WATCHTOWER BIBLE AND TRACT SOCIETY OF NEW YORK, INC.
25 COLUMBIA HEIGHTS. BROOKLYN. NEW YORK 11201-2483. U.SA PHONE (718) 560-5000

ÄLTESTENSCHAFT

Liebe Brüder,

Wir haben euren Brief vom xxxxxx xx,xxxx bezüglich Bruder xxxx besprochen. Als Anlage findet ihr ein Formular S-52, das die Streichung von Bruder xxxxxx als Ältester zeigt.

Aus gutem Grund heißt es im Wachtturm vom 1. Januar 1997 auf Seite 29: "Doch ein getaufter erwachsener Christ, der sündigt, indem er ein Kind sexuell mißbraucht, offenbart eine unnatürliche Schwäche des Fleisches. Wie die Erfahrung zeigt, kann es durchaus vorkommen, daß ein solcher Erwachsener noch weitere Kinder mißbraucht. Wenn auch nicht jeder Mißbraucher diese Sünde wiederholt, ist das doch bei vielen der Fall. Und die Versammlung kann nicht in jemandes Herz schauen, um herauszufinden, wer dazu neigt, sich wiederholt an Kindern zu vergehen, und wer nicht (Jeremia 17:9). Daher hat folgender Rat, den Paulus an Timotheus richtete, im Fall getaufter Erwachsener, die Kinder sexuell mißbraucht haben, besonderes Gewicht: „Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht teil an den Sünden anderer" (1. Timotheus 5:22). Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, daß er ein Kind sexuell mißbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden." Daher sollte im Interesse der Versammlung und ihrer Glieder weder die Ortsversammlung noch die Gesellschaft als jemand angesehen werden, der jemandem Verantwortung überträgt ,der als Kinderschänder bekannt ist.

Nun, wo wir alle Faktoren im Fall von Bruder xxxxx xxxxx sorgfältig und gebetsvoll besprochen haben, glauben wir, dass das eben Gesagte auf ihn zutrifft. Daher solltet ihr ihm keine besonderen Verantwortlichkeiten übertragen, die als Zuteilungen aufgefasst werden könnten, obwohl einige davon als nebensächlich angesehen werden könnten. Er sollte keine Konten führen, Literatur und Zeitschriften ausgeben und Abonnements und Predigtgebiete bearbeiten. Er würde auch nicht als Hilfskraft oder Mikrofonträger einzusetzen, dürfte nicht die Beschallungsanlage bedienen, die Versammlung im Gebet vertreten oder "Bekanntmachungen" in der Dienstversammlung verlesen. Er würde nicht als Vorleser im Versammlungsbuchstudium oder beim Wachtturmstudium genommen, er könnte auch keine Zusammenkunft für den Predigtdienst leiten. Es wäre ratsam, kein Buchstudium in seinem Haus zu haben. Und er käme nicht als Hilfspionier oder allgemeiner Pionier in Frage. Hingegen könnte er freiwillig bei allgemeinen Arbeiten am Königsreichsaal, den er besucht, eingesetzt werden, es könnte aber keine Arbeit von ihm in anderen Königreichssälen oder Kongresshallen gutgeheißen werden. Er kann Aufgaben in der Theokratischen Predigtdienstschule halten und in Teilen der Dienstversammlung mitwirken, wo er nicht lehrt, vorausgesetzt dies stellt keinen Affront gegen Personen in der Versammlung dar, die von seinem früheren Fehlverhalten wissen.

Bitte denkt an die folgende Anweisung, die in dem vertraulichen Brief der Gesellschaft vom 14. März 1997 an alle Ältestenschaften bezüglich eines bekannten Kinderschänders steht: "Wer in dieser Hinsicht eine Schwäche gezeigt hat, sollte ein Empfinden für die Notwendigkeit haben, nicht mit Kindern allein zu sein. Er sollte davon Abstand nehmen, Kinder zu halten oder ihnen anderswie seine Zuneigung zu zeigen. Es wäre angemessen, wenn ein Ältester jedem eine freundliche Warnung zukommen lässt, der Dinge tut, die eine Versuchung für ihn oder Anlass zur Sorge für andere in der Versammlung sein können" (1. Korinther 10:12,32). Dies würde einschließen, dass er (andere als seine eigenen) Kinder nicht über Nacht zu sich nach Hause einladen darf, nicht mit einem Kind im Predigdienst tätig ist, keine Freundschaften mit Kindern pflegt und ähnliches.

Nachdem  einige Jahre vergangen sind, mögt ihr euch die Frage stellen, ob diesem Bruder gewisse Vorrechte übertragen werden können. Wenn er weiterhin ein lobenswertes Leben geführt hat, wenn es keine Klagen von seinem Opfer/seinen Opfern oder deren Verwandten gibt und wenn die Ältestenschaft zu dem Schluss kommt, dass niemand daran Anstoß nimmt, wenn er besondere Vorrechte geringerer Art in der Versammlung erhält, dann könnt ihr der Gesellschaft schreiben und eure Beobachtungen und Empfehlungen bekannt geben, die zeigen, wie ihr darüber denkt, ob er in der Versammlung gebraucht werden kann. Erklärt deutlich, wie derjenige/diejenigen, denen Unrecht getan wurde, und deren Verwandten denken und wie die Versammlung ihn heute ansieht. Ihr solltet erst die Anweisung der Gesellschaft erhalten haben, ehe ihr ihm gewisse Vorrechte übertragt.

Wir senden euch herzliche Grüße christlicher Liebe. Eure Brüder,

Watchtower Bible and Tract Society

of New York, Inc.