Von: info@silentlambs.org

Samstag, 29. Juni 2002, 7:33 Uhr 

Geld aus dem weltweiten Werk für den Schutz Pädophiler ausgegeben 

Wie viele vielleicht wissen, reichte Erica Rodriguez/Garza im Januar diesen Jahres eine Klage gegen die Zentrale der Zeugen Jehovas ein, weil sie und ihre Familie nach der Anzeige gegen den später überführten Kinderschänder Manuel Beliz in grober Weise falsch behandelt wurde.  Als der ursprüngliche Fall eingereicht wurde, wurde er unbeabsichtigt unter einem falschen Gesetz für die Gerichte im Bundesstaat Washington eingereicht. Die Zeugen Jehovas beauftragten örtliche Anwaltskanzleien mit der Verteidigung ihrer Position gegenüber Erica. Wie sieht ihre Position aus? Manuel Beliz ist in allen Anklagepunkten unschuldig. In einer von den Wachtturm-Anwälten eingereichten schriftlichen Erklärung hat Bruder Beliz folgendermaßen seine Unschuld erklärt: „Ich bin in allen falschen Anklagepunkten frei von Schuld“, und die Wachtturm-Gesellschaft benutzt seine schriftliche Erklärung als Grundlage, Erica wiederum als Lügnerin zu bezeichnen. Es ist interessant, im Gerichtsprotokoll zu sehen, dass Bruder Beliz vor zwei Justizbeamten gestanden hatte, Erica sexuell belästigt zu haben. Der vorsitzführende Aufseher der Versammlung von Beliz, John White, ließ in einer früheren Aussage vor Gericht erkennen, dass Beliz wegen Kinderschändung die Gemeinschaft entzogen wurde. Und jetzt möchten Wachtturm-Anwälte auf einmal die Lügen eines geständigen Kinderschänders benutzen, um ihren Fall gegen Erica zu verteidigen?   

Im Verlauf der erneuten, diesmal korrekten Klageeinreichung unter den richtigen Gesetzen wurde die ursprüngliche Klage abgewiesen, als die neuen Dokumente eingereicht wurden. Wie reagierte die Wachtturm-Gesellschaft?  Sie forderte annähernd 7.000 Dollar Anwaltsgebühren als Ersatz für die falsch eingereichte Klage. Das bedeutet, sie kann gegenüber dem Richter beweisen, 7.000 Dollar Gebühren für die Verteidigung von Manuel Beliz vor der Klage Ericas ausgegeben zu haben. Woher kam dieses Geld ursprünglich? Es sind die Spenden, die ihr für das „weltweite Werk“ der Zeugen Jehovas gebt. Abertausende an „Spendengeldern“ werden jedes Jahr ausgegeben, um Kinderschänder unter den Zeugen Jehovas zu verteidigen, während die Opfer nicht nur im Stillen leiden, sondern durch den unbegrenzten Missbrauch von Geldern aus dem „weltweiten Werk“, die der Organisation der Zeugen Jehovas gespendet werden, finanziell ausgetrocknet werden. Die tiefen Taschen mit diesen „Geldern“ sind ein beeindruckender Gegner, der besiegt werden muss, wenn ein Missbrauchsüberlebender sich bemüht, nach dem schrecklichen Missbrauch, den er unter der Wachtturm-Politik erlitten hat, Gerechtigkeit zu bekommen.      

Werden Erica und ihre Anwälte die 7.000 Dollar Gebühren, die die Wachtturm-Gesellschaft einfordert, wirklich zahlen müssen? Die Antwort ist nein. Üblicherweise wird kein Richter zulassen, dass solch eine hässliche, niederträchtige „Gebühr“ leichtfertig auf jemanden angewandt wird, der mit einer solchen gerechtfertigten Klage ankommt. Wiederum scheint die Bemerkung in Dateline über das „Pädophilenparadies“ in der Zeugengemeinde sehr lebendig und angemessen zu sein. Pädophile haben jetzt buchstäblich Millionen an Dollars aus „Spendengeldern“ zu ihrer Verfügung, wenn sie sich nur eben als Zeugen Jehovas taufen lassen. Selbst wenn sie gestehen, Kinder sexuell belästigt zu haben, ist die Kirche mehr als glücklich, jeden notwendigen Betrag auszugeben, um zu verhindern, dass Missbrauchsopfer Schadensersatz oder Schmerzensgeld bekommen.   

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