Missbrauchte Lämmer                                                        Seite 2

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Gedichte und Gedanken

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Nachdem ich alle Einträge über den Brief von meiner Schwester gelesen habe ... bekomme ich den Mut, den Namen meines Exmannes und der Versammlung zu nennen, wo es geschah, und der Versammlung, die er jetzt besucht, in Queens, N.Y. Eine von euch sagte "Vorbeugung", und das Wort gab mir einen Schlag ins Gesicht!! Inzwischen hat mein Ex wieder geheiratet und hat eine kleine Tochter von etwa drei Jahren (meine Tochter hatte eine Rückblende daran, wo sie vier war). Ich weiß, dass ich Angst hatte, seinen Namen und die Geschichte an die Presse weiterzugeben, weil ich einen Gemeinschaftsentzug fürchtete. Aber jetzt erkenne ich, dass Schweigen dieses kleine Mädchen nie schützen kann. Man hat mir gesagt, es sei nicht meine Sache, es sei die Verantwortung ihrer Mutter. NEIN, es ist die Verantwortung von uns allen, wenn wir Beweise haben, dass dieses Kind bei einem Kinderschänder lebt. Ich mache mir keine Sorgen, wegen Verleumdung verklagt zu werden, weil es die Wahrheit ist und er sie gestanden hat. Ich muss nur ganz kleine Schritte machen, in H20 zu veröffentlichen war mein erster Schritt, dann der Brief von meiner Schwester, bald werde ich den Brief meiner Tochter an die Ältesten und ihren Schänder veröffentlichen. Ich kann fühlen, wie sich dank euch Mut in mir aufbaut ...

CS

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XXXXX ist ein Opfer, weil sie meint, sie brauche meine Eltern, um sie zu unterstützen. Diese beiden Leute haben keine Stimme. Sie sind verängstigte kleine Lämmer. Was ich wissen will: Gibt es einen Weg, dies STILL zu tun ... ohne die Opfer kenntlich zu machen? Keine Namen, nur wirkliche Fallszenarien ...

LL

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Ich weiß auch von einer Freundin, deren Sohn mit etwa zehn Jahren missbraucht wurde. Das war vor 12 Jahren. Daraufhin hat er die Wahrheit verlassen.

HL

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Auch wenn ich auf der anderen Seite der Welt lebe, würde ich doch gern etwas tun, um Kinderschänder zu entlarven. Ich gehörte früher zu den Zeugen und wurde von einem "Dienstamtgehilfen" missbraucht. Ich würde gern wissen, was ich rechtlich tun kann, um den Mann bloßzustellen. Er missbraucht weiter, und es muss etwas unternommen werden, um den Mann zu stoppen.

CA

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Ich traf einen Bruder aus dem Königreichssaal. Er war 23. Ich war 16. E hat sich immer betrunken und Dinge mit mir angestellt. Ich ließ es ihn tun, weil ich ihn "liebte" und dachte, er liebt mich auch. Später fand ich heraus, dass er mich nur benutzt hat.

JF

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Janna wuchs 16 Jahre lang als Zeugin Jehovas auf, missbraucht von ihrem Stiefgroßvater, Gemeinschaftsentzug mit 16. Er war Zeuge Jehovas. Die Ältesten taten nichts. Sie sagt, viele andere in der Versammlung wurden missbraucht, darunter auch Jannas Geschwister.

JH

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Was ich damit meine, ist, als meiner Mutter gesagt wurde, was geschehen war, bemerkte sie nur, ich hätte es erfunden. Es wurde nichts unternommen, keine Fragen wurden gestellt. Im Alter von fünf Jahren wurde ich allein gelassen, ohne Schutz, nicht zu reden von der Angst.

GW

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Mein Exmann missbrauchte meine jüngere Schwester, als sie neun war (jetzt ist die Anfang Dreißig). Dies ging viele Jahre im Geheimen so. Ich hatte keine Ahnung. Schließlich SAH ich Dinge, die nicht sein durften, und ich hielt mich an die Regeln und informierte die Ältesten.

Ich war es, die geächtet wurde, und zwar, weil ich es "gesagt" hatte

Inzwischen sind ZWÖLF Jahre vergangen, und ENDLICH ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Das Herzzerreißende an meiner Geschichte ist, dass ich zu der Zeit, als ich es "erzählte", eine hübsche 3-jährige Tochter hatte. Bei all der Unterstützung und gegen die Wachtturm-Rechtsabteilung hatte ich keine Chance, und mein kleine Tochter wurde mir aus den schützenden Armen gerissen und einem Pädophilen übergeben.

Der Pädophile schien weiter Erfolg zu haben, er bekam große Unterstützung seitens der Organisation, er wurde sogar geistig gesinnter, und man gab ihm den Titel eines Ältesten! Inzwischen war ich ausgestoßen, meine eigen Familie verstieß mich und sagte, ich sei es, die im Unrecht ist, und sie standen ihm sogar noch bei! Erst als eine unbeteiligte Partei das "Geheimnis" aufdeckte, kam schließlich die Wahrheit ans Licht. Meine kleine Schwester ist nun Anfang Dreißig, sie sieht die Sache sehr gefühlsmäßig, weil sie damals WUSSTE, dass sie mir die Tochter nahmen und ihrem Vater gaben, dass sie ein kleines Lamm einem PÄDOPHILEN übergaben!

Sie lebt immer noch in der Furcht, ausgestoßen zu werden, und riskiert immer wieder den Schmerz, wenn sie je darüber spricht. Traurig, aber war: sie ist weiter ein Opfer. Ich denke, ich kann mich für sie MELDEN. Was ihr angetan wurde, war nicht recht, es wurde von den Ältesten vertuscht, und als sie versuchte, einen Abschluss zu finden, wurde ihr gesagt, sie lüge. Ironischweise gehört sie immer noch dieser Organisation an. Positiv gesehen ich kann nicht ändern, was geschehen ist, ich war damals in totaler Unkenntnis über das, was geschah, und jetzt habe ich das Sorgerecht für meine wunderbare Tochter, die heute 15 ist.

Leute ... ich rief 12 Jahre lang um Hilfe ... ich war ein SCHWEIGENDES LAMM, denn wenn sie einen einmal ausschließen, wird man als unrein und ungeeignet für Gottes Organisation etikettiert. Man ist dann abgeschnitten, und niemand wird einen hören, weil man jetzt das ist, was sie als Abtrünnige bezeichnen!

Ich habe mir nie träumen lassen, dass ich die Chance bekomme, diesem entsetzlichen Problem EINE STIMME ZU GEBEN. Manchmal muss man nur warten, um die richtige Hilfe zu erhalten. Jetzt glaube ich, dass Licht darauf fällt, dass die Wachtturm-Organisation keine andere Möglichkeit hat, als ihr WAHRES GESICHT zu zeigen ... wenn es ihnen um Gott und die Wahrheit geht, dann werden sie ihre bescheuerten Vorschriften ändern ... wenn sie nur irgendeine beliebige Religionsgemeinschaft sind, die die Anhänger in Furcht hält, damit die Spenden fließen, dann möge Gott Gnade mit ihren Bemühungen haben, dass sie als "Blinde Blinde leiten".

Wisst ihr, wozu verletzte Kinder heranwachsen? Zu verletzten Erwachsenen ... und dann verstehen nicht allzu viele Erwachsene, dass sie als Erwachsene verletzt sind, weil sie als Kinder verletzt wurden ...

Ich jedenfalls werde nicht ruhen, bis die Watchtower Bible and Tract Society sich meldet und die WAHRHEIT erklärt, die darin besteht, dass Gerechtigkeit geschieht, und von da an müssen immer dann, wenn jemand beschuldigt wird, jemanden missbraucht zu haben, und besonders ein Kind, die Behörden BENACHRICHTIGT werden, und die Sache muss VON DEN BEHÖRDEN BETRIEBEN WERDEN UND NICHT VON DER WACHTTURM-GESELLSCHAFT.

Es ist Zeit aufzuwachen!! Dies ist ein echtes Problem, und niemand hat das Recht, Kindern weh zu tun. Und dass eine Organisation hinter Leuten steht, die Kinder verletzen, ist sogar noch WIDERLICHER!

So, jetzt bin ich bei Mitternacht angekommen ... Gebt also NIE auf, jeder, wer euch auch durch Missbrauch verletzt, GEBT NIE AUF. Holt euch Hilfe! Ihr seid nicht allein!

LL

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Ich wuchs in der dritten Generation in der Wachtturm-Gesellschaft auf. Mein Vater entwickelte eine schizoide Persönlichkeitsstörung, bevor ich geboren wurde. Er war extrem paranoid, hatte einen schlimmeren Verfolgungswahn als die meisten Zeugen Jehovas, und beschloss in dem Jahr, bevor ich getauft wurde (mit 12), er gehöre zu den Gesalbten, weil er in seiner eigenen verdrehten Welt mit mir konkurrierte.

Ehe ich 12 war, wurde ich jeden Tag missbraucht. Es wurde auf rituelle Weise gemacht, es endete mit einem Gebet, und manchmal wurde Spielzeug von mir wegen Dämonismus verbrannt. Immer war ich es, die "die Dämonen ruft" und meinen Vater diese Dinge tun ließ. Mir wurde gesagt, ich solle schweigen, und meine Schwester entkam immer demselben Schicksal ... was ich erst Jahre später wusste, war, dass er sie auch missbrauchte und ihr sagte, sie solle still und gehorsam sein wie ich!

Sie wuchs mit Hasse gegen mich auf, weil sie dachte, ich würde mit ihm zusammenarbeiten! Ich dachte, er würde sie beschützen. Einmal saß ich im Wohnzimmer, und meine Mutter saß im Sessel und las einen Liebesroman, während meine Schwester mit meinem Vater im Schlafzimmer eingeschlossen war und sich die Seele aus dem Leib schrie.

Meine Mutter sagte einfach: " Wenn sie nur mitarbeiten würde, würde sie darüber hinwegkommen ..." Doch Mutter leugnet, je Kenntnis von dem Missbrauch gehabt zu haben. Mein Vater wurde schließlich ausgeschlossen, als er mit einer anderen Frau weglief, inzwischen ist er aber wieder aufgenommen. Tatsächlich bewertete er seine spätere Heirat mit der Frau, mit der er Ehebruch beging, mit der Behauptung, meine Mutter und ihre 50-jährige Freundin seien lesbisch!

Das ist eine widerliche Behauptung. Einer einer Stiefsöhne brachte sich um, und der andere ist schwul. Seine Frau ist nie "in die Wahrheit gekommen", doch er ist immer noch in gutem Ansehen und nimmt bei jedem Gedächtnismahl von den Symbolen. Meine Mutter ist heute eine alte Frau, er hat sie am Boden zerstört, er hat sie vernichtet. Meine Schwester ist auch schizoid.

Ich habe die Wachtturm-Gesellschaft verlassen, ich habe nichts getan, was einen Gemeinschaftsentzug rechtfertigte ... Ich war 15 Jahre lang allgemeine Pionierin, ehe ich wegging. Das letzte Jahr, als ich "!drinnen" war, erlebte ich zwei Suizide und einen Mord (meine gute Freundin wurde von ihrem Mann geschlagen und hatte eine nicht erkannte Herzkrankheit - sie starb innerhalb von sechs Monaten nach den letzten Schlägen und sah ihre Kleinkinder nie mehr wieder, weil die Ältesten sie verurteilten, weil sie ihn verlassen hatte, und mit ihrem Segen behielt er die Kinder ...)

In meinen 34 Jahren sah ich alles, was es zu sehen gab. Ich saß als Kind auf dem Schoß von Freddie Franz ... Ich bekam Klavierunterricht am Klavier im Bethel, Ich diente als Pionierschwester von Georgia über Kalifornien und Idaho bis Vermont ... Ich kannte die Mitglieder der leitenden Körperschaft persönlich. Mein Gewissen war gesättigt. Ich musste weggehen oder selbst sterben. Ich verbrachte sechs Jahre in der Therapie - geheim, als ich noch "drinnen" war.

Es war nicht der äußere Einfluss, der mich herausbrachte, es war die Wachtturm-Gesellschaft selbst. Sie hat es selbst getan. Jetzt ist die "Liebe", die ich einmal hatte, durch ebenso starken Hass ersetzt. Ich hasse, was böse ist. Es ist schwer, nicht bitter zu sein.

RG

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Ich würde gern kurz meine Erfahrung als Opfer von Kindesmissbrauch zusammenfassen. Der Unterschied zu anderen Missbrauchsopfern ist, dass es mir als Zeugin Jehovas (ZJ) passierte. die meisten Vergewaltigungen/Belästigungen geschahen durch einen Ältesten der Zeugen Jehovas, der zufällig auch ein guter und vertrauter Freund meines Vaters war. Die sexuellen Übergriffe begannen, als ich vier war, und gingen fort, bis ich elf war. Der Täter ist gegenwärtig ein ZJ in "gutem Ansehen", was bedeutet, dass er von den ZJ akzeptiert wird und ohne Behinderung von Tür zu Tür gehen kann.

 

Vor nicht allzu langer Zeit versuchte ich, die Situation in Übereinstimmung mit den Vorschriften der ZJ zu lösen, und das heißt auf die Ältesten der ZJ zuzugehen, die dann, wie in der Bibel beschrieben, Gerechtigkeit und Fairness walten lassen. Stattdessen tat diese Gruppe aber alles, was sie konnte, um die schwerwiegenden Verbrechen gegen mich zu vertuschen und abzuweisen. Für mich wurde offensichtlich, dass diese Wachtturm-Vertreter dass diese Wachtturm-Vertreter nur daran interessiert waren, die Organisation zu schützen, und sich wenig um die Einzelumstände kümmerten. Das erreichte einen Höhepunkt, als ein Ältester zu mir sagte: "Wiederhole nie, was dir passiert ist (die zahllosen Belästigungen), sonst entziehen wir dir die Gemeinschaft (Exkommunikation)."

Jetzt bin ich erleichtert, dass ich nicht Stillschweigen bewahrt habe, sondern zu den Justizbehörden gegangen bin, damit diese Sexualverbrechen bekannt werden und aufhören. Im Alter von 19 Jahren berichtete ich diese Sexualverbrechen schließlich einem Ermittler, der zufällig auch ZJ war. Ich war "mit meiner Weisheit am Ende", weil ein anderer Ältester der ZJ mich von 11 bis 16 Jahren missbraucht hatte. Dies veranlasste mich, den zuständigen Behörden preiszugeben, was mit mir gegenwärtig geschah und was mir in der Kindheit passiert war. Ich erkannte nur wenig, wie berechnend die Organisation darin ist, die Verantwortung in dieser Sache abzukapseln und zurückzuweisen. Bei einer Rechtskomiteeverhandlung war ich entsetzt, weil meine Eltern verbal angegriffen und später geächtet wurden, weil sie sich nicht an den "Schweigekodex" bei den ZJ gehalten hatten.

Inzwischen missionierte der Kinderschänder monatelang weiter, predigte on der Bühne des Königreichssaales und erfreute sich "besonderer Vorrechte" als ernannter Diener der ZJ. Schließlich, im Jahre 1998, war er gezwungen, vor einem Geschworenengericht zu erscheinen, um sich für seine Verbrechen zu verantworten. Die Jury verurteilte ihn einstimmig wegen zweier Fälle von Vergewaltigung eines Kindes und zweifachen Kindesmissbrauchs. Der Prozess hätte vermieden werden können, wenn er wahrheitsgemäß seine Verbrechen gegen mich gestanden und die vom Staat angebotene Abmachung akzeptiert hätte. Doch der Pädophile beauftragte einen Privatanwalt und verlor; er wurde überführt und später zu elfeinhalb Jahren im Staatsgefängnis verurteilt. Interessanterweise wurde er zur Zeit seiner Verurteilung wieder als Mitglied der ZJ in gutem Ansehen aufgenommen, so dass er seine Tochter bei ihrer Hochzeit in einem Königreichssaal der ZJ begleiten konnte (ein Vorrecht nur für anerkannte ZJ). Bei dem Prozess war die Seite des Gerichtssaal, wo der Pädophile saß, voller ZJ, die zu seiner Unterstützung da waren. Auf meiner Seite saßen nur drei. Während dieser Zeit meldeten sich zwei weitere Opfer, beide ZJ, aber das war ohne Wirkung auf den Prozess, da bei ihnen die Sache verjährt war. Bei der Urteilsverkündung standen drei Älteste auf und baten zusammen mit neun weiteren ZJ um Milde. Der Richter schüttelte angewidert seinen Kopf. Als die Jury ihn zu elfeinhalb Jahren verurteilte, schrie eine Pionierschwester mich quer durch den Saal mit Schlampe und Hure an. Ich muss mich schon fragen, welchen Teil des "geistigen Paradieses" ich da gerade erlebte.

Leider ist das noch nicht das Ende. Kürzlich wurde der Pädophile aufgrund einer technischen Frage vorzeitig aus dem Staatsgefängnis entlassen; eine technische Frage begünstigt ein neues Verfahren. Nicht etwa, dass es nicht genügend Beweise gab, aber die Auswahl der Jury war beeinflusst. (Mein Fall ist nicht der einzige für ein neues Verfahren, das gilt auch für viele andere in dem Zeitrahmen.) Das bedeutet, dass ich jetzt alle Aussagen noch einmal werde machen müssen. Diese Qual noch einmal durchzumachen ist äußerst traumatisch für mich. Aber wenn ihn das daran hindert, sein sexuelles Missbrauchsmuster fortzuführen, dann ist es das wert. Wenn irgendetwas von dem, was ich erzählt habe, beschönigt zu sein scheint, verschafft euch bitte Zugang zu den Gerichtsprotokollen, die meinen Bericht im xxxx County Superior Court in xxxxxxx bestätigen werden. Meine Hoffnung ist, dass ein weiterer ZJ, der sich in einer ähnlichen Situation befindet, meine Erfahrung als hilfreich und als Sprungbrett empfindet, im Sinn von wirklicher Gerechtigkeit das zu tun, was er kann.

ER

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Meine Schwester hat mir die Erlaubnis erteilt, den folgenden Brief, den sie schrieb und den Ältesten übergab und der ihren Schänder offenbarte, hier veröffentlichen zu lassen.

"An die Ältesten im Königreichssaal, ich habe meine Schwester _____ gebeten, diesen Brief für mich an euch weiterzugeben. Ich weiß, dass meine Schwester euch die Geschichte über meinen Schwager ___ erzählt hat, aber ich möchte es euch lieber persönlich berichten, da ich nicht weiß, was mein (Schwager) euch gesagt hat, da er gern manipuliert und ein Lügner ist. Jahrelang - angefangen hat es, als ich ungefähr acht Jahre alt war - hat mich mein Schwager missbraucht. Ich stand meiner Schwester sehr nahe und blieb fast jedes Wochenende über Nacht bei ihr. Des Nachts bin ich aufgewacht und fand meinen Schwager, wie er über mir im Bett stand. Er hat mir dann immer gesagt, er wolle mich zudecken oder ich hätte einen schlechten Traum gehabt und er sei hereingekommen, weil ich im Schlaf geredet habe.

Das ging eine Zeitlang so, bis ich eines Nachts aufwachte und er seine Hand unter meinem Nachthemd hatte. Er war nervös geworden und sagte, er wolle mich zudecken. Als ich erkannte, was da vor sich ging, habe ich mich selbst in das Laken gewickelt, während ich da schlief, aber nie ganz einschlief. Wenn er in meine Nähe kam, habe ich gegähnt oder mich umgedreht oder so etwas, damit er wusste, dass ich nicht im Tiefschlaf war, und wieder in sein Zimmer ging.

Ich wollte es nie (meiner Schwester) erzählen, weil ich zuviel Angst hatte. Ich liebte sie so sehr, dass ich nicht glauben konnte, dass mein Schwager mir so etwas antun konnte. Es gab so viele Gelegenheiten, wo er mich während der Nacht berührte und ich dann aufwachte. In der Zeit des Missbrauchs hatte ich deswegen einige sehr schlimme Alpträume, und meine Eltern wussten nicht, warum. Sie gaben Tausende von Dollars aus und brachten mich zu Ärzten und Psychiatern, die herausfinden sollten, warum ich in solch einem zarten Alter Alpträume hatte und Kopfschmerzen bekam. Es wurde sogar mein Hirn gescannt, weil er Arzt dachte, dass ich vielleicht einen Hirntumor hätte.

Während alldem erzählte ich niemandem, auch nicht "den besten" Psychiatern, was nicht stimmte. Ich verdrängte alles und litt stumm. Mein Schwager ist ein typischer Kinderschänder, sehr manipulierend, er versetzt einen fast in Trance, kauft Geschenke usw. Viele Jahre später lief meine Nichte ______ weg, um bei mir und meiner Familie zu leben. Sie war damals fast 18 Jahre alt. (Mein Schwager) kam und hämmerte an meine Tür und fluchte und schrie, sie solle nach Hause kommen.

(Meine Nichte) schloss sich in meinem Schlafzimmer ein. Mein Mann sagte, (mein Schwager) solle das Haus verlassen, weil er es nicht länger hinnehmen wolle. Alles, was sie mir schilderte, war so, wie ich es durchgemacht hatte. Wir weinten stundenlang zusammen. Selbst jetzt reden wir, wenn wir zusammen sind, über das, was mit uns geschah. Zwischen uns gab es viele tränenreiche Abende. Wir können besser miteinander reden als jeder andere, weil wir dasselbe erlebten und heute viele Probleme gemeinsam haben. So genannte Nachwirkungen. Wir meinen beide, dass auch die Jungen missbraucht wurden ... Ich habe es selbst erlebt, daher halte ich es für möglich, dass sie es niemandem erzählen.

Wegen ihm (meinem Schwager) wurde mein Hirn gescannt, geröntgt, Elektroden wurden an meinem Kopf festgemacht, und ich bekam viele verschiedene Medikamente. Wegen ihm gab mein armer Vater so viel Geld aus, und meine beiden Eltern litten mit Sorge und Furcht. Und wegen ihm kamen meine drei kleinen Töchter nie zu ihrer Tante, denn ich konnte sie nicht im Haus meiner Schwester über Nacht lassen. (Meine Schwester) wusste es damals nicht, so habe ich immer Ausreden erfunden, warum sie nicht da bleiben konnten. Ich glaube aus tiefstem Herzen, wenn er die Gelegenheit gehabt hätte, hätte er meine Kinder missbraucht. Jahrelang habe ich sein selbstgerechte Predigen ertragen und immer gedacht, wie kannst du (mein Schwager) mir Predigten halten, du dreckiger Kinderschänder!

Er hat mir immer gesagt, ich käme nicht ins Paradies, weil ich keine Zeugin sei! Stellt euch vor, dass Gott ihn hineinlässt und mich nicht! Mein Gott würde das nie tun. Er hat die Nerven, von Tür zu Tür zu gehen. Das allein beweist, dass er ein widerlicher Kerl ist. Er hat keinerlei Schamgefühl. Er sollte nie die "gute Botschaft" verbreiten dürfen, weil er ein dreckiges Schwein ohne Moral ist. Er verdient es nicht, eine Bibel in der Hand zu halten. Er hat viele Leben ruiniert, am schlimmsten das von seinen Kindern.

Mit Grüßen ------ -----" (Ich habe auch einen Brief meiner Tochter an die Ältesten - aber selbst bei diesen beiden unabhängigen Zeugen wurde der Schänder, ein Dienstamtgehilfe, ne ausgeschlossen.)

EK

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Als die Geschichte meiner Schwester enthüllt wurde ... sagte ihr einer der Ältesten in der Versammlung ... "Was soll das Ganze? Du wurdest doch nicht vergewaltigt oder so etwas!" Diese Aussage fügte einem Kind, dass bereist zu sehr leidet, noch MEHR Schmerz zu ...

L.L.

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Als Kind wurde ich auch von einem engen Blutsverwandten missbraucht, also kann ich es nachvollziehen. Wir interessieren die Organisation nicht wirklich. Inzwischen habe ich die Organisation verlassen. Ich habe immer noch eine Freundin in der "Wahrheit", die den Ältesten erzählte, wie ihr Vater und ihr Bruder sie missbrauchten und die Brüder nichts unternahmen, sondern ihn fragten, ob das stimme. Sobald der Schänder Nein gesagt hatte, war die Sache für sie abgeschlossen. Was für eine Schande!!! Er ist weiter ein Bruder in gutem Ansehen. In der Organisation gibt es zwei verschiedene Vorschriftenkataloge. Alles, was ich weiß, ist, wenn es um so etwas geht, wird es unter den Teppich gekehrt, und das ist die Wahrheit!!!!!!!!!

FP

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Ich war sechs Jahre lang eine Zeugin. In der letzten Versammlung, in der ich war, war ich sehr aufgeregt, als ich eine Familie traf, von der ich dachte, sie sei so ein "guter Umgang" für meine Kinder. Meine Kinder blieben bei ihnen über Nacht und umgekehrt. Jedenfalls verbrachte eine ihrer Töchter die Nacht in meinem Haus. An den nächsten Tagen reagierte meine Tochter (im selben Alter) wirklich merkwürdig, aber ich dachte mir nichts dabei. Dann vergingen ein paar Wochen und sie kam zu mir (sie war 9 Jahre alt) und schrie: "Mama, ich glaube, ich bin schwanger!" Ich konnte meinen Ohren nicht trauen und sagte: "Wie kannst du schwanger sein, wenn du erst neun bist?" Sie sagte: "Mama, XXX (das andere 9-jährige Mädchen) hat mich schwanger gemacht!" Ich sagte: "Ein Mädchen kann kein anderes Mädchen schwanger machen." Sie sagte: "Sieh dir meinen Bauch an. Er wird dicker!" Ich ließ sie sitzen und bat sie, mir zu sagen, warum sie das dachte. Sie erzählte mir, dass das andere kleine Mädchen sie mit der Zunge küsste, wenn sie über Nacht blieb.

Als ich weiterstocherte, sagte sie, das kleine Mädchen hätte auch ihre Schamgegend befummelt und versucht, ihren Finger in ihre Vagina zu stecken. Ich war entsetzt. Sofort war ich wütend auf das kleine Mädchen und sprach das bei ihren Eltern an. Aber die Eltern reagierten wirklich merkwürdig und sagten, es seien doch nur "Kinderspiele". Ich sagte: "Nein! Das muss sie von jemandem gelernt haben!" Sie wollten das nicht ansprechen, so ging ich zu den Ältesten und sagte: "Meiner kleinen Tochter wurde von XXX wehgetan. Die Eltern weigern sich, darüber zu sprechen. Ich glaube, sie haben Angst, dass jemand vielleicht etwas über ihre Tochter entdeckt. Was ich wissen will, ist: WOHER HAT SIE DAS, WAS SIE MIT MEINER TOCHTER GEMACHT HAT?" Ich sagte: "Ich glaube, sie wurde vielleicht missbraucht." Der Älteste verbat mir den Mund. Er sagte zu mir: "SAGE NIE DAS WORT 'MISSBRAUCHT' GEGEN EINEN ZEUGEN IM KÖNIGREICHSSAAL - NIEMALS!"

Wochenlang drängte ich die Ältesten, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie haben NICHTS UNTERNOMMEN! Sie sagten mir, sie hätten den Vater gefragt und er hätte ihnen gesagt, seine Tochter habe das gelernt, als sie sich "Videos auf MTV ansah". Die Ältesten kauften ihm diese lahme Ausrede ab. Sie untersuchten NICHT weiter. Als Mutter weiß ich tief im Innern, dass sie ETWAS VERBERGEN. ICH WEISS ES!

Die Ältesten gaben mir den Rat, die Sache fallen zu lassen, und sagten mir, ich hätte die Schuld, weil ich meiner 9-jährigen Tochter vor langer Zeit gesagt hätte, wie Babys gemacht werden. Es widert mich an, auch nur daran zu denken!

 

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Als ich 14 war, wurde ich von meinem Stiefbruder vergewaltigt. Meine Mutter und mein Stiefvater sagten, es sei meine Schuld gewesen. Er wurde ausgeschlossen, aber später wieder aufgenommen. Ich verließ die Wachtturm-Gesellschaft vor 16 Jahren. Ich wurde ausgeschlossen. Ich kann jetzt meine Familie nicht mehr sehen. Aber dieser Mann muss von der Familie getrennt werden. Sie fahren sogar zusammen in Urlaub. Und da sie diesen Mann nicht dem Gesetz übergeben, missbrauchte er weiter meine 11-jährige Schwester. Aber seither ist er zum zweiten Mal wieder aufgenommen worden.

CF

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Mein Vater spielt eine führend Rolle in der Versammlung. Ich selbst glaubte den Lehren und war eine eifrige Verkündigerin. Ich hatte Ambitionen und Ziele, in meine Leben Gott als Zeugin Jehovas zu dienen. Als ich um die 20 war, belegte ich einen kleinen Kurs im College und begann eine Beschäftigung als Krankenpflegehelferin. Ich begann, bei einer anderen Familie aus der Kirche zu wohnen, weil es Konflikte mit meiner Stiefmutter zu Hause gab. Diese neue Familie war gerade zum Glauben der Zeugen Jehovas bekehrt, so bin ich ihnen beim Studieren der Bibel beigestanden und habe auch die beiden Kinder mitversorgt. Doch in dem Haushalt begann schockierender Missbrauch aufzukommen. Ich berichtete zahlreiche Vorfälle den Ältesten der Versammlung und auch meinem Vater, der jetzt zu einer anderen Versammlung gehörte. Die Reaktion war schwer zu ertragen. Mir wurde die Anweisung erteilt, nicht zur Polizei zu gehen. Sie lasen mir Bibelstellen vor und sagten, Gott wolle von mir, dass ich diese Fehler vergebe. Obwohl der Schänder keine Reue zeigt, befolgte ich die erhaltene Anweisung. Der Missbrauch ging weiter. Und um diese Zeit begann ich, einem älteren Mitglied der Versammlung, bei dem Alzheimer diagnostiziert wurde, Hilfe zu leisten. Ich tat das drei Jahre lang - bis zu seinem Tod.

Viele in der Versammlung äußerten ihre Wertschätzung für die Arbeit, die ich für diesen Mann leistete, und ich erhielt viel Unterstützung und gewann viele Freunde. Trotz Rückendeckung durch die Kirche hatte ich immer noch Schwierigkeiten wegen der Missbrauchssituation, wegen der nichts unternommen wurde. Das beunruhigte mich, und ich äußerte meine Sorgen ein paar Mal privat gegenüber den Führern. Sie reagierten hilflos. Der Missbrauch eskalierte bis an den Punkt, wo ich ehrlich meinte, mein Leben sei in Gefahr, so zog ich zu einer älteren Frau, die Zeugin Jehovas war. Es war eine sehr freundliche 90-Jährige. Ich half ihr im Hause, während Pflegerinnen sich um sie persönlich kümmerten. Wir wurden gute Freundinnen, und sie konnte mir ihre Habe anvertrauen. Weil ich mit älteren Mitgliedern der Kirche arbeitete, erhielt ich eine Menge Unterstützung. Doch weil ich immer noch Sorgen über den Missbrauch äußerte, dem ich entkommen war, begannen die Ältesten mich als Drohung zu sehen. Weil ich nicht still sein konnte, wurde ich aus der Organisation ausgeschlossen. Die Führer begannen, grobe Lügen über mich zu verbreiten. Die Organisation begann mich zu "ächten", weil ich jetzt verurteilt war - und ich daher "gehasst" werden musste, weil ich jetzt ein Feind von Jehova Gott sei. Die Führer sagten der älteren Frau, bei der ich lebte, sie könne nicht länger mit mir beten, tatsächlich sollte se mich aus dem Haus werfen, wenn sie bei der Kirche in gutem Ansehen bleiben wolle. Sie dachte, die ganze Situation sei "verrückt" und sagte, sie würde weiter mit mir sprechen.

Meine Eltern gaben mir keinerlei Unterstützung. Tatsächlich stellten sie sich auf die Seite der Kirchenführer und versuchten, eine polizeiliche Anordnung zu erwirken, dass ich nicht mehr in die Kirche und an ihren Wohnort kommen dürfe. Sie sagten der Polizei, ich sei seelisch verwirrte und hätte gegenüber Mitgliedern der Kirche Morddrohungen ausgestoßen. Und danach sagten sie MIR, ich dürfe nicht zur Polizei gehen. Die Frau des älteren Mannes, für den ich sorgte, wollte, dass ich weitermachte, trotz der Tatsache, dass ich ausgeschlossen war und sie technisch gesehen hinausgeworfen werden konnte, weil sie mit mir redete. Ich zog aus dem Haus der älteren Frau, um ihr keine Komplikationen zu bereiten. Aber weil die Kirche sie vernachlässigte, musste sie mich ein paar Mal anrufen, ob ich ihr nicht etwas kochen könne. Diese Vorfälle hinterließen einen Eindruck bei mir, und zum ersten Mal begann ich zu bezweifeln, ob dies Gottes wahre Organisation der Liebe sei.

Ich bitte um deinen Beistand, dies öffentlich zu machen. Bist du in der Lage, es jemandem in die Hände zu legen, der helfen kann? Unschuldiges Blut schreit nach Gerechtigkeit. Diese Organisation muss die Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Es gibt eine Menge Leute - Exmitglieder - und Familien, die von dieser Organisation zerdrückt wurden. Dies ist ein legitimer Fall. Beweise und Augenzeugen können geliefert werden. Dieser Fall ist echt und stark genug, wenn er an die Öffentlichkeit kommt, um die prahlerischen Behauptungen der Mitglieder der Zeugen Jehovas zum Schweigen zu bringen.

JB

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Ich bin 32 Jahre alt. Von vier bis 14 Jahren erlitt ich sexuellen Missbrauch durch meinen Stiefvater. Ich wuchs als Zeugin Jehovas auf. Ich habe 15 Jahre lang in Furcht, Schmerz und Trauer gelebt, Furcht, meine Geschichte zu erzählen, Furcht, gegen diese Religion vorzugehen, Furcht, dass niemand meine Geschichte glauben würde. Erst jetzt, wo ich erkenne, wie gewaltig das Problem ist und dass ich nicht alleine bin, habe ich den Mut und die Kraft, mich dem zu stellen. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, einen Collegeabschluss, und obwohl ich jetzt ein "normales" Leben führe, werde ich noch immer von den Geistern des Missbrauchs als Kind verfolgt. Ich kann immer noch nicht verarbeiten, wie eine Religion, die behauptet, für Gott zu stehen, zulassen kann, dass diese Scheußlichkeiten andauern, und sie auch noch vertuscht. Meine Geschichte beginnt in der Versammlung  --------- im Alter von 4 Jahren. Damals gab es zwei Königreichssäle, einen Nord und einen Süd. Ich ging in den Saal im Süden. Ich wurde von meinem Stiefvater sexuell missbraucht und seelisch und körperlich misshandelt, bis ich mit 14 Jahren schließlich einen seelischen Zusammenbruch hatte. In der Zeit des Missbrauchs (ja, meine Mutter wusste es) erzählten meine Eltern den Ältesten, ich hätte seelische und Erziehungsprobleme, die benutzten die Ältesten, um mir ständig "Rat zu geben" oder her mir Angst einzujagen, so dass ich mich unterordnete - indem sie sagten, Jehova will dies, er will das. Meine Eltern erzählten den Ältesten, ich würde Geschichten erfinden, lügen und anderes - um sie in ein schlechtes Licht zu stellen. Ich weiß jetzt, dass sie versucht haben, meine Glaubwürdigkeit zu zerstören, falls ich je über de Missbrauch reden würde.

Schließlich konfrontierte ich meine Muter damit, dass mein Stiefvater mich belästigte. Sie sagte mir, mein Stiefvater solle mir leid tun, weil er eine schlechte Kindheit hatte und diese Dinge nicht tun wollte. Sie sagte mir, Jehova wolle von mir, dass ich ihm vergebe und weitermache. Als ich schließlich die Ältestenschaft darauf aufmerksam machte und mein Stiefvater zugab, dass er etwas Unanständiges tat, erhielt ich von den Ältesten Rat - es waren drei oder vier, und ich war allein. Sie sagten mir, ich würde Schande über Jehova und die Versammlung bringen, wenn ich meine Gefühle nicht in den Griff bekäme und meinem Stiefvater nicht vergeben würde. Sie sagten mir, wenn ich weiter "ausagierte oder meine Wut zeigte", würden sie mich ausschließen. Als ich sie fragte, was sie mit meinem Stiefvater täten, sagten sie: "Er hat seine Sünden bereut und Jehova um Vergebung gebeten, und jetzt müssen wir dasselbe tun und ihm vergeben und weitermachen". Kurz danach wurde in der Versammlung die Bekanntmachung verlesen, dass er zurechtgewiesen wurde, aber niemandem wurde der Grund dafür genannt. Aufgrund des Missbrauchs versuchte ich mehrmals als Kind, mich umzubringen, um die Unterstützung der Ältesten und der Versammlung zu gewinnen. Meine Eltern benutzten dies, um zu sagen, was für ein verwirrtes Problemkind ich sei und dass sie nicht wüssten, was sie mit mir tun sollten. Sie haben dann immer alle gebeten, zubeten, dass Jehova ihnen helfen möge, mit mir fertig zu werden. Leider versäumten sie es, den Grund für meine Probleme zu erwähnen.

Ich konnte mit niemandem außerhalb der Organisation reden. Die "Außenwelt" war verbotenes Gelände, es waren Heiden, und sie würden meinen Kopf mit heidnischen Dingen erfüllen. Einmal lief ich zum Haus einer Freundin (keine Zeugin Jehovas), se riefen ihre Eltern an und sagten ihnen, ich hätte seelische Probleme und sie sollten mir nicht zuhören, mein Stiefvater kam und nahm mich mit nach Hause und sperrte mich tagelang in mein Zimmer in. Bis heute, 15 Jahre später, sagt meine Mutter immer noch: "Mein Gott, so war es doch nicht, du überreagierst". Mein Stiefvater hat gegenüber meinen beiden Schwestern zugegeben, dass es sexuellen Missbrauch gab, doch wir dürften es nicht meinem Bruder sagen.

Diese Organisation hat ein Problem, das aufgedeckt werden muss, damit alle überall sehen, was da los ist ... die Leute müssen wissen, worauf sie sich einlassen, und Leute wie meine Familie, die es immer noch gibt, müssen erkennen, dass etwas nicht stimmt, und die Kinderschänder müssen für das bezahlen, was sie all diesen Kindern angetan haben ... Ich weiß, dass "die Rache dem Herrn gehört", aber der Herr möchte nicht, dass diese Missbräuche gegen Kinder weiter gehen, und Er erwartet von mir nicht, dass mir nichts zurückgezahlt wird für das, was mir in der Kindheit genommen wurde. Ich habe etwas getan. Ich fühle mich schuldig, weil ich so lange damit hinter dem Berg gehalten habe ... Ich dachte, ich sei die Einzige ... Also an alle Opfer, die es nach mir gab: Es tut mir leid, ich hätte etwas tun sollen. Ich hatte und habe immer noch Angst, aber ich bin bereit, den Weg zu gehen und die Wahrheit über den Schmerz aufzudecken, den es in dieser Organisation gibt.

TS

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Ich wuchs als Zeugin Jehovas in einer kleinen Fischerstadt im Süden von Alaska auf. Als ich sechs Jahre alt war, kam ein kleiner Junge, der etwas jünger als ich war, um, als er hinfiel und mit dem Kopf gegen einen Felsen schlug, zumindest ist es das, was allen erzählt wurde.

Vor ein paar Jahren kam mir die Erkenntnis, dass er nicht hingefallen war und sich den Kopf aufgeschlagen hatte, sein Stiefvater hatte ihn getötet. Nach seinem Tod ging ich oft hinüber zum Haus seiner Familie und verbrachte dort den Abend. Ich erinnere mich, dass die Kinder sehr misshandelt wurden. Der Stiefvater ließ seine beiden Stiefkinder für die ganze Farm sorgen. Die ganze Versammlung wusste davon und unternahm nichts. Ich erinnere mich, dass der Stiefvater oft sexuelle Bemerkungen gegenüber seiner Tochter machte und auch gegenüber mir, als ich zwischen 10 und 11 Jahre alt war

Ich lernte auch viele sexuelle Dinge von anderen Kindern in der Versammlung, das begann, als ich vier Jahre alt war. Der einzige Weg, auf dem diese Kinder in solch zartem Alter diese Dinge wissen konnten, war, dass jemand sie ihnen beigebracht hat. Ich hatte sexuelle Erfahrungen mit drei verschiedenen Mädchen in meiner Versammlung im Alter zwischen 4 und 8 Jahren. Woher haben diese Mädchen diese ausdrücklich sexuellen Dinge gehabt? Das war keine normale Kindheitserfahrung.

Ich sprach mit meinem Vater über meine Erkenntnis, dass der Junge von seinem Stiefvater ermordet wurde. Er sagte mir, das wisse er. Tatsächlich wusste die Familie des Jungen, dass der Junge ermordet wurde. Der ältere Bruder war Zeuge des Mordes. Ich fragte ihn, warum niemand etwas tat, und er hatte keine Antwort.

RG

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Sie war eine feine Schwester mit einer Vorgeschichte, die sechs Generationen bei den Zeugen Jehovas zurückreichte. Ihre Familie brüstete sich mit gut über 100 Mitgliedern der Zeugen Jehovas, von denen viele hohe Posten in der Organisation hatten. Dieses stolze Erbe wurde durch eine andere Tatsache in der Geschichte dieser Familie getrübt, die diese Schwester nicht enthüllt hatte. Sie gehörte der vierten Generation in der Familie an, die von ihrem Urgroßvater missbraucht wurde. Nachdem sie viele Jahre in Furcht gelebt hatte, nahm sie, als sie 15 wurde, allen Mut zusammen, um etwas daran zu tun. Wie jeder Zeuge Jehovas weiß, gibt es nur eine Möglichkeit: die Ältestenschaft um Anweisung bitten. Sie erzählte es erst ihrem Vater und dann den Ältesten, alles, eine schmutzige Geschichte über Missbrauch, der mehrere Jahre andauerte. Mehrere andere Mitglieder der Familie meldeten sich mit ihren Berichten, dass auch sie von demselben Mann missbraucht wurden, der nun in den Neunzig war.

Was würden die Ältesten tun? Würden sie die Herde schützen? Würden sie sich schnell drangeben und den Behörden diesen Horror melden, um dieses ganze Leben voll kranker Devianz der Gerechtigkeit zuzuführen? Welche liebevolle Hilfe gäbe man den Opfern des Kindesmissbrauchs?

Am Ende waren die Antworten auf diese Fragen so falsch und widerlich, dass sie der Wiederholung wert sind, damit die Öffentlichkeit weiß, welche Art von "Gerechtigkeit" den Missbrauchsopfern bei den Zeugen Jehovas oft zuteil wird. Die Ereignisse spielten sich wie folgt ab:

Der sexuelle Abweichler wurde gefragt: "Hast du es getan?" Worauf er antwortete: "Nein." Damit war er entlassen. Die Opfer wurden von zwei untersuchenden Ältesten befragt: "Hattet ihr Zeugen für den Missbrauch?" Worauf sie erwiderten: "Nein." Es ist in den meisten Fällen von Kindesmissbrauch ja wohl nicht üblich, andere Leute zu bitten, dass sie zuschauen. Die Ältestenschaft sagte den Opfern darauf grundsätzlich: "Gemäß dem biblischen Grundsatz aus Matthäus 18:16 haben wir, da ihr keine 'zwei Zeugen' für jeden Vorfall habt, keine Grundlage, rechtlich etwas zu unternehmen. Hier steht euer Wort gegen das seine, und damit müsst ihr ihn als unschuldig betrachten. Falls ihr mit jemandem über die Sache sprecht, würde das als Verleumdung des 'guten Rufs' dieses Mannes angesehen, und das kann zu eurem Ausschluss aus der Versammlung führen." Abschließend: Es wurde nicht ein Wort zu dem Recht gesagt, die Sache bei den Behörden anzuzeigen. Unsere Schwester, die allen Mut hatte, sich zu melden und den Täter bloßzustellen, wurde informiert, dass die Ältesten sich mit ihr treffen wollten. Als sie zu dem Treffen kam, fand man, dass die Ältesten das, was sie erklärt hatte, für wahr hielten.

Wie erfuhr sie es? Es war ein Rechtskomitee gebildet worden, um sich mit den Tatsachen zu befassen, die sie "gestanden" hatte. Obwohl sie zu der Zeit noch Kind war, wurde sie wegen sexuellen Fehlverhaltens angeklagt und vom Rechtskomitee zurechtgewiesen. Überdies wurden ihr alle Einschränkungen auferlegt, die wiederum eine Erklärung an die Versammlung darstellten, dass sie vor einem Rechtskomitee gestanden hatte. Diese Erklärung würde gegenüber allen Freunden und Angehörigen bedeuten, dass sie etwas getan und Gottes Gesetz gebrochen hatte. Unsere Schwester wurde zurechtgewiesen, weil sie missbraucht wurde, und um die Sache auf die Spitze zu treiben, durfte sie mit jemandem in der Versammlung über die Sache reden, um den "guten" Ruf des Pädophilen zu schützen. Wie viele Kinder dieser Mann in seinen etwa neunzig Jahren missbraucht hat, wird wohl niemals bekannt. Wer sich in der Sache auskennt, schätzt auf wenigstens 50 bis 100 Opfer. Als der Urgroßvater starb, starb er interessanterweise als Patriarch unter den Zeugen, und es waren über 300 Leute bei der Beerdigung und betrauerten dieses leuchtende Vorbild für ein christliches Leben. Er wurde nie bei der Polizei angezeigt, von den Ältesten geschützt, und seine Opfer leben als schweigende Lämmer, terrorisiert durch die Sanktionen irregeleiteter Männer, die Wachtturm-Vorschriften benutzen, um Verbrechern der Gerechtigkeit entkommen zu helfen.

Unsere Schwester ist immer noch eine Glaubensschwester, aber sie geht nicht mehr zu den Zusammenkünften oder dient als aktives Mitglied der Zeugen Jehovas. Ihre Gründe sind einfach. Seht, sie hat jetzt ein Kind und möchte nicht, dass ihr Kind jemals einer Organisation ausgesetzt ist, die die Identität von Kinderschändern vor ihren Mitgliedern schützt und verbirgt. Um ihr Kind vor Missbrauch zu schützen, hält sie es für weitaus sicherer, außerhalb der Organisation zu sein.

Kann man es ihr verdenken? Eine so traurige Geschichte, aber eine, die sich Hunderte Male durch Älteste wiederholt hat, die Wachtturm-Vorschriften benutzen, um Kindern weh zu tun, weil sie das "Image" der Zeugen Jehovas schützen.

TB, Silentlambs erzählt

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Als lebenslanger Zeuge Jehovas in der vierten Generation habe ich keine direkte persönliche Kenntnis über einen Fall von Kindesmissbrauch in der Organisation. Doch zwei Älteste haben mir persönlich in zwei verschiedenen Fällen Warnungen zukommen lassen. In einem Fall gab der Bruder meiner Frau, ein Ältester, der schon in vielen Rechts- und Berufungskomitees saß, meiner Frau den Rat, NIEMANDEM zu trauen, selbst nicht einem Zeugen in gutem Ansehen oder einer Zeugenfamilie, JEMALS mit einem unserer vier Kinder zusammen zu sein.

Bei einer anderen Gelegenheit erfuhr mein Bruder, ein Ältester, dass unsere Tochter im Teenageralter die Nacht bei einer Freundin, einer Zeugin, verbrachte, deren Großeltern im selben Haus wohnen. Er informierte meine Frau und mich, dass der Großvater der Freundin, selbst langjähriger Ältester, pädophil sei. Hätte es nicht den ersten Rat und diese Bemerkung meines eigenen leiblichen Bruders gegeben, dem ich völlig vertraue, hätte ich Zweifel an den Informationen gehabt. Bitte nimm diesen Eintrag unter "Wozu es gut ist" zu den Akten.

PA

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Sechs Jahre lang hatte ich eine Beziehung mit einer jungen Frau, die in satanischer Weise rituell von einem verheirateten Paar, Sonderpionieren der Zeugen Jehovas, sexuell missbraucht worden war. Der Missbrauch fand statt, als sie zwischen 8 und 14 Jahren alt war. Der Missbrauch war so schwerwiegend, dass sie eine multiple Persönlichkeit entwickelte. Sie hatte bis zu 110 verschiedene Persönlichkeiten, und es brauchte mehr als 12 Jahre Therapie, sie wieder hinzukriegen. Sie starb fast bei mehr als einer Gelegenheit, als eine suizidale alternative Persönlichkeit versuchte, ihrem Leiden ein Ende zu bereiten.

Zu der Zeit, als der Missbrauch stattfand, verbrachten die Ältesten der Versammlung - in keiner Weise geschult, Missbrauch von Kindern oder Ehegatten zu erkennen - ihre Zeit damit, die jungen Leute in der Versammlung damit zu belästigen, wie "böse" es doch sei, zu einer örtlichen Rollerskatingbahn zu gehen. Und die ganze Zeit über wurde das hilflose kleine Mädchen zu einer sexuellen Beziehung mit einem erwachsenen Mann und seiner Frau, Sonderpionieren der Zeugen Jehovas, gezwungen.

FT

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