Es folgt eine Antwort der Wachtturm-Gesellschaft an Älteste zu dem von Silentlambs aufgeworfenen Kindesmissbrauchsthema.  Die erste Reaktion waren Anweisungen in der Ältestenschule 2002, die im November/Dezember 2001 stattfand. Das Folgende ist eine Mitschrift:

Königreichsdienstschule für Versammlungsälteste für das Dienstjahr 2002

 

Den Bedürfnissen in unserem Gebiet Aufmerksamkeit schenken Teil 2, Abschnitt 1; Text

 

Dies sind die vier Punkte:

 

Eins: Wie im Brief an alle Ältestenschaften vom 1. Juli 1989 angewiesen, den ihr alle diesen in euren Versammlungsunterlagen haben solltet, solltet ihr sofort die Rechtsabteilung um Anweisung anrufen, wenn ihr von einem Fall von Kindesmissbrauch erfahrt. Kindesmissbrauch umfasst sexuellen Missbrauch, offensichtliche körperliche Misshandlung und extreme Vernachlässigung eines Minderjährigen. Noch einmal betont, ihr solltet sofort die Rechtsabteilung um Anweisung anrufen, wenn ihr von einem Fall von Kindesmissbrauch erfahrt. Das ist der erste Punkt.

 

Zwei: Wenn das mutmaßliche Opfer heute erwachsen ist, zur Zeit des Missbrauchs aber minderjährig war, ruft bitte die Rechtsabteilung an. Wenn das mutmaßliche Opfer heute erwachsen ist, zur Zeit des Missbrauchs aber minderjährig war, ruft bitte die Rechtsabteilung an.

 

Drei: Wenn ihr von einem früheren Fall von Kindesmissbrauch Kenntnis erhaltet und ihr nicht sicher seid, ob die damals damit befassten Ältesten die Rechtsabteilung um Anweisung angerufen haben, ruft bitte so schnell wie möglich die Rechtsabteilung an, damit sie euch Beistand leistet.

 

Vier: Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen. Schlagt nie - und das betonen wir: nie - jemandem vor, er solle eine Anschuldigung wegen Kindesmissbrauchs nicht der Polizei oder den Behörden melden. Wenn ihr gefragt werdet, stellt klar, dass es die persönliche Entscheidung jedes einzelnen ist, ob er die Sache den Behörden meldet, und wie die Entscheidung auch immer ausfällt, es gibt keine Sanktionen der Versammlung. Das heißt, kein Ältester wird jemanden kritisieren oder bestrafen, der solch eine Beschuldigung den Behörden meldet.

 

Das sind also die vier Punkte, die zu befolgen  man uns bei diesen Aspekten der Sache bittet. Ich bin hier nicht über das hinausgegangen, was geschrieben steht, was euch gesagt wurde. Alle Älteste in den verschiedenen Versammlungen sollen dies im Sinn behalten, und natürlich empfehlen wir, dass ihr noch einmal den Brief vom 1. Juli 1989 lest.

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Beim Ergänzungskurs für Älteste im Herbst 2002 wurde allen Anwesenden folgender Brief vorgelesen:

Christian Congregation

of Jehovah's Witnesses

2528 Route 22 Patterson NY 12563-2237   Phone (845) 306 1100

15. Oktober  2002

 

Betreff: Kindesmissbrauch.

 

Ergänzungskurs für Älteste

 

Liebe Brüder,

 

In dem Artikel "Verabscheuen wir das Böse" im Wachtturm vom 1.1.1997 werden wir an die biblische Ansicht über Kindesmissbrauch erinnert. Auf den Seiten 26-29 wurde deutlich betont, als wie ernst wir Kindesmissbrauch ansehen. Die Ermahnung in Römer 12:9 erinnert uns daran, dass wir das Böse verabscheuen müssen. Es mag daher als Erinnerung dienen, dass Kindesmissbrauch ein Vergehen ist, etwas, das als abscheulich betrachtet wird. Gemäß Caesars Gesetz ist es ein heimtückisches Verbrechen.

 

Wir erkennen, dass es in erster Linie die Verantwortung der Eltern ist, ihre eigenen Kinder zu schützen. Auch die Versammlung muss Kinder schützen. Kinder sind viel leichter zu täuschen, verwirren oder terrorisieren. Die Bibel spricht von dem Mangel eines Kindes an Weisheit. Der Apostel Paulus sagte, als er ein Kleinkind war, dachte er wie ein Kleinkind. Jesus benutzte Kinder als Beispiel für demütige Arglosigkeit. In Matthäus 18:4 drängte er seine Zuhörer, sich wie kleine Kinder zu demütigen. Im Wachtturm vom 1.1.1997 heißt es: "Ein Kind ist unter anderem deshalb arglos, weil es ihm völlig an Erfahrung mangelt. Kinder sind meist unbefangen, gefällig und damit schutzlos einem Mißbrauch durch einen arglistigen Erwachsenen ausgesetzt, den sie kennen und dem sie vertrauen." Daher unterliegt ein Kinderschänder strenger Bestrafung und Einschränkungen durch die Versammlung.

 

Jede Beschuldigung wird untersucht. Sie wird nicht auf die leichte Schulter genommen, auch wenn es nur einen Ankläger gibt. Wenn es nur einen Ankläger gibt und der Angeklagte die Anschuldigung bestreitet, kann die Versammlung nichts weiter unternehmen, wir können nicht über die Schrift hinausgehen (1. Tim. 5:19). Das ist anders, wenn es zwei Ankläger für getrennte Vorfälle gibt, dann kann ihre aussage für die Einsetzung eines Rechtskomitees in Betracht gezogen werden.

 

Wie sollten wir die Opfer ansehen? Oft tragen sie auf Jahre einen Schaden davon. Sie mögen sich wertlos, nicht liebenswert vorkommen. Wir müssen sie der Liebe Jehovas und unserer Liebe versichern (Hes. 34:15,16; Ps 34:18). Jehova ist wirklich fürsorglich, und wir sollten danach streben, ihn nachzuahmen. Wenn wir mit den Opfern zusammenkommen und mit ihnen sprechen, müssen wir uns in Liebe kleiden (Kol 3:12). Sie unsere aufrichtige Liebe spüren lassen (1. Thess. 5:14). Als Älteste sollten wir immer darauf achten, Kindern liebevolle Fürsorge zu zeigen.

 

Auf früher als Kinderschänder Bekannten treffen bestimmte Einschränkungen zu. Sie dürfen nicht allein in Gemeinschaft mit minderjährigen Kindern sein. Sie können unter gewissen Einschränkungen weitermachen und kommen nicht für Vorrechte in Frage, und das für viele Jahre oder vielleicht für immer. Wenn sie im Predigtdienst tätig sind, dürfen sie das nicht allein tun. Sie wollten immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Dies ist im besten Interesse für die Kinder und den früheren Schänder.

 

Bezüglich Medienberichte:

 

In den vergangenen Jahren hat es günstige Berichterstattungen über unser Werk, über Kongresse, den Bau von Königreichssälen usw. gegeben, die recht hilfreich für Gottes Organisation waren. Andererseits mögen Medienberichte gelegentlich aus abtrünnigen oder unzuverlässigen Quellen zitieren. Wir ermuntern euch, euch noch einmal den Artikel "Unseren Glauben verteidigen" im Wachtturm vom 1.12.1998, Seiten 15-18, Absätze 10-19, anzusehen. Er enthält hilfreichen Stoff. Wir müssen immer Unterscheidungsvermögen anwenden. Es gibt eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden. Wir müssen vorsichtig wie Schlangen und unschuldig wie Tauben sein. Jesus Beispiel in Markus 15:4,5 zeigt, wie fruchtlos es war, sich auf sinnlose Streitereien einzulassen. Römer 16:17 sagt, dass wir die meiden sollen, die Spaltungen verursachen. Als Jesus gemäß Markus 3:20-30 falsch beschuldigt wurde, ließ er das nicht auf sich beruhen und verteidigte sich. Wie werden wir uns verteidigen? Wir werden die Ermahnung im Watchtower vom 15.11.1976, Seiten 701-703, befolgen [Anm.d.Ü.: deutsch: Wachtturm, 15.2.1977, Seiten 125-127]: "Für Christen sind solche Falschdarstellungen ein Beweis dafür, daß sie wirklich im Einklang mit Gottes Wahrheit wandeln." (Matth. 5:11 ,12) "Würden sich Jehovas Zeugen darauf einlassen, alle gegen sie erhobenen Falschanklagen zu widerlegen, so könnten sie auch in eine Falle des großen Anklägers, Satans, des Teufels, geraten. Wieso? Weil es dazu führen könnte, daß das Werk, durch das aufrichtigen Menschen geholfen wird, die Wahrheit kennenzulernen, behindert wird. Das würde dem Teufel bestimmt gefallen. Und so weit könnte es kommen, wenn sich Jehovas Diener ablenken ließen, denn dann ginge wertvolle Zeit verloren — Zeit, die sie sonst damit verbracht hätten, aufrichtigen Personen beizustehen, Gottes Willen und seine Vorsätze in Verbindung mit den Menschen kennenzulernen."

 

Daher werden wir die verlogenen Falschdarstellungen unserer Gegner ignorieren, da uns Jehova die Versicherung gibt, dass wir richtig wandeln. Wir warten darauf, dass Jehova für einen Ausweg sorgt (2. Kor. 4:6-8). Da wir in diesem bösen System leben, wissen wir, wer es ist, der wirklich versucht, in Übereinstimmung mit Gottes gerechten Maßstäben zu leben. Diejenigen, die uns mit falschen Beschuldigungen angreifen, werden keinen Erfolg haben, da Jehova Sein gerechtes Volk beschützt (Jes. 54:17; Jer 1:19).

 

Seid bitte unserer ständigen Gebete für euch versichert, während ihr eurer schweren Verantwortung nachkommt, die eurer Obhut anvertraute Herde Gottes zu hüten. - (1. Petrus 5:2, 3)

 

Eure Brüder,

 

Christian Congregation

of Jehovah's Witnesses

 

 

Bemerkung an den Unterweiser: Lies die folgende Bekanntmachung: Der Unterweiser ist angewiesen worden, bezüglich der Bemerkungen in diesem Brief keine Fragen anzunehmen, für die Versammlungsunterlagen wird keine Kopie abgegeben.

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In Ältestenschulen in anderen Ländern wurden verschiedene Versuche unternommen, die Politik bei Kindesmissbrauch anzusprechen, ohne irgendwelche bedeutsamen Änderungen vorzunehmen  In Australien wurde der folgende Zusatz in ihr Ältestenbuch eingefügt:

k.s. p143 Zusatz

Kindesmissbrauch. Ref: A.B.E 29. August 1989, Seite 3.

Rechtliche Auswirkungen.

In Fällen von Anklage oder Beschuldigung wegen Kindesmissbrauch nehmt sofort Kontakt mit der Gesellschaft auf. Sprecht mit niemand anderem.

Wenn ein Bruder oder eine Schwester einen Kindesmissbrauch gesteht, bittet sie, nicht mit jemand anderem darüber zu sprechen, bis ihr euch wieder an sie wendet, und nehmt sofort Kontakt auf mit der Gesellschaft.

Wenn ihr die Gesellschaft anruft, sagt einfach "Es geht um Kindesmissbrauch", und die Telefonzentrale wird euch durchstellen.

*Wenn ihr von der Polizei befragt werdet, sagt ihnen, ihr seid nicht zu einer Erklärung bereit, bis ihr juristischen Rat erhalten habt. Nehmt sofort Kontakt mit der Gesellschaft auf, oder wenn nötig, mit einem örtlichen Rechtsanwalt.

*Wenn man euch einen Durchsuchungsbefehl oder eine Vorladung vorlegt, ist das letzte, ihnen Material auszuhändigen (Versammlungsunterlagen). Findet heraus, was genau sie wollen, und übergebt nur das. Sucht vorzugsweise zuerst juristischen Rat (aufhalten).

Lest den Durchsuchungsbefehl. Schreibt auf den Umschlag: Inanspruchnahme des Kirchenprivilegs, nicht öffnen, bis ein Gericht darüber entschieden hat.

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In Großbritannien wurden beim Ergänzungskurs für Älteste folgende Anweisungen gegeben:

Dienstjahr 2003

Ergänzungskurs für Versammlungsälteste

Samstagmorgen

Sitzung 1, Geistig gesinnt sein: selbst und in der Familie

 

Das war der übliche Rat, wie wichtig es ist, in der Bibel zu lesen und mit der Familie zu studieren, es wurden normale Vorbildälteste aus dem Kreis benutzt, die früh um 6:00 Uhr aufstehen und in der Bibel lesen und studieren.

 

Es gab auch einen Punkt, den Vorsitz in der Familie in vorbildlicher Weise innehaben.

Der Älteste warnte vor den Gefahren, die Kinder ins Internet zu lassen, und dann versuchte er zu erklären, wie man im Internetbrowser nachprüfen kann, welche Seiten besucht wurden. Diese technische Information ging an 95% der Ältesten vorbei.

 

Es wurden auch wieder die üblichen Punkte genannt, dass man die Zusammenkünfte nicht versäumen soll, dass man ein gutes Vorbild im Predigtdienst sein soll usw. (Inzwischen wurde ich sehr müde.)

 

Samstagnachmittag

Versammlungsbuchstudienaufseher.

Allgemeine Erinnerung, warum die Bezeichnung geändert wurde, d.h. größere Betonung auf Hirtentätigkeit, Predigtdienst. Älteste wurden ermuntert, im nächsten Monat ein Ältestentreffen abzuhalten, um alle Versammlungsbuchstudienaufseher auf ihre Qualifikation zu überprüfen. Habt keine Angst, Mitälteste mit euren Kommentaren zu verärgern, drängte der Kreisaufseher. (Das sollte in unserem Königreichssaal lustig sein.)

 

Eine Menge Demonstrationen einer Vorbildgruppe, wie man Hirtentätigkeit durchführt usw.

 

Bekanntmachung

Die Gesellschaft bringt ein Programm heraus, in Januar, Februar, März 2003 mit allen Untätigen Kontakt aufzunehmen. Der Sekretär geht alle Verkündigerkarten von Untätigen durch, auch wenn sie 20 oder 30 Jahre alt sind, das Dienstkomitee wird sie sich dann ansehen und einem Versammlungsbuchstudienaufseher die Aufgabe erteilen, mit den Untätigen Kontakt aufzunehmen und, wenn möglich, ein Studium anzubieten.

Alle Informationen darüber gehen dann an den Zweig zurück.

 

Sonntagmorgen

Behandlung ernster Angelegenheiten.

Die Gesellschaft gibt zu, dass viele schwerwiegende Probleme falsch behandelt wurden.

Drängt alle Ältesten, ausgeglichen zu sein, nicht wie Eli.

Immer die Anweisungen der Gesellschaft befolgen.

 

Der große Punkt des Tages war der 1 1/4-Stunden-Vortrag des Kreisaufsehers: Als Älteste Unterscheidungsvermögen und Einsicht zeigen.

Wir wurden dringend aufgefordert, gegen Satans Propaganda eine Belagerungsmentalität einzunehmen.

Wenn Zweifel aufkommen, die Dienstabteilung anrufen.

Die Gesellschaft gibt zu, dass Rechtsfälle heutzutage komplizierter sind.

Zeit für die alte Kamelle, Schwäche und Bosheit voneinander zu unterscheiden.

 

Ein paar Änderungen bei KS91, Seite 93, Absatz 8: die Wendung must have lude intent bei dem Absatz über porneia hinzufügen.

Wurde gesagt, nie mehr als ein Rechtskomitee mit dem Angeklagten zu haben.

 

Erinnert, in Fällen von Vergewaltigung die Dienstabteilung um Anweisung zu fragen.

 

Erklärungen von und Beispiele für Unreinheit, zügelloses Verhalten und porneia.

 

Dann kam der 8-seitige Brief über Kindesmissbrauch vom Überbringer, seine Zusammenfassung war ziemlich genau angesichts dessen, dass diese Briefe ziemlich schnell vorgelesen werden.

 

Betreff: Kindesmissbrauch.

 

Ergänzungskurs für Älteste

 

Liebe Brüder,

 

In dem Artikel "Verabscheuen wir das Böse" im Wachtturm vom 1.1.1997 werden wir an die biblische Ansicht über Kindesmissbrauch erinnert. Auf den Seiten 26-29 wurde deutlich betont, als wie ernst wir Kindesmissbrauch ansehen. Die Ermahnung in Römer 12:9 erinnert uns daran, dass wir das Böse verabscheuen müssen. Es mag daher als Erinnerung dienen, dass Kindesmissbrauch ein Vergehen ist, etwas, das als abscheulich betrachtet wird. Gemäß Caesars Gesetz ist es ein heimtückisches Verbrechen.

 

Wir erkennen, dass es in erster Linie die Verantwortung der Eltern ist, ihre eigenen Kinder zu schützen. Auch die Versammlung muss Kinder schützen. Kinder sind viel leichter zu täuschen, verwirren oder terrorisieren. Die Bibel spricht von dem Mangel eines Kindes an Weisheit. Der Apostel Paulus sagte, als er ein Kleinkind war, dachte er wie ein Kleinkind. Jesus benutzte Kinder als Beispiel für demütige Arglosigkeit. In Matthäus 18:4 drängte er seine Zuhörer, sich wie kleine Kinder zu demütigen. Im Wachtturm vom 1.1.1997 heißt es: "Ein Kind ist unter anderem deshalb arglos, weil es ihm völlig an Erfahrung mangelt. Kinder sind meist unbefangen, gefällig und damit schutzlos einem Mißbrauch durch einen arglistigen Erwachsenen ausgesetzt, den sie kennen und dem sie vertrauen." Daher unterliegt ein Kinderschänder strenger Bestrafung und Einschränkungen durch die Versammlung.

 

Jede Beschuldigung wird untersucht. Sie wird nicht auf die leichte Schulter genommen, auch wenn es nur einen Ankläger gibt. Wenn es nur einen Ankläger gibt und der Angeklagte die Anschuldigung bestreitet, kann die Versammlung nichts weiter unternehmen, wir können nicht über die Schrift hinausgehen (1. Tim. 5:19). Das ist anders, wenn es zwei Ankläger für getrennte Vorfälle gibt, dann kann ihre aussage für die Einsetzung eines Rechtskomitees in Betracht gezogen werden.

 

Wie sollten wir die Opfer ansehen? Oft tragen sie auf Jahre einen Schaden davon. Sie mögen sich wertlos, nicht liebenswert vorkommen. Wir müssen sie der Liebe Jehovas und unserer Liebe versichern (Hes. 34:15,16; Ps 34:18). Jehova ist wirklich fürsorglich, und wir sollten danach streben, ihn nachzuahmen. Wenn wir mit den Opfern zusammenkommen und mit ihnen sprechen, müssen wir uns in Liebe kleiden (Kol 3:12). Sie unsere aufrichtige Liebe spüren lassen (1. Thess. 5:14). Als Älteste sollten wir immer darauf achten, Kindern liebevolle Fürsorge zu zeigen.

 

Auf früher als Kinderschänder Bekannten treffen bestimmte Einschränkungen zu. Sie dürfen nicht allein in Gemeinschaft mit minderjährigen Kindern sein. Sie können unter gewissen Einschränkungen weitermachen und kommen nicht für Vorrechte in Frage, und das für viele Jahre oder vielleicht für immer. Wenn sie im Predigtdienst tätig sind, dürfen sie das nicht allein tun. Sie wollten immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Dies ist im besten Interesse für die Kinder und den früheren Schänder.

 

Bezüglich Medienberichte:

 

In den vergangenen Jahren hat es günstige Berichterstattungen über unser Werk, über Kongresse, den Bau von Königreichssälen usw. gegeben, die recht hilfreich für Gottes Organisation waren. Andererseits mögen Medienberichte gelegentlich aus abtrünnigen oder unzuverlässigen Quellen zitieren. Wir ermuntern euch, euch noch einmal den Artikel "Unseren Glauben verteidigen" im Wachtturm vom 1.12.1998, Seiten 15-18, Absätze 10-19, anzusehen. Er enthält hilfreichen Stoff. Wir müssen immer Unterscheidungsvermögen anwenden. Es gibt eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden. Wir müssen vorsichtig wie Schlangen und unschuldig wie Tauben sein. Jesus Beispiel in Markus 15:4,5 zeigt, wie fruchtlos es war, sich auf sinnlose Streitereien einzulassen. Römer 16:17 sagt, dass wir die meiden sollen, die Spaltungen verursachen. Als Jesus gemäß Markus 3:20-30 falsch beschuldigt wurde, ließ er das nicht auf sich beruhen und verteidigte sich. Wie werden wir uns verteidigen? Wir werden die Ermahnung im Watchtower vom 15.11.1976, Seiten 701-703, befolgen [Anm.d.Ü.: deutsch: Wachtturm, 15.2.1977, Seiten 125-127]: "Für Christen sind solche Falschdarstellungen ein Beweis dafür, daß sie wirklich im Einklang mit Gottes Wahrheit wandeln." (Matth. 5:11 ,12) "Würden sich Jehovas Zeugen darauf einlassen, alle gegen sie erhobenen Falschanklagen zu widerlegen, so könnten sie auch in eine Falle des großen Anklägers, Satans, des Teufels, geraten. Wieso? Weil es dazu führen könnte, daß das Werk, durch das aufrichtigen Menschen geholfen wird, die Wahrheit kennenzulernen, behindert wird. Das würde dem Teufel bestimmt gefallen. Und so weit könnte es kommen, wenn sich Jehovas Diener ablenken ließen, denn dann ginge wertvolle Zeit verloren — Zeit, die sie sonst damit verbracht hätten, aufrichtigen Personen beizustehen, Gottes Willen und seine Vorsätze in Verbindung mit den Menschen kennenzulernen."

 

Daher werden wir die verlogenen Falschdarstellungen unserer Gegner ignorieren, da uns Jehova die Versicherung gibt, dass wir richtig wandeln. Wir warten darauf, dass Jehova für einen Ausweg sorgt (2. Kor. 4:6-8). Da wir in diesem bösen System leben, wissen wir, wer es ist, der wirklich versucht, in Übereinstimmung mit Gottes gerechten Maßstäben zu leben. Diejenigen, die uns mit falschen Beschuldigungen angreifen, werden keinen Erfolg haben, da Jehova Sein gerechtes Volk beschützt (Jes. 54:17; Jer 1:19).

 

Seid bitte unserer ständigen Gebete für euch versichert, während ihr eurer schweren Verantwortung nachkommt, die eurer Obhut anvertraute Herde Gottes zu hüten. - (1. Petrus 5:2, 3)

                                                                                               Eure Brüder,

                                                               Christian Congregation

                                                                        of Jehovahs Witnesses

  

 

Bemerkung an den Unterweiser: Lies die folgende Bekanntmachung: Der Unterweiser ist angewiesen worden, bezüglich der Bemerkungen in diesem Brief keine Fragen anzunehmen, für die Versammlungsunterlagen wird keine Kopie abgegeben.

 

 

Danach kam ein zweiter Brief, den der Kreisaufseher erst Mittwoch erhielt.

 

Titel: Wie mit Fällen von Kindesmissbrauch in Großbritannien umzugehen ist

 

Bei jeder Beschuldigung nehmt sofort Kontakt mit der Rechtsabteilung auf, die euch alle juristischen Implikationen und die gültigen Gesetze erklären wird.

Ihr werdet dann zur Dienstabteilung durchgestellt, die euch Anweisungen gibt, wie ihr das Problem aus Versammlungssicht behandeln solltet.

 

Dem Telefongespräch muss ein ausführlicher Brief folgen.

 

Bezüglich einer Anzeige bei den Behörden Gal 6:5, eigene Last usw.

Die Verantwortung, eine Entscheidung über eine Anzeige zu treffen, muss von den Familien übernommen werden.

 

Wir können ihre Entscheidung, keine anzeige zu erstatten, nicht übergehen, wenn das Gesetz nichts anderes fordert.

Die Familie hat das Recht, keine Anzeige zu erstatten, wenn sie das will.

 

Der nächste Abschnitt war der Teil, den ich sehr schaurig fand.

 

Was tun, wenn ein Kind sehr klein ist? Kleine Kinder befragen.

 

Statement. Wenn die Eltern eines kleinen Kindes jemanden beschuldigen und der Beschuldigte es abstreitet, besteht keine Notwendigkeit, das kleine Kind zu befragen. (Schauder, welche Qualifikationen haben Älteste denn überhaupt, um kleine Kinder zu befragen?)

 

Abschließende Erinnerung:

 

Wenn wir auch nur eine Anschuldigung wegen Kindesmissbrauchs erhalten, sofort mit der Rechtsabteilung Kontakt aufnehmen.

Keine Kopien beider Briefe für die Versammlungsunterlagen, doch bei seinem nächsten Besuch wird uns der Kreisaufseher sie lesen und Notizen machen lassen, so lange er in der Nähe ist.