Missbrauchte Lämmer                                                        Seite 1

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Gedichte und Gedanken

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Es scheint ein Leben lang her zu sein:

Heute bin ich 47 Jahre alt. 1962, als ich fünf war, begann meine Mutter, mit einer Pionierschwester zu studieren, einer absolut wunderbaren, gütigen Frau. In unserer Familie gab es Mama, Papa, ich hatte zwei ältere Brüder, eine ältere Schwester und eine jüngere Schwester. Es gab also fünf Kinder in unserer Familie. Wir waren die Kinder zweier sehr unglücklicher Menschen. Ich nehme an, Mama suchte nach einem tieferen Sinn in ihrem Leben, und die Ansprachen, die die Zeugen halten, hören sich so wunderbar an. Aber meiner Meinung nach aus all den Jahren, und ich war mit Brüdern und Schwestern verbunden, mit dem Königreichssaal und allem, was damit zusammenhängt, muss ich doch sagen, dass das, was sie predigen und dir verheißen, mit ein paar Ausnahmen hohl und leer ist. Es ist etwa so, als wird einem alles versprochen, und währenddessen seht man die bedingungslose Liebe, das Mitgefühl und alles, was man in der Bibel liest, und es wird verdreht und gegen einen benutzt.

 

In unserer Familie gab es Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, meine arme ältere Schwester wurde von meinem Vater sexuell missbraucht, und meine beiden älteren Brüder zu verschiedenen Zeitpunkten. Ich selbst wurde von meinem älteren Bruder missbraucht, ich weiß nicht wie lange, vielleicht sechs Monate oder ein Jahre lang?? Ist das nicht entsetzlich, so etwas wie das passiert einem, und man kann sich nicht mehr genau erinnern, wann? Ich möchte nicht in alle Einzelheiten gehen oder meine ganze Geschichte erzählen, aber aufgrund vieler Dinge wurden mein Vater und mein jüngerer Bruder ausgeschlossen, als Folge davon wurde unsere Familie geächtet, anstatt mitfühlende Leitung zu finden und Liebe; wir waren schmutzig und wurden gemieden, stellt euch das vor.

 

Als ich 11 Jahre alt war, starb mein (ausgeschlossener) Vater im Alter von 45 Jahren, er musste operiert werden, es gab Komplikationen, er brauchte eine Bluttransfusion und Mama wollte nicht unterschreiben. Papa starb an einem frühen Samstagmorgen am 20. September 1969. Um noch einen Augenblick zurückzugehen: 1967 begegnete mein älterer Bruder aus einer anderen Versammlung, aus Chicago, Illinois, um genau zu sein, und seither haben wir wirklich keine ständige Beziehung mehr zu ihm, alles, was wir wissen ist, dass seine Frau und der Königreichssaal großen Einfluss auf ihn haben. Der nächste traurige Teil unserer Geschichte ist, dass an einem Freitagabend, den 13. Juli 1974, meine Mutter im Alter von 46 Jahren an einem Herzanfall starb und niemand von uns zu Hause war. Ich und meine jüngere Schwester waren in Pflegeheimen, als sie starb. Sie starb allein!

 

Viele Male brauchten wir Leitung und Mitgefühl und Führung, fanden aber, dass die Leute im Saal selbstgerecht, beherrschend und einfach nur böse waren. Bis heute kann ich mich an ihre Augen erinnern, sie bohren sich durch einen durch. Ich glaube, ich kannte eine Menge unglücklicher, erbärmlicher Leute in meinem Leben. Mein ganzes Leben lang wusste ich, dass es einen Gott gibt, es war allerdings nicht ihr Jehova Gott. Mein Gott war nie gemein zu mir.

 

Es kam die Zeit, wo ich dem jüngeren von meinen beiden älteren Brüdern, der mich missbrauchte, vergab, und wir hatten eine wirklich gute Beziehung, weil es ihm wirklich leid tat. Er starb im Alter von 48 Jahren am 20. August 2000. Wir waren sehr überrascht, dass unser ältester Bruder aus Colorado zur Beerdigung hierher nach Massachusetts kam. Was für eine wunderbare Zeit ich mit meinem Bruder hatte, der mit meinem Mann und den Kindern (seinen Nichten und Neffen) bei uns zu Hause blieb, wir waren so glücklich, zusammen zu sein. Es kam die Zeit, wo er zurück musste, wir waren traurig, redeten aber darüber, dass ich nach Colorado käme. Mein Bruder kehrte nach Hause zurück, und innerhalb einer Woche erhielt ich eine E-Mail von ihm, dass er keine Verbindung mit mir halten könne, weil seine Frau zu ihm sagte: "Erinnerst du dich nicht, was unsere Mutter mir angetan hat?" Was hat da, was meine Mutter ihr vielleicht angetan hat, damit zu tun, dass ich mit meinem Bruder Verbindung halte??? Das ist nur ein kleiner Teil von dem vielen, das ich mit den Jahren bei vielen gesehen habe, die mit Jehovas Zeugen verbunden sind, da gibt es nicht viel Liebe. Um so ehrlich zu sein, wie ich es sein kann, es gab kleine Dinge, die zwischen Mama und J. passierten, so wie es in allen Familien ist, aber als Erwachsene entschuldigt man sich, man macht es wieder gut und die Sache hat sich. Meine Schwägerin JC war in ihrem Leben zu vielen Leuten unfreundlich. Sie hat bei meinem Bruder viel Schaden angerichtet, und ich weiß nicht, ob er das jemals sehen wird. Eines der interessantesten Dinge ist, dass meine Schwestern und ich glauben, dass unser Bruder jemanden geheiratet hat, der ganz wie unsere Mutter ist. Welche Ironie!

 

Die Zeugen Jehovas möchten nicht, dass jemand außerhalb ihres Kreises etwas kennen lernt, denn wir könnten die WAHRHEIT als das erkennen, was sie ist. Ich habe eine höchst bemerkenswerte Beziehung zu Gott, ich habe gelinde gesagt eine gesunde, wunderbare Beziehung mit meinem Mann, mit dem ich 23 Jahre verheiratet bin, und zu meinen drei Engeln, den Kindern. Das Leben läuft gut für mich, ich fand das Paradies außerhalb der Zeugen Jehovas. Mir tun die leid, die verloren und von der Organisation unterdrückt sind, und ich bete für sie. Öffnet eure Augen und lernt fliegen.

 

AT

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Hallo ... ich bin Mr. X und habe eine Geschichte zu erzählen ... Ich lebte im Einzugsbereich des Londoner Bethel und wuchs als Zeuge Jehovas auf. Ich verbrachte eine Menge Zeit im Bethel, besonders mit den alleinstehenden Brüdern vor und nach dem Predigtdienst. Es gab da einen besonderen Bruder, ich kann mich nicht mehr an seinen Namen erinnern, aber wir waren in seinem Zimmer. Ich war damals 14 Jahre alt, aber junge naive 14 aufgrund meiner Erziehung. Jedenfalls waren wir in seinem Zimmer, und der Bethelit wollte ein Spiel machen. Ich sagte daher: In Ordnung. Er sagte. wir müssten unsere Kleidung ausziehen und tauschen, um zu sehen, wie sie ausschauten. Er sagte, es sei ein lustiges Spiel. Ich tat es also - bis auf meine Unterwäsche, worauf der Bethelit sagte: Los und den Rest. Ich fühlte mich unbehaglich, aber ich dachte ... Na ja, das muss ein normales Spiel sein, also tat ich es (und das zu sagen, fällt mir sehr schwer, den bis jetzt weiß es ÜBERHAUPT NIEMAND) ... habt also Geduld mit mir ... Er entschied, der Kleidungstausch sei langweilig und wir sollten ein anderes Spiel machen, die Körperteile benennen. Ich bemerkte, dass sein Zipfel größer wurde, verstand aber damals nicht, warum. Nachdem er mich berührte, wurde ich nervös und bekam Angst und zog mich wieder an. Ich ging nach Hause und sagte niemandem etwas und habe es nie getan ... PUH! JETZT HABE ICH ES ... und fühle mich befreit ... Danke, Silentlambs ... Ich bin sicher, dass ähnliche Dinge im Londoner Bethel passiert sind, aber niemand sagt etwas ... ODER? Soweit für heute ...

JM

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Ich bin eine 56-jährige Frau, die im Alter von acht Jahren von einem Zeugen Jehovas vergewaltigt wurde. Ich wuchs in dieser Religion auf und lernte sie hassen, auch wenn ich zuließ, dass Mutter und Vater mich überredeten, mich mit 12 Jahren taufen zu lassen. Ich wusste immer, dass die Vergewaltigung wirklich war, und das wusste auch Mutter, obwohl ich es ihr nicht erzählte. Der Vergewaltiger war ein Mitglied der Organisation, er steckte mich mit einer Geschlechtskrankheit an und ich wurde dadurch sehr krank. Ich wuchs als rebellischer Teenager auf und war mit 17 aus dem Haus. Natürlich erhielt ich einen Gemeinschaftsentzug. Es war das Beste, was mir je passiert ist, ich ging aufs College und lernte eine Gewerbe, fand einen hilfsbereiten Ehemann und habe zwei große Söhne. Ihr Humor und ihre Liebe hat mich zu der Person gemacht, die ich bin. Auch wenn es manchmal schmerzlich ist, die Mutter nicht im Leben zu haben, sie hat so viele Dinge bei ihren Kindern verpasst, aber das ist ihre Entscheidung, diese Religion ist eine der schlimmsten, wirklich eine Sekte. Ich habe immer noch mit dem Schmerz zu tun, deine Webseite zu finden, öffnet einem wahrlich die Augen. Wir haben wirklich zu lange geschwiegen ...

TS

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf, wurde aber erst nach meiner Scheidung getauft. Ich hatte zwei Kinder, beides Jungen, die noch sehr klein waren, als ich offiziell eine Zeugin Jehovas wurde. Die meisten meiner unmittelbaren Angehörigen waren Zeugen Jehovas, außer meinem Vater. Er lehnte die Lehren ab.

Jedenfalls, als meine Kinder sehr klein waren, fand ich heraus, dass einer meiner Söhne von dem Teenagersohn eines Ältesten missbraucht worden war. Der Sohn des Ältesten und die jüngere Schwester dieses Jungen hatten bei einer Gelegenheit auf meine Kinder aufgepasst. Eines Tages sagte mein zweieinhalbjähriger Sohn etwas Schockierendes zu mir. Ich wusste, dass etwas geschehen war, weil kein Kind in diesem Alter so etwas sagt oder wissen kann. Ich erzählte der Frau des Ältesten, was mein Sohn mir gesagt hatte, was der Teenagerjunge ihm angetan hatte. Der Vater, der Älteste, nahm sich den Sohn vor, und tatsächlich erzählte mir die Frau, dass er seinen Sohn mit der Faust schlage. Schließlich gab der Junge zu, dass er meinen Sohn missbraucht hatte, und erzählte seinem Vater in allen Einzelheiten, was er getan hatte. Einer der anderen Ältesten rief mich an und sagte mir, Jehova werde sich der Sache annehmen. Er sagte, ich solle keine Anzeige bei den Behörden stellen - und "die Welt weiß nicht, wie man mit solchen Situationen umgeht". Er sagte ,das sei doch bloß ein Experimentieren unter Kindern oder ein Doktorspiel. Ich sagte: "Ein 14 bis 15-jähriger Junge missbraucht einen 2-Jährigen. ist das ein Experimentieren unter Kindern?"

Das Einzige, was sie taten, war, dass sie den Teenagerjungen dazu brachten, sich für den Missbrauch an meinem kleinen Sohn zu entschuldigen. Das war die Vergewaltigung eines zweieinhalbjährigen Kindes, und die Ältesten kannten alle Einzelheiten.

Mit den Jahren widerte mich das an und verfolgte mich. Ich dachte ständig, wie kann dies Gottes Organisation sein, wenn solche Dinge erlaubt sind? Ich wurde untätig und entmutigt. Mein Sohn hatte Probleme, und ich fragte mich immer wieder, ob es wegen der Geschehnisse war. Ich war ein alleinstehender, geschiedener Elternteil, und das war einfach zu viel.

Dann, vor ein paar Jahren, sagte mir mein Bruder, der Ältester ist, dass seine Familie soeben herausgefunden hatte, dass seine Enkelin auch von dem Sohn des Ältesten missbraucht worden war. Das war ein anderer Bundesstaat als der, in dem wir leben. Sie war erst sechs Jahre alt und benahm sich merkwürdig. Schließlich kam heraus, dass dieser 17 oder 18 Jahre alte Sohn des Ältesten sie wiederholt missbraucht hatte. Der Stiefsohn meines Bruders und seine Frau gingen zu den Ältesten ihrer Versammlung. Die Ältesten sagten dem Stiefsohn meines Bruders und seiner Frau, sie sollten die Sache fallen lassen und nicht zur Polizei gehen. Sie gingen aber doch zur Polizei, und der Kerl wurde verurteilt und ins Gefängnis geschickt. Die Leute im Königreichssaal hassten sie dafür, und viele ergriffen Partei für den Ältesten und seinen Kinderschändersohn. Mein Bruder und seine Frau und sein Stiefsohn und dessen Familie zogen schließlich aus diesem Bundesstaat weg, sie wollten einen Neubeginn, sie waren alle sehr verwundet, besonders das kleine Mädchen. Aber endlich kam der Schänder ins Gefängnis. Aber sicher nicht mit der Hilfe irgendeiner Person aus der Versammlung.

Ich dachte in allen Jahren an diese Dinge, und dann sah ich das Dateline-Programm. Ich war so erregt, und das brachte alles aus unserer Erfahrung wieder ins Gedächtnis. Ich war angewidert, und erst da erkannte ich, dass ich aus dieser Organisation raus musste. Ich habe 2002 offiziell die Gemeinschaft verlassen und bin jetzt Christin und will nie mehr zurück.

Ich wollte nur meine Geschichte erzählen. Ich bin sicher, dass es viele Geschichten gibt, die einem das Herz brechen. Ich bin die Art von Mensch, die für das, was sie glaubt und für recht hält, aufsteht. Ich werde auch gegen das aufstehen was ich für böse und verkehrt halte. Ich denke, die Organisation benutzt die Zwei-Zeugen-Regel, um Böses vorsätzlich zu vertuschen. Sie missbrauchen die Bibel und benutzen sie für einen Zweck, den Gott nicht beabsichtig hat. Sie sind gesetzlos, und ich möchte ihnen nicht angehören.

Danke fürs Zuhören.

Anonym in Illinois

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Ich bin keine Zeugin Jehovas. Ehe ich diese Webseite gefunden hatte, wusste ich sehr wenig über die Zeugen Jehovas, war ihnen aber sicher nicht böse gesinnt. Anders als alle die von euch, die Zeugen Jehovas waren oder vielleicht noch in dieser Glaubensgemeinschaft leben, habe ich keinen inneren Konflikt und hoffe, dass ich für die, die dies lesen, ein Lichtstrahl bin. Ich fühle mich gedrängt hinzuzufügen, dass ich alle Menschen als göttliche Schöpfungen ansehe und glaube, dass wir mit einem Verstand gesegnet sind, so dass wir einander lieben und für einander sorgen. Ich weiß, dass ein liebevoller Gott entsetzt ist über die Scheußlichkeiten, die Menschen gegen einander begehen.
Wir haben vielleicht eine unterschiedliche religiöse Vorgeschichte, aber leider gibt es in euren und in meiner Geschichte Dinge, die immer wieder hervortreten. ABER GLAUBT, DASS WIR ALLE GLEICH VON GOTT GELIEBT WERDEN.

 

Ich wurde drei Jahre lang von einem geachteten Ältesten unserer Glaubensgemeinschaft sexuell missbraucht, der im Mantel eines "kühlen, unnahbaren" Mannes daherkam und für den die normalen Regeln nicht galten. Wegen seiner Rolle und meinem Respekt vor seiner Position, und weil meine Familie ihm wahrscheinlich mehr glauben würde als mir (darauf wies er ständig hin), zwang ich mich zu glauben, dass er Recht hatte und ich Unrecht, da ich dachte, wenn ich nicht so ein schlimmes Mädchen wäre, müsste ich nicht so sehr versuchen, mich selbst zu überzeugen. Ich war gerade 13 geworden und hatte seit über einem Jahr meine Periode. Eines Morgens, als sich alle für eine Wanderung vorbereiteten, schickte er nach mir und sagte mir, ich würde dableiben und sauber machen. Er hatte mir am Tag zuvor wegen eines kleinen Vorfalls einen Verweis erteilt und eine Strafe angedroht. Keine Wanderung mit Lunch, ich sollte die Toiletten sauber machen. Während ich dabei war, kam er in die Badezimmer, wütend, und sagte, dass gebrauchte Monatsbinden auf das Dach meines Schlafzimmers geworfen gefunden worden waren, und alle Mädchen würden darauf überprüft, wer seine Menstruation hatte. Ich war entsetzt darüber, aber da ich zu der Zeit nicht meine Periode hatte, war ich erleichtert, dass ich eindeutig nicht wieder bestraft würde. Er sagte, da ich bereits ein e "wilde Seite" gezeigt habe, wäre ich die erste, di überprüft würde. Ich wollte aus dem Zimmer laufen, aber ich wagte nicht, mich zu bewegen. Er sagte, ich solle mich ab der Hüfte nach unten ganz ausziehen. Ich begann zu weinen, und er sagte, er sei ein ***** und habe die Vollmacht, dies zu tun. Er hob seine Stimme und sagte: JETZT!, TU SOFORT, WAS DIR GESAGT WURDE. Mit Tränen der Demütigung und Verlegenheit tat ich es und bedeckte mein Gesicht, als ich da stand. Er sagte, die einzige Möglichkeit, um sicherzugehen, sei, nachzusehen. Ich musste mich auf den kalten Toilettenboden legen und meine Beine öffnen, damit er nachsehen konnte. Er schrie mich an, weil ich weinte, und sagte, er müsse mich so überprüfen wie ein "Arzt", weil er mir nicht vertrauen könne! Er steckte seine Finger in mich, und dann, als ich vor Schmerz aufschrie, war er auf mir und vergewaltigte mich. Danach gab es keinen Weg aus den "ärztlichen" Prüfungen mehr heraus. JEDEN SONNTAG. Das geschah mit Gewalt und endete immer damit, dass ich stundenlang allein beten musste, bevor es wiederholt und ich nach Hause geschickt wurde. Mit 17 verließ ich das Zuhause und den Bundesstaat, und seither bin ich immer fern gewesen. Ich brauchte 20 WEITERE JAHRE, bis ich mir selbst vergab und erkannte, dass ich nicht diejenige IM UNRECHT war. Bis heute lehnt es meine Familie ab, ein böses Wort gegen ihn zu hören, und ich bin ihnen entfremdet. ABER ICH BIN FREI.

DIES IST MEINE BOTSCHAFT: Das Leben ist eine wunderbare Gabe, und draußen gibt es sehr viel Liebe. Egal was geschehen ist, IHR SEID ZU 100% wert, zu lieben und geliebt zu werden. Gott wird sich mit den Menschen befassen, die uns verletzt, die unser Vertrauen missbraucht und die Täter geschützt haben. Je älter ich werde, umso mehr glaube ich, dass meine größte Stärke daher kommt, mich selbst und andere zu lieben, wie es Gott tut, und das wird immer über das Schlechte triumphieren. Ihr alle, die ihr Leid tragt, ihr seid Überlebende und eine Inspiration. Ihr seid ein Schlag ins Gesicht all derer, die möchten, dass ihr versagt, fallt oder gar sterbt. Glaubt an die Güte eines jeden, und überlasst es Gott, Gerechtigkeit zu bewirken.
Ich wünsche euch allen eine gute und produktive Zukunft und hoffe, ihr werdet so wie ich Frieden und Liebe finden. Gott segne euch alle, und seid stark und guten Mutes. Mit herzlichen Grüßen aus Australien. 

 

ACL

 

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Ich wuchs in der Wahrheit auf. Mein Vater lebte ein Jahr lang im Bethel, und seine Familie war fast seit Anbeginn in der Wahrheit (seit Ende des 19. Jahrhunderts). Meine Mutter hatte sich im Alter von 13 Jahren angeschlossen. 

 Als ich noch ein kleines Mädchen war, gab s nichts Tröstlicheres als mein Buch mit biblischen Geschichten auf Band. Ich hatte eine Menge Alpträume, und dieses Buch war das einzige, was mir zu schlafen half. Meine Mutter war eine SEHR loyale und fromme Zeugin mit einigen seelischen Problemen. Sie sagte mir, die Alpträume würden durch Dämonen verursacht. Das hat mich noch mehr geängstigt. Mir wurde gesagt, ich solle Jehova anrufen, dann würden sie mich in Ruhe lassen. Meine Familie wurde mehr als einmal durch meine hysterischen Schreie nach Jehovas Hilfe aufgewacht. 

 Als ich ein Kleinkind war, entblößte sich mein Vater vor mir, als ich mit seinem Bauchnabel spielte. Ich berührte ihn ... das war etwas, das ich noch nie gesehen hatte. Mutter kam mit einem Wäschekorb rein und sagte: "Geh da nicht ran, das ist Papas." Sie ging zum Wandschrank, als sei nichts Merkwürdiges passiert. Ich denke, an der Geschichte ist noch mehr dran, aber ich erinnere mich nicht mehr. Später erzählte ich meiner Mutter, woran ich mich erinnerte, ohne zu erwähnen, dass sie hereingekommen war. Sie sagte, damals hätte sie Vater mit uns allein nicht getraut, sagte aber nicht, warum. 

 Als ich in die Grundschule kam, wurde ich ein Vorbildzeugin. Ich gab Klassenkameraden Bücher ab und brachte es sogar fertig, ein paar Bibelstudien zu beginnen. Ich wollte allen helfen. Doch bald entdeckt ich, dass ich nicht einmal meinen Freundinnen, die in der Wahrheit waren, helfen konnte. Meine beste Freundin erzählte mir, dass meine nächste Nachbarin ihr anvertraut hätte, dass ihre Brüder sie und ihre Schwester vergewaltigt hätten. Ich verbrachte Zeit mit diesem Mädchen und wusste bereits Dinge, die dort sehr merkwürdig waren. Ihre Eltern waren nie zu Hause, und ihre Brüder sollten auf uns aufpassen. Sie gaben uns extragroße Portionen Eiskrem und alles andere, was wir wollten. Doch al ich dort übernachtete, erwachte ich an einer anderen Stelle als dort, wo ich zu Bett gegangen war ... Wer weiß. Was sie über ihre Brüder erzählt hatte, wurde den Ältesten gemeldet. Es wurde nichts unternommen, aber die Familie zog kurz danach um.

 Vielleicht ein Jahr nach dem Umzug dieser Freundin lud meine Mutter eine Schwester und ihre Kinder ein, bei uns zu bleiben, während sie nach einer Wohnung suchte. Diese Schwester war Anhängerin einer kurzlebigen Bewegung, der Biokinesiologie. Sie glaubte, sie könne "Muskeltests" benutzen, um negative Einflüsse und Geister zu erkennen. Sie glaubte sogar, sie könne dadurch verborgene traumatische Erinnerungen erkennen. Während ihres kurzen Aufenthaltes wurde unser Haus von Stofftieren, Möbeln und Anne of Green Gable-Büchern gesäubert, die Dämonen enthielten und daher verbrannt werden mussten. Sie erzählte meiner Muter auch, der Grund für meine frühreife Befleckung sei sexueller Missbrauch durch Dämonen. Gegen Ende des Aufenthaltes der Frau besuchte uns der Kreisaufseher selbst und versuchte, meine Mutter und ihre Freundin zu zügeln. Nach seinem Besuch wurde meine Mutter sehr verwirrt. Schließlich entschloss sie sich zur Mitarbeit, weil "Jehova sie aus einem Grund, den er am besten weiß, ernannt hat."

 Meine älteste Schwester wurde ausgeschlossen, als ich 11 war. Innerhalb der nächsten zwei [Wochen] hatten meine Eltern einen Nervenzusammenbruch. Mein Vater ging 1994 mit seinem Geschäft in  Konkurs, und er musste wegen manisch-depressiver Störungen ins Krankenhaus. Er hatte vor, den Mann, der für den Verlust des Unternehmens verantwortlich war, zu erschießen. Meine Mutter wurde so autodestruktiv, dass sie sich das Handgelenk aufschnitt, um während eines Streites die Aufmerksamkeit meines Vaters zu erlangen. Vater versuchte zu gehen, aber ich rief die Ältesten und sie kriegten ihn aus dem Wagen raus ... er wollte nicht, dass sie wussten, dass er zwei Kinder (meinen jüngeren Bruder und mich) bei einer Frau in diesem Zustand allein lassen wollte. Die Ältesten kamen und beteten mit meinem Vater um Kraft, mit einer labilen Frau fertig zu werden. Ihnen kam nie der Gedanke, ob sie ärztliche Hilfe brauchte oder auch nur Worte der Ermunterung. Sie hätte verbluten können. Sie sahen sie sich nie näher an, ob sie Hilfe brauchte.

 Ich kam zu dem Schluss, der einzige, auf den ich zählen könne, sei Jehova. Ich wurde 1995 getauft, als ich 13 war. 

 Im Sommer 1998 halfen meine Eltern einer Zeugenfamilie, umzuziehen und die Mietwohnung, die sie verließen, sauber zu machen. Ich war zu Hause und erholte mich von einer Gehirnerschütterung. Der Bruder, dem sie auszuziehen halfen, kreuzte plötzlich im Haus meiner Eltern auf, wo ich alleine war. Ich werde ihn Bruder M nennen. Bruder M schneite herein und sagte, er wolle nur nachsehen, ob ich in Ordnung sei, und gab mir einen riesigen Schmatz. Ich sagte, mir gehe es gut ... aber er wollte mich nicht loslassen. E hielt mich weiter fest und hielt mich schließlich fest gegen die Theke in der Küche gedrückt. Seine Absichten waren offensichtlich, und er hinterließ auf meiner Hüfte einen blauen Fleck von seinem Penis. Mein Bruder lief die Stufen herauf, gerade als es fast schon zu spät war. Bruder M ließ mich los, ehe dir Tür aufging. Dann tat er so, als sei nichts geschehen.

 Ich erzählte meinen Eltern, was passiert war, und sie beschlossen, es vor die Ältesten zu bringen Die Ältesten erzählten mir, mein Bericht bestätigte die Klage, die eine andere Schwester vorgebracht hatte. Sie ließen meine Eltern und mich versprechen, diskret zu sein und mit NIEMANDEM über den Vorfall zu sprechen, nicht einmal mit engen Freundinnen. Sie sagten, sie würden sich der Sache annehmen. Nach ein paar Monaten war nichts geschehen. Keine Bekanntmachung ... nichts. Bruder M kam weiter bei uns zu Hause vorbei, und meine Eltern hatten versprochen, keine Spaltungen zu verursachen; so nahm ich eine Dusche oder hatte eine andere Ausrede, um ihn nicht zu sehen. Bei den Zusammenkünften kam er immer, um mich zu herzen. Eines Abends nach der Dienstzusammenkunft lud Bruder M mich ein, zu seiner Frau zu kommen und ihr mit dem neuen Baby zu helfen. Einer der Ältesten ergriff das Wort und sagte, sie würden mir wirklich beistehen. Ich konnte nicht glauben, dass er den Kerl auch noch unterstützte. Ich begann, mich ständig krank zu fühlen, und blieb zu so vielen Zusammenkünften wie möglich zu Hause. Ein Jahr später suchte ich nach einem Ausweg. Niemand wollte mir etwas anbieten, wo ich bleiben konnte. Ich wollte beschützt werden. 

 Ich verliebte mich in einen Mann "aus der Welt". Er war ebenso empört wie ich. Ich versuchte, die Gemeinschaft zu verlassen, und ich ging im Alter von 18 Jahren. Sie ignorierten meinen Brief und entzogen mir die Gemeinschaft, ohne mich zu benachrichtigen oder das es eine Komiteeverhandlung gab. 

 Das war vor über fünf Jahren. Ich habe nun ein wunderbares Verhältnis zu meiner älteren Schwester, die ich seit sechs Jahren aus den Augen verloren hatte, als sie damals ausgeschlossen wurde. Ich habe eine Familie, Freunde, Liebe und die Fähigkeit, für mich und andere die Stimme zu erheben. Und das Beste dabei ... ich bin nicht alleine. Ich fühle mit allen, deren Erfahrungen so viel schlimmer sind als diese.
 LL

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Danke für deine Webseite. Es erfüllt mich sowohl mit Kummer als auch mit Trost, wenn ich weiß, wie viele andere dieselben schrecklichen Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben. Hier ist meine Geschichte.

Ich wurde in der "Wahrheit" geboren und zog mit fünf Jahren von New York nach El Paso, Texas, um. Die meiste Zeit über war meine Kindheit glücklich. Außer der extremen Strenge und dass wir immer studierten und zur Kirche gingen, wuchs ich als glückliches Kind auf. Jahre später zog meine Familie, fast verarmt, zu ein paar Freunden der Familie, während wir versuchten, wieder auf die Beine zu kommen. Damals war ich neun Jahre alt. Der Vater der Familie lebte auch dort. Er war allgemeiner Pionier, etwa 70 Jahre alt und von allen, besonders den Kinder, sehr geachtet und geliebt. Wir nannten ihn "Opa", weil er wie jedermanns Großvater war. Ich dachte auch so von ihm, bis er mich bei ein paar Gelegenheiten sexuell missbrauchte. Ich erinnere mich nicht mehr, wo die anderen waren oder warum ich bei den Gelegenheiten alleine mit Opa war, aber der Schaden war da. Ich dachte daran, es meinen Eltern oder meinem Bruder zu erzählen, aber ich hatte Angst, dass ich etwas Verkehrtes tat. Mir war immer beigebracht worden, dass SEX VERKEHRT sei, aber da war nun jemand, der sehr geachtet und fast verehrt wurde und der mich missbrauchte. Das ist zu verwirrend für jedes Kind! Ich dachte, dass ich mir einredete, ich sei deshalb etwas Besonderes.

So blieb ich jahrelang mit diesem Geheimnis allein. Ich begann, mich mit einem 23-jährigen Mann zu verabreden, der auch ein Zeuge Jehovas war, als ich gerade 16 war. Wir begannen Sex zu haben (Hurerei) und heirateten, als ich 18 war. Am Abend vor unserer Hochzeit vergewaltigte er mich. In den vier Jahren unserer Ehe hat er mich körperlich und seelisch misshandelt. Ich ließ mich von ihm scheiden, nachdem er ein ehebrecherisches Verhältnis gestand. Das machte es leichter für mich, denn der einzige Grund für eine Scheidung, den die Zeugen Jehovas anerkennen, ist Ehebruch oder der Tod. Nach meiner Scheidung verließ ich die Religionsgemeinschaft und begann mit einer Reihe von selbstdestruktivem Verhalten, meistens ging es um Sex oder schlechte Beziehungen. Ich heiratete weitere zwei Male, hatte eine Abtreibung und versuchte mich umzubringen. Bis jetzt bin ich nie mehr in der Lage gewesen, fest an einer Beziehung zu halten.

Als ich Jahre später Opas leiblicher Enkelin gestand, dass er mir "etwas" angetan hatte, fand ich heraus, dass bekannt war, dass Papa in einem Missbrauchshaushalt aufgewachsen war und seine Töchter als Kinder missbraucht worden waren. WARUM DURFTE DIESER MANN MIT KLEINEN KINDERN ZUSAMMEN SEIN????!!!!!! WO WAR MEIN SCHUTZ????!!!!

Ich zog nie eine Verbindung zwischen meinem Verhalten und dem, was geschehen war - bis neulich. Vor ungefähr viereinhalb Jahren wurde ich sehr depressiv und begann, über Papa nachzudenken. Ich konnte es nicht aus meinem Kopf kriegen. Schließlich begann ich, darüber zu schreiben. Ich schrieb über alles, woran ich mich erinnerte. Ich war wütend, entmutigt und verwirrt. Ich begann, alles zu lesen, was ich online und in Buchhandlungen über Missbrauch finden konnte. Schließlich erkannte ich, dass einiges an meinem Verhalten mit der Sexualisierung im frühen Alter zusammenhing, verbunden mit extremen Ansichten über sexuelle Gedanken oder Handlungen, wie es bei Jehovas Zeugen gelehrt wird.

Vor etwa einem Jahr begann ich eine Therapie, und sie ist enorm hilfreich gewesen. Ich bin jetzt 34 und fühle mich, als hätte ich mein Leben auf die Reihe gekriegt. Ich versuche immer noch, mit dem Geschehenen fertig zu werden und eine gesunde Ansicht über Sex und meine eigene Sexualität zu entwickeln. Ich bin immer noch wütend auf Opa. Er starb vor  vielen Jahren, daher kann ich ihn nicht mehr stellen. Wenn ich schreibe, fühle ich mich besser.

Ich hoffe, jeder, der schlechte Erfahrungen durch Kindesmissbrauch gemacht hat, wird Hilfe erhalten und verdammt weit weg vom Schänder gelangen, egal um welchen Preis. DU BIST BESONDERS UND WICHTIG, UND NIEMAND HAT DAS RECHT, DICH ZU MISSBRAUCHEN! Du bist nicht allein, und ich fühle mit jedem Missbrauchsüberlebenden!

Liebe Grüße an alle,
CR

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Hallo, ich bin K. Ich bin 37 Jahre alt und wuchs als Zeugin Jehovas im Gebiet von Cincinnati, Ohio, auf - seit ich sechs war, bis ich mit 22 offiziell weggegangen bin. Wie so viele andere wurde ich von meinem Stiefvater missbraucht (der auch Ältester in unserer Versammlung war). Soweit ich mich erinnere, dauerte die Missbrauchsphase sieben Jahre. Es fing langsam an, aber am Ende war ich wegen Sex an so viele Männer verkauft worden und hatte zwei heimliche Abtreibungen, bis ich 17 war. Es waren körperliche und seelische Misshandlungen und sexueller Missbrauch, und als ich meinen Stiefvater deswegen konfrontierte, sagte er, das täten alle Ältesten mit ihren Töchtern. Ich wusste kaum, wie wahr das war. Als ich 19 war, machte ich ein paar Freundinnen von mir in der Versammlung auf den Missbrauch aufmerksam, und sie ermunterten mich, mit diesen Informationen zu den Brüdern zu gehen. Das widerstrebte mir, da mein Stiefvater mir immer gesagt hatte, niemand würde mir glauben. Aber jedenfalls meldete ich mich. Was dann geschah, war so entsetzlich. Zuerst wurde ich in einen Raum mit 5 oder 6 Ältesten gebracht und buchstäblich in die Ecke gedrängt, während sie mich quälten, worauf ich entschied, auch jetzt noch darüber zu reden, obwohl es so lange schon her war, und sie forderten Einzelheiten, die ich ihnen nicht nenne wollte. Schließlich brachten sie mich vor meine Mutter und meinen Stiefvater und konfrontierten ihn mit dem Missbrauch (den er natürlich abstritt) und sagten dann, es klinge wie ein Familienproblem, das gelöst werden müsse. Dann verließen sie das Haus. Meine ganze Familie und meine Unterstützer züchtigten mich. Ich hatte das Gefühl, nirgendwo sonst hingehen zu können, so versuchte ich zu bleiben und weiterzumachen. Schließlich begann ich, jedem in der Versammlung das, was passiert war, zu erzählen, und als ich es tat, hatten die Ältesten keine andere Wahl, als etwas öffentlich gegen meine Stiefvater zu unternehmen. Er wurde also öffentlich zurechtgewiesen, und ich wurde gebeten, doch bitteschön in eine andere Versammlung zu gehen. Innerhalb von sechs Monaten wurde er von einer applaudierenden, ihn beglückwünschenden Versammlung wieder aufgenommen and, und niemand wollte etwas mit mir zu tun haben, außer meine Mutter, die mich gern hätte sagen hören, dass es nicht wahr war. Unnötig zu sagen, dass ich danach einige schwere Alkohol- und Drogenprobleme hatte, sowie 14 Monate in einer psychiatrischen Klinik mit Schockbehandlung. Die Ältesten begannen, mich wegen meiner Sexvorgeschichte zu verfolgen. Sie wollten wissen, ob ich je vorehelichen Verkehr mit dem Mann hatte, den ich geheiratet hatte. Schließlich, meine ich, wurde ich wohl wegen dem ausgeschlossen, was die Ältesten glaubten, das ich getan hätte. Sie sahen nicht, dass mein Stiefvater Sex mit mir hatte, seit ich 11 Jahre alt war. Es brauchte mehrere Jahre, aber dann wurde ich wieder trocken. Ich verließ die Zeugen Jehovas und brachte mein Leben in Ordnung. Zuerst war es schwierig, und mich dazu zu bewegen, über die Einzelheiten zu reden, war der schlimmste Alptram eine Therapeuten, aber schließlich ließ ich alles raus. (Oh, und meine Mutter und mein Stiefvater wurden mittendrin bei einem Autounfall getötet.) Heute, 14 Jahre später, glaube ich, dass ich von so vielem geheilt bin und dass mich das, was ich durchgemacht habe, zu einem stärkeren Menschen gemacht hat. Ich wusste nicht, dass es diese Webseite gibt, und ich hätte gern juristisch etwas gegen die Gesellschaft oder die Versammlung oder irgendeinen unternommen, aber die Sache ist verjährt. Heute führe ich ein großartiges Leben und bin glücklich und glaube an eine höhere Macht, die die Liebe und Güte ist. Ich möchte anderen helfen, die missbraucht wurden, und augenblicklich gehe ich aufs College um selbst meinen Master als Sozialberaterin zu machen. Ich habe eine sehr positive Lebenssicht und fühle mich gesegnet, hier zu sein. Gegenwärtig überlege ich, ein Buch über mein Leben zu schreiben, und wenn das getan ist, bin ich sicher, dass die Heilung umfassend sein wird. Ich habe meinem Stiefvater vergeben ... nicht wegen ihm ... sondern wegen mir. Ich könnte keinen Hass hegen und gleichzeitig heilen Ja, ich habe immer noch Rückerinnerungen und schlechte Momente, aber ich komme da durch und erkenne, wie gesegnet ich wirklich bin. Danke für deinen Mut, diese Selbsthilfegruppe zu gründen, und ich werde auf jede Weise helfen, wie ich es kann. 

Grüße

KG

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Ich glaube, vor ein paar Jahren musstest du die Webseite ändern oder so, denn meine Geschichte war da ... aber ich kann sie nicht finden. (Kommentar von Silentlambs: Wir hatten einen Angriff von jemandem ,der versuchte, die Webseite zu übernehmen, die meisten Daten wurden gelöscht, aber dank einem Freund konnten wir 75% des Stoffs retten, aber ein Teil ging verloren.)

Der Grund, warum ich so hartnäckig bin: Ich bin in einer Periode meines Lebens, wo ich mit der seelischen Krankheit meiner Mutter zu tun habe. Sie wurde von ihrem Stiefvater missbraucht (auch ein Zeuge Jehovas), als sie ein Kind war, und weil die Zeugen Jehovas so isoliert leben, suchte sie nie draußen Hilfe. Bis heute hat sie einen weißen Fleck von 10 Jahren in ihrer Erinnerung von 9-19. Warum er wähne ich sie? Weil die Art, wie sie behandelt wurde, eine direkte Auswirkung sie sie hatte, als es mir passierte.

Meine Mutter wurde getauft, als sie 9 Jahre alt war. Ich weiß nicht genau, wann meine Großmutter den Stiefvater meiner Mutter heiratete, aber offensichtlich sagte er ihr während der Mittagsessenszeit, sie solle ihn nicht ansehen oder aufhören, ihn anzusehen. Wenn ich mit ihr spreche, sieht sie mir bis heute nicht in die Augen, und wenn ich den Augenkontakt herstelle, sieht sie weg. Während eines Zusammenbruchs offenbarte sie, was mit ihr geschah, als sie ein Kind war. Sie sagte, sie sei von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht worden, und als sie versuchte, es meiner Großmutter zu erzählen, habe sie nichts getan, es wurde ihr gesagt, sie solle beten. 
Meine Mutter heiratete meinen Vater, der kein Zeuge Jehovas war, Und in jenen Tagen wurden die Leute ausgeschlossen,  wenn sie "in der Wahrheit" waren, aber "Weltmenschen" heirateten. Nachdem ich geboren wurde, wurde sie von anderen Familienmitgliedern überredet, ihn zu verlassen, und schließlich wurde sie wieder aufgenommen. Sie sagte mir, mein Vater sei Zigaretten holen gegangen, aber nie wiedergekommen (ich fand heraus, dass das eine Lüge war, als ich meinen Vater 25 Jahre später wieder traf).
Ich war 8 Jahre alt, und eine Schwester bei uns um die Ecke pflegte bei mir die Babysitterin zu machen. Freitags ging ich immer zum Nachbarhaus nebenan, und bis heute erinnere ich mich nicht an den Grund. Doch die Frau nebenan war immer zur Arbeit, so war ich immer in der Obhut des Nachbarsohnes (der auch ein Zeuge Jehovas war). Und da begann es mit dem Missbrauch. Ich erinnere mich, dass ich zu meiner Mutter ging, und sie sagte mir (genau die Worte): "Beim nächsten Mal schreie."
Am darauf folgenden Freitag fing er wieder an. Ich versuchte, eine Bibelstelle zu zitieren, ich versuchte ihm zu sagen, dass ich Herpes bekäme (ich weiß nicht, wo ich das herhatte), und dann erzählte ich ihm, meine Mutter hätte gesagt, ich sollte schreien ... worauf er mir den Mund zuhielt. Er sagte auch, wenn ich es weitererzählte, würde ich meine Mama verlieren und niemand würde mir je wieder glauben. Dies ging etwa ein Jahr so und als die Babysitterin bemerkte, dass ich gegenüber ihren Kindern sexuell ausagierte (die Kinder waren ein paar Jahre älter als ich), wurde sie wütend und versohlte mich. Ich erinnere mich nicht mehr, zu welcher Zeit ihr erzählte, was da vor sich ging, aber sie kriegte es aus mir raus. Das war der Punkt, wo die Babysitterin mich so hart versohlte, dass ich einen blauen Flecken am Hintern hatte.
An einem Dienstagabend nach der Zusammenkunft wollten meine Mutter und ich nach Hause, und die Babysitterin, ihre drei Kinder und die Mutter des Jungen warteten draußen. Die Babysitterin sagte meiner Mutter, was los war, worauf sie und meine Mutter mich die Geschichte vor allen Versammelten noch einmal erzählen ließen. Sie beteten um Führung und dass ich die Wahrheit sagte.
Am nächsten Tag kamen die Frau und ihr Sohn herüber, und sie sagte, ihr Sohn sei außer sich und wolle mit den Brüdern reden. Sie war wütend auf mich und sagte mir, ich solle vor ihm sagen, was er getan hatte. Ich konnte es nicht und begann zuweinen. Sie fing an, mich anzuschreien, und sagte: "Jehova wird dich die Wahrheit schon sagen lassen." Ich konnte nicht sprechen, da ich noch mehr weinte. Sie begann zu beten und sagte: "Bitte vergib L, dass sie uns belogen hat." worauf sie mir beide sagten, ich solle es nie mehr jemandem weitererzählen.
Ich weiß nicht mehr ,wie viel Zeit vergangen war, dass ich während einer Lesestunde in der Schule saß und die Lehrerin bemerkte, dass ich nicht richtig auf dem Stuhl saß. Ich sagte ihr, dass es weh täte, und sie nahm mich mit in den Waschraum und sah einen blauen Flecken. Sie rief die Polizei, und da redete ich mit einem Ermittlungsbeamten, der mich fragte, was los sei. Ich erzählte ihm die Geschichte. Ich weiß nicht, ob er mit dem Nachbarssohn sprach, aber ich erinnere mich, dass meine Mutter mich wieder versohlte - auf dieselbe Seite, wo der blaue Flecken war. Sie sagte mir, sie wolle so etwas nie mehr von mir hören.
Wegen der Schläge, die ich von der Babysitterin bekam, schickte meine Mutter mich zu einer anderen Babysitterin. Diesmal missbrauchte mich auch der Enkel der Babysitterin (die auch eine Zeugin Jehovas war) ... und dies ist das erste Mal, wo ich wirklich was gesagt habe deshalb. Eine Zeitlang war es schwer, es jemandem zu erzählen, weil ich nicht wieder gesagt bekommen wollte, ich sei eine Lügnerin.
Aus meinen Erlebnissen mit der seelischen Krankheit meiner Muter muss ich folgendes erzählen ... die Geschichte wiederholt sich. Bei meiner Mutter wurde vorläufig Schizophrenie diagnostiziert, und glücklicherweise hat es den Anschein, dass sie schließlich doch Hilfe kriegt, anstatt (medikamentös) behandelt und entlassen zu werden. Ich fand eine Zeitschrift voller Dokumente, die meine Mutter hatte. Als sie ins Krankenhaus kam, hatte sie meine Geburtsurkunde, ihren Trauschein, ihren Personalausweis und ihre Geburtsurkunde herausgelegt, als ob sie dabei sei, ihren eigenen Tod zu planen. In dieser Zeitschrift (oder sollte ich Aktenordner sagen?) erwähnt sie, dass im Jahre 1975 merkwürdige Dinge mit ihr zu geschehen begannen. 1976 wurde sie wegen Kindesmord verhaftet (Informationen darüber auf Mikrofilm in der öffentlichen Bibliothek). Anscheinend ging der Missbrauch durch ihren Stiefvater wieder los, als sie meinen Vater verließ. Niemand wusste, dass se schwanger war, und als sie das Kind bekam, zerstückelte sie es ... bis heute weiß niemand, welches Geschlecht mein Geschwister hatte.
Sie wollte nicht über den Fall sprechen, und etwa um diese Zeit bekam meine Muter Depressionen. Das ist der Grund, warum ich sage, die Geschichte wiederholt sich. Ich glaube, weil sie so lange mit ihrem Schänder zusammen lebte, rechnete sie sich aus, dass auch ich ... bis heute lebt der Mann nebenan, ebenso seine Mutter. Viele Jahre lang bettelte und flehte ich sie an, sie solle doch umziehen, aber sie wollte nicht. Wenn ich zu Besuch bei ihr komme, fürchte ich mich bis heue mit jeder Faser, weil ich weiß, dass dieser Mann mit seinen Kumpeln draußen sitzt und Bier trinkt, anzüglich zu mir grinst, und seine Freunde versuchen, meine Telefonnummer zu kriegen. Ich glaube, als sie versuchte, es jemandem zu erzählen, erhielt sie dieselbe Strafe wie ich von ihr. Als du auf deinem Video "Michael Jacksons geheime Kindheit" gesagt hast, die Leute die Leute würden nicht ermutigt, außerhalb der Organisation Hilfe zu suchen, weil das ein "Teil der Welt Satans" sei, sagte ich zu mir: "Mein lieber Mann, du weißt nicht einmal die Hälfte!"
Ich sprach ein paar Mal mit meinem Vater, und er erklärte, als er um Mutters Hand angehalten habe, sei ihm aufgefallen, dass sie sehr verschüchtert war und Angst vor ihrem Stiefvater zu haben schien. Als ich ihm erzählte, was mit ihr geschehen war, war er nicht überrascht. Ich möchte nur, dass die Welt weiß, wenn einem gesagt wird, nichts zu erzählen, dann wird damit ein Muster des Schweigens geschaffen, und in manchen Fällen wird es noch schlimmer als das. Ich versuche auf meine eigene Weise, mit dem, was geschah, fertig zu werden, und bis heute bete ich, das ich nicht ende wie meine Mutter. Glücklicherweise war ich nie der Typ, um lange zu schweigen ... Ich habe nur gewartet, bis ich alt genug war, um keine Angst mehr zu haben.
Ich habe mit ein paar meiner Freundinnen gesprochen, und dankenswerterweise war ich nicht in der Gefahr, dass mir wie beim ersten Mal nicht geglaubt wurde. Es ist schön, aber gleichzeitig auch traurig, zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Ich hoffe nur, dass es für meine Mama nicht zu spät ist.
Als ich 13 war, beschloss ich, keine Zeugin Jehovas mehr zu sein. Ich schrieb einen Brief an meinen Onkel, der Ältester war, und sagte es ihm. An diesem Punkt versuchte die Familie meiner Mutters Seite, mich mit Schuldgefühlen, Angst und Bestrafung dazu zu kriegen, wieder in die Zusammenkünfte zu gehen Sie sagten, ich wisse nicht, was ich wolle ... ich sei zu jung. 18 Jahre später befolge ich ihre Lehren immer noch nicht, und habe eine brennende Abneigung gegen organisierte Religion in all seinen Formen entwickelt. Langsam schließe ich mit der Gottheit meinen Frieden ... aber manchmal kann ich mich nicht mit der Lehre von einem liebevollen Gott anfreunden, und einem Gott, der zuließ, dass dies geschah. Ich glaube nicht, dass nur die Zeugen Jehovas die ewige Belohnung erhalten. Ich glaube, dass ich ein guter Mensch bin, und anderen gegenüber gut zu sein reicht mir. Nach alledem bin ich immer noch nachtragend, man hat mich von oben bis unten angesehen, und Mama hat mich wie eine Last betrachtet ... es ist, als hätte sie mich aus ihrer Liebe ausgeschlossen und sie über die anderen Kinder in der Versammlung ausgegossen! Ich erinnere mich, dass dieser Bruder eine Ansprache darüber hielt, dass man keinen Sex vor der Ehe haben solle, weil man sonst ruiniert wäre. Meine Mutter sah mich an und nickte mit dem Kopf. Genauso habe ich mich gefühlt ... ruiniert ... und ich wollte nicht ruiniert sein. Ich habe meine Leute sagen hören: "Warte auf Jehova ." ... vielleicht ist das der Grund, warum IHR beschlossen habt zu reden ...
Ich bin keine verängstigte acht Jahre mehr alt. Nüchtern betrachtet hat mich das Umgehen mit Mutters Krankheit dazu gebracht, mich mit meiner eigenen Vergangenheit zu befassen. Ich kann nicht mehr ändern, was geschehen ist, aber ich kann ändern, was als nächstes geschehen wird. Wenn es ein Paradies oder einen Himmel gibt ... dann glaube ich, dass die von uns, die die Hölle durchgemacht haben, dort aus der einfachen Tatsache einen Platz verdienen, dass wir Harmagedon bereits durchlebt haben.
Grüße,
LP

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Macht ihr was mit Yahoo!?
Yahoo! Die Suche gibt an - Jib Jab's 'Second Term'

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Ich bin so dankbar, dass ich auf diese Webseite gestoßen bin. Als jemand, der durch Missbrauch in der Gesellschaft sehr betroffen ist, gibt es mir etwas ein Gefühl von Befreiung, dass andere die Dinge ebenso sehen wie ich.

Ich wurde, als ich jung war, von meinem Vater missbraucht. Das Gericht befand ihn für schuldig und gab das Sorgerecht meiner Mutter. Die Ältesten im Königreichssaal hatten zu der Zeit viele Zusammenkünfte mit meiner Familie und meinen entfernten Verwandten (die meisten Angehörigen sind Zeugen Jehovas), und am Ende wurde entschieden, es unter den Teppich zu kehren. Meine Familie wurde gewarnt, nicht darüber zu sprechen, sonst würde es als VERLEUMDUNG angesehen. Um meinen Vater zu schützen, baten sie meine Mutter, die Versammlung zu verlassen, sie beschuldigten sie, nur trotz ihm da zu sein. Jahre später, als ich mit ganzem Sinn und Herz studierte und versuchte, das Rechte zu tun, haben sie dasselbe mit mir getan (obwohl ich in eine andere Versammlung ging). Sie sagten, sie seien über meine "Absichten" nicht im klaren. Mein Vater ist seither ein sehr geachteter Ältester, der oft bei Bezirkskongressen auf der Bühne steht und das aufgeführte Drama leitet. Die meisten Leute wissen nicht, dass es je passierte, und wer es weiß, spricht nicht darüber. Selbst meine eigene Tante glaubt nicht dass es geschehen ist, trotz der Gerichtspapiere, die mein Onkel aufbewahrt.

Meine andere Tante (die Schwester meiner Mutter) heiratete einen Mann, der auch ein Zeuge war, er kam aus einer Zeugenfamilie. Es stellte sich heraus, dass er entsetzlich misshandelte. Er war Borderliner mit sadistischen Zügen gegen meine Kusine - seit ihrer Kleinkindzeit und bis sie ein Teenager war. Er riss ihr Haare aus, schlug sie und schubste sie in Gegenstände. Er trat und schlug nach der Familienkatze. Als ich ein Baby war, passte meine Tante einen Tag lang auf mich auf. Meine Mutter sagt, ich sei an dem Abend mit einem gigantischen Handabdruck auf dem Bein nach Hause gekommen, dort wo er mich geschlagen hatte. Meine Tante ist eine sehr passive, ruhige Person, die niemals Wellen machen möchte. Als sie schließlich zusammenbrach und die Ältesten um Hilfe bat, beschuldigten diese sie, Schuld zu haben.
Der Mann ist das Haupt im Hause, aber offensichtlich war SIE es, die es anzettelte. Sie wollten nichts davon hören, sie wollten ihr nicht helfen. So steckte sie es ein. Er hat viele Mal die Beratung aufgesucht seit jenen Tagen und bekommt eine Menge Medikamente. Er ist immer noch schrecklich temperamentvoll, misshandelt aber nicht mehr. Er ist auch kein Zeuge mehr. Meine Kusine, die am schlimmsten missbraucht wurde, hatte ein schweres Leben. Sie hat eine Menge Medikamente gekriegt und brauchte viel Therapie, um damit fertig zu werden. Als sie es ausagierte (und das war nichts im Vergleich zu dem, was Teenager heute tun), verurteilten die Ältesten sie. Sie hatten nie einmal Mitgefühl, als sie verdammt genau wussten, wie ihr Leben aussah.

Als ich jünger war, ging ich mit der Familie meines Vaters und der Familie eines anderen Ältesten zum Camping. Er hatte einen Sohn im Teenageralter, der mit meiner Kusine befreundet war. Jungen bleiben Jungen, und eines Tages taten sie etwas Boshaftes wie Steine in Bäume zuwerfen oder etwas ähnlich Albernes. Der Vater verlor die Geduld und schleppte seinen Sohn weg und schrie ihn an und schlug ihn. Es war entsetzlich genug anzusehen, aber was noch schlimmer war, war, dass das nicht das erste Mal war. Alle wussten es. Und was tat mein Vater, der geachtete Älteste? Absolut nichts. Er stand daneben, als der Junge schrie und weinte. Die Mutter meiner Kusine sah  entsetzt drein und schirmte ihren Sohn ab. Aber niemand tat etwas.

Vor ein paar Jahren machte die Geschichte die Runde, dass ein Mädchen ausgeschlossen worden und enterbt worden war, weil sie mit Missbauch herausgekommen war, der in ihrer Versammlung vorgekommen war. Meine eigene Großmutter, einer der Menschen, denen ich auf dieser Welt am nächsten bin, ist eine Zeugin. Sie war entsetzt, dass dieses Mädchen mit "solchen Lügen" angekommen war, ein Versuch, den Ruf der Zeugen Jehovas schlechtzumachen. Sie war völlig im Unglauben, dass die Gesellschaft je etwas vertuschen würde.


Meine Mutter fragte: "Hört sich das nicht bekannt an?” Plötzlich wollte Großmutter nicht mehr darüber reden.

-K

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Ich bin eine 44-jährige Frau, die in der Organisation der Zeugen Jehovas aufwuchs. Ich bin jetzt ausgeschlossen und habe die meisten Kindheitserinnerungen verdrängt, was, so hat man mir gesagt, wahrscheinlich eine gute Sache ist. Kürzlich sah ich die Dokumentation "Geistige Hirten" und dachte bei mir selbst ... "Endlich ... unternimmt jemand etwas." Ich bin das jüngste von fünf Kindern. Meine Mutter, die eine extreme Alkoholikerin war, missbrauchte wenigstens einen meiner Brüder und schlug sie hart. Meine Brüder wiederum missbrauchten mich und in gewissem Ausmaß auch meine Schwester. Ich bin nicht sicher, wie jung ich beim ersten Mal war, aber ich glaube, ich war so um die acht. Sexueller Missbrauch, Schläge, wüste Beschimpfungen. Ich habe keinen Hass auf sie ... sie waren auch nur Kinder, aber ich habe mich oft gefragt, warum die Ältesten nichts unternahmen. Unsere Versammlung war in den 60er und 70er Jahren klein. Wir waren eine enge Gemeinschaft. Meine Mutter gab gern Pizzapartys, und jeder trank gern und mochte die Partys. Diese Brüder wussten, dass es so viel Probleme in unserer Familie gab. Meine Mutter erhielt eine Beratung wegen ihres Alkoholismus, und se wurde erst wieder trocken, als ich 18 war. Zu wenig ... zu spät. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich besser an Dinge erinnern, aber am meisten wünsche ich mir, dass die Ältesten damals etwas unternommen hätten. Etwas, das das Leben dieses kleinen Mädchens verändert hätte. ich bin 5-mal verheiratet gewesen. Ich habe meine eigenen Probleme mit Stoffmissbrauch und Promiskuität. Die längste Zeit über assoziierte ich Sex mit Liebe ... wenn man Sex mit jemandem hatte, bedeutete das, dass man geliebt wurde ... und ich brauchte eine Menge Liebe. Ich war in der Reha und im psychiatrischen Krankenhaus. Jetzt ... geht es mir gut. Ich schaffte es, eine wunderbare Tochter zu erziehen, die aufs College geht, und ich bin jetzt seit 6 Jahren wieder verheiratet (ein Rekord für mich!). Ich habe jetzt ein eigenes Geschäft. Ich habe das trotz der Dinge getan, die mir angetan wurden. Ich bin stolz auf mich, dass ich nicht tot in der Gosse landete. Ich wünschte, ich könnte diesen Leuten alles nehmen, was sie haben. Ich wünschte, ich könnte wegnehmen, was diese Leute zuließen, was mir genommen wurde. Meine Mutter, die heute 84 ist, ist immer noch eine Zeugin. Sie wurde einmal wegen sexuellem Missbrauch angesprochen, und sie leugnete es kategorisch und sagte, sie erinnere sich nicht. Wahrscheinlich tut sie es auch nicht, weil sie immer betrunken war. Ich mag meine Mutter nicht ... sie ist kein guter Mensch. Ich mag diese "Brüder" nicht ... wie können die nachts schlafen? Ganz offen, ich denke auch nicht gut von ihnen.

Ich entschuldige mich bei allen, die dies lesen, dass es so zusammenhanglos klingt ... es ist schwierig, 40 Jahre Empfindungen auf eine einzige Seite zu packen. Es gibt noch so vieles andere, was ich sagen möchte, aber ich werde hiermit enden: Ihr alle draußen, die ihr irgendeinen Missbrauch erlebt habt ... es ist nicht normal ... es ist nicht eure Schuld .. und jeder, der euch dem unterworfen hat, verdient seine Strafe.

RJ

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Kurz gefasst war meine Erfahrung folgende: Ich befand mich in einer Ehe mit einem SEHR GEWALTTÄTIGEN MANN!!!! Und als ich zu den Ältesten ging, wurde mir ständig gesagt, ich solle zu ihm zurückkehren. Ich wollte ihnen einfach nur entgegen schreien: "ERTRAGT IHR DOCH MAL DEN MISSBRAUCH, DEN ICH ERTRAGEN MUSS, DIE VERGEWALTIGUNGEN UND DIE SCHLÄGE, UND DANN KOMMT ZU MIR ZURÜCK UND SEHT OB IHR MIR DANN NOCH DENSELBEN RAT GEBT!!!!!!!! WORTE KÖNNEN NICHT BESCHREIBEN, WAS DER SCHLECHTE RAT MIT MIR TAT UND, NOCH WICHTIGER, MIT MEINEN KINDERN. SIE HABEN ALLE ANGST, UND MEIN SOHN WURDE SCHLIESSLICH VON SEINEM LEHRER IN DER SCHULE MISSBRAUCHT (KEIN ZEUGE JEHOVAS). WOLLT IHR ETWAS IRONISCHES ERFAHREN? ICH WURDE GEÄCHTET WEGEN DES ÖFFENTLICHEN SKANDALS (ES WAR IN ALLEN ZEITUNGEN USW.) MIT MEINEM SOHN UND ICH HATTE NICHTS UNRECHTES GETAN! ICH HATTE WEGEN ALL DEM STRESS IN DER EHE EINEN NERVENZUSAMMENBRUCH UND WURDE DOPPELT GEÄCHTET, WEIL SEELISCHE KRANKHEITEN ALS ETWAS DÄMONISCHES BETRACHTET WURDEN/WERDEN!!!!!!!!! Ich möchte eines ganz deutlich machen: Ich gebe Jehova Gott nicht die Schuld dafür, ich spreche jedoch die schuldig, die so handeln und dabei seinen Namen benutzen.

DF

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Ich habe zwei Einzelgeschichten, die erste passierte meiner Schwester, als wir klein waren. Meine Eltern waren Zeugen Jehovas, und viele Jahre lang verstand ich nicht, warum meine Mutter mir immer gesagt hat, es sei wegen mir gewesen, dass dieser Mann aufhörte, meine Schwester zu missbrauchen. Als ich älter wurde, kam es schließlich heraus. Meine ältere Schwester und ich saßen vor der Bühne im Königreichssaal, übrigens war mein Vater Ältester, soweit ich mich zurückerinnern kann, und ich sagte meiner Mutter, dass dieser Mann da es war, der meine Schwester angefasst hat. Ich war zu jung, um mich daran zu erinnern, dass meine Schwester es mir gegenüber erwähnt hatte. Alles, was ich weiß, ist, dass wir nach Hause geschickt wurden und ich meine Vater bis zum nächsten Tag nicht sah. Ich fragte meine Schwester, als wir älter waren und auf eigenen Füßen standen, was damals passiert war. Sie sagte, der Mann sei ausgeschlossen worden und sie habe Angst, dass sie ihn wieder in einer Versammlung sehe. Ich wurde sehr ärgerlich, weil ich nicht glauben kann, dass die Versammlung in dem Wissen, dass Jehova seine Gesetze hier aus einem bestimmten Grund auf die Erde brachte, sich der Dinge auf ihre Art annehmen will. Es ist gut, sie auszuschließen, aber direkt danach sollten die Ältesten diese Leute zur Polizei mitnehmen. Meine Schwester hat viele seelische Probleme, aber stellt euch vor, sie ist immer noch Zeugin Jehovas. Ich kann es nicht erklären.

OL

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Ich denke, was du hier getan hast, ist mutig und bewundernswert. Meine Erfahrung st eine zweifache. Ich bin 33 Jahre alt und verließ die Religion vor acht Jahren. Bei der ersten Erfahrung, die ich mitteile, geht es um einen Vorfall, der sich ereignete, als ich 14 Jahre alt war. Ich war ein neugieriger und irgendwie rebellischer Zeugen-Jehovas-Teenager und hatte Sex mit einem 16-jährigen Jungen. Irgendwie fanden meine Eltern es heraus. Ich wurde vor eine Ältestenschaft  gebracht, die aus drei älteren Männern bestand. Sie gingen mit solchen Fragen vor wie: "Hat er deine Brüste berührt?", "Gab es  vor dem Verkehr ein Vorspiel?". Ich schämte mich so, ich war kurz vor einem Selbstmord, aber niemand wusste es. Ich hatte mit mir selbst zu tun; es gab keine Unterstützung, nur Scham. Da ich in Gefahr stand, meine Familie und meine Freunde zu verlieren, heuchelte ich Reue uns wurde nicht ausgeschlossen. Monate danach wurde ich allerdings noch von Familie und Versammlung beschämt. Es war traumatisch. Freunde durften keinen Umgang mit mir haben, und alles, was ich hatte, war  meine Musik (dafür bin ich dankbar, denn meine Wutausbrüche und die Unfähigkeit, mit dem Leben zurechtzukommen, brachten mich zu einem Psychologen, und langsam kamen die Scheußlichkeiten der Vergangenheit heraus. Zum ersten Mal erkannte ich, wie entsetzlich es für mich als 14-Jähriges Mädchen gewesen sein muss, die Fragen der älteren Männern vor meinen Eltern beantworten zu müssen. Das scheint fast verdreht zu sein. Die Scham verfolgt mich bis heute und ist etwas, womit ich noch Jahre zu tun haben werde. Bei der zweiten Geschichte geht es um sexuellen Missbrauch. In der Familie gibt es einen Onkel, der als pädophil bekannt ist. Er ist wie die meisten meiner Familie und Angehörigen Zeuge Jehovas. Er hat mehrere meiner Kusinen missbraucht, und doch unter nimmt niemand etwas. Ich fand heraus, dass meine Kusine wegen dieses Onkels in den letzten 10 Jahren zu den Ältesten ging, aber natürlich hat die Versammlung es unter den Teppich gekehrt und ist nicht zu den Behörden gegangen. Kürzlich bei einem Familienbegräbnis brüstete er sich gegenüber meiner Mutter, er habe mit meinen Schwestern, als sie vier waren und in ihrem Etagenbett lagen, "geschlafen"; das Leuchten in seinen Augen machte die Anspielung  auf Sex offensichtlich. Ich fand das interessant, denn in den vergangenen drei Jahren hatte ich mit der Aufdeckung verdrängter Erinnerungen daran zu tun, sexuell missbraucht worden zu sein, als ich 4 war; natürlich dachte meine Familie, ich sei verrückt. Er gab zwar nicht zu, mich missbraucht u haben, aber ich bin sicher, dass er es war, auch wenn meine Erinnerungen vage waren. Meine Eltern haben so viel Angst, Dinge aufzurühren, sie werden damit nicht einmal zu den Ältesten gehen. Ich sagte ihnen, wenn sie nichts täten, würde ich zur Polizei gehen (was ich sowieso vorhabe). Ich mache mir Sorgen um andere Kinder, zu denen er Zugang haben mag.

CR

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Jetzt scheint es so lange her zu sein. Doch ich liege nicht im Bett und das Licht ist aus.
Dann, des nachts, scheint es nicht so lange her zu sein. Ich habe eine Last, die immer noch auf mir drückt. Wird sie je vergehen? Liegt er immer noch auf meinem Körper?
Ich bin 24!!!!

Es ist alles so verwirrend. Ich versuche, einen klaren Gedanken zu fassen, aber das ist fast unmöglich.

Als ich klein war, war mein Vater ein Trinker, der mich seelisch und körperlich misshandelt hat. Die körperlichen Misshandlungen hörten zwar auf, aber bis heute gehen die seelischen Misshandlungen weiter. Meine Mutter hat nie einen anderen geliebt. Wegen ihm wurde sie eine Zeugin Jehovas. Ich war sechs, als e zu studieren begann. In der nachfolgenden Zeit wurde er ausgeschlossen, weil er meiner Mutter untreu war. Sie jedoch ist eine gute kleine Zeugin.

Ungefähr als mein zehnter Geburtstag anstand, war ich so gut, wie man als Kind von Zeugen Jehovas sein kann. Ich ragte von Haus zu Haus, bei Präsentationen und Bibeldingen heraus. Ich war bereits bei Präsentationen auf zwei Kreiskongressen und einem Bezirkskongress. Ich liebte "die Wahrheit", und sie liebte mich.

In unserer Versammlung gab es eine Familie, die immer da gewesen, aber schlecht angesehen war. Irgendwann geriet die Familie in grässliche Schwierigkeiten. Einige von ihnen kamen und blieben bei uns. Insbesondere eine Person lebte ein paar Jahre bei uns. Dieser eine war allgemeiner Pionier. Er ist es, der mir mit 10 die Jungfräulichkeit nahm. Es begann alles sehr unschuldig. Es begann damit, dass er mich kitzelte, herzte oder anbot, mir beim Tischdecken zu helfen (und per Zufall gegen meine Brüste oder woandershin stieß). Ich verlor dann die Nerven, aber er würde doch nichts tun, das nicht richtig ist ... oder????

Die Geschichte entwickelte sich über Monate weiter, bis zu der entsetzlichsten Nacht, die mich fast ein Jahr lang glauben ließ, dass ich schwanger sei. Mein Leben ist seither nicht mehr dasselbe. Ich bin seitdem nicht mehr dieselbe. Ich habe überlebt, aber ich denke, es wird immer ein Kampf sein. Es endete alles nach einem Jahr spätabendlicher Widerwärtigkeiten, als ich sein Leben bedrohte. Er beendete es, indem er einem 12-jährigen Mädchen ein goldenes Halsband mit der Aufschrift "Ich liebe dich" gab. Bald zog er um in eine Stadt an der Küste. Ich habe ihn und seine Freunde (andere alleinstehende Pionierbrüder) dann immer wieder auf Kongressen gesehen. Es war fast, als wäre es nie geschehen.

Ein Jahr später wurde ich im Haus meiner besten Freundin von Gefühlen über meine verlorene Unschuld überwältigt. Sie hatte von diesem und jenem gesprochen ... und ich brach in Schluchzen aus. Ich erzählte es ihr. Am nächsten Tag schrieb sie es in ihr Tagebuch. An dem Abend las ihre Mutter es. Sie sagte ihrer Tochter, ich müsse zu den Ältesten gehen, sonst täte sie es. Meine Mutter und ich gingen zu den Ältesten. Dort wurde mir gesagt, ich hätte den Bruder verführt ... Es wurde nichts unternommen. Heute ist er verheiratet und hat eine kleine Tochter. Ich mache mir große Sorgen um sie.

Ich verließ die "Wahrheit" mit 16 Jahren. Heute bin ich 24 und lebe nach meinen eigenen Bedingungen. Ich betrachte mich immer noch als spirituellen, guten Menschen. Doch es gibt eine Art Verrat, die schlimmer wehtut, als mit 10 mitten in der Nacht vergewaltigt zu werden.

Was wird je deswegen unternommen werden? Wie viele andere leiden noch durch diese "geistig erleuchteten Brüder"?

AW

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Meine Eltern wuchsen als Zeugen Jehovas auf. Meine weitere Familie auf beiden Seiten sind Zeugen Jehovas. Gemäß dem Vorbild, das man darstellen soll, sollte dies eine "glückliche Familie" ausmachen.

 

In meiner Kindheit war mein Vater pervers. Er berührte mich nie wirklich, aber er entblößte sich regelmäßig, wenn wir sprachen, gegenüber mir und meinen leiblichen Schwestern und benahm sich auch in unserer Gegenwart sexuell pervers. Häufig "schlug" er uns ab meinem dritten Lebensjahr mit einem Gürtel und hinterließ blaue Flecken auf unserer Haut und Narben auf unserem Herzen.

 

Später fand ich heraus, dass auch sein Vater pervers war und seine eigene geistig zurückgebliebene Tochter missbrauchte und sich auch mehrmals vor Frauen in der Öffentlichkeit entblößte.

 

Unsere Mutter hatte Depressionen, das erkenne ich jetzt als Erwachsene, und unternahm nichts wegen seinem Verhalten. Sie wurde beschimpft und war zermürbt.

 

Inzwischen traten in weiteren Zeugenteilen unserer Familie vermehrt seelisch Probleme und Inzest auf, der zu einem Kind führte - im Haus meines Onkels, des Ältesten. Ich fand auch heraus, dass die Frau eines anderen Onkels missbraucht worden war, seit sie etwa 6 Jahre alt war, bis sie von ihrem Vater, einem Ältesten, verlobt wurde.

 

Ich weiß, was ihr jetzt denkt: das kann unmöglich wahr sein. Aber es ist wahr. Ich bin jetzt 29 Jahre alt. Endlich finde ich Frieden mit meiner Vergangenheit und mit meinem Vater und seiner Religion.

 

Ein paar Tage, nachdem ich 14 wurde, wurde ich getauft. Ich glaubte, das sei das Richtige. Jeder sagte das, und das war wichtig für mich. Meine Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, die Versammlung und die Ältesten - alle redeten davon. Also habe ich ihnen den Gefallen getan und ließ mich taufen.

 

Als ich 17 war, rebellierte ich gegen alles und lief weg, um einen Mann zu heiraten, den ich kaum kannte. Ich bekam sofort zwei Kinder und erkannte, welchen entsetzlichen Fehler ich machte. Ich war von meiner Familie weg und ihnen entfremdet, weil ich einen "Ungläubigen" geheiratet hatte. Es war während dieser Zeit nach der Geburt meiner beiden Kinder, dass ich Rückblenden an meine Kindheit bekam. Erinnerungen an Dinge, die mein Vater getan hatte und von denen ich damals dachte, dass sie in Ordnung wären, es aber als Erwachsene besser wusste - diese verfolgten mich. Ich habe immer voller Tränen meine Mutter angerufen und versucht, mit ihr darüber zu reden. Sie hat mir aber immer nur gesagt, es hätte schlimmer sein können. Mein Mann war Alkoholiker und starb bei einem Autounfall, als er betrunken fuhr. Da war ich 20.

 

Ich war Witwe, Mutter zweier Kinder, und wurde gerade 21. Ich zog schnell zu meinen Eltern zurück, dann kaufte ich mit dem Geld, das ich von der Lebensversicherung erhalten hatte, schnell ein Haus und versuchte weiterzuleben. Ich traf einen Mann, von dem ich glaubte, dass er mich wirklich brauchte, damals ein Drogensüchtiger. Ich war nicht bereit, ihn zu heiraten, begann aber eine körperliche Beziehung mit ihm.

 

Ich hatte alle Verbindungen zu den Zeugen Jehovas gekappt und wurde wahrscheinlich als untätige Verkündigerin oder als jemand mit einem öffentlichen Verweis angesehen, ich weiß es nicht. Meine Mutter ging zu den Ältesten und redete mit ihnen darüber, dass ich einen Freund hatte. Die Ältesten kamen mehrmals mit mir zusammen. Ich erklärte, dass ich überhaupt nicht an Gott glaubte. Ich erging mich kurz in die Geschichte der Familie, worüber ich noch nie laut gesprochen hatte. Ich weinte. Ich war so verwirrt. Ich wollte, dass mir jemand zuhörte und mich verstand, vielleicht auch nur half, mich selbst zu verstehen. Ich wurde ausgeschlossen.

 

Niemand bot etwas an. Sie sahen mich nur an. Ich fühlte mich verraten. Ich fühlte mich kalt und allein. Ich schämte mich, ihnen auch nu etwas erzählt zu haben. Ich fühlte mich beschmutzter als je.

 

Der Mann, den ich traf, beging schließlich Suizid. Teilweise weil ich nicht mehr mit ihm ging.

 

Es tut auch jetzt noch weh, darüber zu reden. Von Natur aus bin ich ein sehr privater und introvertierter Mensch. Ich hänge also selten meine schmutzige Wäsche nach draußen. Heute bin ich wieder glücklich verheiratet.

 

Ich glaube nicht, dass alle Zeugen Jehovas sexuelle Raubtiere sind. Ich weiß nur, dass die meisten, die ich kannte, irgendwo in ihrem Leben Probleme mit der Sexualität hatten. Ich weiß nicht, ob das ein Abbild nur der Zeugen Jehovas oder doch der Gesamtgesellschaft ist.

 

Ich weiß, dass die Ältesten sich sehr viel Mühe gegeben haben, die Versammlung vor mir zu schützen. Inzwischen passierte nichts, als die Geschichte über den Vater meiner Tante, den Ältesten, die Runde machte, der sie die ganze Kindheit über missbraucht hatte. Er hatte eine kleine Tochter zu Hause und wurde nicht von der Liste der Ältesten gestrichen. Nun, die Geschichte machte nicht wirklich die Runde, nur unsere Familie wusste davon. Es stellt sich heraus, dass der älteste Bruder meiner Tante das Verhalten seines Vater nachgeahmt und die jüngere Schwester missbraucht hat. Der ältere Bruder hat sich schließlich gemeldet und den Ältesten das Ganze erzählt. Nichts geschah je gegen diesen Vater. Niemand sagte es der Polizei, und die anderen Ältesten strichen ihn nicht einmal als Ältesten.

 

Kürzlich bin ich wieder aufgenommen worden. Endlich kann ich wieder mit meiner Familie reden. Aber ich weiß, dass diese Religion nicht von Gott geleitet wird. Sie wir von einem Unternehmen geleitet, die ein führender Kopf darin ist, kostenlose Arbeit zu bekommen. Örtlich wird sie von unvollkommenen Männern geleitet, die keine Vorstellung davon haben, was sie tun, weil Gott beim Umgang mit dieser Art von Situationen nie ein solches CHAOS anrichten würde.

MN

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Lieber Schänder,

ich fühle mich so benutzt und missbraucht. Aber du sitzt erhoben und sagst, dass ich lüge. Du hast mir meine Unschuld und Kindheit genommen und mich hilflos und betäubt allein gelassen.

Als Kind wurde ich von mehreren Familienmitgliedern missbraucht, die Zeugen Jehovas sind (mein Onkel, mein Bruder und mein Vater.) Mein Onkel hat mich an den Intimstellen berührt und überall geküsst. Ich flehte ihn an aufzuhören, und er lachte nur. Mein Bruder hat mich bei jeder Gelegenheit, die sich ihm bot, im Auto, im Schlafzimmer oder im Badezimmer, gegen die Wand oder auf das Bett gedrückt und mir weh getan, bis er befriedigt war. Mein Vater hat mich beschimpft und körperlich misshandelt, mein Name war nicht ???????, sondern Schlampe, Dummkopf, Narr usw. Er sagte, Frauen mögen es, geschlagen zu werden, und konnte nicht anders wenn er seine Zustände kriegte. Ich gab mir selbst die Schuld und hasste mich dafür. Ich fühlte mich wertlos und benutzt. Niemand liebte mich, ich war nichts. Aus Angst vor noch größeren Schmerzen konnte ich es niemandem erzählen, niemand würde mir glauben. Ich versuchte bei mehreren Gelegenheiten, mit jemandem zu reden, aber niemand wollte zuhören. Ich bin jetzt 20 und verarbeite allmählich, was geschah. Ich war im Alter zwischen 8  bis 15, glücklicherweise erinnere ich mich nicht an die Zeit als ich unter acht war. Manchmal meine ich, alles ist ein schlechter Traum und ich wache davon auf, aber das geschieht nie. Bis heute tut es weh, zu wissen, dass ich für den Rest meines Lebens schlimme Narben aus der Kindheit habe. Ich dachte, dass mein Leben normal sei und dies etwas sei, womit ich umgehen muss, aber das ist falsch, niemand sollte es. Dennoch, ich habe überlebt, und jetzt versuche ich, die Erinnerungen aus dem Kopf zu kriegen. Bis jetzt habe ich keine Familie außer Gott. In meinem Leben ist jetzt Unsicherheit. Ich weiß nicht, was die Zukunft mir bietet, aber ich weiß doch, dass ich nicht länger eine auf ein schändliches Geheimnis gegründete Familie unterstütze.

JG

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Ich wurde als geächteter Mensch geboren. Meines Vaters Familie war in die "Wahrheit" gekommen, als er Teenager war, während des Zweiten Weltkriegs. Das war das kleinstädtische Amerika, wo in jedermanns Leben die Religion einen wichtigen Teil darstellte. Seine Familie war arm, aber es waren hart arbeitende Menschen. Seine Mutter (eine dominierende, kraftvolle Frau) bestand darauf, dass er nicht zur Armee ging, und damals wurde jeder, der nicht diente, weder im Kampf noch in der Etappe, ins Gefängnis gesteckt. So war mein Vater 18 Monate im Gefängnis für etwas, worüber er nur wenig wusste. Während seiner Internierung wuchs sein Hass auf die Zeugen Jehovas, und er freundete sich mit den Wachen und anderen Insassen an. Auch die Zeugen Jehovas begannen ihn zu hassen und nannten ihn Verräter und Abtrünniger. Während seines Aufenthaltes im Gefängnis wurde auch eine Geisteskrankheit diagnostiziert. Er nahm die Medizin nicht, denn damals wurden seelische Krankheiten als Charakterfehler angesehen, die man durch Gebet und ein reines, gutes Leben überwinden könne. Er kehrte nach Hause zurück, ein gehasster Mann in der Gemeinde, weil er seinem Vaterland nicht diente, und von den Zeugen Jehovas gehasst, weil er ein Abtrünniger war.

Mein Vater war ein zorniger Mann; so voller Zorn, dass er trank und jeden verspottete. Er wurde ein Einzelgänger ohne Freunde. Er lernte meine Mutter per Post kennen, als er im Gefängnis war. Meine Mutter war eine sehr hübsche Frau, aber seelisch empfindlich und für Hysterie anfällig, wie sie das damals nannten. Weil mein Vater sehr gut aussah, verliebte sie sich in ihn. Es konnte keine zwei Menschen geben, die schlechter zusammengepasst hätten. Ich wurde geboren und später mein Bruder. Meine Mutter war zu depressiv, um sich um uns zu kümmern, und wir wurden bei alle möglichen Leuten untergebracht, bis meine Mutter schließlich, als ich fünf war, in die Irrenanstalt kam. Meine Eltern waren damals nicht als Zeugen Jehovas aktiv. Doch damals untätig gewesen zu sein, hatte nicht dieselben Auswirkungen wie heute. Wir wurden über Jehova belehrt, und ich erinnere mich noch deutlich, wie ich mit drei wusste, wie man betet. Ich bekannte mich als Zeugin Jehovas, auch wenn ich selten einen Fuß in einen Königreichssaal setzte. Weder die Familie noch die Zeugen Jehovas wollten viel mit unserer Familie zu tun haben, der Grund war der Zorn meines Vaters und die seelische Krankheit meiner Mutter. Sie hatten auch keine Freunde in der Gemeinde. So waren sie sehr isoliert.

Erinnerungen an meinen Missbrauch begannen etwa mit drei Jahren, als mein Vater eines Abends betrunken nach Hause kam. Ich weiß nicht, wo meine Mutter war. Ich lag im Ehebett, und er musste meine Unterwäsche ausziehen und sah mich an und steckte dann seinen Finger in mich. Es fühlte sich gut an. Ich hatte keine Angst vor ihm, weil er mein Vater war. Weil es sich so gut anfühlte, nannte er mich "kleines Miststück wie meine Mutter". Ich war verblüfft und verletzt, wusste aber nicht, warum. Er bekam Reuegefühle und ging ins Badezimmer und rief aus: "Was bin ich nur für ein Mann?" Er kam zu mir und sagte, was er getan habe, sei böse, und ich dürfe es niemandem erzählen, sonst käme er ins Gefängnis. Er weinte, dass er im Gefängnis gewesen war, und er könne es nicht überleben, weder dorthin zu gehen. Er sagte, meine Mutter sei bereits im Krankenhaus, und wenn ich es erzählte, würden sie ihn auch wegbringen. Er ließ mich mit dieser schrecklichen Bürde allein. Er sagte, ich würde mich nicht daran erinnern, ich würde es vergessen. Ich erinnere mich an den Gedanken, dass "mein Vater etwas Schlimmes mit mir tat", und es fühlte sich fast an, als würde meine Seele meinen Körper verlassen. Ich sank fast zu Boden. Aber ich nahm mich zusammen und sagte: "Ich werde das vergessen", und zwang es buchstäblich aus meinem Gedächtnis. Es verging an jenem Tag nicht alles, aber ich erinnere mich, dass ich eines Tages dachte, ich bin doch glücklich und hatte Erfolg. Ich hatte es vergessen. Ich erinnere mich an den Gedanken: "Papa sagte, ich würde es vergessen, und ich habe es vergessen."

Es verletzte meinen jüngeren Bruder wirklich. Er war erst drei, als meine Mutter im Krankenhaus war. Ich war fünf, und wir lebten bei Verwandten und sahen unseren Vater nur ein- oder zweimal im Monat. Die Verwandten, bei denen wir lebten, hatten keine Liebe zu uns, aber sie schlugen uns nicht. Man sagte uns, wir seien eine Last und nur bei ihnen, weil unsere Mutter verrückt sei. Heute ist mein Bruder ein kalter, seelisch distanzierter, selbstgerechter Zeuge Jehovas, der einmal sagte, das Leben eines unserer Verwandten habe keinen Wert, weil er kein Zeuge Jehovas sei.

Zuhause aufwachsen machte keinen Spaß. Weinen war nicht erlaubt, wir durften auch keine Gefühle haben. Ich lernte, (seelisch) hart zu werden, und wie man überlebt. Einmal sagte ein Mädchen auf dem Nachhauseweg von der Schule zu mir: "Deine Mutter ist verrückt, und die ganze Stadt weiß es". Ich schlug ihr mit einem Buch über den Kopf. Am nächsten Tag wurde ich vom Schuldirektor verhauen. Er fragte, ob ich es wieder tun würde, und ich sagte störrisch: "Ja, wenn sie das noch einmal sagt, werde ich sie wieder schlagen". Ich war unbelehrbar, dachten sie. Ich redete zu viel und spielte nicht gut mit anderen Kindern. Die Kinder haben mir immer nur gesagt: "Du bist dämlich", "Du bist bescheuert". Ich wollte so sehr geliebt werden, aber aus irgendeinem Grund war ich nicht in Ordnung. Ich habe weder gestohlen, noch betrogen oder mich auf Kämpfe eingelassen. Ich bin sicher, dass eine Menge nur damit zu tun hatte, dass wir Zeugen Jehovas waren, denn Jahre später traf ich ein Mädchen, mit dem ich zur Schule ging, und sie erinnerte sich daran, dass ich "in einer merkwürdigen Religion" war.

Ich wurde beschimpft und kritisiert. Die Lehrer damals konnten einen wirklich misshandeln, und ihnen geschah nie etwas. Meine Mutter ging am ersten Tag eines jeden neuen Schuljahres mit in die Schule und stellte sicher, dass das Jahr zur Hölle wurde. Sie sagte störrisch, sie sei eine Zeugin Jehovas, Sie sagte störrisch, sie sei eine Zeugin Jehovas, und zählte den Lehren alles auf, wo ich nicht mitmachen konnte. Ich war untersozialisiert, wie man heute sagt. Ich wusste nicht, wie man mit anderen Kindern umgeht. Alles, was ich wusste, war, dass ich aus irgendeinem mir unbekannten Grund ein schlimmer Mensch war, and rebellisch und wild und sozial unannehmbar. Oh, und nicht sehr gerissen.

Mein Vater trank, und manchmal kam er betrunken randalierend nach Hause. Er kämpfte körperlich und verbal mit Mutter, und ich habe immer versucht, diese Kämpfe zu stoppen. Das endete damit. dass ich für meine Bemühungen Schläge bekam. Beim Abendessen redete niemand. Wir hatten alle Angst vor Vater. Es gab keine schönen Zeiten vor dem Fernseher. Keine Spiele. Ich lernte, früh in meinem Zimmer zu bleiben oder mit ihnen zu kämpfen. Manchmal kämpfte ich lieber mit ihnen. Er (Vater) lief oft nackt im Haus herum. (Er war stolz auf seine Männlichkeit.) Weil ich etwas getan hatte (die Hunde herauslassen), wurde er so wütend, dass er mich NACKT AM HELLICHTEN TAG DIE STRASSE HINUNTER jagte, während er mit einem Ledergürtel in der Luft herumfuchtelte. Ich lief buchstäblich um mein Leben. Er hat mich nicht erwischt. Ich wartete, bis es dunkel wurde, und als ich nach Hause kam, schlug er mich. Ich glaube, die Nachbarn haben solche Dinge nicht angezeigt, weil ihn niemand jemals anzeigte. Ich konnte keine Schulfreundinnen nach Hause bringen. Ich versuchte es, aber mein Vater jagte ihnen Angst ein. Er saß nackt im Wohnzimmer und keifte. Einmal schlug er mich und meine Mutter kam mit einem Fleischermesser herein. Sie sagte, wenn er mich noch einmal schlüge, würde sie ihn umbringen. Einmal versteckte ich mich mit abgeschlossener Tür im Badezimmer. Er wütete draußen und hämmerte gegen die Tür. diese Tür rettete mein Leben. Er war so betrunken und wütend, dass er mich wirklich verletzt hätte. Er hat auch meine Mutter sexuell missbraucht. Er würgte sie beim Sex. Ich konnte es in meinem Schlafzimmer hören. Ich hatte Angst und lief wieder herbei, um meine Mutter zu retten. Einmal, als ich im Bett lag, hörte ich ihn zu ihr (meiner Mutter) sagen, wenn sie sich nicht dem Würgen unterwerfe, würde er sie vor mir vergewaltigen. Ich lag im Bett und hatte Angst um meine Mutter und um mich.

Ansonsten war meine Mutter sehr depressiv und schlief während des Tages, während ich in der Schule war, und ich musste mit meiner Pflicht beginnen, das Haus zu putzen, da sie das nicht tun konnte. Männer schienen meine Mutter gern zu haben, und leider benutzte sie das zu ihrem Vorteil, um an Dinge zu kommen. Ich erinnere mich, dass von Zeit zu Zeit ein Mann im Haus war, wenn mein Vater nicht zu Hause war.

Als ich 11 bis 12 war, war meine Mutter sicher, dass ich schlimme Dinge mit Jungen anstellte, und sie beschuldigte mich sogar, meinen Bruder zu verführen (tatsächlich war es während dieser Zeit, dass der Vater eines Klassenkameraden versuchte, Oralsex mit mir zu machen, und es gelang ihm, seinen Finger in mich zu stecken. Es gab auch andere Väter von Freunden oder Freunde, die versuchten, mich in Sex einzuführen, als ich 12 war. Ich hatte zu viel Angst davor, und sie zwangen mich nicht). Sie nahm mich mit zu einem GYNÄKOLOGEN, um untersucht zu werden, damit sie einen "Beweis" hätte, was für eine Schlampe ich war. Ich werde nie vergessen, wie ich nackt in dem Raum stand und sie sich meinen Körper ansah. Der Arzt untersuchte dankenswerterweise nicht mit dem Finger, er sagte ihr nur, ich sei Jungfrau, und sah sie sehr feindselig an. Dann kam sie zu dem Schluss, ich wolle meinen Vater", und um sie zu zitieren: "Hol dir deinen eigenen Mann. Er gehört mir." So wurde jede natürliche Liebe, die ich für meinen Vater empfunden haben mag, als unnatürlich angesehen. Soweit ich weiß, wusste sie nie, was mein Vater mir mit drei Jahren angetan hatte. Ich sagte es ihr auch nie, denn zu der Zeit, als ich mich wieder daran erinnerte, war sie zu alt und zu krank.

Während dieser Zeit gingen meine Eltern gelegentlich zu den Zusammenkünften. Ein Bibelstudium wurde mit ihnen begonnen, und sie begannen mit regelmäßigem Besuch. Ich erinnere mich nicht, dass das zu lange währte, besonders nicht bei meinem Vater, denn er hasste die Zeugen Jehovas heftig. Er hat sehr darüber geschimpft, ihr könnt also sehen, dass er keine Leute zu sich "zog". Meine Mutter studierte mit uns, und ich lernte viele Dinge aus dem alten Paradies-Buch, dem orangefarbenem. Ich liebte Jehova wirklich, aber ich konnte nicht die Geschichte verstehen, wo die Schlange auf die Schlange tritt. Weil ich diese Prophezeiung nicht verstehen konnte, beurteilte mich meine Mutter als langsam, und sie studierte mit mir und meinem Bruder zu verschiedenen Zeiten. Im Alter von 13 Jahren traf ich eine Zeugin Jehovas, die ein Studium mit mir begann. Sie war eine nette Person. Sie mochte es wirklich, mit mir zu reden, und es schien sie zu interessieren, was ich dachte. Doch sie machte klar, dass sie keine gefühlsmäßigen Ausbrüche tolerieren würde, und musste nur hart und mutig sein. So lernte ich von ihr und meinen Eltern, egal wie weh es tat, saug es auf und mach weiter.

Die nächsten paar Jahre waren nicht allzu schlimm. Ich fand einige Freundinnen in der Versammlung und schien auch recht gut gemocht zu werden. Einige bezeichneten mich als "ungeschliffenen Diamanten". Ich benutzte den Königreichssaal als Flucht von zu Hause, da alles andere besser war, als dort zu leben. Und wo nun mehr Leute ins Haus kamen, missten sich mein Vater und meine Mutter zumindest den Anschein von "normal" geben, und so war mein Leben etwa vier Jahre lang erträglich. Ich war aktiv im Dienst und von älteren Zeugen Jehovas, die ich als gutes Vorbild betrachteten, gut angesehen. Ich hatte ein Gespür fürs Reden, so machte ich mich in der Predigtdienstschule gut. Ich sah, wie andere ihr Leben führten, und es war so ganz anders als meins, ich sehnte mich danach, eine von ihnen zu sein. Die Leute bemerkten, wie anders als meine Eltern ich war (gut), und dies führte dazu, dass meine Eltern mich schließlich hassten. Ich fühlte mich, als hätte ich einen Glückstreffer gelandet, ein neues Zuhause, eine neue Familie. Dann kamen Jungs in mein Leben.

Offensichtlich war ich "wild auf Jungs", wie man damals sagte. Tatsächlich bin ich, ehe ich meinen Mann traf, nur mit wenigen gegangen, aber man hätte gemeint, ich hätte mit einer Menge Kerle Verabredungen gehabt, weil herumgeflüstert wurde, ich sei "wild auf Jungs". Reife Schwestern haben mir informell Rat erteilt. Eine half mir tatsächlich. Ich hatte bei einer Party einen 40-jährigen Mann kennen gelernt (eine Party für 13-20-Jährige), und er verfolgte mich. Ich war entsetzt, als er vor meinem Königreichssaal aufkreuzte. Diese Schwester wurde ihn los. Man stelle sich einen 40-Jährigen bei einer Teenagerparty vor! Ich war damals 15.

Ich lernte meinen Mann durch eine Freundin auf einem Kongress kennen, und bevor wir uns trafen, waren wir ein paar Monate lang Brieffreunde. Wir begannen, miteinander zu gehen, und heirateten. Im Rückblick war alles, was ich wollte, aus dem Haus zu kommen und frei sein zu leben.

Leider heiraten Menschen, die aus einem Zuhause wie ich kommen, oft Menschen, die einem ähnlich sind. So war es bei mir, aber das habe ich damals nicht erkannt. Ich war vom Regen in die Traufe gekommen.

Ich muss auch erwähnen, dass meine Mutter in dieser Zeit von den Zeugen im Saal sehr schlecht behandelt wurde. Sie war sehr krank und gab ihr Bestes. Sie versuchte, in Gruppen zu kommen, die mit dem Auto in den Dienst fuhren, aber sie hatte Probleme, sich an ihre Predigt zu erinnern, und sie machten sich über sie lustig. Sie kam dann immer heim und weinte. Sie gingen auch immer aus und in Cafés, und Mutter hatte kein Geld, so dass sie entweder nach Hause gehen oder sich aus Mitleid einen ausgeben lassen musste. Ich hätte manchmal für sie weinen mögen. Ich erwähne dies heute, weil ich meiner Mutter nicht so unähnlich bin. Und wo immer du bist, Mutter, die nun gestorben ist: Ich liebe dich, und es tut mir leid, dass dein Leben so aussah.

 

Mein Mann und ich waren noch keine zwanzig, als wir heirateten. Ich merkte, dass mein Mann schlechte Laune hatte, aber ich war so an die Wutanfälle meines Vater gewöhnt, nun, ich habe nicht allzu viel darüber nachgedacht. Die Wutanfälle meines Mannes sahen so aus, dass er mit Möbelstücke warf und Löcher in die Wände machte. Gelegentlich hat er etwas nach mir geworfen. Er traf mich nie (manchmal war er darauf noch stolz), aber er schrie und wütete und brachte das Haus durcheinander, wenn etwas nicht so lief, wie er es wollte. Die Ältesten glaubten mir nicht, als ich ihnen davon erzählte, weil er so mild gesinnt zu sein schien. Die Zeit verging, und wir bekamen unser erstes Kind.

Ich kann nicht in die Einzelheiten gehen, wie dieser nächste Vorfall sich ereignete, denn wenn ich es täte, wäre ich leicht zu identifizieren Die Kurzversion der Geschichte ist: drei Leute vergewaltigten mich. Sie stellten sicher, dass mein Mann nicht dabei war. Ich meldete es den Ältesten, aber sie nannten mich eine Lügnerin, sogar eine große Lügnerin, weil ich solch eine Geschichte erfand. Leider stimmte sie. Sie entzogen mir die Gemeinschaft und ließen diesen Mann mit einer sanften Zurechtweisung gehen, und keiner der anderen Beteiligten erhielt eine Zurechtweisung. Langer Rede kurzer Sinn -- dieser Mann vergewaltigte wieder, und diesmal entzogen sie ihm die Gemeinschaft, und er gab zu, mich vergewaltigt zu haben. Zu spät für mich allerdings, mein Leben war bereits ruiniert. Ich war bereits in Selbstverachtung und nach Zeugenmaßstäben in Promiskuität gesunken. Ich endete mit zwei weiteren Ausschlüssen. Ich war derart krank, dass ich Gedächtnislücken hatte, manchmal konnte ich nicht einmal meine eigene Familie erkennen. Ich hatte kein Selbstwertgefühl und hasste mich selbst und fühlte mich von der einzigen wirklichen Familie, die ich kannte, verlassen - der Wachtturm-Gesellschaft. Ja, sie waren meine Familie, und sie hatten mich rausgeworfen, nicht einmal, sondern dreimal. Niemand bemerkte, wie krank ich war, wie depressiv, wie sehr krank ich war. Alles, was die Zeugen Jehovas wollten, war, mich zu beschimpfen, Schlampe, Hure, Isebel. Schwein. Die Bezeichnungen waren schrecklich. Ich musste dankbar sein, wenn überhaupt jemand mit mir sprach. Die Leute fühlten sich frei, mich ins Gesicht zu beleidigen, weil ich eine Hure war. Ich muss bereit gewesen sein, mich beleidigen zu lassen, denn schließlich war ich doch eine Hure. Ich konnte nie bereuen, was ich getan hatte. Keine Strafe wart hart genug für mich. Jahrelang nahm ich dankbar die Vergebung meines Mannes an und war froh, dass ich nicht auf der Straße stand. Die Leute im Königreichssaal fühlten sich frei, hinter meinem Rücken zu reden, und niemand wollte Umgang mit uns haben. Sie sagten mir ins Gesicht, ihnen sei es egal, wenn ich wieder aufgenommen würde, sie müssten ja keinen Umgang mit mir haben. Niemals kamen Hilfsangebote. Schließlich sagte man mir, ich hätte gegen den heiligen Geist gesündigt, und es sei ihnen egal, ob ich je wieder in den Königreichssaal zurückkäme. Ich erlaubte ihnen, mich so zu degradieren. Ich hatte kein Selbstwertgefühl. Ich war dankbar für alle Brocken, die sie mir vor die Füße warfen. Wenn mich jemand anlächelte, dankte ich Jehova dafür. Ich wollte wirklich wieder in der Organisation angenommen werden, denn das war die einzige wirkliche Familie, die ich je gekannt hatte.

Für eine kurze Zeit schien es, als hätten wir ein Comeback in der Organisation, sie schienen netter zu sein, und ich fühlte mich so glücklich. Aber dann begannen wir, Probleme mit den Kindern zu haben, und ich war am Ende mit meiner seelischen Gesundheit. Das alles wurde als Beweis benutzt, dass wir wirklich nicht von der richtigen Art seien, um Zeugen Jehovas zu sein, da jeder wirkliche Zeuge Jehovas diese Probleme nicht habe. Wirkliche Zeugen Jehovas hätten FREUDE und nicht die Art von Problemen, die wir hatten. In dieser Zeit versuchten wir, eine Familie großzuziehen. Aber niemand lebt im Vakuum, und die Wutanfälle meines Mannes und die Depressionen, unter denen ich litt, hinterließen ihre Zeichen auf unseren Kindern. Sie wurden jugendliche Straftäter, und dies war noch mehr Beweis für die Ältesten, dass wir schlechte Menschen waren und nicht ihrer Hilfe wert, und sie gaben auch keine Hilfe, obwohl wir sie manchmal um Hilfe bettelten.

Schließlich wurden unsere Kinder mit Hilfe verschiedener weltlicher Einrichtungen und Rehabilitation und Familientherapie besser. Während dieser Zeit gab ich seelisch auf. Ich war so lange stark gewesen, ich konnte nun nicht mehr. Ich war den größten Teil zweier Jahre im Krankenhaus, stationär, Tagesklinik. Bei mir wurden eine multiple Persönlichkeit, Dissoziationsstörungen und posttraumatisches Belastungssyndrom zusammen mit Angst und Depressionen diagnostiziert. Ich hatte eine intensive Therapie und nahm selbst dann noch, monatelang, die Organisation in Schutz. VERGISS NICHT: "Bring keine Schande über die Organisation". Der Arzt, mit dem ich arbeitete, wusste, dass er gegen eine große Macht ankämpfen musste. Er musste die Mauer durchbrechen, die ich um meinen Kopf herum aufgebaut hatte, um mir erkennen helfen, was in meinem Leben geschehen war und welchen Ausweg ich sähe. Er musste mich dazu bringen, auf ihn zu hören, anstatt zu sagen: "Der Älteste Soundso sagt." Ich dachte mehr als einmal daran, mich umzubringen, und ich wusste es nicht, aber mein Arzt hatte meinen Mann gewarnt: er dachte, ich würde es versuchen. Ich sah einfach keinen Grund zu leben und hatte niemanden auf meiner Seite. Offensichtlich hatte der Gott, den ich anbetete, mich verlassen, und ich dachte, wen Er wollte, könnte Er die Zeugen Jehovas zu mir "schicken", aber Er tat es nicht. Er schickte jedoch "Weltmenschen" zu meiner Hilfe. Wäre mein Therapeut nicht gewesen, ich würde heute nicht mehr leben. So oft hatte ich eine Flasche mit Medikamenten in der Hand und war so nah dran. Wie ich überlebte, also, mein Psychiater bezeichnete sich selbst und mich als "Müllhaldenhunde" und Flussratten, irgendwie überleben wir.

Um euch eine Vorstellung davon zu geben, wie krank/verwirrt ich war und wie ich keine Unterstützung von den Zeugen Jehovas hatte: Einmal war ich so verzweifelt und krank, dass ich die Polizei mit den Ältesten durcheinander brachte und die Polizei bei unseren Problemen um Hilfe bat. Ich fühlte mich erniedrigt, dass jemandem zuzugeben. So krank war ich geworden, ich konnte die Polizei nicht von den Ältesten unterscheiden.

Schließlich ging es mir gut genug, um zu arbeiten zu versuchen. Ich arbeitete 10 Jahre lang, aber es war voller Probleme, und die seelischen Probleme, die ich hatte, waren zu viel. Ich hatte nur ein geringes Selbstwertgefühl, und das ist entscheidend, um eine Arbeit zu behalten. Ich war übermäßig gewissenhaft, und das schuf oft Probleme für mich. Ich war oft so sehr gestresst/ deprimiert, dass ich Schwierigkeiten hatte, Informationen zu behalten, und bekam schlechte Arbeitsbewertungen und verlor deswegen mehrere Arbeitsstellen. Schließlich musste ich aufhören zu arbeiten. In der Zeit, wo ich arbeitete, begann mein langer Weg aus der Organisation. Ich war am Anfang sehr schüchtern und bin es bis zu einem gewissen Grad noch heute. Das erste, was ich nicht mehr tat: den Leuten zu sagen, ich sei eine Zeugin Jehovas. Dann bekam ich diesen Computer und begann, die Webseiten von Exzeugen zu durchforschen. Zuerst war ich von denen, die sehr religiös waren, abgestoßen, denn das widerte mich an. Ich hatte immer noch das Denken der Zeugen Jehovas in mir. Ich fand Silentlambs, und es war diese Webseite, die mich in Gang brachte. Ich fand diese Webseite und "verlasse" die Zeugen Jehovas seither weiter in meinem Denken, weil sie mich vor so langer Zeit verlassen haben. Ich bin nicht ausgeschlossen oder habe die Gemeinschaft verlassen, aber in den acht Jahren seither habe ich im Grunde aufgehört, in den Königreichssaal zu gehen, und kein Ältester hat uns je besucht.

Jehovas Zeugen können so viele Lügen über das, was sie interessiert, verbreiten, wie sie wollen, ich kenne die Wahrheit. Sie kümmern sich nicht um sie.

Ich bin immer noch in Therapie und werde es wahrscheinlich noch lange sein. Mein Mann und ich mussten unsere Ehe neu aufbauen. Ich musste die Beziehung zu meinen Kindern neu aufbauen. Mein Leben ist durch die Zeugen Jehovas in Stücke geschlagen worden. Es ist eine tiefe Wunde, und sie heilt zwar, aber sie hat eine hässliche Narbe hinterlassen.

ANONYM

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Ich hatte keine Vorstellung, dass es auch andere gibt, deren Leben von den Zeugen Jehovas ruiniert wurde. Ich wurde von einem "Bruder" (das Wort der Zeugen Jehovas für einen Mann) missbraucht und auch von meinem Stiefvater, der meine Mutter heiratete, als ich sieben war. Die Zusammenkünfte und Bibelstudien schienen dafür den perfekten Rahmen zu geben ... Tatsächlich hat mein Stiefvater mich an vielen Sonntagen nach der "Versammlung" missbraucht - an denselben Tagen, wo er mir erzählt hat, damit würde ich nicht nur Liebe gegenüber meinem Vater zeigen ... sondern auch gegenüber meinem himmlischen Vater (Jehova) ...
Ich fühle mit euch allen mit ... und seid bitte stark.
P.D.

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Ich wurde mit elf von meinem Stiefvater missbraucht, sein Name ist R V M. Ich bin jetzt 42 und habe immer damit zu kämpfen gehabt. Ich habe Angst, dass er das mit anderen tut. Meine Mutter hat sich vor 24 Jahren von ihm scheiden lassen.

Danke, dass ich das erzählen durfte.
KG

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Ich wurde von meinem ältern Bruder missbraucht, der Zeuge Jehovas ist. Als ich schließlich den Mut aufbrachte, zu erzählen, was geschehen war, wurde mir gesagt, es sei meine Schuld, ich sei in Wirklichkeit nicht besser als eine Hure. Ich war elf. Was mein Bruder tat, benutzte mein Stiefvater als Entschuldigung, um an mir herumzufummeln, wann immer er konnte. Meine Mutter war keinen Deut besser. Sie belog die Ältesten für meinen Bruder. Sie sagte mir, was sonst könne sie tun, sie liebe ihn zu sehr, um ihn wegen des Missbrauchs an mir in Schwierigkeiten geraten zu lassen. Als ich zwanzig wurde, bat ich die Ältesten, mich auszuschließen. Ich konnte es in einer solchen Sekte nicht eine Minute länger aushalten. Es widert mich an zu wissen, dass meine Geschichte nicht einmalig ist. Die Zeugen Jehovas sind sicher eine Gruppe, die hinter ihrer so genannten theokratischen Organisation gern Verbrecher versteckt.

 

M.M.

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Mein Vater starb, als ich sechs war. Ich wurde von meiner Mutter erbarmungslos seelisch misshandelt. Ich wurde von einem Nachbarn homosexuell vergewaltigt, als ich 12 war. Ein Kamerad von mir beging Suizid, als ich 14 war. Ich wurde aus dem College geworfen und kam mit 16 in Schwierigkeiten mit der Polizei. Ich half, die nackte Leiche meiner Mutter aus dem Haus zu bringen, als ich 17 war. Nur mein Studienleiter kreuzte beim Begräbnis auf, obwohl ich damals ein aktiver Zeuge war. Zwei Wochen später, 1980, wurde ich getauft. Ich fühlte mich deprimiert und wollte alle paar Monate alles zerstören, was ich besaß. Ich redete mit zahllosen Ältesten und Kreisaufsehern mit meinen Problemen. Niemand regte je an, dass ich professionelle Hilfe  suchte, aber sie ermunterten mich, mehr zu studieren und Zeugnis zu geben. Daher kam diese merkwürdige Dichotomie von religiösem Eifer und buchstäblichem Wahnsinn.

 

Drei Jahre später heiratete ich eine Frau, die von ihrem Vater, einem Zeugen Jehovas, vergewaltigt worden war. Das war ein klassischer Fall, wo es nur einen Zeugen gab; Ende der Diskussion. Damals glaubte ich, naiv wie ich war, weil das die "Wahrheit" sei, müsse die Sache richtig behandelt werden. Andere Kinder waren in ständiger Gefahr, auch wenn die Familie sagte, er habe sich geändert. Ich verbrachte zahllose Stunden und redete mit der Familie, mit Ältesten und Bezirksaufsehern (der Bezirksaufseher sagte, mein Problem sei, dass ich eine Arbeit brauchte, weil ich zu der Zeit arbeitslos war), dann würde Gerechtigkeit geschehen. Ich wollte, dass die Ältesten wenigstens mit einem anderen Familienmitglied redeten, so dass es einen weiteren Zeugen gäbe (albern von mir, ich sah nicht, welche Zeitverschwendung das gewesen wäre). Ich wurde sogar falsch gegenüber ihrem Vater, so dass ich ein weiterer Zeuge für die Tat sein konnte. Das führte zwar nicht zum gewünschten Ergebnis, aber es bewies mir, dass er doch ein aktiver Pädophiler war, der nach dem nächsten Opfer suchte. Ich redete darüber, zur Polizei zu gehen, bekam aber von niemandem Unterstützung, und ich lief immer gegen die Wand von: "Die Ältesten haben die Sache behandelt, überlasse es der Hand Jehovas". Während dieser Zeit traf ich auf viele Zeugen Jehovas mit ähnlichen Geschichten. Ein besonders hässlicher Fall war der eines "Bruders", der kleine Jungen als Anhalter mitnahm (er fragte sogar mich bei einer Gelegenheit, ob ich Sex mit ihm haben wolle). Wenigstens zwei seiner Opfer sind in psychiatrischen Krankenhäusern, und einer beging Suizid. Ich flehte die Ältesten an, Eltern von Kindern zu warnen, denen er "half", aber das hätte gegen die Vertraulichkeit verstoßen. Ironischerweise tat er mehr für "vaterlose Knaben" als jeder Ältester in der Versammlung.

Alles erreichte 1993 einen Höhepunkt. Ich lebte damals in der Heimatstadt meiner Exfrau (mit einigen der ursprünglichen Ältesten, die sich ihres Vaters angenommen hatten). Ich ging für einen Feiertag zurück in meine Heimatstadt. Ich besuchte einen Freund (interessanterweise auch ein Opfer von "Bruder Anhalter"). Sein Nachbar nebenan erhängte sich in der Garage (ich dachte damals, er sei es gewesen). Meine Frau und ich nahmen ihn ab. Dann versuchten mein Freund und ich, ihn zu beatmen (es braucht lange, bis man den Geruch des Erbrochenen eines anderen vergisst), aber wir fanden später heraus, dass er schon eine halbe Stunde tot war.

Ich bin nicht sehr gut damit fertig geworden, und eine Woche später beging ich Ehebruch mit einer Schwester und wurde in einer Rechtskomiteeverhandlung "privat zurechtgewiesen". Es wurde keine Hilfe angeboten und auch kein Vorschlag gemacht, mir Hilfe zu holen. Eine Woche später beging ich nochmals Ehebruch mit der Schwester. Da wurde ich ausgeschlossen (etwas, das ich nie verstand, war, dass zwei Älteste lachten, als sie mir von der Entscheidung berichteten). Nebenbei, die Schwester wurde nicht ausgeschlossen. Nachdem ich ausgeschlossen war, kam die normale Ein-Wochen-Frist, bevor diese Entscheidung in der Versammlung bekannt gegeben wurde. Die Gesellschaft denkt daran, dass die Ältesten nach "Früchten, die der Reue entsprechen", suchen sollten, und das beinhaltet normalerweise das "Zeugnisgeben" und den Versammlungsbesuch. So ging ich an den meisten Tagen zum "Zeugnisgeben" und besuchte vor der Bekanntgabe alle Zusammenkünfte. Zwei Tage nach der Entscheidung ging ich ohne meine Frau zu der Gruppe, wo Vorkehrungen getroffen wurden, wo wir Zeugnis gaben usw. Der Bruder, der die Gruppe leitete, war auch einer der Ältesten im Rechtskomitee gegen mich und diese Schwester und kannte daher alle blutrünstigen Einzelheiten. Der Älteste brachte alle in Autogruppen unter und sagte diese Schwester und mir, wir sollten zusammen als Gruppe in meinem Auto fahren. Natürlich ergab es sich nicht so, aber vielleicht war das ein Beispiel für "Hirten, die die Herde kennen".

 

Ich ging mit meiner Frau weiter zu allen Zusammenkünften. Ich hatte ein paar Wochen vor alldem (Suizid, Ehebruch) einen Brief an die Wachtturm-Gesellschaft geschrieben wegen eines Problems, das im "Felddienst" aufgekommen war und auf das ich dem Wohnungsinhaber keine zufrieden stellende Antwort geben konnte. Die Gesellschaft schickte die Antwort an die Ältesten der Versammlung, in der ich damals war.

 

Die Ältesten kamen zu mir nach Hause und gaben zu erkennen, dass ich vielleicht abtrünnig war (Gespräch über das Treten einer Leiche), obwohl sie mir dann sagten, die Gesellschaft habe zu der Zeit keine Antwort (diese lahme Antwort hätten sie mir auch schreiben können, anscheinend können Älteste mit Ausgeschlossenen über geistige Dinge sprechen, wenn sie es für passend halten). Etwa einen Monat nach meinem Gemeinschaftsentzug beging ein junger Bruder, mit dem ich befreundet war, Suizid. Nach dem, was ich hörte, hatten die Ältesten am Abend zuvor ein Treffen mit ihm. Die Ältesten kamen in mein Haus und gaben mir die Schuld an seinem Tod (ein weiteres "Treten", wovon ich glaubte, dass es ein höherer Grad an Ausschluss war). Ich fühle insoweit eine gewisse Verantwortung für seinen Tod, als ich den armen Wichser den Wölfen überließ. Etwa zwei Monate später hörte meine Schwiegermutter für eine Zeitlang auf, mit meiner Frau zu sprechen, weil ein Ältester ihr gesagt hatte, sie solle vorsichtig sein, denn meine Frau sei auch abtrünnig geworden.

 

In dieser Zeit wurde der Vater meiner Frau von der Polizei der Justiz vorgeführt, nachdem er ein Mädchen aus dem Ort vergewaltigt hatte, deren Mutter zufällig Sozialberaterin bei Vergewaltigungen war (ich fühlte mich beschämt, dass die Polizei nicht früher eingeschaltet worden war). Mit einer neu entdeckten Missachtung der Ältesten und der Beteiligung der Polizei begann die Familie, über den Missbrauch zu reden. Es stellte sich heraus, dass die Mutter mit 15 von ihm vergewaltigt wurde, sowie weitere Schwestern und Nichten (ja, da war eine große Familie). Einige der Söhne waren auch pädophil. Was mich am meisten überraschte, war, dass die engste Zeugenschwester meiner Exfrau auch vergewaltigt worden war (sie hatte regelmäßig ihre Töchter zum Aufpassen dort gelassen). Das war vielleicht das Allerdämlichste, was ich als Beispiel für "Warten auf Jehova" gesehen habe.

 

Interessanterweise fand man heraus, dass der Älteste, der bei meinem Rechtskomitee und im Fall des Vaters meiner Exfrau den Vorsitz hatte, Affären hatte, er wurde etwa sechs Monate später ausgeschlossen. Ich wurde drei Jahre später wieder aufgenommen. Nachdem ich sechs Monate wieder dazugehörte, fand ich, dass ich das Leben als Zeuge Jehovas nicht mehr ertragen konnte. Ich verließ meine Frau und begann ein neues Leben. Ich wurde etwa ein Jahr später durch Bevollmächtigten ausgeschlossen. Ich ging zu einer Beratung. Der Berater war ehrlich überrascht, dass ich noch lebte. Es war ein langer Weg hin zur Normalität, und ich hege nicht mehr diesen Zorn, der normal in meinem Leben war. Ich wurde Computeringenieur und habe heute wenig Probleme mit Arbeitslosigkeit. Ich bin verlobt und werde eine Expolizistin heiraten, die zufällig Ermittlerin bei Vergewaltigungen war. Interessanterweise hatte sie Ende 1998 einen Fall mit einem Zeugen Jehovas, dem seine Tochter erzählt hatte, dass ihr Großvater sie "berührt" habe. Die Ältesten sagten der Zeugin, sie solle nicht mit der Polizei ankommen, und der Fall ging nie weiter, obwohl meine Verlobte um ein Gespräch mit den Ältesten bat.

 

MA

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Ich bin eine allein stehende Mutter und Universitätsstudentin in einem besonderen Quotenprogramm. Ich arbeite freiwillig als Mentorin in der örtlichen Niederlassung des Boys and Girls Club. Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf und verließ die Organisation im Alter von 18 Jahren. Ich bin auch Missbrauchsüberlebende - ein Mitglied der Organisation der Zeugen Jehovas hat mich sexuell missbraucht.

 

Ich besuchte deine Webseite erstmals auf Empfehlung eines meiner älteren Brüder, der einen Ausschnitt über dieses Thema im landesweiten Nachrichtenprogramm gesehen hatte. Ich war bewegt, schockiert und erschrocken über die Geschichten, die ich las. Aufgrund meiner Ausbildung bin ich in der Lage gewesen, vieles von den Fehlinformationen bezüglich von Pädophilen, die man gewöhnlich für wahr hält, herauszufiltern. Pädophilie (und auch Vergewaltigung) hat sehr wenig mit Sex zu tun und viel mehr mit Macht. Die Wachtturm-Gesellschaft ist ganz und gar eine patriarchalische Organisation, die sehr fest an einem viktorianischen Verhaltensmodell hält. Als jemand, der in dem Glauben aufwuchs, glaube ich, dass einige der ethischen und moralischen Prinzipien sehr hoch und sehr gut sind. Leider scheint es verschiedene Maßstäbe für Ethik und Moral je nach Geschlecht, Status und Machthierarchie zu geben, nach denen zu leben erwartet wird. Eine höhere Ausbildung wird kritisch gesehen, besonders für Frauen (ich frage mich, warum?), und der Mantel der Geheimhaltung, den die Torhüter der Wachtturm-Gesellschaft ausbreiten, ist die mächtigste Waffe im Arsenal eines jeden Pädophilen.

 

Als ich sechs Jahre alt war, passte der jüngere Bruder meiner Schwägerin, D, bei zwei Gelegenheiten auf mich auf. Er war damals 17 Jahre alt. Bei beiden Gelegenheiten führte mich D in das Schlafzimmer im Untergeschoss, das von meinen älteren Brüdern benutzt wurde. Als wir in dem Raum waren, küsste er mich zuerst und begann dann ,sich an mir zu schaffen zu machen. Bei beiden Gelegenheiten sagte D mir, ich sei hübsch und er liebe mich. Bei der zweiten Gelegenheit wurde er von jemandem aus meiner Familie überrascht, der früh nach Hause kam. D sagte mir, ich solle es nicht erzählen, weil ich sonst Schwierigkeiten bekäme. Da ich Angst hatte, dass ich etwas Falsches getan hatte, erzählte ich es nicht meiner Mutter. Ich vertraute mich allerdings meiner besten Freundin an, die fünf Jahre älter als ich war. Nach der nächsten Versammlung ,die wir hatten, ging sie direkt auf D zu und fragte ihn vor mir uns ihren älteren Brüdern, ob er mich wirklich geküsste habe, denn sie hatte nicht geglaubt, was ich ihr erzählt hatte. D lachte und erwiderte, er habe kein Interesse daran, ein Kind zu küssen. Ich war gedemütigt und fühlte, wenn meine beste Freundin mir nicht glauben wollte, wer dann? Danach schwieg ich. Auf der Gegenseite muss er sich bedroht gefühlt haben, weil er nie mehr freiwillig auf mich aufpassen wollte, und dankenswerterweise griff er mich nicht mehr an.

 

Der Verstand ist eine wunderbare Maschine, die uns oft vor Erinnerungen schützt, die zu schwer zu ertragen sind. Zeit verging, und die Erinnerung an die Übergriffe blieb sicher weggesteckt, doch ich war nie mehr das sorgenfreie Kind, das ich einmal war. Ich konnte nicht mehr allein in das Untergeschoss des Hauses gehen. Meine Mutter verstand nicht, warum, doch sie schrieb dies einer überaktiven Einbildungskraft zu. Später entwickelte ich eine Klaustrophobie, und das war eine erhebliche Änderung von dem verschmusten Kind aus früheren Tagen. Mit 15 Jahren entwickelte ich ein Magengeschwür. Mit 18 ging ich nicht mehr zu den Zusammenkünften. Ein Ältester rief mich an, um herauszufinden, "was nicht stimmte". Zuerst war er mitfühlend und fürsorglich, doch als ich mich weigerte, seinem Vorschlag nachzukommen, wieder in den Königreichssaal zu kommen, wurde er wütend und machte ein paargrausame Bemerkungen über meine Zukunft.

 

Mit 29 traf ich meinen heutigen Exmann, P, den Vater meines Kindes. Er und ich verbrachten die meisten Wochenenden auf Partys mit seinen Freunden. Bei einer Gelegenheit trieb mich einer seiner alten Kumpel von der High School auf einer Party in die Enge. Mein Herz begann zu pochen, und mir lief es kalt über den Rücken. Plötzlich platzten in meinem Kopf die Kindheitserinnerungen an die Übergriffe, und ich begann zu zittern und zu schwitzen. Ich fand P im anderen Zimmer und sagte ihm, wir müssten gehen. Er fragte mich nicht, weil er den Blick in meinen Augen sah, aber er folgte mir aus der Tür. Als wir im Wagen waren, begann ich zu weinen und erzählte ihm von meinen Kindheitserfahrungen. Er war schockiert und besorgt, und wir verbrachten den größten Teil der Nacht damit, über meine Gefühle zu reden. Weil ich die Erinnerungen so viele Jahre verdrängt hatte, war es schwer für mich, alles auf einmal vorzubringen.

 

Ich habe diese Geschichte nie meiner Mutter offenbart, die 75 Jahre alt it und immer zerbrechlicher wird. Ein paar ausgewählte Mitglieder meiner Familie wissen, was geschah, doch mein ältester Bruder, der Ältester in seiner Versammlung und ein sehr geachteter Mann ist (auch von mir), weiß es nicht. Zufällig war es der Bruder seiner Frau, der mich angegriffen hatte. Im Gespräch über die Sache mit meiner Nichte (mit der ich sehr eng bin) fand ich auch heraus, dass D eine ihrer jüngeren Schwestern angriff, und das ist der Grund, warum er im Haus meines Vaters nicht willkommen ist. Sie offenbarte mir auch eine Vorgeschichte an Missbrauch in dieser unmittelbaren Familie, was dazu führte, dass meine Schwägerin eine Essstörung entwickelte, die bis heute andauert.

 

Nach meinem besten Wissen wurde D wenigstens einmal wegen sexuellen Fehlverhaltens ausgeschlossen und mindestens einmal wieder aufgenommen. Ich glaube nicht, dass sein Verhalten irgendwelche rechtlichen Folgen hatte.

 

Worüber sich viele Leute nicht im klaren sind, ist, das viele Kinder bis zum Alter von 12 Jahren sehr ichbezogen sind. Das ist der Grund, warum viele Scheidungs- oder Missbrauchskinder die Schuld für die Situation übernehmen und sie sich selbst geben. Kinder sind verletzlich, weil sie physisch und finanziell nicht in der Lag sind, für sich selbst zu sorgen, was sie der Gnade der Erwachsenen aussetzt. Die Gesellschaft selbst gründet sich auf ein patriarchalisches System, wo alle Frauen unabhängig von Alter oder Religion, die nicht ein bestimmtes Verhaltensmuster zeigen oder in das Profil der hilflosen jungen Frau passen, oft abgelehnt oder belächelt oder schuldig gesprochen wird für die ihr auferlegte Opferrolle. Kinder sind mit Einbildungskraft ausgestattet, und wenn sie ihre Stimme gegen die Angreifer erheben, wird ihnen daher oft gesagt, sie müssten sich den Vorfall eingebildet haben oder schlügen gegen den erwachsenen Sorgeberechtigten los, weil ihnen etwas, das sie haben wollten, verweigert wurde.

 

Ich gebe meiner Mutter oder meiner Familie nicht die Schuld für das, was mir passierte. Ich habe ihnen nicht die Gelegenheit gegeben, damals auf die Situation zu reagieren. In den vergangenen paar Jahren habe ich dies alles einigen Familienangehörigen mitgeteilt, zu denen ich ein besonders enges Verhältnis habe. Die Reaktionen, die ich erhalten habe, waren mitfühlend und fürsorglich. Meine Mutter weiß es nicht, und in diesem Stadium sehe ich keinen Grund, sie damit zu konfrontieren. Sie ist zerbrechlich und sorgt sich um mich (das Kleine in der Familie) genug. Während ich für den örtlichen Polizeidienst arbeitete, sprach ich mit einem Mitglied, dem ich vertraute, über die Weitergabe der Informationen über die Angriffe. Er ließ erkennen, dass in diesem Stadium wenig getan werden könne, um D vor die Justiz zu bringen.

 

Ich wurde im Jahr des Tigers geboren, dem ich meinen Mut und meine Kraft zuschreibe, zusammen mit meinem Helfersyndrom. Ich glaube sehr, dass meine Karriereziele durch meine Kindheit beeinflusst wurden und meine Entschlossenheit gestärkt haben, so viel wie möglich über Verbrechen an Kindern und ihre sozialen und psychologischen Auswirkungen zu erfahren. Mein Exmann nannte mich immer "Bärenmutter", wenn es um meine Tochter ging, was auch ein Nebeneffekt meines eigenen Missbrauchs ist. Meine Ausbildung hat mir zusammen mit der Unterstützung durch Familie und Freunde geholfen, einige der Wunden zu heilen. Zweifellos gibt es andere, die nie heilen werden, doch solange ich nicht aufgebe, GEWINNE ICH am Ende!

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Ich bin 30 Jahre alt und wuchs als Zeugin auf. Ich möchte euch einfach meine Geschichte mitteilen. Ich wurde auf den Philippines geboren, und das ist ein sehr konservatives Land, und wenn man dann noch Zeugin Jehovas ist, muss man praktisch eine Heilige sein. Ich wuchs ohne Vater auf, so habe ich mich immer nach männlicher Anerkennung gesehnt, sogar als ich noch ein Kind war. Als ich 13 Jahre alt war, wurde mir ein 19-jährige Zeuge zugeteilt, um mir Bibelunterricht zu erteilen. Er war ein sehr charmanter Typ, und er machte mir immer Komplimente wie: wie hübsch ich sei und dass ich älter aussähe, als ich war. Er hat mich im Auto von der Schule abgeholt und mir mit 13 Dinge gekauft, ich hielt ihn für einen Erfurcht gebietenden, älteren Typ, der mich wirklich mochte, und ich habe mich total in ihn vernarrt. Eines Tages fragte er mich, ob wir bei ihm zu Hause das Bibelstudium machen könnten, weil er zu Hause bleiben und aus irgendeinem Grund auf das Haus aufpassen müsse. Das war das erste Mal, dass er mich küsste und mir sagte, dass er mir zeigen würde, was es mit Petting auf sich habe, und er tat es. So begann alles. Ich wollte ihn nicht enttäuschen, denn an dem Punkt war ich total in ihn verliebt. Fast jeden Tag Abends kam er mich besuchen, seine Ausrede gegenüber meiner Mutter war, dass er mir bei den Hausaufgaben half. Meine Mutter vertraute ihm völlig, ich weiß wirklich nicht, warum. Vielleicht, weil er Zeuge Jehovas war, er bleib immer, bis alle ins Bett gingen. Er tat eine Menge Dinge für mich, die nur Erwachsene wissen sollten. Das ging 6 Monate so, bis er es leid war, nehme ich an. Er sagte, er dürfe mich nicht mehr sehen, weil ich zu jung sei und er sein Studium vernachlässigen würde. Ich war am Boden zerstört und ging etwa eine Woche lang nicht mehr zur Schule, weil ich so sehr Liebeskummer hatte. Ich führte Tagebuch und schrieb alles rein. Meine Mutter las es und ging zu den Ältesten. Sie stellten unbequeme Fragen, und ich beantwortete sie, aber ich wurde doch ausgeschlossen, es wurde im Königreichssaal bekannt gegeben, und ich wurde von allen geächtet, einige meiner guten Freundinnen durften nicht mit mir reden, das tut sehr weh, sie wollten, aber ihre Eltern ließen sie nicht, weil das die Vorschrift war, sie dürfen als Strafe nicht mit mir reden, darüber wurde von der Frau des Ältesten gesprochen Der Typ wurde öffentlich zurechtgewiesen, aber er zog weg. Ich war wegen meiner Mutter gezwungen, dieselbe Versammlung zu besuchen. Ich fühlte mich zu verraten und schmutzig, weil ich das getan hatte. Der Typ, der mir das angetan hatte, wurde wild, weil ich ein Tagebuch führte ... die Ältesten redeten nicht, sondern bestraften mich stattdessen wegen Hurerei. Ich war 13, ich war verliebt, er war 19 und mein Bibellehrer. Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Mein ganzes Leben lang habe ich mir selbst die Schuld gegeben, ich habe Probleme, jemandem zu vertrauen. Ich hatte Drogen genommen, mit mehr Männern geschlafen, als ich zählen konnte, mich mehr verstümmelt, als ich  es erinnern kann, mehr als einmal versucht, mich umzubringen, ich fühlte mich wertlos. 

 

Ich gehe nicht mehr zu den Zusammenkünften, ich glaube immer noch, dass es einen Gott gibt, aber ich glaube an keine organisierte Religion mehr. Ich versuche jetzt, ein besserer Mensch zu sein ...

 

Danke fürs Zuhören.

 

DM

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Ich möchte meinen Namen nicht nennen. Ich nehme an, dass passiert, wenn man Opfer körperlicher Misshandlung und sexuellen Missbrauchs ist und auch Mitglied der Versammlung der Zeugen Jehovas. Ich will sagen, dass ich jahrelang immer dachte, dass ich die Einzige wäre, die diesen Alptraum, den ich Leben nannte, auszuhalten hatte. Als ich schließlich die Kraft hatte, zu den Ältesten zu gehen, nannten sie mich und meine Schwestern Lügner. Ihr seht, mein Vater wurde sehr geliebt, und niemand wollte akzeptieren, was wir über einen so großartigen Mann sagten. Ich nenne das Menschenverehrung!!! Es zerstörte die Geschwister. Meine wunderbare Schwester beging kurz danach Suizid. Das war vor neun Jahren, und ich kann den Schmerz immer noch nicht überwinden, den ich beim Verlust meiner kostbaren Schwester empfinde. Wir versuchten, Jehova zu dienen, aber ich habe ihm und den Brüdern immer die Schuld gegeben, weil sie uns nicht geholfen haben. Ich war schon seit über einem Jahr zu keiner Zusammenkunft mehr. Ich bin 41 Jahre alt und fühle mich verloren. Nachdem meine Schwester starb, schrieb ich an die Gesellschaft und meldete den Missbrauch, habe aber später widerrufen, weil meine Mutter mir sagte, mein Brief hielte meinen Vater davon ab, als Ältester zu dienen, und ich hatte Schuldgefühle. Um seinen Namen rein zu waschen, erklärte ich also der Ältestenschaft meiner Eltern, dass ich gelogen hatte. Ich hasse mich dafür selbst. Mein Vater hat nie gesagt, dass es ihm leid tue, und tatsächlich stritt er jedes Fehlverhalten ab. Inzwischen ist er gestorben, und ich bin hier übrig, um seinen Schmerz zu tragen. Ich würde gern zu den Zusammenkünften zurückgehen, aber ich kann nicht in einen Königreichssaal gehen, ohne mich an die Vergangenheit zu erinnern. Ich weine oft, weil ich weiß, dass dieses System zu Ende geht und mein Sohn und ich höchstwahrscheinlich vernichtet werden, weil wir nicht zu den Zusammenkünften gegangen sind oder getan haben, was wir tun sollten, um ewiges Leben zu erlangen. Ich hasse die Welt, aber ich kann nirgendwo sonst hingehen. Wenn durch die ganze Entlarvung der Zeugen Jehovas etwas Gutes kommen kann, dann hoffe ich, dass nur ein Kind or der Hölle bewahrt werden kann, die ich erlebt habe und bis heute erlebe.
Ich warte auf den Tod,
N.

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NICHTS WIRD DAS GEFÜHL FÜR SPIRITUALITÄT SO KOMPLIZIEREN, ALS WENN MAN VON JEMANDEM MISSBRAUCHT WIRD, DEN MAN FÜR GEISTIG GESINNT HÄLT, UND WENN DANN NICHTS UNTERNOMMEN WIRD. MIR WURDE VON ÄLTESTEN ANGEDROHT, WENN ICH ES JEMANDEM ERZÄHLTE, WÄRE ICH DER VERLEUMDUNG SCHULDIG. ICH BIN 24 JAHRE ALT UND WUCHS ALS ZEUGIN AUF. MEIN VATER WAR FAST 30 JAHRE LANG ÄLTESTER, DAS WAR, BIS ER GEBETEN WURDE, WEGEN MIR ZURÜCKZUTRETEN. ALS ICH SO ETWA 11 JAHRE ALT WAR, ZOG EIN PAAR IN UNSERE VERSAMMLUNG IM WESTEN VON NEW YORK, UND NATÜRLICH WURDEN SIE SOFORT ZU FREUNDEN  MEINE FAMILIE BEHANDELTE SIE ALS ENGE FREUNDE. DIE FRAU HATTE MIT MIR EIN WÖCHENTLICHES STUDIUM, NUR DAMIT ICH NOCH MEHR GEISTIGE SPEISE BEKÄME, WÄHREND IHR 45JÄHRIGER MANN MICH ZUM ANGELN UND EINKAUFEN MITNAHM. ER LIEBTE KINDER EIN BISSCHEN ZU SEHR. ICH KANN IMMER NOCH NICHT BEGREIFEN, WIE ICH AM SCHLUSS SO OFT MT IHM ALLEINE WAR, DOCH ICH MUSS IMMER NOCH RECHNEN, WIE VIELE VORFÄLLE ES WAREN. WIE JEDER KINDERSCHÄNDER ARBEITETE ER GESCHICKT BEI MEINER FAMILIE, WÄHREND ER MIR DIE VOLLKOMMENE BALANCE ZWISCHEN LUST, SCHMERZ UND FURCHT ZEIGTE. ER SAGTE, WIE SEHR ER MICH LIEBE, UND ALS SEINE FRAU STARB, WOLLTE ER MICH HEIRATEN. ER HATTE DEN NERV, WÄHREND EINER SONNTAGSANSPRACHE MIT DER HAND MEIN BEIN HINAUFZUGEHEN, SEINE LIPPEN ABZULECKEN UND MIR IM HAUSE VON FREUNDEN BEIM BUCHSTUDIUM KÜSSE ZUZUWERFEN, WO 13 WEITERE LEUTE IM KREIS UM US HERUM SASSEN. ER HAT MIR NACHGESTELLT, MICH DES NACHTS DURCH MEIN SCHLAFZIMMERFENSTER BEOBACHTET, ER ZWANG MICH DINGE AN MIR SELBST WIE AUCH AN IHM ZU TUN. ALS ICH 14 WURDE, WURDE ES ZIEMLICH SCHLIMM, ER HATTE SEX MIT MIR. ICH VERSUCHE, DIES NICHT ZU LANG ZU MACHEN, ABER ES GIBT SO VIELES, WAS ICH NICHT WEISS, WAS ICH WISSEN, ABER NICHT SAGEN SOLLTE. DER EINZIGE AUSWEG WAR, SO VIEL PROBLEME ZU MACHEN, DASS ER WEGBLIEB. ALSO SCHLIEF ICH MIT EINEM JUNGEN AUS DER SCHULE UND ERZÄHLTE ES MEINER ENTTÄUSCHTEN MUTTER. ICH WURDE WEGGESCHICKT, UM BEI MEINER SCHWESTER IN KENTUCKY ZU LEBEN. BALD ERZÄHLTE ICH MEINER SCHWESTER, DASS ICH BELÄSTIGT WURDE, ICH BELIESS ES DABEI. NUN MEINE ELTERN HÖRTEN ES, UND DANN DIE ÄLTESTEN IN MEINER ALTEN VERSAMMLUNG. ABER DAS GENÜGTE NICHT, ICH MUSSTE ES IHNEN PERSÖNLICH ERZÄHLEN. ICH WAR 15 JAHRE ALT UND HATTE TODESANGST, DER TÄTER HATTE GEDROHT, MEINE FAMILIE UMZUBRINGEN, WENN ICH ES ERZÄHLTE. ES DAUERTE MEHRERE JAHRE, BIS ICH SELBST ES IHNEN ERZÄHLTE, UND DANN AUCH NOCH PER TELEFON. INZWISCHEN HATTE ICH ALLE DROGEN UNTER DER SONNE AUSPROBIERT, HATTE SEX MIT MEHR MÄNNERN UND FRAUEN, ALS ICH ZÄHLEN KONNTE UND WAR LÄNGERE ZEIT IN DER IRRENANSTALT. MIT 16 ODER 17 WURDE ICH KURZ NACH MEINER TAUFE AUSGESCHLOSSEN. ICH GING ZU IHNEN UND SAGTE, ICH WOLLTE SELBSTSÜCHTIG SEIN, ABER KEINE HEUCHLERIN, DESHALB WOLLTE ICH WEG. VON DEM MISSBRAUCH WAR ICH DA EINFACH NICHT RICHTIG IM KOPF.

 

NACH VIELEN JAHREN DER THERAPIE UND DER SELBSTBEHANDLUNG SCHREIBE ICH JETZT EINE AUTOBIOGRAFIE, ICH KANN INZWISCHEN OHNE DROGEN, PROMISKEM SEX UND MENGEN VON ALKOHOL LEBEN, ALLES UM DIE ERINNERUNGEN UND GEFÜHLE ZURÜCKZUDRÄNGEN. ICH BIN EINE ÜBERLEBENDE, ABER ICH WERDE FÜR DEN REST MEINES LEBENS HEILEN. NUN KÄMPFE ICH MIT MEINER SEXUELLEN PRÄFERENZ. ICH BIN EINE FRAU UND FÜHLE MICH VON FRAUEN ANGEZOGEN. DAS MACHT ES KOMPLIZIERT, EIN MORALISCHES LEBEN ZU FÜHREN. DAZU HEGE ICH NOCH GROLL GEGEN EINE RELIGION, DIE MISSBRAUCH MIT VERTUSCHEN BEHANDELT. ICH HABE AUCH GROLL, WEIL MEINE VERBINDUNG ZU MEINER FAMILIE ABGERISSEN IST, DIE ICH SEHR LIEBE UND RESPEKTIERE, ABER MIT MEINEM AMBIVALENTEN LEBENSSTIL IMMER WIEDER VERLETZE. NATÜRLICH DARF MEIN SCHÄNDER IN DEN DIENST GEHEN UND MIT DER FAMILIE UND MIT FREUNDEN SPRECHEN UND ANTWORTEN IM KÖNIGREICHSSAAL GEBEN, ICH DARF DAS NICHT, UND DAS VERLETZT MICH SO, WIE ES MICH ANKOTZT.
      
JR

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Ich bin eine 22-jährige Frau und habe eine Zwillingsschwester. Wir waren Zeugen Jehovas, seit ich sechs war (nebenbei ist es traurig und krank, wenn ein 6-jähriges Mädchen nicht schlafen kann, weil es darüber nachdenkt, ob es mit seinem Vater im Paradies leben oder mit ihrer Mutter in Sünde sterben soll, das ist eine harte Entscheidung!), und wir wurden mit12 getauft. (mit 13 verließen wir die Gemeinschaft wieder).

Mein Vater und meine Mutter waren geschieden (meine Mutter ist ein "Weltmensch"), und Vater heiratete wieder, eine Frau aus der Versammlung "in gutem Ansehen", die eine Tagespflege betrieb. Diese Frau misshandelte eine seelisch, Leute aus der Welt würden sie wahrscheinlich als seelisch labil ansehen. Diese böse Frau, die ich Evileen nennen werde, hatte einen 26 oder 27 Jahre alten Bruder, der Dienstamtgehilfe war und zu Hause bei seiner Mutter lebte. Wann immer meine Schwester und ich zu ihm nach Hause gingen, sagte er zu uns: "Kommt einzeln herein, dann könnt ihr meine Fische füttern." (Der Grund: einzeln würden wir seine Fische nicht erschrecken.) Meine Schwester und ich waren etwa 11 oder 12, und wir wurden über solche Dinge aufgeregt, wie es bei allen Zeugenkindern ist, weil das Leben so langweilig und monoton ist. So gingen wir einzeln in sein Schlafzimmer, er hat die Tür abgeschlossen, uns auf seinen Schoß gebeten und seinen Steifen an unserem Rücken gerieben. Im Hinterkopf dachte ich, das ist seltsam, ich fühle nichts Hartes, wenn ich bei Vater auf dem Schoß sitze, oder, was das betrifft, jeder andere. (Vergesst nicht, dass einzige, was mir über Sex gesagt wurde, war, dass es etwas Schmutziges ist, außer mit dem eigenen Mann, und ich sah mich immer als hässliche Person, die sich nie ums Heiraten, geschweige denn Sex haben, Sorgen machen müsse.) Ich dachte auch, dass das verkehrt sei, aber die andere Hälfte meines Gehirns sagte mir, dass alle Zeugen Jehovas nette, ehrliche und respektable Personen sind, also dachte ich, das müsse meine Einbildung sein. Dann, etwa 3 oder 4 Monate später, ließ Vater uns sitzen und fragte, ob David etwas Unanständiges mit mir oder meiner Schwester gemacht habe. Unsere Augen müssen zweimal so groß gewesen sein, meine Schwester und ich sahen sich an und erwiderten gleichzeitig: "Natürlich nicht, warum glaubst du so etwas?" (Damals wurde eine Freundin von uns missbraucht - er steckte seine Hand in ihr Höschen und berührte ihre Vagina, und es wurde nichts gegen ihn unternommen, und sie wurde öffentlich ziemlich gedemütigt. Ihr Schänder heiratete schließlich 4 oder 5 Jahre später eine Zeugin Jehovas - eine weitere Freundin von uns - und hatte eine Tochter.) Aus irgendeinem Grund spürte also unser weiser Vater, dass etwas nicht stimmte, aber meine Schwester und ich nutzten das nicht, um ihm zu erzählen, was passiert war - bis vor einem Jahr. Ich hoffe nur, alle seine Fische sind tot und er belästigt keine anderen Mädchen mehr, oder jemand enthüllt die widerliche Wahrheit, dass er pädophil ist.

Ich hoffe auch, dass er dies liest, denn ich bin sicher, er weiß das von sich. Ich möchte nur, dass alle aktiven Zeugen Jehovas wissen, nur wenn jemand behauptet, ein Zeuge Jehovas zu sein, bedeutet das noch lange nicht, dass er ohne Tadel ist. Und ein Missbrauchsopfer wie einen Verbrecher zu behandeln, ist der sicherste Weg, ihm den Glauben zu nehmen. Ich bin gegenwärtig keine Zeugin Jehovas, und ich bin noch nie so glücklich gewesen, alle meine Gefühle der Hoffnungslosigkeit sind weg, und ich würde ne in eine solche Sekte zurückkehren.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, dies zu lesen,

TM

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Ich fand gerade diese Webseite, weil ein lokaler Nachrichtenkanal eine Untersuchung brachte, wie Jehovas Zeugen Pädophile verbergen. Ich fand das ironisch, weil die Zeugen Jehovas, die mich missbrauchten, einmal für dieselbe Fernsehstation arbeiteten ...  Seit letzten Herbst bin ich in Therapie, und als es losging, hatte ich keine Erinnerung an den Missbrauch.
Ich wurde in diese Religion hineingeboren, wuchs als Tochter eines Ältesten auf, war schrecklich depressiv und wusste nicht, warum. Einmal, nach einem Suizidversuch, bei dem ich fast umkam, kam ich ins Krankenhaus. Zwei Älteste besuchten mich auf der Intensivstation und sagten: "Wenn du jemals einen zum Reden brauchst ..."
Sie versuchten nicht herauszufinden, warum ich so etwas tun wollte. Ich war bei einem Treffen mit Ältesten, weil ich rauchte, und ich ging mit einem Nicodermpflaster hinein, um ihnen zu zeigen, dass ich für immer aufgehört hatte. Und übrigens, hier ist der ganze Kasten voller Disks mit der Kinderpornosammlung meines Vaters, die ich und meine Mutter aus seinem Computer herausholten. Sie weigerten sich, sie sich anzusehen. Sie wechselten das Thema und sagten mir, ich solle beten und meine weltliche Freundin loswerden, die mich zum Rauchen verführt hatte. Al ich zur folgenden Sitzung zurückkam, war ich ehrlich und sagte ihnen, ich hätte mir nur einmal die Mühe gemacht zu beten, weil ich mich ungemütlich fühlte, mich Jehova im Gebet zu nahen. Und übrigens, ich möchte euch sagen, dass mein Vater mir eine Massage gab, zog mich bis auf die Unterwäsche aus und präsentierte meinen Hintern. Daraufhin wandten sich drei Älteste in völliger Wut an mich und fragten mich, wie dann meine Kleidung runterkam, womit sie unterstellten, ich hätte Striptease vor ihm gemacht. Sie gingen dann in den anderen Raum zum Beten und kamen zurück mit der Ankündigung, sie hätten beschlossen, mir die Gemeinschaft zu entziehen. Wofür wurde ich ausgeschlossen? Fürs Rauchen? Nein, damit hatte ich aufgehört. Weltlicher Umgang? Kein Vergehen, das zum Gemeinschaftsentzug führt, da runzelt man höchstens mit der Stirn. Jetzt bin ich vier Jahre "draußen", und mein Vater ist immer noch drin. Er hat eine "private Zurechtweisung" erhalten, und irgendwie darf er immer noch Gebete sprechen und in den Predigtdienst gehen. Jetzt erinnere ich mich, was passierte, nachdem er mich auszog: Er zwang mich zum Oralsex und vergewaltigte mich. Ich wünschte, ich hätte mich damals erinnert, um es den Ältesten zu sagen, aber ich hatte den gesamten Missbrauch verdrängt. Ich habe jetzt Grund zu dem Glauben, dass sein Vater mich auch missbrauchte (er ist in einem anderen Bundesstaat auch noch in der Religion). Aber wie, verdammt noch einmal, soll ich das BEWEISEN?!? Ich möchte meinen Vater so gern hinter schwedischen Gardinen wissen - aber wie beweist man etwas und sagt es dann jemandem, woran man sich nicht erinnern kann? Danke für diese Webseite und das Wissen, dass ich mit Missbrauch in dieser Religion nicht allein stand. Und ich stimme definitiv dieser einen Frau zu, dass die Zeugen unter Dämoneneinfluss stehen. Ich könnte eine Menge mehr darüber schreiben, wie ich im Bethel war und was dort vor sich ging. Vielleicht, wenn ich mehr Zeit habe. Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen, ich fühle mich jetzt etwas besser. Ich liebe alle Brüder und Schwestern, die "schweigenden Lämmer". Wir brauchen diese Arschlöcher nicht mehr, die uns zum Schweigen bringen wollen!

N.G.

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Ich entdeckte deine Webseite er Zufall und bin so dankbar dafür. Ich war 28 Jahre lang Zeugin Jehovas, und wegen der Dinge, die ich gesehen und erlitten habe, hatte ich schließlich den Mut zu gehen. Ich verließ die Organisation vor drei Monaten.


Meine Tochter wurde von ihrem getauften Stiefvater missbraucht, als sie acht war. Natürlich rief ich die Ältesten, und ihr wisst bereits, was geschah. Meine Tochter hasst mich heute, sie verließ mit 15 das Haus. Ihr Leben war zerstört. Sie lebte auf der Straße und all das, was zu dieser Lebensweise gehört. Ich habe sie seit zwanzig Jahren nicht gesehen und seit 15 Jahren nicht mit ihr gesprochen. Ich weiß nicht, wo sie ist oder ob sie noch lebt. Sie gibt mir für alles die Schuld. Sie hat recht! Ich wollte so sehr akzeptiert werden, dass ich alles mitmachte, wovon ich im Innern wusste, dass es falsch war. Damit werde ich für den Rest meines Lebens leben. Bitte fühle dich frei, dies abzudrucken. Ich hoffe, es wird mehr Leben daran hindern, zerstört zu werden.

GB

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Ich würde gern meine Geschichte erzählen. Mit 21 Jahren wurde ich von einem Fremden sexuell angegriffen, der kein Zeuge Jehovas war. Langer Rede kurzer Sinn: ich wurde aufgrund dieses Angriffs ausgeschlossen. Ich wurde behandelt wie ein Hakler, der sich eine schöne Zeit machen will! Einer der drei Ältesten, die in mein Haus kamen (damals wusste ich nicht, das sie kamen, um mit mir über den Angriff zu reden), fragten mich, wie ich am Abend des Überfalls angezogen war. Man sagte mir, ich solle bereuen. Was bitteschön bereuen? Ich war Opfer eines Gewaltverbrechens! Vergewaltigung ist kein Verbrechen aus Leidenschaft, wie diese kranken Leute denken! Danke, dass ich meine Geschichte mitteilen durfte.

DS

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Dies geschah öfter, als wir wissen. Meine Tochter wurde vom Sohn eines Ältesten missbraucht, und in rechtlicher Hinsicht geschah nichts. Sie wurde in einem Konferenzgespräch mit der Wachtturm-Rechtsabteilung und zwei Ältesten der Versammlung kontaktiert, wo sie missbraucht wurde. Keine praktische Hilfe, kein Rat, um den gewaltigen Schock, den wir erlitten, zu lindern. Später wurde er dann endlich bei der Polizei angezeigt, aber die Sache war verjährt.

 

Älteste waren nutzlose Heuchler. Sie hielten sich lange von uns fern, als ob wir stigmatisiert waren. Wir wechselten die Versammlungen. Der Schänder/Älteste wurde zum Wachtturm-Studienleiter und Dienstaufseher gemacht. Er ist nichts als ein hartherziger Eli, der seine Söhne auf die jungen Mädchen der Versammlung loslässt. Sein Sohn schwängerte zwei andere Kinder (18 Jahre alt) in der Versammlung, wobei die Ältesten genau wussten, dass er der Sextäter war.

 

Es ärgert mich maßlos, dass, egal was passiert, keine Bruderschaft da ist. Sie machen dir nicht einmal eine Suppe, wenn du krank bist, oder bieten dir an, zum Einkaufen zu gehen. Älteste "reden" über die Hirtentätigkeit, aber sie tun selten war, bis eine Krise da ist. "Geh in Frieden, Bruder, und möge Jehova deine Gebet beantworten, um dem Täter zu helfen."

 

Jedermann glaubt, dass dies der Beginn der Verfolgung ist, wenn es Zeit für die Abrechnung ist. Eine Menge Zeugen fürchten sich, weil die "Gesellschaft" Loyalität und Gehorsam fordert. Leute haben Angst zu reden und ihre Geschichten zu erzählen.

 

 

AN

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Ich erfuhr von dieser Webseite durch eine Arbeitskollegin, die einmal Zeugin Jehovas war. Ich beschloss, meine Bemerkungen zum Kindesmissbrauch zu schicken. Ich bin heute 33 Jahre alt und war als Kind Missbrauchsopfer. Ich wurde nicht von einem Ältesten oder einem Mitglied der Versammlung missbraucht, sondern von meinem Stiefvater, der Zeuge Jehovas ist. Ich war fünf Jahre alt, als er mich nach meiner Erinnerung zu belästigen begann. Ich sagte es bei zwei Gelegenheiten meiner Mutter. Das erste Mal hatte sie ein Gespräch mit meinem Stiefvater, der versprach, dies würde nie wieder geschehen. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Gespräch mit einem Mann zu haben, den meine Tochter des Missbrauchs beschuldigt, besonders wenn diese Person mein Mann ist! Nun, es passierte aber mit mir. Meine Mutter machte weiter, heiratete meinen Stiefvater, und der Missbrauch ging an jedem einzelnen Tag meines Lebens immer weiter. Das zweite Mal, wo ich es wieder sagte, war gegenüber einer Schwester aus der Versammlung, von der ich dachte, dass sie mir helfen und dem endlich ein Ende machen würde. Sie ging und redete mit meiner Mutter, und beide gingen zu den Ältesten in der Versammlung, sie sprachen mit meinem Stiefvater, der die Beschuldigungen nicht abstritt. Ich war glücklich, dass sie endlich wussten, was mir so viele Jahre passiert war, und dachte, sie würden die Polizei rufen und die würde den Mann wegen Missbrauchs verhaften, aber am Schluss sagten sie, wir könnten es niemandem sagen, um die Öffentlichkeit und einen schlechten Ruf für die Versammlung zu meiden. Stattdessen warfen sie ihn aus der Kirche, und meine Mutter blieb mit dem Mann verheiratet.

 

Mein einziger Ausweg aus dem Elend war, im Alter von 17 Jahren zu heiraten, und das tat ich nur, um von zu Hause wegzukommen, weil mein Stiefvater, der wieder in die Versammlung aufgenommen war, mich weiter belästigte.

 

Es vergeht kein Tag ohne Gedanken an meine Kindheit. Ich hatte keine Kindheit. Manchmal habe ich Hass auf meine Mutter, ich verstehe nicht, wie sie mich als Kind oder so, wie eine Mutter es tut, schützen konnte, ich weiß nicht, wie sie jeden Tag ihres Lebens ohne Gewissensbisse mit diesem Mann verheiratet sein kann. Ich habe Hass auf die Organisation, weil sie mich als Kind nicht beschützt, sondern sich darauf konzentriert hat, die Dinge zu ihrer Bequemlichkeit flach zu halten. Ich verachte meinen Stiefvater, der ungeschoren davonkam und der bis heute, wenn ich mit meinen Kindern bei meiner Mutter zu Besuch bin, immer versucht, gegen mich zu reiben, mir Sex vorschlägt und schmutzig mit mir redet - und das sind immer noch Zeugen Jehovas. Meint ihr, ich könnte jetzt etwas zu irgend jemandem sagen? Ich kann es nicht einmal meiner Mutter sagen, sie hat nie etwas getan, warum sollte sie jetzt etwas tun?

 

Ich weiß, dass es viele Kinder gibt, die dieselbe Erfahrung durchgemacht haben, Ich denke, wenn ich euch schreibe und meine Geschichte erzähle, werden andere auch kommen und von ihrer Vergangenheit sprechen, oder davon, dass sie das gerade durchmachen. Ich hoffe, dass ich das eines Tages hinter mich bringen und ein normales Leben führen kann.

 

M.Z.

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Letzten Dienstag war ich bei der Beerdigung meines Bruders. Er war autistisch und starb plötzlich mit 50 Jahren. Mein Vater hat gewöhnlich keinen Kontakt mit mir, aber er rief mich an und ließ mich wissen, wann er gestorben war und an welchem Tag und um welche Uhrzeit die Beerdigung sein würde. Ich kam alleine an, während der Rest meiner Familie im Beerdigungsauto ankam. Als ich auf die Kapelle zuging, stand da eine Menge von Zeugen Jehovas, die untereinander sprachen. Sie gingen alle still weg, als ich auf die Kapelle zuging. Meine Familie kam im Gänsemarsch an, und sie ignorierten mich, als sie hinter mir in die Kapelle gingen. Mein älterer Bruder, der mich sexuell missbrauchte, als ich sechs war und er 17, sah mich selbstgefällig an, als wollte er sagen: "Ich bin vielleicht der Schänder, aber du bist es, die draußen ist." Mein jüngerer Bruder, den ich auch verhaften ließ, weil er meine Tochter sexuell missbrauchte, als sie fünf war und er 15, sah mich mit demselben Ausdruck an.


Sie gingen alle in die Kapelle, gefolgt vom Rest der Leute. Der "Älteste", der mir sexuelle Avancen machte, als ich 16 war, half bei dem Begräbnis aus. Er ging zu mir und fragte mich, ob ich reingehen wolle. Ich lehnte ab und sagte ihm, ich bliebe lieber draußen. Er sagte mir, draußen sei ein Lautsprecher, so dass ich den Gottesdienst hören könne. Meine Eltern waren immer Freunde dieses "Ältesten", und sie gaben mir die Schuld, dass ich ihn vom rechten Weg abgebracht habe!! Sobald der Gottesdienst begann, wollte ich nicht zuhören, so ging ich zu der Stelle, wo das Grab war. Der Sarg stand neben dem Grab, so freute ich mich, vor dem Begräbnis einige Zeit bei meinem Bruder verbringen zu können. Schließlich ist e der einzige in meiner Familie, der ohne Schuld ist und keine Ahnung hatte, was in der Familie vor sich ging. Als ich die Familie sich dem Grab nähern sah, ging ich zurück und beobachtete das Begräbnis aus der Entfernung. Meine Mutter war außer sich und wollte nicht neben dem Grab stehen und die Beerdigung beobachten. Das ist ihre typische Art: "Was ich nicht sehe, geschieht nicht!" Ich sah, wie mein Vater meinen beiden Brüdern auf den Rücken klopfte und meine Schwester meine Mutter umarmte und ihnen für die Anwesenheit dankte, er kam aber nicht zu mir. Das Begräbnis war vorbei,. so ging ich. Die "Totenwache" wurde im Haus dieses "Ältesten" abgehalten. Ich werde NIE wieder zu einem Familienbegräbnis gehen, es gibt niemanden sonst, der meine Anwesenheit verdient. Meine Eltern sind 71 und werden bald sterben, und diese Situation wird sich nie ändern. Die Tochter meines ältesten Bruders hatte kürzlich einen "Zusammenbruch" und hat gesagt, sie könne Männern nicht trauen, und hat ihren Vater beschuldigt, pädophil zu sein. Diese Nichte war nicht bei dem Begräbnis. Die Frau meines Bruders ist blind und möchte sich von ihm trennen, er will, dass SIE das Haus verlässt, wo sie es so gut kennt, und das ist sehr grausam.

Diese ganze Situation dreht mir den Magen um, ich möchte, dass alle für das, was sie getan haben, bezahlen. Ich muss mir ständig sagen, dass ich KEIN schlechter Mensch bin. Ich habe immer versucht, für das einzutreten, was recht ist.

Gibt es einen Zweig deiner Selbsthilfeorganisation in Großbritannien, mit dem ich in Verbindung kommen kann? Ich habe keine Familie, mit der ich reden kann, und niemand sonst scheint den Zorn, den ich empfinde, verstehen zu können.

Danke fürs Zuhören.

LJ

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Ich wurde als viertes Kind einer Frau geboren, die ab ihrem 16. Lebensjahr eine fromme Zeugin Jehovas war. Ich erinnere mich an den Gedanken, dass ich doch gern in der Lage wäre, an etwas zu glauben, so wie sie an ihre Religion glaubte. Aber das habe ich nicht. Ich konnte es nicht. Denn dieselbe Religion billigte ihr Verhalten und das ihrer besten Freundinnen.

 

Vor meiner Geburt war meine Mutter mit einem anderen Mann verheiratet, und sie hatte aus dieser Verbindung drei Kinder. Mein Bruder und meine beiden Schwestern waren 11, 8 und 7 Jahre älter als ich. Meine Mutter (eine fromme, aber menschliche Zeugin Jehovas) hatte dann eine Affäre mit einem sehr bezwingenden und gut aussehenden Mann (meinem Vater) und war deswegen eine Zeitlang ausgeschlossen. Dann gebar sie mich.

 

Offensichtlich nahm mein Vater lange vor meiner Geburt meine beiden Schwestern aus der Schule, um sie einem Kinderpornografiering zu übergeben und seinen Freunden zu erlauben, sie zu missbrauchen. Sie waren vier und fünf Jahre alt. Als ich geboren wurde, war der Missbrauch an meinen Schwestern schon im Gang.

 

Als meine älteste Schwester acht war, machte die Geschichte die Runde, was mein Vater ihnen antat, und meine Mutter brachte meinen Vater fast um. Sie zeigte ihn an, und er sollte eigentlich 50 Jahre Gefängnis kriegen, aber sein Bruder kannte den Richter und kaufte ihn heraus, so dass er nur sechs Monate im Bezirksgefängnis war. Inzwischen hatte meine zweite Schwester multiple Persönlichkeiten entwickelt, die ihr halfen, mit dem Entsetzen fertig u werden. Ich glaube, meine Mutter wurde damals wieder ausgeschlossen, weil sie mit dieser Sache zu den Behörden ging.

 

Meine Mutter verließ ihn und zog mit ihren vier Kindern von Los Angeles nach Hayward, Kalifornien, und begann dort ein neues Leben. Sie gewann neue Freunde in der Versammlung Hayward, und diese Freundschaften blieben bis zu ihrem Tod viele, viele Jahre später intakt.

 

Diese besten Freundinnen (auch Zeugen Jehovas) sind die Quelle meiner Geschichte. Nun möchte ich sagen, dass ich, bis ich erwachsen war,, nicht hatte, woran ich eine normale Familie oder eine Freundschaft messen konnte. Ich wusste also nicht, dass mit diesen Leuten etwas nicht stimmte. Ich erinnere mich, das ich von der Freundin im sehr zarten Alter von drei Jahren missbraucht wurde. Ich habe einige sehr lebhafte Erinnerungen an Missbrauch in diesem Alter. Als ich vier war, zogen wir nach Lake Tahoe, weil meine Mutter vor meinem Vater weglief und sich Sorgen machte, er könne seine Drohung, mich zu kidnappen, wahr machen. Wir fuhren oft nach Hayward/Oakland, um diese "besten Freunde" der Familie zu besuchen. Sie hatten drei Kinder. Ihr ältester Sohn war drei Jahre älter als ich, und ihre Tochter war ein Jahr jünger, und sie hatten später einen Sohn, der sechs Jahre jünger war. Der ältester Sohn war meine Sandkastenliebe, bis ich 12 war, und da begann er, mich zu missbrauchen. Und der Vater machte jedes Mal, wenn er konnte, und das war ziemlich oft, sexuelle Dinge mit mir (ich glaube, dieser Mann ist sogar jetzt noch Ältester in der Versammlung Redding).

Und als ich 16 war, gebar meine Freundin aus dieser "befreundeten" Familie eine Tochter. Meine Freundin war 15. Nachdem Jahre vergangen waren, fragte ich sie einmal, warum sieht Jennifer genauso aus wie deiner Familie aus dem Gesicht geschnitten? Warum zeigen sich darin keine Merkmale des Vaters (wer immer das ist)? Meine Freundin sah mich angewidert an und sagte: "Cheri, durfte ich verdammt nochmal irgendwo hingehen? Irgendwann? Irgend wohin? Nein!! Wer zum Teufel glaubst du, wer der Vater ist?" Die drei Sprösslinge der "Freunde" wurden immer zu Hause abgekapselt. IMMER!!! Sie wurden von der Schule genommen und gezwungen, zu Hause zu bleiben, mit sich selbst als Spielkameraden. Und sie spielten wirklich.

Es gibt viele weitere Missbrauchsgeschichten über diese Familie und meine, aber mehr um Misshandlung ging es, als der älteste Sohn mich vom Balkon warf, weil ich gedroht hatte, ihn zu verpetzen. Und die Ältesten schlossen meine Freundin aus, weil sie von ihrem Bruder ein Kind bekam, kehrten die Einzelheiten jedoch natürlich unter den Teppich. Der älteste Junge heiratete schließlich, und seine Frau ist nun taub von den Schlägen, die er ihr gibt. Meine Mutter hatte bis zu ihrem Tod im Jahr 1991 offensichtlich eine Affäre mit diesem Paar, und diese Leute sind in der Versammlung immer och in gutem Ansehen.

 

Meine Schwestern sind beide seelisch krank. Eine von ihnen mehr als die andere. Meine (zweite) Schwester ist jetzt paranoid schizophren mit multiplen Persönlichkeiten, und sie geht auf den Straßen von Lake Tahoe herum und redet mit mit Büschen und Bäumen und kämpft in der Öffentlichkeit mit Dämonen. Mein Bruder ist ein Alkoholiker mit einer wunderbaren Familie und einer Frau von über 30 Jahren, aber aufgrund seiner Dämonen ist er nie ein wunderbarer Ehemann gewesen. Meine andere Schwester ist auch seelisch krank, aber weniger als meine multiple Schwester. Ich bin, seit ich 16 war, drogenabhängig gewesen, mal war ich clean, dann wieder rückfällig. Ich bin fünfmal verheiratet gewesen und habe einen echten Hass auf Männer. Ich bin mit 18 vergewaltigt worden, mein 5-monatiger Sohn war dabei, und mein Sohn ist auch missbraucht worden. Ich war zweimal ausgeschlossen. Ich habe nicht die Absicht, in die "Wahrheit" zurückzukehren. Ich denke, organisierte Religion ist so schlimm wie organisiertes Verbrechen. Selbst bei diesen Ereignissen und denen, über die ich nichts gesagt habe, bin ich erstaunt und schockiert über diese Webseite. Ich hatte keine Vorstellung!!!! Das ist ein hinterhältiges Verbrechen an Kindern und an der Gesellschaft im Allgemeinen. "Zeugen"? Für was? Dafür, dass es bei ihnen Missbrauch gibt? Für das Vertuschen in der Versammlung?

CW

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Ich sah gestern Abend das Programm in den landesweiten Nachrichten und möchte euch meine Geschichte erzählen.

Ich wurde auch missbraucht, war aber kein Kind, als es passierte. Ich war etwa 19 bis 20 Jahre alt, ich ging mit einer anderen Frau, die auch von demselben Ältesten missbraucht wurde, zu einem Ältesten. 

Ich erinnere mich nicht mehr an ihren Namen, aber sie und ich kamen ins Gespräch, ich weiß nicht, wer von uns mit dem Gespräch anfing, aber es stellte sich heraus, dass derselbe Älteste uns beiden Avancen machte, so gingen wir zusammen zu den Ältesten. Die hörten unserer Anklage zu, und dann sagten sie uns, da sie und ich miteinander darüber geredet hatten, sei die Behauptung nicht gültig. Wären wir jede getrennt zu den Ältesten gegangen, ohne miteinander zu reden, ich glaube, da hätte man uns dasselbe gesagt, da die Zeuge Jehovas für jede Tat zwei Augenzeugen fordern. Dies passierte im Bundesstaat South Carolina.

IG

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Ich möchte nur sagen, dass ich jetzt schon seit ein paar Stunden an deiner Webseite klebe. Ich sah das Special gestern Abend in den Nachrichten. Ich habe mich jahrelang als Opfer der Religion der Zeugen Jehovas gefühlt. Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Solange ich mich erinnern kann, besuchten meine Eltern die Zusammenkünfte, dann wieder einmal nicht. In meinen frühen Teenagerjahren war das (meine Eltern wurden wieder aktiv), und diesmal für lange Zeit. Ich bin das jüngste von fünf Kindern. Zu der Zeit waren ich und mein Zwillingsbruder die einzigen, die noch zu Hause wohnten. Unsere älteren Brüder und die Schwester waren alle aktive Zeugen Jehovas. Es war damals, dass wir gezwungen wurden, zu allen Zusammenkünften und mit den neuesten Wachtturm- und Erwachet-Ausgaben von Tür zu Tür zu gehen. Ich hasste den Dienst von Haus zu Haus, ich hielt ihn immer für ein Eindringen in die Privatsphäre anderer. Ich konnte einige ehren nicht akzeptieren und habe bestimmte Glaubensätze immer angezweifelt. Ich habe immer geltend gemacht, dass diese Religion Gläubige durch Furcht hereinholt und die Gläubigen durch Furcht an sich bindet ... die Furcht, in Harmagedon zu sterben oder ausgeschlossen zu werden. Ich hatte eine gute Freundin, die von ihrem Vater (einem Ältesten) und ihrem Bruder wiederholt missbraucht wurde. Als sie mir das mitteilte, sagte ich es sofort meinem Vater (damals war er Ältester). Er rief dann ein Rechtskomitee zusammen. Ich erklärte dem Komitee, was meine Freundin mir gesagt hatte, und sie sagten, ich solle schweigen und es niemandem erzählen. Ich dachte, für die Sache werde gesorgt. Meine Freundin durfte nicht mit mir reden oder etwas mit mir zu tun haben. SIE WURDE ÖFFENTLICH ZURECHTGEWIESEN. Wegen für einen Christen unziemlichen Verhaltens. Sie hatte nichts getan! Nun, die Geschichte at einen schrecklichen Schluss ... Leider nahm sich meine Freundin später das Leben. Niemand wollte ihr zuhören oder glauben. Es gab nicht einmal eine Begräbnisrede für sie. Sie nahmen ihr Kind und zogen es als eigenes auf. Wann immer man es sah und nach meiner Freundin fragte, die sich umbrachte, wurde immer behauptet, sie sei seelisch krank gewesen!!!! Es macht mich so traurig, dass ich wegen dieser widerlichen Vertuschung eine Freundin verlor.

Ich blieb jahrlang Zeugin Jehovas, ich hatte solche Angst, in Harmagedon zu sterben. Und doch glaubte ich einigen ihrer Lehren nicht. Wenn ich diese Lehren anzweifelte, hat man mir gesagt, ich hätte keinen Glauben, und ich solle Jehova Gott nicht bezweifeln oder über seine Lehren spekulieren. Als ich 19 war, heiratete ich einen jungen Mann, einen Ungläubigen, obwohl er mit meinem Vater und ein paar anderen Brüdern in der Versammlung studierte. Ihm gefiel, dass der Mann die Aufsicht hat und dass die Ehefrau und die Frauen in der Versammlung keine Machstellungen inne haben. Es war nicht lange nachdem wir heirateten, dass er begann, mich zu schlagen und zu beschimpfen. Ich berichtete mein Problem einem anderen Bruder in der Versammlung (einem Ältesten), und er sagte mir, dass ich geduldig sein sollte, mein Mann würde wieder normal werden. Mir wurde gesagt, ich solle mit den Studien weitermachen und von Tür zu Tür gehen und so weiter, mein gutes Beispiel würde meinen Mann ändern. Mit den Jahren wurden die Schläge schlimmer, jetzt gab es sie fast täglich. Als unsere Kinder geboren wurden, misshandelte er sogar sie. Ich bat wiederholt die Ältesten und meine eigene Familie um Hilfe, und immer wieder wurde mir gesagt, ich olle bei meinem Mann bleiben und nicht die Polizei einschalten. Nach gut acht Jahren entschied ich schließlich, meinen Mann zu verlassen, mein eigener Vater erahnte mich, nicht zu ... er sagte, meine Scheidung würde von der Organisation nie anerkannt werden. Und wenn ich so eine eindeutige Tat beginge, wäre ich bei ihm zu Hause nicht mehr willkommen. Seht, ich hatte keinen Beweis für einen Ehebruch meines Mannes, geschweige denn dass ich so zermürbt war durch den wiederholten Missbrauch, den man mich zwang, acht Jahre auszuhalten, und doch reichte das nicht als Beweis für die Organisation, dass ich aus der Ehe raus wollte. Mein Mann hatte mir von seiner Affäre erzählt, und jedes Mal, wenn ich damit zu den Ältesten ging, wurde mir gesagt, ich brauchte einen schriftlichen Beweis oder zwei Augenzeugen für seinen Ehebruch ... bitteschön. Ich konnte nicht glauben, dass Jehova Gott wollte, dass ich in solch einer Ehe mit Missbrauch bliebe. Mein Mann wurde jedes Mal in den Zusammenkünften mit Händeschütteln willkommen geheißen! Ich wurde wegen Fluchens öffentlich zurechtgewiesen! So verließ ich ihn, auch wenn ich wusste, das bedeutet den Verlust meiner Familie. Kurz nach meiner Scheidung wurde ich für ich weiß nicht was ausgeschlossen. Ich weigerte mich, zu ihrem Treffen zu gehen. Ich ging aus einer Missbrauchsbeziehung, von der ich dachte, ich würde daran sterben, und doch bin ich es, die von der Organisation bestraft wurde. Ich verlor meine Familie. Mir wurde gesagt, ich sollte beim Begräbnis meines Vaters, als er starb, nicht dabei sein. Ich werde bis heute so behandelt, als hätte ich irgendeine unheilbare Krankheit. Wenn ich nur vor all diesen Jahren auf mein Herz gehört hätte, hätte ich nicht dieses Leben voll Missbrauch und Misshandlung gehabt, das ich in der Zeugenorganisation zu führen gezwungen war. Und wenn ihre Politik anders gewesen wäre, würde meine Freundin heute vielleicht noch leben. Inzwischen habe ich einen wunderbaren Mann geheiratet, und er ist kein Zeuge Jehovas und wird es auch nie sein. Er und alle meine Gebete zu Gott waren es, die mir über diese entsetzlichen Alpträume hinweggeholfen haben. Und mir halfen, wieder an die Liebe und die Familie zu glauben. Ich werde nie eine Religion verstehen, die Nähe in der Familie predigen kann und die erste ist, die die Familie zerreißt. Zwei meiner Brüder, der eine war Ältester, haben die Glaubensgemeinschaft auch verlassen. Und beide führen ein sehr glückliches und produktives Leben. Der Älteste trat von seinem Ältestenamt zurück, kurz nachdem unser Vater starb ... sein Grund war, wie ich selbst und mein Zwillingsbruder (der auch ausgeschlossen ist) beim Tod unseres Vaters behandelt wurden und bis heute behandelt werden. Ich weiß, dass dieser Bericht umfangreich ist, aber es ist eine wunderbare Sache, dass du andere ihre Geschichten mitteilen lässt. Gott segne dich, auch für das, was du tust, um die Kindesmissbrauchspolitik und die Vorschriften bei jedem Missbrauch in der Organisation der Zeugen Jehovas zu ändern! 

DT

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Meine Geschichte ist ziemlich umfangreich, habt also bitte Geduld mit mir. Meine Geschichte beginnt 1968, als ich drei Jahre alt war. das ist die Zeit, als ich begann, mich selbst zu kennen (das Gedächtnis setzte ein). Zu der Zeit erkannte ich, dass meine Mutter ein religiöser Mensch war. Schließlich gingen wir (ich und meine Brüder und meine Mutter) zu diesem "Ort" mit der Bibel und dem leuchtend rosa Buch. Wir gingen mehrmals die Woche. Und von damals habe ich eine Erinnerung, wie meine Mutter da sitzt und meine Brüder mit einem großen pfirsichfarbenen Buch und uns biblische Geschichten daraus beibrachte. Uns wurde ständig von Gott und seinem Sohn erzählt und von irgendeiner Gruppe, den 144.000, die angeblich die besten "Freunde" von Jesus waren. Wir wurden auch daran erinnert, dass die "besten Freunde" von Jesus die Aufsicht über die Zusammenkünfte hatten. Jesus setzte sie ein, so müssen wir ihnen zuhören, ihnen vertrauen und sie lieben, so wie wir es mit Jesus tun. Am meisten wurden wir daran erinnert, wir müssen immer zu den Zusammenkünften gehen. Täten wir es nicht, würden wir in Harmagedon vernichtet. Es wurde immer wiederholt, um nicht vernichtet zu werden, müssten wir den Leuten im Königreichssaal vertrauen, zuhören und sie lieben, besonders denen, die von der Bühne sprechen. Damit begann die Programmierung. Völliges Vertrauen zu MENSCHEN und einer ORGANISATION, nicht zu Jesus und Jehova. Was überdies wirklich widerlich an der Programmierung war: man hat uns gesagt, diese Leute täten nichts Verkehrtes. So wie wir nicht vernichtet werden wollten, so wollten sie nicht vernichtet werden. Leider glaubten wir das. Wir hörten immer auf unsere Mutter.

Oft haben meine Eltern (mein Vater ließ sich schließlich taufen) mich und meine Brüder zum Babysitten oder nur zum Besuch im Haus meiner Großmutter abgegeben. Und hier entfalten sich die Ereignisse. Meine Tante und mein Onkel (denen das Haus gehörte) lebten im Souterrain. Mein Onkel (mit der Schwester meines Vaters verheiratet) hatte immerein besonderes Interesse an mir und ausschließlich aus den übrigen Kindern (Geschwister, Kusinen usw.).  Er hatte aus dem einen oder anderen Grund immer seine Hände auf mir. Entweder ließ er mich auf seinem Schoß sitzen, warf mich in die Luft (da ich so ein winzigkleines Ding bin), rang mit mir, spielte Anhängen, immer irgendeine Art von Kontakt. Für mich war es nur "Spielen". Jedes Mal, wenn wir zur Oma hinübergingen, wurde mein Onkel kühner. Was einmal ein bisschen Spielen war, wurde zu etwas anderem. Er begann, mich die Treppe nach unten in seine Wohnung zu locken, sagte mir, dass meine Tante (seine Frau) ein paar Süßigkeiten für mich hätte (Zuckerbonbons, Kuchen in der Tasse). Wenn wir dorthin kamen, hat er den Fernseher angemacht, sagte ein paar Dinge zu meiner Tante und ließ mich dann auf seinem Schoß sitzen. Während ich das tat, hat er meine Hand genommen und auf seinen Penis gelegt. Er hat dann seine Hand auf meine gelegt und gedrückt, so dass ich seinen Penis drückte. Doch das allein genügte ihm nicht, er brauchte mehr. Er begann jede Gelegenheit, die sich bot, auszunutzen, besonders wenn meine Tante nach oben ging, um nach Oma zu sehen. Wenn meine Tante nach oben ging, hat er seinen Penis herausgezogen und ihn neben mein Gesicht gelegt und schließlich in meinen Mund gesteckt. Aber auch das reichte noch nicht, er zog mir die Hose herunter und rieb seinen Penis an meine Vagina und versuchte, ihn hineinzustecken. Vier Jahre lang war ich sein Opfer. Er sagte mir ständig, was wir täten, sei gut und nur ein Spiel. Spielen macht Spaß, sagte er mir immer. In diesen vier Jahren habe ich mich bei meiner Mutter hin und wieder beklagt, dass meine "gina" (Vagina) weh täte. Sie hat mich dann gefragt, warum sie weh täte. Ich sagte ihr, das käme vom Spielen. Sie hat mich untersucht und in eine Wanne mit heißem Wasser und Essig gesteckt. Ich glaube, meine Mutter hat es einfach nicht begriffen. Ich weiß es nicht. In den vier Jahren wurde mein Onkel immer kühner mit seinem Verhalten. Es kam so weit, dass er nicht mehr glaubte, er müsse mich mit nach unten nehmen. Er saß direkt in der Wohnung meiner Oma auf der Couch und ließ mich sehr pedantisch auf seinem Schoß sitzen. Niemand konnte sehen, dass er an mir herumfummelte und dass ich seinen Penis hielt. Hin und wieder reichte er nach unten und legte wieder seine Hand auf meine. Er hat vor den Leuten auch andere bizarre Dinge gemacht. Mein Onkel beging diese widerlichen Taten, während er Stadtaufseher war. Schließlich änderten sie die Vorkehrungen und machten ihm zum Vorsitz führenden Aufseher. 1972 zogen er und seine Frau fort! Der Missbrauch hörte auf. Aber die Narben blieben.

Nur der Herr weiß genau, wie lange er diese Dinge vor meinem Wissen schon tat.  Alles, was ich weiß, ist, dass mir seit 1998 mein Unbewusstes (Rückblenden) zusetzt. Das war, als ich heiratete. Ich versuchte sie zu ignorieren. Ich versuchte sogar, sie zu verdrängen. Es funktionierte nicht. Es sind einfach zu viele Narben. Es kam allerdings der Augenblick in den 80er Jahren, etwa 1980-81, dass ich mich einer Kusine anvertraute, die auch Zeugin Jehovas ist. Sie sagte nur, sie hätte sich bei ihm unbehaglich gefühlt und wisse, dass etwas nicht mit ihm stimmte.

Jedenfalls erreichten die Rückblenden 1995 einen Höhepunkt, als meine Mutter meinen Vater verließ (zum 10-ten Mal) und bei mir einzog. Gott sei Dank war es nur für sechs Monate. Aber in diesen sechs Monaten bereitete sie mir und meiner Familie die Hölle. Sie und ihr Mann gingen sich an den Hals zogen mich und meine Familie durch ihren Unsinn, und ich, der ich versuchte, mit meinem inneren Aufruhr fertig zu werden, begann Panikattacken zu kriegen. Ich dachte, ich würde sterben. Ich konnte nicht atmen, fühlte mich einer Ohnmacht nahe, konnte mich nicht bewegen (versteift), mein Herz fühlte sich an, als wolle es aus dem Körper springen, ich hatte keine Empfindungen in den Gliedern. Es war an diesem Punkt, dass ich ärztliche Behandlung suchte. Der Arzt diagnostizierte eine Depression bei mir und verschrieb mir Medikamente. Die Medikamente machten mich krank. Ich konnte sie nicht nehmen. Zu der Zeit habe ich auch meinem Mann gesagt, was passiert war. Er hatte zuvor keine Ahnung. Er ermutigte mich, meinen Eltern zu erzählen, was geschah, und mich auch dem Täter zu stellen. Dazu war ich einfach nicht bereit. Meine Familie ist ausgesprochen zerrissen. Sie haben ihre eigenen Probleme. Die so genannten Ältesten in meiner Versammlung wollten wissen, was mit mir los war. Aber ich fühlte mich damals eindeutig nicht in der Lage, meine tiefen, dunklen Geheimnisse Leuten anzuvertrauen, die ich wirklich nicht so gut kannte. Sie versuchten, Druck auf mich auszuüben, indem sie mir ihre Frauen ins Haus schickten, damit ich mich ihnen anvertraute. Schließlich erzählte ich ihnen alles. So wussten also damals zwei Älteste von meiner Situation. Sie boten nie irgendwelche Hilfe und Ermutigung an oder zeigten Mitgefühl. Es war wirklich, as würde ich vor die Wand reden. Schließlich machten sie mir gegenüber im Königreichssaal sogar sarkastische Bemerkungen. Und da begann ich wirklich zu erkennen, dass mit diesen Leuten (Zeugen Jehovas) etwas nicht stimmt. Langer Rede kurzer Sinn: es passierten meiner nächsten Familie noch weitere widerliche und unchristliche Dinge (durch diese Zeugen Jehovas). Schließlich wurden wir einer neu gebildeten Versammlung zu geteilt. Wir dachten, es würde uns helfen, wenn wir diese Zuteilung annähmen. Es hat nicht geholfen. Die Programmierung, die meine Mutter in mich eintrichterte, gelangte schließlich in die Köpfe meiner armen Kinder und meines Mannes. Diese Programmierung führte uns zu dem Schluss, es würde irgendwie helfen, in eine neue Versammlung zu gehen. Ihr kennt eine ihrer berühmten Redensarten: "Wir sind nicht für die Leute da, sondern für Jehova". Was für ein Müll!! Wir blieben etwa zwei Jahre lang weiter in dieser Versammlung. Und ignorierten ständig einige sehr schwerwiegende Probleme und Streitpunkte. Schließlich tut man ja genau das, wenn man programmiert ist. Nach der Erfahrung mit dem letzten widerlichen Ereignis in meiner unmittelbaren Familie (die Schwester des Vorsitz führenden Aufsehers schickte meinem Mann Liebesbriefe) entschied ich: Genug ist genug. Wir (mein Mann und ich) versuchten immer wieder, für diese Situation eine Lösung zu finden. Aber ohne Erfolg. So wie sie den Kindesmissbrauch ignorierten, den ich ertragen musste (ja die neue Ältestenschaft wusste auch von meinem Missbrauch), so ignorierten sie die Tatsache, dass die Schwester des Vorsitz führenden Aufsehers eine Hure war. Das Fazit ist, es scheint, als ob viele Zeugen Jehovas irgendwelche sexuellen Probleme haben. Diese "Brüder" sind sich meines erlittenen Missbrauchs wohl bewusst. Die "Ältesten" in der neuen Versammlung kennen die Einzelheiten in meinem Fall. Sie wurden daran erinnert, als das Programm mit dieser mutigen Schwester im Fernsehen gesendet wurde. Nach der Ausstrahlung gab es eine Dringlichkeitssitzung der Ältesten, in der sie informiert wurden, wie sie mit der Situation "umgehen" sollten. Ich weiß das, weil mein Mann damals immer noch Ältester war. Nach der Fernsehsendung und der Dringlichkeitssitzung beschloss er, sein Ältestenamt niederzulegen. Er ist mit einem Opfer verheiratet. Er weiß, dass etwas mit der Organisation nicht stimmt. Ich wusste es schon eine Weile, konnte es aber vor mir selbst nicht zugeben. Aber nachdem diese Schwester meine Familie missachtete und entehrte, war das ein Riesenstolperstein für uns. Ich bin schon seit über einem Jahr in keiner Zusammenkunft mehr gewesen. Ich habe auch nicht vor, jemals zurückzukehren. Ich glaube wirklich, dass DIESE Leute "Babylon die Große" sind, auf das SIE immer zeigen. SIE sind die "falsche Religion". Im Augenblick bin ich dabei, meine Familie zu deprogrammieren. Ich mache Fortschritt mit meinen Kindern. Mein Mann geht immer noch hin und wieder in die Zusammenkünfte einer anderen Versammlung (er verließ die, wo Isebel ist). Vielleicht dreimal im Monat. Predigtdienst gehört der Vergangenheit an. Das Buchstudium gehört der Vergangenheit an. Das ist ein großer Schritt. Ich bin dabei, einen anderen Ort der Anbetung zu finden, ich danke Gott nur, dass ich in der Lage war, mit meiner Situation einen gewissen Frieden zu schließen. Ich habe bemerkt, dass großer Friede über mich gekommen ist, als ich die Organisation verließ und begann, zu dem "wirklichen Jehova" zu beten. Nicht zu dem Jehova, wie sie ihn darstellen. Ich lernte, dass ein riesiger Unterschied zwischen Jehova und Jehovas Zeugen besteht. Ich hoffe und bete, dass die Millionen von Zeugen Jehovas, die immer noch in der Falle sitzen, irgendwie den Mut und die Kühnheit finden, aus dieser dämonischen Organisation herauszufinden. Und dass alle, die missbraucht wurden und noch werden, sich melden und die Hilfe erhalten, die sie brauchen und verdienen. Darüber zu reden ist eine der billigsten und effektivsten Therapien, die es gibt.

Danke fürs Zuhören. Und mach mit deiner guten Arbeit weiter!

BD

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Ich heiße Dxxx und bin ein Opfer!

Ich bin 48 Jahre alt und nie in der Lage gewesen, den Seelenfrieden zu finden, von dem die Bibel spricht, weil ich das schiere Entsetzen dieses Alptraums durchlebt habe. Mein Vater war 1959 der Versammlungsaufseher, als ich von ihm und meinem Großvater vergewaltigt wurde. Das ging viele Jahre so und betraf schließlich weitere Älteste und den Missbrauch vieler junger Brüder in unserer Versammlung. Ein Bruder, der nun sehr alt ist, aber hier einmal Ältester war, hat mir persönlich erzählt, dass einer der Ältesten alle seine drei Töchter missbraucht hat und nichts jemals wegen diesem Mann unternommen wurde. Ich zeigte diesen Bruder kürzlich an, er ist jetzt 76 Jahre alt, weil er seine Enkelin vergewaltigt hat, seit sie 5 Jahre alt war, und heute ist sie 11. Und wieder wurde nichts gegen ihn unternommen. Er ist bei zahllosen Gelegenheiten erwischt worden und zog in verschiedene Versammlungen um, und jetzt stellt er den Leuten in unserem Kreis immer noch nach.

Weil ich das Gesetz eingeschaltet habe, hat er jetzt einen Gemeinschaftsentzug, aber erst, nachdem das Jugendamt damit befasst wurde. Ein Bruder in unserem Gebiet wurde sogar im Bethel geschult, er kam zurück und diente als Vorsitz führender Aufseher in einer Nachbarversammlung, und er wurde bei einem 5 Jahre dauernden Einsatz des FBI beim Handel mit Kinderpornobildern und -filmen erwischt. Vor Jahren war er eine der jungen Eroberungen meines Vaters. Die Brüder in seiner Versammlung wollten ihn ausschließen, aber Brüder aus dem Bethel kamen aus dem Osten zurück und ließen alles verschwinden. Er wurde für etwa 2 Jahre aus der Schusslinie genommen, und jetzt dient er wieder als Vorsitz führender Aufseher in derselben Versammlung. Hier liegt gewaltig etwas im Argen!!

Der Grund, warum ich dies schreibe, ist, dass hier eine weitere Stimme ist, auf die ihr euch stützen könnt! Ich bin kürzlich als Dienstamtgehilfe zurückgetreten, denn ich kann meine Wut über den Verlust unserer Kinder nicht länger verschweigen. Sicher empfinde ich Angst und Beklommenheit, dass ich vielleicht Jehova missfalle, aber ich kann nicht mehr guten Gewissens still sein. Ich möchte mich gern anschließen und helfen, dass sich die Vorschriften in der Organisation ändern, die mit Kinderschändern zu tun haben.

DB

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... Ich bin froh, dass diese bescheuerte Politik entlarvt wird. Ich dachte daran, unsere Geschichte der Liste anzufügen, zusammen mit offizieller Korrespondenz der Gesellschaft, die ihre entsetzliche Haltung noch deutlicher zeigt, aber weder mein Name noch der meines Kindes darf öffentlich gezeigt werden, sonst verletze ich meine Kinder weiter. Es ist ein lang dauerndes Elend, besonders für meinen Sohn. Ich möchte, dass er seelisch heilt, und d as würde seine Wunden wieder aufreißen und ihn weiterer Peinlichkeit unterwerfen.

LM

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Ich war 31 Jahre lang in der "Organisation" und wurde von zwei verschiedenen Ältesten missbraucht (einer war mein Vater). Die Brüder weigerten sich, wegen der Sache etwas zu unternehmen, und mein Vater darf in der Versammlung immer noch "unbezeichnet" sein.

CD

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Ich lebe in Neuseeland und wünschte, in unserer Versammlung wären Älteste wie du, der für Jehovas Grundsätze aufsteht und sich nicht vor Personen und ihrem Leumund beugt. Ich wünschte, es gäbe hier einen Ältesten, der an die Opfer denkt und nicht an die Täter. Ich wünschte, es gäbe Älteste, die uns Liebe erwiesen und nicht sich selbst.

JM

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Als ich 17 war, wurde ich von einem Gesalbten vergewaltigt. Aus irgendeinem Grund sahen es die Ältesten für richtig an, mich öffentlich zurechtzuweisen. Er wurde privat zurechtgewiesen.

PM

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Meine Enkelin (vier Jahre alt) hat ihrem Vater berichtet, dass ihr Stiefvater (der ein Zeuge Jehovas ist) sie missbraucht hat. Es wurde von jemandem der Sozialbehörde gemeldet, aber unsere Familie wurde beschuldigt. Die Mutter (meine frühere Schwiegertochter) war erbost - sie sagte, sie würde das auf ihre Weise regeln.

MW

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Vor etwa 4 Jahren ging ich zu den Ältesten in meiner Versammlung in Florida. Ich hatte erfahren, dass mein Schwiegervater drei Jahre zuvor jemanden missbraucht hatte, und wartete nun geduldig "auf Jehova", dass er sich der Sache annähme. Während ich wartete, fand ich heraus, dass es noch ein weiteres Opfer gegeben hatte. Ein 8-jähriges Mädchen, das später ins Krankenhaus kam, weil es sich umbringen wollte. Der Gesellschaft war das bekannt, und doch wurde nicht mehr unternommen, als dass xxx vom Ältestenamt und dem des Versammlungsaufsehers "zurücktrat".

LF

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Eines Tages wurde ein Mitglied, ein "Bruder", wieder aufgenommen. Er hatte früher einen Gemeinschaftsentzug - aus einem Grund, über den niemand etwas sagen darf, denn das wird als Geschwätz angesehen. Dieser so genannte Bruder war der Sohn zweier Personen, mit denen meine Frau und ich studierten und die in die Organisation der Zeugen Jehovas kamen. Er schloss Freundschaft mit uns und bot immer wieder an, unserem Baby die Windeln zu wechseln, und ließ es im Königreichssaal und bei Kongressen bei sich auf dem Schoß sitzen. Einige Personen in er Versammlung wussten gut, dass er wegen Kinderschändung ausgeschlossen war, aber nie vor Gericht kam (aufgrund der falschen Anwendung von 1. Korinther, Kapitel 6) und sich weigerte, mich im Gehorsam gegenüber den Anweisungen der Ältesten zu informieren.

Erst nachdem ein anderer Zeuge aus einem anderen Königreichssaal am Ort mich über das Pädophilenproblem dieses Bruders informierte, und auch dass er bei den Kindern in seinem eigenen Königreichssaal herumlungerte, fand ich dies heraus. Ich ging dann zu den Ältesten, die sich groß entschuldigten und mir sagten, sie hätten "Angst gehabt, dass ich die Wahrheit verlassen würde, wenn ich es wüsste". Man stelle sich das vor: Sie waren bereit, mein unschuldiges Kind der Gefahr durch einen Kinderschänder auszusetzen, nur um mich als Zeugen Jehovas zu behalten. Nicht nur das, sondern der jüngere Bruder des Kinderschänders vertraute sich mir an und informierte mich, der Grund für den Ausschluss seines älteren Bruders sei gewesen, dass er einen 6-jährigen Jungen in seiner Obhut hatte und ihn jeden Tag missbrauchte. Er und ein weiterer Ältester hatten wiederholt mehr als ein Kind in ihrer Versammlung missbraucht. Obwohl der Fall so extrem war, wurde der andere Mann nach weniger als zwei Jahren wieder zum Ältesten ernannt.

KS

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Ich dachte, ich sollte euch eine Information über ein Individuum senden, das meine Kusine missbrauchte, gestrichen wurde (aber nie ausgeschlossen) und ein paar Jahre später von der Wachtturm-Gesellschaft zum Pionier ernannt wurde.

KC

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Vor Jahren wurde meine Frau eine Zeitlang von ihrem Vater missbraucht, und als die örtlichen Ältesten es herausfanden, waren alle wirklich daran interessiert, "den Ruf der Versammlung zu schützen". Das einzige, was sie taten, war, meinem Schwiegervater das zu halten, was er selbst als "geistiges Aufmunterungsgespräch" bezeichnete. Der Punkt war, dass sie nicht einmal mit der Kneifzange das wirkliche Thema ansprechen wollten und so nur versuchten, ihn dazu zu bringen, seine Versammlungsbesuche und die Zeit im Dienst von Tür zu Tür zu verbessern, denn das würde ihn zu einem geistiger gesinnten Mann machen, der solche "Dinge nicht tut". In den letzten Jahren versuchten meine Frau und ich, durch die richtigen Kanäle der Organisation sicherzustellen, dass er nie wieder in Situationen gebracht würde, wo er andere Kinder in seiner Versammlung missbrauchen konnte, aber wir fanden, dass man uns mit Hinhaltetaktik begegnete.

JP

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Meine 4-jährige Tochter wird von einem Versammlungsmitglied missbraucht. Ich kontaktierte wegen dieser Situation meinen Vater (einen Ältesten), weil die Tochter des Mannes zur Versammlung gehört und sie GROSSE Probleme hat (was mich glauben macht, dass ihr Vater sie nicht unberührt ließ). Ich warnte meinen Vater, und seine Reaktion darauf, ihre Mutter zu warnen, war: "Er ist kein aktives Mitglied mehr und daher nichts, wo ich handeln werde." Ich konnte meinen Ohren nicht trauen! Meine Mutter kontaktierte später meine Tochter und sagte: "Du musst ihm vergeben, weil Jehova es getan hat, und Jehova liebt ihn immer noch."

SK

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Der Dienstamtgehilfe wurde jetzt vor Gericht für schuldig befunden, eine "Ungläubige" belästigt zu haben, und als ich vor Gericht gehen wollte, um dem Fall des Mädchens Gewicht zu verleihen, sagte meine Mutter mir, bei dem Fall gehe es nur um Leute, die nur studiert hatten und jetzt Schande auf Jehovas Namen bringen wollten. Als ich sie bat, um meinetwillen zum Gericht zu kommen, weigerte sie sich - sie wollte nicht einmal gehen und dem Gericht erzählen, was sie über die Ereignisse vor 20 Jahren wusste, und dass sie all die Jahre geschwiegen hatte! Ja, ich habe es meinen Eltern erzählt, und sie taten nichts. Sie dachten, sie würden mich schützen! (Übrigens, auch der Schänder wurde nicht ausgeschlossen! - auch wo er vom Gericht überführt wurde. Ich denke nur, was er in den ganzen 20 Jahren alles mit anderen Mädchen in der Versammlung angestellt hat!)

WR

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Als ich begann, mich mit meiner Depression zu befassen, begann ich, mich an sexuellen Missbrauch (rituell/satanisch) ab dem Alter von vier Jahren zu erinnern. Ich wurde von einem der Gesalbten missbraucht, von Ältesten, Dienstamtgehilfen und meinem Stiefvater. Ich ging fünf Jahre lang zur Therapie.

KB

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Während der ganzen Sache erhielten weder meine Schwester noch ich Rat oder wurden auch nur freundlich von der Ältestenschaft behandelt. Tatsächlich wurden mir Schuldgefühle gemacht, weil ich ihnen die Sache angetragen hatte, und meine Schwester wurde wie eine Verräterin behandelt. Erst kürzlich habe ich verstanden, wie der Vorfall meine Schwester und mich all die Jahre betroffen hat. Damals war ich suizidgefährdet und sprang aus einem fahrenden Auto. Ich habe jahrelang an Depressionen gelitten, und das mag zum großen Teil der Grund sein, warum mir erst kürzlich aufging, dass man uns durch einen Mangel an Interesse und Freundlichkeit seitens der Ältesten allein gelassen hat. Anstatt dafür gelobt zu werden, dass wir uns mit der Wahrheit meldeten, wurden wir wie der Feind behandelt.

AH

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Als ich 14 war, begann er, mich zu missbrauchen, und ich hatte zuviel Angst, um Nein zu sagen. Meine Mutter fand es schließlich heraus und schaffte es irgendwie, ihn hinauszuwerfen. Es gab eine Komiteesitzung mit drei Ältesten (immer drei), bei der ich nicht anwesend war. Die Ältesten überredeten meine Mutter, meinem Stiefvater zu vergeben und ihn wieder zurückkommen zu lassen. Ihr könnt euch mein Entsetzen vorstellen. Etwa einen oder zwei Monate danach betrog mein Stiefvater meine Mutter, und da hatte sie endlich einen "schriftgemäßen" Grund für eine Scheidung. Nicht lange danach zog er nach Washington und heiratete eine Zeugin Jehovas mit fünf Töchtern, und etwa ein Jahr später wurde er in den Stand eines Ältesten befördert!

Als ich bei ein paar dieser Komiteesitzungen mit Ältesten war, brachte ich das Thema mit meinem Stiefvater auf und fragte, warum er nie bestraft wurde und warum er Ältester werden durfte, und ihre Antwort war jedes Mal dieselbe: "Jehova Gott wird sich mit solchen Leuten zu seiner Zeit befassen."

JA

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Während dieser Zeit wurde der Dienstamtgehilfe, der mich missbraucht hatte, als ich jung war, verhaftet, weil er ein anderes junges Mädchen missbraucht hatte, das keine Zeugin Jehovas war. Es hat einen ziemlichen Skandal verursacht, weil dieser Bruder mit den Jahren äußerst wohlhabend geworden und ein sehr prominenter Geschäftsmann in der Stadt war. Meine Mutter schrieb an die Ältestenschaft und sagte ihnen, dass ich 20 Jahre zuvor von demselben Mann missbraucht worden war und dass ihr und mein Vater es als Familiengeheimnis behalten hatten. Doch dieser Bruder wurde immer noch nicht ausgeschlossen, weil er den Ältesten sagte, der Grund, warum diese Leute etwas gegen ihn sagten, sei, dass sie versuchten, ihn um Geld zu erpressen, und er bestritt alle Anklagepunkte!

Jedenfalls machte der Gerichtsprozess Fortschritte, und ich rief an und gab vor der Polizei eine eidesstattliche Erklärung ab, was mir früher zugestoßen war - nur um der Verurteilung dieses Mannes Gewicht zu verleihen. Ich wollte auch zugunsten der Mädchen vor Gericht erscheinen und wollte, dass meine Mutter mich begleitete, weil sie wusste, dass ich die Wahrheit sagte. Meine Mutter weigerte sich. Sie sagte, der Grund, warum alles zu einem großen Streitfall gemacht worden sei, liege darin, dass "Weltmenschen" versuchten, "Schande" über Jehovas Organisation zu bringen.

Di meisten Zeugen in dieser Gegend glauben, das stimme. Mutter sagte auch, ich solle die Sache den Ältesten überlassen. Jedenfalls wurde dieser Mann vor Gericht des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden, aber er hat Berufung eingelegt. Er hat eine Menge Geld, um seinen Fall jahrelang vor Geicht zu verschleppen. Interessant ist, dass er keinen Gemeinschaftsentzug erhalten hat.

SL

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Bei einem Fall ging es um eine kleine Japanerin, die als Kind jahrelang von einem Ältesten vergewaltigt wurde. Dieser Älteste ist nun Kreisaufseher. Ehe sie vergewaltigt wurde, kamen der Älteste und ein Dienstamtgehilfe immer in ihr Haus und hatten Sex mit der Mutter, während sie sie zwangen zuzusehen (Sie war damals 12 Jahre alt. Ihre Mutter war geschieden worden). Das Mädchen ist heute 23 und ein seelisches Wrack.

JD

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Ich weiß von sieben Opfern in den zwei Versammlungen, in denen ich war. Vier davon waren Inzestfälle (die Väter waren entweder Älteste oder Diener). In allen Fällen wurde kein Schänder von einem Rechtskomitee schuldig gesprochen. Selbst in einem Fall, wo der Täter von einem Gericht verurteilt wurde, blieb dieser "in gutem Ansehen". Alle Fälle wurden streng vertraulich gehalten, und die meisten Schänder zogen in neue Versammlungen oder heirateten andere Frauen.

ED

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Des weiteren können wir berichten, dass die Ältesten in Richmond sich nicht mit uns besprachen und keine der Eltern oder ihre Kinder in der Versammlung informierten, ob die Kinder in ihrem [Königreichs]saal auch missbraucht wurden, wie auch das Kind, das kein Zeuge Jehovas war und wo Gardner zugab, es missbraucht zu haben.

PS

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Ich habe nie den Glauben an Gott verloren, nur an Menschen ... Die Person, die mich missbrauchte, und der Ehemann, der mich misshandelte, sind in solch gutem geistigen Ansehen, dass sie mit mir als einer Abtrünnigen nichts mehr zu tun haben wollen.

CM

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Pädophilie und sexueller Missbrauch müssen zur Zufriedenheit der unschuldigen Opfer angesprochen werden.

AM

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Vor dem Komiteefall hatte ich das absolute Vertrauen, dass die Wahrheit herauskäme, dass der Täter (ihr Onkel, ein Dienstamtgehilfe) seine Schuld zugeben würde und dass alles gelöst würde. Was tatsächlich passierte, war das genaue Gegenteil. Er stritt alles ab, sagte meiner Tochter, sie hätte alles falsch interpretiert, und weil sie sich nicht gemeldet hatte, als die Sache anfing, war sie es, die Schuld hatte. Weil der Täter in der Komiteeverhandlung weinte und sagte, seine Gebete seien nicht behindert, wurde dies als Beweis der Unschuld angesehen. Als Familie sagte man uns, wir dürften den Fall mit niemandem besprechen.

Als ich gegenüber meinen Eltern meine Sorge über die Tatsache ausdrückte, dass dieser Mann immer noch Zugang zu Kindern habe und mir bewusst war, dass ein anderes Kind unter Problemen litt (Bettnässen und Zurückhalten des Kotes), wurden wir gebeten,. mit dem Vater dieses Kindes zusammenzukommen. Er war Ältester in der Versammlung des Täters. Wir äußerten ihm gegenüber unsere Sorgen. Das nächste, was passierte: Er rief uns an und bat uns, mit ihm und zwei anderen Ältesten (eine Komiteesitzung) zusammenzukommen, um uns wegen der Anklage der Verleumdung zu verantworten. Wir gingen nicht hin, und es wurde alles stillschweigend fallen gelassen. Wir hatten solche Angst vor einem Gemeinschaftsentzug, dass wir still blieben.

LC

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Der Stiefsohn meiner Schwester wurde von einem Babysitter (einem Zeugen Jehovas) missbraucht. Als erstes ging sie zu den Ältesten, die ihr davon abrieten, zur Polizei zu gehen oder es auch nur ihren Familien zu erzählen.

SP

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Ich wurde von meinem Vater, einem "Diener", missbraucht, als ich Teenager war. Ich habe es niemandem erzählt, weil ich so viel Angst vor den Dienern in der Versammlung hatte. Ich weiß ganz tief in mir, wenn ich zu einem von ihnen gegangen wäre, hätten sie meinem Vater geglaubt und nicht mir. Später fand ich heraus, dass er auch meine Schwester, meine Nichte und eine meiner Töchter missbraucht hatte. In meiner Zeit war das nichts, das auch nur erwähnt wurde, geschweige denn dessen jemand angeklagt wurde. Wir waren "schweigende Lämmer".

VM

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Die Vorfälle liegen zwar schon 40 Jahre zurück, die Nachwirkungen sind aber noch bei mir da.

MP

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Als ich im Bethel diente, war da der Fall von zwei Betheliten, die mit Teenagerjungen ihrer Versammlung herumalberten. Sie wurden aus dem Bethel geworfen, und ich weiß nicht, was ihre Versammlung unternahm. Ich sah sie beide ein paar Jahre später bei einem Kongress in Louisville, daher wusste ich, dass sie immer noch in der Organisation waren.

WS

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Ich fragte sie, was sie meinte, und sie antwortete, dass es nicht das erste Mal gewesen sei, dass ihre Tochter zum Opfer gemacht worden sei und die Person, die sie zuvor missbrauchte, in unserer Versammlung ist. Ich fragte, ob es passierte, bevor die Person Mitglied unserer Versammlung wurde. Sie sagte Nein, die Person gehörte sehr wohl zur Versammlung und die Ältesten hätten nichts unternommen, als sie den Missbrauch meldete. Ich fragte sie, wer es war, und sie sagte, sie könne es nicht erzählen, denn das sei Verleumdung. (!!!!)

Ich erwähnte dies gegenüber einer anderen Mutter, die berichtete, dass ihr 3-jähriges Kind von einem Pionier aus einer Nachbarversammlung verletzt wurde und daher sei sie in unsere Versammlung gekommen. (!!!) In der nächsten Versammlung, der ich angehörte, entdeckte ich, dass eine der Frauen der Ältesten von ihrem Vater und ihrem Großvater missbraucht wurde, die beide Älteste waren und es BIS HEUTE NOCH sind. Sie sagte mir auch, dass ihre Tochter von einem Mitglied der Versammlung missbraucht worden war! Gegen KEINEN dieser Leute wurden JEMALS Strafmaßnahmen getroffen. Den Opfern wurde gesagt, sie sollten still sein, sonst würden sie selbst bestraft. Das hat mich angewidert.

HG

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Ich redete mit meinem Sohn über die ganze Sache, und er möchte, dass ich seine Geschichte veröffentliche. Innerlich ist er noch über alles wütend, und obwohl er nur drei Jahre alt war, erinnert er sich noch an alles.

CC

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Ich weiß aus meinem eigenen Fall, dass ich zum Bethel ging, um herauszufinden, was mit meinem Schänder geschah. Sie sagten mir, das ginge mich nichts an. Tatsächlich sagte der Kreisaufseher mir, wenn ich wüsste, was mit ihm passierte, wäre ich aus der Organisation raus. Der Mann im Bethel sagte mir, ich dürfe nicht einmal mit Psychotherapeuten reden, denn das würde Jehovas Namen beschädigen. Nur mit Ältesten, die nicht einmal mit dem Thema umgehen konnten.

TW

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Ich habe eine Tochter, die ständig einem Schänder ausgesetzt war, aber nie missbraucht wurde. Kein Angehöriger sagte es uns, und auch kein Ältester. Nun ist diese Person wieder verheiratet, lebt mit einer jungen Stieftochter zusammen und ist in der Versammlung in gutem Ansehen. Er geht zu Buchstudien und in den Predigtdienst. Da er kürzlich umgezogen ist, kennen die einfachen Versammlungsmitglieder seine Vorgeschichte nicht, selbst nicht wie oft ihm die Gemeinschaft entzogen wurde. Ich hoffe, er ist nicht in eurer Versammlung.

WO

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Ich habe den Eintrag deines Briefes auf H20 bezüglich der Wachtturm-Vorschriften gelesen, die es pädophilen Zeugen ermöglichen, in den Versammlungen weiterzumachen. Ich habe auch gesehen , wie diese Organisationsvorschriften Perversen erlauben, insgeheim weiterzumachen, während sie das Wohlwollen der Arglosen genießen.

BR

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Ich bin eines der Opfer eines Ältesten, der gestanden hat, meine Schwester und Nichten missbraucht zu haben, der mich körperlich misshandelt hat und immer noch Ältester ist. Alle seine Taten wurden vertuscht.

PT

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Vor vier Jahren meldete sich mein Sohn damit, fast sieben Jahre nachdem ihn eine Schwester im Königreichssaal belästigt hat. Sie war sehr regelmäßig unsere Babysitterin und wohnt direkt im Block um die Ecke von uns. Natürlich hat sie es bestritten. Und weil es keine "zwei" Zeugen gab, konnten sie nichts unternehmen. Sagten uns, wir sollten nicht darüber sprechen, das wäre Verleumdung, und wir glaubten, das sei richtig.

DM

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Ihr Mann versuchte vor einer Woche, sie und ihre 17-jährige Tochter zu töten. Ihr werdet herausfinden, dass er seine Stieftochter zehn Jahre lang missbraucht hat. Er ist Ältester in seiner Kirche.

YA

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Ihr BESTER FREUND ist ins Gefängnis gesteckt worden, weil er 1989 seine Stieftochter missbraucht hat. Meine Leute stehen ihm bei ... kauften sein Auto, damit er Geld hat ...

NG

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Meine Familie ist untätig, nicht ausgeschlossen. Doch der Schänder, der unserer Familie nachgestellt hatte, ist aktiv und in gutem Ansehen, jetzt im Gebiet von xxxxxx. Er hat viele Kinder missbraucht.

WO

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Meine kleine Tochter hat dasselbe Schicksal erlitten.

GD

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Ich bin selbst Opfer und auch meine Tochter, die im Alter von vier Jahren von einem 13-jährigen Jungen missbraucht wurde.

MG

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Ein früherer Ältester aus xxxxx County, sitzt unter der Anklage von Inzest im Gefängnis von xxxx County. Er heißt xxxx. Er hat immer wieder seine Stieftochter missbraucht, seit sie sieben Jahre war. Er nahm sie von der Schule, als sie in der 2. Klasse war. Sie ist keine Zeugin mehr.

GY

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Ich habe eine Freundin, die aufgrund eines sexuellen Missbrauchs schrecklich leidet. Ihr Schänder besucht immer noch die Zusammenkünfte, geht von Haus u Haus, und seine kleinen Enkelkinder sitzen bei den Zusammenkünften neben ihm.

AC

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Meine Enkelin (vier Jahre alt) hat ihrem Vater berichtet, dass ihr Stiefvater (der ein Zeuge Jehovas ist) sie missbraucht hat.

MW

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Als ich 15 war, wurde ich von einem Ältesten, dem Vorsitz führenden Aufseher ungefähr neun Monate lang missbraucht. Die Ältesten erzählten mir, ich sollte es nicht der Polizei oder jemand anderem sagen, sonst würde ich sofort ausgeschlossen.

SL

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Ich habe VIELE junge Mädchen gekannt, die in irgendeiner Weise missbraucht wurden, während sie als Zeuginnen Jehovas aufwuchsen. Ich kann wahrscheinlich fünf aus dem Kopf aufsagen. Ich habe viele junge Frauen gekannt, war mit ihnen eng befreundet und habe mit ihnen "studiert", die in Haushalten lebten, wo die Väter sie missbraucht hatte.

LA

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Ich kam mit sieben Jahren vor ein Komitee, zusammen mit meiner Schwester und einer weiteren Kusine, die jünger war als ich und von demselben Jungen missbraucht wurde. Es gab wiederholte Verhandlungen ... ein paar Mal waren es nur ich und ein paar Älteste, und sie fragten nach jeder vorstellbaren Einzelheit. Die Sitzung fand im HAUS DES SCHÄNDERS STATT, genau in dem Raum, wo der Missbrauch begann, und ich saß dem "Erwachsenen" gegenüber, der mir gesagt hatte, wenn ich es je erzählte, würde ich umgebracht. Die Ältesten taten nicht mehr, als den Jungen zurechtzuweisen. Mir wurde gesagt, ich sei törichterweise dem Vorbild meines Vaters gefolgt (kürzlich ausgeschlossen, er saß da mit dem Kopf in seinen Händen), und ich hätte [den Schänder] verführt. Sie sagten ich sei so schlau, wer könne ihm die Schuld geben, dass er mich mochte? Mir wurde gesagt, ich müsse schwer arbeiten, um Jehovas Liebe zurück zu gewinnen.

BG

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xxxx wuchs 16 Jahre lang als Zeugin Jehovas auf, wurde von ihrem Stiefgroßvater missbraucht und mit 16 ausgeschlossen. Er war Zeuge Jehovas, die Ältesten taten nichts. Sie sagt, viele weitere in anderen Versammlungen wurden missbraucht, darunter die Geschwister von xxxxx.

JC

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Als ich als Ältester diente, hatte ich mit vielen Sitzungen zu tun, wo es um einen hoch geachteten Ältesten in unserem Königreichssaal ging, der mehrere junge Mädchen, darunter die eigene Tochter, missbrauchte. Gegen den Einwand des Kreisaufsehers wurde die Sache bei den Behörden angezeigt. Aufgrund meiner Kenntnis der Situation erhielt ich eine Vorladung zum Gericht. Da dies ein juristisches Dokument ist, war ich gesetzlich gezwungen zu erscheinen. Natürlich war ich mehr als willens, zu sehen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan werde, also erschien ich und erzählte, was ich über den Fall wusste.

Zur Zeit dieser Aussage war ich soeben als Ältester zurückgetreten. Ein paar Tage später wurde ich von den anderen Ältesten ins "Hinterzimmer" gerufen. Jetzt war ich sozusagen auf der anderen Seite. Die Ältesten wollten wissen, warum ich ausgesagt hatte, da Brooklyn mit ihnen Kontakt aufgenommen und sie informiert habe, sie wollten zuerst mit mir sprechen, um Anweisungen zu erteilen, was zu tun sei. Ich informierte die Ältesten, eine Vorladung sei keine Sache der persönlichen Entscheidung. Sie rufen, man geht, Ende. An diesem Punkt wurde mir klar, dass die leitende Körperschaft sich über dem Gesetz stehend sah.

RM

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... vor etwa drei Jahren wurde ein "Bruder" in der Versammlung XXXX XXXXX XXXX in der Zeitung entlarvt, weil er eine junge Schwester, ich denke so 10 oder 13 Jahre alt, sexuell angegriffen hatte, die zu ihm ins Haus zum Studium ging ... das Verkommene ist ... ich sah diesen #$@% als Freund an ... habe ihn sogar mit meiner Familie besucht, auch mit meiner 7-jährigen Tochter.

... Er heißt XXXXXXXX. Er ist behindert und lebte in XXXX, XXXXXXXX ... er ist gefährlich! Ich weiß nicht, ob er ausgeschlossen wurde, zurücktrat oder einfach ging, aber wir wollen hoffen, dass er verfault.

Ich möchte noch etwas sagen ... Ich kenne die betreffenden Umstände nicht ... aber ICH HOFFE, IHR MACHT EINEN UNTERSCHIED ... EGAL WIE KLEIN ...

MK