Die Chronik von Mario Moreno und J.R. Brown.

Hätten Sie es gerne, dass diese Leute für Ihre Kirche sprechen?  

Paducah Sun- 1.5.2001

Ø          Ein Sprecher in der Weltzentrale der Kirche in New York sagte, man hindere andere nicht daran oder rate davon ab, im Falle von Kindesmissbrauch zu den Justizbehörden zu gehen.

Ø           J.R. Brown, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Zeugen Jehovas in der Weltzentrale der Kirche in Brooklyn, N.Y., sagte in einer Erklärung, die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft „verabscheuen alle Formen von Bösestun, darunter auch Kindesmissbrauch.“

Ø          „Wenn ein Kindesmissbrauch unseren Kirchenältesten bekannt wird, halten sie sich streng an die zutreffenden Gesetze für das Anzeigen solcher Fälle. Wir ermuntern die Täter, alles zu tun, was sie können, um die Sache bei den Behörden in Ordnung zu bringen. Überdies verbieten wir keinem Opfer oder keiner Familie eines Opfers – und raten auch nicht davon ab -, den Kindesmissbrauch bei den Behörden anzuzeigen, auch wenn der mutmaßliche Täter ein Zeuge Jehovas ist.“

Ø          Jehovas Zeugen verabscheuen alle Formen von Bösestun, darunter auch Kindesmissbrauch. Wir heißen nicht die Handlungsweise von Personen gut, die Kinder durch dieses schreckliche Verbrechen ausnutzen, und solche Personen werden aus der Versammlung ausgeschlossen (exkommuniziert). Wer dafür bekannt ist, Kinder sexuell zu belästigen, kommt nicht für ein Amt als Kirchenältester oder für eine andere verantwortliche Stellung in irgendeiner Versammlung der Zeugen Jehovas in Frage.

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PR-Erklärung vom 5.1.2001 Channel 6 News

Wenn ein Kindesmissbrauch unseren Kirchenältesten bekannt wird, halten sie sich streng an die zutreffenden Gesetze für das Anzeigen solcher Fälle. Wir ermuntern die Täter, alles zu tun, was sie können, um die Sache bei den Behörden in Ordnung zu bringen. Überdies verbieten wir keinem Opfer oder keiner Familie eines Opfers – und raten auch nicht davon ab -, den Kindesmissbrauch bei den Behörden anzuzeigen, auch wenn der mutmaßliche Täter ein Zeuge Jehovas ist. Wenn Sie mehr Informationen darüber erhalten möchten, wie wir solche Dinge zur Anzeige bringen, nehmen Sie bitte mit Mario Moreno, Rechtsabteilung der Wachtturm-Gesellschaft, Kontakt auf. Telefon: (845) 509-0416 oder (845) 306-1000. Jehovas Zeugen legen großen Wert darauf, in allen Gemeinden mit der Bibel starke familiäre Werte aufzubauen und Willigen zu helfen, Gott kennen zu lernen und ihm in annehmbarer Weise zu dienen.

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Paducah Sun 20.1.2001

Mario Moreno, Anwalt der Kirche in der Weltzentrale in New York, sagte, wenn die Kirchenpolitik auf Kinderschänder angewendet werde, „kann ich als Elternteil, Anwalt und Ältester mit unserer Politik leben.“

Moreno sagte, er glaube zwar an die Politik der Kirche, wisse aber, dass einige Mitglieder verletzt wurden, und „ich bin im Herzen bei ihnen.“ Aber er sagte, einige Älteste folgten der Politik nicht, wie sie sollten, und da beginnt der Ärger.

Moreno sagte, wenn ein Zeuge mit einer Missbrauchsbeschuldigung zu einem Ältesten gehe, dann sei der erste Schritt, den der Älteste tun sollte, die Rechtsabteilung der Kirche anzurufen.

Er sagte, man müsse drei Faktoren in Betracht ziehen: den Schutz des Kindes, das Befolgen des Gesetzes und die Vertraulichkeit, die Diener wahren müssten, wobei das letztere das größte Gewicht habe.

Die Rechtsabteilung werde den Ältesten dann Rat geben, was das Gesetz fordere. 22 Bundesstaaten, darunter Illinois und der Distrikt von Columbia, verlangen von einem Geistlichen nicht, eine Beschuldigung von Kindesmissbrauch anzuzeigen. In diesen Staaten, sagte Moreno, gebe die Rechtabteilung den Ältesten generell den Rat, die Angelegenheit nicht bei den Justizbehörden anzuzeigen.

J.R. Brown, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Kirche, sagte, der Grund dafür sei: „Wir glauben als Kirchenbehörde nicht, dass wir Cäsars Gesetzen vorauseilen sollten“, wobei er eine biblische Bezeichnung für weltliche Behörden benutzte. „Selbst wenn weltliche Behörden es nicht fordern, haben wir im allgemeinen dazu ermuntert, eifriger darin zu sein, auf Einhaltung des Gesetzes zu dringen und zu sehen, dass es befolgt wird. Wenn Cäsar ein Gesetz hat und dieses Gesetz nicht im Widerspruch zu Gottes Gesetz steht, dann befolgen wir es.“

Brown sagte, die Kirche setze eine Anzeige bei den Justizbehörden nicht unbedingt mit dem Schutz des Kindes gleich, weil „die staatlichen Behörden nicht immer für den Schutz sorgen, den ein Kind braucht. Wir sagen das nicht automatisch, aber leider zeigen zu viele Berichte, dass dies der Fall ist. Sie können sicher sein, sie werden alles mögliche tun, um auf den Schutz des Kindes zu achten.“

Sowohl Brown als auch Moreno sagten, dass die Ältesten, freiwillige und im wesentlichen ungeschulte Geistliche, in der Anwendung der Politik, von der beide glauben, dass sie den Schutz des Kindes an die erste Stelle setzt, einen Fehler machen können.

„Es geht darum, einen Ausgleich zwischen der Vertraulichkeit und dem Schutz des Kindes zu finden“, sagte Brown. „Das ist nicht immer leicht. Sind Fehler gemacht worden? Sehr wahrscheinlich. Wir versuchen, darauf zu achten, dass jeder geschult ist, das Nötige zu tun, damit unschuldige Kinder nicht zu Opfern gemacht werden.”

Moreno stimmt mit Bowens Behauptung überein, dass in der Kirche keine Untersuchung begonnen werde, wenn es nur einen Zeugen gibt und der Angeklagte die Beschuldigung abstreitet, aber er sagte, Älteste trügen die Verantwortung, den Beschuldigten genauer zu beobachten. Er fügte hinzu, dass Älteste manchmal den Beschuldigten anwiesen, sich nicht in verdächtige Situationen zu begeben.

Er sagte auch, wenn Mitglieder ausgeschlossen würden, sagte man das der Versammlung, aber gebe keinen Grund an, um die Vertraulichkeit zu wahren. Als er gefragt wurde, ob die Eltern des Opfers Mitgläubigen erzählen dürften, warum jemand ausgeschlossen wurde, erwiderte Moreno: „Das ist ihre Sache. Wir sagen ihnen das nicht, sie entscheiden darüber. Heißt das, sie werden ermuntert? Nein.“

Er stimmte auch Bowens Anschuldigung zu, es werde einer Versammlung auch nicht gesagt, ob ein Pädophiler zur Herde gestoßen sei. Aber er sagte, aufgrund der Kirchenstruktur würde die Tatsache, dass solch ein Mitglied, wenn es ein Mann ist, weniger Rechte in der Versammlung hätte und nicht in einer leitenden Rolle dienen würde, die Mitglieder alarmieren, „dass ihm offensichtlich die geistige Reife fehlt.“

Moreno sagte, er glaube zwar, dass einige der Kirchenkritiker in diesem Punkt berechtigte Sorgen hätten, aber die „meisten hätten ein Problem mit Stolz“ und „wollten, dass sich die Organisation für sie ändert. Wir halten uns an das, was die Bibel sagt und ändern uns für niemanden.“

Er sagte auch, er denke, dass auf der „Kirche herumgehackt“ werde, und fügte hinzu, er sei bereit, die Politik der Kirche gegenüber jeder anderen hochzuhalten.

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Christianity Today 26.1.2001

J. R. Brown, Leiter des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft (WTBTG) in Brooklyn, sagt, er teile Bowens Sorge. „Wir verabscheuen, was das [sexuelle Belästigung] den Kindern antut“, sagt er gegenüber Christianity Today.

Zeugensprecher Brown sagt, Pädophilie komme in seiner Religion nicht häufiger vor als in anderen, aber er räumt ein, dass einige Älteste Verdachtsfälle nicht berichtet hätten. In 38 Staaten fordere das Gesetz von Geistlichen und anderen Fachleuten, körperlichen und sexuellen Missbrauch von Kindern anzuzeigen. Einige Kritiker argumentieren, dass selbst in den 22 Staaten, die nicht fordern, dass Geistliche solche Mitglieder anzeigen, die Zeugenältesten sich nicht als Geistliche bezeichnen könnten, weil sie weder berufsmäßig geschult noch bezahlte Angestellte der Organisation sind.

Obwohl die Zeugen, wenn nötig, dem weltlichen Gesetz gehorchen, sagt Zeugensprecher Brown, dass es die Gruppe vorziehe, solche Dinge geistlich zu behandeln. „Wir behandeln Fehlverhalten, Sünde und Übertretungen“, sagt er. „Und das erwartet man von einer Religionsgemeinschaft auch. Wir nehmen nicht am Durchsetzen des Gesetzes teil. Wir behandeln nur die Reue.“

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Louisville Courier-Journal, 4.1.2001

Kirchenfunktionäre sagen, Älteste machten die Behörden in Staaten, die eine Anzeige fordern, auf Verdachtsmomente von Kindesmissbrauch aufmerksam. Aber in anderen Bundesstaaten ziehen sie es vor, Schritte zum Schutz der Kinder zu unternehmen, die keinen Bruch dessen darstellen, was sie als vertrauliches Gespräch zwischen Ältesten und Mitgliedern ansehen.

Ein Anwalt der Zeugen-Jehovas-Kirche, die in Amerika fast eine Million und weltweit sechs Millionen Mitglieder hat, sagte, sie befolge die bundesstaatlichen Gesetze, die fordern, dass Älteste sexuellen Missbrauch anzeigen.

„Wenn es ein Gesetz gibt, das eine Anzeige fordert, dann hat das den Vorrang über jegliche Vertraulichkeit, ob in der Politik oder im Statut der Kirche“, sagte Mario Moreno, stellvertretender Generalanwalt der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, einer Rechtskörperschaft der Kirche.

„In Staaten, die keine Anzeige fordern, sieht die Sache anders aus“, sagte Moreno.

Älteste könnten wollen, dass ein Opfer woanders hinzieht als der Täter, oder sie lassen die Eltern oder den Vormund des Opfers, oder sogar den Beschuldigten, den Missbrauch bei der Polizei anzeigen, sagte er.

„Die Gesetze dieses Landes wie auch die ethischen Werte der Menschen sagen einem, dass es ein paar Dinge gibt, die man vertraulich halten sollte. Das ist der Grund, warum die Gesetze vertrauliche Gespräche zwischen den Geistlichen und ihrer Herde schützen.“

Doch Moreno sagte, Älteste, die in Verdachtsfällen von Missbrauch Kontakt mit der Rechtsabteilung der Gesellschaft aufnehmen – wie sie es tun müssen --, würden oft angewiesen, die Opfer an die Polizei oder an andere Hilfsstellen draußen zu verweisen, auch wenn das Gesetz das nicht fordert.

Opfern und ihren Eltern steht es frei, sagte Moreno, Hilfe bei der Polizei oder bei Therapeuten zu suchen. Sie sollten, wenn sie das nicht tun, nicht die Kirche dafür verantwortlich machen.

„Wir ermuntern die Eltern zu tun, was nötig ist, um ihr Kind zu schützen”, sagte Moreno.

Kirchenanwalt Moreno sagte, Kirchenmitglieder wüssten, dass sie in Fällen von Missbrauch zu den Behörden gehen könnten. „Sie haben keine Sünde begangen, wenn sie einen Zeugen Jehovas den Behörden übergeben“, sagte er. „Das ist eine sehr persönliche Entscheidung.“

Moreno wollte nicht kommentieren, ob Älteste in diesem Falle das Gesetz brechen, aber er sagte: „Hin und wieder, in einer sehr kleinen Zahl der Fälle, verbocken die Ältesten die Sache. Sie bauen Mist, weil sie nicht hier (bei der Rechtsabteilung der Wachtturm-Gesellschaft) anrufen. Wenn sie hier anrufen, vermasseln sie die Sache auch nicht.“

Moreno sagte, dass die Wahrheit am Ende immer herauskomme. „Jemand taucht aus dem Nichts auf, und jetzt kann man etwas unternehmen“, sagte er. Moreno sagte, zwei verschiedene Ankläger würden als zwei Zeugen zählen, wenn sie die Beschuldigung von sexuellem Missbrauch erheben.

Die Politik der Kirche ermuntert weder die Mitglieder, noch rät sie davon ab, mutmaßlichen oder eingestandenen sexuellen Missbrauch bei der Polizei anzuzeigen, sagte Moreno. Die Ältesten sind angewiesen, immer die zentrale Rechtsabteilung der Kirche in Carmel, N.Y., anzurufen, wenn ihnen eine Anklage zugeht.

Wenn Älteste anrufen, sagen ihnen Anwälte der Kirche, ob das Gesetz des jeweiligen Bundesstaates von ihnen fordere, den sexuellen Missbrauch bei der Polizei anzuzeigen, sagte Moreno. Ein immer noch gültiges Kirchenmemorandum aus dem Jahre 1989 enthält ebenfalls die Mitteilung für die Ältesten, sie sollten wegen rechtlichen Rates anrufen, ehe sie von der Polizei vernommen werden, auf eine Vorladung reagieren oder freiwillig vertrauliche Kirchenaufzeichnungen aushändigen, außer die Polizei hat einen Durchsuchungsbefehl.

Moreno sagte, Kirchenanwälte könnten Ältesten den Rat geben, die Opfer an die Polizei oder an Hilfe aus der Welt zu verweisen. „Das ist eine persönliche Entscheidung.“

Eine Erklärung vom 2. Januar von J.R. Brown, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei den Zeugen Jehovas, besagte, Kirchenälteste „ermutigten die Täter, alles, was sie können, zu tun, um mit den Behörden ins Reine zu kommen.“

Ayers, Rees’ Stiefvater, lehnte einen Kommentar ab, aber der Kirchenanwalt Moreno begrüßte die Entscheidung.

„Es besteht keine Pflicht, den Leuten zu verkünden, dass ‘Fritz Müller’ ein Kinderschänder ist“, sagte er. Hätte das Gericht anders entschieden, sagte er, so „würde es die Leute im Grunde genommen davon abhalten, bei ihren Dienern um Hilfe nachzusuchen.“

“Wenn die Leute nicht auf die Vertraulichkeit zählen können, wenn sie hingehen und bei einem katholischen Priester eine Beichte ablegen, würde die Religion ein ganzes Stück kälter“, sagte er.

Kirchenanwalt Moreno sagte, es wäre „lächerlich“, wenn ein Ältester damit drohen würde, und wenn einer es täte, würde es der Politik der Kirche widersprechen.

„Das ist nicht gemäß der Bibel“, sagte er. „Wir lehren die Bibel. Die Bibel sagt nicht: ‘Wenn du eine Anklage wegen eines Verbrechens gegen einen Kinderschänder einreichst, bist du auf ewig verdammt.’ Wer aber in der Gefahr steht, auf ewig verdammt zu sein, ist der Kinderschänder.“

Wachtturm-Funktionäre sind nicht konsequent in ihren Aussagen, wie die Kirche Kinderschänder bestraft.
In einer Erklärung vom 2. Januar sagte Brown, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Kirche, Kinderschändern würde „die Gemeinschaft entzogen“, sie würden aus der Versammlung hinausgeworfen. Später räumte er ein, dass die Kirche auch zu weniger strengen Strafmaßnahmen greifen kann.

Er verteidigte seine ursprüngliche Erklärung und sagte, „für die große Masse vermittle das den Gedanken, dass (die Ältesten) diese Strafmaßnahmen einleiteten. Sie gehen mit Kinderschändern nicht sanft um.”

Darauf sagte Moreno: „Ich wäre selbst alles andere als glücklich, wenn jemand mein Kind missbrauchte und dann wieder in die Gemeinschaft aufgenommen würde. Das Fazit ist: Wenn ein Ältester entscheidet, dass ein früherer Kinderschänder Reue gezeigt hat, (dann hat er) die biblische Verpflichtung, ihn wieder aufzunehmen.“

Brown sagte, Pädophilen sei es verwehrt, mit Minderjährigen tätig zu werden, und sie müssten auch in Begleitung eines angesehenen Kirchenmitgliedes sein, wenn sie von Haus zu Haus gehen.

Pädophile dürften auch nicht in die Nachbarschaft ausgesandt werden, wo man sie als Kinderschänder erkennen könnte, sagte Brown.

Gemäß Kirchenanwalt Moreno funktionierte das System. Die Ältesten haben das Ihre getan und das Opfer und die Polizei auch, sagte er.

„Wer wurde geschädigt?“ sagte Moreno. „Die Anzeige wurde ja erstattet.“

„Da wurde ein Teenager belästigt und ist wütend auf die Ältesten, dass nicht die Polizei geholt wurde?“ fragte er. „Du kannst die Polizei ruhig holen. Du wurdest doch geschädigt.“

„Wer macht die Gesetze. Doch nicht wir. Machen Sie uns bitte nicht für die Gesetze verantwortlich. Reden Sie mit den Gesetzgebern von Colorado.“

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Associated Press  11.2.2001

J.R. Brown, Sprecher in der Zentrale der Zeugen Jehovas im Stadtbezirk Brooklyn in New York City, sagte, er glaube, dass Bowen die Politik der Kirche nicht völlig verstehe.

Es stehe den Mitgliedern jederzeit frei, einen Missbrauch bei den weltlichen Behörden anzuzeigen, sagte Brown. „Es ist eine persönliche Entscheidung, wie jemand damit umgeht“, sagte er.

Was den Kirchenführern offenbart wird, wird im allgemeinen vertraulich gehalten, wenn das Gesetz des Bundesstaates nicht fordert, dass mutmaßlicher Missbrauch der Polizei übergeben wird.

„Wir haben es mit Sünde zu tun und die Justizbehörden mit Verbrechen“, sagte Brown.

In einigen Fällen werde die Sache jedoch unabhängig vom Gesetz den weltlichen Behörden übergeben, sagte Brown.

Über Bowen sagte: „Ihm geht es um die Opfer von Kindesmissbrauch, uns aber auch.“

Brown sagte, der Glaube fordere, dass wenigstens zwei Zeugen irgendein Fehlverhalten beweisen können – darunter Kindesmissbrauch --, weil das das sei, was die Bibel lehre. Aber statt eines zweiten Zeugen können auch bestätigende Beweise verwendet werden, sagte Brown.

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Paducah Sun 12.2.2001

Leitartikel J.R. Browns Erwiderung auf William Bowen

Wir schreiben hier über Behauptungen, die bezüglich unserer Politik, wie wir Anschuldigungen von Kindesmissbrauch handhaben, aufgestellt wurden. Einige dieser Behauptungen sind in den Medien berichtet worden.

Wir waren sehr überrascht zu sehen, dass diese Feststellungen getroffen wurden, und wir haben gemerkt, wie unrichtig sie sind. Unsere Haltung zu Pädophilie ist schon vor Jahrzehnten veröffentlicht worden. Bereits 1985 widmete die Erwachet!-Ausgabe vom 8. August  dem Thema mehrere Seiten und stellte fest, dass der Schutz des Kindes Vorrang habe. Es hieß (Seite 8):

„Erstens muss das Kind — und auch andere Kinder — vor irgendwelchem weiteren Missbrauch geschützt werden. Das muss geschehen, koste es, was es wolle. In vielen Fällen muss der Täter dem Kind gegenübergestellt werden. Doch was immer auch nötig sein mag, es ist wichtig, dem Kind das Vertrauen zu geben, dass der Täter nie mehr in der Lage sein wird, ihm etwas anzutun.“

Unsere Erwachet!-Ausgabe vom 8. Oktober 1993 trug eine Titelreihe von 14 Seiten mit der Überschrift „Schütze deine Kinder!“ Auszugsweise hieß es:

„Von seinem Kind zu erfahren, dass es sexuell belästigt wurde, ist zweifellos erschütternd ... Als erstes sollte das Kind gelobt werden, dass es den Mut aufgebracht hat, über das Geschehene zu sprechen. Auch muss ihm wiederholt versichert werden, dass man sein Bestes tun wird, es zu schützen, dass der Missbrauchende an dem Missbrauch schuld ist und nicht es selbst, dass es nicht „schlecht“ ist und dass man es liebt. 

Einige Fachleute raten, den Missbrauch so bald wie möglich bei den Behörden anzuzeigen. In manchen Ländern ist dies vom Gesetz her erforderlich.

Eltern müssen daher jegliche vernünftige Anstrengung unternehmen, um ihre Kinder zu schützen! Viele verantwortungsbewusste Eltern entscheiden sich, für das missbrauchte Kind professionelle Hilfe zu suchen. Wie bei jedem Arzt sollten Eltern sicherstellen, dass derjenige, an den sie sich um Hilfe wenden, ihre religiöse Überzeugung respektiert. Man muss seinem Kind helfen, das zerschlagene Selbstwertgefühl wiederaufzubauen, indem man ihm gegenüber immer wieder seine elterliche Liebe zum Ausdruck bringt.“

Und hier sind Auszüge aus der Wachtturm-Ausgabe vom 1. Januar 1997:

„Je nach Rechtslage in dem Land, in dem der Missbraucher lebt, kann es durchaus sein, dass er eine Gefängnisstrafe oder andere vom Staat verhängte Strafen verbüßen muss. Die Versammlung wird ihn davor nicht schützen.

Wer sich an Kindern vergeht, unterliegt daher strenger Zucht und Einschränkungen seitens der Versammlung. 

Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, dass er ein Kind sexuell missbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden.“

Zum Schluss kommend, wiederholen wir, dass Jehovas Zeugen sich nicht scheuen, die Menschen über Pädophilie zu informieren. Wir verabscheuen die Praktik und sind tätig, unsere Versammlungen von solch schädlichem Einfluss frei zu halten. Millionen Exemplare unserer Zeitschriften, die zahllose Artikel enthalten, die Kindesmissbrauch in jeder Form anprangern und statt dessen sichere, vertrauensvolle und starke familiäre Bindungen fördern, sind von unseren Mitgliedern gelesen und international in der Öffentlichkeit verbreitet worden. (Gegenwärtig hat der Wachtturm eine Verbreitung von über 23 Millionen Exemplaren pro Ausgabe, und bei Erwachet! sind es mehr als 20 Millionen.) Durch diese Zeitschriften und in anderer Weise bemühen sich Jehovas Zeugen, zur Sicherheit der Kinder und zum Aufbau starker familiärer Bindungen in der Gemeinde beizutragen.

J.R. BROWN

Leiter des Büros für Öffentlichkeitsarbeit

Jehovas Zeugen

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AP

Dienstag, 22. Januar, 2002

Klage behauptet, Jehovas-Zeugen-Kirche schütze Pädophile

Kirchensprecher J.R. Brown sagte, er könne den Prozess von Rodriguez nicht kommentieren, weil die Anwälte noch nicht die Unterlagen erhalten hätten.

Aber er sagte, es gebe keine Vorschrift, die die Benachrichtigung weltlicher Behörden von einem Verbrechen verhindere.

"Wir behandeln die Übertretung oder Sünde des Kindesmissbrauchs. Wir unterscheiden das von dem kriminellen Aspekt", sagte Brown. "Unser Ansicht ist, die Kirche behandelt die Sünde, die weltliche Macht - Caesar, wenn Sie so wollen - behandelt strafrechtliches Verhalten."

Die Kirche - sie hat etwa sechs Millionen Mitglieder weltweit, darunter eine Million in den Vereinigten Staaten - fordert zwei Zeugen, weil die Bibel das fordert, um eine Sünde festzustellen, sagte er.

"Wo der Staat fordert, dass Anzeige erstattet wird, halten wir uns ganz daran", sagte er. "Wir haben eine Politik entworfen, um das Opfer von Kindesmissbrauch zu schützen; um unschuldige Kinder zu schützen und nicht zuzulassen, dass Pädophile bei uns herumgehen."

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THE SPOKANE REVIEW

Mittwoch, 23. Januar 2002

Klageschrift beschuldigt Kirche, Nährboden für sexuellen Missbrauch zu bieten

Kirchenvertreter bestreiten diese Anschuldigung.

In einem Interview aus seiner Wohnung in New York sagte Kirchensprecher J.R. Brown am Dienstag, den Ältesten würde gesagt, sie sollten sich an die Gesetze halten, die von Fachleuten forderten, alle Beschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs zu melden.

"Es sollte klar sein, die Kirche behandelt intern alle Sünden und Übertretungen", sagte er. "Wenn solche Sünden verbrecherisch sind, dann ist die Polizei an der Reihe."

Brown sagte, er könne sich speziell zu der Klage nicht äußern.

Brown, der Kirchensprecher, bestritt, dass Opfern davon abgeraten werde, Missbrauch oder andere Verbrechen anzuzeigen.

"Wir stellen klar, dass es am Einzelnen liegt, ob er Anzeige erstattet. Wissen Sie, manche entscheiden sich dagegen", sagte er. "Wir nehmen sie nicht in Zucht."

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UPI

Dienstag, 22. Januar 2002

Prozess wegen sexuellen Missbrauchs gegen Führer der Zeugen Jehovas angestrengt; New Yorker Zentrale der Religionsgemeinschaft als "nachlässig" bezeichnet

Keine Bemerkungen

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TRI-CITY HERALD

Mittwoch, 23. Januar 2002

Versammlung der Zeugen Jehovas in Othello in sexuellem Missbrauchsfall verklagt

Doch Wachtturm-Sprecher J.R. Brown, der die Klageschrift noch nicht gesehen hatte und nichts Spezielles darüber sagen konnte, meinte, die Kirche mische sich nicht ein, ob jemand ein Verbrechen anzeigt.

Er sagte, Kirchenälteste sollten Kontakt mit der Zentrale aufnehmen, wenn sie Fragen zu einem Fall haben.

"Wenn sie sich an uns wenden, sagen wir den Ältesten, ob sie in einem Bundesstaat leben, wo (die Anzeige von Pädophilie) erforderlich ist", sagte er. "Wir wollen sicherstellen, dass wir uns an die Gesetze halten."

Brown sagte, ihm sei bewusst, dass zahlreiche Fälle auf Internetseiten wie www.silentlambs.org oder www.freeminds.org eingestellt wurden und Einzelheiten über Pädophilie in der Zeugen-Jehovas-Kirche genannt wurden.

Aber er behauptet, die meisten der Geschichten seien von Leuten veröffentlicht worden, die damals in den 1980er Jahren missbraucht wurden, als die gesamte Gesellschaft mit dem Thema zu kämpfen hatte.

"Leider wurden wahrscheinlich viele Kinder missbraucht", sagte er.

Er sagte, die Kirche habe seither machtvolle Vorschriften erlassen, darunter, dass mutmaßliche oder überführte Pädophile keine Position in der Kirche haben dürften, dass sie nicht allein mit Kindern sein dürften und andere Einschränkungen.

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Seattle Times

Mittwoch, 23. Januar 2002

Kirche schützt Pädophile, klagt Opfer in Prozess an

J.R. Brown, ein Sprecher der Religionsgemeinschaft mit Sitz in Brooklyn, New York, sagte, er könne nichts zu der Klageschrift sagen, weil die Anwälte die Unterlagen noch nicht erhalten hätten.

Aber "wir haben Vorschriften erlassen, um Kinder vor Missbrauch zu schützen; um unschuldige Kinder zu schützen und nicht zuzulassen, dass Pädophile bei uns herumgehen", sagte er über die Kirche, die man offiziell als Watchtower Bible and Tract Society kennt.

Brown sagte, die Kirche - die etwa sechs Millionen Mitglieder weltweit hat, darunter eine Million in den Vereinigten Staaten - fordere zwei Zeugen, weil die Bibel dies für die Feststellung einer Sünde fordere.

"Wo der Staat fordert, dass Anzeige erstattet wird, halten wir uns ganz daran", sagte er.

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CNS News

Donnerstag, 24. Januar 2002

Kirche der Zeugen Jehovas beschuldigt, Kinderschänder zu verstecken

Vertreter der Kirche der Zeugen Jehovas in New York bestreiten, dass die Kirche kriminelle Aktivität verberge. "Wir haben keine solche Vorschriften. Unsere Vorschriften lassen zu, dass jeder, der die Sache bei den Behörden anzeigen möchte, das tun kann", sagte J.R. Brown, US-Sprecher der Organisation der Zeugen Jehovas. "Wir halten uns streng an die Vorschriften. Wir widersetzen uns in keiner Weise dem, dass die zuständigen Behörden benachrichtigt werden"

Brown sagte, er könne zwar nicht die Einzelheiten des Falles kommentieren, aber die Kirche befolge in solchen Fällen generell ihre Vorschriften.

"Wir folgen einer allgemeinen Politik, dass wir keinen Zeugen Jehovas juristisch unterstützen, der eines Verbrechens beschuldigt wird. Wir benutzen keine Spendengelder, um einen Zeugen Jehovas zu verteidigen, der eines Verbrechens beschuldigt wird", sagte Brown.

Doch Brown sagte, das Image der Kirche stehe nicht im Mittelpunkt.

"Wenn jemand meinen sollte, die Sorge um unsere Mittel sei größer als die um unschuldige Opfer, dann hat er einfach unrecht", sagte Brown. "Wie jede andere Organisation sorgen wir uns um unseren Ruf in der Öffentlichkeit. Wir sorgen uns um unsere Mittel, weil wir Spendenempfänger für ein gemeinnütziges Werk sind. Aber vor allem sind wir Diener Gottes, die darum besorgt sind, in schützender Weise und in geistigem Sinne als Hirten für die Versammlung tätig zu sein", sagte er.

"Wenn jemand von jemand anderem in der Versammlung missbraucht wurde, ob dieser nun ernannter Ältester ist oder nicht, wir sehen das als schreckliches Verbrechen an, das einem Kind oder jemand anderem angetan wird", sagte Brown.

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SACRAMENTO BEE

Samstag, 26. Januar 2002

Frau verklagt Zeugen Jehovas wegen sexuellem Missbrauch

Kirchenvertreter wollten zum Prozess von Rodriguez keinen Kommentar abgeben, sagten aber, sie würden Verbrechen bei den zuständigen Behörden anzeigen.

"Wir haben nichts dagegen, dass Verbrechen aufgeklärt werden", sagte J.R. Brown, Leiter des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der amerikanischen Organisation. "Wir widersprechen in keiner Weise der Art, wie Polizei und andere Behörden damit umgehen."

Doch Kirchenvertreter bestritten vehement Andersons Beschuldigung. "Das Zwei-Zeugen-Erfordernis betrifft die Behandlung von Übertretungen in der Kirche", sagte Brown. "Sie hat nichts damit zu tun, wie wir mit Verbrechen umgehen." "Wir sind eine aus Familien bestehende Kirche ... Wir lassen nicht zu, dass Täter damit ungeschoren davonkommen", sagte Brown.

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THE SPOKANE REVIEW

Sonntag, 27. Januar 2002

Spokane

Widerstrebender Zeuge fühlt sich verraten

Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, die von Kirchenältesten eines Fehlverhaltens für schuldig befunden wurden, können ausgeschlossen werden, sagte Kirchensprecher J.R. Brown in New York City. Wenn das geschieht, werden andere Mitglieder aufgefordert, den Umgang mit demjenigen einzustellen.

"Das ist ein biblischer Maßstab", sagte Brown. "Wir sind ziemlich streng, wenn es um die Auslegung der Bibel geht."

Brown sagte zwar, er könne die Klage nicht kommentieren, aber die Kirche habe in den vergangenen 20 Jahren mehrere Artikel veröffentlicht, in denen Mitglieder ermutigt wurden, sexuellen Missbrauch und Kinderschänder zu melden.

"Wir haben es mit Übertretungen und Sünden zu tun", sagte er. "Aber wenn es dabei um kriminelle Taten geht, sagen wir, das sollte den Behörden gemeldet werden."

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NEW YORK POST

Montag, 28. Januar 2002

KLAGESCHRIFT MACHT GELTEND, DASS JEHOVAS ZEUGEN KINDERSEX VERTUSCHEN

Ein Kirchensprecher bestand gestern darauf, die Kirche vertusche keinen Missbrauch.

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LOUISVILLE-COURIER

Mittwoch, 8. Mai 2002

Jehovas Zeugen handeln gegen Kritiker der Missbrauchspolitik

Das Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Zeugen Jehovas lehnte einen Kommentar speziell zu den vier Fällen ab und berief sich dabei auf Vorschriften zur Vertraulichkeit.

Führer der Watchtower Bible and Tract Society, wie die Organisation formell bekannt ist, haben diese Behauptungen bestritten und gesagt, sie würden alle Gesetze bezüglich einer Anzeige von Kindesmissbrauch befolgen und sich nicht in Ermittlungen der Polizei einmischen.

Sie sagen, in Bundesstaaten, in denen die Anzeige von Missbrauch keine Pflicht sei, zögen sie es vor, Schritte zu unternehmen, um Kinder zu schützen, und nicht zu verletzen, was sie als vertrauliche Gespräche zwischen Ältesten und Mitgliedern ansehen.

Kirchenvertreter sagen, sie gäben Ältesten vielleicht den Rat, Opfer aus Wohnungen mit Missbrauch ausziehen zu lassen oder sie an Sozialberater zu verweisen.

In ihrer Erklärung führte das Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Zeugen Jehovas biblische Zitate an, die besagten, Älteste müssten Kirchenstrafen anwenden, um "die Herde Gottes in ihrer Obhut zu hüten". ''Tatsächlich fordert die Heilige Schrift von ihnen, darauf zu achten, dass die Versammlung rein und geeint bleibt", hieß es in der Erklärung. ''Bei diesem Vorgehen wird nicht übereilt gehandelt.'' Das Ziel sei nicht, ein Mitglied auszuschließen, sondern die Anweisung des Apostels Paulus zu befolgen, zu versuchen, "einen solchen Menschen im Geist der Milde zurechtzubringen'', hieß es in der Erklärung.

In einer Klageschrift, die im Januar von Erica Rodriguez eingereicht wurde, die sagt, sie sei vor Jahren wiederholt von einem Kirchenmitglied missbraucht worden, wird behauptet, ein Ältester in ihrer früheren Versammlung in Washington habe ihr mit der Exkommunikation gedroht, falls sie ihren Schänder bei der Polizei anzeige.
Eine Wachtturm-Erklärung bestreitet dies und sagt, es gebe keine Sanktionen gegen jemanden, der zur Polizei gehen wolle, und Kirchenälteste und die Wachtturm-Gesellschaft hätten erst Jahre nach dem Missbrauch davon erfahren.

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PRESSEERKLÄRUNG

Zur sofortigen Veröffentlichung
8. Mai 2002
In Übereinstimmung mit dem, was die Bibel lehrt, hüten die Ältesten der Zeugen Jehovas "die Herde Gottes in ihrer Obhut". Sie haben das geistige Wohl eines jeden Versammlungsmitgliedes im Sinn (1. Petrus 5:2). Dieses Hirtenwerk geschieht vertraulich aus Respekt vor der Versammlung und dem/den betroffenen Einzelnen.
Die örtlichen Ältesten sind zwar um die geistige Gesundheit eines jeden Versammlungsmitgliedes besorgt, aber sie sind auch um das geistige Wohl der Versammlung als ganzer besorgt. Tatsächlich fordert die Heilige Schrift von ihnen, darauf zu achten, dass die Versammlung rein und geeint bleibt (1. Korinther 1:10). Bei diesem Vorgehen wird nicht übereilt gehandelt. Es ist nicht das Ziel der örtlichen Ältesten, jemanden aus der Versammlung zu entfernen. Vielmehr wird in Übereinstimmung mit den Worten des Paulus jede Anstrengung unternommen, zu "versuchen, einen solchen Menschen im Geist der Milde zurechtzubringen." - Galater 6:1.

Kontakt: J. R. Brown, Telefon: (718) 560-5600

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NEWSDAY-NY

Jehovas Zeugen machen sexuellen Missbrauch geltend

Mittwoch, 8. Mai 2002

Pandelo und die anderen sagen, sie ständen wegen ihrer Freimütigkeit, insbesondere zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen, im Visier.

Ein US-Sprecher der Zeugen Jehovas, die sagen, sie hätten weltweit sechs Millionen Mitglieder, bestritt die Beschuldigungen kategorisch.

"Sie können kein bekannter Sextäter sein und eine verantwortliche Stellung in der Organisation innehaben", sagte J.R. Brown, der Sprecher. "Wir haben starke und durchgreifende Vorschriften für die Behandlung sexuellen Missbrauchs, der stattfinden mag."

Der Sprecher der Zeugen Jehovas, Brown, sagte, bisher habe es nur eine Rechtsanhörung gegeben und es sei noch gegen niemanden etwas unternommen worden.

Bowen kämpft gegen die Exkommunikation wegen Kritik an den Zeugen

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NewsChannel 6

Bowen kämpft gegen die Exkommunikation wegen Kritik an den Zeugen

Mitglieder in Bowens altem Königreichssaal in Draffenville sagen, die Kirche verbiete ihnen nicht, Missbrauch anzuzeigen. Sie sagen, sie könnten Schändern den Rat geben, ihre Taten bei den Behörden anzuzeigen. Aber sie geben zu, dass sie den Mitgliedern davon abraten, es jemandem zu erzählen. "Unnötiges Geschwätz und, sagen wir, das Zurückhalten von Informationen vor denen, die ein Recht haben, sie zu kennen, isind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe", sagt der Zeuge Jehovas Bruce Waite.

J.R. Brown, US-Leiter der Wachtturm-PR-Abteilung, sagt, das Vorgehen gegen Bowen sei vertraulich.

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New York Post

VIER PERSONEN VOR ÄCHTUNG DURCH JEHOVAS ZEUGEN

Donnerstag, 9. Mai 2002

Ein Sprecher der Religionsgemeinschaft mit Sitz in Brooklyn bezeichnete die Behauptung als "absurd".
Beide Seiten stimmen zu, dass alle Zeugen - einschließlich der Verwandten der vier - selbst einen Ausschluss riskieren würden, wenn sie mit einem Ausgeschlossenen Kontakt hätten, außer unter gewissen Umständen.

Die vier glauben zwar, die bevorstehende Ausstrahlung der Sendung habe die Handlungsweise der Kirche in Gang gesetzt, aber Kirchensprecher J.R. Brown sagte, vor Dienstag habe die Kirchenzentrale nicht gewusst, dass diese Leute in der Sendung aufträten.

Er sagte auch, örtliche Versammlungen hätten entschieden, ihnen verschiedene geistige Vergehen vorzuwerfen.

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AP/CNN

Vier Zeugen Jehovas kämpfen gegen Handhabung der Kirche von Kindesmissbrauchsfällen

Donnerstag, 9. Mai 2002

In einer von ihrer Zentrale herausgegebenen Erklärung sagten die Zeugen Jehovas, von Kirchenführern werde "von der Heiligen Schrift gefordert, darauf zu achten, dass die Versammlung rein und geeint bleibe".

J.R. Brown, ein Sprecher der Religionsgemeinschaft, Eltern würden nicht von der Kirche bestraft, wenn sie in Fällen von Kindesmissbrauch zuerst zur Polizei gingen.

Und er sagte, jeder, der von einem Rechtskomitee des sexuellen Missbrauchs für schuldig befunden würde, werde aus allen verantwortlichen Positionen entfernt und könne nicht von Haus zu Haus missionieren, ohne dass ihn ein Mitzeuge begleite.

Steve Lyons, ein Ältester in Bowens Kirche in Draffenville mit etwa 60 Mitgliedern, sagte, Jehovas Zeugen seien zugänglich für Kindesmissbrauchsbeschuldigungen.

"Ich denke, wir tun das Möglichste", sagte er. "Wir halten uns an alle örtlichen Gesetze, wenn es um eine Anzeige geht. Wir tun unser Bestes, um Kinder selbst in Fällen zu schützen, wo der Missbrauch nur mutmaßlich stattgefunden hat."

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The Tullahoma News

Alarmschläger könnten Kirche und Familie verlieren

11. Mai 2002

In einem Interview mit der New York Post, sagte J.R. Brown, Sprecher der Zeugen Jehovas, die drohenden Gemeinschaftsentzüge hätten nichts mit dem Dateline-Interview zu tun und "die Kirchenzentrale hätte nicht gewusst, dass diese Leute in der Sendung aufträten."

Doch eine Nachforschung brachte mehr als sechs Ankündigungen über das Programm, Aktualisierungen und Namen im Internet zutage, alle mit Verbindung zu der Silentlambs- und der Watchtower-Webseite.

Brown sagte auch, die örtliche Versammlung hätte entschieden, ihnen verschiedene geistige Vergehen vorzuwerfen.

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Asbury Park Press

Missbrauchsfall führt zu Kirchenkampf

14. Mai 2002

Ein US-Sprecher der Zeugen Jehovas, David Semonian, führte Vorschriften zur Vertraulichkeit an und sagte, die Kirche könne nicht über Pandelos Fall sprechen. "Das Vorgehen mag sich gegen Sünden richten, die nichts mit öffentlichen Bemerkungen über sexuellen Missbrauch zu tun haben", sagte er.

Semonian sagte, die Kirche habe keine speziellen Vorschriften gegen Äußerungen in den Medien, aber sie könne etwas gegen diejenigen unternehmen, die die Einheit der Kirche zerreißen.

Semonian sagte, er habe nicht von dem Pandelo-Fall gewusst. Er sagte, jeder, der des Kindesmissbrauchs überführt sei, könne keine Machtsstellung in der Kirche innehaben und kein Werk der Kirche allein durchführen.

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Washington Post

Samstag, 11. Mai 2002;

Ächtung für Kritiker an Missbrauchspolitik zeichnet sich ab

J.R. Brown, nationaler Sprecher der Zeugen Jehovas, bestätigte, dass die vier zu Anhörungen einbestellt wurden, sagte aber, das Verfahren möge sich auf „Sünden“ konzentrieren, die zu den öffentlichen Bemerkungen über sexuellen Missbrauch in keiner Beziehung stehen. Näheres dazu sagte er nicht.

Die Rechtskomitees werden darüber befinden, ob den vieren „die Gemeinschaft entzogen wird“, wie die Gruppe einen Ausschluss nennt.

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Tennessean/ Nashville

Missbrauchsbeschuldigungen setzen Zeugen dem Risiko der Ächtung aus

Samstag, 5. November 2002

''Was sie (Anderson) behauptet, stimmt überhaupt nicht", sagte J.R. Brown, ein Sprecher der Watchtower Bible and Tract Society of New York Inc., der Körperschaft der Zeugen Jehovas.

Brown sagte, er habe mit Dateline ein Jahr lang über di Geschichte der Sendung gesprochen, aber er und andere Führer der Organisation hätten nicht gewusst, welche Mitglieder die Fernsehproduzenten interviewt hätten.

''Wir wissen nicht, was sie Dateline erzählt hat", sagte Brown über Anderson.

Die Folgen einer Exkommunikation seien aus einem ganz bestimmten Grund streng, sagte Brown. Man hoffe, die harte Isolation, die ausgeschlossene Mitglieder empfinden, werde sie in die Organisation zurückziehen.

Andere Mitglieder der Religionsgemeinschaft dürfen nicht mit ausgeschlossenen Mitgliedern sprechen. Sie können sie nicht im Laden grüßen oder mit ihnen essen. Gemeinsam in der Familie lebende Mitglieder können mit der Person reden, aber nie über geistige Themen.

''Unsere Statistiken zeigen, dass es viele Leute gibt, die jedes Jahr wieder aufgenommen werden", sagte Brown.

Brown sagte, die Zeugen Jehovas hätten strenge Vorschriften bei sexuellem Kindesmissbrauch. Wenn Eltern mit der Sorge zu Versammlungsführern kämen, ihr Kind werde missbraucht, dann folgten die Führer dem Gesetz des Bundesstaates, sagte er. Wenn das Gesetz des jeweiligen Bundesstaates von den Eltern eine Anzeige fordere, würden die Versammlungsleiter ihnen das sagen.

Personen in der Organisation, die des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden, unterliegen einer Anhörung wie die, die Anderson gestern aufsuchte, sagte Brown. Sie werden automatisch aus Führungspositionen entfernt und dürfen nicht ohne Anwesenheit anderer Mitglieder von Haus zu Haus gehen.

Anderson sagte, sie wüsste von vier Pädophilen in Versammlungen im mittleren Tennessee, die vor Ältesten gestanden hatten und nicht bestraft wurden. Sie sagte, die Ältesten seien mit dem, was sie wussten, nicht zu den Behörden gegangen.

Gestern gab es keine Möglichkeit, die Anschuldigungen, die Anderson erhob, zu bestätigen. Brown sagte, sie seien falsch. Ein Anruf beim zuständigen Bezirksstaatsanwalt gestern in dessen Wohnung führte nicht zu einem Rückruf.