Vaters Zeugen Jehovas taten nichts um meinen Missbrauchsalptraum zu stoppen, behauptet leidendes Opfer


KEITH McLEOD EXKLUSIV

15. Januar 2002

Scottish Daily Record

Scottish Daily Record und Sunday Mail Ltd

Ein HALBWÜCHSIGES MÄDCHEN hat erzählt, wie Zeugen-Jehovas-Älteste es versäumten, ihr zu helfen, ihren perversen Vater dranzukriegen. Alison Cousins wandte sich an die Ältesten der Kirche ihrer Familie, nachdem ihr frommer Papa Ian sie drei Jahre lang missbraucht hatte.

Die Ältesten wussten, dass Cousins Jagd auf ein anderes Mädchen gemacht hatte. Er gestand es ihnen zwei Jahre zuvor, aber die Polizei wurde nicht informiert. Alison sagte, dass ihr keine Hilfe oder Ermutigung gegeben wurde, um Gerechtigkeit zu bekommen. Sie erinnerte sich gestern: "Ich fürchtete mich und war verwirrt. Ich brauchte Mut, um zur Polizei zu gehen, und ich sprach mit den Ältesten und hoffte, dass sie mich unterstützen würden." Stattdessen kehrten sie es unter dem Teppich.

"Ich wurde nicht ermuntert, zur Polizei zu gehen, obwohl mein Papa ihnen schon gesagt hatte, was er dem ersten Mädchen angetan hatte."

"Ich werde nie mehr Vertrauen zu den Zeugen Jehovas haben."

Alisons Missbrauch begann, als sie gerade einmal 13 Jahre alt war, und ging fort, bis sie 16 war. Sie ging im November 1999 zu den Ältesten im Königreichssaal in Stevenston, Ayrshire. Alison, heute 18, lfand später die Kraft, ihren Vater anzuzeigen. Und Cousins, 43, wurde am Freitag wegen Unsittlichkeit gegenüber Alison und zwei weiteren Mädchen für fünf Jahre ins Gefängnis geschickt.

Ein Ältester räumte gestern ein, dass Cousins ihnen 1997 von seiner Perversion erzählt habe. Colin McCreadie sagte: "Wir wurden von Ian Cousins informiert, was er mit dem ersten Mädchen gemacht hatte. Aber er sicherte mir zu, dass er danach nichts mehr getan habe. "Wir sprachen über Alisons Behauptungen. Aber wir beschlossen, uns zurückzuhalten, wir waren nicht sicher.

Man kann nicht in das Herz eines Menschen schauen, man weiß nicht, was da drinnen ist. Was ist die Wahrheit? Ich glaube, Alison wurde von den Ältesten gesagt, sie solle zur Polizei gehen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wer das war." Ein früheres Mitglied der Versammlung, Paul Wynn, sagte, die Ältesten hätten versucht, das Problem "weiß zu waschen". Und er erzählte, wie er angewidert die Gemeinschaft verließ, als man ihm sagte, er solle Ian Cousins vergeben.

Wynn, 38, sagte: "Ian Cousins erzählte den Ältesten 1997, er habe das erste Mädchen missbraucht. Aber niemand unternahm deswegen etwas, und deshalb wurde Alison weiter missbraucht. "Man hat mir gesagt, ich sei erst dann wieder im Königreichssaal willkommen, wenn ich Ian Cousins als meinen Bruder annehmen könne. Ich konnte ihn nicht einmal ansehen, geschweige denn annehmen nach den Widerlichkeiten, die er getan hat. "

"Den Ältesten Alex Stewart und Colin McCreadie wurde von den beiden ältesten Opfern berichtet, aber sie taten nichts"

"Alles, was geschah, war, dass Cousins aus seiner Stellung als Dienstamtgehilfe, praktisch einem Ältestenschüler, entfernt wurde."

Alison hat auf ihr gesetzliches Recht auf Anonymität in der Hoffnung verzichtet, andere Mädchen vor Missbrauch zu retten. Gefragt nach ihrem Fall, sagte der Älteste Alex Stewart: "Ich kenne das Ergebnis des Gerichtsprozesses nicht, so dass ich nicht kommentieren kann." Seit der Polizei von Ian Cousins im Februar 2000 erzählt wurde, ist ein älterer Zeuge Jehovas in Stevenston Vorsitz führender Aufseher angekommen.

Es wird behauptet, dass Jonathan Briggs ein "Vermittler" sei, der geschickt wurde, um Stabilität in die Versammlung zurückzubringen. Briggs sagte für die Gerichtsakten: "Es ist unfair, Fragen nach einzelnen Ältesten zu stellen. Dies ist etwas, das eine Antwort der Kirche als Ganzes braucht."

In der britischen Wachtturm-Zentrale der Zeugen Jehovas sagte Sprecher Paul Gillies: "Wir haben strenge Verfahren und Richtlinien, dass Angelegenheiten wie diese direkt an die weltlichen Behörden gehen sollten." Es ist die Rolle der Polizei, zu untersuchen. Unsere Vorschriften stellen die Bedürfnisse der Opfer an die erste Stelle."

"Es gibt schon einen neuen Vorsitz führenden Diener in Stevenston. Und wenn in Folge dieses Falls offensichtlich wird, dass Älteste weitere Anweisungen benötigen, wird dies geschehen. Die Opfer brauchen Liebe und Verständnis, und das ist es, was wir ihnen anbieten wollen."

Die Polizei sagte, der Königreichssaal in Stevenston sei nicht Gegenstand einer Untersuchung.