Meine Gedanken

Ein lange verlorener "Freund"

16. April 2001 23:14

Es folgt eine E-Mail, die ich neulich an einen "Freund" schickte, und da sie jetzt bereits mehrere Tage ohne Antwort geblieben ist, dachte ich, ich würde sie euch übrigen mitteilen und sehen, wie ihr reagieren würdet, hätte ihr diese E-Mail erhalten.

silentlambs

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Ich dachte, dass ich Grundsätzliches berühren würde, wenn ich dich wissen lasse, dass wir mit der Aufgabe weitermachen, Kinder zu schützen. Viele weitere melden sich inzwischen und fügen ihre Namen der Liste hinzu. Wir haben jetzt eine Webseite, die mehr sagt, als ich jemals sagen kann. www.silentlambs.org.

So viele Opfer, so viele traurige Geschichten, bist du sicher, dass niemand, den du kennst, auch nur den kleinen Finger rühren will, um den Kindern zu helfen? Du erinnerst dich vielleicht an einen Wachtturm-Artikel von vor langer Zeit, in dem es im Grunde genommen heißt, wenn du von Fehlverhalten weißt und dich weigerst, die die Sache aufzudecken oder irgendetwas dagegen zu tun sind, dann du beteiligst dich an der Sünde. Siehst du irgendeine Verbindung zwischen dem, davon zu wissen, dass Kinder verletzt werden, und der Weigerung, ihnen zu helfen, geschützt zu sein? Du magst dich auch an 3. Mose 20: 4,5 erinnern. Personen, die ihre Augen davor verschließen, dass Kinder geopfert werden, werden von Jehova verurteilt. Aus diesen Gründen fühle ich mich gezwungen, hier am Ball zu bleiben, damit die Wachtturm-Politik korrigiert wird. Keine andere Tagesordnung lag vor mir, doch wie kann ich die Wahrheit kennen und nichts tun? Ich muss über Männer wie dich und deine Freunde staunen, die sich zurücklehnen und nichts tun können. Wie könnt ihr nachts schlafen? Wenn du vor deinen Brüdern und Schwestern sprichst, fühlst du keine Gewissensbisse? Wo sind die Männer die, die sich Sorgen machen? Wo sind die guten Leute, denen ich immer glaubte, wenn Schlag auf Schlag durch die Freunde folgte?

Frage dich selbst: "Seit wann ist es in Ordnung, etwas Gottloses zu unterstützen, weil das, was richtig ist, nicht genau die Art ist, wie du es siehst"?

Ich bin heute Abend traurig, um dich und Männer wie du traurig, die sich an der Sünde beteiligen, während ihr Ausreden für eure Untätigkeit findet. Ich glaube nicht, dass du Jehovas Segen hast, solange du den Kindern nicht Recht verschaffst; es ist Jehovas Art, Witwen und Waisen, die Kleinen, zu schützen. Bis ihr, Brüder, das begriffen habt, mag Jehova euch helfen, das Leid von so vielen zu verstehen, die in Folge eurer Untätigkeit verletzt werden.

In Trauer