Missbrauchte Lämmer                                                        Seite 3

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Gedichte und Gedanken

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Wenn ihr eure Geschichte mitteilen wollt, schickt sie an: mailto:story@silentlambs.org

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Ich bin kein Zeuge Jehovas und nicht einmal wirklich sicher, wie ich auf Ihre Webseite kam. Aber ich habe die veröffentlichten Botschaften gelesen. Ich konnte nicht glauben was ich da las!!! Ich weiß überhaupt nichts über diese Religion, es hat mir nur die Sprache verschlagen, und nichts geschieht mit diesen Leuten, die andere missbrauchen. Jemanden sexuell zu missbrauchen, besonders Kinde, ist gegen das GESETZ!

Ich kann verstehen, wenn Religionen sich nicht ändern, aber wir als Menschen haben das RECHT, unsere Kinder zu schützen. Wenn man herausfindet, dass jemand missbraucht wird, aber was das angeht, ist es egal, ob misshandelt oder missbraucht, dann sollte man damit zur Polizei gehen! Ob mal Zeuge Jehovas, Baptist oder Jude ist! Diese Kinder und die Erwachsenen, die zu Opfern gemacht wurden, müssen geschützt werden, sie brauchen Therapie, und die Ältesten, oder wer auch immer hier missbraucht, müssen vor einem Richter stehen und verfolgt werdend. Ich kämpfe für das Recht der Opfer!

CS

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Die Geschichte, die ich erzählen möchte, ist nicht aktuell genug, auch nicht tiefgründig genug, um in deinen Medienbemühungen einer Berücksichtigung wert zu sein. Ich denke jedoch, dass sie der Ansammlung von Material Gewicht verleiht, die die Fahrlässigkeit der Wachtturm-Gesellschaft beim Schutz der Versammlung vor Straftätern beweist. Die Geschichte umfasst etwa 20 Jahre.

Als ich jung war und in S, Washington, aufwuchs, erfuhr meine Mutter von ihrer Nachbarin über Jehovas Zeugen. Sie war aufgrund dessen, was sie aus eigenständigem Lesen der Schriftstellen und ihrem strikten Festhalten an der Bibel verstand, sofort zu dem Glauben hingezogen. Eine der ersten Familien, mit denen wir als Neuankömmlinge bekannt gemacht wurden, waren Bruder M und seine Frau. Meine Mutter erfuhr gleich zu Anfang - und teilte das, zu ihrer Ehrenrettung, heiratete, hatte sie bereits zwei kleine Töchter. Die jüngere der beiden war erst 14, als er begann, sie zu missbrauchen, und sie schwanger wurde. Wegen seines Verhaltens wurde Bruder M ausgeschlossen, obwohl er nie den Behörden übergeben wurde. Das war so Anfang der 1960er Jahre, und ich bin nicht sicher, wie streng solche Dinge damals verfolgt wurden. Das Kind aus dem Verbrechen wurde zur Adoption freigegeben, und das junge Mädchen verließ ihr Zuhause, um mit 17 zu heiraten.

Zu der Zeit, als meine Schwester und ich Bruder M und seiner Frau begegneten, war er wieder aufgenommen worden, und später hatten sie noch eine Tochter, die im Alter meiner älteren Schwester war. Schwester M war sehr gastfreundlich und bewirtete oft Zusammenkünfte in ihrem Haus. Wir alle waren eifrig dabei, denn bevor wir in die Versammlung eingeführt wurden, hatten wir wenig Umgang mit jemandem. Aufgrund der Warnungen meiner Mutter verstanden meine Schwester und ich, dass wir nie allein mit Bruder M sein durften, wenn wir ihr Haus besuchten, und wir durften nie über Nacht bleiben. Bruder M war ein geschickter Rollschuhläufer und hat oft die jungen Schwestern eingeladen, mit ihm zu laufen, er hat sie eng bei sich gehalten, als würden sie tanzen. Für die Mädchen in der Gruppe in meinem Alter gab es einen Witz über Bruder M und sein Rollschuhlaufen. Wir wussten, dass seine Hände "umherwanderten", wie wir es nannten. In dem Alter hatten wir keine Vorstellung, wie ernst es war, dass der Bruder weiter junge Mädchen befummelte.

Ehe ich 18 wurde, zogen Bruder M und seine Frau plötzlich irgendwo hin, wo "großer Bedarf" war, irgendwohin ins ländliche Mississippi. Sie waren keine Pioniere gewesen, und er hatte auch kein Dienstamt in der Versammlung, so war ihr plötzlicher Umzug nichts Alltägliches. Ich erfuhr nie, ob es einen Grund für den Umzug gab und will nicht den Anspruch erheben, heute darüber zu spekulieren.

Mit der Zeit heiratete ich und bekam zwei Töchter. Als meine Kinder 8 und 12 waren, zogen Bruder M und seine Frau wieder in meine Heimatversammlung. Sie waren voller Erfahrungen über ihre Zeit in Mississippi und wurden bei den Zusammenkünften und auf Kongressen oft gebraucht, um zum Pionierdienst zu ermuntern. Nach einer ungewöhnlichen Wartezeit wurde Bruder M zum Dienstamtgehilfen ernannt.

Wieder übernahm Schwester M die Rolle der vollendeten Gastgeberin. Inzwischen hatte ihre gemeinsame Tochter einen Mann geheiratet der 30 Jahre älter war als sie, und war aus der Gegend weggezogen. Das Haus von Bruder und Schwester M wurde ein Ort häufiger Zusammenkünfte für junge Leute. Sie hatten viele Attraktionen, darunter Erholungsräumlichkeiten und ein Warmwasserbad. Irgendwo im Hinterstübchen vergaß ich nie, was meine Mutter mir über seine Sünde gesagt hatte, und obwohl ich zu vergeben gezwungen war, war ich vorsichtig damit, dass meine Kinder in dem Haus ihre Zeit verbrachten.

Meine Töchter wurden zu einer Party mit Übernachtung im Haus der Ms eingeladen. Alle Freunde aus der Versammlung gingen dorthin, und sie wollten es auch. Sie sollten Badeanzüge mitbringen, da es mitten im Winter war und das Warmwasserbad gute Dienste leisten würde. Nachdem ich mit meinem Mann darüber geredet hatte, beschossen wir beide, dass sie zusammen mit ihren Freunden dorthin gehen könnten, aber nach dem Abendessen wieder zurückkommen sollten. Sie sollten nicht ins Warmwasserbad, und wir erfanden ihnen und den Gastgeber der Party gegenüber Ausreden wegen Hautallergie. Meine Töchter waren am Boden zerstört und verärgert, dass sie nicht über Nacht feiern durften. Obwohl mein Mann nicht verstand, warum ich so fest blieb, war ich nicht zu erweichen.

Ein paar Tage nach der Party begannen wir von den Ergebnissen zu hören. Die Eltern mehrerer Freundinnen unserer Töchter begannen, uns anzurufen und zu fragen, ob wir über die Party "etwas wüssten". Ein Komitee wurde gebildet. Eines Abends erhielten wir den entnervten Anruf von einem Elternteil aus der Gruppe mit der Frage, ob wir für ein paar Stunden auf ihre Kinder aufpassen könnten. Sie kreuzten auf und lieferten die Kinder wie zu einer Zusammenkunft angezogen ab. Beide hatten Tränen in den Augen und konnten uns nicht direkt ansehen. Sie erklärten, sie hätten etwas Wichtiges zu tun, das sie uns nicht mitteilen könnten. Die Kinder waren ebenfalls mit den Nerven fertig und spielten nicht wie gewöhnlich. Es endete damit, dass ich beide auf meinem Schoß hatte, während ihre Eltern weg waren. Sie klammerten sich an mich, als ob ich zwischen ihnen und dem Tod selbst stünde. Bei der nächsten Dienstversammlung wurde bekannt gegeben, dass Bruder M als Dienstamtgehilfe abgesetzt sei. Über den Grund wurde nie etwas gesagt. Die Eltern wurden NICHT informiert, was der Grund für die Bekanntgabe war. Gegen Bruder M wurde rechtlich nichts unternommen. Schwester M hatte weniger als ein Jahr später einen seelischen Zusammenbruch. Von den 6 betroffenen Mädchen wurden später vier wegen Unmoral ausgeschlossen. Bis heute danke ich Gott, dass meine Mutter offen darüber sprach, dass Bruder M seine Stieftochter vergewaltigt hatte. Mich schüttelt es bei dem Gedanken, was mit meinen eigenen Kindern (oder mir) hätte geschehen können, wenn sie nicht so mutig gewesen wäre

Ich begrüße deine Bemühungen im Interesse aller Kinder. Meine Mutter wäre stolz auf dich gewesen.

DW

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Meinen Dank an eine Freundin, dass sie mich auf diese Webseite gebracht hat! Ich wurde von den Versammlungen in C und B vertrieben, weil ich einen "Bruder" gemeldet habe, der viele Jahre lang über 20 Kinder missbraucht hat. Die Ältesten überredeten alle, sie würden sich mit der Sache abgeben, und es wurde vertuscht. Dieser Mann ist immer noch ein Pädophiler und ein geachteter Bruder in der Versammlung C. Meine Mutter ist jetzt eine "Heilige" (die Zeugen Jehovas betrachten sie als Heldin), denn als ich meldete, dass sie mich als Kind sexuell missbraucht hatte (vor ihrer Zeit als Zeugin) und dass meine Kinder berichtet hatten, sie hätte auch sie sexuell missbraucht, gingen sie auf mich los und vertrieben mich. Ich war ein paar Mal dem Selbstmord nahe, und selbst der Kreisaufseher sagte mir: "Du bekommst genau das, was du verdienst!" Vor zweieinhalb Jahren bin ich gegangen, ich bin nicht ausgeschlossen ... ich konnte einfach nicht mehr dazugehören. Mein Herz tut mir um die weh, die noch drinnen sind und missbraucht werden. Danke für die Webseite.

SP

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Ich dachte, ich sollte einfach ein paar Gedanken mit euch teilen, obwohl ich kein Opfer von Kindesmissbrauch bin. Ich möchte diese Gelegenheit wirklich benutzen, um mich bei denen in der Versammlung zu entschuldigen, die von anderen Zeugen Jehovas misshandelt oder missbraucht wurden, und die NICHT die Unterstützung von Personen wie mir hatten, da ich zu denen gehöre, die schuldig sind, "unerschütterlich" für Jehovas Organisation eingetreten zu sein

zuerst einmal, ich wuchs als Zeuge Jehovas in Neuseeland auf. Mein Leben und Denken wurde dazu geformt, theokratisch unterwürfig zu sein. Im junge Alter heiratete ich einen jungen Zeugen Jehovas, und wir erzogen unsere Familie als Zeugen Jehovas. Mit den Jahren wurde mein Mann unglaublich unerschütterlich ... und wurde, ehe er 30 war, schon bald zum Ältesten ernannt. Ein junger Ältester mit einer junge Familie: Wir erhielten eine Menge "Vorrechte" wie Programmteile auf Kreis- und Bezirkskongressen, oft beherbergten wir Kreis- und Bezirksaufseher bei uns zu Hause und hatten einmal beim Drama auch die Hauptrollen. Als Familie wurden wir als Säule in der Versammlung angesehen und von anderen hoch geschätzt.

Ich erinnere mich, dass mein Mann in einem Jahr eingeladen wurde, in einer Nachbarversammlung die öffentliche Ansprache zu halten. Dann hatten wir ein Mittagessen bei ein paar guten Freunden und erwähnten gegenüber unseren Gastgebern, wie überrascht wir waren, als wir sahen, dass eine der Schwestern in der Versammlung eine Hose zur Zusammenkunft trug. Wir kannten die Schwester sehr gut und fanden es merkwürdig, und wir fragten uns, ob sie eine Verletzung hätte, da Schwestern nicht empfohlen wird, zur Zusammenkunft eine Hose zu tragen. Unser Gastgeber erklärte, dass die Schwester (die im allgemeinen Pionierdienst stand) behauptet hatte, als Kind von einem der Ältesten in ihrer Versammlung missbraucht worden zu sein, und folglich habe sie beschlossen, eine Hose zu tragen. Damals waren wir höchst alarmiert bei dem Gedanken, dass sie es gewagt hatte, so rebellisch zu sein, und wir meldeten Zweifel an ihrer rechten geistigen Einstellung an. Wir bezweifelten nie ihre Glaubwürdigkeit, und ob ihre Anschuldigungen wahr oder falsch seien, wir konzentrierten uns nur auf ihre Haltung. So zu selbstgerecht, wie es die meisten "unerschütterlichen" Zeugen sind, kritisierten wir sie hart wegen ihrer Einstellung. Ich erinnere mich auch noch, wie sie niemals eine Zusammenkunft ausließ, und das trotz der Tatsache, dass sie von denjenigen, die in der Versammlung "in gutem Ansehen" standen, nicht günstig angesehen wurde. Bis heute weiß ich nicht, ob sie immer noch die Zusammenkünfte besucht.

Jetzt blicke ich zurück und bin so traurig, dass ich solch eine Haltung hatte. Diese Schwester hatte ihre Geschichte, und sie hatte sie offensichtlich den Ältesten mitgeteilt. Und erst jetzt kann ich verstehen, warum sie das Bedürfnis fühlte, so dazustehen, wie sie es tat. Sie ließ sich lieber ächten, weil sie eine Hose trug ... weil sie meinte, eine Hose zu tragen sei eine Form des Schutzes ... eine Form des Schutzes, den ihr die Ältestenschaft nicht bieten konnte .. eine Hose zu tragen war für sie ein Symbol des Aufstehens gegen das Unrecht, das ihr als Kind angetan wurde. UND DENNOCH ... glaubten wir, dass sie rebellisch sei ... sie war KEINE fromme Schwester ... eher eine Unruhestifterin und "geistig schwach".

Ich ergreife jetzt die Gelegenheit, mich bei dieser Schwester und bei allen zu entschuldigen, denen wir ein Gefühl von Scham gegeben haben, weil sie sich meldeten ... und bei allen, denen wir das Gefühl gaben, dass sie jetzt wegen fehlender Unterordnung unter die theokratische Vorkehrung missbilligt würden. Ich war eine Heuchlerin und schäme mich deshalb und entschuldige mich.

Ich entdecke jetzt, dass das Leben als "Weltmensch" nicht erniedrigend ist. Ich betrinke mich nicht und fluche nicht, ich bestehle niemanden und leiste jeden Tag harte Arbeit und zahle meine Steuern. Ich sehe nicht auf andere Frauen herab, die kniefreie Kleider tragen ... und lächele nicht süffisant über arbeitende Mütter. Ich glaube, ich könnte immer weiter machen und all die neuen Dinge anführen, die ich jetzt ohne Schuldgefühle genieße, aber auch das Schändliche, von dem ich einmal dachte, es hätte Gottes Billigung.

Vielen, vielen Dank für diese Webseite, und ich beglückwünsche dich und deine Frau für eure Haltung ... zu sprechen ist nicht leicht. Ich wünsche euch alles Beste und hoffe, dass anderen aufgrund eurer Einstellung geholfen werden kann.

DR

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Ich war mein ganzes Leben lang Zeugin, seit ich 21 war. Heute bin ich 38 und gehöre der Organisation nicht mehr an! Ein Grund, warum ich keine Zeugin mehr bin, ist, dass ich zweimal von einem Dienstamtgehilfen, der jetzt Ältester ist, angefallen worden bin! Ein verheirateter Mann mit zwei Kindern, den ich bei beiden Versuchen mit großer Kraft abwehren musste! der alles nur Erdenkliche tat, um ungeschoren davonzukommen! Er war ein vertrauter Freund meines Vaters ... jemand, der auf seine Familie aufpasste, während er mit Mutter in den Flitterwochen war ... die sie nie gehabt hatten! Dreißig Jahre Ehe, und zum ersten Mal versuchen sie, alleine wegzufahren ...  mein Leben war für immer verändert! Ich habe noch nicht den Mut gefunden, es meinem Vater zu sagen ... aber ich wünschte, ich könnte es eines Tages! Mein Angreifer sagte mir, wenn ich es jemals erzählte, würde mir niemand glauben ... und er würde dafür sorgen, dass es so aussähe, dass ich an allem Schuld war! Ich fühlte mich so schlecht wegen seiner Frau und seinen Kindern! Ich habe nicht zu reden gewagt, weil ich ihre Familie nicht zerstören konnte! Ich habe begonnen, es meinen Angehörigen zu erzählen! Ich begann mit meinem Bruder, weil er mir alles über deine Organisation erzählt hat! Ich bin dankbar, zu wissen, dass ich nicht allein bin! Ich möchte allen danken, dass sie ihre Geschichten mitteilen ... weil es mir das Gefühl gegeben hat, ich gehörte auch hierher ... weil ich mein ganzes Leben lang ein schweigendes Lamm gewesen bin und mich nicht mehr hinter der Scham verstecken will!

PP

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Ich bin 17 Jahre lang in der "Organisation" gewesen und weiß persönlich von drei Kinderschändern, die zu der Zeit, als sie entlarvt wurden, alle Älteste waren. Ich selbst wurde vom Vorsitz führenden Aufseher einer Versammlung sexuell angegriffen. Ich sage "angegriffen", weil ich damals 18 war und alt genug und groß genug, um mich zu verteidigen und aus der Situation zu entkommen. Ich sagte es den Versammlungsältesten, und der "Bruder" leugnete und sagte, ich müsse "das alles geträumt haben!" Obwohl ich kein Kind mehr war, nahmen mein Vertrauen zu den Ältesten und mein Glaube schweren Schaden. Mir wurde gesagt, wenn ich ein Wort zu jemandem sagte, würde mir die Gemeinschaft entzogen.

Ein paar Jahre später wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Mann jahrelang versucht hatte, andere junge Männer und auch seinen eigenen Sohn zu missbrauchen. Aber erst zehn Jahre später wurde der Mann wegen seiner groben Untaten ausgeschlossen. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass Kinderschändung mit ihren Taten in der Organisation ungeschoren davonkommen. Ich fühle mit JEDEM Opfer und den Familien.

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Ich wurde von meinem Stiefbruder vergewaltigt. Er war 24, ich war 14. Meine Mutter und mein Stiefvater waren beide Zeugen Jehovas. Sie sagten, es sei meine Schuld gewesen. Er vergewaltigte zwei weitere Kinder in der Versammlung. Sie schlossen ihn aus. Aber er wurde wieder aufgenommen. Jetzt kann ich mit meinen Eltern nichts mehr zu tun haben. Aber er fährt in Urlaub mit ihnen. Er ist jetzt Ältester in der Versammlung. Er hat auch meine 11-jährige Schwester missbraucht. Weil sie ihn nicht dem Gesetz übergaben.

BW

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Ich bin 26 und wuchs als Zeuge in England auf, diente, wo "der Bedarf groß ist" - neun Jahre in Italien - und zog zurück nach Großbritannien. Missbraucht von einem Bruder (67 Jahre, Exältester) und mit 12 Jahren wegen Homosexualität angeklagt (ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete, geschweige denn wie ich das bewerkstelligen konnte) vor einem Ältestengremium, das mich ab da anders behandelte. Ich hatte eine erfolgreiche Musikband, die von Brüdern wie Ältesten unterstützt wurde, bis wir die "Battle of the Bands" gewannen, dann schritten sie ein, teilten die Band und schrieben einen falschen Brief an die Gesellschaft, den sie guten Glaubens annahmen. Die ganze Erfindung über mich und einen anderen Bruder/Bandmitglied zog. Das Ergebnis war, uns wurden alle Vorrechte genommen. Sie loben weiter den Herrn. Ich bedauere nur, dass ich den Fehler gemacht habe, zu glauben, ich würde geliebt, hätte etwas bewirkt und hätte Gott gefallen.

AD

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Ich war zwei Jahre alt und lebte in xxxxxx, als der Missbrauch begann. Dieser Bruder machte für meine Eltern den Babysitter, während sie seine Eltern zu Amway-Treffen begleiteten. Ich war sieben, als ich in eine andere Stadt und Versammlung umzog. Als ich acht war, half er meinem Vater bei einer Arbeit im Hof, und er nahm mich beiseite und sagte, es tue ihm leid, dass er mir das angetan habe, aber als Mädchen hätte ich nie so verführerisch sein dürfen (als wenn es MEINE Schuld war). Ich habe mich so geschämt, dass ich es jahrelang niemandem erzählt habe. Ich war 16 und hatte die Organisation aus eigenem Entschluss verlassen, später in dem Jahr versuchte ich, mich umzubringen. Ich war im Büro einer Sozialarbeiterin, und es wurde die magische Frage gestellt: "Sind sie je sexuell missbraucht worden?" Ich erzählte der Sozialarbeiterin alles, und SIE rief die Polizei und meine Eltern an. Das Achterbahnrennen, das dann losging, werde ich nie vergessen, obwohl ich es gern würde. Meine Mutter steckte mich in Therapie, und jetzt bin ich in der Lage, darüber zu reden, aber immer noch kommt es zurück und verfolgt mich. Ich bin jetzt 28. Der Mann, der mir das antat, er heißt xxxxx und ist immer noch Zeuge und Ältester. Den ganzen Prozess hindurch und danach wurde er geschützt.

Während des ganzen Prozesses (ein Jahr) war seine Frau an seiner Seite. Dann, am letzten Tag, als sie die ärztlichen Gutachten vorstellen wollten, war sie nicht da. Er erschien allein vor dem Richter und plädierte jetzt auf schuldig. Niemand war als Zeuge da außer meinen Eltern und mir, die bereits geächtet waren. Er wurde zu fünf Jahren mit Bewährung (große Sache) verurteilt sowie zu einer Therapie verpflichtet, und er durfte sich in dieser Zeit weder mir noch meiner Familie nähern. Später im Jahr fand ich heraus, dass seine Frau ihn verlassen hatte, ABER die vier Versammlungen in diesem Gebiet stellten eine Jugendgruppe zusammen, und er leitete sie. Ich bin immer noch keine Zeugin, und als ein Ältester damit konfrontiert wurde, wie meine Familie behandelt wurde, sagte er: "Die hatten keinen Glauben an Jehova und seine rechte Zeit ... das wäre behandelt worden." Meine Eltern hatten aber Glauben an Gott, und jahrelang vertrauten sie darauf, dass "seine Organisation" dazu da wäre, um ihrer Familie zu helfen, in das Paradies auf Erden zu gelangen, und alles, was sie taten, war, uns das Leben zur Hölle zu machen, indem sie diesen Mann schützten.

PW

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In den frühen 80er Jahren habe ich mich mit diesem Mädchen aus dem Königreichssaal verabredet. Wir waren beide Mitte der Teenagerzeit. Eines Tages gingen wir ihren Vater besuchen, der Bruder dieses Mädchens war zufällig damals mein bester Freund. Nun, er kam zusammen mit uns, und waren im Haus ihres Vaters und sahen uns einen Film an, "Blues Brothers", als sie aufstand, um ins Badezimmer zu gehen, und ihr Vater folgte ihr dort hinein. Ich dachte, das ist doch seltsam. Das nächste, was ich hörte, war lautes Wimmern und Weinen, als sie aus dem Badezimmer lief. Ich sagte zu ihrem Bruder, was ist das? Und später erzählte sie mir, dass ihr Vater sich im Badezimmer über sie hergemacht habe, und wir waren die ganze Zeit im Nebenzimmer. Ich will ihn Mr. X nennen, er lebte allein und getrennt von Mrs. X. Beides Zeugen Jehovas, sie stärker im Glauben als er. Nun, das hat mich fertig gemacht, und ich werde es nie vergessen. Meines Wissens ist ihm nie etwas passiert.

RH

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Dieses ganze Thema hat mich eine Zeitlang sehr beunruhigt, und es gibt viele Dinge, über die ich reden könnte.

1. Meine Frau, ich, meine beiden Schwestern - alle als Kinder von Zeugen Jehovas missbraucht.

2. Mein Cousin behauptet, dass seine Töchter von ihrem Vater missbraucht wurden, der Vorsitz führender Aufseher ist, und von ihrer Mutter.

3. Persönliche Rechtsangelegenheiten, wo die Taten abgetan oder vertuscht werden.

Ich weiß, dass du wahrscheinlich täglich mit diesen Dingen bombardiert wirst, so will ich auf den Punkt kommen. Die Antwort darauf - sie ist da, tief innen drin, bei mir war es das Gefühl, das herauskam, wann immer ich alle Schutzmechanismen fallen ließ. Dann weine ich und frage Jehova, wo er in meinem Leben war, dann ziehe ich gewöhnlich die Schutzmauern wieder hoch - bis eines Tages ... Wie ich eben sagte - ich bin da gewesen.

JC

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Ich gehöre seit 17 Jahren zu den Zeugen Jehovas, und gelegentlich bin ich selbst überrascht, warum ich noch dort bin. Einige der Probleme, die ich mit einem Ältesten hatte, würdet ihr nicht glauben ... Ich denke hier, ich sollte vielleicht nicht weitergehen, aber ich muss, für mich selbst, sonst hört mir keiner zu.

Ich versuchte, von meinem Ältesten Hilfe zu bekommen, da ich Überlebende von sexuellem Kindesmissbrauch bin. Ich bin es so leid, das zu berichten, dadurch bekomme ich noch mehr das Gefühl, Opfer und Lügnerin zu sein. Ich ging auf ihn zu, nachdem ich einen Artikel im ERWACHET über Kindesmissbrauch und seine Folgen gelesen hatte. Damals suchte ich auch professionelle Hilfe. Er sagte einer Schwester über mein Flehen um Hilfe - Zitat: "Oh, nimm dich der Sache an, wenn du willst". Ab da behandelte er mich wie "Scheiße" und ignoriert mich bis heute. Und das geschah vor acht Jahren. Ich beschloss, diese kleine Stadt an der Westküste zu verlassen, und zog etwa 30 Minuten die Straße hinunter in eine andere Stadt, wo ich in meine neue Versammlung zog und begann, mir vorzukommen, als hätte ich eine Nische in der Organisation gefunden. Er kommt herein - "Flüster, flüster" - und plötzlich haben zwei neue Älteste ein Problem mit mir. Ich war mein ganzes Leben lang nur Opfer und habe den Schmerz und die Demütigung in mein Erwachsenenleben hinüber genommen. Als ich die Wahrheit fand, glaubte ich endlich, etwas geschah, war nicht meine Schuld, ich glaube immer noch, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich könnte bei dem Schmerz weinen, den diese Zurückweisung und das Geschwätz auf mein Inneres und mein geistiges Wohl haben.

Wen ihr je das Buch FROM GARLANDS TO ASH'S von Sonja Grace findet, ein Buch über Missbrauch durch Geistliche, meine Geschichte hat den Titel "Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht" (Kapitel 16). Ich musste in diesem Buch drinstehen, ich musste die Dämonen de Vergangenheit austreiben, ich schrieb das Titelgedicht, obwohl ein Ältester mir riet, nicht in dem Buch zu erscheinen, er kam zu spät, das Buch war fertig. Wenn ich meine sterbende Mutter in dieser Kleinstadt besuche, meine ich, dass ich die Zusammenkünfte nicht besuchen kann, da ist dieser Älteste, mit dem ich so viel durchgemacht habe.

(Eine kleine Fußnote: Ich ging af ihn zu wegen einer 25-jährigen verheirateten Pionierschwester, die mit meinem 15-jährigen Sohn schlief, das sah ich mit meinen eigenen beiden Augen.) Er beschuldigte mich, dies arrangiert zu haben, denn das ist das, was die Schwester ihm erzählt hat, weil sie Pionierschwester war und ich war nur ich und ich hatte keine zwei oder mehr Augenzeugen, die auch noch Zeugen Jehovas waren (offensichtlich zählen keine anderen Zeugen. Dann hatte ich unrecht und sie hatte recht). Inzwischen ist diese Schwester nicht mehr in der Wahrheit. Aber di Situation damals war lächerlich. IEs war seine Weise, mir zu zeigen, dass er der Chef war und ich in seinen Augen verächtlich.

Ich bin so froh, dass Jehova mich nicht durch dise Augen sieht. Ich könnte stundenlang von den Ungerechtigkeiten erzählen, die geschehen, aber ich glaube nicht, dass alle Zeugen Jehovas oder ihre Ältesten so sind. Ich werde mir jedenfalls diesmal nicht selbst die Schuld geben. Ich glaube immer noch an Jehova, ich respektiere immer noch meine Ältesten und unterwerfe mich ihnen, ich liebe immer noch meine Brüder und Schwestern, ich liebe den fraglichen Ältesten, ich bete darum, dass auch er mich eines Tages wieder lieben kann.

BD

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Hier ist meine Erfahrung, wenn du sie verwenden willst:

Als ich Zeugin Jehovas war, hatte ich Kenntnis von einer Situation in unserer Versammlung, ich war die beste Freundin der Frau eines Ältesten, der im Komitee war.

Eine zugegeben zerrissene Familie schloss sich unserer Versammlung an. Der Pionier studierte mit ihnen, und sie alle konnten im Wachtturm-Studium eine oder zwei unterstrichene Antworten vorlesen, wir wollen einfach sagen, sie waren langsam. Mit der Zeit wurde offensichtlich, dass eine der Teenagertöchter schwanger war, so führten die Ältesten eine Untersuchung durch. Zu ihrem Erstaunen fanden sie heraus, dass die ganze Familie eine Brutstätte des Inzests zwischen Vater und Töchtern, Mutter und Söhnen, sogar Brüdern und Schwestern war. Sie waren sehr um die "Schande auf Jehovas Organisation" bemüht.

Sie wollten aber auch nicht, dass die Behörden Wind davon bekamen, da das ein schlechtes Licht auf die Versammlung werfen konnte. Die Lösung? Sie fanden einen weiteren (glaube ich) Cousin, der das Mädchen heiraten konnte. Dann gaben sie bei der Zusammenkunft bekannt, dass sie "öffentlich zurechtgewiesen" wurde, aber der Fehler hatte in einer "ehrenhaften Heirat" gegipfelt. Soweit ich weiß, zog das junge Paar dann bei derselben Familie ein.

Was für eine Lösung! Wer davon wusste, bekam gesagt, er solle still sein, sonst werde er ausgeschlossen. Kurz danach zog ich um, um "dort zu dienen, wo größerer Bedarf war". Ich war so gewöhnt daran, loyal gegenüber der Organisation zu sein, dass ich diese Geschichte, obwohl ich vor 25 Jahren die Gemeinschaft verlassen habe, niemandem erzählte, bis du den schweigenden Lämmern die Hand gereicht hast, und ich dachte, sie könnte dich interessieren.

KM

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Dies ist etwas, das unsere Familie berührt hat, etwas, das meiner Familie vor 13 Jahren passierte und wo die Ältesten nichts unternahmen. Mein Bruder wurde missbraucht, und dann fand ich heraus, dass er meine Kinder missbraucht hat. Ich bin sehr wütend und verletzt. Ich bin auch ein getauftes Mitglied der Zeugen Jehovas, aber ich mache eine sehr schwere Zeit durch und fühle mich wirklich, als müsste ich mich darüber aussprechen. Es gibt so viele klein Kinder in den Königreichssälen!

MA

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Ich war mein ganzes Leben lang Zeuge, bis ich 19 oder 20 war. Als ich 14 war, wurde ich wiederholt von einem Dienstamtgehilfen belästigt, mit dem ich etwa ein oder zwei Jahre lang die Literatur der Gesellschaft studierte. Wir wurden große Freunde und reisten zusammen nach Europa und Hawaii. Mein Vater ist kein Zeuge, und meine Mutter ist eine sehr eifrige. Sie stimmte zu und ermunterte mich, Zeit mit dem Schänder zu verbringen, obwohl sie sagt, dass sie nicht wusste, dass er eine Missbrauchsvorgeschichte hatte. Mein Vater sagte dem Schänder wiederholt, er dürfe nicht in unser Haus kommen, hauptsächlich weil er wegen der Beziehung ein schreckliches Gefühl hatte. Als ich erfuhr, dass meine Verlobte von ihm missbraucht worden war, ging ich zu den Ältesten und erzählte es ihnen. Sie beschuldigten mich, en Homosexueller mit schlechter Prognose zu sein! ich war damals 16. Er wurde jedoch als Dienstamtgehilfe abgesetzt und zurechtgewiesen. Seither ist er wieder in gutes Ansehen bei der Versammlung gelangt und bewegt sich wieder unter jungen Kindern! Kürzlich fand ich heraus, dass mein junger Schwager von demselben Mann auch sexuell schwer missbraucht wurde. Während die Ältesten sich weiterhin weigern, ihm zu glauben, bringt ihn der Bezirksstaatsanwalt deshalb vor Gericht. Es ist erstaunlich, dass eine Körperschaft so groß wie die Zeugen Jehovas wegen solch eines beunruhigenden Verbrechens den Kopf in den Sand stecken.

 

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Ich war nicht einmal sicher, in welchem Ausmaß das in der Organisation vor sich ging. Aber vor 12 Jahren, in der Versammlung xxxxxxx in Südkalifornien, traf ich eine Familie und war mit den jüngsten beiden Töchtern befreundet, als ich begann, dese Versammlung zu besuchen. Sie waren damals junge Teenager, und ich denke, sie waren von mir angezogen, weil ich eine Neue war und ein Kleinkind hatte. Jedenfalls erzählte mir das mittlere Kind, 15?, eines Tages im Dienst, dass ihr Vater viele Jahre lang Sex mit ihr gehabt hatte. Die älteste Tochter war weggelaufen und wurde als Unruhestifterin bezeichnet, und sie war sich nicht allzu sicher, ob die jüngste nicht auch schon berührt wurde. Ich meldete das sofort den örtlichen Ältesten, die alarmiert zu sein schienen und sagten, sie würden in der Situation etwas unternehmen. Sie sagten mir, die Polizei sei benachrichtigt, und ein paar Monate später wurde bekannt gegeben, dass er einen "Gemeinschaftsentzug" hatte. Er kam nie ins Gefängnis, und ich glaube, dass die Polizei nie wirklich angerufen wurde. Sie sagten mir, ich solle mich da zu meinem Besten raushalten und die Verpflichtung liege nun beim Vorsitz führenden Aufseher. Nach einem Jahr oder so wurde dieser Vater wieder aufgenommen und in der Versammlung sogar als Diener verwendet. Eine Tochter kehrte nie nach Hause zurück, nachdem sie weggelaufen war, eine Tochter lief weg und heiratete einen jungen Mann, um sich von dem Missbrauch, den sie zu Hause erlitt, zu "befreien", und die jüngste wurde sehr, sehr dick, ich glaube, in dem Bemühen, sich vor ihm zu verbergen. Die Mutter tat nichts und nahm es mir immer übel, dass ich das, was man mir erzählt hatte, weitersagte. Der ganze Fall hat mich immer gestört, und nach all diesen Jahren wünschte ich, ich hätte selbst die Polizei gerufen. Ich glaube, wenn ich nicht so gehirngewaschen und verängstigt gewesen wäre, hätte ich eine bessere Entscheidung getroffen. Die Organisation verbirgt Schänder, und das widert mich an, besonders in diesem Fall. Ich bete darum, dass Jesus mir vergeben kann, weil ich die Sache nicht vorangedrängt habe. Ich bete auch, dass die Mädchen Frieden und Sicherheit gefunden haben, weg von diesem Mann und von der Organisation. Ich habe sie vor 16 Jahren verlassen.

MM

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Meine "Freundinnen" in der Wahrheit hatten mir angeboten, auf meinen 6-jährigen Sohn aufzupassen, während ich eine Geschäftsreise außerhalb der Stadt machte. Ein paar Tage nach meiner Rückkehr sagte mir mein Sohn, der älteste Sohn meiner "Freundin", ein Teenager, habe meinem Sohn und seiner Schwester, die fünf war, die Kleidung ausgezogen. Mein Sohn erzählte mir, dieser Sohn habe ihn dazu bringen versucht, sich auf seine Schwester zu legen, während beide nackt waren. Ich rief meine Freundin an und sprach mit ihr und ihrem Mann, der Dienstamtgehilfe war. Sie sagten mir, ihr Sohn habe ein kleines Problem und sie würden sich der Sache annehmen. Ich sollte das niemandem in der Versammlung gegenüber erwähnen ... Ich tat es doch, und schließlich sagte man mir, ich hätte die Geschichte erfunden und könne wegen Lügens bestraft werden.

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Ich wuchs im Bundesstaat Washington auf, wo sowohl mein Vater als auch mein Bruder mich missbrauchten. Als dies vor die Ältesten unserer Versammlung gebracht wurde, sagten sie meiner Mutter, ich hätte einen Dämon in mir, der meinen Vater und meinen Bruder dies tun ließ. Sie müsse den Dämon aus mir herausprügeln, damit das nicht wieder geschehe. Etwa einen Monat lang wurde ich täglich geschlagen. Was hat das bewirkt? Ich habe überhaupt nicht mehr über das geredet, was weiter geschah.

NT

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Ich bin jetzt 36 Jahre ALT. Ich schreibe "alt" in Großbuchstaben, weil ich mich wie 100 fühle, mein Körper und mein Geist sind über die Jahre von den "Brüdern" zerbrochen worden. Meine Geschichte beginnt im sehr zarten Alter, als mein Vater, ein Ältester in der Versammlung, mich vergewaltigte. Habe ich gesagt, dass ich damals vier war? Habe ich auch gesagt, dass meine Großmutter und meine Tante, die beide Pioniere waren, von dem sexuellen Missbrauch wussten? Vielleicht sollte ich sagen, ich weiß ganz sicher, dass meine Großmutter es wusste. ICH WEISS, dass meine Tante "ES" vermutete oder einfach nur ignorierte. "ES" war ein starkes Wort bei uns zu Hause, "ES" meinte den Suizid meiner Mutter. "ES" meinte meinen Großvater, wie er dabei erwischt wurde, wie er eine Freundin unsittlich berührte. ES meinte den Alkoholismus meiner Großmutter, und auch den meines Vaters und Großvaters. Mir bleibt nun, durch die Warum durchzugehen?????? Warum hat mein Vater, der "Älteste", mich vergewaltigt und meinen Bruder und meine Schwester geschlagen. Warum haben die Ältesten nichts deswegen unternommen? Warum hörte mein Vater auf, als ich 13 war????? Wartet, ich weiß, da begann meine Periode! Warum hat ein anderer "Ältester" sich meinem Vater angeschlossen, mich zu quälen? Warum wurde derselbe "Älteste", als er in einem Wutanfall seinen Hund totschlug (wegen Bellens), nicht ausgeschlossen? Als ich zu den Ältesten ging, warum WURDE MIR GESAGT, ICH BRAUCHTE ZWEI AUGENZEUGEN???? Meint ihr, dass mein Vater und sein Freund ihr Fehlverhalten gegen mich zugeben würden???? Warum leide ich immer noch??? Und frage mich, ob ich das Richtige tat, als ich die Organisation verließ? Warum hat sich meine Mutter umgebracht? Warum wurde mein Vater nicht WIEDER ausgeschlossen, als er 12 Jahre später ins Gefängnis kam, weil er meine Halbschwester und einige ihrer Zeugenfreundinnen sexuell missbrauchte???????????????????? Warum warum warm.............. WEIL SIE SEXUELLE ABWEICHLER IGNORIEREN UND ES WEITER TUN!

Grüße,

CL

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"An alle Missbrauchsoper im Staate New York"

31. Juli 2001, Jean Kraus, Midajoaaju@aol.com 

Verehrte Ms Kraus, vielen Dank für Ihre E-Mail von gestern, dem 30. Juli. Ich freue mich über Ihre Korrespondenz, weil darin hilfreiche Informationen enthalten sind. Da Sie selbst Verwandte eines Kinderschänderopfers sind, wissen Sie, wie wichtig es für unsere Gesellschaft ist, unser Strafgesetz zu verschärfen.

Viele Kindesmissbrauchsopfer verdrängen ihre Erinnerungen an den Missbrauch noch jahrelang, nachdem sie erwachsen geworden sind. Das ist der Grund, warum ich vergangenen Februar den Entwurf A. 5361 in das Parlament eingebracht habe. Dieses Gesetz würde die Zeit um fünf auf dreißig Jahre verlängern, um eine Sexualtat oder Inzest gegen ein Kind, das zwölf oder weniger Jahre alt ist, mit Mitteln des Strafrechts zu verfolgen. Das Gesetzesvorhaben ist von meinen republikanischen Freunden im Parlament freundlich aufgenommen worden.

Der Gesetzentwurf wird auch von den Abgeordneten Brian Kolb, Robert D'Andrea, Michael Spano und der Abgeordneten Kathleen Murray unterstützt. Elf weitere republikanische Mitglieder wollen das Gesetz mehrfach unterstützen. Die demokratische Mehrheit wollte A. 5361 nicht aus dem Rechtsausschuss entlassen, dessen Vorsitzender Joseph Lentol ist. Ich würde Sie gern höflich bitten, an den Vorsitzenden Lentol zu schreiben und ihn zu bitten, das Gesetz zur Abstimmung freizugeben: Hon. Joseph Lentol, Room 632, L.O.B. Albany, NY 12248. Bezüglich der anderen Gesetzentwürfe, die Sie in Ihrer Mail erwähnten, ist zu sagen, dass keiner von ihnen dem Rechtsausschuss vorgelegt wurde. A. 4140, vorgelegt vom Abgeordneten Lafayette, würde die Verjährung bei Zivilklagen (nicht Strafsachen) aufgrund von Kindesmissbrauch einsetzen lassen, wenn der Missbrauch vom Kläger aufgedeckt wird. A. 4669, vorgelegt vom Abgeordneten Stephens, würde die Verjährung bei jeder Sexualstraftat erweitern. A. 2413 / S. 1787, vorgelegt von dem Abgeordneten Klein und von Senator Velella, würde die Verjährung für Strafverfolgung bei Vergewaltigung und Sodomie ersten Grades ganz aufheben.

Nochmals vielen Dank, dass Sie mir Ihre Ansicht mitgeteilt haben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrer Organisation.

Hochachtungsvoll, David R. Townsend, Jr., Parlamentsmitglied

(BEMERKUNG** von Jean Kraus -- Bitte erwähnt in eurem Brief, ob ihr Opfer / Überlebende / Angehörige von Opfern oder Überlebenden seid. Erwähnt auch den Bundesstaat, aus dem ihr / das Opfer / der/die Überlebende kommt/kam.)

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Um es zusammenzufassen, ich ging zu einer "Zeugenparty" mit "Pionieren" in einem "Zeugenhaus", wo ein "Zeuge" eine Droge in meinen Drink tat und mich mitnahm und vergewaltigte und dann versuchte, mich zu töten. Nachdem ich im Krankenhaus war, Anzeige bei der Polizei erstattete und Klage einreichte, beschloss ich, zu den Ältesten zu gehen. Nun, der Typ war zuerst zu seinen Ältesten gegangen und hatte gesagt, es beruhte auf Gegenseitigkeit, und wurde zurechtgewiesen. Obwohl ich den Polizeibericht hatte, den Bericht vom Arzt im Krankenhaus, Bilder von Schnitten und blauen Flecken und die schriftliche Aussage eines Typen, der da war und wusste, dass der andere Typ mir eine Droge in den Drink getan hatte, saßen die Ältesten da und gaben mir Rat wegen Lügens.

Sie ließen mich allein mit zwei Männern im Hinterzimmer Platz nehmen, nachdem dies geschah. Ich musste ihnen in allen Einzelheiten erzählen, was geschehen war. Das jagte mir auch Angst ein. Ab dem Tag beschloss ich, ich würde nicht mehr zurückkehren. Ich war sehr verletzt. Die Leute, die angeblich für mich da waren, wenn ich Hilfe und Unterstützung brauchte, waren gegen mich. Selbst wenn ich einmal zurückkehre, werde ich sie NIE mehr um Hilfe bitten, geschweige denn zu ihnen gehe, wenn ich etwas Falsches tue. Ich weiß, dass Menschen unvollkommen sind, aber ich werde sie nie mehr ansehen. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Jetzt muss ich meinem Vater zuhören, wie er mir sagt, wie sehr ich ihn enttäuscht hätte, weil ich nicht zu den Zusammenkünften gehe, und Gro0mutter weint und sagt mir, ich werde sterben. Mein Vater gibt mir die Schuld, dass Mutter auch nicht mehr hingeht usw. ... Ich habe jetzt große Wut im Bauch wegen dem, was mit dem Typ geschah, aber ich werde nie mehr jemanden mich verletzen lassen, egal was. Ich wünsche immer noch manchmal, ich könnte sterben, dann muss ich den Schmerz nicht fühlen.

SS

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Hallo alle. Ich bin ein 36-jährige Frau und wuchs in Zentralflorida, USA, auf. Hier ist meine Geschichte:

Ich wuchs als Zeugin Jehovas mit meiner Mutter auf, die getauft wurde, als sie mit mir schwanger war. Die meisten meiner ausgedehnten Familienangehörigen sind Zeugen Jehovas; einige sind Älteste, Pioniere, Betheliten usw. ... Mein Vater war nie ein Zeuge, aber er unterstützte Mutter, ich denke, hauptsächlich weil ihm das mehr freie Zeit gab.

Von der Zeit, als ich fünf war, bis ich 12 war, wurde ich von meinem ältesten Bruder, der fünf Jahre älter als ich ist, wiederholt missbraucht und vergewaltigt. Überdies hat er mich mit seinen Freunden geteilt, wenn ihm danach war. Es ist eine interessante Sache, die im Kopf eines Kindes vorgeht, wenn es zu den Zusammenkünften geht und hört, dass Jehova die, die ihn lieben, schützt, und dann geht es nach Hause und so etwas passiert. Ohne in die Einzelheiten zu gehen, sondern nur um ein Bild von meinem Familienleben zu geben ... mein Bruder hat mich in vielerlei anderer Weise als mein Vater misshandelt und missbraucht, und ich lebte in panischer Angst vor beiden. Meine einzige Trostquelle war meine Schwester, die ihr Bestes tat, um auf mich aufzupassen und sich wie eine Mutter um mich kümmerte, was ich nirgendwo anders bekam. Als ich die Adoleszenz erreichte ...  hatte ich viele Jahre damit verbracht, ein "gutes Mädchen" zu sein zu versuchen, und eine gute Zeugin, und glaubte, ich hätte elend versagt. Ich machte weiter hin Fehler. Ich traf einen Mann, der kein Zeuge war, verliebte mich in ihn, wurde ausgeschlossen, heiratete ihn und wurde wieder aufgenommen. Ich redete mit niemandem darüber, was in der Vergangenheit geschehen war, weil ich dachte, sie würden glauben, ich sei ein schlechter Mensch, und mich verachten. Darüber hinaus hatte ich es, als ich noch Kind war, einmal meiner Mutter erzählt, aber sie gebot dem Missbrauch keinen Einhalt, so nahm ich einfach an, darüber zu reden könnte nichts bewirken. Es hörte erst auf, als mein Bruder aus dem Haus gezogen war.

Ich begann, schwere Depressionsanfälle zu bekommen, stellte aber immer noch keine Verbindung zu dem Missbrauch her. Erst als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, bekam ich entsetzliche Rückblenden und dachte, ich würde den Verstand verlieren. Ich erinnere mich an eine Erwachet-Ausgabe über Kindesmissbrauch, die etwa um diese Zeit herauskam ... darauf war das Bild eines kleinen Mädchens mit einem zerbrochenen Spiegel ... Ich las das und weinte zum ersten Mal um das, was mit mir geschehen war. Inzwischen hatte ich meinen Sohn und fühlte zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich etwas Richtiges getan hatte. Ich hatte etwas Kostbares, für das ich sorgen konnte, und war entschlossen, die beste Mutter für ihn zu sein. Ich machte eine Zeitlang irgendwie weiter und versuchte, mit meinen ständigen Depressionen und meinen Rückblenden und meinen Angstattacken fertig zu werden ... Schließlich redete ich mit meiner Mutter über das, was mit mir passiert war, und sie bestritt, je etwas gewusste zu haben oder dass ich mit ihr darüber geredet hätte. Das verschlug mir die Sprache, aber wieder nahm ich an, dass ich mich einfach geirrt hatte. Vielleicht hatte ich alles nur geträumt, obwohl ich tief im Innern wusste, dass es nicht so war.

Wenige als ein Jahr, nachdem mein Sohn gekommen war, wurde ich wieder schwanger. Als ich herausfand, dass es eine Tochter werden sollte, bekam ich die totale Panik. Ich konnte nur noch denken, dass sich die Geschichte wiederholt, und fühlte mich völlig unvorbereitet, damit fertig zu werden. Ich hatte solche unglaubliche angst, ich weiß nicht, wie ich damals meine Angst vermittelt habe. Aber ich war entschlossen, nicht mehr mit meinen Erinnerungen mit dem Rücken zur Wand zu stehen, und erkannte, dass ich Hilfe dafür brauchte.

So wandte ich mich an meine "Brüder", die Ältesten. Es war sehr schwer, ihnen zu erzählen, was mit mir geschehen war, ich schämte mich so sehr. Aber sie waren freundlich und versicherten mir ihre Liebe zu mir und versprachen, mir zu helfen. Ich werde einen Ältesten nie vergessen, er hatte Tränen in den Augen, als ich ihm erzählte, womit ich zu kämpfen hatte, und ich wusste, dass er sich wirklich um mich sorgte. Leider verzog er kurz darauf, und ich verlor seine Unterstützung. Während alldem versuchte meine Familie tatkräftig, mich dazu zu überreden, ich sollte in eine solche "Familiensache" nicht die Ältesten einschalten ... sie meinten, ich würde nur versuchen, aus Rachegelüsten meinen ältesten Bruder in Schwierigkeiten zu bringen.

Meine Mutter sagte mir, sie habe gewusst, dass ich ihn nie mochte, aber jetzt ginge ich zu weit, was ich durch ihn erlitten hätte, seien bloß "Kinderexperimente" gewesen. Leute, ich will euch sagen, so war es nicht. Aber ich suchte verzweifelt um Hilfe, und man hatte mir mein ganzes Leben lang gesagt, die Hilfe und den Trost, die ich brauchte, würde ich von den Ältesten bekommen. In meiner Familie eskalierten die Dinge ... mein Bruder bedrohte mich mehrmals am Telefon, einmal bat er mich, dann wieder drohte er, ich sollte nicht zu den Ältesten gehen. Meine Mutter stellte sich, was nicht überraschend kam, auf seine Seite. Damals lebte mein Bruder in einer anderen Stadt, und meine Familie hielt es für eine großartige Idee, wenn er wieder in unsere Versammlung zöge. Niemand fragte mich, wie ich darüber dachte ... und so zog er in unsere Versammlung. Es wurde immer schwieriger für mich, zu den Zusammenkünften zu gehen ... so ging ich zu den Ältesten zurück ... Ich sagte ihnen, ich wolle meinen Bruder keinesfalls in Schwierigkeiten bringen, ich braucht nur Hilfe bei etwas, was ich als geistiges Problem ansah. Wieder versicherten sie mir ihre Liebe zu mir und versprachen mir, auch meine Kinder auf Familienausflüge mitzunehmen usw.

Inzwischen begann mein Bruder, Vorrecht in der Versammlung zu erhalten, und er stellte einen Antrag auf allgemeinen Pionierdienst. Die Dinge trieben auf die Spitze zu, als sich zwei weitere Leute, die er missbraucht hatte, meldeten. Nun mussten die Ältesten entscheiden, ob ein Rechtskomitee einberufen werden sollte. Bei alldem, so sagten sie mir, blieben sie in engem Kontakt mit der Gesellschaft, so dass sie sicher sein konnten, die Sache richtig anzupacken. Schließlich beschlossen sie, ein Zusammenkommen mit meinem Bruder, den anderen beiden Opfer und mit zu machen, um zu entscheiden, ob sie weitergehen mussten. Mein Bruder brach zusammen und entschuldigte sich und sagte, er sei bereit, alles zu tun, um mich zu entschädigen. Alles, worum ich ihn bat, war, sch fern von mir zu halten und die Versammlung zu wechseln. Ich denke, ich hätte mich und meine Kinder nicht entwurzeln sollen. Er sagte, er würde darüber nachdenken und uns seine Entscheidung wissen lassen. Merkwürdig, aber die Ältesten sagten ihm, sie müssten die Situation unter sich besprechen, dann würden sie ihn in ein paar Tagten wissen lassen, ob ein Rechtskomitee gebildet würde oder nicht.

Und ratet mal, was geschah? Nachdem ihnen Anweisung erteilt wurde, sich auf eine Leserfrage in einem Königreichsdienst aus dem Jahre 1972 zu beziehen, beschlossen sie, das es schon mehr als zwei Jahre her sei, sei es nicht nötig, ein Rechtskomitee zu bilden. Innerhalb einer Stunde, nachdem sie es ihm gesagt hatten, kam er zu dem Schluss, es sei zu "beunruhigend" für seine Familie, wieder die Versammlung zu wechseln. Anscheinend war er nicht bereit, etwas zu tun, besonders nicht in meinem Interesse. Die Ältesten akzeptierten seine Entscheidung, sagten mir, ich müsse Vergebung üben, und schickten seine Pionierbewerbung zur Bestätigung ab ... und das war's. Nicht lange danach, während ich mit meinen Gefühlen kämpfte und es zu vielen Zusammenkünften nicht schaffte usw., lud einer der Ältesten, der versprochen hatte, uns bei Familienausflügen mitzunehmen, meinen Bruder und seine Familie zum Essen ein ... er hatte nicht ein einziges Mal meine Kinder und mich eingeladen. Dies verletzte mich tief; alle Ältesten, außer einem, begannen, mich wie die zu behandeln, die im Unrecht ist - für meine "nachtragende Haltung", und meine Familie stimmte völlig mit ihnen überein. Aber wisst ihr, ich versuchte IMMER NOCH, es auf ihre Weise zu machen ... ich tat mein Bestes, aber innen starb ich mit jedem Tag etwas mehr.

Um diese Zeit gingen die Dinge vom Schlechten zum Schlimmeren. Ein Teil von mir glaubte wirklich, wenn meine Eltern einmal die WAHRHEIT über das erfuhren, was mir geschehen war, würden sie ihre Arme öffnen und mich von Herzen unterstützen. Jeder, der mit der Dynamik in Familien mit Missbrauch vertraut ist, kann annehmen, dass dies nicht er Fall ist ... und das Kind in einem, dass sich nach Liebe und Wohlwollen sehnte, musste diesen Traum schließlich aufgeben. Meine Eltern unterstützten völlig meinen Bruder ... der Grund für meine Mutter war: "er ist krank und du nicht; er braucht mich mehr als du". Ich erinnere ich an den Hirtenbesuch des Vorsitz führenden Aufsehers und eines anderen Ältesten bei mir ... ich besuchte nicht viele Zusammenkünfte, und sie kamen, um mir zu "helfen". Als ich auf meiner Couch saß und mir die Tränen die Wangen herunter liefen, erklärte ich ihnen, warum es so schwer für mich sei, in denselben Königreichssaal wie mein Schänder zu gehen, und warum ich dachte, es sei vielleicht eine gute Idee, wenn ich in einen anderen Saal ginge. Der Vorsitz führende Aufseher sagte mir, ich würde in jedem Königreichsaal einen Grund finden, jemanden nicht zu mögen. Er versicherte mir, ich würde zulassen, dass ich wegen einer unwichtigen Sache verärgert wäre, und dann wäre ich wieder zurück im selben Boot.

Er unterstellte damit, ich sei nichts als eine Unruhestifterin, ich sei das einzige wirkliche Problem. Ich bedauere bis heute, dass ich den Impuls unterdrückte, ihn aus dem Haus zu werfen. Aber ich krabbelte weiter .. und schließlich begann ich, einen Therapeuten aufzusuchen (natürlich gegen den Rat meiner Familie - einmal beschuldigte meine Mutter den "bösen" Therapeuten sogar, mir das alles einzureden). Während der Therapie erkannte ich, dass ich ein Alkoholproblem hatte, und wie man sich denken kann, half das nicht meinem seelischen Zustand. Ich begann, Sitzungen der Anonymen Alkoholiker zu besuchen, und dort fand ich Leute, die mich bedingungslos akzeptierten. Sie sahen mich an und sahen in mir nur jemanden, der litt, und boten mir Hilfe an ... die Therapie und die Anonymen Alkoholiker retteten mir buchstäblich das Leben. Inzwischen war ich bereit zu sterben ... mich hielt davon nur meine Liebe zu meinen Kindern ab. Ich konnte sie einfach so nicht verletzen; dann wäre ich, glaubte ich, nicht besser als mein Bruder und meine Eltern.

Könnt ihr glauben, dass ich an diesem Punkt immer noch versuchte, es auf die Art der "Ältesten" zu lösen?? Ich bekam keine Liebe von ihnen und sie akzeptierten mich nicht, sie schlugen mich nur geistig und seelisch. Die Ältesten ermutigten mich, meine Kinder weiterhin das Haus meiner Mutter besuchen zu lassen, obwohl mein Bruder und seine Familie dort lebten. Sie überredeten mich, wenn ich sie von dort fernhielte, würde ich auf unfaire Weise meine Mutter bestrafen ... so ging ich gegen besseres Wissen hin und ließ meine Mutter SCHWÖREN, meine Kinder nie mit meinem Bruder ALLEIN zu lassen. Hier ein paar Informationen: Mein Bruder hat zwei Kinder, eines davon eine Tochter, die, seit sie zwei war, Zeichen von sexuellem Missbrauch erkennen ließ. Ich sprach mit meiner Familie, bis ich grün im Gesicht war, ich versuchte, Hilfe für sie zu bekommen, aber es war, als würde ich mit dem Kopf vor die sprichwörtliche Wand laufen. Eines Tages, als mich meine Kindern zu einem Besuch bei Mutter mitnahm, nahm sie mich zur Seite und sagte: "Dana, deine schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden". Sie hatte meine Nichte erwischt, wie sie eines meiner Kinder missbrauchte. Das Mädchen war 12 Jahre alt und mein Kind sechs. Ich war etwa ein Jahr trocken und in Therapie, als es passierte. Ich brachte mein Kind sofort zu einem Therapeuten, der gesetzlich verpflichtet war, den Missbrauch anzuzeigen. So ergab sich der größte, schmerzlichste Alptraum meines Lebens.

Die Behörden wurden eingeschaltet ... sie riefen meine Mutter zur Untersuchung, und sie sagte, da werde aus einer Mücke ein Elefant gemacht, es sei nur einmal geschehen und ein "Experimentieren". Als sie mich riefen, erzählte ich ihnen die Ohren voll ... ich erzählte ihnen die ganze Familiengeschichte, und so beschlossen sie, ein bisschen weiter zu untersuchen. Inzwischen begann mein Kind, das immer lieb und ausgeglichen war, wut- und Angstattacken zu bekommen. Schließlich rief die Polizei, mitten in hysterischen Anrufen meiner Mutter: "Was stimmt nicht mit dir?? Warum tust du das deiner Nichte an??" und Drohanrufen meines Bruders, mein 6-jähriges Kind zu Befragung ... sie wollten mich nicht mitgehen lassen, und mein Kind hatte Todesangst, zitterte und schrie, als sie den Flur entlang von mir weggingen. Aber dann kamen sie wieder herein, das Kind sah aus, als wäre ihm das Gewicht der Welt von den Schultern genommen, und die Polizei erzählte mir, wie tapfer der Kleine gewesen war. Aber die Geschichte war schlimm ... sehr schlimm. Der Missbrauch war über bloße Belästigung hinausgegangen, schon seit wenigstens sechs Monaten. Übrigens ... meine Mutter hatte geschworen, meine Kinder nie für eine Minute oder zwei unbeaufsichtigt zu lassen ... richtig.

Meine Nichte wurde befragt, und sie bestätigte alles, was mein Kind gesagt hatte. Die Aussagen wurden zum Büro des Staatsanwaltes geschickt, sie sollten entscheiden, ob es eine Strafverfolgung gebe oder nicht. Es war ganz aus meinen Händen ... ABER das machte für meine Familie keinen Unterschied. In ihren Augen war ich die böse Frau, die ein Kind (meine Nichte) benutzt, um dem Bruder eins auszuwischen. Übrigens ... meine Nichte hatte Anfang desselben Jahres ein 8-jähriges Mädchen missbraucht, und ich hatte meine Mutter vergebens gebeten, ihr zu helfen. Langer Rede noch längerer Sinn: der Staat entschied, meine Nichte unter Strafanklage zu stellen ... als meine Mutter das herausfand, rief sie mich an und schrie mich an, sie hoffe, dass mein Kind in den Zeugenstand und aussagen müsse, denn das würde mir einiges von dem Schmerz zurückzahlen, den ich ihnen bereitet hätte. Am selben Tag kreuzte mein Bruder bei mir zu Hause auf und pöbelte meinen Mann an und drohte, uns alle umzubringen. Glücklicherweise waren zu der Zeit die Kinder und ich nicht da, so verschwand er, bevor wir nach Hause kamen. Später leugnete er alle Drohungen ... aber schon am nächsten Abend kreuzte er vor meinem Haus auf und versuchte, mich nach draußen zu locken ... er sagte, er wolle "nur mit mir reden" ... aber wir waren nicht da, weil ich allen Grund hatte zu fürchten, dass er seine Drohungen wahr machte, und hatten die Stadt am Vorabend verlassen (ich habe immer noch den Anrufbeantworter mit der Botschaft darauf). Er war bereits wegen Überfalls und Körperverletzung verhaftet worden und hatte eine Schusswaffe ... und ich kannte seine Gewaltbereitschaft, da ich so viele Jahre darunter gelitten hatte.

In der darauf folgenden Woche rief mich ein Ältester an ... ohne zu fragen, wie es meinem Kind oder mir gehe, mündete er sofort in eine Strafpredigt darüber, wie ich mich so gegen biblischen Rat vergehen konnte, nicht mit meinem Bruder vor Gericht zu ziehen, dass ich der Grund für die Spaltungen in der Familie sei. Ich wurde auch beschuldigt, Spaltungen in der Versammlung zu verursachen, und das war lächerlich, weil ich mit niemandem über das geredet hatte, was in unserer Familie los war, außer mit der Frau eines Ältesten. Ich sagte dem Ältesten, er solle mich nie mehr anrufen ... vielleicht hatte er ein schlechtes Gewissen, denn er war es, der mir den Rat gegeben hatte, meine Kinder meine Mutter besuchen zu lassen. Ich werde es für den Rest meines Lebens bedauern, diesem Rat gefolgt zu sein.

Wie ich bei alldem trocken geblieben bin, ist ein Wunder ... ich kann den Zorn, den ich fühlte, nicht beschreiben. Ich betete und betete zu Jehova um Hilfe; ich flehte ihn an, mir zu zeigen, was ich tun sollte ... das Schweigen war betäubend. Und langsam wuchs in mir die Überzeugung, wenn das die "Liebe Gottes" sei, dann wollte ich keinen Anteil daran. Ich als unvollkommene menschliche Mutter hatte meinem Kind mehr Liebe erwiesen, als ich je von diesem Gott erhalten hatte. Die Reaktionen der Ältesten brachten mir die unleugbare Erkenntnis, dass dies nicht Liebe war, die gezeigt wurde, sondern es waren klein karierte, machtgeile Männer, die die Show betrieben. Und es gab KEINEN VER****TEN WEG, auf dem sie je noch einmal die Möglichkeit hätten, mich oder das Kind zu verletzen. Aber wisst ihr, was wirklich traurig ist? Die Ältesten legten meinem Bruder NIE Einschränkungen auf, dass er nicht alleine mit Kindern sein dürfe; sie erzählten nie etwas über meine Nichte. Ich frage mich, wie viele weitere Opfer es da noch gibt!! Und ich glaube tief in mir, dass meine Nichte ebenfalls ein Opfer ist, obwohl das keineswegs das entschuldigt, was sie getan hat.

Ist dies das Ende der Geschichte? Nun, meine Schwester verließ die Organisation kurz nach mir, und wir stehen uns heute sehr nah; ich bin seit jetzt fünf Jahren trocken; ich bin seit vier Jahren aus der Organisation; mein Kind macht sich wunderbar, da hilft die Kombination aus Therapie und liebevoller elterlicher Unterstützung und Annahme (und natürlich Tante *****!! ich liebe dich, Schwesterherz); die meisten Wunden, wenn auch nicht alle, unter denen ich litt, sind verheilt, und ich bin ein ziemlich glücklicher Mensch. Meine Ehe hielt nicht, und so bin ich jetzt eine alleinstehende Mutter, aber ich vertrage mich gut mit meinem Ex, der seine Kinder wirklich liebt. Im Mai schloss ich eine zweijährige Ausbildung in Psychologie ab und habe gerade an der Universität begonnen. Meine Kinder sind glücklich und gut angepasst, sie gewinnen leicht Freunde, machen sich gut in der Schule und sind schrecklich, wenn es an das Aufräumen ihrer Schlafzimmer geht. Was ich zu sagen versuche, ist, dass wir heute ein Leben haben ... ein fröhliches, glückliches Familienleben ... wonach ich mich immer gesehnt hatte. Glaubt mir, es ist nicht vollkommen, aber dem nah genug. Danke fürs Zuhören.

Liebe Grüße an alle, DC

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Ich habe mehrfach versucht, meine Geschichte zu erzählen ... und dann gezögert. Mit viel freundlicher Ermunterung versuche ich es nochmals. Meine Geschichte ist nicht kurz ... habt Geduld mit mir. Ich war die Erstgeborene in der sechsten Generation in einer Familie von Zeugen Jehovas.

Wir hatten die Art von "christlichem Erbe" Von dem man bei Kongressen sprach. Gemäß der Familienlegende waren beide Urururgroßväter mütterlicherseits Postmeister, einer in Arkansas und einer in West Virginia, als die Bibelforscher eine Massensendung an alle US-Postmeister verschickten. Sie akzeptierten beide diese neuen Lehren, und auf ihnen als Grundlage wurden die ersten Versammlungen in diesen Bundesstaaten gegründet. Es gab mehrere bei diesen Vorfahren in fünf Generationen, die den Anspruch erhoben, zu den Gesalbten zu gehören. Von den späteren Generationen haben zu viele, um sie zu zählen, in Stellungen in den Versammlungen gedient - allgemeine und Sonderpioniere, Dienstamtgehilfen, Älteste, Kreisaufseher, Vorsitz führende Aufseher, Stadtaufseher.

Ich habe in meinem ganzen Leben keinen einzigen Bezirkskongress besucht, wo nicht einer meiner Verwandten eine Ansprache hielt, an einem Drama oder einer Demonstration teilnahm oder seine Erfahrung erzählte. Ich selbst war 5 Jahre im allgemeinen Pionierdienst und zwei in einer spanisch sprechenden Versammlung.

Mein Urgroßvater mütterlicherseits war pädophil. Er missbrauchte meine Großmutter, meine Mutter und mich. Drei von sechs Generationen. Er missbrauchte drei Generationen von Kindern in der Versammlung. Er starb mit über 90 Jahren, in gutem Ansehen. Er wurde nie ausgeschlossen, obwohl man mir versichert hat, bei einer Gelegenheit habe er Rat erhalten.

Meine Mutter wurde getauft, als sie neun Jahre alt war, mein Vater konvertierte von der Pfingstbewegung, um Zeuge Jehovas zu werden, als er 16 war. Ich wurde getauft, als ich 14 war. Das erste Mal, als ich meinen Vater weinen sah, war, als er meine Taufe durchführte. Ich hatte nie eine Wahl. Ich war Zeugin Jehovas für Generationen vor meiner Geburt. Ich war Zeugin Jehovas, als ich zwei Jahre alt war und mein Urgroßvater mich befummelte. Ich war Zeugin Jehovas, als ich sieben war und vom Sohn einer Zeugenfamilie missbraucht wurde, die den Block hinunter wohnte. Ich war Zeugin Jehovas, als ich 12 war und meine erste Zeugenschwärmerei es für spaßig hielt, hinten im Auto seine Hand an meinem Kleid hinunter gleiten zu lassen, als wir im Predigtdienst waren. Ich war Zeugin Jehovas, als er mich schlug. Ich war Zeugin Jehovas, als ich, nachdem ich diese Vorfälle den Ältesten gemeldet hatte gesagt bekam, ich würde zurechtgewiesen, weil ich nicht "geschrieen" hätte. Sie glaubten, weil dieser Missbrauch vor und nach meiner Taufe stattfand, zeigte mein Versäumnis, es nach meiner Taufe vor sie zu bringen, meine vorsätzliche Teilnahme an diesen Dingen. Und da war die Tatsache, dass mein Vater zur Ältestenschaft gehörte und mich bereits informiert hatte, "wenn etwas wie dieses geschieht, dann musst du wohl etwas tun, was ihn ermutigt". Ich war Zeugin Jehovas, als diese drei Männer von mir für die "Sünden" der Vergangenheit Rechenschaft forderten.

Ich hatte die Wahl, als ich 22 war. Da sah ich mich nach einer Therapie um. Ich hatte die Wahl, als ich meine Familie und die Brüder mit der Pädophilie meines Urgroßvaters und dem Verhalten gewisser Brüder in der Versammlung konfrontierte. Ich hatte die Wahl, als ich die erste in sechs Generationen von Zeugen Jehovas war, die wegging. Als diese Männer ihre Wahl trafen, traf ich meine. Nicht aus trotz, nicht um einen dekadenten Lebensstil zu führen, sondern um sicher zu sein. Man hatte mich vergewaltigt, geschlagen und seelisch angegriffen - bis zu dem Punkt, wo ich von zwei Dingen überzeugt war.

Erstens, ich wusste, wenn ich weiter dieser Organisation angehören sollte, dann würde ich sterben, wahrscheinlich aus eigener Hand. Zweitens, die war nicht das Haus Gottes. Ich ließ mich zwei Jahre lang "treiben", schließlich entschied ich, zwei Stunden nach Norden umzuziehen und ein neues Leben zu beginnen. Mein Leben nach dem Verlassen der Zeugen Jehovas hat ich von vielen neuen Dingen überzeugt.

Ich glaube, dass es einen Gott gibt. Ich glaub nicht, dass er etwas mit dem zu tun hatte, was mir passierte. Wie jeder vollkommene Elternteil glaube ich, er/sie/es hat mich mit sanften Armen hochgenommen und begonnen, mit kleinen Segnungen sanft meine Wunden wegzuküssen. Ich begegnete einem Mann, der mich wahnsinnig liebt. Ich traf einen Mann, dem ich vertrauen konnte, den ich wahnsinnig begehren und lieben konnte. Glücklicherweise für uns beide war das ein und derselbe Mann! An meinem Hochzeitstag war ich eine Prinzessin. Ich fühlte mich wie eine Jungfrau. Wir haben einen vollkommenen Sohn. Schließlich verstand ich, was bedingungslose Liebe bedeutet. Ich habe liebe Freunde. Mir gehört ein Haus. Ich habe nicht ein, sondern zwei Rentenkonten.

Ich bin eine sehr glücklich Frau. Ich habe aber auch mehr an diese Organisation verloren, als ich sagen kann. Jetzt versuche ich zu entscheiden, ob ich an den geplanten Gerichtsverfahren teilnehmen soll. Wie immer ich mich in dieser Sache entscheide, ich stehe vor dem unvermeidlichen Verlust des Kontaktes zu meiner Familie. Ich weiß, eines Tages werden sie eher den Glauben und ihr Erbe wählen als mich. Ich weiß es, aber ich will s einfach nicht sehen oder hören.

Noch nicht.

TB

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1988 erzählte uns unsere älteste Tochter, sie sei von meinem Neffen sexuell missbraucht worden. Sie kann sich nicht mehr erinnern, wann es begann, da sie so klein war, aber sie erinnert sich an das letzte Mal, als er und seine künftige Frau über Nacht bei uns zu Hause blieben, beide waren damals Pioniere.

Zu der Zeit, als meine Tochter von dem Missbrauch erzählte, war ein Ältester zugegen. Er gab mir den Rat, selbst mit ihm zu sprechen, da er recht weit weg von uns wohnte, aber auch, nicht mit der Polizei zu sprechen oder es meinem leiblichen Bruder zu sagen, der damals Ältester war. Mein Neffe gab mir gegenüber rundheraus zu, dass er meine Tochter missbraucht hatte, erklärte aber nicht, was er getan hatte, und wegen seines Geständnisses fragte ich auch nicht. Mein leiblicher Bruder fand es heraus und ging, um mit den Ältesten in der Versammlung seine Sohnes zu sprechen, er kam zurück, es war an die leitende Körperschaft gegangen, und ihre Antwort war, wir sollten vergeben und vergessen und einen geistigen Bruder nicht vor Gericht bringen.

Er wurde zurechtgewiesen, weil er sagte, er sei damals noch nicht getauft gewesen, was aber eine Lüge war. Als wir versuchten, die Wahrheit herauszufinden, wurde uns immer wieder gesagt, wir sollten es in Jehovas Händen lassen, und das taten wir.

1994 erzählte uns unsere jüngste Tochter, ihr Onkel, der kein Zeuge Jehovas ist, habe sie sexuell missbraucht, seit sie acht war Mit Rückendeckung der Brüder, die davon wussten, wurde er verhaftet. Es war er, der der Polizei erzählte, nicht er sei der Pädophile, sondern mein Neffe. So kam die Polizei zu mir und riet mir, Strafantrag zu stellen. Wir gaben unserer Tochter dann den Rat, es vor Gericht zu bringen.

Sie sage, das würde sie, und sie tat es auch. In seiner Aussage vor der Polizei fanden wir später viele Lügen. Wir baten viele Male die Ältesten um Hilfe, um die Lügen auszusortieren, nicht nur die meines Neffen, sondern auch die meines leiblichen Bruders (der Ältester war), aber uns wurde gesagt, sie wollten sich da nicht einmischen, während mein Bruder alles zu wissen bekam, was er wollte, weil er Ältester war. Er tat alles, um uns daran zu hindern, die Sache zu besprechen.

Der Onkel, der kein Zeuge Jehovas war, wurde des schweren Angriffs gegen meine jüngste Tochter und gegen seine eigene Tochter angeklagt. Er wurde für schuldig befunden und bekam 59 Jahre, davon sitzt er aber nur acht ab, und dann ist er frei.

Mein Neffe, der nur zwei Angriffe zugab, gestützt durch einen Bericht, den wir nicht lesen konnten, bekam nur gemeinnützige Arbeit und kam mit wenig davon.

Er gab meiner Tochter die Schuld am Zerbrechen seiner Ehe, weil die Sache vor Gericht kam. Tatsächlich aber war das nicht wahr, denn er hatte auch Unmoral mit zwei Zeugenschwestern begangen. Und wurde, ratet einmal, weil er es zugab, wieder nicht zurechtgewiesen. Später heiratete er im Königreichssaal wieder.

Schließlich verließen wir die Organisation, weil wir nicht akzeptieren konnten, dass pädophile durch die Vorschrift geschützt werden, dass sich zwei Augenzeugen melden müssten. Ich hoffe, dies wird anderen sehen helfen, dass sich die Politik der Wachtturm-Organisation ändern muss.

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Meine Geschichte ist nicht so heimtückisch oder weltbewegend wie die, die ich gelesen habe, aber sie hatte solche verheerenden Auswirkungen auf meine Kindheit und die junge Erwachsenenzeit, dass ich manchmal nicht ganz sicher bin, wie ich eigentlich überlebt habe. Für das meiste in meinem Leben kann ich der Wachtturm-Gesellschaft keine Schuld geben, da sie bei meinen Rechtskomiteeverhandlungen bis auf die Tatsachen keine Kenntnis hatten. Aber den Gemeinschaftsentzug eines jungen Mädchens mit 16, das offensichtlich sehr traumatisiert war, Hilfe, Führung und Mitgefühl brauchte, ist etwas, das ich nie vergesse. Ich habe vor langer Zeit allen beteiligten Einzelpersonen vergeben - ich wünsche niemandem etwas Böses. Aber die Wachtturm-Gesellschaft muss LERNEN - da sie die wahren Bedürfnisse derer ignoriert, die genau das sind, als was du sie bezeichnet hast - schweigende Lämmer. Wenn es andere wie mich gibt - ich hoffe, meine Geschichte bringt ihnen Frieden.

Ich wurde 1968 einer Mutter, die Zeugin Jehovas war, und einem ungläubigen Vater geboren. Die Bestrafung für geringe Vergehen durch meine Mutter zu Hause war schwer, und unser Vater war selten zu Hause. Der sexuelle Missbrauch begann für mich wenigstens im Alter von drei Jahren, so wie ich und meine Geschwister mutmaßen - ich kann es nicht sicher sagen, weil ich mich nie an eine Zeit erinnern kann, wo das nicht zu meinem Leben gehörte. Der Missbrauch kam durch ein Familienmitglied, das die Organisation verlassen hatte, lange bevor ich es tat. Er war wenigstens einmal die Woche allein mit mir und meinen Geschwistern und passte auf uns auf, so dass meine Mutter Besorgungen machen konnte. Meine Eltern erfuhren von dem Missbrauch erst, als ich 12 war und einen Suizidversuch unternahm. Ich wusste erst, dass ich missbraucht wurde, als ich 7 war. Als ich 5 war, wusste ich, dass ich etwas "Böses" tat, etwas, etwas, das mir der Täter immer wieder beigebracht hatte, meine Schuld. Als ich 5 war, erfuhr ich, was mit Leuten geschieht, die Gott den Rücken kehren - all die verheerenden Bilder und Geschichten, was in Harmagedon geschehen würde. Auch wenn ich mit 5 wusste, dass ich eine Sünderin war, auch wenn ich solche Angst hatte, dass sie nicht einmal Erwachsene verstehen würden, ich sagte niemandem etwas, weil ich dachte, meine Familie würde mich hassen und allein lassen, wenn ich es sagte. Mit 7 wusste ich, dass ich sexuell missbraucht wurde, aber in meinem Kopf beging ich "Hurerei", weil der Mann mir bereits vor so langer Zeit gesagt hatte, ich würde diese Ereignisse herbeiführen.

Ich begann, Gott zu gefallen, um dem Missbrauch ein Ende zu setzen. Ich betete und betete und manchmal, während ich missbraucht wurde, habe ich seinen Namen ausgerufen, weil ich gehört hatte, dass er diese Rufe beantwortet. Keine Antwort kam, und der Missbrauch hörte nicht auf. Das sagte mir weiter, ich verursachte es und Jehova sei wütend auf mich. So ersuchte ich mit 12, mich umzubringen. Meine Mutter erwischte mich und ich wurde gerettet, aber nachdem mir der Magen ausgepumpt wurde, als ich aus dem Krankenhaus zurückkehrte, wurde ich geschlagen, weil ich versuchte, meinem Leben ein Ende zu machen. Das Krankenhaus stimmte damals meiner Mutter zu, dass ich nach Hause gebracht werden könnte, und sie schalteten keine Sozialarbeiter ein. Ich erzählte ihr den Grund. Ich tat dies, weil ich so ein schlechter Mensch war, Jehova liebte mich nicht, und ich wollte nicht in Harmagedon sterben - ich wollte einfach nur schlafen gehen. Ich erzählte ihr von dem "Missbrauch" (wobei sich in meinem Kopf immer noch festgesetzt hatte, ich beginge "Hurerei", ich versuchte, sie zu überzeugen, dem Täter zu helfen). Sie war geschockt und zuerst sehr wütend und ging direkt zu den Ältesten. Aus dem Täter wurde nichts, aber wenigstens erklärte mir jemand, dass es nicht meine Schuld war (nicht dass ich ihnen glaubte - ich wusste es in meinem Herzen, weil Jehova mir nicht antwortete). Die Dinge wurden still unter den Teppich gekehrt und nie mehr in unserem Haus besprochen. Ich kann ihnen keine Schuld geben, ich denke, "sexueller Missbrauch" war damals wirklich ein heißes Thema. Sie konnten die Zeichen nicht erkennen, weil sie nicht wussten, worin sie bestanden (d.h. ich war EXTREM introvertiert - wollte monatelang nicht mit Leuten reden, habe mich immer von körperlichem Kontakt ferngehalten, habe viel ohne Erklärung geweint. Meine Mutter sagte, sie dachte einfach, ich sei ein "merkwürdiges" Mädchen, und beließ es dabei). Ich weiß nicht, wie mein Vater reagiert hat, wir wollen einmal sagen, dass er und seine Familie auf andere Weise Gerechtigkeit fanden, und bis zum Ende seines Lebens hegte mein Vater einen sehr großen Groll gegen die Wachtturm-Gesellschaft, weil sie log, wer bei ihnen war (er hatte auf anderen Wegen herausgefunden, dass ich nicht die Einzige und Erste war, die dieses Individuum verletzt hatte - aber niemand hatte etwas unternommen, weil es von den Ältesten im Stillen gehandhabt wurde, und es gab nicht einmal öffentliche Zurechtweisungen).

In jenem Sommer zogen wir von einer Versammlung in das Haus meiner Großmutter, ein ausgestrecktes Farmhaus, in dem sie das ganze Leben verbracht hatte und das jetzt über 180 Jahre alt war und sich in eine später wohlhabende Gegend schmiegte. Meine Familie war äußerst arm, meine Mutter eine Zeugin Jehovas mit fünf Kindern und einem ungläubigen Mann. Die Versammlung, in die wir zogen, war äußerst wohlhabend - wenigstens in den späten 70er Jahren. Wir ragten wie wunde Daumen heraus und wurden in unserer neuen Versammlung nicht "herzlich" aufgenommen. Wir wurden so ziemlich ignoriert; tatsächlich hatte ich mein erstes Gespräch mit einem Ältesten erst, als ich mit 15 getauft wurde, und mein zweites Gespräch mit 16 - als ich ausgeschlossen wurde.

Weil ich introvertiert war und solch geringes Selbstwertgefühl hatte usw., war es sehr schwer für mich, Freunde zu gewinnen. Ich hatte niemanden auf der Welt, auch nicht bei den Zeugen Jehovas. Meine erste wirkliche Freundschaft hatte ich, als ich 14 war, die Tochter eines Ältesten (die bestenfalls geistig schwach war) wurde meine Freundin. Ich vermisse sie immer noch und liebe sie bis heute, und ich werde nie ihre Freundlichkeit vergessen. Sie war 16 und nahm mich "unter ihre Fittiche" und zwang mich, bei Aktivitäten der Zeugen Jehovas mitzumachen wie Rollschuhlaufen, Limonaden nach den Zusammenkünften usw. (ich war nie eingeladen - sie brachte mich einfach mit). Zu sagen, ich passte nicht dazu, ist eine Untertreibung. Jeder dachte, ich sei merkwürdig; "eine Simulantin", so nannten mich ein paar. Ich ignorierte sie, aber es machte mir weiter deutlich, dass ich für die Zeugen Jehovas oder für Jehova nicht "gut genug" war. So beschloss ich, weiter in diese Organisation zu drängen, im Sommer den Hilfspionierdienst zu machen (viel davon nur mit meiner Freundin) und während des Schuljahres den allgemeinen Pionierdienst. In jenen Tagen war es eine Ehre, von den Frauen der Ältesten ausgesucht zu werden, mit ihnen in den Dienst zu gehen, besonders für junge Mädchen. Ich wurde nie ausgesucht. In meinen Augen ein weiteres "Zeichen". Etwa um dieselbe Zeit schien es, als hätte ich auf meiner Stirn die Tätowierung "Schlampe". Soziale Aktivitäten mit den Zeugen  wurden zu Angst erregenden Erfahrungen, wo selbst dann, wenn ich in den Waschraum ging, ein paar der jungen Männer (und Dienstamtgehilfen) mir folgten und mich sexuell belästigten. Ich habe es nicht noch einmal erzählt, ich hatte Angst. Ich wusste, dass jemand mir glauben würde - diese jungen Männer waren ziemlich beliebt und ich war ein Nichts. Innerhalb von ein paar Monaten hatte ich aufgehört, zu sozialen Ereignissen zu gehen und schwor meine Freundin auf Geheimhaltung des Grundes dafür ein - nicht, das es jemand auch nur bemerkte.

Im Winter jenes Jahre zog eine neue Familie in unsere Versammlung, dabei war ein junger Mann (22 Jahre alt). Er war so schlau, so hinreißend. Er suchte mich für Anrufe und erbauende Gespräche heraus. Er war so freundlich und fürsorglich ... ich war verliebt. Innerhalb von zwei Monaten verlobten wir uns (das war nicht ungewöhnlich). Sobald wir verlobt waren, änderten sich die Dinge. Er drängte auf die "Sache mit dem Sex", und zuerst konnte ich ihn auf Abstand halten. Aber schließlich führte es dazu, dass ich von ihm vergewaltigt wurde. Es erschütterte mich bis ins Innerste. Er war in der Lage, alles wegzurationalisieren, und er überzeugte mich, das Beste wäre, jetzt den Plan zu durchdenken, zu heiraten. Ich weiß, das klingt merkwürdig, es ist es wahrscheinlich auch, aber an diesem Punkt war ich mit ihm einverstanden. Ich behielt "unser Geheimnis" für mich, und weitere sexuelle Begegnungen folgten. Ich wollte es nie - ich habe immer geweint, gestrampelt und protestiert. Ich habe diese Situationen nie angeregt; tatsächlich versuchte ich, ihnen aus dem Weg zu gehen, wie ich nur konnte. Aber ich habe die Beziehung nicht beendet - ich konnte nicht. Ich wusste nicht einmal, wie. Ich konnte es auch nicht sagen, weil mir wirklich an ihm gelegen war. Es tat ihm immer so leid, er war so reuig mir gegenüber, dass ich schließlich mir selbst gegenüber rationalisierte, dass dieser mich ja wenigstens heiraten würde.

Schließlich wurden wir "erwischt". In mir hatte sich bereits das Schuldgefühl so sehr festgesetzt, dass ich in gewissem Maße erleichtert war. Ich wollte "gestehen", ich wollte frei sein von dieser bösen Last, die mein ganzes Leben war. So gab ich ihnen während meiner Rechtskomiteeverhandlungen (wiederum nur das zweite Mal, dass ich mit diesen Männern redete) freiwillig alle Informationen über mich, die Dienstamtgehilfen, meinen Verlobten und meine Kindheit. Ich erzählte ihnen frei heraus, dass ich wusste, dass es meine Schuld war - ich glaubte wirklich, dass etwas an mir war, dass dies geschah. Meine Mutter sagte zu meinen Gunsten aus und legte das Bisschen an Belegen vor, die sie über Kindesmissbrauch und darüber finden konnte, wie er sie traumatisiert. Sie half mir bei diesen Verhandlungen mehr, als sie je wissen wird. Die Ältesten stellten mir viele Fragen, die ich alle ehrlich und offen beantwortete. Sie machten ihre Notizen und schienen so mitfühlend und freundlich zu sein, dass ich mich wirklich zu freuen begann und dachte, vielleicht könnten sie mir helfen, nicht so böse zu sein (das habe ich wirklich gedacht). Sie nahmen die Informationen meiner Mutter mit und sagten, wir würden in einer Woche wieder von ihnen hören.

Bei den nächsten Treffen waren die Dinge ganz anders. Die Ältesten waren feindselig und wütend. Sie beschuldigten mich, zu lügen und zu versuchen, Probleme für die "geistig starken, anständigen" jungen Männer in der Versammlung zu stiften. Sie sagten, ich sei ein "Kebsgeschwür" das aus der Versammlung herausgeschnitten werden müsste. Sie sagten mir auch, mein Verlobter träfe sich mit der Tochter eines anderen Ältesten in der Versammlung, er hätte auch Beziehungen zu diesen Frauen. Ich war am Boden zerstört. Sie hatten auch mit beiden Dienstamtgehilfen gesprochen, die beide einmütig meine Geschichte bestritten (und ich dachte ja, dass genau das passieren würde). Sie sagten mir, mein Verlobter solle ausgeschlossen werden, ob ich ihn noch immer heiraten würde? Ich antwortete Ja, das will ich, da ich meinte, wegen unserer heimlichen Beziehung sei es genau das, was Jehova wollte. Bei der folgenden Zusammenkunft entzogen sie mir die Gemeinschaft.

Ich versuchte ein paar Monate lang, "Reue zu zeigen", ich versuchte ihnen zu zeigen, dass ich zurückkehren wollte. Aber die Situation zu Hause wurde zunehmend schwieriger, meine Mutter hatte sich der Entscheidung der Ältesten angeschlossen und "ächtete" mich und wurde mit jedem Tag feindseliger. Innerhalb von vier Monaten beschloss mein Vater, ich sollte allein leben, da mich dis zerreißen würde. Er half mir bei der Wohnungssuche und zahlte die Hälfte meiner Mietkosten. Ich fand eine Arbeit und arbeitete ganztags, während ich die High School beendete. Ich trennte mich von meinem Verlobten; ich konnte ihn nicht einmal mehr ansehen. Ich fand auf der Arbeit Freunde, und mein Leben begann.

Es ist jetzt 16 Jahre er, und der Schmerz ist immer noch da. Ich habe vergeben, werde aber nie vergessen. Diese Religion hat mein Leid nicht "verursacht". Aber sie taten nichts, um zu helfen; tatsächlich ließen sie mich im Straßengraben liegen. Vielleicht haben sie das in ihren Augen Richtige getan, ich weiß es nicht.

Als Erwachsene bin ich zu der Erkenntnis gekommen, was vor all diesen Jahren wirklich geschehen ist. Ich weine um das Kind, ich weine um die junge Frau, aber sie sind nicht mehr ich. Ich bin stärker, ich kann ganz offen von diesen Dingen reden ... aber dazu habe ich viele "Weltmenschen" gebraucht, eine Menge Seelenerforschung und eine Menge Zeit. Ich glaube nicht, dass die Wachtturm-Gesellschaft Pädophile schafft, ich glaube nur, dass sie völlig unvorbereitet ist, sich mit der Realität abzugeben, und nicht willens, in Situationen, ie ihren "Ruf" schädigen könnten, Wellen zu schlagen.

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