Ein Bruder schreibt:

 

2. Juli 2002 

 

Watchtower

25 Columbia Heights

Brooklyn NY. 11201

 

Liebe Brüder,

 

Ich mache mir Sorge wegen kürzlich geschehener Dinge, die sich um das Pädophilenproblem innerhalb der Wachtturm-Gesellschaft drehen. Ich weiß sehr wohl, dass es in der Bibel Dinge gibt, die auf unsere heutige Zeit zutreffen, aber ich verstehe nicht, wie ihr die "Zwei-Augenzeugen-Regel" hernehmen könnt, um eure Haltung zu dem wichtigen Problem des Kindesmissbrauchs zu rechtfertigen. Auch wenn Kinderschänder in der Versammlung bleiben dürfen, sollten sie nicht von Haus zu Haus gehen dürfen. Sie haben unreine Gedanken und sollten Hilfe erhalten, ehe sie wieder predigen gehen dürfen. MACHT ES WENIGSTENS SCHWERER FÜR DIESE LEUTE, WIEDER ZURÜCK IN DIE ORGANISATION ZU KOMMEN!!! Soweit ich verstehe, werden sie ohne Probleme wieder willkommen geheißen. Auch wenn sie keine Therapie oder Hilfe erhalten haben, sind sie wieder willkommen. DAS MUSS AUFHÖREN!!!! Es ist erstaunlich, dass Leute mich als verrückt ansehen, weil ich heute ein Kreuz trage, das mir meine Frau geschenkt hat. Ich bete es nicht an, aber für mich steht es dafür, dass ich Christus und dem, was er für die Menschheit getan hat, Achtung zolle. Jehovas Zeugen sehen das als Todsünde an. Meine eigenen Mitbrüder gehen mir wegen eines Symbols aus dem Weg. Ein Symbol, das etwa 40 Jahre lang in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts auf unserer Literatur stand und sich auf dem Grab von C. T. Russell befindet. Wenn das Kreuz so etwas Entsetzliches ist, warum hat Jehova dann zugelassen, dass es in seine Lehre aufgenommen wurde? Ich habe euch schon einmal einen Brief geschrieben und keine Antwort erhalten. Ich bin ein Bruder aus der Versammlung Conway in Zentralflorida. Und ich warte auf eure Antwort. Häufen sich jetzt die Gerichtsprozesse? Ihr müsst eure Politik ändern, sonst werdet ihr wahrscheinlich noch weitere bekommen.

  

Hochachtungsvoll

WR