Nun, ihr mögt sagen, dass wir eine wundervolle Zeit in Minnesota verbrachten. Ich fuhr am Montag dieser Woche nach St. Paul, Minnesota, um Jeff Anderson zu treffen und über die Klägerinnen zu sprechen, die die Wachtturm-Gesellschaft verklagen werden. Am Dienstag konnte ich erstmals Heidi Meyer sehen. Sie hat Dateline gesehen und danach mit mir Verbindung aufgenommen, und sie war motiviert wie viele weitere, aufzustehen und etwas daran zu ändern, dass sie von ihren örtlichen Ältesten zum Schweigen verurteilt wurde. Heidi berichtete, dass der Täter, der sie missbrauchte, bis zu zehn weitere kleine Mädchen missbraucht haben kann. Doch sie bleibt noch eine Zeugin Jehovas in gutem Ansehen und bereitet sich auf das Buchstudium vor. Zusammen mit Heidi gibt es eine „Jane Doe“, die lieber anonym bleiben will. Beide sind 22 Jahre alt und haben am Dienstag durch Jeff Andersons Kanzlei eine weitere Klage gegen die Wachtturm-Gesellschaft eingereicht. Das sind nun offiziell fünf Frauen, die mit der Wachtturm-Gesellschaft im Prozess liegen, weil sie sexuell belästigt wurden. 

Die Pressekonferenz fand in Andersons Kanzlei statt. Die Kanzlei nimmt eine ganze Etage in einem Hochhaus in St. Paul ein. Wir hofften, dass wenigstens zwei Kameras und eine Zeitung zur Pressekonferenz aufkreuzten. Als es auf 13:30 Uhr zuging, kam die Presse, und wir mussten warten, bis sie weitere Kameras aufgestellt hatten. Schließlich kamen wir, 15 Minuten zu spät, in einen riesigen Konferenzraum. Es liefen fünf Kameras für durch die Bank alle Fernsehmedien im Gebiet von Minneapolis. Die beiden wichtigsten Zeitungen waren da, des weiteren Associated Press und ein paar weitere Reporter, von denen ich nicht wusste, wo sie hingehörten. Wir erwarteten, dass die Pressekonferenz 15 Minuten dauern würde, doch dann dauerte sie eine Stunde. Die Reporter fragten einfach immer weiter; Fragen von der Art, wie sie J. R. Brown nicht beantworten kann, es sei denn, er händigt sein ein Jahr altes Video aus. Es war erstaunlich zu sehen, wie schnell sie begriffen, und dann die Verachtung und der Schock in ihren Gesichtern, als ihnen klar wurde, was die Wachtturm-Politik diesen schönen jungen Damen angetan hat. Nach der Konferenz war die Geschichte binnen 30 Minuten im Internet. Wir gingen zum Feiern hinaus und sahen uns selbst in einer örtlichen Kneipe im Fernsehen. Ein paar Leute kamen an unseren Tisch und fragten, ob wir das da im Fernsehen wären, und wir waren glücklich, ihnen die Grundlage für unseren Glauben erklären zu können … nein, einen Augenblick, wir haben vielmehr darüber geredet, wie Zeugenälteste in ihren Ortsversammlungen Kinderschänder versteckten. Jeder hatte Wertschätzung für das, was wir taten. Einer war so bewegt, dass er zum Gruß eine Tischrunde für uns ausgab. Es fehlen die Worte, den Ausdruck der Hoffnung und Bestätigung in den Augen dieser jungen Schwestern zu beschreiben. Sie waren keine schweigenden Lämmer mehr, sie hatten sich die Kraft von denen zurückgeholt, die sie ihnen geraubt hatten. Da war auch eine junge Schwester, die von mehr als 1.500 Meilen Entfernung herkam, als sie von den eingereichten Klagen hörte. Sie wollte nur zur Unterstützung da sein, sie hatte nie eine der anderen Schwestern gesehen, sie hat auch den Missbrauch durch einen Zeugen Jehovas überlebt. Es hat Herrn Anderson so sehr bewegt, sie hier zu sehen ... Nun, ich will nur sagen, dass man ihren Namen vielleicht bald aus einer der örtlichen Zeitungen erfährt, aber warum sollte sie zulassen, dass die Wachtturm-Gesellschaft weiß, wann und wo? 

Wie wir da so saßen und uns unterhielten, erwähnte ich, dass wir die Wachtturm-Gesellschaft wieder einmal geschlagen hatten. Ihr mögt euch daran erinnern, dass das ein Zitat in der Zeitung in Paducah war, als das Rechtskomitee nicht zur Verhandlung erschien. Ich fuhr fort zu sagen, wenn man sich die Ereignisse des vergangenen Jahres ansehe, dann scheine das zu einer Gewohnheit zu werden. Immer wieder, wenn sie ihre Fehlinformationen lancierten, explodierten sie vor ihrem Gesicht. Da bemerkte Heidi: „Nun, Bill, du weißt, was die Bibel sagt: ‚Wer seine Rute zurückhält, verdirbt die Organisation.’“ [Anm.d.Übers.: Spr. 13:24 leicht abgewandelt] Was kann es ein besseres Zitat als dieses geben, um Schluss zu machen? Ich denke, dass ich das an die Badezimmerwand schreiben werde: „Wer seine Rute zurückhält, verdirbt die Organisation.“ 

Untenstehend die Artikel, die ich dazu finden konnte. Wenn ihr weitere findet, schickt sie mir, und ich werde sie auf die Silentlambs-Liste setzen. Bitte vergesst nicht, an die Reporter und die Herausgeber dieser Zeitungen zu schreiben und euch für ihre Mühe zu bedanken. 

Grüße,

Bill

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Frauen sagen aus, von Zeugen Jehovas missbraucht zu sein

http://www.startribune.com/stories/462/3033760.html

Paul McEnroe

Star Tribune, Erscheinungsdatum: 3. Juli 2002

Zwei Frauen, die anführten, sie seien als Kinder von einem Mitglied des Königreichssaales der Kirche der Zeugen Jehovas in Annandale, Minnesota, missbraucht worden, reichten am Dienstag im Gericht von Wright County Klage ein.

Die Frauen behaupten, sie seien verschiedene Male von Derek Lindala aus South Haven, Minnesota, missbraucht worden, während sie auf kirchlichen Ausflügen und im Haus von Lindalas Eltern waren. Der Missbrauch ereignete sich dem Vernehmen nach in den späten 1980er bis in die frühen 1990er Jahre. Lindala war nicht für einen Kommentar erreichbar.

Eine der Frauen, Heidi Meyer, 22, sagte am Dienstag während einer Pressekonferenz, sie sei zwischen 10 und 12 Jahre alt gewesen, als Lindala sie viele Male sexuell belästigt habe. Sie sagte, als sie den Ältesten berichtete, dass sie missbraucht worden war, hätten die Ältesten sie angewiesen, ruhig zu sein, wenn sie nicht von den anderen Kirchenmitgliedern geächtet werden und die Zugehörigkeit zur Versammlung verlieren wolle.

Die andere Frau, die Klage einreichte, fordert für sich, anonym zu belieben; für den Prozess trägt sie den Namen Jane Doe. Beide Frauen leben in den westlichen Vororten von Twin Cities.

Lindala ist in Wright County nicht vorbestraft, so Sheriff Gary Wright.  Er sagte, er könne nicht kommentieren, ob im Zusammenhang mit den Anschuldigungen ein Strafverfahren eröffnet werde. Doch Jeff Anderson, der Anwalt, der die Frauen vertritt, sagte, seine Mandanten hätten ihm gesagt, sie hätten den Fall vor zwei Wochen bei den Untersuchungsbeamten des Sheriffs angezeigt.

„Ich wurde wiederholt von einem Mitglied missbraucht, das weiter in gutem Ansehen bleiben durfte“, sagte Meyer. „Ich meldete mich, und die Ältesten der Kirche entschieden, dass ich den ganzen Vorfall falsch auslegte. Sie sagten, wenn ich die Stimme erheben würde, müsste ich damit rechnen, wegen Verbreitung von Verleumdung und Geschwätz vor ein Rechtskomitee zu kommen. Das ist eine sehr machtvolle Drohung.“

Anderson, der bereits Klagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester und Führer der Mormonenkirche eingereicht hat, griff die landesweite Organisation der Zeugen Jehovas, die Watchtower Bible and Tract Society of New York, an und sagte, ihre Politik sei es, dass sich Personen, die behaupten, missbraucht worden zu sein, den Ältesten entgegenstellen müssten.

Die Reaktion der Kirche

Wenn jemand einen anderen des Missbrauchs beschuldigt, sprechen die Ältesten in einem Kirchentribunal mit jeder Seite und entscheiden, wer die Wahrheit sagt, sagte Anderson. Solch eine Politik sei einschüchternd, besonders für Kinder, meinte er.

In einer auf die Einreichung der Klage folgenden Erklärung bestritten Kirchenälteste in der New Yorker Zentrale, Sexmonster in den Versammlungen zu schützen. „Wir verabscheuen den sexuellen Missbrauch an Kindern und werden keinen Täter vor den Folgen dieser großen und perversen Sünde schützen“, hieß es in der Erklärung.

Bill Bowen, ein Zeugen-Jehovas-Ältester aus Kentucky, dessen gemeinnützige Organisation Opfern sexuellen Missbrauchs in der Kirche beisteht, sagte, Tausende von Mitgliedern hätten sich an seine Organisation um Rat gewandt.

„Sie leben in absolutem Entsetzen, falls sie mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit gehen“, sagte Bowen. „Leute wie Heidi Meyer sind Helden.“

  Paul McEnroe ist erreichbar unter pmcenroe@startribune.com .

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http://www.cnn.com/2002/LAW/07/02/jehovahs.witness.lawsuit.ap/index.html

Klage macht sexuellen Missbrauch unter Jehovas Zeugen geltend

ST. PAUL, Minnesota (AP) – Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend, dass Älteste der Kirche ihnen gesagt hätten, sie sollten über den sexuellen Missbrauch durch ein Mitglied schweigen.

Das Kirchenmitglied, das die Frauen mutmaßlich missbrauchte, als sie Kinder waren, wird in der Klage auch genannt. In der Klage werden über 50.000 Dollar Schmerzensgeld für jede der beiden heute 22-Jährigen Frauen gefordert.

Niemand nahm am Dienstag in der Kirche in Annandale, etwa 60 Meilen nordwestlich von Twin Cities, den Telefonhörer ab. Vertreter der Mutterorganisation, der Watchtower Bible and Tract Society in New York, lehnten einen Kommentar ab.

In der Klage wird geltend gemacht, dass Derek Lindala, 30, ein Mädchen wiederholt missbrauchte, als sie zwischen 11 und 13 Jahre alt war, und ein weiteres Mädchen im Jahre 1990. Beide Frauen sagen, sie hätten es den Versammlungsältesten gesagt, man habe ihnen aber gesagt, sie sollten Stillschweigen wahren. Die Polizei wurde nicht benachrichtigt. Lindala, dessen Onkel Ältester in der Kirche ist, antwortete am Dienstag nicht.

Eine Klägerin reichte ihre Klage unter dem Namen Jane Doe ein. Die andere, Heidi Meyer aus Minneapolis, kündigte die Klage auf einer Pressekonferenz an. „Mit diesem Geheimnis zu leben, war sehr schwer“, sagte Meyer. „Das ist traumatisch.“ Die Kirchenältesten hätten ihr, so Meyer, gesagt, sie habe Lindalas Verhalten falsch ausgelegt, und weil es keine zwei Augenzeugen gebe, könnten ihre Bemerkungen als Verleumdung oder Geschwätz angesehen werden. Die andere Frau macht geltend, Lindala habe sie sexuell belästigt, als sie die Nacht im Hause seiner Familie verbrachte.

Die Frauen gehören der Kirche nicht mehr an.

Copyright 2002 The Associated Press. Alle Rechte vorbehalten. Veröffentlichung, Sendung, Umschreiben oder Verbreiten untersagt.

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Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas 

 The Associated Press, Dienstag, 2. Juli 2002

http://cgi.worldnews.com/?action=display&article=14438851&template=worldnews/search.txt&index=recent

ST. PAUL, Minn. (AP) —
Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend, dass Älteste der Kirche ihnen gesagt hätten, sie sollten über den sexuellen Missbrauch durch ein Mitglied schweigen.

Das Kirchenmitglied, das die Frauen mutmaßlich missbrauchte, als sie Kinder waren, wird in der Klage auch genannt. In der Klage werden über 50.000 Dollar Schmerzensgeld für jede der beiden heute 22-Jährigen Frauen gefordert.

Niemand nahm am Dienstag in der Kirche in Annandale, etwa 60 Meilen nordwestlich von Twin Cities, den Telefonhörer ab. Vertreter der Mutterorganisation, der Watchtower Bible and Tract Society in New York, lehnten einen Kommentar ab.

In der Klage wird geltend gemacht, dass Derek Lindala, 30, ein Mädchen wiederholt missbrauchte, als sie zwischen 11 und 13 Jahre alt war, und ein weiteres Mädchen im Jahre 1990. Beide Frauen sagen, sie hätten es den Versammlungsältesten gesagt, man habe ihnen aber gesagt, sie sollten Stillschweigen wahren. Die Polizei wurde nicht benachrichtigt. Lindala, dessen Onkel Ältester in der Kirche ist, antwortete am Dienstag nicht.

Eine Klägerin reichte ihre Klage unter dem Namen Jane Doe ein. Die andere, Heidi Meyer aus Minneapolis, kündigte die Klage auf einer Pressekonferenz an. „Mit diesem Geheimnis zu leben, war sehr schwer“, sagte Meyer. „Das ist traumatisch.“ Die Kirchenältesten hätten ihr, so Meyer, gesagt, sie habe Lindalas Verhalten falsch ausgelegt, und weil es keine zwei Augenzeugen gebe, könnten ihre Bemerkungen als Verleumdung oder Geschwätz angesehen werden. Die andere Frau macht geltend, Lindala habe sie sexuell belästigt, als sie die Nacht im Hause seiner Familie verbrachte.

Die Frauen gehören der Kirche nicht mehr an.   

Las Vegas SUN

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2. Juli 2002

Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas 

http://www.lasvegassun.com/sunbin/stories/text/2002/jul/02/070203038.html

ST. PAUL, Minn.- Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend, dass Älteste der Kirche ihnen gesagt hätten, sie sollten über den sexuellen Missbrauch durch ein Mitglied schweigen.

Das Kirchenmitglied, das die Frauen mutmaßlich missbrauchte, als sie Kinder waren, wird in der Klage auch genannt. In der Klage werden über 50.000 Dollar Schmerzensgeld für jede der beiden heute 22-Jährigen Frauen gefordert.

Niemand nahm am Dienstag in der Kirche in Annandale, etwa 60 Meilen nordwestlich von Twin Cities, den Telefonhörer ab. Vertreter der Mutterorganisation, der Watchtower Bible and Tract Society in New York, lehnten einen Kommentar ab.

In der Klage wird geltend gemacht, dass Derek Lindala, 30, ein Mädchen wiederholt missbrauchte, als sie zwischen 11 und 13 Jahre alt war, und ein weiteres Mädchen im Jahre 1990. Beide Frauen sagen, sie hätten es den Versammlungsältesten gesagt, man habe ihnen aber gesagt, sie sollten Stillschweigen wahren. Die Polizei wurde nicht benachrichtigt. Lindala, dessen Onkel Ältester in der Kirche ist, antwortete am Dienstag nicht.

Eine Klägerin reichte ihre Klage unter dem Namen Jane Doe ein. Die andere, Heidi Meyer aus Minneapolis, kündigte die Klage auf einer Pressekonferenz an. „Mit diesem Geheimnis zu leben, war sehr schwer“, sagte Meyer. „Das ist traumatisch.“ Die Kirchenältesten hätten ihr, so Meyer, gesagt, sie habe Lindalas Verhalten falsch ausgelegt, und weil es keine zwei Augenzeugen gebe, könnten ihre Bemerkungen als Verleumdung oder Geschwätz angesehen werden. Die andere Frau macht geltend, Lindala habe sie sexuell belästigt, als sie die Nacht im Hause seiner Familie verbrachte.

Die Frauen gehören der Kirche nicht mehr an.

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Zwei Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas  
von Associated Press ST.
PAUL, Minn. (AP) - Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche ...
Missoulian   Mittwoch, 3. Juli 2002, 15:22:00 UHR

Zwei Klagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen Zeugen Jehovas...  
Kein Auszug verfügbar
Star Tribune   Mittwoch, 3. Juli 2002, 05:54:00  UHR

Zwei Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas
ST.
PAUL, Minn. (AP) -- Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend ...
AP via New Jersey Online   Mittwoch, 3. Juli 2002, 01:47:00 UHR

Zwei Klagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen Zeugen Jehovas...  
Nach diesen Vorfällen, sagt Jeffrey Anderson aus St. Paul, der Anwalt der Frauen, seien die Frauen zu den Ältesten gegangen, und diese hätten erzählt, ...
Pioneer Planet   Mittwoch, 3. Juli 2002, 01:07:00 UHR

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http://www.twincities.com/mld/pioneerpress/3588212.htm

Zwei Frauen klagen wegen sexuellem Missbrauch gegen Versammlung der Zeugen Jehovas

von STEPHEN SCOTT
Redakteur für den Bereich Religion

Zwei Frauen reichten am Dienstag eine Klage ein, in der geltend gemacht wird, sie seien als junge Mädchen von einem Mitglied einer Versammlung der Zeugen Jehovas in Annandale, Minnesota, missbraucht worden.

Die Frauen aus Twin Cities, beide heute 22, sagen, die Grundsätze der Religionsgemeinschaft machten es praktisch unmöglich, dass Opfer sich melden, weil mindestens zwei Augenzeugen benötigt werden, um irgendein Vergehen zu untermauern.

„Nach diesen Vorfällen“, sagte Jeffrey Anderson aus St. Paul, der Anwalt der Klägerinnen, „sind diese Frauen zu den Ältesten gegangen, und man hat ihnen erzählt: ‚Wir glauben euch wirklich nicht, weil wir zwei Zeugen dafür brauchen, dass es geschehen ist, und wenn es die beiden nicht gibt, dann legt ihr falsches Zeugnis ab.’“

Infrage steht das Bibelverständnis der Zeugen Jehovas, besonders von 5. Mose 19:15, wo es heißt, ein einzelner Zeuge genüge nicht, jemanden eines Verbrechens oder Fehlverhaltens zu überführen.

Obwohl die Zeugen Jehovas nicht jede Bibelstelle wörtlich auslegen, gründen sie ihren Glauben allein auf die Lehrsätze der Bibel.

„Wenn der Beschuldigte … die Anschuldigung bestreitet und niemand sonst da ist, der sie untermauern kann, können die Ältesten der Versammlung zu diesem Zeitpunkt nichts unternehmen,“ heißt es in der offiziellen Erklärung der Gruppe, Jehovas Zeugen und der Schutz der Kinder.

Beide Klägerinnen machen geltend, während sie zwischen 10 und 12 Jahren alt waren, habe ein männliches Mitglied der Versammlung, das acht Jahre älter war, an ihnen herumgefummelt.

Als Beklagte werden genannt: Derek Lindala, 30, aus South Haven, Minnesota, der die Mädchen mutmaßlich bei verschiedenen Gelegenheiten im Haus seiner Familie oder bei kirchlichen Aktivitäten befummelt hat; die Versammlung Annandale und die Watchtower Bible and Tract Society of New York, die Rechtskörperschaft der Zentrale der Zeugen Jehovas.

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 http://www.guardian.co.uk/uslatest/story/0,1282,-1851957,00.html

Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas 


Mittwoch, 3. Juli 2002, 1:10 Uhr

ST. PAUL, Minn. (AP) - Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend, dass Älteste der Kirche ihnen gesagt hätten, sie sollten über den sexuellen Missbrauch durch ein Mitglied schweigen.

Das Kirchenmitglied, das die Frauen mutmaßlich missbrauchte, als sie Kinder waren, wird in der Klage auch genannt. In der Klage werden über 50.000 Dollar Schmerzensgeld für jede der beiden heute 22-Jährigen Frauen gefordert.

Niemand nahm am Dienstag in der Kirche in Annandale, etwa 60 Meilen nordwestlich von Twin Cities, den Telefonhörer ab. Vertreter der Mutterorganisation, der Watchtower Bible and Tract Society in New York, lehnten einen Kommentar ab.

In der Klage wird geltend gemacht, dass Derek Lindala, 30, ein Mädchen wiederholt missbrauchte, als sie zwischen 11 und 13 Jahre alt war, und ein weiteres Mädchen im Jahre 1990. Beide Frauen sagen, sie hätten es den Versammlungsältesten gesagt, man habe ihnen aber gesagt, sie sollten Stillschweigen wahren. Die Polizei wurde nicht benachrichtigt. Lindala, dessen Onkel Ältester in der Kirche ist, antwortete am Dienstag nicht.

Eine Klägerin reichte ihre Klage unter dem Namen Jane Doe ein. Die andere, Heidi Meyer aus Minneapolis, kündigte die Klage auf einer Pressekonferenz an. „Mit diesem Geheimnis zu leben, war sehr schwer“, sagte Meyer. „Das ist traumatisch.“ Die Kirchenältesten hätten ihr, so Meyer, gesagt, sie habe Lindalas Verhalten falsch ausgelegt, und weil es keine zwei Augenzeugen gebe, könnten ihre Bemerkungen als Verleumdung oder Geschwätz angesehen werden. Die andere Frau macht geltend, Lindala habe sie sexuell belästigt, als sie die Nacht im Hause seiner Familie verbrachte.

Die Frauen gehören der Kirche nicht mehr an.

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Frauen aus Minnesota verklagen Zeugen Jehovas  - Miami Herald

Zwei Frauen aus Minnesota verklagen Zeugen Jehova – sie machen geltend ... 
ST.
PAUL, Minn. (AP) -- Zwei Frauen verklagten Dienstag ihre Versammlung der Zeugen Jehovas und die Mutterorganisation der Kirche. Sie machen geltend ...
AP per New Jersey Online   Mittwoch,, 3. Juli 2002, 01:47:00 Uhr

Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas
http://www.kstp.com/article/view/23942/

Veröffentlicht: 2. Juli 2002, 15:26 Uhr
von ASHLEY H. GRANT
Associated Press

ST. PAUL (AP) – Zwei Frauen aus Minnesota, die sagen, sie seien von einem Zeugen Jehovas sexuell missbraucht worden, reichten am Dienstag eine Klage gegen ihn, gegen ihre Versammlung und gegen die Mutterorganisation der Kirche in New York ein.

In der Klage, eingereicht beim Bezirksgericht von Wright County, westlich von Twin Cities, wird ein Schmerzensgeld von über 50.000 Dollar verlangt. Drei Führer der Ortsversammlung werden in der Klage namentlich genannt, sind aber keine Beklagten.

Heidi Meyer, 22, aus Minneapolis, macht in der Klage geltend, Derek Lindala, ein Mitglied der Versammlung in Annandale, Minnesota, habe sie sexuell belästigt, als sie im Alter von 11 bis 13 Jahren war. Das andere mutmaßliche Opfer, das anonym bleiben möchte und als „Jane Doe“ ebenfalls 22, klagt, behauptet, Lindala habe sie im oder um das Jahr 1990 herum missbraucht. Beide Frauen sagen, sie hätten den Versammlungsältesten von dem mutmaßlichen Missbrauch erzählt, man habe ihnen aber gesagt, sie sollten still sein. Die Polizei wurde nicht benachrichtigt.

Lindala hat auf eine telefonische Nachricht mit der Bitte um einen Kommentar nicht sofort reagiert. Niemand hat in der Kirche in Annandale den Hörer abgenommen. Vertreter der Mutterorganisation, der Watchtower Bible and Tract Society in New York, sagten, sie hätten unmittelbar nichts zu sagen

„Ich wurde während zwei Jahren wiederholt sexuell belästigt“, sagte Meyer. Aber sie sagte, die Ältesten hätten entschieden, sie habe Lindalas Verhalten „falsch ausgelegt“. Sie sagte, die Kirchenvertreter hätten ihr erzählt, weil es für den mutmaßlichen Missbrauch keine zwei Augenzeugen gäbe, könnte jede Bemerkung, die sie machte, als Verleumdung oder Geschwätz angesehen werden, und dann könnte sie aus der Kirche ausgeschlossen werden.

Doe berichtete eine ähnliche Geschichte. Sie sagte, Lindala habe sie nur einmal sexuell belästigt, als sie eine Nacht im Haus seiner Familie mit einer seiner Schwestern verbrachte. Sie sagte auch, die Ältesten hätten ihr Behauptungen beiseitegefegt und sie sogar beschuldigt, sie habe sich verführerisch angezogen. Lindala ist acht Jahre älter als die beiden Frauen. Er sei immer noch ein aktives Mitglied der Kirche, sagten sie, aber keine von ihnen beiden gehe mehr dorthin.

Meyer sagte, sie habe es ihren Eltern nicht vor der Klageeinreichung erzählt. Sie sagte, sie habe vor, es ihnen später am Dienstag zu erzählen. „Ich erwarte, dass sie sich sehr verletzt und getäuscht fühlen“, sagte sie.

Bei der Pressekonferenz sprach auch William Bowen, ein Zeuge Jehovas und ehemaliger Ältester aus Draffenville, Kentucky, der eine Selbsthilfegruppe mit einer Website für Leute betreibt, die von Zeugen Jehovas sexuell belästigt wurden. Bowen sagte, über 5.000 Opfer hätten Verbindung mit ihm aufgenommen, die Hilfe brauchten oder sich melden wollten. „Viele dieser Opfer leben in völligem Entsetzen“, sagte er.

Jehovas Zeugen versuchen, so die Klageschrift, alle Dinge intern zu halten. Doch Bowen sagte, die Ältesten seien nicht gerüstet, mit Dingen wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern umzugehen. Der Anwalt der Frauen, Jeff Anderson aus St. Paul, sagte, er habe Anrufe von mehr als 100 Leuten erhalten, die behaupteten, sie seien von Jehovas Zeugen missbraucht worden. Mit der Klage werde zwar nur für Meyer und Doe Schmerzensgeld gefordert, sagte er, aber der Grund für die Klage sei wichtiger. Er möchte, dass die Kirche die Art und Weise ändert, wie sie mit solchen Fällen umgeht. „Das stellt sie bloß“, sagte Anderson. Eine Handvoll weiterer Klagen gegen Jehovas Zeugen sind im ganzen Land anhängig, darunter in den Bundesstaaten Washington und New Hampshire.

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 Frauen aus Minnesota verklagen die Zeugen Jehovas
http://www.kare11.com/news/news-article.asp?NEWS_ID=32911

Zwei Frauen aus Minnesota reichten eine Klage ein, in der sie geltend machten, dass sie von einem Zeugen Jehovas belästigt wurden. Eine 22-Jährige Frau aus Minneapolis behauptet, ein Mitglied der Versammlung Annandale habe sie wiederholt sexuell belästigt, als sie zwischen 11 und 13 Jahre alt war. Heidi Meyer sagte, sie habe Warnungen von Kirchenältesten ignoriert, als sie beschloss, mit ihrer Jahrzehnte alten Missbrauchsgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

„Sie entschieden, ich hätte den ganzen Vorfall falsch ausgelegt“, sagte Heidi Meyer und fügte hinzu, man habe ihr gesagt, sie ‚müsse vorsichtig sein mit dem, was sie darüber sage, weil sie keine zwei Augenzeugen für den Vorfall hatte.’ Meyer sagt, sie sei mit dem Angreifer alleine gewesen, als es geschah. Die Zeugen Jehovas glauben an eine Auslegung einer Bibelstelle, in der zwei Zeugen für ein Verbrechen gefordert werden. Diese Vorschrift, sagt ein früherer Zeugenältester, der heute eine Website für Missbrauchsopfer betreibt, lasse Pädophilen freie Hand. „Ich nenne das ein Pädophilenparadies. Diese Leute lassen zu, dass Kindern Schaden zugefügt wird, und es sind die Opfer, die leiden. Es sind die Schreie dieser Opfer“, sagte der frühere Kirchenälteste William Bowen. Aber immer mehr Leute, die behaupten, missbraucht worden zu sein, gehen vor Gericht.

Jeff Anderson, ein Anwalt, der bekannt ist für seine Klagen gegen mutmaßliche Missbrauchstäter in der katholischen Geistlichkeit, ist jetzt bereit, es mit den Zeugen Jehovas aufzunehmen. Er sagt, die Führer beider Kirchen seien sich auf eine bestürzende Weise ähnlich. „Sie sind patriarchalisch, sie sind hierarchisch, und sie schützen die Mitglieder ihrer Kirche, die alle männlich sind“, sagt er. Diese Männer, früher einmal verehrt, ließen Heidi Meyer im Stich. Sie sagt, als sie sich an sie um Hilfe wandte, hätten sie sie abgewiesen. „Ich habe wirklich ihre Unterstützung, ihren Trost und ihr Bemühen als Hirten erwartet – und ich bekam nichts davon, absolut nichts“, sagt Meyer. Der Klage von Meyer hat sich eine zweite Klägerin angeschlossen, auch 22, die behauptet, derselbe Mann habe sie vor 12 Jahren sexuell belästigt.

Vertreter der Mutterorganisation der Kirche, der Watchtower Bible and Tract Society in New York gaben eine Erklärung heraus, in der es heißt:. „Wir verabscheuen den sexuellen Missbrauch an Kindern und werden keinen Täter vor den Folgen dieser großen und perversen Sünde schützen.“

Die Frauen verlangen in der beim Bezirksgericht von Wright County eingereichten Klage jeweils über 50.000 Dollar Schmerzensgeld. Als Beklagte sind benannt der mutmaßliche Missbrauchstäter, die Versammlung Annandale und die Mutterorganisation der Kirche in New York. Die zweite Frau sagt, sie habe ebenfalls den Versammlungsältesten von dem mutmaßlichen Missbrauch berichtet, und man habe ihr auch gesagt, sie solle still sein. In keinem der beiden Fälle wurde die Polizei benachrichtigt

Es ist versucht worden, den mutmaßlichen Missbrauchstäter für einen Kommentar zu erreichen. Er hat bis jetzt noch nicht reagiert. KARE TV enthüllt zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Namen des mutmaßlichen Täters nicht, teilweise, weil ihm kein Strafprozess droht und zum anderen Teil, weil er nicht die Gelegenheit hatte, auf die Anschuldigungen zu antworten.

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