71-Jähriger aus Garden City freigesprochen

von JACLYN O'MALLEY
Samstag, 2. März 2002

Ein 71-jähriger Mann aus Garden City wurde am Freitagnachmittag von der Anklage freigesprochen, er habe wiederholt seine kleine Enkelin und zwei Urenkelinnen missbraucht.

Arthur Cruz schüttelte zahlreichen Angehörigen, die ihn im Gerichtssaal während des Prozesses unterstützt hatten, die Hände und umarmte sie herzlich. Als das Urteil "Nicht schuldig in fünf Fällen schwerer Unsittlichkeit mit einem Kind" vorgelesen wurde, schnappten seine Unterstützer freudig nach Luft und vergossen Freudentränen.

Inzwischen saß die 15-jährige Enkelin con Cruz mit einem Verwandten da und schluchzte. Die Begleiterin des Mädchens weinte und sagte, auch sie sei von Cruz missbraucht worden und könne nicht glauben, dass er frei komme.

Die 9-jährigen Urenkelinnen von Cruz, Zwillinge, hatten auch ausgesagt, er habe sie zahlreiche Male sexuell angegriffen, als sie noch kleiner waren. Sie waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Ihre Mutter war aber da, und sie feierte den Freispruch im Gang mit Cruz und seinem Clan.

Die 15-Jährige hatte sich vergangenen Sommer gemeldet. Sie sagte, Cruz habe sie sexuell missbraucht, als sie als 10-Jährige die Sommerferien in seinem Haus verbrachte. Die Taten kamen ans Licht, als sie Anzeige erstattete, weil ein anderer Angehöriger sie missbraucht hatte.

Etwa um dieselbe Zeit vertrauten sich die Zwillinge einem Feuerwehrmann an, sie seien von Cruz missbraucht worden.

Die Verteidigung von Cruz stützte sich darauf, dass die Geschworenen die Aussagen der Mädchen nicht für glaubwürdig genug hielten, um ihn schuldig zu sprechen. Er konterte ihre Behauptungen damit, die Zwillinge hätten das erfunden, weil sie wütend gewesen seien, als er ihnen ihren Hund wegnahm, und die 15-Jährige wolle es benutzen, um Behauptungen gegen andere Familienmitglieder zu stützen.

Alle drei Mädchen sagten über ähnliche Taten aus. Sie sagten, Cruz sei über sie hergefallen, als niemand sonst da war - gewöhnlich, wenn ein Angehöriger sich um die kranke Frau von Cruz in einem anderen Zimmer kümmerte. Er versuchte, sie zu küssen, hat ihnen die Hand in ihre Hose gesteckt und ihre Genitalien befummelt, sagten sie aus.

Alle machten sie geltend, Cruz habe ihnen gesagt, wenn sie etwas über das Befummeln sagen würden, würde niemand ihnen glauben.

In einem Interview nach seiner Verhaftung sagte Cruz einem Ermittlungsbeamten, er kenne keines seiner Enkelkinder und sei erstaunt, dass jemand einen Zeugen Jehovas ins Gefängnis stecken wolle.