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Wachtturm 15.5.2002, S. 27 Lauterkeit führt
die Rechtschaffenen ***
Jehova
segnet die Versammlung und lässt sie in geistiger Hinsicht gedeihen. Hier und
da gibt es vielleicht einige wenige, die verärgert und unzufrieden sind, die
Fehler suchen und sich verbittert über die Handhabung von Dingen äußern. Sie
gleichen einer „giftigen Wurzel“, die sich ausbreiten kann und andere, die
anfangs nicht davon betroffen waren, vergiftet (Hebräer 12:15). Solche Personen
wünschen meist mehr Autorität und Ansehen. Sie setzen Gerüchte in Umlauf und
behaupten, in der Versammlung oder bei den Ältesten gehe es ungerecht zu, gebe
es Rassenvorurteile oder Ähnliches. Ihr Mund kann in der Versammlung tatsächlich
eine Spaltung verursachen. Sollten wir persönlich nicht die Ohren vor ihren
Reden verschließen und uns bemühen, als geistig gesinnte Menschen den Frieden
und die Einheit der Versammlung zu fördern?
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sagt Salomo: „Wem es an Herz mangelt, der
hat seinen eigenen Mitmenschen verachtet, aber
der Mann von umfassendem Unterscheidungsvermögen
ist einer, der stillschweigt. Wer als Verleumder
umhergeht, deckt vertraulich Gesprochenes auf,
wer aber treuen Geistes ist, deckt eine
Sache zu“ (Sprüche 11:12, 13).
Es kann großer Schaden angerichtet werden durch jemand, dem es an gutem Urteilsvermögen fehlt oder dem „es an Herz mangelt“. Sein zügelloses Reden artet schnell in Verleumdung oder Schmähung aus. Die Ältesten müssen rasch etwas unternehmen, um solch einen unliebsamen Einfluss zu unterbinden. Im Unterschied zu jemand, dem „es an Herz mangelt“, weiß der Mann von Unterscheidungsvermögen, wann er schweigen muss. Anstatt das in ihn gesetzte Vertrauen zu missbrauchen, deckt er eine Sache zu. Ein Mensch mit Unterscheidungsvermögen weiß, dass unbedachtes Reden verletzen kann, und ist „treuen Geistes“. Er ist Glaubensbrüdern gegenüber loyal und gibt vertrauliche Dinge, durch die seine Brüder in Gefahr geraten könnten, nicht preis. Solche Bewahrer der Lauterkeit sind wirklich ein Segen für die Versammlung!