silentlambs
PO BOX 311 , Calvert City , KY 42029
10. September 2002
Zweigkomitee
Watchtower
The Ridgeway
London, U.K. NW7 1RN
Liebe Brüder,
Ich
möchte um ein Treffen mit dem Zweigkomitee am 16. September
um 11:00 bitten. Um
die Wachtturm-Politik zu Kindesmissbrauch in Großbritannien
zu besprechen. Ich würde auch gerne sehen, wie wir
zusammenarbeiten können, um der leitenden Körperschaft in
den USA zu helfen, ihre Politik zu ändern, damit die Kinder
von Zeugen Jehovas besser geschützt werden.
Ich
erkenne, dass dies eine kurzfristige Benachrichtigung ist,
aber ich reise mehrere tausend Meilen, um in eurer Gegend zu
sein, und denke, unser Treffen könnte sehr produktiv sein.
„Unsere Haltung ist, dass die Behörden Verbrechen
behandeln, während die Ältesten mit Sünde zu tun haben.
Um einen Justizirrtum zu vermeiden, dürfen Älteste sich in
die weltlichen Untersuchungen eines Kindesmissbrauchs weder
einmischen, noch sie verhindern oder erschweren. Sie müssen
sicherstellen, dass die weltlichen Gesetze befolgt werden.
(Römer 13:1)
Aus diesem Grund sind sie angewiesen, sich mit der
Rechtsabteilung im Bethel in Verbindung zu setzen, wenn sie
von jemandem Informationen erhalten, der behauptet, dass ein
Kindesmissbrauch stattgefunden habe. Wenn jemand etwas
meldet, gibt die Rechtsabteilung Führung, um
sicherzustellen:
1.
Das mutmaßliche Opfer und weitere mögliche Opfer werden
vor möglichem Missbrauch geschützt.
2.
Es wird der Rat gegeben, das Verbrechen bei den zuständigen
Behörden anzuzeigen und sich an alle weiteren
‚rechtlichen Erfordernisse’ zu halten.
Dieser
Unterschied gibt Anlass zu folgenden Fragen:
1.
Warum werden die britischen Brüder und Schwestern
informiert, dass jeder Kindesmissbrauch bei den Behörden
anzuzeigen ist, wenn sie das in den USA nicht werden?
2.
Warum gab es neulich im Panorama-Programm im Juli mehrere Fälle,
die zeigten, dass genau das Gegenteil geschah, als Kinder
von Zeugen Jehovas in Großbritannien belästigt wurden?
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3.
Warum hat man das gegenüber den Opfern, die durch die
Wachtturm-Politik verletzt wurden, nicht eingeräumt oder
sich bei ihnen entschuldigt?
4.
Warum räumten verschiedene Polizeibeamte ein, dass Zeugen
Jehovas nicht mit ihnen zusammenarbeiteten, als
Kindesmissbrauch in Großbritannien untersucht wurde?
Fragen
wie diese verdienen eine ehrliche und christliche Antwort,
um der Öffentlichkeit erkennen zu helfen, wo die Wahrheit
lag. Es dient auch dazu,, den Mitzeugen sehen zu helfen,
dass der örtliche Zweig nichts zu verbergen hat und bereit
ist, für ihre Kinder zu tun, was recht ist.
Ich
freue mich vertrauensvoll auf unser Treffen. Wie die
leitende Körperschaft im Brief an alle Versammlungen vom
24. Mai 2002 erklärte: „Die moralische Reinheit der Versammlung bleibt weiterhin von entscheidendem Interesse für
den ‚treuen und verständigen Sklaven.‘“ (Matthäus
24:45) Dies
gibt mir die Hoffnung, dass wir eine produktive
Grundlage finden können, die leitende Körperschaft zu
ermuntern, den christlichen Lauf einzuschlagen und den
Schutz unserer Kinder in einer Religion, die den Anspruch
erhebt, der einzige Kanal zu Gott zu sein, an die höchste
Stelle zu setzen.
Danke
für eure Aufmerksamkeit und Grüße christlicher
Verbundenheit.
Hochachtungsvoll
William
H. Bowen
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Als nächstes der Brief, der mir am Tor des Bethel in Großbritannien direkt übergeben wurde:
WATCH TOWER
BIBLE AND TRACT SOCIETY OF BRITAIN
THE RIDGEWAY LONDON NW7 1RN
TELEPHONE 020 8906 2211
1.. September 2002
Herrn W. Bowen
P O Box 311
CALVERT CITY KY 42029
Sehr geehrter Herr Bowen,
Wir haben Ihren Brief, der das Datum 14. September 2002 trägt und in dem Sie ein Treffen mit dem Zweigkomitee in Großbritannien fordern, erhalten.
Das Zweigkomitee lehnt Ihr Angebot, sich mit ihm zu treffen, höflich ab. Es sieht keinen Grund, die Frage, die Sie in Ihrem Brief aufwerfen, zu besprechen. Die Haltung der Zeugen Jehovas zu diesem ernsten Thema ist bereits in der Öffentlichkeit bekannt. Unsere Publikationen haben seit Jahren ständig und eindeutig in den Mittelpunkt gestellt, dass Kindesmissbrauch abscheulich und eine unannehmbare Praktik ist. Wir glauben sehr, dass die Opfer zusammen mit liebevoller persönlicher Unterstützung unser Mitgefühl brauchen und verdienen, und wir widmen uns bereits dem, zu tun, was wir können, um diese Hilfe zu leisten.
Hochachtungsvoll
Watch Tower B. & T. Society
O
F B R I T A I N
In England registrierte Gesellschaft Nr. 3858051• Nr. der Gemeinnützigkeit 1077061.
Registriertes Büro: IBSA House The Ridgeway London NW7 1RN Vereinigtes Königreich
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Es folgen Zitate aus meinem Gespräch am Bethel:
Mein Gespräch mit Wachtturm Großbritannien:
Ich gehe zur Pförtnerloge am Tor des Hauptbüros der IBSA England. Am Fenster dort in der Loge sind zwei Brüder.
Bill: Hallo, wie geht es? Ich frage mich, ob ich mit John Andrews sprechen kann.
(Die Brüder in der Pförtnerloge sehen zu Tode erschreckt aus)
Pförtnerloge: OK, danke.
Hinter mir am Türeingang kommt mir Mark Lee in blauem Hemd mit roter Krawatte entgegen.
Mark: Ah hallo, schön, Sie zu sehen. Und Sie sind Herr ...?
Bill: Bowen (an dieser Stelle strecke ich ihm meine Hand zum Gruß entgegen, er zögert ein paar Sekunden, doch danach gibt er einem Ausgeschlossenen die Hand)
Mark: Hallo, Herr Bowen
Bill: Bill Bowen
Mark: Richtig, haben Sie in Kentucky den Brief erhalten, den wir Ihnen geschickt haben?
Bill: Meine Frau hat ihn mir gestern Abend vorgelesen.
Mark: Richtig, darin wird erklärt, dass unser Mann für die Presse im Augenblick außer Landes ist. Sie können gern eine Verabredung treffen, um über die Dinge zu reden, die Ihnen Sorgen machen. Wir möchten Sie bitten, diese Verabredung mit unserem Pressemann zu treffen.
Bill: Also, in dem Brief, den ich schickte, bitte ich um ein Treffen heute um 11 Uhr. Das ist der verabredete Zeitpunkt.
Mark: Richtig, und auf diesen Brief haben wir geantwortet, dass Sie sich gern unsere Website ansehen können, wo unsere Haltung veröffentlicht ist. Sie können gern eine Verabredung mit unserem Pressemann treffen, aber er ist im Augenblick außer Landes, und wir haben niemanden so wie Herrn Andrews, der heute mit Ihnen sprechen kann.
Bill: Du meinst also nicht, ich könnte mich heute mit John treffen?
Mark: Nein, ich fürchte, dazu ist er nicht in der Lage.
Bill: OK, ich verstehe, und wie heißt du?
Mark: Äh, also (murmelt) ich heiße Mark, Mark Lee.
Bill: Mark Lee?
Mark: Richtig, ja.
Bill: OK, ich bin Bill Bowen, vielleicht weißt du, oder auch nicht, ich habe die Organisation Silentlambs, die Missbrauchsopfern bei Jehovas Zeugen hilft, und wir versuchen, Leuten die Hand zu reichen und ihnen dabei beizustehen, Kinderschänder anzuzeigen und sie zu befähigen, dass man ihnen glaubt, wenn sie sich mit ihren Anschuldigungen melden. Ich weiß, manchmal ist es beleidigend, auch nur daran zu denken, es gebe ein Problem mit Kindesmissbrauch in der Organisation, aber mit mir haben über 5000 Opfer von Kindesmissbrauch bei den Zeugen gesprochen oder Kontakt aufgenommen. (Mark unterbricht)
Mark: Richtig, aber ich bin heute wirklich nicht in der Lage, über Ihre Sorgen, die sie haben mögen, zu diskutieren. Mir liegen keine Informationen über spezielle Fälle vor, die Sie vielleicht im Auge haben.
Bill: Ich verstehe.
Mark: Ich denke, was wir wiederholen können, ist, dass Sie gerne eine Verabredung mit unserem Pressemann treffen können, dann sprechen wir gern über Ihre Sorgen. Ich denke, Sie stimmen mir zu, dass es nur fair ist, da eine Verabredung zu treffen.
Bill: Und wie soll ich dann eine Verabredung treffen?
Mark: Also, Sie können das gern per Telefon oder schriftlich machen.
Bill: OK
(Mark sieht in die Pförtnerloge hinter mir und sagt)
Mark: Kann ich bitte eine Kopie des Briefes haben da an der Seite?. Also, hier ist die Kopie. Die haben wir Ihnen, glaube ich, geschickt.
Bill: OK, sehrgut ... Nun also, wie ich sagte, das war in Amerika. Wenn ich einen Brief hier lassen dürfte?.
Mark: OK, gut, den nehmen wir gern, da haben wir kein Problem.
Bill: Und auch ein Lamm. (Mark sieht überrascht drein und sagt nervös: OK) Das ist so eine Art Symbol, die wir bei Königreichssälen und Zweigbüros auf der ganzen Welt abgeben.
Mark: OK
Bill: Hier (zeigt auf den Brief) ist die Rede davon, dass am 27. September in Brooklyn, New York, ein Marsch stattfindet, und es werden Brüder und Schwestern aus dem ganzen Land da sein, die im Grunde sagen werden, wir haben da ein Problem, das angesprochen werden muss. Also danke für die Zeit und deine Freundlichkeit. (An dieser Stelle strecke ich wieder meine Hand aus und bekomme schnell die Hand geschüttelt, der arme Mark hat zweimal einen Ausgeschlossenen angefasst, er wird sich eine Woche lang die Hände waschen müssen)
Mark: Also guten Tag, mein Herr, danke, dass Sie die Erklärung abgegeben haben, OK?
Bill: Sehr gut.
Mark: Einen schönen Tag noch.