Missbrauchte Lämmer                                                        Seite 4

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Gedichte und Gedanken

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Vor etwa sechs Jahren kam ich zu den Ältesten und erzählte ihnen, dass ich von meinem Vater sexuell missbraucht wurde. Meine Mutter verließ schließlich meinen Vater (ich war damals 14), und ich erlebte lange Sitzungen mit den Ältesten wegen der Situation. Sie sagten mir, ich solle nicht zur Polizei gehen, das würde ein schlechtes Licht auf die Versammlung werfen. Sie sagten mir auch, ich MÜSSE meinem Vater vergeben, denn das sei das, was die Bibel sage. Aber ich bin nun einmal eigensinnig, und so ging ich doch zur Polizei. Weil ich bei der Polizei Anzeige erstattet hatte, wurde ich ausgeschlossen, weil ich nicht die theokratische Anweisung befolgt und meinem Vater direkt vergeben hatte.

Nun spricht meine Familie nicht mehr mit mir, doch mein Vater wurde als "reuig" befunden und blieb aktives Mitglied in der Versammlung. Ich habe gehört, dass er wieder geheiratet hat - eine Frau mit kleinen Kindern, und dass er Dienstamtgehilfe ist. Ich fand online einen Brief der Wachtturm-Gesellschaft, der an die Ältesten in allen Versammlungen verteilt wurde und in dem es heißt, Personen mit einer pädophilen Vergangenheit DÜRFEN von Haus zu Haus gehe, Kommentare geben, mit kleinen Kindern zusammen sein, Älteste werden usw. ... solange es seit längerem keine Anklage gegen diese Person gibt. Wirklich sehr traurig. Ich war erstaunt, dass TAUSENDE von Leuten gibt, die in einer Lage wie ich waren ... es ist ermutigend, wenn man sieht, dass man nicht allein ist! :-)

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Ich bin erstaunt, dass Leute sich so gut hinter einer Religion verstecken können und es schon so lange tun. Meine Eltern sind Zeugen Jehovas, und meine Familie wuchs in dieser Religion auf. Ich habe sieben Brüder und zwei Schwester, und nur einer bleibt in der Religion. Er war eine Zeitlang Ältester, in dieser Zeit missbrauchte er seine Stieftochter sexuell. Er schlug sie auch einmal zusammen; sie entkam von zu Hause und wurde von einem Angestellten der bewaffneten Garde aufgelesen. Sie wurde zum Haus eines Ältesten gebracht. Er brachte sie nicht zu einem Arzt, obwohl sie ausgedehnte blaue Flecken im Gesicht hatte.

Eine Woche später wurde sie in die Wohnung meines Bruders geschickt und wurde von ihrer Mutter misshandelt. Ich bat die Wohlfahrt einzuschreiten, und sie wurde aus diesem Umfeld herausgenommen. Leider war es zu spät für sie. Sie wandte sich Drogen zu und hatte mit Depressionen zu kämpfen. Diese Religion ist so männerorientiert, dass Frauen und auch Kinder keine Chance haben. Von all meinen Brüdern und Schwestern wurde mehr als die Hälfte sexuell missbraucht, und alle wurden wir körperlich misshandelt. Man mag sexuellen Missbrauch verbergen können, aber ich glaube nicht, dass man das mit körperlicher Misshandlung kann. Wir gingen immer mit bauen Flecken überall auf den Armen und Beinen in die Versammlung, doch nichts wurde unternommen.

Der Versammlung meiner Mutter in Neuseeland wurde gesagt, sie sollten sich diese Webseite nicht ansehen, und das ist wieder nur ein Beispiel, wie man die Gedanken einer Versammlung unter Kontrolle bringt.

SM

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Vor ein paar Abenden sprachen wir telefonisch miteinander. Ich konnte kein Bild von mir finden, auf dem ich jünger war, aber sobald ich eins finde, werde ich es abschicken.

Ich glaube, es begann, als ich etwa acht Jahre alt war. Meine Mutter hat tagsüber gearbeitet, so verließ sie sich auf Mitzeugen, die auf mich aufpassten. Ich hatte eine regelmäßige Babysitterin, aber manchmal hat die Nachbarin von nebenan, die auch eine Zeugin Jehovas war, auf mich aufgepasst. Die Schwester (Nachbarin von nebenan) arbeitete auch an den frühen Abenden, so hat sie mich mit ihrem ältesten Sohn allein gelassen. Er hat mich zwei Jahre lang missbraucht.

Als ich es zu Beginn meiner Mutter sagte, sagte sie, ich sollte schreien. Als 8-Jährige erzählte ich dem Täter, was meine Mutter mir aufgetragen hatte, und er hielt mir den Mund zu. Wie alles herauskam? Ich erzählte es der Tochter der Babysitterin, die üblicherweise auf mich aufpasste. Die wiederum erzählte es ihrer Mutter. Ihre Muttern nahm mich in die Mangel und sagte mir, ich solle ihr alle blutrünstigen Einzelheiten erzählen. Sie wiederum informierte meinen Onkel, der Ältester in der Versammlung war.

Als wir eines Abends von der Versammlung nach Hause kamen, warteten die Babysitterin, ihre Kinder und die Nachbarin von nebenan draußen. Wir gingen alle ins Haus, und ich wurde gezwungen, alle Einzelheiten noch einmal zu erzählen, diesmal vor einer Zuhörerschaft aus 7 bis 9 Leuten. Sie fragten mich, ob ich es mochte, wie es sich anfühlte, ob ich wolle, dass er weitermache und andere Fragen, die man einem Kind nicht stellen sollte. Danach wurde mein Onkel benachrichtigt.

Am nächsten Tag kamen mein Onkel, die Nachbarin von nebenan und ihr Sohn herüber. Diesmal wollten sie, dass ich es VOR dem Täter noch einmal erzählte. Nachdem ich die Geschichte schon zweimal erzählt hatte, hatte ich zu sehr Angst, etwas zu sagen, während der Täter dabei war, so begann ich zu weinen, weil er gesagt hatte, wenn ich es jemandem erzählte, würde er meine Mutter dazu bringen, ihn zu hassen, und er würde ihr auch wehtun. Ich weinte also bloß weiter. Dann sprach mein Onkel ein Gebet, und ich erinnere mich daran bis auf diesen Tag: "Vergib diesem Kind, dass es über diesen armen jungen Mann gelogen hat." Ich habe nichts mehr gesagt. In meiner Vorstellung war die Drohung wahr geworden. Danach war meine Mutter nicht mehr so liebevoll und begann, mehr auf die anderen Kinder im Königreichssaal zu achten als auf mich.

Ein paar Wochen später verdrosch mich die Babysitterin so sehr, dass ich blaue Flecken hatte. Der Lehrer benachrichtigte die Schulkrankenschwester, die die Polizei rief. Ich wurde von einem Ermittler befragt und sagte ihm, was mit dem Nachbarssohn von nebenan geschehen sei. Es kam jedoch nichts dabei heraus, denn als der Ermittler zu uns nach Hause kam, um mit meiner Mutter zu sprechen, sagte sie, ich hätte alles erfunden.

Im Haus einer anderen Babysitterin wurde ich von ihren beiden Enkeln missbraucht. das geschah ein Jahr lang oder so. Aber diesmal sagte ich nichts, weil mir letztes Mal niemand geglaubt hatte.

Jahrelang dachte ich, vielleicht hätte ich das wirklich alles im Kopf erfunden, weil ich von allen, die es wussten, daran erinnert wurde, dass ich eine Lügnerin sei. Die längste Zeit war ich nicht in der Lage, mich zu melden, weil ich meine Stimme nicht finden konnte. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Dämon zur Ruhe zu bringen ... weil ich heute erkenne dass ich nicht mit dieser Scham hätte leben sollen, denn es war nicht meine Scham. Es war nicht meine Schuld, ich habe es nicht erfunden, und ich bin verdammt noch einmal keine Lügnerin. Ich bin kein 8-jähriges Mädchen mehr. Ich bin kein schweigendes Lamm mehr.

BG

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Ich habe viele der Berichte auf deiner Webseite gelesen, und sie waren faszinierend und auch traurig, und ein Thema zieht durch alle wie ein roter Faden

Die Ältesten haben es königlich vermurkst. Mein Bericht ist ebenso faszinierend ...

Father's Touch: A Survivor's Memoir of Sexual Abuse & Faith, Kapitel 12:

Ronny weiß, dass er etwas tun muss. Er versprach, dass er es tun würde. Aber er ist jetzt ein getaufter Christ, er kann seinen Vater nicht körperlich verletzen. Stattdessen streckt er die Hand aus und ruft um Hilfe. Er beschließt, sich den Ältesten im Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Aylmer anzuvertrauen.

Mama sagt: "Erzähl es nicht.”

Papa sagt nichts, als sei seine Bloßstellung unvermeidlich. Gott weiß, dass er "das Spiel" spielt. Nun werden Gottes Älteste es herausfinden. Sein Schweigen in dieser großen Krise ist ein kalkulierter und brillanter Zug.  Ich, ich bin ekstatisch. Keine Geheimnisse und Lügen mehr.

And Ronny? Für ihn als ältesten Sohn ist der Druck auf meinen Bruder unerträglich. Er befürchtet körperliche Vergeltung von seinem Vater, nicht nur für ihn selbst, sondern auch für uns. Doch nun hat er es mit einem weiteren unbekannten Faktor zu tun - wie werden die Ältesten auf die Neuigkeit reagieren?

Er bricht zusammen, gesteht vor den Männern Gottes, dass unser Vater jahrelang sexuell mit uns gespielt hat. Ihre Reaktion: eine Mischung aus Distanz, Neugier und Bestätigung.

In der Gesellschaft der Zeugen sind geistig schwache Männer suspekt. Vielleicht nur, weil es ihnen an Glauben fehlt. Wo es kein Zeichen von Fortschritt gibt, gibt es echte Sorge. während seiner vierzehn Jahre als Zeuge war meines Vaters Beteiligung bei den Zeugen Jehovas bestenfalls sporadisch. Die Ältesten "wissen", dass etwas nicht mit ihm stimmt. Jetzt haben sie die "Beweise" gegen ihn.

Papa wird zu einem Treffen mit drei Ältesten gerufen. Mama ist wütend auf Ronny, weil er das Schweigen gebrochen hat. Ihre private Demütigung ist dabei, ihren inneren Kreis zu verlassen. Uns vieren sagt man, wir müssten vor den Ältesten aussagen. Ronny ist 15, ich bin 12, Marina ist 10, und Erik ist sieben.

Papa gesteht die Anschuldigungen. Wie auch nicht? Warum sollten seine vier Kinder lügen? Warum sollte Mutter lügen? Nebenbei, sein Schweigen af die Enthüllung von Erik zwei Jahre zuvor ist ein Eingeständnis der Schuld. So ist sein stilles Schuldeingeständnis wirklich nicht überraschend. Vielleicht dient sein Schweigen einem Zweck. würde eine selbstdefensive Haltung oder das gegenteilige Herangehen eine bereits explosive Situation noch verschärfen?

Meine Naivität und Unschuld werden zum ersten Mal in den Ring geworfen. Ich fühle mich wie ein Zeuge bei einem Strafprozess. Ich bin nervös und aufgeregt, dass unser Familiengeheimnis schließlich herauskommt. "Mein Leben wird sich zum Besseren ändern", rede ich mir ein.

2001 Copyright, Father's Touch von Donald D'Haene

UM DIE VOLLSTÄNDIGE GESCHICHTE ZU FINDEN UND WIE DIESES BESONDERE DRAMA SICH ENTFALTET SEHR NACH UNTER:  www.fatherstouch.com. Dort weitere Informationen über Donald D'Haenes autobiografischen Bericht.

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Ich wurde 1962 in eine Familie von Zeugen Jehovas hineingeboren. Damals lebten wir in Montana ... Es ist egal, aus welchem Bundesstaat man kommt, jede Versammlung in unseren 50 Bundesstaaten wird diese Täter hegen und schützen ... und das Opfer ignorieren. Meine Mutter überließ mich der Fürsorge eines Ältesten und seiner Familie, während sie meine Schwester jeden Morgen zur Grundschule brachte. Ich wurde in dem Haus bei offenen Türen allein gelassen, so dass diese Familie herüberkommen und nach mir sehen konnte. Der Älteste war es, der jeden Morgen herüberkam. Wenn er in unser Haus kam, war er bereits hart. E ließ mich ihn überall berühren, dann bat er mich immer, den Mund aufzumachen und seine Geschlechtsteile zu küssen und abzulecken. Ihr seht, wenn man Zeuge ist und dazu noch Ältester, dann werden Eltern mit Kindern in der Versammlung diesen Individuen ihre Kinder übergeben und "es werden keine Fragen gestellt".

Aber mir wurde gesagt, ich solle Älteste lieben und respektieren, schließlich hat meine Mutter mir viele Jahre lang immer wieder gesagt, mein Vater habe mich nie gewollt und sie habe zu den Ältesten gehen und fordern müssen, dass sie meinem Vater sagen, er solle nicht leugnen, weitere Kinder zu haben. Das taten sie und hier bin ich. Gemäß Mutter schulde ich den Ältesten mein Leben. Und bitte knausere nicht mit der Zuchtrute ... Meine Mutter wollte vollkommene kleine Zeugenkinder, die bei den Zusammenkünften nie Ärger machten und sie vor der Versammlung in Verlegenheit brachten. Ich erinnere mich nicht an ein Ml nach der Versammlung, wo meine Schwester und ich nicht mit einem Gürtel oder einer Gerte geschlagen wurden.

1969 zogen wir von Montana in die Gegend von Los Angeles, wo wir uns in einer neuen Versammlung niederließen (die GROSSE im Süden). Meine Mutter begann mit dem Vollzeitpionierdienst, und mein Vater schlug uns Kinder weiter, bis wir vollkommen waren. Später, als ich 12 war, zogen wir in denselben Block mit zwei Ältesten und ihren Familien und einem Dienstamtgehilfen und seiner Frau. Meine beste Freundin D war die Stieftochter eines der Ältesten. Der andere Älteste D W hatte eine Frau und zwei kleine Kinder, er begann, D und mir Abends Schlaftabletten zu geben, und wenn wir einschliefen, hatte er seinen Spaß.

Er nahm uns auch getrennt zu Besorgungen im Auto mit. Dann fuhr er von der Straße ab auf einen Parkplatz und hatte Sex mit uns. Er hat uns immer gesagt, er liebe uns und wolle uns heiraten. Ich wusste es wirklich nicht besser. Ich dachte, Älteste wären wie Götter, die nie etwas Falsches taten.. D brach schließlich zusammen und erzählte ihrem Stiefvater, dem Ältesten, was der andere da tat. Bereit, Leute? Die beiden Ältesten waren nämlich gute Freunde. Sie beschlossen, niemandem sonst zu erzählen, was geschehen war ... D's Vater sagte mir, ich dürfe zu niemandem etwas sagen, nicht einmal zu einen Eltern, weil Jehova selbst sich um die Sache kümmere. So habe ich getan, was er sagte. Erst später, als ich über Dreißig war und alle möglichen seelischen Probleme hatte, konfrontierte ich schließlich meine Mutter damit und fragte sie, warum um Himmels Willen sie erlaubt habe, dass ich immer wieder mit einem erwachsenen Mann wegfuhr.

Ich war inzwischen mit einem Mann aus der Welt verheiratet, ich hatte eine wunderbare Tochter und schwor mir, dass ihr nie so etwas zustoßen sollte ... Und ratet mal! Mein Mann begann 1984 ein Studium mit den Zeugen Jehovas und wurde 1985 getauft. Das verursachte viele Probleme zwischen uns, und 1996 reichte ich die Scheidung ein. Während der Scheidung, als meine Tochter meinen Ex besuchte, hatte er einen Freund da, der früher Dienstamtgehilfe war, der Alkoholiker war, aber immer noch ein Zeuge, der die Zusammenkünfte besuchte. Er und mein Ex betranken sich an dem Abend in der neuen Wohnung, mein Ex fiel in Ohnmacht, und sein Bruder in der Wahrheit (J K) ging nach oben und fiel über meine Tochter her. SIE WAR ERST 12 JAHRE ALT. Was für ein stolzes Vermächtnis von Schmerz und Herzeleid habt ihr bösen Leute hinterlassen, ihr habt das Unvorstellbare getan, und so könnt ihr vor der Welt so tun, als seid ihr keines Fehlverhaltens schuldig. Ich kann mir nicht vorstellen, was ihr für eure Verbrechen verdient ... Hört auf, Kindern weh zu tun.

KC

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Wen es angeht: Bitte nimm mich in deine E-Mail-Liste auf. Ich bin Exzeuge und war mit einer Exzeugin verheiratet, die jahrelang von einem Ältesten sexuell missbraucht wurde, und nichts wurde getan, bis sie zum Kreisaufseher ging. Danach  wurde ihr das Vorrecht des Sonderpionierdienstes genommen. Ich war erstaunt, wie das ganze Elend gehandhabt wurde, und schließlich wurden mir die Augen geöffnet. Später, als ich einen Ältesten zum Geschäftspartner hatte und mit diesem Problem zu den Ältesten ging, machte dieser Mann nicht nur mir, sondern auch anderen jungen Brüdern, die wir eingestellt hatten, [Schwierigkeiten]. Jedenfalls wäre ich gern auf deiner E-Mail-Liste. Danke ...

TM

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Danke! Ich mag deine Webseite und das, was du tust! Ich bin ein Missrauchsopfer und meine Tochter auch ... Ich danke GOTT für seine Kraft und Liebe, dass er mich stark genug gemacht hat, um gegen die seelische Sklaverei dieses entsetzlichen Verbrechens zu kämpfen. Ich besuche deine Webseite oft.

WN

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Liebe Silentlambs,

Ich schicke euch zwei Briefe, die ich 1999 schrieb, da sie mir zu heilen und das schmerzliche Vermächtnis, in das ich hineingeboren wurde, zu besiegen halfen. Ich hoffe, dass du in der Lage sein wirst, diese Schreiben mit anderen zu teilen, die ebenso fühlen, damit sie etwas daraus für sich gewinnen.

Die Botschaft ist ... Es gibt Hoffnung ... Ihr könnt überleben ... Ihr könnt weitermachen ... Und die Dinge können besser werden ... wenn ihr bereit seid, Hilfe zu suchen ... Stellt euch euren Ängsten ... und arbeit hart an eurer Heilung, und dabei werdet ihr lernen, euch selbst zu lieben ...

Tamar

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Das Folgende sind Briefe an meinen Bruder, der mich missbraucht hat:

9. Mai 1999

Raymond,

Ich möchte, dass du deine Auswirkung auf mein Leben verstehst.

Die früheste Erinnerung, die ich an dich habe, war, als ich ungefähr vier Jahre alt war. Ich kann mich erinnern, wie du mich mit Kaugummi bestochen hast. Ich liebte Kaugummi, als ich klein war, und du hast gesagt, du würdest mir ein ganzes Stück geben, wenn ich meine Unterhose auszöge und mich auf den Garagenboden hinlegte. Ich erinnere mich an die Dunkelheit in der Garage, und wie kalt der Boden war, als du mir weh tatest, indem du dich auf mich legtest. Ich habe mich über die Kälte beklagt, so hast du ein Handtuch auf den Boden gelegt, damit ich mich darauf legen konnte. Ich kann mich an eines der vielen Male, wo das passierte, erinnern, jemand klopfte an die Garagentür. In Panik hast du mir gesagt, ich solle still sein und spielen. Ohne zu fragen habe ich getan, was du gesagt hast, und ging auf den roten Innenhof hinter der Garage und stellte einen Fuß auf das Dreirad meiner Schwester und schob es mit dem anderen Fuß herum. Ich erinnere mich, wie du jemandem sagtest, du würdest nach etwas suchen, als sie dich fragten, was du da tust. Später hast du mir ein extra Kaugummi gegeben und mir da Versprechen abgenommen, dass ich niemandem von unserem kleinen Spiel erzählte, das wir machten. Ich kann mich deutlich erinnern, dass das das erste Mal war, wo ich Schuldgefühle hatte. Damals wusste ich nicht, was ich empfand, aber als ich größer wurde, erfuhr ich, dass das, was ich verspürte, Schuld- und Schamgefühle waren für etwas, was ich nicht tun sollte. Ich konnte ein Geheimnis gut bewahren, und du hast mich weiter berührt und an verschiedenen Stellen unseres Grundstücks missbraucht, darunter auch auf dem großen Hof. Ich erinnere mich genau, als ich größer wurde, habe ich jedes Mal, wenn ich in die Garage ging, Angst verspürt.

Dann bist du weggegangen, und Vater st gestorben. Ich erinnere mich, dass ich mich allein und traurig fühlte. Du warst nicht da, um mir einen Kaugummi zu geben oder mich auf dir reiten zu lassen, und Vater war für immer gegangen. Ich erinnere mich, dass ich fühlte, ich hätte beide für immer verloren, weil Vater für immer in den Todesschlaf gefallen war und du wegen Stehlens ausgeschlossen wurdest.

Je größer ich wurde, umso mehr wuchs auch mein Schuldgefühl. Du bist nach Hause gekommen und hast wieder begonnen, mich zu missbrauchen. Schließlich hatte ich ein sehr schlechtes Gewissen, weil wir ein Familiengespräch hatten, in dem Mutter sagte, wir sollte nie Geheimnisse vor ihr haben, und wenn jemand etwas getan hätte, über das er reden wollte, dann würde sie zuhören. Später an dem Tag ging ich zu Mutter und erzählte ihr, was du und ich getan hatten. Ich erzählte ihr, welches schlechte Gefühl ich hatte, und ich weinte viel, weil ich dachte, ich käme in Schwierigkeiten. Sie versicherte mir, dass ich nicht in Schwierigkeiten war. Ich erinnere mich an das Keifen und Schreien, als du und Mutter kurz danach kämpften. Als du zum Stehlen weggingst, meinte ich, es war deshalb, weil ich die Sache erzählt hatte. Ich wusste nicht, dass du wegen Stehlens wieder im Konflikt mit dem Gesetz warst. Ich dachte, du hättest wegen dem, was du mir angetan hast, Schwierigkeiten. Ich fühlte mich traurig und war wütend auf mich selbst, weil ich unser Geheimnis erzählt hatte. Ich war ein trauriges kleines Mädchen, weil sowohl mein Vater als auch mein Bruder weg war.

Ich blieb dem Glauben treu, wie es alle um mich herum erwarteten, und versuchte, im Dienst für Jehova mich selbst zu finden. Schließlich war ich die Tochter des verstorbenen Vorsitz führenden Ältesten, und ich konnte niemanden im Stich lassen, wie du es getan hast.

Als ich 16 wurde, hatte ich meine erste Verabredung. Er war 23 Jahre alt, und was ich dachte, war: ein treuer Bruder in der Wahrheit. Bei der ersten Verabredung bat er mich, ihn zu heiraten. Er erzählte mir, er hätte bereits mit meiner Mutter gesprochen, und es sei in Ordnung, wenn ich ihn heiraten wollte. Impulsiv sagte ich Ja, und drei Monate später waren wir verheiratet. In unseren Flitterwochen nahm mich dieser treue Bruder in einen Pornofilm mit und begann zu erzählen, ich müsse mehr wie diese Frauen da werden. Er misshandelte mich, und ich wurde wütend. Ich begann, viel zu trinken, um mit dem Schmerz seines sexuellen Missbrauchs und der seelischen Misshandlungen fertig zu werden. Ich habe einfach angenommen, dass Männer, die einen lieben, einen sexuell missbrauchen, schließlich warst du ja das einzige Rollenvorbild für einen Mann, und du hast mich missbraucht. Meine Ehe endete, nachdem ich heftig geschlagen wurde, weil ich mich vor seinem Missbrauch nicht mehr ducken wollte. Mein Mann hatte mich missbraucht und betrogen. Er wurde ausgeschlossen. Ich fand mich selbst im jugendlichen Alter von 18 Jahren geschieden. Ich träumte nicht davon, Hilfe zu suchen, da die Organisation eine Therapie kritisch sieht.

Als ich 19 war, heiratete ich wieder. Diese ehe war vom ersten Tag an zum Scheitern verurteilt. Mein Mann war auch ein Bruder in gutem Ansehen in der Wahrheit, aber er war das Gegenteil von meinem ersten Mann und keine starke Person. Er war in seiner Persönlichkeit passiv und ziemlich nachgiebig. Wir waren arm, und er konnte keine anständige Arbeit bekommen, eine Arbeit behalten oder es fertig bringen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Wir endeten bei der Sozialhilfe, und das ärgerte mich. Ich wurde ernüchtert über die Ehe, die Religion und das Leben im Allgemeinen. Ich war wütend auf meinen Mann, weil er mich nicht vor dem Druck des Lebens rettete. Ich musste uns selbst unterstützen, da er keine Arbeit behalten konnte. Ich wurde schwanger und konnte nicht mehr arbeiten. Wir endeten ohne Wohnung und ohne Mittel. Schließlich, nachdem das Baby geboren war, hatte ich aus reiner Frustration eine Affäre in dem erbärmlichen Versuch, geliebt zu werden. Ich wurde ausgeschlossen. Ich verbrachte ein Jahr damit, wider in die Wahrheit zurückzukommen und zu versuchen, wieder gutzumachen, was ich ihm angetan hatte. Während dieser Zeit litt ich an Depressionen, Anorexie und Bulimie wegen der ganzen aufgestauten Wut, die ich mein ganzes Leben getragen hatte, und der Frustration, die ich fühlte, weil er nicht für mich sorgte. Nachdem ich wieder aufgenommen war, als mein Sohn zweieinhalb Jahre alt war, schickte ich den Ältesten einen Brief und sagte ihnen, sie sollten mich ausschließen, weil ich nicht mehr nach den Lehren der Wahrheit leben konnte, weil die Brüder für so vieles an Fehlverhalten blind waren. Weil ich kurz darauf ausgeschlossen wurde und keine Wiederaufnahme mehr versuchen wollte, endete meine Ehe mit einer Scheidung. Mein Mann sagte mir, er wolle nicht mit einer Ungläubigen verheiratet sein oder von ihr sein Kind großziehen lassen. Er wollte in keinem ungleichen Joch sein. Ich war gezwungen, um das Sorgerecht für mein Kind zu kämpfen, und nach fast einem Jahr erbitterter Schlacht erhielt ich das Sorgerecht.

Ich nahm alle Kraft zusammen und versuchte, mich selbst zu finden. Ich zog von Mann zu Mann in dem Versuch, jemanden zu finden, der mich lieben würde. Ich wurde von den Männern, die ich traf, benutzt und missbraucht. Die meisten traf ich in Bars, und sie wollten nur das Eine. Natürlich glaubte ich, der einzige Weg, dass jemand einen liebt, sei es, ihm zu geben, was er wollte, also tat ich, was immer sie wollten. Ich hatte zahllose Reihen diskreter und bedeutungsloser Affären für eine Nacht und kurze Beziehungen.

Mit 24 heiratete ich zum dritten Mal. Inzwischen sehnte ich mich nach Stabilität und Sicherheit, so heiratete ich einen Mann, der doppelt so alt war wie ich, in der Hoffnung, er wäre stabil und könnte bieten, was ich suchte. Er erwies sich als Schänder und Alkoholiker, aber ich war das Kämpfen so leid, dass ich mich mit dem Missbrauch abfand, nur um die Ehe zu retten. Ich konnte mir mit 24 nicht vorstellen, mit 25 schon dreimal geschieden zu sein. Zu der Zeit vermisste ich meine Familie sehr, und ich meinte, es sei an der Zeit, dass ich denen vergäbe, die mir früher weh getan hatten, so beschloss ich, euch wieder in mein Leben zu lassen. Du hast mich angerufen und gefragt, ob du kommen und für ein paar Tage bei mir bleiben könntest, weil du auf einer Geschäftsreise warst. Während du bei mir zu Hause warst, hast du mich ausgenutzt. Du hast gewartet, bis mein Mann zur Arbeit gegangen war, dann bist du in mein Bett gekrochen, als ich schlief, und hast versucht, mich zu vergewaltigen. Ich wäre eher gestorben, als dich noch einmal mich verletzen zu lassen. Ich trat dich, ich schlug dich, und schließlich habe ich dich die Treppe hinunter gestoßen. Ich warf dich mit Pistole im Anschlag aus dem Haus und rief die Polizei. Ich rief sofort die Polizei und habe dich wegen Vergewaltigung verklagt, aber aufgrund der Tatsache, dass ich, im Zeugenstand gefragt, nicht lügen wollte, ob ich das Kokain versucht habe, das du am Abend zuvor in mein Haus gebracht hattest, konntest du auf eine geringfügigere Anklage plädieren und bekamst Bewährung. Mein Mann hat mir nicht vergeben, dass ich dich in mein Leben gelassen hatte. Stattdessen wurde er in den folgenden Monaten noch wütender und hat mich mehr misshandelt. Er hat mich geschlagen, am Haar entlang geschleift und sogar eine Zigarette auf meinem Bauch ausgedrückt. Er war grausam und bösartig und sagte, die Vergewaltigung sei meine Schuld gewesen. Ich hatte Angst vor ihm, weil er sagte, er wolle mich umbringen. Er hat mich so hart geschlagen, dass mein Trommelfell platzte, und mich mehrere Male so gewürgt, dass ich ohnmächtig wurde. Eines Tages bekam ich solche Angst um mein Leben, dass ich ihn verhaften ließ, nachdem er mich geschlagen hatte. Meine Ehe endete mit Scheidung. Damals war ich kaum 27.

Jetzt bin ich 39 und seit 12 Jahren mit einem Mann verheiratet, der mich zu Beginn unserer Ehe seelisch und körperlich sehr misshandelt hat. Doch glücklicherweise, aufgrund unserer tiefen Liebe zueinander und dem Wunsch, ein glückliche Familie zu sein, haben wir die Misshandlungen überwunden. Es brauchte Jahre, viel Therapie und eine riesige Menge von beiden Seiten, über unser Missbrauchsproblem hinauszuwachsen. Durch Beratung haben wir den Gewaltkreislauf durchbrochen und eine liebevolle, gebende und fürsorgliche Beziehung kultiviert.

Im Alter von 39 Jahren habe ich endlich eine Familie und einen liebevollen Mann. Doch ich muss einfach traurig sein, wenn ich sehe, wie viele Jahre wir warteten, um den sexuellen Missbrauch, den ich als Kind erlitt, zu besiegen. Niemand hätte so leiden sollen. Mein Leen war so lange die reinste Hölle. Ich bin tief traurig über diesen Verlust an Jugend und Unschuld.

Warum hast du mir das angetan? Warum hast du mich so tief verletzt? Auch wenn du missbraucht wurdest, gab dir das nicht das Recht, andere zu missbrauchen! Du hattest kein Recht, mich und meine Schwestern zu belästigen! Du hattest kein Recht, unsere Körper, unsere Gefühle und unser Vertrauen zu missbrauchen. Ich verstehe nicht, warum du dich bei mir nie entschuldigt hast, dass du mich verletzt und so viele kostbare Jahre meines Lebens ruiniert hast. Ich kann dir vergeben, aber nie vergessen, was du mir angetan hast. Ich liebe dich, weil du mein Bruder bist, aber ich kann dir nie vertrauen!

Du hast nicht bloß meinen Körper missbraucht, du hast auch meine Seele missbraucht, und an diesen Narben werde ich ewig tragen.

Tamar

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10. Mai 1999

Lieber Ray,

Ich dachte nie, dass ich dir schreiben würde, aber ich musste dir ein paar Dinge sagen.

Zu allererst ... ich liebe dich.

Ich möchte, dass du weißt, dass ich dir vergeben habe, dass du mich als Kind missbraucht und als Erwachsene überfallen hast. Es hat viele Jahre gedauert, das zu begreifen, und noch länger, damit fertig zu werden. Die Narben, die du auf meinem Herzen hinterlassen hast, lassen sich nie entfernen, aber ich habe zu Gott gebetet, um einen Weg zu finden, dir zu vergeben, und er hat mir geholfen. Heute verstehe ich, dass du seelisch unausgeglichen gewesen sein musst, um deiner Schwester solche entsetzlichen Dinge anzutun. Das hat mir geholfen, dir zu vergeben.

Ich habe kürzlich auch erfahren, dass du von einem männlichen Familienmitglied selbst missbraucht worden bist, als du klein warst, und das ist möglicherweise der Grund, warum du andere missbraucht hast. Ich konnte ausführlich mit meiner Schwester sprechen, und das hat mir geholfen zu wissen, dass ich in meinem Schmerz nicht allein bin, da du sie auch missbraucht hast.

Ich möchte, dass du weißt, dass ich keine Wut mehr auf dich habe. Ich fühle nur eine tiefe Traurigkeit und Verlust. Es stimmt, dass du unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen bist, und die Dinge waren nicht immer fair, aber du hast es von dir aus so viel schlimmer gemacht, indem du falsche Entscheidungen getroffen hast. Mit diesen Entscheidungen hast du das Herz deiner Schwestern und deiner Mutter zerstört und das Vertrauen aller um dich verloren. Ich habe wegen des Verlustes meines Vaters und meines Bruders viel Schmerz erfahren.

Ich wollte, dass du eine Kopie der militärischen Beurteilungen deines Vaters hast. Ich habe auch unseren Schwestern Kopien gegeben. Ich meinte, du solltest eine Kopie davon haben. Ich fand sie sehr schwer zu lesen, da ich sehen konnte, wie schlimm Vater gelitten hat und wie unglaublich schmerzlich das für unsere Mutter gewesen sein muss. Sie hatte einen Mann, der im Sterben lag, kein Einkommen, keine Ausbildung, sie war selbst an Lupus erkrankt (obwohl sie es damals nicht wusste), einen Sohn im Gefängnis und vier Töchter, für die sie sorgen musste. Unsere Mutter hat die Hölle durchgemacht und überlebt. Ich bezweifle, ob du dich an ihrer Stelle so gut gehalten hättest. Das Traurigste an alldem ist, dass unser Vater sehr litt und meiner Meinung nach nicht hätte sterben müssen, wenn er richtig behandelt worden wäre.

Man sagt, was immer man im Leben tut, kommt auf einen zurück. Ich bete darum, dass du beginnst, deine Schuld abzutragen ... ehe es zu spät ist. Du tust mir leid, da du keine Familie hast, weil wir dir nicht vertrauen können. Ich lieb dich, aber ich werde nicht zulassen, dass du mir je nah genug kommst, um mich wieder zu verletzen. Ich habe eine neue Familie und einen wunderbaren Mann, mit dem ich jetzt 12 Jahre verheiratet bin. Ich kann nicht zulassen, dass du wieder in mein Leben kommst, weil ich fürchte, dass du versuchen wirst, uns zu zerstören. Wenn du deine eigenen Kinder missbrauchen würdest, was würde dich davon abhalten, meine zu verletzen. Ich kann dir nicht vertrauen ... Ich möchte dir vertrauen, aber ich kann es nicht ... weil ich bei dir keine Schritte zur Reue gesehen habe. Ich bin gezwungen, dir zu misstrauen, weil du weiterhin Menschen verletzt. Ich weiß nicht einmal, ob du weißt, wie man bereut. Das ist ein Prozess, den alle durchmachen müssen, wenn sie sich ändern und an ihren Fehlern wachsen wollen. Ohne Reue wächst man nicht geistig oder spirituell. Reue öffnet die Tür, um erwachsen zu werden und Frieden im Leben zu haben trotz der Tatsache, dass man Fehler gemacht hat.

Die Schritte der Reue sind ... 1. Akzeptieren, dass man falsch gehandelt hat. 2. Gott und die Person(en), die man verletzt hat, aufrichtig um Vergebung bitten. 3. Alles in seiner Macht Stehende tun, das Unrecht wieder gutzumachen, einschließlich zur Polizei gehen und die Wahrheit sagen. 4. Die Folgen des eigenen Handelns akzeptieren. 5. Es nie wieder tun.

Du hast mir nie gesagt, dass dir leid tut, was du getan hast. Das zeigt mir, dass du das, was du mir und meinen Schwestern angetan hast, nicht bereut hast.

Du hast so viele Menschen verletzt ... Ich möchte, dass du dir einen Augenblick Zeit nimmst und auf ihre Gesichter siehst ... wie viele Tränen hast du verursacht ...?

Mutter, Vater, meine Schwestern, ich, deine zweite Exfrau und deine Kinder - sie hast du missbraucht. Dein Freund, der sich umbrachte, weil du eine Affäre mit seiner Frau hattest, und se wurde dafür ausgeschlossen. Deine anderen Exfrauen - all die Leute, die du erpresst hast (einschließlich der Familie). All die Leute, die du betrogen und bestohlen hast (einschließlich der Familie). All die verheirateten Frauen, mit denen du geschlafen hast und deren Ehen du zerstört hast. All die Leute, die du an Drogen und Alkohol und Gott weiß was noch gebracht hast.

Du hast so viel Leben zum Negativen beeinflusst. Ich habe mich als Kind und später als Erwachsene fast umgebracht, weil dein Missbrauch an mir mir das Gefühl gab, so schmutzig und wertlos zu sein. Glücklicherweise hatte ich keinen Erfolg. Ich musste jahrelang Therapien mitmachen, um dieses Gefühl von Schmutz hinter mich zu lassen.

Ray ... Niemand von uns wird ewig leben ... und früher oder später wirst du bereuen müssen, was du getan hast, oder den Preis für deine Handlungsweise zahlen. Ich weiß, wenn du nicht versuchst, dich zu ändern, wenn deine Zeit auf der Erde abgelaufen ist, dann wirst du zu Füßen unseres Erlösers Jesus Christus auf Knien um Vergebung betteln. Wenn du dann dein Leben nicht geändert haben wirst, wird Jesus dich bedauern und sagen: Tut mir leid ... ich kann nichts für dich tun. Du wirst gezwungen sein, in "TOTALER KLARHEIT" denselben Schmerz zu erwarten, den du anderen bereitet hast ... und dann, mein lieber Bruder ... wirst du heulen und mit den Zähnen klappern. Das wird dich dann in die Tiefe der Hölle in deinem eigenen Herzen bringen.

Ich jedenfalls will nicht sehen, dass dir dies geschieht. Ich liebe dich. Du bist mein Bruder. Du bist von denselben Eltern geboren worden wie ich ... ich liebte meine Eltern trotz ihrer Fehler und ich liebe dich trotz der deinigen. Liebe hängt nicht davon ab, wie jemand handelt. Der Umgang leider doch.

Ich weiß, dass Menschen sich ändern können ... und es ist nicht zu spät für dich. Jesus vergab der Hure, er vergab dem Dieb, er vergab dem Aristokraten, er kann auch dir vergeben.

Im Leben eines jeden kommt eine Zeit, wo man erwachsen werden und aufhören muss, ein selbstsüchtiges, egozentrisches Kind zu sein. Wir sind alle mit selbstsüchtigen Zügen geboren worden, das ist uns zum Überleben gegeben ... Babys schreien, bis sie bekommen, was sie brauchen. Irgendwo zischen Kindheit und Erwachsensein lernen wir, diese Selbstsucht zum Nutzen aller um uns herum aufzugeben, und wenn wir das tun, werden wir erwachsen. Wir lernen, dass die Welt sich nicht um unsere Bedürfnisse, Wünsche und Begierden dreht. Wir lernen, dass andere Rechte, Bedürfnisse und Gefühle haben. Wir lernen, in dieser Welt Teil der Lösung zu sein, anstatt Teil des Problems. Wir lernen, anderen zu helfen ... nicht um dessentwillen, was wir dafür bekommen, sondern weil wir unserem Mitmenschen wirklich helfen wollen. Deine Zeit ist mehr als reif. Du bist nicht mehr jung ... du bist alt. Es gibt nichts Schlimmeres, als einem alten ... selbstsüchtigen, gierigen, mitleidlosen Menschen zu begegnen. Diese Art von Menschen sind die Schande der Menschheit. Sie repräsentieren alles Hässliche und Finstere in dieser Welt.

Ich bete, dass du akzeptieren wirst, dass das, was du getan hast, falsch ist, dass du Gott aufrichtig um Vergebung bitten wirst und dein Leben änderst, dass du nie mehr das Leben eines andern zerstörst ... so wie du fast meins zerstört hast.

Gott liebt dich ... egal wie schlecht du gewesen bist. Er ist traurig, wenn er auf dich herabsieht und alle deine Wunden sieht, die deine Seele bedecken ... die dir andere und die du dir selbst zugefügt hast. Ich bitte dich, darüber nachzudenken, was ich gesagt habe, und dich Gott im Gebet zu nahen und ihn zu fragen, ob das, was ich gesagt habe, stimmt. Es liegt an dir ... es ist dein Leben du kannst es vergeuden oder aber ändern. Ich werde dich weiter bedauern, wenn du die dir verbleibende Zeit vergeudest.

Deine Schwester,

Tamar

 

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Ich schreibe von mir aus, ohne dass meine Kusine oder Tante es weiß. Vor vielen Jahren wurde meine Kusine von jemandem aus der Versammlung missbraucht. Später verlor sie ihren Glauben an diese Organisation und verließ die Wahrheit, weil sie innerhalb der Organisation den Mangel an Liebe sah und dass man nicht an biblischen Maßstäben festhielt. Das hat meine Tante wie auch meine eigene Familie zerrissen.

Was mich stört, ist mehr als nur die Tatsache, dass sie missbraucht wurde, sondern auch, dass die Organisation meinen Verwandten mit dem Gemeinschaftsentzug drohte, wenn sie die Sache mit jemandem besprächen, denn das wäre Verleumdung, und Verleumder müssen aus der Organisation entfernt werden. Es gibt hier allerdings ein Problem: Der Bruder gestand den Missbrauch, als ist Verleumdung hier in diesem Fall nicht möglich.

Nun steht ein Bruder in Kentucky auf und hofft, dass die Organisation die notwendigen Reformen durchführen wird, und alles, was die Organisation tun kann, ist, drei sehr geschulte Älteste loszuschicken, die sich mit ihm abgeben sollen. Was sie tun sollte, ist, die Art und Weise ändern, wie sie Leute mit solchen Problemen behandelt, und nicht jedes Mal mit dem Ausschluss drohen, wenn ihre Art, etwas zu tun, in Frage gestellt wird. Wenn sie nicht unfehlbar sind, wie sie sagen, warum nehmen sie solchen Anstoß daran, wenn jemand sich wegen Dingen, die falsch sind, meldet? Man mag nur schwer glauben, dass Jesus und seine Apostel sich in einer solchen Weise betragen hätten.

Hoffentlich wird Dateline in diese Individuen in Brooklyn , NY., die Furcht eintreiben, denn sie glauben offensichtlich, dass die Wahrheit nur denen gesagt zu werden braucht, die dazu berechtigt sind. So sehen sie die weltlichen Behörden nicht als berechtigt an, die Wahrheit zu wissen. Was für ein Scheißhaufen! Wir nennen diese Organisation die Wahrheit. Nun, Wahrheit sollte über allem stehen, nicht Schadensbegrenzung. Die Leute auf der Welt können sehen, wenn jemand die Wahrheit verbirgt. Mr. Brown, aufwachen! Die Welt ist nicht so dumm, wie du denkst, und wir auch nicht! Wir möchten, dass es der Organisation gut geht, aber die Behandlung von Missbrauch und anderen Problemen ist für alle die peinlich, die sich mit der Organisation identifizieren.

Ich hoffe, dass Leute in dieser Organisation beginnen werden, ihrem biblisch geschulten Gewissen zu folgen und das tun, was recht ist, anstatt die Dinge immer durch die getönte Wachtturm-Brille zu sehen. Die Brüder in New York mögen gute Menschen sein, aber von Zeit zu Zeit können sie irren. Sie können keinem Menschen ewiges Leben gewähren. Sie können nicht einmal für ihr eigenes ewige Leben garantieren. Die Bibel sagt: "Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle, noch auf den Sohn des Erdenmenschen." Sind mit dieser Bibelstelle nicht auch die gemeint, die den wahren Gott anbeten und doch Fehler machen? Jehova wird uns alle zur Rechenschaft ziehen, und wir können keinem Menschen oder einer Organisation zugute halten oder die Schuld geben für das, dessen wir selbst schuldig sind. Und sie scheinen auch nicht gern zuzugeben, wenn sie irren, sie benutzen dann Begriffe wie "neues Licht" oder "Verbesserung".

Brüder, ganz offen heraus, genug von dem Blabla. Ihr legt einen wirklich guten Stepptanz hin, aber wie wär's, einmal auf den Punkt zu kommen?!

Ihr habt diese drei MTS-Abgänger nach Kentucky zur Schadensbegrenzung geschickt. Wie wär's, wenn ihr mal bei euch den Stall ausmistet?

C A

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Erklärung von Bruder Brown: "Wenn wir gefragt werden, sagen wir den Ältesten, ob sie in einem Staat leben, wo (das Anzeigen von Pädophilie) Pflicht ist", sagte er. "Wir wollen sicherstellen, dass wir uns an die Gesetze halten." MEIN KOMMENTAR: Wieder das Wort "ob". Christen sind moralisch verantwortlich, Missbrauch zu melden, egal in welchem Staat sie leben.

Brown sagte, ihm sei bewusst, dass auf Internetseiten wie www.silentlambs.org oder www.freeminds.org zahlreiche Fälle veröffentlicht sind, bei denen es um Einzelheiten bei Pädophilie in der Kirche der Zeugen Jehovas gehe. MEIN KOMMENTAR: Mr. Brown musste auf keine Internetseite sehen, um dies zu erkennen, er brauchte nur die Augen aufzumachen.

Aber er behauptet, die meisten Geschichten seien von Leuten veröffentlicht worden, die in den 1980er Jahren missbraucht wurden, als die ganze Gesellschaft mit dem Problem rang. MEIN KOMMENTAR: Entschuldigung, aber der sexuelle Missbrauch meiner Tochter wurde 1990 bekannt, und ebenso war es beim sexuellen Missbrauch meiner Schwester ... man hat uns gesagt, die Ältesten hätten nicht die Pflicht, den Missbrauch anzuzeigen (obwohl ich bereits zu den Behörden gegangen war, aber die Verjährungsfrist war für die Mädchen abgelaufen). Ich dachte wirklich, die Ältesten wären hilfswilliger und hinter mir stehen, als ich damals versuchte, meinen Mann, einen Dienstamtgehilfen zu verklagen. Sicher gaben mir einige der Ältesten Trost aus der Bibel, aber kurz darauf hat man mir das Gefühl gegeben, ich sei eine Last für sie, einmal, als ich Familien im Königreichssaal vor den Aktivitäten meines Mannes gewarnt hatte, sagte man mir, ich solle über den Missbrauch schweigen, sonst würde ich von der Versammlung bezeichnet. Man sagte mir, wenn ich weiter Spaltungen im Saal verursachte, würde ich ausgeschlossen (also bitte, ich war nicht der Kinderschänder, aber ich würde ausgeschlossen). Da mein Mann gestand (nachdem er bloßgestellt wurde), und da sich zwei Zeugen meldeten (zwei getrennte Vorfälle mit zwei verschiedenen Augenzeugen mit schriftlicher aussage, die an unseren Saal und die Rechtsabteilung geschickt wurde), glaubte ich ganz sicher, es geschähe Gerechtigkeit und es gäbe einen inneren Abschluss für den Missbrauch, doch stattdessen wurde eine Rechtskomiteeverhandlung gehalten, wo ein Ältester meinem Mann in meiner Gegenwart sehr peinliche Fragen stellte, wie (bitte entschuldigt, wenn ich jemanden beleidige, das ist nicht meine Absicht): was er mit den Mädchen machte. Mein Mann sagte aus, er habe sie an ihrem Hintern berührt. Der Älteste fragte: Womit? Er sagte, mit seinen Händen und seinem Penis ... der Älteste fragte, ob er Analverkehr haben wollte, ob das seine Absicht war. Mein Mann sagte Nein ... Da fragte ihn der Älteste, ob sein Penis zur Seite lag oder nach unten oder geradeaus zeigte? War er in der Nähe der Öffnung? Ist er bei ihnen eingedrungen? Mein Mann antwortete, er stand aufrecht. Ich sagte, er habe auch versucht, Oralsex mit ihnen zu machen ... Er gestand, dass er bei einer Gelegenheit an ihnen leckte. Ich wusste, dass er die Hand meiner Schwester genommen hatte, um ihn zu berühren ... das gab er auch zu. Nach all diesen Fragen, den beiden Briefen, dem Geständnis und dem Zurückhalten anderer schwerwiegender Vorfälle (die er nach Aussage meiner Schwester und meiner Tochter, nicht gestanden hatte) wurde ihm nicht die Gemeinschaft entzogen!!! Doch ich, eine christliche Mutter, würde ausgeschlossen, wenn ich zu recht andere Familien mit kleinen Kindern und Teenagern warnte. Ich war wirklich ernüchtert und kurz vor einem Nervenzusammenbruch, bekam Antidepressiva und befinde mich bis heute aufgrund dieses Ergebnisses in seelsicher Aufruhr. Mir sagten die Ältesten, mein Mann sei kein böser Mensch, aber er habe nun einmal eine Schwäche für kleine Kinder!!!

Bruder Browns Aussage: "Leider wurden wahrscheinlich viele Kinder missbraucht", sagte er.

Er sagte, die Kirche habe seither viele mächtige Vorschriften erlassen, darunter, mutmaßlichen oder überführten Pädophilen jedes Kirchenamt zu nehmen. MEIN KOMMENTAR: Ich würde gern wissen, welche mächtigen Änderungen der Vorschriften es gegeben hat, um die Kinder in der Organisation zu schützen? Ich würde gern wissen, warum mir gesagt wurde, mein Exmann dürfe nie ein Amt im Königreichssaal haben, er dürfte nicht als Freiwilliger bei Projekten mitmachen? Aber wie wir alle wissen, wie Sie auch wissen, Mr. Brown, wenn mein Exmann Verhalten zeigt, das besser als der Durchschnitt ist, und alle Zusammenkünfte besucht, dann mag er einmal in der Lage sein, ein Amt zu haben. Ich fordere zu wissen, ob die Versammlung, die er besucht, vor seinem Verbrechen, sexuellem Missbrauch, gewarnt wurde? Gemäß professionellen Statistiken wird ein Kinderschänder wieder missbrauchen, wenn er keine intensive Therapie bekommt (intensiv, nicht nur ein paar Mal zu einer Therapieschwester gehen)! Behält die Wachtturm-Organisation diese Perversen genau im Auge, oder dürfen diese von Tür zu Tür zu arglosen Wohnungsinhabern gehen? Weiß eine Familie, die neben einem Kinderschänder sitzt, dass er ein Kinderschänder ist? Ich glaube sehr stark, dass meine Tochter, meine Schwester, mein Sohn und ich und alle Mitglieder unserer wie auch seiner Familie von diesem gottlosen Missbrauch betroffen sind, solange dieser Mann nicht ausgeschlossen ist. Und solange der Wachtturm (oder wie auch immer sie sich nennen) Missbrauchsopfer und -überlebende nicht stützt und ernst nimmt, aus Moralgründen Missbrauch anzeigt, die volle Strafe verhängt und den Behörden hilft, alle Sexualtäter der Strafverfolgung zuzuführen, billigt und schützt er die Schänder anstatt die Missbrauchten!!

Wenn nicht etwas getan wird, um unsere Kinder zu schützen und bei der Strafverfolgung zu helfen ... sind alle, die nicht mithelfen in diesem Kampf um Wachsamkeit vor Kindesmissbrauch und seiner Verhütung, vor Gott blutschuldig. Sexueller Missbrauch ist Mord an der Spiritualität des Opfers!!!!! Unterzeichnet: Eine Mitüberlebende aus Queens, N.Y.

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Mein Vater starb bei einem Flugzeugabsturz, als ich sechs war. Meine Mutter war so arm (die Zeiten waren damals andere, wir erhielten waren und nicht Lebensmittelmarken und gingen in ein Krankenhaus der Wohlfahrt, um untersucht zu werden, man zog eine Nummer, und egal wie krank man war, man saß den ganzen Tag da, bis die Nummer dran war), die Situation war mehr, als Mutter ertragen konnte. So kam es ihr gelegen, diesen Mann zu heiraten, es war ein 32-jähriger Junggeselle, ein Zeuge Jehovas, als sie heirateten, er hatte Geld, so baute er Mutter ein neues Haus mit allen neuen Dingen darin. Durch seine Familie hatte er Macht, denn er war einer aus drei Paaren Zwillinge, alle seine Brüder waren Älteste und hatten hohe Positionen in der Organisation. Als er begann, seine Stiefkinder zu belästigen, schien es, als wollte niemand zuhören. Seine Brüder, seine Mutter, sein Vater, meine eigene Mutter schauten lieber weg und ignorierten die Zeichen, dass etwas nicht stimmte, und daher versäumten sie es, zu tun, was notwendig war, damit die Missbräuche aufhörten. Das ging fünf Jahre so, bis endlich jemand zuhörte, aber als die Ältesten die Situation überprüften, beschlossen sie, den Kindern die Schuld zuzuschieben. Wir liefen nämlich nur teilweise gekleidet durch das Haus, was als Versuchung für den sexuellen Appetit dieses Mannes angesehen wurde. Er wurde nur privat zurechtgewiesen, daher wurde die Versammlung nicht informiert. Der Missbrauch ging weiter, bis ich eines Abends mit 15 Jahren meine Wut herausließ und meine Mutter für ihre Untätigkeit, und dass sie nicht für meine Sicherheit und die meiner Geschwister sorgte, verhaute. Ich ging weg und wurde promisk. Meine Rebellion wurde durch meine Wut angefeuert, weil ich wenigstens auf diese Weise meinte, ich täte etwas Normales in meinem Leben. Ich wurde von der Versammlung ausgeschlossen, dann aufgenommen und wieder ausgeschlossen. Ich hielt meine ganze Wut all die Jahre in mir, eines Tages überwältigte sie mich und ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Da erkannte ich, dass ich nicht einen Bogen darum machen konnte, ich musste direkt da durch. Ich ermuntere alle, die vor einer ähnlichen Situation stehen, sich dem Schmerz zu stellen und angemessene Hilfe zu holen - Therapie und/oder Medikation, die da durchhilft, tut es jetzt und bringt es hinter euch, dann wird das Leben um so vieles schöner. Ich bin der lebende Beweis, dass ihr es könnt. Ihr müsst es tun, oder eure Kinder werden mit demselben seelischen Gepäck aufwachsen, das ihr tragt. Kinder lernen, was vorgelebt wird. HM

~~ Man kann darüber murren, dass Rosen "Dornen" haben, man kann sich aber auch freuen, dass Dornen "Rosen" haben ~~

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Warum die Verfolgung? Die Verfolgung kommt von Leuten, die behaupten, meine Familie zu sein. Ironischerweise können sie sich nur dadurch ein gutes Gefühl verschaffen, indem sie ihr Urteil über mich sprechen, denn seht, wenn die wirkliche Wahrheit je bekannt wird, würde es meine Mutter ins rechte Licht setzen, als kopflose, herzlose Anhängerin. Es würde sie auch entlarven. Traurig, dass diese Frau, die sich als meine liebevolle Mutter bezeichnet, die nur das Beste für mich will, sich nicht demütigen wird, um die Wahrheit zusehen. sie sagt, ich sei eine Lügnerin, weil ich mich erinnere, wie einer ihrer Pionierfreunde an mir herumfummelte, als ich drei war, und sie sagt, er habe es nicht getan. Ich glaube, das ist es, was eine liebevolle Mutter in der Religion der Zeugen Jehovas tut. Die Kinder verletzen, um das Gesicht der Organisation zu wahren. Sie kann ihre "sichere" kleine Welt behalten ... nie im Leben ist mir solch eine selbstgerechte Menschengruppe begegnet. DAS ist nun ein Wort für alle, die es sehen ... SELBSTGERECHT ... Wird der Typ, der diese Sekte erfand, nicht Richter Rutherford genannt? Ist es nicht eine Wachtturm-Taktik, auf den SINN der Anhänger zuzugreifen, um sie in ANGST zu halten, so dass sie nicht gehen? Traurig ... nur wirklich traurig.

L.L.

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Ich bin schon seit einiger Zeit auf deiner E-Mail-Liste und habe regelmäßig die vielen Missbrauchsgeschichte gelesen. Ich habe nur Zeit gebraucht, bis ich meine erzählen konnte. Sie ist keineswegs so entsetzlich wie das, was vielen unserer "kleinen Lämmer" passiert ist. Und doch hat sie mich tief betroffen.

Ich wurde 1972 in den Glauben der Zeugen Jehovas hineingeboren. Meine Mutter war eine fromme Zeugin Jehovas und mein Vater nicht. Sie hatten viele Eheprobleme. Ich kann meiner Mutter nicht die Schuld für alles geben, da mein Vater damals ein Alkoholproblem hatte, das zu einer Menge Streit führte. Die Tatsache, dass er Polizeibeamter in Detroit war, half nicht. Jedenfalls kam es zur Scheidung. Meine Mutter heiratete noch einmal, einen Bruder in gutem Ansehen, der auch von seiner weltlichen Frau geschieden war. Ich war sehr glücklich darüber. Ich hatte einen netten Vater um mich, und er machte viele Dinge mit uns.

Doch die Tatsache, dass wir unseren weltlichen Vater sahen, machte die Dinge schwierig für uns. Fast drei Jahre lang machten wir einen Kampf um das Sorgerecht durch. Als ich in der ersten Schulklasse war, begann bei mir ein Magengeschwür, und ich fiel vor Stress in Ohnmacht. Schließlich, als ich acht war, bat ich meine Vater, meinem Stiefvater zu erlauben, mich zu adoptieren, weil ich dachte, as sei das, was Jehova wolle (äh, ich frage mich, woher ich solch eine Idee hatte), und er war einverstanden. So waren wir jetzt eine glückliche Familie, oder? Alles andere. Seit meine Mutter wieder geheiratet hatte, übernahm mein Stiefvater die Rolle des Strafenden. Mit anderen Worten, die Prügel. Keine Schläge, er benutzte ein 2 x 4 oder ein hölzernes Schneidebrett. Nicht regelmäßig, aber genug. Bis heute habe ich immer noch kein hölzernes Schneidebrett.

Das letzte Mal, als er mich schlug, war ich 13. Er dachte, ich würde lügen (meine Schwester erzählte es ihm, weil sie wütend auf mich war), ob ich im Fernsehen eine Seifenoper gesehen hatte. Schließlich gab ich es zu - nachdem mir 45 Minuten lang gesagt wurde, ich sollte es besser zugeben - nur damit er mich in Ruhe ließ. Ich hätte nie Ja sagen sollen. Meine Mutter saß nur da und sah zu, und Tränen liefen über ihre Wangen. Sagte kein Wort. Ich hasste sie dafür. Das war das letzte Mal. Beim ersten Mal war ich fünfeinhalb oder sechs. Wir waren auf einer langen Rückreise von irgendwelchen Freunden. Ich lag auf dem Rücksitz unseres Kombiwagens und sah auf die beschlagenen Fenster. Ich fing an, so zu tun, als schriebe ich auf das Fenster mit meiner älteren Schwester (wir wussten es besser, als es wirklich zu tun). Das war ein großer Fehler. Wir bekamen das 2 x 4, als wir nach Hause kamen, sein Grund: ich hätte meinen Mantel nicht aufgehängt, und das in dem Auto hätte ich nicht tun dürfen. Mein Kopf war erschöpft. Nicht nur, das ich nie Schmerz gespürt hatte wie diesmal, es machte auch keinen Sinn.

Ich wurde getauft, als ich 12 war, und machte jeden Sommer Pionierdienst. Ich war das perfekte Kind. Bis ich 13 war und zum letzten Mal geschlagen wurde. Wisst ihr, warum er mich nie mehr schlug? Zwei Wochen später lief ich weg und wurde einen Monat in Schutzfürsorge genommen, während sich die Behörden die Sache genauer ansahen. Da fand ich heraus, dass die Mutter meiner Stiefschwester meinen Stiefvater wegen derselben Sache vor Gericht gebracht hatte, als meine Stiefschwester erst drei oder vier war. Da ich leider keine blauen Flecken hatte, gab es keinen Beweis, aber ihm wurde gesagt, wenn er durch eines seiner Kinder je wieder vor Gericht käme, müsste er ins Gefängnis. Es endete damit, dass ich mit der Frau eines anderen Ältesten wegen geistiger Probleme studieren musste. Das Merkwürdige ist, wir redeten nie über das, was geschah.

Als ich etwas älter wurde, änderte sich die Einstellung meines Stiefvaters. Eines Tages wollte ich mich in die Sonne legen (in meinem SEHR anständigen Badeanzug), und als ich an ihm vorbei kam, sagte er: "Warum läufst du derart angezogen hier herum, du weißt, dass ich nicht dein wirklicher Vater bin, was denkst du, was für Gefühle ich da kriege?" Ich brach fast zusammen.

Erst einmal war er mein Vater, und welche Gefühle könnte er um alles in der Welt bekommen? Offensichtlich war es mein Fehler. Dann, eines Abends, als ich schlief, weckte mich das Flurlicht auf, weil meine Tür geöffnet wurde. Ich lag wirklich still und bewegte mich nicht und tat so, als würde ich schlafen. Es war eine heiße Sommernacht, und meine Dachkammer war so heiß, dass ich zum Schlafen das Hemd auszog. Mein "Vater" kam herein und begann, meinen Bauch und meine Brust zu fühlen, und dann ging er. Ich konnte mich nicht bewegen. Ich wusste nicht, was ich tun oder denken sollte. Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte ich, ob jemand in meinem Zimmer gewesen sei, weil ich mich an Licht mitten in der Nacht zu erinnern glaubte.

Mein Stiefvater wurde nervös und sagte, er habe nur nachgesehen, ob ich zugedeckt war. BEI 35 GRAD HITZE??? Warum hat er mich dann nicht zugedeckt? Ich versuchte, mit Mutter über das zu reden, was geschehen war, aber sie wurde wirklich wütend und sagte nur, ich hätte meinen Vater missverstanden. Wir waren immer zu unterwürfigen, bescheidenen Frauen oder jungen Frauen erzogen worden, die zu keinen Problemen mit Männern einluden. Es war also irgendwie mein Fehler, er sah mich gern im Badeanzug. Ich weiß, es wird merkwürdig klingen, aber ich träume immer noch davon und wache auf und bin nicht in der Lage, mich an den ganzen Traum zu erinnern, und irgendwie kann ich mich immer noch nicht an alles erinnern. Mein Stiefvater war damals Ältester und meine Mutter Vollzeitpionierschwester. Er ist jetzt Vorsitz führender Aufseher. Ich blieb zu Hause und war der perfekte Engel, weil mein Stiefvater mir sagte, er würde mich in en Mädchenheim stecken, wenn ich jemals noch einmal wegliefe, und da er nun nach dem Recht mein Vater ist, konnte mein leiblicher Vater daran nichts ändern. Zwei Monate ehe ich 17 wurde, lief ich wieder weg. Ich wusste, wenn man im Staate Michigan 17 wurde, würde die Polizei einen nicht dazu bringen, wieder nach Hause zu gehen. Ich konnte die zwei Monate kaum abwarten. Ich fand, dass der erste Junge, den ich traf, Sex wollte, und lief zu den Ältesten zurück, dann wäre ich ausgeschlossen und weg von meiner Familie. Es funktionierte. Ich zog zu einer Freundin und ihren Eltern. Zu versuchen, mit diesen Problemen ein Teenager zu sein, war nicht einfach. Ich experimentierte mit dem Trinken. Jeder Teenager tut es, aber für mich war es kein Ausweg. Ich war auf einer meiner ersten Partys und trank so viel, als es mich traf, fiel ich in Ohnmacht. Ich erinnere mich an nichts mehr, bis ich am nächsten Morgen aufwachte. Ich konnte meine Kleider nicht finden. Ich war vergewaltigt worden. Doch aufgrund meiner Erziehung dauerte es mehr als ein Jahr, bis ich es merkte, und ich hatte immer noch nicht den Mut, mich zu melden. Ich wünschte, ich hätte es getan. Ich fand heraus, dass dieser eine Kerl, mit dem ich zur Schule ging, die Gewohnheit hatte, spät am Abend auf Partys zu gehen und es auszunutzen, wenn Mädchen in Ohnmacht fielen. Ich dachte allerdings, es sei mein Fehler gewesen, weil ich die Betrunkene war, und wenn ich nüchtern gewesen wäre, hätte ich Nein sagen können.

Ich bin heute 29 und verheiratet und habe zwei wunderbare Jungen. Ich habe jetzt genug Selbstvertrauen, einen anderen Mann vor Gericht zu bringen, der versuchte, mir Gewalt anzutun, als mein Mann und ich die Nacht in seinem Haus verbrachten. Ich gewann! Niemand gab mir das Gefühl, schuld zu sein, weil ich in seinem Haus war. Er war es, der in mein Zimmer kam, as mein Mann und ich  schliefen, und sich auszog und versuchte, die Sache auszunutzen. Er wird sich jetzt auf der Sextäterliste von Michigan für den Rest seines Lebens registrieren lassen müssen und ist mit fünf Jahren Bewährung, Therapie, gemeinnütziger Arbeit und einer großen Geldstrafe weggekommen, nicht zu reden von der Anwaltsrechnung über 20.000 Dollar

Ich bis jetzt seit 13 Jahren aus der Organisation und habe, obwohl es gedauert hat, ein wunderbares Leben. Vielleicht werde ich mich eines Tages meiner Familie stellen. Die Zeit wird es mit sich bringen.

JP