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EIN ABSCHLUSS
Ich hatte ein Kind, einen kleinen Jungen Er war mein Stolz, meine größte Freude Böse Männer nahmen ihn mir weg Und wollten seine Gedanken nicht frei sein lassen
Sie gaben ihn zurück und lachten mit Häme Die Maske, die er trug, war schwer zu ertragen Ich wusste nicht, dass er so krank war Ich dachte, er war der Beste
Ich glaubte den Lügen, die er erzählte Und macht unser Leben zu einem Chaos Ich wusste wirklich nicht, dass er Jemand so kleinen verletzen würde
Oder dass er ein Bruder sei, anders als Der, den er uns allen zeigte Ich weiß nicht, wo der Verstand meines Sohnes blieb An dem Tag, als ihn diese Männer nahmen.
Ich wusste nur, als er zurückkam, Das war nicht mehr mein Sohn.
von Cheri
Meine Gedanken Der Drachentöter * von Loris J. Matheny * Die Drachentöter sind gekommen; * Stark im Herzen, * Große Kämpfe haben sie gewonnen. *** Die Drachentöter sind gekommen; * Sie führen einen guten Kampf, * Sie drehen sich nicht um und laufen weg. *** Einer nach dem anderen, so kommen sie; * Eine Herausforderung für den Drachen, * Doch jeder einzelne wird geschlagen. *** Da kommen sie zu zweit; * Sie kämpfen in der Mannschaft, * Weil zwei stärker sind als einer. *** Da kommen sie zu zehnt; * Der Drachen verlässt den Schutz der Höhle * Und kämpft auf offenem Feld. *** Da kommen sie Legion für Legion; * Der Drachen kämpft, der Drachen ermüdet,* Die Toten bedecken den Boden wie Dünger. *** Da ist ein kleines Kind gekommen; * Der Drachen ist müde von Jahren des Kampfes, * Das Kind wirft nur einen Stein. *** Da ist das Ende für den Drachen gekommen; * Besiegt durch die Drachentöter, * Besiegt am Ende durch einen einzigen.
DER MORGEN BRICHT AN Nach einer Zeit lernst du den kleinen Unterschied ______________________________ Der Tag der Unschuld Und Freude Und Frieden Und Licht Reißen die Seite aus meinem Buch Eine Schwärze, ein Dunstschleier, das Spuken eines Geistes Du siehst mich an Und deine Augen sind jetzt leer Deine Seele ist finster Und deine Gestalt ist eingefallen, bleich, lauernd und entmutigend Ich sehe in dein Gesicht und suche nach einer Ähnlichkeit mit dem Menschen, den ich kenne Und Vertrauen. Aber das ist vergangen oder vielleicht hatte ich Unrecht: du warst nie da. Die Zeit zerläuft in graue, nicht erkennbare Formen und Geräusche Doch tief in mir ist ein Lied, ein Stampfen, zu dem ich tanzen muss Eine Chance. Ich hebe mein beschämtes Gesicht und öffne die Augen und krieche mich frei Ich verweigere den letzten Blick zurück Stelle das Brüllen in meinem Kopf ab Schüttle das Frösteln meiner Haut ab Jetzt stehe ich Und fühle den Regen, warm und singend Der dich von mir abwäscht Jetzt sehe ich den Sohn. Und im Widerschein zu meinen Füßen sehe ich: Die Freude Den Frieden Das Licht Und ich brauche dich nicht mehr Jetzt halte ich kleine Hände und sehe kleine Gesichter vor mir, die mich anschauen. Und sie vertrauen mir und sehen mir in die Augen. Wie die Witwe mit den Münzen von geringem Wert, Habe ich gelernt, von dem zu geben, was ich nie erhalten habe Wasser aus einem leeren Brunnen zu schöpfen Und es freiwillig und kostenlos zu geben. Aber ich hätte gern, dass du wüsstest dass du meine Seele nicht einkerkern wirst; Und mein Geist ist nicht in Ketten und trägt seine Narben als Zeichen des Mutes. Dir schulde ich nichts. Du vergehst und ich muss weiter Das Leben ist süßer, Dinge tun, leben, die Luft atmen. Willow
Die
Einzige Ein verstörtes Kind mit leeren
Augen sitzt still und allein und hat nicht viel zu sagen, Er hat ihren Hund getötet und
gesagt, sie sei die nächste, würde sie den Freunden das zu sagen wagen. Ein Vater, der ihr Vertrauen
missbrauchte, ihr die Unschuld nahm. Nun sitzt sie da ohne Gefühl, Zuviel Angst, sich jemandem
anzuvertrauen, denkt sie, sie sei die Einzige, und weint still. Eines Tags, im Moment des
Vertrauens, erzählt sie der Mutter von ihrem Entsetzen, Die Eine, die glauben
sollte: statt dessen wird sie die
Tochter noch mehr verletzen. Sie weint und sagt: Vielleicht
war es nur harmlos, vielleicht sind es Lügerei’n. Das Kind fragt sich: War’s wirklich oder bin ich verrückt? Ich
muss die Einzige sein. Das Kind wird älter und größer,
fasst Mut und geht zu den Ältesten hin, Doch die Männer, statt Recht zu
üben, nennen sie eine Lügnerin. Der Schänder leugnet, sie muss,
so sagt man, still sein oder sie wird geächtet, Sie ist niedergeschlagen und
fühlt sich allein. Sie glaubt, sie ist die Einzige, völlig entrechtet. Vor Schmerz, denkt sie, wird sie
zerbrechen. Sie gesteht einer Freundin, die zeigt den Schänder an. Der Schänder ist Ältester, man
sagt ihr, ihre Sünde sei größer als die von dem Mann. Beklagt der Verleumdung, so hört
sie sich die Bekanntmachung in der Versammlung an, Sie hat keine Freunde mehr, die
Eltern wenden sich ab, hört denn keiner die Einzige an? Seit Jahren ein schweigendes
Lamm, ist sie voller Angst, denn der Schmerz ist von Dauer, Doch eines Tags hört sie, sie ist
nicht allein, denn andere Opfer teilen ihre Trauer. Das wütende Brüllen des Lammes,
es wird der Beginn ihrer Heilung sein. Und langsam glaubt sie: Sie hat
nun Hilfe, sie ist nicht die Einzige, ist nicht allein.
An Silentlambs. 13.08.2001 14:24 Es ist gut zu hören, dass Silentlambs
die Stimme erhebt. Ihr alle habt gelitten und leidet immer noch. Ich möchte
euch erzählen, was ich getan habe, als ich traumatisiert wurde. (Nicht, weil
ich sexuell missbraucht wurde: früher im Leben, ja.) Ich studierte alle
Psalmen. Sie sind, wie ihr wisst, Gebete, geschrieben in ausgezeichneter
hebräischer Poesieform. Ich las sie, studierte sie, meditierte über sie und
betete darum, dass sie mein Herz und meinen Sinn erreichten. Ich schrieb sie in
Poesieform, in moderner Ausdrucksweise, nieder. Ich habe keine akademische
Abhandlung geschrieben. Ich konzentrierte mich auf die Dinge, die mir sagten,
was der Dichter in Herz und Sinn hatte. Ich wollte die Tiefe und Stärke der
Wirkung und das Drängen des Tones erkennen. Ich wollte seine Tränen sehen und
seine Schreie hören und seinen Herzschlag vernehmen. Auf diese Weise konnte ich
sie mit mir in Beziehung setzen. Dann schrieb ich immer ein Gedicht. Der Stil
und das Versmaß gaben meine Stimmung wieder: manchmal war der Psalm natürlich
voller Jubel und Freude. Daraus erwuchsen
Befreiung und Ausgeglichenheit. Ich habe dann immer gebetet, den
Gedankenfluss richtig hinzubekommen, bis es klappte. Unser himmlischer Vater
hat mich nie enttäuscht. Es hat etwa sechs Monate gebraucht: Ich war geistig so
gestärkt! Ich wollte kein Meisterstück schreiben, und ich wollte auch Gottes
inspiriertes Wort nicht ersetzen. Aber ich habe großen Trost empfunden: Ich
hatte meine Last abgelegt und war wieder korrigiert. Ich empfehle euch diese
Art von Kur. Etwas anderes, was ich getan
habe, war, alle Schriften des Johannes zu studieren, insbesondere seinen ersten
Brief. Ich habe das Neue Testament von J.B. Phillips genommen, und später bekam
ich William Barclays ausgezeichneten Kommentar zum 1. Johannesbrief in die
Hand. Denkt daran: Johannes war schon sehr alt, als er seinen ersten Brief
schrieb. Er hatte eine Menge Zeit, die Dinge aufzunehmen, die Jesus getan und
gesagt hatte. Er war am „Busenplatz“ gewesen und kannte jede Spur und Nuance
seines Meisters. Könnt ihr die Logik erkennen: Wenn wir die Worte des Johannes
vollständig verstehen könnten, dann könnten wir auch am „Busenplatz“ sein. Das
ist sicher ein Gegenmittel für alle, über die die Wölfe hergefallen sind und
die von den so genannten Hirten der Herde mit Verachtung behandelt wurden. Seht
euch nur an, wie Phillips die Stelle in 1. Johannes 3:2 wiedergibt: „Oh, meine
lieben Kinder (man möge mir die Zuneigung eines alten Mannes nachsehen), habt
ihr es erkannt? Hier und jetzt sind wir Gottes Kinder.“ Hier drängt sich
die Frage auf: „Warum? Wenn wir seine Kinder sind, warum lässt er zu, dass
diese Dinge mit uns geschehen?“ Ich möchte es erklären, so wie ich es sehe. Gott ist in allem „der
Größte“. Wie können wir beispielsweise von Gottes Allmacht wissen, wenn er sie
uns nicht erweist? Was damals, vor all den vielen Jahren, in Ägypten
passierte, hallt noch heute im Universum wieder. Kann man sich Gott widersetzen
und ungestraft grausam sein Volk bedrücken? „Ägypten“ ist eine zeitlose
Mahnung, ein Musterbeispiel! Es sagt schallend „Nein!“ Seid dessen
sicher, dass Gott seinem Zorn gegen alle freien Lauf lassen wird, die seine
Kinder und die, die sie schützen, missbrauchen. Er wird seine Liebe für sie sichtbar
erweisen. Schon heute gibt es mutige Männer und Frauen, die „an die Türen
der Menschen klopfen“. Hinter einigen dieser Türen sind Regierungsbeamte in
London und Washington D.C., die gerade jetzt Dokumente auf ihren Schreibtischen
liegen haben, in denen von eurer Misshandlung die Rede ist. Das ist recht: denn
sie sind die von Gott ernannten Herrscher, die „Cäsaren“ dieser Welt. Andere
werden durch das ständige „Klopfen an ihren Türen“ gestört, an den Türen zu
ihren Elfenbeintürmen. Möchtet ihr die Verfassung
einer neuen Herrschaft kennen? Dann lest bitte den Hebräerbrief. Er spricht von
einer königlichen/priesterlichen Herrschaft. Die Vollmacht der Könige wird
durch das Verstehen der Priester gemäßigt. Betrifft euch das Wort „Priester“? Der
Schreiber sagt: „Betrachtet Jesus, der ein Apostel und Priester war.“ Denkt
darüber nach; ein Apostel ist jemand, der „ausgesandt“ ist; ein Priester ist
jemand, der bei Gottes „Gnadenstuhl“ für uns eintritt, und daraus kommen
Segnungen für alle Bittenden. Diese zweifache Eigenschaft charakterisiert die
neue Herrschaft: die Ordnung nach der Weise Melchisedeks. Das Schwert des
Königs wird schwer auf alle herabkommen, die sich zu ihrer eigenen
Verherrlichung Macht anmaßen: es wird keine Elfenbeintürme mehr geben: Der
Missbrauch der Lämmer rührt von einem Missbrauch der Macht her. Überdies würde
es uns ein Trost sein, zu wissen, dass diese „Ordnung nach der Weise
Melchisedeks“ eine ewige Ordnung ist, der status quo, von Gott mit einem
Eid bekräftigt. Schweigende Lämmer, erhebt
euch wie Wölfe, macht wieder eure Würde als Gottes Kinder geltend. Stellt stolz
eure fliegende Mähne zur Schau, eure Herrlichkeit; nicht wie das
sprichwörtliche Wollknäuel, das fest und verknotet und verwirrt war, als Symbol
für eure übel zugerichteten Gefühle. Sucht den Trost, den Gott gibt, „Seine
Ruhe“. (Geistig gesinnte Russen haben den Ausdruck „Wir ruhen am Busen
Gottes“). „Am Busen Gottes“ gibt es keine Schande und keinen Verlust der Würde.
Bitte nehmt diesen meinen Brief an. Er ist geschrieben im Geiste von 2.
Korinther 1:4, 5 (J. B. Phillips): „Denn er gibt uns Trost in allen
Versuchungen, so dass wir wiederum in der Lage sind, das gleiche starke
Mitgefühl anderen zu erweisen“. In der Tat, Erfahrungen zeigen: Je mehr wir an
Christi Leiden teilhaben, um so mehr sind wir in der Lage, seine Ermutigung
weiterzugeben.
Ich meine, die Gesellschaft muss vortreten und ihren Stolz hinunterschlucken und ihre Fehler zugeben und eine Kehrtwende machen, dann haben die Menschen vielleicht etwas Achtung vor ihr. Die Gesellschaft muss Entschuldigungsschreiben an die Opfer/Überlebenden und die Familien der Missbrauchten schicken. Eine Liste aller überführten und/oder geständigen oder entlarvten und geständigen Missbrauchstäter muss in Wachtturm und Erwachet! abgedruckt werden, sie muss zusammen mit einem Bild des Missbrauchstäters in Königreichssälen, auf Kongressstätten, in den Versammlungssälen und in den Ruheräumen ausgehängt werden. Wenn der Täter oder die Gesellschaft meint, das wäre ein Einbruch in die Privatsphäre oder es würde dem Ruf des Täters schaden … ZU SCHLIMM AUCH ... aber der Täter drang ja in die Privatsphäre der Opfer ein und schädigte sie sexuell, seelisch, gefühlsmäßig, manchmal auch körperlich und geistig (Missbrauch tötet den Geist eines Kindes und oft auch den Glauben an Jehova). Wenn der Täter meint, das sei nicht fair, dann braucht er ja die Versammlungen nicht zu besuchen, so einfach ist das! Alle Täter müssen sofort bei den Behörden angezeigt werden, und wenn die Ältesten Kenntnis von einem Missbrauchsfall erhalten, haben auch sie die Verantwortung, den Fall zu melden, ob die Versammlung in einem Bundesstaat liegt, wo das Pflicht ist, oder nicht (der Stadtrat kann eine Verfügung erlassen, dass sich jeder eines Verbrechens schuldig macht, der von einem Fall von Kindesmissbrauch weiß und ihn nicht anzeigt). Es ist unsere moralische und christliche Pflicht, auch wirklich jeden Fall anzuzeigen und das Missbrauchsopfer zu unterstützen. (Ich kenne ein paar Zeugen Jehovas, die ihre Brüder und Schwestern allein schon für leichtes Geschwätz bei den Ältesten gemeldet haben). Warum haben die Freunde solch eine Furcht? Sie sollten sich in die Lage des missbrauchten Kindes versetzen und sich einen Augenblick lang einmal vorstellen, wie verängstigt das Kind/der Jugendliche war, als es/er missbraucht wurde ... stellt euch vor, ihr wisst, dass diese Person, der das Kind vielleicht vertraut und die es geliebt hat, es berührt, befummelt, auf ihm masturbiert, Oralsex mit ihm macht, oder es Oralsex an ihr machen lässt, vielleicht Fotos von ihm macht, Sodomie betreibt, es vergewaltigt. Vielleicht sind nicht alle diese Dinge geschehen, aber einige Menschen, die wir lieben, standen vor dieser Situation. Stellt euch vor, ihr lebt mit dem Täter zusammen, ihr esst vom selben Tisch, ihr schlaft im selben Haus, sitzt in den Königreichssälen neben ihm, diese Person sagt, sie liebt euch, und dann – das ist die Spitze von allem – seht ihr, wie sie Ansprachen halten, wie sie predigen, beten und euch sagen, ihr sollt liebe kleine Mädchen und Jungen sein, weil Jehova liebe kleine Mädchen und Jungen liebt. Sie sagen ihnen, wenn sie weinen … hört auf, oder ich gebe euch wirklich was zum Weinen ... der Kinderschänder hat ihnen wirklich schon etwas gegeben, worüber sie für den Rest ihres Lebens weinen können. Der Kinderschänder hat das Vertrauen des Kindes missbraucht, ihm seine Unschuld genommen, ihm einen Grund zum Zweifeln gegeben, ob es Jehova wirklich gibt oder ob er die Gebete der armen Kinder, Papa möge doch bitte aufhören, mir weh zu tun, hört. Jehova, warum hörst du mich nicht? Mein Gott, was denken die Leute ... es ist geradeso, als ob sie nicht denken. Der Kinderschänder hat seine Schande an die Kinder weitergegeben (wo die Schande nicht die ihre ist), und diese tragen sie für den Rest ihres Lebens mit sich, bis sie seelisch und geistig wieder genesen. Schande über die Täter und alle, die sie unterstützen und die Sache vertuschen. Wie kann jemand geistig genesen, wenn die Hirten ihm den Rücken zukehren und nicht die Stimme für ihn und seine Familie erheben, wenn sie dann ihm und seiner Familie sagen, er dürfe nicht andere vor diesem Monster warnen, sonst werde er bezeichnet oder ausgeschlossen? Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Ich meine – und ich weiß, ich spreche da auch für andere, wenn ich sage – kein Predigtdienst (ohne intensive Therapie), keine öffentlichen Ansprachen, keine Vorrechte (warum sollte ein Kinderschänder belohnt werden, nur weil er in alle Zusammenkünfte geht) keine Nebenarbeiten oder Hilfstätigkeiten, wo Kinder oder Teenager leben oder anwesend sind. Es gibt KEINE ENTSCHULDIGUNG mehr ... die Ältesten können nicht mehr sagen: Wir wussten nicht, was wir tun sollten – Das ist neu für uns – Wir sind keine Fachleute – Wir sind unvollkommen. Jetzt wissen die Ältesten, was sie tun müssen, und viele Älteste erheben ihre Stimme für die Opfer/Überlebenden, nur um dann für ihre Handlungsweise verurteilt zu werden, und das ist für die Ältesten nicht neu. Schaut zurück auf all die früheren Fälle, die sie nicht richtig behandelt haben, die Ältesten sind keine Fachleute, ich meine, einige sind nicht einmal einfühlsam genug, um fachmännisch zu sein. Dann lernt, nehmt Kurse, betätigt euch als Freiwillige, besucht Behandlungszentren für missbrauchte Kinder, schaut einem Opfer/Überlebenden in die Augen und seht den Schmerz, die Verbitterung und die Wut! Schaut nicht weg ... habt keine Angst ... wir werden euch schon nichts antun, so wie die Kinderschänder uns etwas angetan haben. Die Gesellschaft muss etwas von den Spendengeldern nehmen für Missbrauchsbeobachtungszentren in jedem Saal, sie muss qualifizierte und handverlesene Leute haben, die freiwillig Kurse über Kindesmissbrauch belegen, und Quellenmaterial und Informationen an die Familien und die Kinder weitergeben. Ich habe eine Ganztagsarbeit und doch die Zeit gefunden, um sie freiwillig bei drei Missbrauchshilfsorganisationen zu verbringen. Und wenn ich das kann, dann können das die „Freunde“ auch. In den Predigtdienst gehen, um die Königreichsbotschaft zu fördern? Die Ältesten könnten Unterstützung für Opfer/Überlebende und (hoffentlich nicht) künftige Opfer zeigen, sie könnten die Mitglieder ermuntern, um freiwillig in den Missbrauchsbeobachtungszentren in jedem Saal oder in jedem Kreis zu helfen. Wir wollen die dringende Situation, die sich in Königreichssälen im ganzen Land und international ergibt, nicht einfach abtun. Wir müssen uns den Tatsachen stellen, ob uns das passt oder nicht. Wir können nicht länger wie die drei Affen handeln: nichts sehen, nichts reden und nichts hören ... Unsere Kinder brauchen unseren Schutz und unsere Unterstützung, und das ist es, was Jehova von uns verlangt: Nach Waisen zu sehen. Und ein missbrauchtes Kind muss man als Waise ansehen, wenn niemand für es sorgt und es seelisch, gefühlsmäßig und geistig stärkt. Von einer Mutter und einer Schwester eines Inzestopfers und der Mutter und Schwester verbal, seelisch und geistig missbrauchter Kinder
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Wachtturm-Politik sollte geändert werden. Denn wenn Menschen Schaden nehmen und
die ORGANISATION tut nichts und vertuscht die Sache auch noch, dann sagt mir
das, dass irgendetwas mit der Organisation nicht stimmt, nicht mit den
Menschen. Ja, die Leute haben ein Problem, aber der Organisation ist die Schuld
zu geben, weil sie es vertuscht und die Leute zwingt, ruhig zu bleiben. Was solche Leute
angeht, die ein Kind missbraucht haben: HOLT EUCH HILFE. Ihr könnt nicht
erwarten, gesund zu werden, indem ihr einen Haufen Informationen lest und um
Heilung betet. Ja, das Beten mag euch wieder in ein persönliches Verhältnis zu
Gott bringen, aber was eure seelische Gesundheit angeht, da braucht ihr
fachliche Hilfe. Die
Organisation: Ihr müsst eure Politik ändern und die Herde schützen. Es ist EURE Verantwortung, den Bedürftigen zu
helfen. Sitzt nicht einfach so herum und tut nichts. Macht eine Anzeige bei der
Polizei. Es ist ein Verbrechen, ein
Kind oder jemand anderen zu missbrauchen und sexuell zu belästigen. Dadurch
kommen nicht nur die Leute in der Versammlung, sondern auch Jehova kommt in ein
schiefes Licht. Für ihn, meine ich, ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn ihr
nichts tut. Erlasst eine Vorschrift: „Wenn du belästigt wurdest oder du hörst
von einem solchen Fall, dann zögere nicht und geh zur Polizei.“ Was
die Versammlung angeht: Ihr alle müsst für die rechte Wahrheit aufstehen und
marschieren. Habt keine Angst vor der Organisation. Sehrt euch an, wer sie
sind! Es scheint, sie sind ein Haufen
von BESCHÜTZERN von Kinderschändern! Wenn du also zu einer Organisation gehören
willst, die eine solche Krankheit unterstützt, dann mach nur weiter so. Wenn du
aber zu einer Organisation gehören willst, die liebt und Gott und die Liebe
unterstützt, dann beteiligt euch und helft Bruder Bowen und anderen, für das
Rechte aufzustehen. Ich
glaube, ich würde immer noch zu den Zeugen Jehovas gehören, wenn es dieses
Problem nicht gäbe. Aber die Tatsachen, über die ich lese, sagen mir, dass da
ein Problem besteht. Es tut mir leid, dass es kranke Leute in der Welt gibt,
die Hilfe brauchen, aber es ist ihre Entscheidung, sie sich zu holen. Ich
selbst kann nicht länger einer Religion folgen, die Kinderschänder verbirgt. An
alle, die dies lesen: In meinem eigenen Haus gab es einen Fall von
Kindesmissbrauch. Das alles brachte diese verrückte Welt herbei, die ich nie
zuvor in der Organisation der Zeugen Jehovas gesehen habe. Da habe ich ein
Problem gesehen. Nein, ich wurde nicht sexuell belästigt, aber jemand, den ich
sehr mag. Ich war verletzt, als ich hörte, man habe ihr gesagt, sie müsse
Schweigen darüber wahren. Und nur daran zu denken, dass dies Tausenden passiert
ist, nervt mich. Ich kann mir gar nicht all die Schmerzen vorstellen, die
Menschen durchgemacht haben. Was
mich betrifft, ich möchte mich zu keiner Religion bekennen, die solche Fälle
vertuscht. Ich hoffe, dass dies alles eines Tages vergeben und bereinigt wird,
aber ich weiß auch, dass das erst dann passieren wird, wenn die
Wachtturm-Politik geändert wurde. Geschrieben
von einer fünfzehn Jahre alten Schwester.
BETT VOLL TRÄNEN Aber Papa zu rufen kann es nicht wagen. „Bitte vergib mir, dass ich so schlecht bin,
Anscheinend schreie ich nicht laut genug, um gehört zu werden,
Heute, am 20. April, jährt sich zum vierten Mal ein besonderer Tag in meinem
Leben, der Jahrestag meiner Wiedergeburt. Diese Wiedergeburt war keine
religiöse Erfahrung, aber es war etwas vollkommen Reines, Erstaunliches und
Heilendes. Es hatte überhaupt nichts mit der Wachtturm-Gesellschaft zu tun,
oder vielmehr damit, sich von ihr zu befreien. Es war aber ein erster riesiger
Schritt in diese Richtung.
Lied ...... He Ain't Heavy. He's My Brother – Geschrieben von B. Scott und B. Russell
So on we go If I'm laden at all It's a long, long road He's my brother -------------------------------------------------------------------------------- Ein Held fällt: Erinnerung an ein junges Leben, das an den Selbstmord verloren ging Das erste, an das ich mich erinnere, wenn ich versuche, ihn mir vorzustellen, ist, dass er nicht schrecklich groß war. Er hatte einen hübschen, rotblonden Wuschelkopf mit einer Ponyfrisur, die dazu neigte, schief über einer Augenbraue zu hängen. Sein Lächeln war bezaubernd. Seine Hände bewegten sich mit fließender Grazie, wenn er die Ansprachen im Programm aus gesprochenen Worten in die Amerikanische Zeichensprache übersetzte. Für mich, gerade sechzehn Jahre alt, war er die Poesie in Bewegung. O ja, ich war hingerissen. Es war nicht so, als hätte ich auch nur einen Augenblick gedacht, dass ich eine Chance bei ihm hätte. Das nicht. Darum ging es nicht, es war, nehme ich an, eher wie Heldenverehrung. Vielleicht gefährlich nahe dem verbotenen „Götzendienst“. Er war ein paar Jahre alter als ich und Vollzeitpionier. Ein glänzendes Vorbild in seiner Versammlung. Die Mädchen umschwirrten ihn wie Bienen den Honig, und ich stellte mir vor, dieses scheue, unbeholfene, unsichere Ich hätte keine Chance in der Welt, eine wiederholter Figur in seinem Leben zu werden. Aber er war doch ein guter Flirtpartner. Er stellte klar, dass er von mir Notiz genommen hatte. Heute glaube ich, er wird wohl gedacht haben, in ein paar Jahren sei ich ganz süß. Und so begann alles. Ich hatte keine Ahnung, dass es diesmal anders als bei jedem anderen Kongress würde, bis er und ein paar Freunde in die Cafeteria fegten, wo die Leute ihr regelmäßiges Kreiskongressessen hinunterschluckten – dünnflüssiges Rührei mit angebranntem Toast. Ich erinnere mich so ausgeprägt an seinen Auftritt, weil er pfiff. Ich versuchte mir vorzustellen, was für ein Lied das war, und schließlich, als ich es erkannte, lachte ich: Es war das Titellied aus Rogers Neighborhood. Ich aß abgepackten Schokoladenpudding, das einzige Kongresssaalessen, das ich aushalten konnte. Er kam mit der Ausrede herbei, er wolle meine ältere Schwester sprechen, die seine Familie gut kannte. Er stellte sich vor, reichte seine Hand und schüttelte meine fest, ohne Zögern. Er setzte sich auf den leeren Sitz neben mir. „Hallo Nachbar“, sagte ich mit Bezug auf seine gepfiffene Melodie. Er lachte. „Willst du nicht mein Nachbar sein?“ sagte er mit einem Grinsen. Heute denke ich, dass er auf den ersten Blick wohl meinte, ich sei alter als in Wirklichkeit gewesen. Das ist mir oft passiert. Er bemerkte, was ich gerade aß, und gab seinen Kommentar dazu ab. Ich erwiderte: „Das ist das wahre Frühstück für Meister. Ich weiß allerdings nicht, Meister wovon.“ Er lachte. Er begann, die Augenbrauen hochzuziehen, zu blinzeln und mich auf andere Weise beim Frühstück zu entzücken. Er war so ganz anderes als die anderen jungen Zeugen Jehovas, die ich kannte, besonders wie die, die schon als Zeugen geboren wurden. Von dem Augenblick an wurde er für mich zu dem Idealbild von Mann, den ich eines Tages heiraten wollte. Vielleicht, so dachte ich, werde ich eines Tages einmal mit ihm zusammen beten. Dieses erste Frühstückstreffen war sehr früh an einem Samstagmorgen. Da er die meisten Ansprachen übersetzte, hatte ich die Möglichkeit, ihn unbeobachtet über den Rand meines Notizbuches hinweg zu beobachten, als ich mir gedankenlos Kapitel und Verse von Bibelstellen aufschrieb, aber nichts von dem hörte, was der Redner sagte. Seine Stimme ging monoton weiter wie weißes Rauschen, als ich meinen Helden bei der Zeichensprache beobachtete. Diese beiden Kongresstage sah und hörte ich nichts anderes. Er hatte meine gespannte Aufmerksamkeit. Er war das Bild all dessen, worum ich betete, dass ich es finden möge. Ich bat Gott, mir einen, nur einen jungen Mann in der Organisation zu zeigen, der weder ein Doppelleben führte noch als Muttersöhnchen zu gezüchtigt war, ein eigenes Leben zu führen, geschweige denn eine Frau zu haben. Ich wollte nur eine normale Zukunft. Heiraten, vielleicht auch Kinder haben. Ich wollte nicht allein sein, und ich wollte mir keine Zukunft mit einem jungen Mann vorstellen, wie sie mir bis jetzt in der Organisation begegnet waren. In den Ortsversammlungen wurde so viel geheiratet, und zwar mit dem Erfordernis, „nur im Herrn zu heiraten“, dass mir ganz unheimlich wurde. Das war schon fast wie Inzucht. Hier war er also, von der anderen Ecke des Staates, ein merkwürdiger Kreis, in mancher Hinsicht eine andere Welt. Und er schien so … so normal zu sein. Mir schien es daher, als hätte Jehova selbst meine Gedanken erhört. Dass er meine Behauptung widerlegte, es gebe keine jungen Männer in der Organisation, die im Laufe der Zeit, wo sie „die neue Persönlichkeit“ anlegten, nicht ihre Gefühle abgetötet hätten. Es war, als ob er mir sagen wollte: „Hier, kleines Mädchen, schau dir diesen an.“ Jedes Mal, wenn er an mir vorbeiging, war ein Funkeln in seinen Augen. Das Hochziehen der Augenbrauen, das Blinzeln, wenn niemand zusah. Es gab mir das Gefühl, als ob das „hübsche Mädchen“, das andere in mir sahen (das sich aber nicht selbst im Spiegel anschauen konnte), vielleicht doch „in“ war. Einfach nur zu wissen, dass er da war und sogar so viel Notiz von mir genommen hatte, um mir die Gunst eines Lächelns zu schenken, gab mir Hoffnung. Ich sah meinen Helden auf anderen Kongressen, in anderen Funktionen, und in der Zwischenzeit schickte er immer durch meine Schwester Claire „Hallo“-Botschaften an mich. Er war für mich weiterhin das Symbol für alles, wovon ich träumte: Charme, Geistiggesinntsein, Güte. Der Wunsch, anderen zu helfen. Ich stellte ihn auf ein so hohes Podest, dass ich nur noch seine Füße sehen konnte. Aber mein Gott, wie ich diese Zehen anbetete. Zeit verging. Ich verbrachte weniger Zeit auf der Eastside und mehr in meiner Heimatversammlung. Im folgenden Sommer arbeitete ich ausgiebig beim örtlichen Kongresssaal-Bauprojekt mit, und meine romantischen Gefühle wandten sich jemandem zu, der mir zumindest annehmbarer schien. Das sollte schließlich zu einem großen Kummer für mich werden, doch das ist eine andere Geschichte. Ein weiteres Jahr verging. Ich hatte durch Freunde immer Verbindung zu meinem Helden gehalten, so wie das viele Teenager beiden Zeugen tun. Ich werde nie den Anruf vergessen. Eines Nachmittags klingelte das Telefon, als ich mich auf meine Arbeit vorbereitete. Halb angezogen und fast bereit zu gehen, holte mich meine Mutter ans Telefon. Es war Claire. Ich hatte noch nie diesen Ton in ihrer Stimme gehört. „Ich wollte dich sofort anrufen, so dass du es von mir hörst und nicht von jemandem anders. Sitzt du gut?“ „Nein, warum?“ „Setz dich.“ „Claire.“ „Setz dich!“ Ich setzte mich. „In Ordnung.“ „Der Held hat Selbstmord begangen.“ Es brauchte einen Augenblick, bis mir klar wurde, was sie meinte. „Nein, das kann nicht sein!“ „Es ist wahr, Lily. Ich wollte diejenige sein, die es dir sagt, denn ich wusste, dass es sehr ... schwer für dich werden würde.“ Da erkannte ich, dass ich meine Bewunderung für den Helden nicht so gut verborgen hatte, wie ich dachte. „Wie?“ „Er hat sich erschossen.“ „Warum? Hinterließ er …?“ Plötzlich wurde das Wie sehr wichtig für mich. „Er hinterließ einen Zettel, aber der ergab für niemanden einen rechten Sinn. Der Therapeut sagte ihnen, sie sollten nicht nach zuviel Bedeutung darin suchen, er war offensichtlich sehr verzweifelt.“ „Man hätte ihm helfen müssen“, sagte ich, und ließ meine Schultern hängen. Aber ich weinte nicht. „Er war in Therapie, er hat es … einfach getan.“ Ich meine, ich hätte mich bei ihr dafür bedankt, dass sie es mir erzählte, aber ehrlich gesagt kann ich mich an den Rest des Gespräches nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich nur noch, dass ich mich anzog und eilig das Haus verließ und direkt zur Arbeit ging. Ich arbeitete in einem Feld, wo ein Lächeln Pflicht und nicht freiwillig war. Ich hatte mit Familien und kleinen Kindern zu tun, und das Lächeln wurde als Teil meiner Uniform angesehen. Die meisten Tage hatte ich keine Probleme damit. Heute ging ich dorthin, weil das der einzige Ort auf der Erde war, wo ich dachte, dass ich hingehen und sicher war. Ich war auf der Arbeit als jemand bekannt, der immer fröhlich war, weil ich immer ein zufriedenes Gesicht aufsetzte, um meine schwere Depression darunter zu verbergen. Alle meine Kollegen wussten, dass ich eine Zeugin Jehovas war, und ich dachte immer, welches Bild gibt das von meinem Glauben, wenn ich depressiv bin? Ich wollte niemandem Schande machen. So hatte ich immer mein aufgesetztes Lächeln, das nie verschwand. Ich eilte in den hinteren Raum auf meiner Arbeitsstelle, und als mein Lieblingsvorgesetzter kam, blieb er stehen. Er sah mir in die Augen und ich sah weg, weil ich wusste, wenn er mich weiter so anstarrte, würde ich zusammenbrechen. „Was ist passiert?“ fragte er. „James …“, sagte ich und blieb stehen. „Erzähl es mir einfach, Liebes.“ „Jemand, den ich sehr mochte … hat Selbstmord begangen.“ „Oh, Liebes“, sagte er und nahm mich in den Arme. „Möchtest du nach Hause? Möchtest du gehen?“ „Nein, James, ich glaube, es ist besser, wenn ich bleibe. Ich kann nicht nach Hause gehen.“ „Weißt du, ich habe eine Menge Freunde durch Selbstmord verloren. Zu viele“, flüsterte James. Wir hatten vorher schon oft darüber gesprochen, wie schwer es für ihn gewesen war, sich als Homosexueller zu bekennen und von der Familie zurückgewiesen zu werden. Offensichtlich waren einige seiner Freunde nicht in der Lage gewesen, diesen Kampf zu überleben. „Es tut mir leid …“ „Du hast diesen Jungen sehr gemocht?“ „Es war wie .. ich habe ihn aus der Ferne angebetet. Ich habe ihn bewundert, James“, sagte ich. Ich biss mir so sehr auf die Lippe, dass sie pochte. Ich hörte gerade auf, ehe ich meine Haut mit den Zähnen durchbiss. „Ich werde dir morgen etwas bringen, okay? In der Zwischenzeit bleibe, wenn du das Bedürfnis hast; aber du kannst gehen, wenn du musst.“ „Nein. Ich denke, hier wird es mir am besten gehen.“ Er nickte und dann ging er und ließ mich allein, damit ich mich auf die Arbeit vor mir konzentrieren konnte. Ich kämmte mich, setzte mein bestes Liebes-Mädchen-Lächeln auf und stand gerade und nahm die Schultern zurück. Die Show ging weiter. Ich habe in der Nacht nicht viel geschlafen. Ich erledigte alles mechanisch, und am nächsten Tag gab mir James wie versprochen einen Umschlag. „Dies hier wurde am Denkmal für die Vietnamveteranen in Washington von einem Freund von mir aufgenommen. Es hat mir geholfen, und ich hoffe, es hilft auch dir.“ Er nahm mich wieder in den Arm und ging und ließ mich allein im Lager, um den Umschlag zu öffnen. Er war eine Fotografie von einem Teil der Mauer, eine von jemandem hinzugefügte Inschrift. Ich weiß nach all den Jahren, seit dies passiert ist, nicht mehr, wo die Fotografie geblieben ist, aber ich werde niemals die Worte vergessen. „Für alle, die verzweifelten und sich umbrachten: Wir werden eure Lieder singen, Wir werden eure Träume träumen, Wir werden euer Werk vollenden.“ Mit der Zeit erfuhr ich durch meine Schwester Einzelheiten über den Suizid meines Helden. Sie ging zu seiner Beerdigung. Es war eine kummervolle Angelegenheit, noch verschlimmert durch die Tatsache, dass die Wachtturm-Gesellschaft damals die Haltung einnahm, Selbstmörder würden höchstwahrscheinlich nicht auferstehen. Es gab, so Claire (die mit der Familie meines Helden gesprochen hatte), mehrere Einzelheiten, die nicht an die Öffentlichkeit kamen. Es gab Spekulationen, dass mein Held vielleicht von einem Mann sexuell missbraucht worden war, der auch andere Jungen in der Versammlung belästigt hatte, und dass er in der Folge Schwierigkeiten mit seiner sexuellen Orientierung hatte. Gleichzeitig war man verwirrt, weil er sich mit Schwestern verabredete und so. Er war in Therapie gewesen, aber der Haupteindruck aus seinem Abschiedsbrief war, dass er nicht glaubte, bei Gott annehmbar zu sein oder es in das Neue System zu schaffen. Ich erfuhr auch, dass es einige Zeit gedauert hatte, bis er tot war. Er schoss sich durchs Herz. Ich kann nicht sicher sein, welche der Faktoren mit der Zeit geklärt wurden, oder ob welche beiseite geschoben wurden. Alles, was ich tun kann, ist, mir vorzustellen, wie schrecklich es für meinen Helden gewesen sein muss, so viel alleine zu leiden. Ich wünschte, er hätte jemanden gehabt, an den er sich wenden konnte und zu dem er Vertrauen hatte. Dass er nicht aufgegeben hätte. Wie um alles in der Welt, fragte ich mich, kann ich je in dieser Organisation weiterleben, wenn jemand, der ein so guter Mensch wie mein Held war, es nicht konnte? Ich bezweifle, ob jemand von uns wirklich je wissen wird, was es genau war, das meinen Helden bewog, aufzugeben. Ich weiß zwar, dass der Mann, der sich in seiner Versammlung an Kindern verging, dafür ins Gefängnis kam, aber er hinterließ eine breite Schneise zerstörter junger Männer, die zur Zeit seiner Untaten gerade einmal Jungen waren. Keine Gefängnisstrafe wird je Gerechtigkeit bringen. Meine Illusionen erstarben mit meinem Helden, und bis heute kann ich nicht glauben, dass er nicht irgendwo da draußen doch noch lebt. Ich hoffe nur, dass er jetzt seinen Frieden gefunden hat, ob im Schlaf und frei von Schmerz oder in irgendeinem Weiterleben, wenn es das gibt. Ich weiß, dass es diesen Frieden nicht für uns gibt, die wir ihn kannten und die er hinterlassen hat. Das folgende Gedicht schrieb ich kurze Zeit nach seinem Tod, und ich schließe diese Ehrung an ihn mit den Worten ab, von denen ich wünschte, dass ich sie ihm gesagt hätte. Die Wände mögen eines Tages einstürzen, Aber die Schlagbäume bleiben weiterhin. Unsere Schlösser versinken und ertrinken langsam, Und ich bin dieses Spieles müde ... und die Welt dreht sich weiter.
Niemand kann ihnen geben, was sie brauchen, Weil niemand jemals das verzweifelte Leben, Das sie führen, kennen oder verstehen kann, Oder sehen, wie ihre Hände loslassen, ... und die Welt dreht sich weiter.
Alles Hoffen und Wünschen, Alles, was man geben will, Alles Ausweichen und Aus-dem-Weg-Gehen Vor den Gründen, warum man leben sollte … ... und die Welt dreht sich weiter.
Gib der Finsternis nicht nach, Und dem Lärm, der deinen Kopf füllt. Wende dich ab von der kalten Öde des Lebens, Und lass mich dich statt dessen lieben. ... und die Welt dreht sich weiter.
Schimmere, glänze, verblasse und stirb, Die Großartigen fallen immer so jung, Ihr Lachen ist einsam, und es lügt. Ihr Atem hört auf, wir sagen Lebewohl. ... und die Welt dreht sich immer weiter.
Wenn sie gegangen sind, was dann? Was ist mit solchen wie mir, die nicht vergessen können? Ist es falsch, sich an sie zu erinnern, Weil die Meisten sie doch nicht verstehen können? Ich werde nicht vergessen ... ... weil die Welt sich weiter dreht.
Für G.D. Wenn du oder jemand, den du kennst, an Selbstmord denkt, SUCHT BITTE SOFORT NACH FACHLICHER HILFE. Jeder von uns ist wertvoll im Universum. Gebt nicht nach, kämpft weiter. Ich weiß aus Erfahrung, dass das Leben es wert ist, dass man darum kämpft. Lily Paige
Der Tag der
Unschuld Von neuen Gedanken Und Freude Und Frieden Und Licht Reiß die Seite aus meinem Buch Eine Schwärze, ein Dunst, das
Umgehen eines Geistes Du siehst mich an Und deine Augen sind jetzt leer Deine Seele ist finster Und deine Gestalt ist eingefallen,
bleich, dräuend und entmutigend Ich schau in dein Gesicht und suche
nach einer Ähnlichkeit mit der Person, die ich kenne Und der ich vertraue. Aber das ist vorbei Oder vielleicht war ich im Irrtum:
du warst nie dort. Die Zeit vergeht ins Graue, in
nicht erkennbare Gestalten und Geräusche Doch tief in mir ist ein Lied, ein
Trommelschlag, zu dem ich tanzen muss Eine Chance. Ich erhebe mein beschämtes Gesicht
und öffne die Augen Und krieche ins Freie Ich weigere mich, ein letztes Mal
nach hinten zu sehen Stelle das Gebrüll in meinem Kopf
ab Schüttle das Frösteln auf meiner
Haut ab Jetzt stehe ich Und fühle den Regen, warm und
sirrend Er wäscht dich von mir ab Und im Widerschein zu meinen Füßen
sehe ich: Die Freude Den Frieden Das Licht Und ich brauche dich nicht mehr Jetzt halte ich kleine Hände und
sehe kleine Gesichter, die wie meins früher aussahen. Und sie vertrauen mir, und sie
schauen in meine Augen. Wie die Witwe mit der Münze von
geringem Wert, Ich habe gelernt, aus dem zu geben,
was ich selbst nie erhalten habe Wasser aus einem leeren Brunnen zu
schöpfen Und es bereitwillig und kostenlos
zu geben. Aber ich möchte, dass du weißt Du wirst meine Seele nicht in einen
Käfig sperren; Mein Geist liegt nicht in Ketten,
er trägt die Wunden als Male des Mutes. Dir schulde ich nichts. Du verblühst und ich muss gehen Das Leben ist süßer, es sind Dinge
zu tun, das Leben zu leben, Luft zu atmen.
Willow
Ich versuche es, ohne obszön zu sein, Und doch, man braucht die Kunst der poetischen Sprache, entsetzliche Dinge in freundlichem Ton -- um ihre Geschichte zu erzählen. Unbewegte braune Augen erzählen viel -- und sie zu lesen ... Aber doch ist hinter ihrem Starren ein Lächeln wehmütig und distanziert um dich, den Erwachsenen, daran zu erinnern, dass du nichts von dem weißt, was sie durchgemacht hat.
Ein Gedicht für meine Schwestern: GEMEINSAME BANDE Blumen verblühen ... in die Nacht Die wunderbare Geburt ... eines Kindes das ist schön Agonie ... führt nur zu Schmerz Wir alle sind Beute ... der listigen Ratte Tief in uns drin ist eine Hoffnung ... die der Tod nicht anrühren kann Die in uns gehegte Hoffnung ... ist mehr als nur eine Hoffnung Du kannst sie nicht leugnen ... Gottes tiefe Liebe Er öffnet sein Herz ... für den Umherziehenden Er hört nicht auf zu lieben ... weil wir nicht gut sind Er wartet geduldig ... dass die Augen sehen Er zürnt uns nicht ... wenn wir im Unrecht sind Er ist geduldig und gütig ... Er ist liebevoll und gut Frei von Zwang ... Frei von Furcht Er wird ... uns nie zwingen ... ihn zu lieben Er hört nie auf ... uns zu lieben Er liebt uns ... alle ... mit großer Weisheit Vergiss also nie ... dass er dich liebt Erinnert euch ... an den Glauben ... in unserem Sinn Tamar 1999 ----------------------------- LASST DIE KLEINEN ZU MIR KOMMEN
"Die Mütter bitten um den Segen, die Kinder stehen herum. Du hast dich lange abgemüht, der Tag ist nun fast um. Es sind ja doch nur Kinder, zum Hören noch zu klein, Sie sollten dir die Ruhe lassen, dir nicht nahe sein."
Der Herr sieht über ihn hinweg, sich Kinder um ihn scharten, und sagt: Kommt alle her zu mir! Zu lange war ihr Warten. Er segnet sie, berührt sie leicht. Dies ist sein heiliger Wille: Ja, lasst die Kleinen zu mir her, in dieser Abendstille.
Glücklich das Kind, das seine Hand erfuhr zu seinem Segen. Und glücklich auch der, dem sein Mund gebot auf allen Wegen. Zur Tagesneige sahen sie ihn auf Judas Hügeln grün. Das heilige Bild beleuchtete das letzte Abendglüh'n.
Ja lasst die Kleinen zu mir kommen, nur Gutes will sein Herz. Der Herr des Lebens schon bald an seinem Kreuze leiden. Doch Kinder leiden ebenso in Armen voller Schmerz, und Kinderträume sind zerstört und werden es noch bleiben.
Sie machen junges Leben straucheln, verletzen Kinderzuversicht. Vergiften den Brunnen der Wahrheit, planen Übles nicht im Licht. So leidet, kleine Kinder, bewahrt den großen Schmerz dort, wo er weiter bleiben muss: tief im gebrochenen Herz.
Wer einen dieser straucheln macht, der sollte in einem Nu mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versinken zu ewiger Ruh. Wo findet ihr Gerechtigkeit, ihr Kinder, die zu Unrecht leiden, wenn weise "Rabbis" die Augen verschließen ... und alle euch dann meiden?
Wenn, um den Wachtturm rein zu halten, sie euer Bekenntnis verbergen, wenn Täter sie beschützen und sagen, wir wollen zu ihm neigen, wenn verletzte Kinder still weinen und ihre Antwort ist Schweigen, und Gesetzesdenken erstickt das Herz und lässt die Wahrheit sterben.
Gerichte von Menschen können versagen und tünchen weiß die Wand. Doch Gott, der vollkommene Richter selbst, nimmt alles schließlich in seine Hand. Dann kommt für alle an der Macht und für die Schuldigen die Zeit, und kein einziges leidendes Kind wartet weiter auf Gerechtigkeit.
Verbrechen werden oft versteckt, doch Gott wird sie aufdecken, und jeder, der die Wahrheit biegt, wird eines Tags erschrecken. Verdrehter Rat wird es dann sein, den Licht gleich sichtbar macht, und wer gelogen und betrogen, vergeht ... in ewige Nacht. ------------------------------------------------
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