Das offensichtliche Geständnis eines Mannes aus Hollis gegenüber Ältesten einer Religionsgemeinschaft, dass er zwei Schwestern sexuell missbraucht habe, kann in seinem Prozess nicht verwendet werden, entschied ein Richter

14.5.2001 Associated Press Newswires
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NASHUA, N.H. (AP) – Das offensichtliche Geständnis eines Mannes aus Hollis gegenüber Ältesten einer Religionsgemeinschaft, dass er zwei Schwestern sexuell missbraucht habe, kann in seinem Prozess nicht verwendet werden, entschied ein Richter.

Gregory Blackstock, 45, steht nächsten Montag wegen der Anklage, er habe zwei Schwestern aus East Kingston sexuell belästigt, vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft sagt, auch ohne das Geständnis gegenüber den Ältesten einer Versammlung der Zeugen Jehovas  gebe es genug Beweise, um die Sache vor Gericht zu bringen.

Die Staatsanwaltschaft wollte einen Geistlichen und Ältesten der Versammlung Blackstocks vorladen, damit er eine Aussage über die Treffen mache, bei denen über die Anschuldigungen gesprochen wurde.

Richter William Groff entschied in der vergangenen Woche, die Treffen seien vertraulich und durch dass Religionsprivileg geschützt.

Blackstock wird in acht Fällen der Vergewaltigung beschuldigt, auf denen eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren steht. Er ist seit Oktober in Haft, als er vor dem County Superior Court in Rockingham wegen eines Falles beschuldigt wurde, bei dem es um ein weiteres Mädchen in East Kingston ging.

In Hillsborough County wird Blackstock angeklagt, zwischen Juni 1996 und Oktober 1998 zwei Schwestern aus East Kingston in seinem Haus in Hollis belästigt und zwischen September 1989 und Juni 1996 bei verschiedenen Gelegenheiten ein Mädchen aus Hollis in seinem Haus angegriffen zu haben.

Die beiden Fälle werden in getrennten Verfahren behandelt, der erste am kommenden Montag und der zweite am 25. Juni.

Staatsanwalt Roger Chadwick aus Hillsborough County hatte argumentiert, Blackstocks Gespräche mit den Ältesten fielen nicht unter das Religionsprivileg, weil die Ältesten auch mit der Mutter der Mädchen über die Aussagen Blackstocks gesprochen hätten.

Blackstock und sein Anwalt, Richard Monteith, argumentierten, die Treffen seien vertraulich gewesen, und in diese Privatsphäre einzudringen, verletze das verfassungsmäßige Recht Blackstocks, seine Religion auszuüben. Blackstock lernte die Familie der Mädchen kennen, als er in East Kingston lebte und dort zu einer Kirche der Zeugen Jehovas ging.

Die Mutter der Schwestern habe Kontakt mit einem Ältesten aufgenommen, nachdem eins der Mädchen den sexuellen Missbrauch enthüllt habe, sagte Chadwick. Dieser Älteste habe sich dann mit der Versammlung in Hollis in Verbindung gesetzt.