Missbrauchte Lämmer                                                        Seite 5

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Gedichte und Gedanken

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In meinen zwanzig Jahren Privatpraxis als diplomierte Therapeutin in der Bay Area arbeitete ich mit vielen Frauen, besonders Lesbierinnen, die als Kinder von Ältesten missbraucht wurden, manchmal von den eigenen Familienmitgliedern. In fast jedem Fall war das Opfer, heute erwachsen, nicht bereit zu einer Strafverfolgung, weil es befürchtete, von der eigene Familie entfremdet zu werden. Obwohl die meisten Fortschritte machten, war ihre Gesundung aufgrund des mächtigen Griffs, den die Zeugen Jehovas immer noch in ihrem Leben ausübten, nie wirklich abgeschlossen. In manchen Fällen wussten die Mutter des Kindes und gewisse andere Älteste von dem Missbrauch, aber es wurde nichts Bedeutsames unternommen, um das Kind zu schützen oder den Täter zu bestrafen. Was an dieser Gruppe Frauen im Vergleich zu anderen, die als Kinder missbraucht wurden, anders scheint, ist die Intensität der Macht und die Furcht der Bruderschaft in ihrem Leben noch Jahre, nachdem sie die Religion nicht mehr ausüben.

BC

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Meine Mutter ist viele Jahre lang eine Zeugin Jehovas gewesen. Ich wuchs als eine Zeugin Jehovas heran. Als ich 15 war, wurde ich auf die Schule der Zeugen Jehovas in Arizona geschickt. Der Name der Schule ist New World Education Center. Ich war sehr schüchtern und hatte keine Freunde. Der Direktor der Schule (einmal ein Ältester) war mit der Lehrerin der vierten Klasse verheiratet. Dieses Paar entschied, ich brauchte mehr Zuwendung, und sie wurden meine Freunde. Sie kauften mir Geschenke, nahmen mich zum Essen, ins Kino, zum Minigolf mit usw. Ich fühlte mich, als hätte ich einen Freund. Meine Mutter dachte, es sei großartig für mich, bei ihnen zu sein, weil mein Vater starb, als ich drei war. Sie dachte, dieses Paar wäre ein gutes Vorbild für mich. Der sexuelle Missbrauch begann, als ich 15 war, und dauerte, bis ich 20 war. Das hört sich wahrscheinlich merkwürdig an, weil ich alt genug hätte sein sollen, um es besser zu wissen, aber damals war mein Sinn betört von den Spielen dieses Paares. Sie spielten Gedankenspiele mit mir, und ich war ständig verwirrt und wütend.

Als ich 20 war, erzählte ich meiner Mutter schließlich, was los war. Sie berichtete es den Ältesten in unserer Versammlung. Diese meldeten es der Versammlung des Paares. Ich ging durch eine Zusammenkunft mit allen Ältesten und erklärte die Situation. Ich weinte und war sehr empört. Es war entsetzlich für mich. Die Ältesten sagten nichts, um mich zu trösten. Mir wurde gesagt, ich sollte es nicht der Polizei melden, weil das Schande über Jehovas Organisation bringen könnte. Meine Mutter sagte mir das. Das Paar gab u, wessen es beschuldigt wurde. Sie gaben alles zu. Sie wurden privat zurechtgewiesen. Das war's. Sie waren frei, es mit einem anderen Kind zu tun. Ich fühlte mich sehr im Stich gelassen. Dann hätte ich es gar nicht erst zu melden brauchen. Nach dieser Sache ging ich nicht mehr zu den Zusammenkünften. Ich bin seither nicht mehr in der Lage gewesen, der Organisation zu vertrauen.

Meine Mutter sagt mir, ich solle ihnen vergeben, und nicht jeder in der Organisation sei so. Ich habe mich so lange allein gefühlt. Dann fand ich diese Webseite und erkannte, dass ich nicht die Einzige bin. Ich war sehr schockiert. Ich denke, es sollte etwas getan werden. Aber was??

JA

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Wir leben in Ocala, Florida. Meine Zwillingssöhne wurden von einem Bruder in gutem Ansehen missbraucht. Er war Dienstamtgehilfe gewesen, aber zurückgetreten. Die Ältesten waren daran interessiert, mit den Jungen zu sprechen, als es ihnen erstmals gemeldet wurde. Sie boten uns ihre Unterstützung an. Nur ein Ältester ist auf Besuch zurückgekommen, um zu sehen, wie es uns geht, und as war vor etwa zwei Jahren. Sie sagten, das sei ein solcher Schock für sie, da sie nie zuvor mit solch einer Sache umgehen mussten, sie wüssten einfach nicht, was sie tun sollten. Es sei eine schreckliche Sache. Und das war's auch schon.

Der Mann ist nicht ausgeschlossen worden, es ist auch keine Bekanntmachung erfolgt, weil er sich weigert, mit den Ältesten zu sprechen. Über die Jahre hatte er mit vielen kleinen Jungen studiert und hatte, wenn er wollte, immer noch Zugang zu ihnen. Viele der Erwachsenen und Älteren in der Versammlung haben den Missbrauch an den Jungen bezweifelt. Die Jungen zogen in einen anderen Bundesstaat, um dort bei ihrem älteren Bruder und seiner Frau zu leben. Ihr eigener Vater (wir sind geschieden), ein Dienstamtgehilfe, versuchte die Jungen zu überreden, dem Staatsanwalt zu sagen, es sei alles ein Missverständnis gewesen, es sei nicht wirklich geschehen, sie seien verwirrt gewesen! Er sagte ihnen, sie müssten Jehovas guten Ruf schützen, da es wegen der Zeugen schon genug Publicity gebe. Was war verachtenswert. Und sollte Jehova nicht in der Lage sein, selbst seinen guten Namen zu schützen? Die Jungen haben sich entschlossen, keine Beziehung mehr zum Vater zu haben, sie sind jetzt 18 Jahre alt.

Einer der Zwillinge wurde auch von einem anderen Jungen aus dem Königreichssaal vergewaltigt, er war zwei Jahre Älter als mein Sohn und hatte etwa den dreifachen Umfang. Dies wurde auch gemeldet. Der Junge stritt es ab. Er besucht immer noch die Zusammenkünfte und ist in gutem Ansehen. Seine Schwester hat zugegeben, dass er von seinem älteren Stiefbruder missbraucht wurde, als er etwa acht bis zehn Jahre alt war. Dies ist dieselbe Geschichte, die mein Sohn der Polizei erzählte, wie er sie von dem Jungen hörte. Die Familie stand hinter ihrem Sohn und bestritt, dass er das meinem Sohn angetan hätte, während sie doch wusste, dass er jahrelang von seinem älteren Stiefbruder, der jetzt wegen Drogenhandels im Gefängnis sitzt, missbraucht wurde.

Das ging auch zu den Ältesten, die nichts unternahmen, da der Junge leugnete, das getan zu haben. Später fand ich heraus, dass es dieselben Ältesten waren, die auch vom Missbrauch des Jungen durch seinen Stiefbruder wussten. Hätten sie das korrekt behandelt, wäre mein Kind nie vergewaltigt worden.

Ich erzähle unsere Geschichte in der Hoffnung, dass sie euch helfen wird, euch mehr dieses riesigen Problems bewusst zu sein und eure Kinder wann immer möglich nie aus dem Auge zu lassen, der einzige Ort, wo sie wirklich sicher sind, ist bei euch. Das hat mir die Anwältin des Opfers gesagt. Sie hat so viel Missbrauch durch o viele gesehen, dass das jetzt ihre Meinung ist, und ich neige dazu, ihr zuzustimmen.

CL

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Ich verfolge deine Geschichte schon eine Zeitlang. Als früherer Zeuge habe ich für alles, was du durchgemacht hast, Wertschätzung. Dein Mut wird sicher anderen helfen, mit Kindesmissbrauch umzugehen.

Ich wurde in der "Wahrheit" erzogen, seit ich neun war (1955). Ich war ein Wunderkind, das beim Kreiskongress aus der Bibel vorlas, als es zehn war, während der Sommerpausen war ich Ferienpionier, die erste Einstundenrede mit 16, Vollzeitpionier nach dem Schulabgang, Dienstamtgehilfe und der ganze Rest.

Ich bin sehr eigensinnig, aber ich glaubte der Lehre der Zeugen völlig. Ich heiratete mit 19 und hatte 4 Kinder mit meiner Frau, die auch als Zeugin aufwuchs. Mein Bruder, sieben Jahre jünger, heiratete ein 15-jähriges Mädchen und fand dann heraus, dass ihr Stiefvater, ein Ältester in der Versammlung L. G., Kalifornien, mit ihr von 7-13 Jahren Verkehr hatte. ER hatte in dieser Zeit auch Verkehr mit ihrem Bruder.

Er lebt jetzt in Oregon. Obwohl damals viele Teenager von seiner Tragödie wussten, wurde er nie als Ältester abgesetzt. Inzwischen wurden mein Bruder, seine Frau und ihr Bruder irgendwann ausgeschlossen. Meine Frau hatte einen Nervenzusammenbruch und beging einen Suizidversuch. Später, nachdem ich die Religion verließ, ließen wir uns scheiden.

Meine Mutter, die in Oregon lebt, rief mich letzte Jahr an, um mir zu sagen, dass der Schänder endlich doch als Ältester abgesetzt worden war. Mehr als 30 Jahre, nachdem er seine Tochter vergewaltigte! Meine Mutter, eine fromme Zeugin, bemerkte, wie wunderbar es doch sei, dass Jehova zu seiner Zeit für Gerechtigkeit sorgen konnte! Bizarr, dass jemand einer solchen Täuschung glauben konnte.

NS

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Unsere Familie hatte glücklicherweise nicht durch einen Kinderschänder zu leiden, dennoch wurden wir in den Sumpf hineingezogen, weil wir einem kleinen Kind, dass missbraucht wurde, halfen.

Im Gegensatz zu den Bemerkungen von JR Brown über die meist erbärmlich gehandhabten Fälle aus den 1980er Jahren ereignete sich die unten berichtete Rückkehr des Pädophilen in die Versammlung vor weniger als einem Jahr.

In unserer Großstadtversammlung missbrauchte ein Teenagerjunge ein Vorschulkind; beide Kinder waren Zeugen Jehovas. Das Kind ging direkt nach dem Vorfall zu den Eltern und wurde zum Test auf Vergewaltigung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei wurde eingeschaltet. Als der Vorsitz führende Aufseher angerufen wurde, sagte er den Eltern, er wünschte, sie hätten nicht die Polizei gerufen. Dies geschah in einem Bundesstaat, wo eine Anzeige durch Geistliche Pflicht ist, es war also kein guter Rat.

Der Junge wurde verhaftet, er gestand, und er wurde zu einem Jahr Jugendgefängnis verurteilt. Seine Eltern zogen in einen anderen Königreichssaal.

Als der Junge aus dem Gewahrsam entlassen wurde, änderte sich die Situation. die Eltern des Jungen wollten in den ursprünglichen Königreichssaal zurückkehren, den das kleine Opfer und seine Familie besuchte. Obwohl vier verschiedene Versammlungen das Gebäude benutzten, hießen die Ältesten ihre Forderung, bei dem Opfer zu sein, gut.

Die Familie des Opfers war schockiert, den Jungen im selben Saal zu sehen, und gingen wegen der Situation auf die Ältesten zu; man sagte der Familie des Opfers, sie könnten ja selbst den Saal wechseln.

Die Mutter des Opfers argumentierte, man dürfe ihrem Kind keine Scham- oder Schuldgefühle machen, es dürfe auch nicht gezwungen werden, Freunde im Saal zu verlassen. Das hat die Ältesten nicht beeinflusst, das unschuldige Kind zu schützen.

Ich habe JR Browns dahingehende Bemerkungen gelesen, dass Eltern, die Übergriffe der Polizei melden, nicht bestraft werden. Wie die Nation es für notwendig hielt, dass Präsident Clinton grundlegende Begriffe definierte, so würde man gern habe, dass Mr. Brown "nicht bestraft" definiert. Die Gegenwart des Pädophilen im selben Königreichssaal wie das Opfer schien geeignet, die Familie einzuschüchtern und zu belästigen.

So begann unsere Beteiligung, uns war die Sache zuwider, so sprachen wir mit den Ältesten, mit dem Kreisaufseher, wir schrieben Briefe an Mitglieder der leitenden Körperschaft, an den Kreisaufseher, an die Wachtturm-Gesellschaft.

Wir sahen zu, wie Mitglieder der Versammlung, darunter Frauen von Ältesten, herbeiliefen und den Jungen nach seiner Fleischwerdung umarmten. Wusste einer von ihnen, warum er ein Jahr weg war oder warum das kleine Opfer und ihre Eltern still daneben stehen mussten, als sie den Angreifer umarmten?

Wie kann eine Versammlung ein Opfer und einen Täter unterstützen?

Warum wurde keine Ansprache gehalten, wo man die Versammlung vor dem Jungen warnte? Er ist ein registrierter Sextäter auf Bewährung. Der Psychiater des Jungen sagte vor Gericht aus, der Junge habe vorher zwei andere Kinder missbraucht. Diese Opfer wurden nicht genannt, und offensichtlich kam der Junge wegen dieser Angriffe vor kein Strafgericht. Waren die anderen Opfer Kinder von Zeugen? Wussten die Ältesten bereits, dass der Junge ein Schänder und gefährlich war? Wir haben diese Antworten nicht erhalten.

Die Eltern des Jungen haben viele Freunde in der Versammlung mit kleinen Kindern, sind sie gewarnt worden, haben wir gefragt. Nein, uns wurde gesagt, die Ältesten würden sie nicht warnen. Der Junge saß tatsächlich bei den Zusammenkünften mit der kleinen Tochter einer anderen Zeugenfamilie auf dem Schoß.

Eine junge Familie mit zwei Kindern verbrachte viel Zeit mit dem Pädophilen. Der Vater wurde gewarnt, und er rief sofort den Vorsitz führenden Aufseher und den Vater des Pädophilen an, ob die Geschichte stimme. Nachdem er mit ihnen sprach, sagte er dem Vater des Opfers, er wolle nicht die Seiten wechseln. Die Seiten für wen? Man muss nur die Tatsachen kennen und die kostbaren Kinder schützen. Was wurde ihm gesagt? Wir wissen es nicht, aber die Ältesten führten einen Desinformationsfeldzug gegen die unschuldige Familie.

Wir fragten, wisst ihr, dass die Eltern des Jungen lügen, warum er verhaftet wurde und ins Gefängnis kam? Der Vater des Pädophilen rief tatsächlich einen Angehörigen unserer Familie an und sagte ihm, sein Sohn sei nicht der Anklagepunkte überführt worden. Wir fanden das ziemlich unwahrscheinlich, weil die Sextäter-Webseite des Bundesstaates deutlich zeigte, dass er ein registrierter Täter war, der des schweren sexuellen Angriffs gegen ein vierjähriges Kind überführt wurde.

Wir fragten, erkennt ihr, wenn jemand die Wahrheit hört und die Familie des Pädophilen das Opfer verunglimpft, indem sie sagt, die Beschuldigungen seien falsch? Ob man es glaubt oder nicht, die Ältesten gaben zu, dass sie dies wussten, und sie hätten dem Vater des Pädophilen gesagt, er müsse mehr bei der Wahrheit bleiben. Natürlich tat er das nicht. Die Ältesten hätten der Gerüchteküche und der Verunglimpfung einfach dadurch ein Ende setzen können, indem sie eine Ansprache über sexuellen Angriff hielten.

Wir besuchten selbst drei Älteste zu Hause, die mit der Sache befasst waren. Selbst hier bauten sie eine Mauer auf, warum sie keine Ansprache über Kinderschändung halten oder den Jungen bitten wollten, den Königreichssaal zu wechseln, oder sich bemühten, das Opfer zu unterstützen. Der Kreisaufseher erwiderte mit einer kleinen Notiz, man solle für die Familien beten.

Doch schließlich muss unser Brief die richtigen Leute in der Wachtturm-Gesellschaft erreicht haben, denn zwei Älteste wurden losgeschickt, um uns zum Schweigen zu bringen.

Ein Ältester, ein Mann, den wir seit 18 Jahren kannten, versuchte nicht einmal so zu tun, als sei dies biblisch. Er sagte uns, er sei ein "Mann der Organisation". Uns wurde gesagt, wir sollten mit niemandem mehr darüber reden.

Die Ältesten sagten uns doch tatsächlich, dass die beiden Geschichten, die die Runde machten, die Leute verwirrten. Selbst Familienmitglieder seien gespalten, sagten sie, einige glaubten, der Junge sei ein Pädophiler, andere glaubten, er sei unschuldig. Die meisten Leute glaubten, es sei ein Gerücht, da die Ältesten den Jungen unterstützten und die Familie des Opfers mit Verachtung straften.

Ich hatte den Eindruck, weil das kleine Opfer nicht vor die Wachtturm-Inquisitoren gestellt und der Junge von einem Gericht überführt wurde, anstatt von einem Rechtskomitee, brauchten sie ihn nicht als schuldig anzusehen. Er hatte nicht den Ältesten gestanden, ihnen wurde das Gerichtsprotokoll mit dem Geständnis angeboten, aber sie lehnten es ab, es zu lesen. Ich habe JR Browns letzte Bemerkungen gelesen, die Versammlung behandele Sünden und die weltlichen Gerichte kriminelles Handeln, dies muss eine neue Entwicklung sein.

Bald wurde eine Ansprache über örtliche Bedürfnisse gehalten. Ging es dabei um den "Schutz der Kinder"? Nein, es ging um Vergebung. Die Versammlung musste verstehen, dass es unabdingbar war, sich am gesunden Menschenverstand und am Gewissen zu vergehen. Über folgendes wurde NICHT geredet: Ist ein vierjähriges Kind in der Lage, ein ungreifbares Konzept wie Vergebung zu begreifen, oder ist es nur durch die Anwesenheit des Täters verletzt? Werden andere Kinder vor einem Seriensextäter geschützt, indem eine Übertretung vertuscht wird? Die Ältestenschaft sprach nicht über das Trauma für die Familie und das unschuldige Kind, und sie unterstützte sie nicht.

JR Brown hat erklärt, wenn man einen Mann sieht, der nicht in einer Führungsrolle dient, würde das den Mitgliedern melden: "Es fehlt ihm offensichtlich an geistiger Reife." Wir finden dies widerlich, weil die anständigsten, mutigsten Männer, die wir in den letzten paar Jahren gekannt haben, eine Führungsrolle abgelehnt haben.

Wenn man nun gute Männer finden kann, Ehemänner, Väter, Großväter, die bereits wissen, dass Kindesmissbrauch falsch ist, und sie schult, gegen ihr Gewissen zu handeln, von welchem Wert ist dann "geistige Erziehung"?

Wir sind wütend, dass man uns zwingt zu schweigen, angewidert, dass unsere religiösen Überzeugungen zum Bösen gegen uns gebraucht werden. Es scheint, als wolle die Ältestenschaft zu unethischem Handeln greifen. Das ist ihre Entscheidung, aber sollten sie versuchen, andere einzuschüchtern, dass sie denselben Weg gehen? Wir sind äußerst traurig, weil wir erkennen, dass unsere Sorgen nach fast dreißig Jahren in der Organisation keine Antwort verdienen und wir bloß bedroht werden, dass wir schweigen.

 

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Erst einmal danke! Zu sehen, dass gestern Abend in Dateline die "Wahrheit" herauskam, war anregend. Ich habe mich mit diesem Problem so oft alleine gefühlt. Ich war 16 Jahre alt, als man mir die Gemeinschaft entzog. Meine erste wirkliche Erinnerung daran, dass ich von meinem Stiefvater missbraucht wurde, war, als ich elf war. Aber es gab Zeiten davor (mein Stiefvater hat zugegeben, dass es begann, als ich vier war ... ich erinnere mich an nichts mehr, bevor ich elf war). Ich erzählte meiner Mutter von dem Missbrauch, als ich 12 war. Sie weinte, fragte mich, was ich getan hatte, dass es dazu kam, dann erkannte sie, was sie gesagt hatte, weinte weiter und rief schließlich die Ältesten. Sie wiesen ihn öffentlich zurecht, weil er reuig war. Es wurde nicht der Polizei gemeldet.

Zufällig (?) zogen wir, als ich 13 war, in eine andere Stadt. Die neue Versammlung wurde nicht informiert, dass er öffentlich zurechtgewiesen worden war. Meine Mutter ist des Nachts die Diele entlang gegangen ... und hat auf ihn aufgepasst. Sie versuchte sicherzustellen, dass er nichts anstellte. Manchmal gab sie mir die Schuld. Manchmal gab sie ihm die Schuld. Wir hatten spät Abends viele "Familiengespräche", nachdem meine jüngeren Geschwister (zwei Halbbrüder und eine Halbschwester -- die ich wie meine eigenen Kinder liebte) zu Bett gegangen waren. Einmal sagte ich ihm: "Wenn du jemals so etwas mit meiner Schwester machst, bringe ich dich ins Gefängnis." Seine Erwiderung war: "So etwas könnte ich nie meiner eigenen Tochter antun." An einem anderen Abend fragte ihn meine Mutter: "Liebst du T?" Er antwortete: "Nein." Nur ein einfaches Wort ... aber es verfolgt mich noch in meinen Gedanken und Träumen. Und obwohl er aufgehört hatte, mich zu missbrauchen ... sah er mich manchmal so komisch an ... mit einer Aggressivität, die nur ich sah ... das stellte er sicher.

Als ich 13 war, wurde ich getauft. Ich dachte, ich würde es für mich tun. Aber als ich im Jack Murphy-Stadion aus dem Wasser stieg und nach meinen Eltern suchte, waren sie nirgendwo zu finden. Ich fand bald heraus, dass sie Streit miteinander hatten und zum Wohnmobil zurückgegangen waren (zum Kongress waren wir über Nacht auf dem Parkplatz des Stadions). Ich war am Boden zerstört, dass sie nicht da waren, um mir zu gratulieren und mich zu umarmen wie alle anderen Eltern, als ich aus dem Wasser kam. Später fand ich heraus, dass sie stritten, weil meine Mutter nicht wollte, dass er mich im Badeanzug sah. An diesem Tag begann ich, meine Zweifel an dem gewählten Glauben zu haben.

Als ich 15 war, verliebte ich mich in einen Jungen aus meiner High School. Es war mein erstes Jahr, und ich erkannte bald, dass dieser Junge mein bester Freund war. Ich begann mich zu fragen, wie ein "Weltmensch" mein bester Freund sein konnte ... und die Leute, die doch meine Freunde sein sollten, so weit weg waren.

In diesem Jahr machte mein Stiefvater einen weiteren Annäherungsversuch. Er setzte sich eines Tages im Wohnzimmer neben mich auf die Couch. Ich las gerade ein Buch. Er berührte meinen Fuß. Ich, der ausdauernde Optimist, dachte bei mir: "Vielleicht versucht er endlich, ein richtiger Vater zu sein. Vielleicht ist es das, was wirkliche Väter tun." (Ich kannte meinen wirklichen Vater nicht ... und hinterfragte ständig meine Zweifel an der Reue meines Stiefvaters.) Er sagte etwas zu mir. Ich weiß nicht mehr, was. Er begann, seine Hand mein Bein zur Hüfte hinauf wandern zu lassen. Natürlich wusste ich da, dass seine Absichten nicht die eines "wirklichen" Vaters waren. Ich erstarrte wie Wild im Scheinwerferlicht. Ich habe keinen Muskel bewegt. Ich hatte Angst. Ich war wütend. Aber ich saß da völlig erstarrt. Glücklicherweise kam gerade da meine kleine Schwester ins Zimmer. Sie war gerade einmal drei Jahre alt. Er hörte auf, sprang auf und lief aus dem Zimmer.

Ein paar Wochen später fand er das mit meinem Freund heraus. Eine meiner Zeugenfreundin hatte mich verpetzt. Ein Familientreffen wurde einberufen. Mein Stiefvater beschimpfte mich stundenlang vor meinen Geschwistern. Ich hatte grade eine 6-monatige Einschränkung wegen Dingen hinter mir, die ich in mein Tagebuch geschrieben hatte, und wegen einiger Briefe, die ich Freundinnen geschrieben hatte. Jetzt stand ich davor, für ein weiteres Jahr ans Haus gebunden zu werden, außer für die Schule und die Zusammenkünfte. Also tat ich, was eine normale 16-Jährige tun würde -- ich lief von zu Hause weg.

Ein paar Wochen später rief mich meine Mutter, als sie herausgefunden hatte, wo ich war, an und sagte, sie wolle nicht, dass ich nach Hause komme. Sie ei der Meinung, ich sei außerhalb des Hauses sicherer. Aber sie bestand darauf, dass ich mit den Ältesten sprach. Sie hat mich ständig wochenlang angerufen und Dinge gesagt wie: "Du kannst nicht vor der Wahrheit weglaufen. Du musst eine Entscheidung treffen. Entweder bist du drin oder draußen. Du kannst nicht außen vor sein."

Während dieser Zeit war mein Freund mein Fels. Er war mein bester Freund. Er war der einzige, der mir zur Seite stand, trotz des ganzen Wahnsinns um mich herum. Für ein junges, ruhiges, unabhängiges 16-jähriges Mädchen war er mein Alles. Ich vertraute ihm mehr als jemand anderem, den ich gekannt hatte. Ich schlief mit ihm. Ich hatte das Gefühl, das Richtige zu tun. Es fühlte ich wertvoll an. Es fühlte sich bedeutsam an. Ich hatte bereits entschieden, dass ich keine Zeugin Jehovas mehr sein wollte. Ich war sehr vorbereitet, und wir benutzten eine Menge Schutz. Ich braucht jemanden, der mich liebte. Nur mich. Von ganzem Herzen. Er war alles dass. Bis heute bedauere ich nicht einen Moment, den ich mit ihm verbrachte.

Ein paar Wochen später kam ich mit den Ältesten zusammen und gab zu, dass ich Sex mit meinem Freund hatte. Ich informierte sie auch über die letzten Versuche meines Stiefvaters, der mich berührt hatte. Sie wussten nichts von den früheren Versuchen und der öffentlichen Zurechtweisung. Ich sagte, auch wenn er damals nicht den Geschlechtsverkehr vollzogen habe, sei doch klar gewesen, was seine Absichten waren, und ich könnte nicht mehr zu Hause in. Sobald sie eine grundlegende Vorstellung von den Dingen hatten, die mir als Kind durch meinen Stiefvater passiert waren, waren sie nicht mehr an einer weiteren Diskussion über ihn interessiert. Sie sagten ,sie wollten über das "anstehende Thema" sprechen", das natürlich war, das ich Sex mit meinem Freund hatte. Ich sagte, ich würde es nicht bereuen, und drei Tage später wurde mir die Gemeinschaft entzogen. Unnötig zu sagen, dass ich bei der Zusammenkunft nicht dabei war. Mein Stiefvater war Dienstamtgehilfe und blieb es auch, nachdem ich gegangen war.

Neun Monate vergingen. Ich lebte bei einer Freundin, arbeitete Abends Vollzeit und verbrachte mein letztes Jahr an der High School. Schließlich wollte die Frau, bei der ich lebte, ihre Wohnung wider allein für sich haben. Ich war erst 17, also konnte ich keinen Mietvertrag unterschreiben. Ich kämpfte darum, einen anderen Platz zum Leben zu finden. Seelisch war es ein Durcheinander. Aber ich hatte eine Note von 3,8 und ging regelmäßig in die Schule. Ich trank nicht. Ich rauchte nicht. Ich nahm keine Drogen. Aber ich hatte keinen Ort, wo ich leben konnte.

Auf Anraten meines Freundes begann ich, eine Schultherapeutin auf dem Schulgelände aufzusuchen. Ich war ziemlich stark deprimiert, weil ich den Kontakt zu meiner Familie verloren hatte (ich vermisste meine jüngren Brüder und meine Schwester sehr), weil ich den Glauben an Gott verloren hatte, weil ich alle Freunde, die ich je (außerhalb der Schule) kannte, verloren hatte, weil ich die Sorge hatte, wo ich leben sollte, und weil ich in solch jungen Jahren schon solch riesige Entscheidungen über mein Leben treffen sollte.

Ich hatte keine Vorstellung, dass meine Schultherapeutin gezwungen sein würde, den Sozialdienst wegen des Missbrauchs zu benachrichtigen,. als ich davon erzählte. Sie meldete es. Der Sozialdienst schritt ein. Als sie zum Haus mein er Eltern gingen, fanden sie meinen 10-jährigen Bruder, wie er auf meine dreijährige Schwester und meinen einjährigen Bruder aufpasste. Sie wollten sie wegen Vernachlässigung wegnehmen, als meine Mutter von ihrem geforderten Haus-zu-Haus-Dienst nach Hause kam. Sie war Pionierschwester. Sie nahmen die Kinder nicht mit. Sie entschieden, dass meine Eltern geeignet waren. Natürlich erwähnte meine Mutter vor dem Sozialdienst nicht, dass sie nicht mehr wollte, dass ich dort lebte. Alles war Friede, Freude, Eierkuchen, und sie wollte, dass ich nach Hause käme und bei meiner Familie lebte.

Der Sozialdienst zwang mich, wider zu Hause einzuziehen (sie sagten, wenn nicht, käme ich als "Ausreißerin ins Gefängnis"). Sie organisierten Therapiestunden, die mein Stiefvater und ich besuchen sollten. Er ging zu einem Treffen mit dem zugeteilten Therapeuten, und ich ging später dieselbe Woche zu demselben Therapeuten. Der Therapeut sagte mir, er sei sehr um meine Sicherheit besorgt und werde einen Bericht darüber verfassen. Mein Stiefvater erlaubte mir nicht, noch einmal zu dem Therapeuten zu gehen. Er sagte mir, er habe ihn GEFEUERT. Der Sozialdienst prüfte das bei mir nie nach. Und ich hörte nichts mehr von dem Bericht, der doch angeblich über meine Sicherheit, oder vielmehr die fehlende Sicherheit, geschrieben werden sollte. Dann beauftragte mein Stiefvater einen Therapeuten, der Zeuge Jehovas war. Ich ging einmal hin, sah, dass der Kerl ein Zeuge war, und ging nie wieder mehr hin.

Während dieser Zeit war ich ausgeschlossen, aber gezwungen, zu den Zusammenkünften zu gehen. Ich saß immer hinten im Königreichssaal. Ich saß nicht bei meiner Familie. Ich fuhr mein eigenes Auto (das ich selbst gekauft hatte), ging zu Beginn der Zusammenkunft hinein und ging direkt nach Schluss. Es war die reinste Qual. Diese Leute, die fast mein ganzes Leben lang meine einzigen Freunde gewesen waren, waren zu leeren, gefühllosen Gesichtern geworden. Leute, die ich geliebt und um die ich mich gekümmert hatte, handelten nun, als würde ich nicht existieren. Sie schienen Angst zu haben, mich anzusehen. Angst vor mir ... einem 16-jährigen Mädchen, das nur jemanden gefunden hatte, der sie liebte. Es klingt sentimental ... aber es ist die Wahrheit. Natürlich hatte ich da eine Menge psychologischer Probleme. Ich sehnte mich nach Liebe, wie ein Hund die Aufmerksamkeit seines Herrn erbettelt. Aber ich war kein rebellisches Kind. Ich wollte meine Eltern respektieren. Während ich in ihrem Haus lebte, tat ich, was sie mir auftrugen ... darunter der Besuch der Zusammenkünfte. Aber bei erster Gelegenheit zog ich wider aus ... drei Monate späterer (ein paar Tage nach meinem Abschluss an der High School). Mein Stiefvater besuchte die Abschlussfeier nicht. Wir hatten drei Monate im selben Haus gelebt, aber wir sprachen nicht miteinander (nur wenn er mich wegen etwas anschrie).

In dem Sommer lebte ich bei Freunden, hatte viele Arbeitsstellen und unterschrieb in der Woche, als ich 18 wurde, meinen ersten Mietvertrag. Interessanterweise zog meine Familie im selben Jahr wieder in eine andere Stadt und in eine andere Versammlung. Ich bin nicht sicher, was danach passierte. Aber etwa fünf Jahre später wurde meine Mutter eine schwere Alkoholikerin, verließ meinen Stiefvater und die Zeugen und ging für sieben Monate wegen einer mit Alkohol in Verbindung stehenden Anschuldigung ins Gefängnis. (Glücklicherweise ist sie dabei, sich wieder zu erholen, und sie ist seit über zwei Jahren trocken.) Mein Stiefvater verließ die Versammlung kurz nachdem meine Mutter ihn verlassen hatte. Ich hoffe und bete, dass niemand sonst seinen Aufmerksamkeiten zum Opfer gefallen ist. Er geht nun mit einem Mädchen, mit dem er arbeitet. Keiner meiner Geschwister geht mehr zu den Zusammenkünften. Nur einer von ihnen weiß, dass mein Vater mich missbraucht hat. Meine Mutter erzählte es meinem Bruder eines Abends, als sie völlig betrunken war. Er hat die Neuigkeit nicht sehr gut aufgenommen. Deshalb habe ich es den beiden anderen nicht erzählt. Interessant ist, dass alle einfach aus der Gemeinschaft der Zeugen "weggingen". Niemand von ihnen wurde schikaniert, dass er den Ältesten von seinen "Sünden" erzählen sollte. Sie alle halten sich "außen vor", was für mich vollkommen in Ordnung ist. Ich denke, die Stellung außerhalb gibt uns einen netten Aussichtspunkt. Niemandem von ihnen wurde die Gemeinschaft entzogen.

Ich bin jetzt 30. Ich habe mich selbst durchs College gebracht. Zuerst dachte ich, ich könnte nicht auf ein "wirkliches" College gehen. So ging ich auf ein Junior-College und machte einen Abschluss in Buchhaltung und einen weiteren als Krankenpflegehelferin. Dann erkannte ich, dass ich wahrscheinlich Studienbeihilfe bekäme, um auf eine 4-jährige Schule zu gehen. So bekam ich meinen Abschluss im Studium generale, den Bachelor in Literatur und Schreiben und den Magister in forensischer Wissenschaft. Ich bin jetzt glücklich verheiratet und arbeite für eine Softwarefirma als technische Schreiberin. Ich habe kürzlich auch mein eigenes Unternehmen gegründet.

Aber ich mühe mich immer noch mit dem Glauben ab. Ich möchte eine Religion finden, der ich vertrauen kann. Ich möchte einen unschuldigen Glauben an Gott haben. Aber mein Herz hat tiefe Narben. Unabhängig davon bedauere ich nur, was diese ganze Tortur betrifft, meinen Bruder und meine Schwester nicht mitgenommen zu haben, als ich das letzte Mal das Haus verließ. Dies ist wahrscheinlich eine unrealistische Phantasie. Aber eins ich hege nichtsdestoweniger. Ich verlor viele Jahre mit ihnen. Sie können mit mir besser dran gewesen sein, selbst wenn ich erst 17 war. Ich werde es nie sicher wissen. Meine Mutter, meine Geschwister und ich kitten langsam unsere zerbrochene Beziehung. Mit meinem Stiefvater spreche ich nicht.

Also, das ist meine Geschichte. Sie ist nicht glanzvoll oder schön. Sie ist nur die Wahrheit. Meine Wahrheit. Danke dir für das Forum, wo man sie mitteilen kann. Danke dafür, dass du eine starke Stimme für Opfer bist. Wenn es irgendetwas gibt, was ich tun kann, deiner Sache zu helfen, zögere nicht und frag mich.

TA

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Meine Eltern wurden Zeugen, als ich etwas über ein Jahr war, alt. Mein ganzes Lebens wurde ich in der Wahrheit erzogen. Wahrheit ist eine merkwürdige Wahl für ein Wort.

Mein Halbbruder hatte Analverkehr mit mir und machte Oralsex mit mir, er zwang mich dazu, von der Zeit, als ich 7 war, bis ich 15 war. Meine Eltern hatten einen Verdacht, weil er dabei erwischt worden war, wie er es mit anderen Kindern der Versammlung machte. Nachdem er erwischt worden war, drängten die Ältesten in Bay City (wo wir lebten) meine Eltern dazu, sich still zu verhalten und in eine andere Versammlung in einer anderen Stadt umzuziehen. Ich fand dies erst heraus, als ich im Alter von 25 Jahren meinen Eltern und meiner Familie schließlich erzählte, was geschehen war. Es war keine Überraschung für meine Eltern, da sie es schon immer vermutet hatten. Ich erinnere mich besonders an einen Abend, als ich 7 war, als meine Mutter mich auf ihren Schoß setzte und fragte, ob mein Bruder schlimme Dinge mit mir gemacht habe. Ich saß auf ihrem Schoß, wo ich mich am sichersten hätte fühlen sollen, und mit Tränen in meinen Augen leugnete ich, dass da etwas war. Ich weiß nicht, warum ich leugnete, ich nehme an, weil ich wusste, dass es falsch war, und ich nicht zerstört werden wollte und nicht wollte, dass meine Eltern mich hassten. Dieser Abend verfolgt mich immer noch und bewegt mich zu Tränen.

Nach Jahren der Therapie und des Lernens, mich selbst zu lieben, meinen Eltern das ihnen zukommende Maß an Schuld zu geben und die Beziehung zu diesem Geschwister abzuschneiden, denke ich, dass ich Fortschritte gemacht habe. Ich bin gegenwärtig kein Zeuge. Ich wurde im Alter von 12 Jahren getauft und diente sogar als allgemeiner Pionier, aber die Wahrheit war nie wirklich in meinem Herzen. An dem Tag, als ich getauft wurde, im August 1982, hatte mein Halbbruder in unserem Hotelzimmer nach dem Kongress Analverkehr mit mir. Ich fühlte mich nie, als bedeutete mein Taufe irgendetwas ... wie konnte sie? Ich war ein Kind, dem Dinge sexueller Natur in einer Weise beigebracht wurden, wie sie die meisten Erwachsenen nicht praktizieren. Als ich schließlich die Kraft fand, die Organisation zu verlassen, blickte ich nie mehr zurück. Ich habe inneren Frieden und Glück für mich allein gefunden.

Ich mache Jehova nicht dafür verantwortlich, was geschah. Ich gebe meinen Eltern nicht völlig die Schuld, Menschen sind Menschen, selbst Älteste sind Menschen und machen Fehler. Ich denke, dass die Organisation vortreten und die Verantwortung für das Hegen von Geheimnissen und für Lügen übernehmen und künftig anders mit solchen Situationen umgehen sollte, indem sie umgehend die Behörden benachrichtigt. Meines Erachtens würde die Organisation besser daran tun, "Cäsars Gesetze" zu befolgen, wie Christus seine Jünger anwies, es zu tun. Nur dadurch, dass sie den zuständigen Behörden schnell erlaubt, Maßnahmen zu ergreifen, kann die Organisation ihren Ruf und Jehovas Namen reinigen. Wenn diese Pädophilen ernsthaft reuig sind, akzeptieren sie ihre Strafe durch die zuständigen Behörden und durch die Versammlung und leben dann weiter. Wenn die Versammlung ihnen vergeben will, dann sollte sie es tun, aber die Leute sollten es wissen, so dass sie ihre Kinder und die Kinder in der Versammlung schützen können. Es ist nicht Verleumdung, wenn es wahr ist.

Ich bin in der Lage gewesen, eine starke Beziehung zu meinen Eltern aufzubauen, und sie unterstützen mich sehr in meinem Leben, obwohl ich nicht das Leben als Zeuge gewählt habe. Ich weiß, es ist hart für sie, mich als schwulen Erwachsenen zu akzeptieren, aber mein Vater hat immer gesagt, dass Jehova wolle, dass er sein Kind so liebt, wie es ist oder wie es gelernt hat zu sein (vielleicht ist meine sexuelle Präferenz als Missbrauchsopfer erlernt, aber das werde ich nie wissen, weil ich darin nie die Wahl hatte), und meine Eltern werden mich immer so behandeln, wie sie es in der Vergangenheit getan haben. Sie sind ebenso stolz auf mich, wie sie es wären, wenn ich Ältester oder Pionier wäre. Ich fühle mich glücklich, weil ich weiß, dass die meisten Eltern ihre eigenen Kinder absichtlich und schnell verleugnen würden, um Gesicht vor ihren "Brüdern und Schwestern" zu wahren.

Ich bin auch glücklich, Freunde zu haben, die immer noch Zeugen sind, die von meinem Missbrauch wissen und unsere Freundschaft beibehalten und mich nicht meiden, wie die Gemeinde es mit jedem anderen Ungläubigen machen lassen würde, oder mit jemandem, der die Hürde verlassen hat. Ich respektiere alle, die ich als Zeugen kannte, die aber keinen Umgang mit mir haben wollen. Ich würde nicht wollen, dass irgendjemand mit mir spricht, wenn er meint, es wirke sich auf sein Verhältnis zu Jehova aus, da das eine ganz besondere Sache ist.

Außer dem, was mit mir im Hinblick auf Missbrauch geschah, fühle ich mich glücklich, mit einem starken moralischen und religiösem Hintergrund aufgewachsen zu sein. Ich denke, dass, obwohl ich keinen mit der Organisation übereinstimmenden Lebensstil, und vielleicht nicht, wie Jehova es will, führe, werde ich immer aufrichtig und rücksichtsvoll anderen gegenüber sein. Ich werde immer den Unterschied zwischen Recht und Unrecht kennen, und die Dinge, die ich als Zeuge lernte, werden immer jeden Aspekt meines Lebens berühren. Ich bete und weiß, dass Jehova die Umstände meines Lebens versteht und dass, wenn dieses System endet, er mir und anderen wie mir gegenüber Gerechtigkeit in angemessenem Maße walten lassen wird. Ich fürchte das Ende dieses Systems der Dinge nicht. Ich werde immer Liebe für Jehova empfinden, weil er mein Schöpfer ist, und ich respektiere die Organisation und jeden Zeugen, der sein Leben im Predigdienst führen und anderen etwas über seinen Glauben mitteilen will. Ich hoffe nur ernstlich, dass die Organisation das tut, was Jehova von ihr getan haben will, und das ist, diese Kinderschänder den zuständigen Behörden zu übergeben.

Ich hoffe, meine Geschichte hilft irgendjemandem auf der Welt.

AO

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Ich sah die Geschichte gestern Abend in Dateline, und ich war schockiert! Meine Mutter und ich waren 15 Jahre lang Opfer von Missbrauch durch meinen Vater. Er war Dienstamtgehilfe einer Versammlung und misshandelte mich und meine Mutter sowohl physisch als auch verbal. Er beging auch Ehebruch unter vielen anderen Dingen. Meine Mutter ging bei vielen Anlässen zu den Ältesten, und ihr wurde gesagt, dass wir keine guten Christen seien oder dass es ihre Schuld war, dass sie ihn heiratete. Nach Jahren des Missbrauchs und Ehebruchs ließ sie sich von ihm scheiden, und sie ist es, die ausgeschlossen wurde. Mein Vater ist immer noch in gutem Ansehen und hat wieder geheiratet. Er war letztes Jahr nicht bei meiner Hochzeit, und seit der Scheidung ist er kein Teil meines Lebens mehr.

Alle, die einmal unsere Freunde waren, verließen uns, als meine Mutter die Scheidung einreichte, und mein Vater war es, den man für das Opfer hielt. Er ist immer noch "der perfekte Christ", der dabei erwischt worden ist, seine neue Frau gerade im vergangenen Jahr betrogen zu haben und bei seiner Schwester, einer Nichtzeugin, geraucht zu haben. Niemand hat diese Dinge gemeldet, weil niemand mir glaubt. Ich denke, dass meine Mutter immer noch tief davon bekümmert ist, da der, der sie misshandelt hat, in gutem Ansehen steht und sie eine Geächtete ist. Ich wollte dir dafür danken, dass du uns wissen lässt, dass wir nicht alleine mit den Vertuschungen und Ungerechtigkeiten sind.

AW

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Ich wurde jahrelang vom Sohn eines Ältesten in unserer Versammlung missbraucht. Schließlich, mit 15, war ich in der Lage, meinen Eltern zu sagen, was mit mir geschehen war. Natürlich brachte mich meine Mutter zum Königreichssaal, um diese Angelegenheit mit den Ältesten zu besprechen, und dort wurde mir gesagt, dass ich zwei Augenzeugen für den Missbrauch brauchte, bevor die Sache Folgen für meinen Schänder hätte. Zweitens wurde mir gesagt, dass, wenn es denn überhaupt wahr wäre, ich vergeben müsste, wie die Bibel es mir befiehlt, und ich die Organisation diese Angelegenheit intern behandeln lassen müsste. Meine Mutter und ich waren von dieser Antwort empört, so dass wir zu den Behörden gingen, was sofort dazu führte, dass unsere Familie von der Versammlung geächtet wurde. Mehrere Monate danach, als die juristische Untersuchung begann, trat ein erwachsener Mann, der in den Zwanzigern war, auch ein Bruder aus unserer Versammlung, an mich heran, und er teilte mir seine Missbrauchsgeschichte mit.

Er wurde mit vier Jahren belästigt, von demselben Mann, der mich zum Opfer machte, und um die Sache noch schlimmer zu machen, wurden sie beim Oralsex erwischt, als der Vater des Schänders heimkam. Es wurde eine Komiteebesprechung gehalten und das Letzte, was die Eltern des Opfers von der Organisation hörten, war, dass der Schänder reumütig war und bereut hatte. Ihnen wurde überdies geraten, nicht darüber zu reden, und als gute Sektenmitglieder, die sich davor fürchteten, ausgeschlossen zu werden und damit "tot" in den Augen Gottes zu sein, sagten sie nichts.

So war derselbe Schänder in der Lage, in den folgenden zehn Jahren über dreißig Opfer zu missbrauchen. Es dauerte fünf Jahre, bis der Rechtsfall schließlich vor Gericht kam. Als immer mehr Opfer aus dem Unterholz kamen, hörte der Schänder SCHLIESSLICH auf, mich einen Lügner zu nennen, und er gestand den Brüdern, dass er mich wirklich missbraucht hatte. Die Ältesten kamen mit mir zusammen und baten Gott im Gebet, mir zu verzeihen, dass ich zugelassen hatte, mit zwei Jahren missbraucht worden zu sein.

Sie beteten zu Gott, er möge mir verzeihen, es so viele Jahre lang als Geheimnis bewahrt zu haben. Sie beteten zu Gott, meiner Familie unseren Mangel an Glauben und das zu verzeihen, was sie "Schande auf Jehovas Namen bringen" nannten. Nach dem Amen verkündeten sie, dass der Schänder reuig sei und sein Geständnis dies beweise, obwohl er mich ein Jahr lang als Lügner bezeichnete, und dass es jetzt Zeit sei, dies alle hinter uns zu lassen und mehr darauf zu achten, die Zusammenkünfte zu besuchen und nicht weiter meine Brüder und Schwestern zum, Straucheln zu bringen.

Ich wurde angeklagt, blutschuldig zu sein, wenn etwas davon die Runde machte. Ich weinte ständig und sagte meiner Mutter, dass ich die Organisation der Zeugen Jehovas jetzt verklagen wollte, weil, soweit es mich betraf, es ihre Schuld war, dass ich missbraucht worden war. Es war ihre Schuld, weil sie auf ihn hereinfielen, ihn dabei erwischten, wie er ein Kleinkind missbrauchte, und doch die Familie zum Schweigen brachten und dann fortfuhren, ihm Zugang zu Kindern zu gewähren.

Diese Geschichte geht noch viel weiter, aber am Ende kam für mich nach FÜNF JAHREN der Verfolgung durch den Königreichssaal und von meiner Mutter schließlich mein großer Tag vor Gericht. Am Ende entschied der Richter, dass die Verjährung in meinen Fall abgelaufen war und ich kein Schmerzensgeld einklagen konnte. Strafrechtlich plädierte der Schänder auf Teilschuld und musste sich als Sexualstraftäter für sieben Jahre registrieren lassen, ABER er saß nur drei Monate im Bezirksgefängnis und musste mir nur 1.000 Dollar für eine Therapie zahlen. Später sagte ich für meinen jüngeren Bruder aus, der auch behauptet, dass er missbraucht wurde. Die Gerichte erkannten ihm 500.000 Dollar aus der Hauseigentümerversicherung des Schänders zu. Kurz gesagt, diese Erfahrung ruinierte fast mein Leben.

Ich war so voller Wut und Hass und Selbstverachtung, dass ich in meinen Zwanzigern Prostituierter und pornografisches Modell wurde. Ich hatte ein sehr belastetes Verhältnis zu meiner Mutter, weil sie drohte, mich zu verleugnen, und sich weigerte auszusagen, wenn ich die Organisation verklagte. Sie sagte, dass sie nur den Schänder, aber nicht Gott strafrechtlich dafür verfolgen würde, was geschehen war. Bei meiner Mutter hat es gedauert, bis ich fast dreißig war, dann brach sie zusammen und erkannte, dass ihre Kinder Prostituierte, Drogenabhängige und Suizidgefährdete waren, weil sie und die Wachtturm-Gesellschaft zuließen, dass dies mit Kleinkindern geschah. Sie merkte, dass sie der Gesellschaft auch half, nach ihren eigenen Kindern Tausende von anderen zu missbrauchen. Meine Mutter und ich haben hart an unserer Beziehung gearbeitet. Wir sind endlich Freunde, und ich kann mit ihr reden. Ich habe schließlich gelernt, mit meiner Vergangenheit und wer ich gewesen bin und wer ich heute bin, umzugehen. Ich bin Grundstücksmakler, und ich lebe in einer gesunden, langjährigen Beziehung ... aber nichts davon war leicht. Mein Leben und meine emotionale Entwicklung wurden ungerechterweise belastet, weil ich nie Kind war, und meine Wut und mein Schmerz waren so überwältigend, dass sie mich veranlassten, mich gegen andere zu wenden ... und dann gegen mich selbst.

Dies ist keine traurige Geschichte. Ich habe überlebt, und ich lebe und es geht mir gut. Ich habe mit meiner Wut umzugehen gelernt. An manchen Tagen ist sie so stark, dass ich einfach nicht aus dem Bett heraus kommen kann. Ich schlafe den ganzen Tag, und ich bleibe die ganze Nacht auf. An anderen Tagen wieder geht es mir gut. Das Fazit aus allem: Der Gerechtigkeit ist nie gedient worden. Noch nicht. Ihr wurde damals nicht gedient und ihr ist von der Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft nie gedient worden! Ich bin jetzt ein erwachsener Mann. Ich hänge nicht von der Sektenabhängigkeit meiner Mutter oder dem dringenden Bedürfnis der Organisation ab, Diskretion unter Androhung göttlicher Verdammung zu suchen. Ich bin ein Mann, der sich unter Kontrolle hat, und ich bin wütend mit der Wut von Tausenden von missbrauchten Kindern, und ich bin endlich bereit, die Stimme zu erheben. Ich sehe, dass jetzt die Zeit dazu da ist, und ich habe nicht vor, sie zu vergeuden. Ich will, dass die Welt es weiß. Ich werde diese Webseite genau beobachten und werde einen Rechtsanwalt aufsuchen und habe vor, die Fernsehsender anzurufen, und ich werde meinen Tag bei Gericht haben. Ich will meine Antwort haben. Jetzt ist es an MIR. Nein, es ist an UNS. Seid wütend!

Nehmt es stolz an. Lasst es euch ankurbeln. Macht das Richtige. Ich liebe euch alle, und ihr habt meine Sympathie, mein Mitleid und meine Unterstützung.

JR

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Meine Mutter und meine Tante machten eine Erfahrung mit einem "Bruder" in der Versammlung Mitte 1980er Jahre. Dieser Täter, ein "Bruder", ist heute immer noch Mitglied der Zeugen Jehovas, es hat nichts geändert, und er gehört immer noch zur Herde der Zeugen Jehovas. Dieser Täter hatte meine Mutter und Tante in sein Haus eingeladen, um (zusammen mit seiner Frau) "ein gemeinsames Bibelstudium abzuhalten". Meine Mutter und meine Tante nahmen an, und ihnen war unterbewusst klar, dass dieser "Bruder" unsaubere Absichten hatte. Als sie bei ihm zu Hause ankamen, merkten sie bald, dass seine Frau nicht zu Hause war, wie er ihnen zuvor gesagt hatte. Er machte dann unanständige Avancen und begann, sich suggestiv zu verhalten. Er versuchte, meine Mutter und Tante unsittlich zu berühren, und sie (Mutter & Tante) machten so schnell wie möglich, dass sie wegkamen. Bald nach dieser Begegnung traten meine Mutter & Tante an die Ältesten heran und erzählten ihnen, was geschehen war.

Die Ältesten sagten meiner Mutter & Tante im Grunde genommen, sie sollten "keine falschen Beschuldigungen" gegen diesen "Bruder" vorbringen, sie nahmen den "Bruder" vor jeder Kritik in Schutz. Meine Mutter & Tante quälte die Tatsache, dass dieser "Bruder" fortfuhr, mit der Herde zu beten, als ob nichts geschehen wäre. Der "Bruder" hielt Reden, die sich an meine (Mutter & Tante) richteten, dass man "keine falsche Beschuldigungen" erheben dürfe, wobei er sehr wohl wusste, dass er ein ernstes Problem hatte. Er verwendete seine Position, um verwundbare weibliche Mitglieder der Versammlung auszunutzen. Und bis zu diesem Tag ist er immer noch Mitglied der Zeugen Jehovas und wurde nicht getadelt. Er besucht den Königreichssaal in Mcallen in Südtexas - und ich bin nicht sicher, ob er heute Ältester oder Dienstamtgehilfe ist.

Meine Mutter & Tante erwähnten die Situation nie wieder, weil sie nicht von der Herde ausgeschlossen und von den Mitgliedern der Versammlung geächtet sein wollten. Ich meinte, dass ich über diese Begebenheit sprechen musste, weil genug genug ist, es ist nicht richtig. Alles, was die Ältesten zu sagen haben, ist, "dass dies nicht öffentlich bekannt wird" und dass gemäß der Bibel "keine falschen Beschuldigungen erhoben werden dürfen". Der Name dieses "Bruders" ist Abel Rodriguez, und seine Taten haben meiner Mutter & Tante Schmerz und das Gefühl von Verrat bereitet - einschließlich Verrat an der Herde durch Älteste.

Ben Martos

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Im Jahr 1991 wurde den Ältesten von mir und meiner Schwester gesagt, dass wir von unserem älteren Bruder sexuell missbraucht wurden. Meine Mutter fand es heraus, und ich sagte ihr, dass etwas getan werden musste. Sie weigerte sich, zur Polizei zu gehen, weil es nur Schande über Jehovas Namen bringen würde. Mein Bruder ist kein "getauftes" Mitglied der Kirche, so dass die Ältesten angaben, dass sie nichts gegen ihn unternehmen konnten. Oft haben sie ihn im Königreichssaal mit offenen Armen begrüßt. Meine Mutter ließ ihn wieder in unser Hau, sogar nachdem sie wusste, was er uns angetan hatte.

Meine Mutter wäre härter mit uns, weil wir "getauft" seien. Ich sagte meiner Mutter, dass ich Hilfe brauchte, weil ich an Depressionen litt und meinte, eines Tages zu platzen. Sie sagte mir, alles, was ich tun musste, wäre, in der Bibel zu lesen und zu lernen, damit fertig zu werden. Was mir merkwürdig erscheint, ist, wie meine Mutter nicht mit den Problemen in ihrer eigenen Familie umgehen konnte, aber jedes Wochenende aufwachte und Predigen gehen und den Leuten sagen konnte, wie sie mit ihren Problemen umgehen sollten.

Wie kann man anderen Familien helfen, wenn man sich nicht einmal selbst helfen kann? Ich gehe nicht mehr in die Kirche, und meine Mutter redet nicht mehr mit mir. Mein Bruder ist willkommen in ihrem Haus, als ob nichts geschehen ist. Mein Lebensstil ist nicht der von der Religion. Die Ältesten forderten meine Mutter auf, nicht mehr mit mir zu sprechen, aber sie sollte ihn begrüßen, weil es immer noch eine Chance gibt, dass er in die "Wahrheit" kommt. Ich gehe jetzt zu einem Arzt, und das hilft mir, mit meinen Problemen zurechtzukommen. Ich hoffe, dass er rechtzeitig bekommt, was er verdient.

CR

 

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1977 besuchten meine Freundin und ihre Schwester den örtlichen Königreichssaal zusammen mit ihrem Vater, der Zeuge Jehovas war. Sie vertraute mir an, dass ihr Vater sie jahrelang sexuell belästigt hatte. Ich zu den Ältesten ging und mir gesagt wurde, dass sie sich darum kümmern würden. Als meine Freundin jedoch weiterhin missbraucht wurde, ging ich WIEDER zu den Ältesten und mir wurde gesagt, man werde sich darum kümmern. Nach drei wiederholten Versuchen, die Ältesten nach diesen Information handeln zu lassen, sagten sie mir, es sei nicht meine Angelegenheit und ich solle es dabei belassen. Ich war damals nur ein 17 Jahre altes Kind und wollte zur DSS gehen, aber meine Familie und meine Freunde hielten mich davon ab (sie waren auch Zeugen Jehovas). Ich wurde aufgefordert, Jehova zu dienen. NICHTS geschah. Das ist widerlich !!! Was für eine Last, um sie einer 17-Jährigen aufzuerlegen. Ich hoffe, dass das Justizsystem eingeschaltet wird. Es gibt zu viele Opfer. Die Welt außerhalb des Wachtturms muss wissen, was da drin vor sich geht. Es gibt zu viele Vertuschungen.

MM

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Ich bin eine 38-jährige Frau. Als ich jung war, wurde ich wiederholt von meinem Bruder vergewaltigt, der Zeuge Jehovas ist. Ich hatte bis letztes Jahr keine bestimmten Erinnerungen an den Missbrauch. Ich bin 2 1/2 Jahre sehr krank gewesen, die Ärzte nannten es posttraumatische Belastungsstörung, unter mehreren anderen Störungen, die ich hatte. Als ich an meinen Bruder im Dezember wegen der Gedächtnisrückblenden herantrat, die ich hatte, war seine Antwort "Es ist keine große Sache, ich hatte vor 15 Jahren damit zu tun, und, gut, man tritt nicht, schreit nicht oder sagt es niemandem, so dass ich es immer noch als einvernehmlichen Sex betrachte."

Meine Fragen an ihn waren so in etwa "Wie kannst du deine Schwester vergewaltigen und und es einvernehmlichen Sex nennen? Was beabsichtigst du, jetzt zu tun, w ich diese Erinnerungen habe? Ich habe vor, es jedem zu sagen, wer hören will, was für ein Mensch du wirklich bist "

Seine Reaktion auf die letzte Aussage war, mein Leben zu bedrohen und mich aufzufordern, meinen Mund zu zu halten, oder er würde den Leuten sonst sagen, dass ich es war, die anfing. Dies war die Antwort meines Bruders, der fast 2 Jahre älter als ich selbst ist, und eines predigenden und lehrenden Zeugen Jehovas. Meine übrigen Angehörigen sind auch Zeugen Jehovas, außer meinem Vater, und so wandte ich mich an sie um Hilfe und bekam nicht, was ich brauchte.

Da ich jemand bin, der als Zeuge Jehovas aufgezogen worden war, obwohl ich nicht mehr regelmäßig in den Königreichssaal gehe, rief ich einen Ältesten einer anderen Versammlung an, den ich gekannt habe, seit ich Kind war. Er fragte, ob er und ein anderer Ältester zu mir nach Hause kommen und einen Hirtenbesuch machen konnten und ich sagte, dass das in Ordnung gehe. Als sie in mein Haus kamen, begrüßte ich sie, weil ich dachte, dass dies die richtige Art sei, zu Ergebnissen zu kommen, aber ich lag damit vollkommen falsch.

Mir wurde viele Fragen darüber, woran ich mich erinnerte, gestellt, und ich sagte ihnen, was ich konnte, obwohl viele Erinnerungen immer noch verdrängt sind und mich krank machen, so dass ich in Ohnmacht falle. Sie sprachen mit mir über die Heilige Schrift, und ich hörte zu und wartete konzentriert darauf, dass sie mir eine Art Trost geben, ich wurde stattdessen gefragt, ob es jemanden gebe, der überprüfen konnte, was vor all jenen Jahren geschehen war. Ich sagte Nein, weil ich in meinem eigenen Schlafzimmer mitten in der Nacht missbraucht worden war. Sie sagten mir, dass das einzige, das sie tun könnten, sei, einen Brief an die Ältesten der Versammlung meines Bruders schreiben, und wenn er leugnen würde, könnten sie nicht mehr tun.

Ich glaube nicht mehr, dass zu meinen Lebzeiten noch irgendetwas mit meinem Bruder geschieht. Das ist so, obwohl ich noch großes Vertrauen zu Jehova habe. Er weiß, was mit mir geschehen ist. Täglich bete ich darum, dass der ganze Schmerz in mir vergeht, und mit Hilfe vieler Therapien mache ich ein paar Fortschritte in meinem Leben.

Ich habe noch riesige Schwierigkeiten mit dem Wissen, dass mein Bruder, der seine Schwester belästigte und vergewaltigte, auf dem Podium auf irgendwelchen Abendzusammenkünften Reden sowohl vor Erwachsenen, als auch besonders vor Kindern über eine Vielfalt von Themen hält. Ich bin wirklich überzeugt, dass jeder, der der Kindesmisshandlung oder des Inzests verdächtigt ist, nicht einen anderen Menschen lehren dürfen sollte, was ihre Version von Jehovas Wort ist.

Ich will damit enden, dass ich sehr dankbar bin, in der Lage zu sein, Jehova Gott in meinem Leben zu haben, und dass es durch das Opfer seines Sohns Jesus Christus möglich ist, am Leben zu bleiben, wenn diese Welt am Ende ist. Ich bin in der Lage, dieses Vertrauen zu haben, weil ich die Bibel allein lese und ich weiß, dass Jehova und Jesus alle kennen.

Danke dafür, dass du mir diesen Ort gibst, um nicht nur meinen Schmerz, sondern auch mein Vertrauen zu äußern..

HJ

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Ich habe gerade die Nachrichtensendung von Dateline heute Abend gesehen. Es hat lange gedauert, bis sie gesendet wurden. Ich wurde als Zeugin Jehovas geboren. Mein Vater war viele Jahre lang Vorsitz führender Aufseher. Ich verließ die "Wahrheit" für einige Jahre und habe nur versucht, mit meiner Kindheit fertig zu werden. Ich kam schließlich als verheiratete Frau (ungläubiger Ehemann) zurück und hatte zwei Kinder. Meine Schwester wurde im Alter von etwa 18 Jahren wegen Unzucht ausgeschlossen - ich fand es merkwürdig, dass sie von 5 Fällen die einzige war, die ausgeschlossen wurde. Der damalige Vorsitz führende Aufseher stellte ihr viele sexuell explizite Fragen; zum Beispiel: "Kannst du im Detail erklären, wenn du masturbierst, und wie "? Zu einer anderen Zeit wurde meine 10 Jahr alte Freundin von derselben Person nach den sexuellen Details ihrer ausgeschlossenen Mutter gefragt. Dieser Älteste verlor sein Amt schließlich, weil seine Frau damals drohte, wegen seiner körperlichen und sexuellen Handlungen mit ihr und seinen Kindern zur Polizei zu gehen. Er durfte immer noch von Tür zu Tür gehen.

Tut mir Leid, ich bin etwas vom Thema abgekommen. Lass mich zum Grund für diese E-Mail kommen. Mein Mann hat mich sexuell missbraucht und körperlich misshandelt. Ich wurde vergewaltigt, geschlagen, er stieß Morddrohungen gegen mich aus usw., usw. Einmal war ich in der Lage, mit meinen zwei Kleinkindern ins Auto zu steigen und die 3 Meilen zu meinen Eltern nach Hause zu fahren. Ich sagte meiner Mutter und meinem Vater (einem Ältesten), dass ich vorhatte, mich von meinem Mann scheiden zu lassen. Ihre Antwort darauf war: "Ich glaube nicht, dass du Grund hast, das zu tun." Ich war entsetzt. Hier stand ich vor ihnen, kaum in der Lage zu gehen, blutend und mit Druckstellen auf meinem Hals, wo er versucht hatte, mich zu erwürgen. Ich sagte ihnen, dass mich das nicht interessierte; geistigen Folgen seien eine Sache zwischen Jehova und mir. Ich habe mich jetzt die letzten sechs Jahre immer wieder versteckt - er fand mich allerdings doch immer. Das letzte Mal hielt er mir und meinen Kindern die Pistole auf die Brust. Mein Exmann sagte unseren Kindern (4 und 5 Jahre alt ), dass er vorhabe, Mami zu töten. Sogar nach alldem hat mein Vater immer noch seine Anrufe angenommen und versucht, diesem bösen Mann Zeugin zu geben. Ich habe eine schlechte Erfahrungen mit Personen in einer Versammlung nach der anderen gehabt. Ich glaube immer noch, auch noch an einige der Lehren, aber ich kann einfach nicht etwas unterstützen, das so heuchlerisch ist.

Ich möchte Bill Bowen (und besonders Erica Garza) wissen lassen, wie stolz ich bin, dass sie gegen diese Ungerechtigkeiten aufstehen. Ich möchte, dass Erica weiß, dass sie nicht alleine ist und nichts falsch, sondern alles richtig gemacht hat. Ich fühle mit ihr und anderen wie sie.

EL

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Bill, du bist mein Held, ich habe gerade die Sendung über das Rechtssystem in der Organisation der Zeugen Jehovas zu Ende gesehen. Ich dachte, dass ich der einzige Fall war. Um eins klarzustellen: ich wurde nicht von einem Mitglied der Kirche sexuell missbraucht, sondern ein Mitglied hat mich zusammengeschlagen. Dieses Mitglied ist mein Vater, und ich war 12 Jahre alt, als das geschah. Ich erinnere mich daran, dass die Ältesten ins Haus kamen und mit mir und meiner Familie sprachen, ich hatte überall im Gesicht und am Körper blaue Flecken. Und doch sie ermutigten uns, diese entsetzliche Tat unter den Teppich zu kehren. Mein Vater wurde nie aus der Versammlung geworfen, aber ich wurde einige Jahre danach von einer anderen Versammlung ausgeschlossen, weil ich aufhörte, die Kirche zu besuchen. Die einzige Strafe, die er bekam, war, dass er nicht Ältester werden konnte. Danke, dass du für uns die Stimme erhebst. Viele liebe Grüße und Gottes Segen.

VA

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Mein Name ist C, und bis ich heute Abend Dateline sah, dachte ich, dass ich alleine war. Ich bin eine 31 Jahr alte Frau, die die ersten 14 Jahre ihres Lebens als Zeugin aufgezogen wurde. Mein Vater (ein Zeuge) und meine Mutter (Ungläubige) ließen sich scheiden, als ich 5 war, und mein Vater heiratete wieder, als ich 7 war - eine Mitzeugin. Meine Stiefmutter hatte zwei Söhne aus früheren Beziehungen. Ein Sohn war zwei Jahre jünger als ich, und der andere war acht Jahre älter als ich. Als sie heirateten, war mein Stiefbruder getauftes Mitglied der Versammlung. Als ich 7 war, begann mein Stiefbruder, mich zu belästigen, und das gipfelte in einer Vergewaltigung, als ich 8 und er 16 war. Ich erzählte meinem Papa, was in jener Nacht geschehen war. Mein Papa warf meinen Stiefbruder nicht aus dem Haus. Er machte sich nicht einmal die Mühe, ihn aufzuwecken. Er und ein anderer Bruder in der Versammlung brachten mich aus dem Haus in die nächste Notaufnahme.

Mein Papa fürchtete, dass ich vielleicht schwanger war. Ich wurde sehr schmerzhaften Untersuchungen unterzogen. Eine Polizeibeamtin fragte mich, was geschehen war, und ich sagte es ihr, aber nichts wurde getan. Die DFACS kam nie ins Spiel. Ich weiß nicht, was mein Papa der Beamtin sagte, aber es wurde nichts unternommen. Am nächsten Tag wurde ich einer von einem Hauptältesten der Versammlung durchgeführten "Inquisition" unterzogen. Seht, der Stiefbruder leugnete den ganzen Vorfall. Er gestand schließlich, nachdem er dem Ältesten sagte, dass ich weder schrie noch kämpfte, als er mir wehtat. Alle anderen (einschließlich meinem Papa) nahmen an, dass mein Stillhalten Zustimmung war. Mir wurde eine Bibelstelle nach der anderen über die Gefahren vorgelesen, eine Hure zu werden. Sowohl mein Papa als auch der Älteste rieten mir, es nicht meiner Mama zu sagen, weil sie eine Ungläubige war und der Versammlung Schwierigkeiten machen würde. Mein Stiefbruder erhielt keinen Rat, er wurde nicht ausgeschlossen, und mein Papa warf ihn nicht aus dem Haus. Ich verlor alles. Ich verlor meinen Gott, meinen Papa, meine Mama, meine Selbstidentität, mein Gefühl der Sicherheit und jedes Selbstbewusstsein, das ich zu haben hoffte. Mein Papa warf ihn schließlich fast ein Jahr später raus. Der Stiefbruder hatte begonnen, zu stehlen und gestohlene Sachen ins Haus zu bringen. Mein Papa fürchtete, dass er festgenommen würde, weil der Stiefbruder immer noch ein Minderjähriger in seinem Haus war. Ich erhielt keine Therapie nach der Vergewaltigung, während ich mit meinem Papa zusammenlebte. Ich zog zu meiner Mama, als ich 14 war. Ich war fast 18, bevor ich ihr überhaupt sagte, was geschehen war. Ich begann schließlich in diesem Jahr mit einer Vergewaltigungstherapie. Seit der Vergewaltigung bin ich von mir aus Jungfrau geblieben. Um ehrlich zu sein, ich habe keinem Mann seit dem Vorfall vertraut. Die Vorstellung von Ehe und Kindern ist für mich ein Witz. Bis heute hasse ich die Zeugen nicht oder mache sie verantwortlich für das, was mit mir geschah. Ich mache meinen Papa, den Stiefbruder und die anderen Ältesten allerdings dafür verantwortlich, zuzulassen, dass diese Art Böses um sich greift und und in der Versammlung gedeiht. Sagte Jesus nicht, wenn irgendjemand ein Kind verletzen sollte, wäre es leichter, wenn diese Person mit einem an ihren Hals gebundenen Stein ins Meer geworfen würde? Bringt die Bibel uns nicht bei, dass ein Glaube ohne Werke tot ist? Wir können sagen, an Jehova zu glauben sei alles, was wir wollen, geben aber nur Lippenbekenntnisse von uns, weil wir nicht gegen das Böse vorgehen, wenn es buchstäblich unter uns lebt? Sagte Jesus nicht: "Nicht jeder, der zu mir Herr, Herr sagt, wird in das Königreich der Himmel eingehen"? Wir sind nicht anders als "die Welt", wenn wir diese Art des Benehmens hegen und erlauben. Geschweige denn von den Brüdern und Schwestern zu reden, die wir zum Straucheln bringen, und von den Ungläubigen, die davon abgehalten werden, der guten Botschaft auch nur zuzuhören. Denkt darüber so: Wenn wir morgen vor Jehova stehen müssten, wer von uns wird die Kühnheit haben, vor ihm zu stehen und zu sagen: "Ich lasse das geschehen"? Sagte nicht Jesus, "wenn dein Auge dich straucheln macht, reiß es aus. Besser, in das Königreich der Himmel mit einem Auge einzugehen, als mit zweien draußen zu bleiben"? Wenn wir Böses sehen, ist es an uns, "es auszureißen" und "auf Jehova zu warten", dass er uns die richtige Handlungsweise und Richtung weist. Ich fühle mit allen und verstehe sie wirklich, die gelitten haben. Ich würde nicht gern sehen, dass der Glaube wegen dem Bösen einiger und der Gleichgültigkeit und unangebrachten Hilfe anderer geteilt ist.

CD

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Ich bin eine 48 Jahralte Frau, die alle Bereiche von Missbrauch und Gewalt durch einen jungen Mann überlebt hat, den ich in meiner Versammlung im Jahr 1971 heiratete. Er war ein Sohn des Vorsitz führenden Ältesten. Seine Eltern versäumten, mir zu sagen, dass er als schwer seelisch gestört diagnostiziert worden war. Doch weiß ich nicht, ob mich das davon abgehalten hätte, ihn zu heiraten, weil ich aus meiner Situation mit meiner Mutter und meinem Stiefvater herauswollte. Beide waren Zeugen Jehovas, meine Mutter war eine Vollzeitpionierschwester, und mein Stiefvater war Ältester. Er war anzüglich und roh. Als heranwachsenden Teenager in der Pubertät, der ich war, hat er oft bei meiner kleinen Schwester und mir Gefühle getestet. Er hat mich in die Brüste gekniffen und auf meinen Hintern geschlagen. Er hat anzügliche Dinge aus Spaß gesagt, aber uns beigebracht, keine Wellen zu machen und ihn weiter glücklich zu machen, weil er wirklich gemein sein konnte. Meine Mutter hat ihre Wut an uns Kindern zu Hause ausgelassen, war aber der soziale Paradiesvogel im Königreichssaal. Sie ließ meinen Stiefvater tun, was immer er wollte. Sie waren zu Hause zwei andere Menschen als im Königreichssaal oder bei gesellschaftlichen Zusammenkünften. Ich heiratete meinen Mann und verlor mein erstes Kind im siebten Monat, nachdem er mich in den Magen trat und mich auf dem Eis zu Fall brachte. Der Missbrauch wurde mit den Jahren immer schlimmer. Ich begann, die Ältesten um Hilfe zu bitten, man gab mir stattdessen aber Schuldgefühle, weil ich keine gute Ehefrau sei. Als ich blaue Flecken bekam, sahen die Leute bei den Zusammenkünften weg. Seine eigenen Eltern, auch ein Ältester und eine Pionierschwester, verließen eines Tages unser Haus, während ihr Sohn über mir war und mich schlug und mich vor unseren Kindern, die schrieen, erwürgen wollte. Sie gingen einfach hinaus. Es brauchte Jahre später "Weltmenschen", um mir zu zeigen, dass ich diese Gewalttätigkeit nicht verdiente und dass es Hilfe für mich gab. Nachdem ich jahrelang meine Mutter, meine Schwestern, die Ältesten ... Jehovas Volk!!!! gebeten hatte, mir zu helfen, brauchte es die Liebe von Menschen, von denen mir beigebracht wurde, sie seien keine fürsorglichen, liebevollen Menschen wie Jehovas Volk. Das Licht begann, langsam zu heller zu werden. Es gab viel Schmerz und Verlust, aber ich fand schließlich meine Freiheit. Freiheit von Missbrauch und Misshandlung ... sexuell, seelisch, körperlich, geistig und SPIRITUELL. Jetzt kenne ich wirklich die Wahrheit und einen liebevollen, wertvollen himmlischen Vater, der den Weg zu wirklichem Frieden und Freude und Freiheit zeigte. Es ist so vieles an dieser Geschichte, was ich nicht erzählt habe, weil es wirklich ein Buch füllen würde, aber eines Tages habe ich vor, es zu schreiben. Ich wollte das mitteilen, weil ich, nachdem ich deine Geschichte in Dateline gesehen habe, jetzt weiß, wie verbreitet und entsetzlich diese Situation ist! Möge Jehova dich wirklich sehr für deine Arbeit segnen!

SL

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Hallo, ich war eine Zeugin Jehovas, ebenso mein Mann. Kurze Zeit, nachdem wir heirateten, begann er, mich und meine zwei Kinder zu misshandeln. Ich hatte schwarze Augen und Druckstellen, und er hat meine Kinder getreten und sie ohne Abendessen ins Bett geschickt, weil sie immer weinten. Es wurde wirklich schlimm. Ich habe die Ältesten angerufen, und sie haben mir gesagt, ich dürfe nicht die Polizei rufen, es sollte innerhalb der Versammlung bleiben. Die Ältesten sagten, dass ich den Zeugen einen schlechten Ruf oder schlechte Publicity geben würde. Ich konnte nicht glauben, was ich hörte. Ich blieb länger ruhig. Bis er schließlich einmal mitten in der Nacht mein zwei Jahre altes Töchterchen nahm, während ich schlief. Bis heute weiß ich nicht, was er ihr antat, aber ihr Gesicht hatte blaue Flecken und sie war im Schockzustand. Das war es. Ich hatte nicht vor, das noch länger hinzunehmen. Danach nahm ich meine Kinder und verließ ihn, verließ die Versammlung und kam nie mehr zurück. Und niemand konnte natürlich glauben, dass mein Mann tat, was er tat. Es war, als bestehe er aus zwei verschiedenen Menschen, er handelte wie ein guter, anständiger Zeuge, aber ich wusste, dass das Vortäuschung war und er ein Heuchler war. Und der traurige Teil ist, dass ihn die Ältesten bleiben lassen. Ich glaube, dass die Ältesten sehr im Unrecht sind, wenn sie die Zeugen davon abhalten, zur Polizei zu gehen. Es ist einfach verkehrt. Das ist, warum ich Zweifel an den Zeugen Jehovas habe, etwas stimmt da nicht. Später fand ich dann heraus, dass mein Exmann wieder heiratete und dasselbe mit seiner Frau machte, und sie verließ ihn auch. Dies ist eine wahre Geschichte von einem schweigenden Lamm aus San Antonio, Texas.

MO

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