JEHOVAS VITTNEN - BIBELSÄLLSKAPET

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4. April 2003

 

AN ALLE VERSAMMLUNGEN IN SCHWEDEN

 

Liebe Brüder,

In Psalm 144:15 lesen wir: "Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist!" Wir erkennen den Wahrheitsgehalt dieser inspirierten Aussage, wenn wir mit unseren Brüdern und Schwestern bei Kongressen und Versammlungszusammenkünften Gemeinschaft haben. Wir erfreuen uns einer herzlichen Atmosphäre des Friedens, während wir aus der vortrefflichen Ermunterung Jehovas und seiner Organisation Nutzen ziehen (Psalm 29:11). Welch Gegensatz zu Personen in der Welt, denen es an geistiger Führung und einer festen Hoffnung für die Zukunft mangelt! - Jesaja 65:13.

Was ermöglicht uns, diesen glücklichen Geist zu behalten? Zum einen Teil fürchten wir Jehova und haben tiefe Achtung vor der Ermahnung in Seinem Wort, darunter vor dem, was die Bibel zu sexuellen Dingen sagt (1. Korinther 6:9,10; Hebräer 13:4). Für einige von uns war es anfangs nicht leicht, unser Leben mit Jehovas hohen Maßstäben in Einklang zu bringen. Wir mussten bedeutsam Änderungen an unserer Lebensweise vornehmen, ehe wir für eine Mitgliedschaft in Jehovas reiner, vom Geist geleiteten Organisation in Frage kamen. War es der Mühe wert? Ganz sicher! Wie glücklich sind wir doch, in Übereinstimmung mit Gottes gerechten Erfordernissen zu leben!

Die Medien in diesem Land beschuldigen die Zeugen Jehovas, nachlässig mit Beschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs gegen Kinder umzugehen. Solche Berichte mögen einige aufrichtige Personen sich fragen lassen, wie dies bei den Zeugen Jehovas behandelt wird. Da wir uns nicht an einer Debatte über vertrauliche Angelegenheiten beteiligen können, haben wir uns entschieden, die Medien auf die offizielle Webseite der Zeugen Jehovas im Internet unter www.watchtower.org zu verweisen, wo es Artikel zu diesem Thema gibt. Überdies glauben wir, dass es nützlich sein wird, mit uns noch einmal unsere biblisch begründete Haltung zu betrachten, "damit ihr wißt, wie ihr jedem zu antworten hab", der nachfragen mag. - Kolosser 4:6.

 

Einfach gesagt, wir verabscheuen den sexuellen Missbrauch von Kindern und werden keinen Täter solch widerlicher Handlungen vor den Folgen seiner großen Verfehlung schützen (Römer 12:9). Wir erwarten von den Ältesten, dass sie jede Kindesmissbrauchsbeschuldigung untersuchen. Selbst ein einziges missbrauchtes Kind ist eines zu viel. Doch bei der Bewertung der Beweise müssen sie die klare Anweisung der Bibel im Sinne behalten: "Kein einzelner Zeuge sollte sich gegen einen Mann hinsichtlich irgendeines Vergehens oder irgendeiner Sünde erheben ... Auf die Aussage zweier Zeugen oder auf die Aussage dreier Zeugen sollte die Sache feststehen." (5. Mose 19:15) Später wurde dieses Erfordernis, die Aussagen von zwei oder drei Zeugen zu berücksichtigen, von Jesus bestätigt (Matthäus 18:16). Obwohl die Ältesten also jede Beschuldigung untersuchen, sind sie von der Schrift nicht ermächtigt, etwas zu unternehmen, wenn es kein Geständnis oder keine zwei glaubwürdigen Zeugen gibt. Doch wenn zwei Personen Zeugen zweier getrennter Vorfälle derselben Art von Fehlverhalten sind, kann ihre Aussage als hinreichend angesehen werden, um etwas zu unternehmen. - l. Timotheus 5:19, 24, 25.

 

Was ist, wenn jemand ein erwiesener Kinderschänder ist? Der Artikel "Verabscheuen wir das Böse!", veröffentlicht im Wachtturm vom 1. Januar 1997, hatte auf Seite 29 zu sagen: "Zum Schutz unserer Kinder gilt: Ein Mann, von dem bekannt ist, daß er ein Kind sexuell mißbraucht hat, eignet sich nicht, eine verantwortungsvolle Stellung in der Versammlung zu bekleiden. Auch kann er nicht als Pionier dienen oder eine andere Form besonderen Vollzeitdienstes verrichten." Wir

 

An alle Versammlungen in Schweden

4. April, 2003

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handeln so entschieden, weil uns das Aufrechterhalten biblischer Maßstäbe und der Schutz unserer Kinder am Herzen liegen (1. Timotheus 3:2, 9, 10). Von jedem in der Organisation wird erwartet, dass er sich an diese Erfordernisse hält, nämlich körperlich, seelisch, moralisch und geistig rein zu sein. - l. Korinther 7: 1; Epheser 4:17-19;1. Thessalonicher 2:4.

 

Wir weisen die Ältesten schon seit langem an, Beschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs den Behörden zu melden, wo das Gesetz das fordert, auch wenn es nur einen Zeugen gibt (Römer 13:1). In jedem Fall wissen die Ältesten, wenn das Opfer eine Anzeige erstatten will, dann ist das sein völliges Recht. - Galater 6:5.

 

Wenigstens seit 1981 sind Artikel in unseren Zeitschriften Wachtturm und Erwachet! veröffentlicht worden, um Jehovas Volk und die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit aufzuklären, Kinder vor Kindesmissbrauch zu schützen. Neben dem oben angeführten Artikel gab es den Artikel "Hilfe für Opfer von Blutschande", der in Watchtower vom 1. Oktober 1983 erschien [Anm.d.Übers.: deutsch: 1. Januar 1984]. Erwachet! brachte Artikel wie "Unsere Kinder sind in Gefahr", "Wie können wir unsere Kinder schützen?" und "Zu Hause sexuellem Missbrauch vorbeugen" (8. Oktober 1993) sowie "Kindesmißbrauch - der Alptraum jeder Mutter" in der Ausgabe vom 22. Januar 1985 [Anm.d.Übers.: deutsch: 8. August 1985].

 

Wir glauben, dass wir eine überzeigende, auf die Bibel gegründete Politik zu Kindesmissbrauch haben. Wenn uns in den Jahren Bereiche aufgefallen sind, wo unsere Politik verstärkt werden konnte, haben wir nicht gezögert, das zu tun. In der Königreichsdienstschule erhalten die Ältesten ständig Erinnerungen an diese Politik und damit in Beziehung stehende Dinge. Und wir fordern die Ältesten weiterhin dringend auf, genau den festgesetzten Verfahrensweisen zu folgen.

 

Die moralische Reinheit der Versammlung ist für den "treuen und verständigen Sklaven" weiterhin von entscheidendem Interesse (Matthäus 24:45). Wenn wir biblische Grundsätze in unserem Leben anwenden, wird unsere Zufriedenheit zunehmen. Wir glauben, dass diese Erinnerungen hilfreich für euch sein werden, wenn ihr die Königreichshoffnung aufrichtig Gesinnten mitteilt. Wir können uns sehr auf die geistige Erquickung freuen, die wir auf den Bezirkskongressen "Gebt Gott die Herrlichkeit" erhalten. Welch eine glückliche Aussicht! Ja, es besteht kein Zweifel daran: "Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist!" - Psalm 144:15." 

 

Eure Brüder,

 

Watchtower B. & T. Society

of Sweden

 

 

Bemerkung an den vorsitzführenden Aufseher: Bitte lass diesen Brief auf der ersten Dienstversammlung nach Erhalt vorlesen. Der Brief sollte von einem Ältesten vorgelesen werden, Alle Schriftstellen, die angeführt, aber nicht zitiert werden, sollten gelesen werden.

 

 

** Man beachte bitte die Bemerkung: "Da wir uns nicht an einer Debatte über vertrauliche Angelegenheiten beteiligen können, haben wir uns entschieden, die Medien auf die offizielle Webseite der Zeugen Jehovas ... zu verweisen ..."

 

Die Fragen, die an das schwedische Zweigbüro geschickt wurden, handelten nicht von vertraulichen Dingen. Die Fragen bezogen sich ausdrücklich auf ihre Politik:

 

 

Keine dieser Fragen hätte etwas Vertrauliches aufgedeckt.