehovas sollten diese Website zu ihrem eigenen Nutzen sehen.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
15:06:30
Ich kann nicht warten, bis diese Sache in Dateline gesendet wird. Die Politik dieser Leute muss aufhören, und diese armen Kinder, man stelle sich die Alpträume vor, die sie durchmachen mussten. Nach diesen Geschichten scheinen die Ältesten wie geistig unterbelichtete Trolle zu sein; anstatt ein Ort zu sein, wo man sich vor dem Wind verbergen kann, sind sie voller Scheiße.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
15:26:42
Bill, hast du versucht, mit der Oprah Winfrey-Show oder mit Montell Williams Kontakt aufzunehmen? Es muss mehr Leute geben, die dies neben Dateline zu senden bereit sind.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
16:29:48
An die Person, die auf „T“ antwortete: Du stammst sicher von draußen. Du begreifst nicht, wie kontrolliert diese Leute sind. Sie dürfen diese Website nicht besuchen – und meistenteils wollen sie es auch nicht. Wenn sie durch Zufall darauf stoßen, würden sie sie in dem Augenblick wieder verlassen, in dem sie ihr Wesen erkennen.
Du solltest sehen, wie paranoid diese Leute sind, wie sehr sie auf Abtrünnige in ihren Reihen achten. Das sind die, die sie wirklich fürchten. Wir (Außenstehende) würden die Abtrünnigen wahrscheinlich als Leute mit einem Minimum an freiem Willen einordnen – nichts weiter. Aber die Zeugen Jehovas (eingeschlossen deine Freunde) würden ihre besten Freunde den Ältesten ans Messer liefern, wenn dein Freund auch nur im Geringsten vom Wachtturm abwiche.
Lass dich von deinen Zeugenfreunden nicht zum Narren halten – sie versuchen, einen vernünftigen Eindruck zu machen. Aber sie sind es nicht. Sie glauben den Scheiß, den man ihnen erzählt. Anders würden sie die Schikanierung durch andere nicht ertragen können.
Datum:
22. März 2002
Zeit:
20:36:45
Seit nunmehr schon einem Jahre denke ich daran, wieder in den Königreichssaal zu gehen. Aber seit mein Vater gestorben ist, haben mich einige Dinge davon abgehalten. Ich habe immer an die Geisterwelt geglaubt, aber vieles abgelehnt, als ich noch dorthin ging. Ich bin nicht getauft worden, habe auch nie daran gedacht. Der letzten Person, mit der ich studierte, bin ich immer aus dem Weg gegangen, weil sie nur vorhatte, einen wirklich Schlauen zu heiraten. Wie auch immer. Schon seit ich 11 Jahre alt war, glaubte ich an die Lehren der amerikanischen Ureinwohner. Irgendwie begannen sie, in den letzten paar Jahren zu mir zurückzukommen. Wie das Bild eines amerikanischen Eingeborenengeistes. Der, wie viele Zeugen Jehovas glauben, ein Dämon ist. Ja, richtig, der einzige Dämon bist du. Als ich noch bei meinem Vater lebte, habe ich den ganzen Scheiß studiert, und ich war wirklich deprimiert. Ich wusste nicht, warum. Bis jetzt war es nicht nur wegen der Religion, sondern es war wegen meines Vaters. Wegen dessen, was er hinterlassen hat. Zur Beerdigung meines Vaters hatte ich ein Gedicht geschrieben, aber der Älteste nahm nur einen Satz darin. Und begann, über das irdische Paradies zu reden. Das einzige Paradies, das ich gefunden habe, ist in mir selbst. Nach der Geburt von zwei Kindern (nicht zu erwähnen, dass ich nicht verheiratet bin), habe ich meinen Frieden in mir gefunden, und ich kann weggehen, ohne dass es mit leid tut.
Mein Dank an alle, Windwalker MsLoriWindwalker@aol.com
Datum:
23. März 2002
Zeit:
02:28:18
Ich schreibe als Antwort auf die Bemerkung vom 6. März 2002, die an DJB (das bin ich) gerichtet war. Du hast in deiner Bemerkung gesagt: „Du bist aktive Zeugin und bringst deine Kinder nicht in den Königreichssaal, weil du sie nicht schützen kannst?“ Die nächste Anmerkung war (Zitat): „Ich habe Angst um deine Kinder – wegen des Irrsinns, der in deiner Familie herrscht.“
Ich nehme an dieser Bemerkung Anstoß. Du kennst meine Familie nicht, und es war nicht meine Familie, die meine Kinder sexuell belästigte. Es war der SEXTÄTER, den ich geheiratet hatte. Schließlich steht ihnen das nicht im Gesicht geschrieben. Es ist ihr Verhalten, das sie identifiziert, und das Traurige ist, dass es die Opfer am eigenen Leib erfahren.
Ich war in der Lage, weiter meine Religion auszuüben, weil ich die Unterstützung meiner Familie habe, besonders meiner Mutter und meines Vaters, meiner Großeltern und meiner Tante und meines Onkels. Wir schlossen uns eng zusammen. Ich gehe nie allein irgendwo hin (mein Vater und/oder meine Mutter begleiten mich).
Ich erhielt auch einen Kontaktsperrebeschluss für meinen Ex-Mann, der (dank seines großen Mundes) auch beinhaltete, wenn das Rechtskomitee mit mir zusammenkam, um die Situation zu besprechen, würde das meinen Ex-Mann 500 Dollar kosten. Auf diese Weise wandte der Richter den Kontaktsperrebeschluss an. Er gewährte mir die Freiheit, meine Religion zu praktizieren und nicht von meinem Ex-Mann oder jemandem, den er schicken würde, belästigt zu werden.
Mein Ex-Mann hat sich viele Male an meinem Auto zu schaffen gemacht, was einmal dazu führte, dass ich von der Straße geschleudert bin. Ein andermal hat ein Ältester, der gesehen wurde, wie er jemanden belästigte, und der bei der Polizei angezeigt wurde, bei drei verschiedenen Gelegenheiten mein Auto geschnitten. Zweimal auf der Autobahn, als ich mit 90 km/h fuhr. Einmal musste er, nachdem er mich geschnitten hatte, so scharf beidrehen, dass er fast mit seinem Auto umkippte. Mein Vater ließ einen Ältesten kommen und der sagte ihm, wir würden zu viel aus der Sache machen. Er sagte: „Alle jungen Leute tun das, und deshalb hat er das getan“ (seine Worte). Einige Leute, die versucht haben, uns beizustehen, hatten schließlich Frontalzusammenstöße. Ein Unfall forderte das Leben des Arztes meines Ex-Mannes, den er im Krankenhaus behielt, bis ich entlassen werden konnte. Mein Sohn musste in eine andere Schule gehen, weil er im Bad angegriffen wurde. Wir hatten ein Treffen mit dem Schulrektor vereinbart und gefordert, dass mein Sohn versetzt würde, aber ehe wir uns noch einmal mit ihm treffen konnten, hatte auch er einen Frontalzusammenstoß.
Ich bin gegenwärtig im Tagesklinikkomitee für Jugendliche in Lebenskrisen. Ich bin die Gemeindevertreterin für den Bezirk und fahre diese jungen Leute ehrenamtlich ins Wohnheim und zurück. Ich bin auch freiwillig für eine von der Polizei ins Leben gerufene Gruppe tätig, die Opfern in Krisen Unterstützung anbietet. Mit solchen Polizeigruppen und –programmen zu tun zu haben, bietet einigen Schutz.
Ich weiß, was man verloren hat, kann man nicht mehr zurückerhalten, aber zumindest schlagen wir zurück ...
DJB
PS. Ich habe auch das Buch Wölfe unter Schafen gelesen. Ich stimme den Autoren zu.
Datum:
23. März 2002
Zeit:
19:42:12
HALLO, SILENT LAMBS. SEARCHIN50@AOL.COM.
Datum:
24. März 2002
Zeit:
18:57:19
Ich bin auch ein Opfer, und ich habe gelitten. Und doch bleibe ich und gehe an die Türen, und lüge den Leuten etwas über die Wahrheit vor, die ich habe, und welche Freude sie bringt.
Datum:
25. März 2002
Zeit:
09:27:06
Hallo noch einmal. Viele Zeugen (so nennen wir uns selbst), die ich kenne, haben eine Menger Schwierigkeiten zu glauben, dass dies in ihrer Versammlung oder in ihrem Gebiet passiert. Man sagt uns, wir dürften nicht auf Webseiten wie diese gehen, und einige sehen das als Verfolgung ihres Glaubens an. Man nennt das abtrünnig. Man verbietet uns, ihre Entscheidungen anzuzweifeln, und wenn wir es tun, werden wir auch als abtrünnig bezeichnet.
Betrachtet die folgende Situation (und ja, in meiner Gegend wird sehr viel vertuscht). Folgendes ist kürzlich geschehen. Mein Ex-Mann heiratete mit dem Segen der Ältesten wieder, obwohl er derjenige ist, der untreu war (offensichtlich hat es das gestanden). Nichts wurde öffentlich unternommen (außer dass im Sommer bekannt gegeben wurde, dass er deshalb Reue gezeigt hat), bis ich mich beklagte. Nun SCHLÄGT er seine dritte Frau. Sie ist mit blauen Flecken im Gesicht zur Versammlung gekommen. Tatsächlich hat sie in den vergangenen Wochen, als die ersten blauen Flecken abheilten, wieder neue bekommen. Wir haben uns deshalb an die Ältesten gewandt.
Ich bin seine zweite Frau, und ich weiß, wie gefährlich er ist. Seine 16-Jährige Tochter wohnte bei uns, als ich mich von ihm trennte. Sie zog zu mir, und später flog ich mit ihr zurück in den Osten zu ihrer Mutter. Sie erzählte meinen Halbwüchsigen, dass ihr Vater sie belästigte, aber sie wollte es nicht der Polizei erzählen. Das Traurige ist, dass er nun die Freiheit hat, jemand anderen sexuell zu belästigen.
Jetzt tut er es mit seiner dritten Frau. Sie läuft herum, als sei sie in Trance, wie ein Zombie. Da ich seine frühere Frau bin, kenne ich seine extreme Gewalt und die Wut, in die er sich steigert. Ich habe es nur sechs Monate bei ihm ausgehalten. Er hat damals gedroht, uns umzubringen. Ich glaube, wenn er bei ihr bleibt, wird er sie schließlich umbringen. Was soll ich tun? Die Ältesten unterstützen ihn vollkommen ... Sie wird noch TOT enden ... Das einzig Gute an der Sache ist, dass sie keine Kinder hat. Andere haben mir gesagt, ich könne nichts tun ... Kann ich das bei der Polizei anzeigen? Wir wohnen in Kanada. Ein Ältester hat mich angerufen; er möchte heute Nachmittag mit mir über die Situation reden.
Bei diesen Leuten, die das weiter so geschehen lassen, stimmt wirklich etwas nicht. Ich weiß, dass nicht alle Mitglieder schlechte Menschen oder Verbrecher sind. Einige sind sehr aufrichtig. Einige dieser Ältesten sind in ihrem Verhalten sehr korrupt und/oder kriminell. Diese korrupten Leute müssen aus den Reihen der Zeugen Jehovas entfernt und den zuständigen Behörden übergeben werden, damit die etwas unternehmen.
Ich glaube, Bill Bowen, du bist auf der richtigen Spur. Wie können wir uns schützen, wenn wir nichts wissen? Schweigen schützt nur den Täter. Die Opfer müssen weiter reden, bis jemand zuhört. Ich habe mich schon einmal in das Gästebuch eingetragen.
P.S.: Ich hoffe, einige (Zeugen) werden dies lesen und sich ihre Haltung, ALLES ZU LEUGNEN, noch einmal überlegen. Diese Personen müssen sich folgendes fragen ... Sprüche 21:13: „Warum hast du dein Ohr vor dem Klageschrei des Geringen verstopft?“ Psalm 94:16 stellt eine andere, sehr zeitgemäße Frage (Zitat): „Wer wird sich für mich gegen die Übeltäter erheben? Wer wird für mich seine Stellung gegen die beziehen, die Schädliches treiben?“ Diese Fragen fordern eine Antwort!!!!
Datum:
25. März 2002
Zeit:
11:03:01
Zu der Bemerkung vom 22. März 2002 als Antwort auf die Person, die auf „T“ (das bin ich) antwortete. Ich BIN von draußen, und ich bin auch froh darüber. Ich möchte nicht, dass jemand außer mir selbst meine Art zu denken kontrolliert. Und ich weiß auch SEHR WOHL, wie sehr die Organisation Kontrolle ausübt, und das ist der Grund, warum ich froh darüber bin, dass ich nicht dazugehöre. Ich liebe meine Freiheit. Tatsächlich wäre ich lieber eine Abtrünnige, als jemand, der eine Gehirnwäsche hinter sich hat. Wenn sie zufällig auf diese Website stoßen, dann werden die meisten von ihnen sie wahrscheinlich verlassen, aber sicher gibt es dann auch einige, die über diese Seite stolpern und vielleicht neugierig sind und sie sich ansehen.
Die Zeugen Jehovas würden wahrscheinlich WIRKLICH ihren besten Freund anschwärzen, weil er im Geringsten von den Anweisungen der Wachtturm-Gesellschaft abweicht. Das ist ein Grund, warum sie so unterwürfig sind (obwohl ich sie nicht hasse), und ich erzähle das meinen Freundinnen, die Zeuginnen Jehovas sind, immer wieder.
Ich bin auch nicht zum Narren gehalten worden. Darum stelle ich Nachforschungen über die Organisation an und befrage meine Freundinnen bei jeder Gelegenheit über ihren Glauben. Wenn sie den Mist, den man ihnen erzählt hat, nicht glauben würden, dann hätten sie entweder die Organisation verlassen oder sich ihr von vornherein nicht angeschlossen haben. Es ist zu schlimm, dass sie das glauben, und darum tun sie mir in gewisser Weise leid.
Datum:
25. März 2002
Zeit:
23:01:31
Wahrheit ist nicht der Besitz aller Menschen. Deine Bemühungen zugunsten der missbrauchten und zerschlagenen „Lämmer“, die angeblich unter der Sorge von „befähigten Hirten“ waren, ist einzigartig, ehrlich und moralisch aufrichtig.
Ich diente 35 Jahre lang als Dienstamtgehilfe, Pionier und Ältester, ehe ich die Zeugen Jehovas verließ – eine Organisation, die keine liebevolle Kraft im Leben ihrer Mitglieder darstellt. Wie soll das auch zugehen, wenn sie doch geistig und moralisch bankrott sind?
DIR UND DEM INTERNET MEINEN DANK!
„Jesus Garcia“ bicc97@hotmail.com
Datum:
26. März 2002
Zeit:
05:32:27
Ich heiße Renee und wuchs als Zeugin Jehovas auf. Jetzt will ich nicht mehr dorthin zurück. Meine Mutter lief herum und erzählte den Leuten im Königreichssaal, ich sei schwer von Begriff. Deshalb hatte ich keine Freundinnen, und die Leute behandelten mich anders. Ich weiß, wenn ich geblieben wäre, hätte ich den Verstand verloren. Und kein so genannter „Bruder“ würde bei mir wiederholt hinschauen, denn ich wiege etwas zu viel.
Datum:
26. März 2002
Zeit:
20:51:51
Danke, dass du diese Website zusammengestellt hast!!
Datum:
26. März 2002
Zeit:
21:12:56
Danke an alle, die ihre Geschichte erzählt haben! Ich weiß, dass die Ältesten diese Fälle nicht immer ernst nehmen. Ein Ältester erzählte dem Mann, der mich missbraucht hat, dass so etwas oft vorkommt. Was sagt einem das? Wenn Michelle in GEOANDMISH dort draußen ist oder jemand sie kennt, lasst sie bitte wissen, dass die Bibelforscher und die Christadelphianer nicht die Hölle oder die Dreieinigkeit lehren. Sie sind im Internet: www.biblestudents.com. Du musst nicht glauben, du seiest verrückt!!
Datum:
27. März 2002
Zeit:
10:19:59
Michelle hier, danke. Gestern kreuzte unsere frühere Bibelstudienleiterin auf, um uns zum Gedächtnismahl einzuladen. Ich glaube, man hat ihnen gesagt, sie sollten hierher kommen, weil ich ihr erzählte, was ich fand [deine Website, Bill sei Dank]. Sie sagte, sie würden wiederkommen zu mir. Es brauchte zwei Wochen, sie leugneten alles – dass man nicht ermutigt werde, zur Polizei zu gehen; Organtransplantationen – sie sagte, nichts sei jemals schriftlich verboten worden. Dann erklärten sie alles weg. Ich sagte ihnen, sie sollten nicht wiederkommen.
Datum:
27. März 2002
Zeit:
14:40:51
Ich glaube, wenn ihr immer noch zu dieser Organisation gehört, dann seid ihr alle kranker als die Täter. Was für Eltern seid ihr, wenn ihr zulasst, dass Geisteskranke eure Kinder missbrauchen, ohne dass ihr alles in eurer Macht Stehende tut, damit sie überführt werden. Wenn ihr seht, dass die Ältesten nicht zu eurer Verteidigung kommen, dann müsst ihr etwas unternehmen, um gewiss zu sein, dass euer Kind sicher ist. Welche Art kranker Organisation ist das, die zulässt, dass diese Dinge mit Kindern geschehen? Mir scheint, das einzige, was euch interessiert, ist, dass ihr die Straßen auf und ab und von Tür zu Tür geht, um Geld für diese böse Organisation zu machen. Sexuell belästigt zu werden hat dauerhafte und schädliche Folgen für Kinder, und wenn sie erwachsen werden, sind sie völlig vermurkst. Diese kranke Organisation öffnet die Tür, damit Leute, die Kinder belästigen, Homosexuelle, Kinderschänder und dergleichen einen sicheren Zufluchtsort haben – alles, was man tun muss, ist, ein Zeuge Jehovas zu werden, und man kann selbst bei Mord davonkommen. In dieser SEKTE steckt keine Wahrheit, ihr seid alle nur ein Haufen armer Seelen, die eine Gehirnwäsche hinter sich haben, und wenn ihr nicht zulasst, dass Gott euch hilft, dann seid ihr auf ewig verloren. Ihr alle müsst beten, dass Gott euch in die richtige Richtung führt. Ihr braucht keinen Ältesten, um zu Gott zu gelangen; ihr könnt selbst zu Gott kommen. Schließlich, ihr Eltern, hat Gott euch eine kostbare Gabe anvertraut, und ihr habt das, was ihr lieben und schützen solltet, den Ältesten übergeben, damit die entscheiden, was richtig für euer Kind ist. Glaubt ihr wirklich, wir würden einem lieblosen Gott dienen? WACHT AUF!
Datum:
28. März 2002
Zeit:
12:08:42
Du bist ein Lahmarsch, weil du dich ihnen angeschlossen hast, und ein noch größerer, weil du jetzt auf Zehenspitzen deinen verschreckten Weg zu einem neuen Hirn gehen musst. Sie wollen nicht mehr, dass du mitmachst, also komm drüber hinweg. Du bist besessen. Frag Gott, warum er Abraham aufforderte, Kindesmissbrauch zu begehen. Wer würde zwei Kinder mit einem Kinderschänder allein lassen? Lasst uns sehen, oh das ist die Geschichte vom Garten, und lasst uns sehen, dass Gott seinen Sohn auf eine kleine Sadomasoch-Sitzung hierher sandte. Ist das das Beste, mit dem ein Schöpfer ankommen kann? Buh! Habe ich dir Angst gemacht?
Datum:
28. März 2002
Zeit:
14:11:26
Ich stimme der Person oben zu; Missbrauchsopfer sind verpfuscht. Ich wurde mit 14 von meinem Stiefvater missbraucht, und das ging dann so weiter. Er sagte, er würde meine Großmutter umbringen, wenn ich etwas sagte. Sie starb zwei Jahre später, und da habe ich es meiner Mutter erzählt. Sie ließ sich von ihm scheiden. Ich lief weg, war eine Zeitlang eine richtige Schlampe, völlig vermurkst. Das bin ich immer noch, aber jetzt bin ich seit 11 Jahren verheiratet. Ich fühle mich als richtige Verliererin.
Datum:
28. März 2002
Zeit:
18:17:52
Hallo wieder. Mir ist aufgefallen, dass einige, die an das Gästebuch schreiben, nicht über sexuellen Missbrauch informiert sind und die Dynamik eines Missbrauchs nicht verstehen. Einige gehen so weit, jedem die Schuld zu geben, nur nicht dem Pädophilen (dem Verbrecher).
Die Schuld an Pädophilie muss auf die Schultern des Pädophilen gelegt werden. Das folgende Beispiel soll das veranschaulichen. Ein Laden wird ausgeraubt. Die Polizei und die Öffentlichkeit sagen nicht etwa, du stehst in der falschen Ecke oder hast die falsche Farbe, also bist du selbst schuld, wenn du ausgeraubt wirst, und tun dann nichts. Für das Ausrauben des Ladens ist immer der Dieb verantwortlich. Pädophilie, sexueller Missbrauch und Schlagen der Frau sind die einzigen Verbrechen, bei denen einige den Opfern die Schuld geben, indem sie fragen, was man getan hat, oder indem sie feststellen, das Kind habe sich aufreizend benommen. Man muss daran denken, dass Raub und Pädophilie nicht geschehen wären, wenn der Verbrecher selbst kein Dieb oder Pädophiler gewesen wäre.
Man darf nicht vergessen, dass die Schuld bei dem liegt, der das Verbrechen verübt. Das Verbrechen liegt bei ihnen (den Verbrechern), nicht bei den Opfern. Wenn die Polizei eine Verbrechensszenerie im Profil darstellt, dann sagt die Art, wie ein Verbrechen verübt wurde, etwas darüber aus, welche Art von Person der Verbrecher ist. Viele Verbrecher sind auf diese Weise gefasst worden. Opfer werden oft zufällig ausgewählt, weil sie für das Raubtier (den Verbrecher) gerade verfügbar sind – und nicht etwa, weil an den Opfern etwas nicht stimmt. Das Verbrechen liegt beim Verbrecher.
Die Lebensgeschichte entscheidet nicht darüber, welche Person jemand wird. Eine unglückliche Kindheit ist also keine Entschuldigung. Sie mag zu ihrem Verhalten geführt haben, aber die Entscheidung liegt immer noch bei dieser Person. Wenn jemand diese Linie überschreitet und ein Kinderschänder wird, kann er niemandem als sich selbst die Schuld geben, und er sollte für die Folgen seiner freien Entscheidung zahlen. WENN SIE EIN VERBRECHEN VERÜBEN KÖNNEN, MÜSSEN SIE AUCH DIE ZEIT ABSITZEN KÖNNEN ... DJB
Datum:
28. März 2002
Zeit:
19:35:28
DIE RELIGION DER ZEUGEN JEHOVAS IST AN SICH SCHON KINDESMISSBRAUCH. ICH HABE SIE ALS JUGENDGEFÄHRDENDE RELIGION BEZEICHNET, WEGEN DER VERHEERENDEN AUSWIRKUNGEN AUF KINDER – ein ehemaliger Zeuge Jehovas.
Datum:
29. März 2002
Zeit:
01:35:34
Ich möchte etwas an die Adresse der Person bemerken, die die Zeugen Jehovas als JUGENDGEFÄHRDENDE Religion bezeichnete. Ich meine nicht, dass es fair ist zu sagen, es sei eine jugendgefährdende Religion. Die meisten haben SEHR hohe Moralvorstellungen. Die Ältesten müssen einfach besser geschult werden, wie man solche Fälle handhabt. Es ist traurig, aber nicht ungewöhnlich, dass sich Leute dem, was passiert, nicht stellen wollen. Danke noch einmal für diese Website!
Datum:
29. März 2002
Zeit:
02:21:41
An die Person, die etwas über den Wachtturm-Artikel über Kindesmissbrauch eingetragen hat ... Wo heißt es: ERSTATTE BEI DEN BEHÖRDEN ANZEIGE????? Das muss ich ja wohl überlesen haben. Wen interessiert es, ob ein Pädophiler kein Amt in der Organisation haben kann? Man stelle sich vor, das missbrauchte Kind muss in derselben Zusammenkunft wie der Täter sitzen ... einen Augenblick, wir wollen die Sache doch beim richtigen Namen nennen ... KINDERVERGEWALTIGUNG ... Man stelle sich vor, das vergewaltigte Kind muss Woche für Woche mit dem Täter da sitzen? Warum sollten diese Leute nicht strafrechtlich verfolgt werden? Und warum ist das Erste, was Jehovas Zeugen sagen, wenn das in einer Diskussion aufkommt ... „Schaut euch doch an, was in der Christenheit vorgeht“? PÄDOPHILIE IST EINE SCHLIMME SÜNDE UND EIN VERBRECHEN, EGAL BEI WEM ODER WO SIE PASSIERT. Ann ticatoo@cableone.net
„Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, dass er ein Kind sexuell missbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden. Auch kann er nicht als Pionier dienen oder eine andere Form besonderen Vollzeitdienstes verrichten.“
Datum:
29. März 2002
Zeit:
04:20:22
Ich kam heute Abend hierher, weil ich nicht wusste, was ich tun oder zu wem sonst ich gehen sollte. Ich bin bereits hier gewesen, aber das ist schon eine Zeitlang her. Ich lese jetzt schon seit Stunden, und wenigstens konnte ich aufhören zu weinen. Ich hatte eigentlich „gehofft“, ich würde aus meinem „Gefängnis“, ans Haus gefesselt zu sein (körperlich und auch seelisch behindert), herauskommen und es wirklich zum Gedächtnismahl heute Abend schaffen. (Ich bin eine Zeugin Jehovas mit einem Gemeinschaftsentzug, die immer noch hofft, den Weg zurück zu finden, weil ich an die biblischen Wahrheiten, die ich dort lernte, glaube. Und ich bin auch als Kind zahllose Male vergewaltigt und sexuell belästigt worden – allerdings nicht von Zeugen Jehovas).
Dann sah ich heute im Fernsehen die Oprah Winfrey-Show, und es ging um den laufenden Sex-„Skandal“ in der katholischen Kirche, der nichts Neues für mich ist. Ich wuchs als Katholikin auf. Unser „perverser Onkel“, der im Priesterseminar war, belästigte alle Kinder in unserer „großen katholischen Familie“, auch die Kusinen.
Nichts davon ist „neu“ für mich. Warum habe ich mir dann bei der Oprah-Show wieder die Augen ausgeweint? Weil einen der Schmerz nie verlässt; weil die Erkenntnis, wie vermurkst man wegen des sexuellen Missbrauchs ist, einen nie verlässt; wegen der Herzschmerzen, dass die Wachtturm-Gesellschaft schließlich nicht „vollkommen“ ist – dass ihr großer „Skandal“ als NÄCHSTER bloßgestellt wird ... Und auch wenn ich bei ALLEN Sexmissbrauchsopfern stehe, reißt es mir dennoch die Eingeweide aus dem Leib, dass der Ort, wo ich diese wunderbaren biblischen Wahrheiten lernte, derselbe Ort ist, wo missbrauchte Geister sogar noch weiter zerbrochen wurden, indem man versuchte, die Dinge geheim zu halten, usw. (genauso wie es die katholische Kirche getan hat – die mich übrigens selbst in acht Jahren katholischer Schule als Kind KEINERLEI biblische Wahrheiten lehrte – nicht einmal den Namen Gottes).
NICHTS ist VERHEERENDER für ein Missbrauchsopfer, als dass einem jemand sagt: „Du darfst nicht sagen“, oder: „Du darfst nicht darüber reden“, usw. Opfer/Überlebende MÜSSEN ERMUTIGT WERDEN, darüber zu REDEN!!! Als 1992 unser „Familienskandal“ (das sind keine Zeugen Jehovas) hochkochte, sagte mein Vater mir: „Rede mit niemandem darüber“, und dann gab er meiner Mutter die Schuld („Deine Mutter möchte nicht, dass du darüber redest ...!“ Dieser Feigling!), und ich verachtete ihn dafür. Und genau das tun auch Vergewaltiger und Kinderschänder – sie beharren darauf, dass man nichts sagt ... Meiner sagte zu mir, mit seiner Faust auf meinem Schambein, wenn ich „redete“, würde er es „festmachen, so dass ich keine Kinder kriegen könne“. Was wusste ich schon als kleines , fettes, 11-Jähriges Kind? Du liegst da, gelähmt, wieder und wieder; so oft, wie der Kinderschänder dich will; wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird; zu verschreckt, um etwas zu sagen; manchmal winselnd; aber meistens „blendest du dich aus“ – du starrst aus dem Fenster oder fixierst irgendein Objekt im Raum; ja, und wenn du jung oder traumatisiert genug bist, kannst du die Erinnerungen verdrängen; und Jahre später, wenn du bereit bist, die Welt auseinander zu reißen und von den Hausdächern zu schreien, sagt man dir wieder, du sollst es geheim halten. NEIN!!!
Ich kann es einfach nicht fassen. Der Schmerz geht nicht weg. Nicht einmal in meinem Alter; mit fast 50 Jahren würde man meinen, er geht weg ... aber er geht nicht weg.
Es ist SO SEHR traurig; wenn ich hier lese, was Opfer/Überlebende bei den Zeugen Jehovas durchgemacht haben, dann glaube ich es wirklich (die Ältesten usw. versuchen, es unter Verschluss zu halten), weil ich selbst früher eine Zeugin Jehovas war und daher weiß, dass es das Wichtigste ist, den Ruf der Versammlung rein zu erhalten. Ich kann also erkennen, wie Älteste und andere in Machtstellungen sich dem beugen können, selbst wo es Kinder betrifft.
Verleumdung, verdammt nochmal! Wenn ich wieder in der Versammlung wäre und etwas hörte, dass ein Bruder (oder ein anderer) ein Kinderschänder ist, wäre ich NICHT in der Lage, meinen Mund zu halten. Ich würde es jedem sagen!!!!!
Wo befinde ich mich also, hier draußen, mit einem Gemeinschaftsentzug, aber mit dem Wunsch, wieder „dazuzugehören“, und doch dreht sich alles in einem herum wegen dieser Dinge? Ich möchte den Zeugen Jehovas/der Wachtturm-Gesellschaft/der Bibel und der Literatur vertrauen, so wie ich es früher getan habe, aber ich frage mich, wie ich wieder zurückkommen soll, körperlich und auch seelisch.
Ich weiß, dass es überall Perverse gibt; warum bin ich also überrascht, dass es sie auch bei den Zeugen Jehovas gibt? Ich weiß es nicht ... es tut einfach weh, das ist alles.
Dies war der einzige Ort, von dem ich wusste, dass ich heute Abend zu ihm kommen konnte ... Eine Außenseiterin/ein schwarzes Schaf gleich zweimal (der Missbrauch war nicht meine Schuld, aber der Gemeinschaftsentzug).
Ich weiß auch, dass es die Gesellschaft nicht gerne sieht, wenn man zu Seelenklempnern usw. geht, obwohl ich meine, dass sie in den letzten Jahren offener für diese Vorstellung geworden ist, weil sie erkennt, dass sie nicht ausgerüstet ist, Wunden aufgrund solcher Dinge zu handhaben. Doch damals, als ich noch eine Zeugin Jehovas war, ging ich zu einem „Bruder /Psychologen“, weil ich glaubte, ich sei „verrückt“, aber keine Idee hatte, WARUM (ich hatte damals die Puzzleteile noch nicht zusammengesetzt). Ich war bei dem Besuch beim Arzt hysterisch, und anstatt seine so genannte „psychologische Weisheit“ anzuwenden und zu verstehen suchen, was da vor sich geht, begann er, mich ANZUSCHREIEN. Unnötig zu sagen, dass ich jahrelang weiterhin „wusste“, dass ich „böse und verrückt“ war ... Jahre später erzählte mir ein Arbeitskollege, der ein Freund der Zeugenfreunde dieses „Psychologenbruders“ war, dieser habe all die Jahre zuvor schlecht über mich gesprochen und seinen Zeugenfreunden gesagt, sie sollten mir aus dem Weg gehen, weil ich „verrückt“ sei. (Besteht zwischen Arzt und Patient nicht Schweigepflicht? Oder gilt das nicht für „Psychologen“, die Zeugen Jehovas sind?) Nun .. wie auch immer, ich gebe nicht den Zeugen Jehovas als Ganzen die Schuld. Es sind Einzelne, die Mist machen, egal welchen „Status“ sie haben.
Ich kann nicht mehr so weiterleben, so isoliert. Ich weiß, es ist nicht gesund und auch nicht recht. Viele, viele Male stelle ich mir vor, wie ich bei den Ältesten anrufe und mit ihnen schwatze, und ich weiß doch nicht einmal, wo ich anfangen soll. Ich lese heute Abend irgendwo auf dieser Website, dass Älteste nicht geschult sind, Personen mit Depressionen und/oder seelischen Problemen Rat zu geben oder für sie zu sorgen. Das habe ich mir immer schon gedacht (aber ich habe es nie schriftlich gesehen), was mich noch mehr zögern lässt, an sie heranzutreten.
Für alle, die keine Ahnung haben: Die „besonderen Weisen“, in denen sich Symptome bei sexuellem Missbrauch zeigen ... (Wer sollte das auch verstehen, wenn er nicht über diese Dinge aufgeklärt ist oder sie selbst erfahren hat?) Hier sind ein paar typische Beispiele (in meinem Fall):
ANTWORTEN (MIT DEM MIKROFON) BEIM WACHTTURM-STUDIUM und/oder der DIENSTZUSAMMENKUNFT: Ich konnte NIE meine Hand heben und bei den „großen“ Zusammenkünften antworten. Denn wenn ich meine Hand hob und sich dann die ganze Aufmerksamkeit mir zuwandte, weil man meine Antwort hören wollte, wenn der Bruder das Mikrofon herüberreichte – ich fühlte mich, als seien ALLE Augen auf mir und ich war NACKT und ENTBLÖSST. Ich konnte dieses Gefühl nie überwinden, und ich VERSUCHTE WIRKLICH, zu antworten, aber nach einer Weile gab ich auf. Es war zu schmerzlich.
MAN SIEHT ODER STARRT MICH AN: Wenn jemand mich „anstarrte“, rastete ich aus und wurde SO WÜTEND, dass ich ihn manchmal anschrie: „WO SCHAUST DU DENN HIN?“, und nicht einmal wusste, WARUM ich so handelte (damals wusste ich nicht, warum – HEUTE verstehe ich es völlig, da ich eine Menge Bücher über das Thema sexueller Missbrauch gelesen habe, seit ich ausgeschlossen bin). Ich bin einmal sogar auf dem Parkplatz vor dem Königreichssaal ausgerastet. Ein Bruder aus einer anderen Versammlung ließ eine Freundin wissen, dass er an mir interessiert war. So fing er an, in unsere Versammlung zu kommen. Und so stand er hinten im Saal herum und „starrte“ mich über den Saal hinweg an, usw. Das geschah Woche für Woche. Als ich einmal an einem Sonntagnachmittag die Versammlung verließ, folgte er mir hinaus zum Parkplatz, und ich konnte spüren, wie er hinter mir herging. Da rastete ich vollkommen aus – ich drehte mich schnell herum, sah ihm ins Gesicht, ging rückwärts, um von ihm wegzugelangen und schrie die ganze Zeit über: WAS WILLST DU VON MIR?? VERSCHWINDE!!! (Das ganze „Anstarren“ und „Herumlungern“ – ich konnte es nicht mehr ertragen.) Doch selbst da verstand ich nicht, warum ich so handelte. Ich hasste mich einfach noch umso mehr. (PS: Damals war ich in den dreißiger Jahren. Ich will nicht, dass jemand denkt, ich oder dieser Bruder seien Teenager gewesen.)
Beim Buchstudium IM KREIS SITZEN: Ein weiteres Gebiet bei den Zusammenkünften, wo es mir den Magen umdrehte und ich Schwierigkeiten hatte, waren die kleinen „begrenzten“ Buchstudien in den Wohnungen der Leute. Ich konnte das nie ertragen, aber in diesen Jahren wusste ich nicht, warum. Alle saßen im Kreis, und das bedeutete, dass da andere auf der anderen Seite des Raumes waren, die einen „ansahen“. Ich konnte es nicht AUSHALTEN, „angesehen“ zu werden – selbst wenn die anderen in Wirklichkeit nicht MICH ansahen, FÜHLTE ES SICH SO AN, ALS TÄTEN SIE ES. Ich verbrachte JAHRE mit gesenktem Kopf in diesen „Kreisen“ beim Buchstudium, wo es mir den Magen umdrehte, nicht in der Lage, aufzuschauen oder auch nur den Kopf hochzuhalten. Es dauerte Minuten, und dann war es vorbei und ich konnte „HINAUSFLIEHEN“, etwas Luft bekommen und weg von den „Augen“ kommen. Wann immer ich die „Kontrolle“ über die Sitzanordnung in dem Raum hatte (wie im Haus einer Schwester, die eine Freundin von mir war), konnte ich die Stühle glücklicherweise in Form eines Auditoriums aufstellen, also in REIHEN statt im Kreis. So saß einer hinter dem anderen, anstatt dass sie sich, im Kreis sitzend, ansahen. (Die Leute haben keine Vorstellung davon, was wir durchmachen, um der Qual zu entgehen, „angesehen“ usw. zu werden.) Schließlich wurde ich „raffiniert“ und ging nur zu Buchstudien im Königreichssaal – garantiert saß da niemand im Kreis und es gab eine Menge Platz zum „Atmen“, da die kleine Buchstudiengruppe in dem großen Saal einem eher das Gefühl von „Freiheit“ und „Geräumigkeit“ gab als in den Wohnungen der Leute; und es war auch nicht dieselbe „Menge“ wie bei den „großen Zusammenkünften“ am Sonntag oder am Donnerstagabend.
Dieser Stress, der einem den Magen umdrehte, und die Wut schwoll auch in anderen ähnlichen Situationen an, so bei der Arbeit. So viele, viele Jahre so zu leben, und doch verstand ich nie, WARUM ich diese Empfindungen hatte. (Ja, ich WUSSTE die ganze Zeit über, dass ich vergewaltigt und missbraucht worden bin, aber ich habe nie zwei und zwei zusammengezählt ... Ich hatte noch nicht den Missbrauch als Ursprung dieser Empfindungen gesehen). Auf der Arbeit musste mein Schreibtisch oft in einem „offenen Bereich“ stehen, wo die Klienten in einem Wartebereich saßen. Ich konnte kaum funktionieren, wenn ich mit dem Rücken zu ihnen saß, da ich „ihre Augen auf meinem Rücken“ fühlte. Der innere Stress pflegte sich bis zu dem Punkt aufzubauen, wo ich mit meinem Bürostuhl herumschwang und die „unschuldigen“ Leute, die im Wartebereich saßen, anbrüllte und beschuldigte, mich „anzustarren“.
Selbst meine beste Freundin während meiner Jahre bei den Zeugen Jehovas pflegte zu sagen: Die Frau/Freundin: „Du bist SO wütend ...“ Der Mann/Freund: „Du bist wie ein ungeschliffener Diamant ...“ Ich HASSTE wirklich, dass ich so wütend war, aber ich hatte damals keine Idee, warum das so war.
EIN GEFANGENER IM EIGENEN KÖRPER: Nicht in der Lage zu sein, sich „frei zu bewegen“, ist ein weiteres Symptom. In meinen jüngeren „Tagen in der Welt“, wenn ich in Clubs und Bars ging, konnte ich NICHT wie andere Leute „frei herumgehen“. Oh, wie ich mich danach SEHNTE, in der Lage zu sein, aufzustehen und „herumzugehen“! Sich FREI zu „bewegen“! Ich musste immer einen Stuhl, Barhocker oder Tisch finden und mich sofort hinsetzen und nicht bewegen. „Herumzugehen“ fühlte sich an, als sei man nackt und bloßgestellt, und doch fühlte ich mich wie in einer Falle, weil ich sitzen bleiben „musste“. Später, als ich in die Wahrheit kam, war es in den Königreichssälen dasselbe – ich KLAMMERTE mich buchstäblich an die Büchertheke, wenn ich einmal im Gebäude war – das war meine „Sicherheitsposition“ – und ich habe sie erst dann verlassen, wenn ich laufen und einen Sitz bekommen konnte. Und niemals WÄHREND einer Zusammenkunft pflegte ich den Gang entlang zu gehen und „bloßgestellt“ zu sein (selbst wenn ich zum Beispiel zur Toilette musste, ging ich nicht – die Reise war zu schmerzlich – das „Bloßgestelltsein“, dass ich STAND, wenn jeder sonst saß, usw.)
Ich habe heute Abend irgendwo auf dieser Website gelesen, dass jemand schrieb (ich glaube unter Zerschlagene Lämmer), der psychische Stress so vieler Jahre habe seinen Tribut an ihrem Körper gefordert. Das ist so wahr. Wenn man sein ganzes Leben lang „mit eingezogenen Schultern“ herumläuft, weil man glaubt, von hinten würden einen Augen „anstarren“, dann macht das eindeutig die körperliche Gesundheit kaputt.
SEINEN NAMEN HASSEN: Die meisten Menschen mögen ihren Namen und ihre Identität. Ich habe meinen Namen immer verachtet – ich konnte meinen Namen nie laut aussprechen. Das kann im Leben zu einem wirklichen Problem werden! Wenn jemand nach meinem Namen fragt, sage ich immer nur den Vornamen. Wenn er darauf besteht, meinen Hausnamen zu wissen, dann nenne ich ihn getrennt, aber ich sage die beiden Namen NIE zusammen. Magenkoliken – warum??? Ich hatte KEINE IDEE. Alles, was ich wusste, war, dass ich sie nicht laut aussprechen konnte. Ich habe selbst bei Leuten den Hörer aufgelegt, die anriefen und unschuldig fragten: „Mit wem spreche ich?“ Und wenn ich mich in einer PTSS* befand (*Posttraumatische Stress-Störung, mit der ich in den Jahren, seit ich von der Wahrheit weg bin, unter anderem auch noch gesegnet bin), kann ich überhaupt keine Worte herausbringen, ob zusammen oder getrennt. So habe ich aufgelegt. – Dieses „Namensgeheimnis“ wurde schließlich gelöst (wie viele andere der oben genannten „Geheimnisse“), als ich in dem Buch Inzest und die Auswirkungen bei Frauen las, dass viele Sexmissbrauchsopfer IHREN NAMEN HASSEN. – (Ist ja auch kein Wunder) – Das beseitigt den Schmerz nicht, aber es hilft sicher zu VERSTEHEN, WARUM ich all diese Jahre über diese Empfindungen zu meinem „Namen“ hatte.
Wie habe ich es dann je fertiggebracht, in den Dienst zu gehen? Merkwürdig genug, aber das war leichter: Draußen war man nur zu zweit oder zu dritt, und man stand sich „eins zu eins“ gegenüber – man selbst und der Wohnungsinhaber – und das war bei weitem nicht so „furchteinflößend“, als wenn man in der Anordnung einer geschlossenen Gruppe „bloßgestellt“ war. Aber während einer PTSS-Periode bin ich nicht gegangen.
Wie war das bei Kongressen? Ich habe sie wirklich gemocht!! Das waren tatsächlich meine Lieblingssituationen. Da das SEHR GROSSE Gruppen waren, konnte ich mich „in der Menge verlieren“, und das war für mich in Ordnung. Es wird von einem nicht erwartet, dass man Fragen in ein Mikrofon beantwortet oder etwas ähnliches, und man sitzt nicht im „Kreis“. Wow! Ich habe mich aber immer sehr bemüht, einen Sitz vorne in der Nähe der Bühne zu bekommen, wo es „Raum zum Atmen“ gibt und man nicht in diesen beengenden Kolosseumsesseln sitzt, wo alle wie Sardinen gepackt sitzen.
(Übrigens: Wenn ich Wörter mit Großbuchstaben schreibe, heißt das nicht, dass ich „schreie“. Ich will sie nur betonen.)
Weitere Symptome: Wenn man eher eine Nachteule ist, so hat mir eine Überlebende vor Jahren einmal erzählt, ihr Therapeut habe gesagt, die meisten Fälle von Sexmissbrauch geschähen zwischen 22:00 Uhr und 2:00 oder 3:00 Uhr morgens. „Überlebende“ neigen also dazu, „Nachteulen“ zu sein – wach bleiben ist „sicherer“, als zur „normalen“ Zeit schlafen gehen. Suizidversuche von Teenagermädchen sind ein sicheres Zeichen dafür, dass sie missbraucht worden sind. (Ich habe es als Teenager zweimal versucht, aber „damals“ hat das keinen einzigen interessiert ...)
Erst 1991, ein Jahr nach meinem Gemeinschaftsentzug, begann ich, Bücher über sexuellen Missbrauch zu lesen und „alle Punkte zusammenzufügen“. Da ich für „wirkliche Fachleute“ kein Geld hatte, fand ich mich in Beratungszentren wieder, die von anderen Kirchen „gesponsert“ werden, da sie nur 10 Dollar berechneten. Und aufgrund ihrer „religiösen Verbindungen“ ich fühlte mich immer sehr schuldig, wenn ich zu den Beratern ging, so ging ich nur ein paar Mal. Ich war auch bei „weltlichen“ Psychologen und Psychiatern, und ich muss sagen, dass auch sie nicht geholfen haben. Einige von ihnen waren recht kühl und herzlos. Wo gibt es also Hilfe? Ich denke immer noch, wenn man Jehova auf seiner Seite hat, lässt einen das vieles besser ertragen.
Wie „Dr. phil.“ sagen würde: „Einiges kann man nicht heilen. Man kann nur damit zurechtkommen.“
Zu lernen, dass „auch das vorübergeht“ (die PTSS-Episoden), hilft ein bisschen, wenn man weiß, dass man nur „durchhalten“ muss, bis es vergeht ... bis wir in Gottes Königreich alle „vollkommen“ gemacht werden – WENN wir es bis dahin schaffen ...
Jahre später las meine Mutter schließlich die Bücher über sexuellen Missbrauch, die ich 1991 gekauft hatte, oder zumindest versuchte sie es. Sie sagte, das sei „zu deprimierend“. Nun, kein Spaß, Mama. Versuche, DAMIT ZU LEBEN! – Und mein Vater brach schließlich alle Kontakte zu seinem „perversen“ Bruder (unserem Onkel) ab, aber er hat uns nie auch nur gesagt, dass er es getan hat – und dabei wäre es schön gewesen, zu wissen, dass er für uns aufstehen wollte, aber nein ... Ich erfuhr es von einem meiner Geschwister. (Übrigens: Ich habe den Onkel 1992 und 1993 zweimal am Telefon gestellt; er lebt in einem anderen Bundesstaat. Niemand sonst wollte es tun. Er zeigte keinerlei Reue und sagte, er habe nichts Verkehrtes getan, auch wenn er den Missbrauch an allen Kindern zugab; er sagte, er habe „mit den Mädchen nicht viel herumgemacht“, und alles, was er bei mir und meiner älteren Schwester gemacht habe, sei gewesen, „hereinzukommen, als wir uns auszogen“.) Als ich ihn sechs Monate später ein zweites Mal anrief, war er äußerst hässlich und erbärmlich. Beim ersten Gespräch versprach er, sich Bücher zu besorgen, um etwas über die Auswirkungen von Missbrauch zu erfahren – was alles Quatsch und Lüge war. Seine „wahre“ Persönlichkeit kam im zweiten Gespräch zum Vorschein – widerwärtig, voller Hass, gemein.
Wie sind nun wir und andere mit diesen Symptomen klargekommen? Wie oben gesagt, versuchen wir, kreativ Wege zu finden: *Vermeide unter allen Umständen ein Sitzen in Kreisanordnung. *Arbeite nachts im Büro, wenn keiner da ist. *Wenn du tagsüber arbeiten musst, stelle sicher, dass dein Schreibtisch nicht in einem „offenen Bereich“ steht. *Ändere deinen Namen. *Geh nie wie „normale“ Menschen alleine „Bummeln oder Spazieren“. (Es hilft, wenn jemand mit dir geht.) *Vermeide Mikrofone. *Stelle den Anrufbeantworter ein, wenn du buchstäblich „nicht reden“ kannst (in einer PTSS-Phase).