WATCH TOWER

BIBLE AND TRACT SOCIETY OF BRITAIN

THE RIDGEWAY LONDON NW7 1RN

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1. Januar 2001

AN ALLE ÄLTESTENSCHAFTEN

Liebe Brüder,

zwischen März und August 2000 besprachen Kreisaufseher mit Ältestenschaften, wie persönliche und Versammlungsunterlagen in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz zu bringen sind. Inzwischen solltet ihr alle Anweisungen befolgt haben, die in der Checkliste zur Befolgung des Datenschutzgesetzes" enthalten sind. Darunter war auch die Vernichtung der meisten Rechtsunterlagen, Protokolle und Tagesordnungen von Ältestentreffen, die persönliche Informationen, Einführungsbriefe, Korrespondenz in Bezug auf Einzelpersonen usw. enthielten. Als weitere Einführung neuer Vorschriften unter der Datenschutzgesetzgebung schenken wir unsere Aufmerksamkeit jetzt zwei Gebieten, Akten in Bezug auf Kindesmissbrauch und die Berichtskarten über Gemeinschaftsentzug und Verlassen der Gemeinschaft (S-79b).

Das Versammlungsdienstkomitee sollte innerhalb einer Woche nach Erhalt dieses Briefes zusammenkommen und sorgfältig alle unten aufgeführten Anweisungen befolgen. Während ihrer nächsten Besuchsrunde werden die Kreisaufseher das nachprüfen, um sicherzustellen, dass diese Schritte vollzogen worden sind.

AKTEN IN BEZUG AUF KINDESMISSBRAUCH

Während Versammlungsunterlagen in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz gebracht werden müssen, hat die Ältestenschaft die schwerwiegende Verantwortung, Kinder vor möglichem Schaden zu schützen (Psalm 127:3). Älteste sollten wachsam gegenüber der Handlungsweise von Personen sein, von denen bekannt ist, dass sie in der Vergangenheit Kinder missbraucht haben. (Siehe unseren Brief an alle Ältestenschaften in Großbritannien vom 1. November 1995.) Dementsprechend muss die Ältestenschaft Aufzeichnungen über diejenigen führen, die in der Vergangenheit Kinder missbraucht haben oder von denen behauptet wird, dass sie es getan haben. Um dies durchzuführen, sollte das Versammlungsdienstkomitee eine Liste mit der Überschrift "Kinderschutz - Psalm 127:3" schaffen. Die Liste sollte sechs Spalten haben: "Name der Person", "Opfer oder mutmaßliche Opfer", "Datum", "Die Sache behandelnde Älteste", "Gerichtsvornahmen" und "Versammlungsvornahme". Die Liste sollte auch dann erstellt werden, wenn es in euren Unterlagen gegenwärtig keine Fälle von Kindesmissbrauch gibt. Auf diese Weise steht sie für künftigen Gebrauch zur Verfügung, wenn das nötig sein sollte. Die Liste "Kinderschutz" sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

In die entsprechenden Spalten schreibt den Namen des Schänders oder mutmaßlichen Schänders; falls bekannt, den/die Namen des/der Opfer(s) oder des/der mutmaßlichen Opfer(s) und in welcher Beziehung der Täter zu dem/den Opfer(n) stand; wann die Sache ans Licht kam; und die Namen der Ältesten, die in irgendeiner Weise mit der Sache befasst waren. In die Spalte "Gerichtsvornahmen" schreibt nur eines der beiden folgenden Wörter: "überführt" oder "mutmaßlich ."Überführt" meint Personen, die von einem weltlichen Gericht des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden wurden. "Mutmaßlich" ist der Begriff, der in allen anderen Fällen verwendet wird. Wenn die Versammlung etwas unternommen hat, macht einen Haken an die Spalte "Versammlungsvornahmen" und auf normale Weise einen Eintrag in die Liste "Besondere Hirtentätigkeit". Wo dem Grundsatz aus 1 Timotheus 5:19 nicht nachgekommen werden kann, tragt in die Spalte "Versammlungsvornahmen" "keine" ein.

Wenn ihr die Liste vervollständigt habt, schickt alle mit Kindesmissbrauch in Beziehung stehenden Unterlagen in einem unserer besonderen blauen Umschläge an die Gesellschaft. Wenn die Korrespondenz vom Umfang her nicht in einen Umschlag passt, kennzeichnet andere Umschläge, die ihr verwendet, mit "VERTRAULICH - DIENSTABTEILUNG".

AN ALLE ÄLTESTENSCHAFTEN

1. Januar 2001

Seite 2

Wenn ein Mitglied der Versammlung des Kindesmissbrauchs beschuldigt wird, denkt daran, sofort mit der Rechtsabteilung der Gesellschaft Kontakt aufzunehmen. Auf der Liste "Kinderschutz" sollte, wie oben beschrieben, ein Vermerk gemacht werden. Alle Korrespondenz, einschließlich unterlagen aus dem Rechtskomitee, sollte an die Gesellschaft geschickt werden, es sei den, die Gesellschaft erteilt anderslautende Anweisungen.

Wenn Älteste aus einem bestimmten Grund besondere Tatsachen über einen früheren Fall wissen müssen, sollten sie sich schnell wegen Information und Rat an die Gesellschaft wenden.

BERICHTSKARTEN ÜBER GEMEINSCHAFTSENTZUG ODER VERLASSEN DER GEMEINSCHAFT (S-79b)

In euren Unterlagen sollten die einzigen rechtlichen Berichte, abgesehen von der Liste "Besondere Hirtentätigkeit", die S-79b- (früher S-78)-Karten für in eurer Versammlung behandelte Fälle sein, wo die Person noch lebt und ausgeschlossen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat. Für jede dieser Personen solltet ihr beigefügt zwei neue S-77-Formulare finden, die die grundlegenden Einzelheiten zeigen. Beigefügt ist auch ein Blatt mit der Überschrift Liste lebender Personen, die augenblicklich ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben.

Das Versammlungsdienstkomitee sollte jede S-79b- (oder S-78)-Karte vernichten und sie durch die beigefügten S-77-Formulare ersetzen. Die Formulare sollten in versiegelte Umschläge (pro Fall ein Umschlag) gesteckt und an sicherem Ort aufbewahrt werden.

Wenn künftig jemand wieder aufgenommen wird oder stirbt, sollte der Sekretär die entsprechenden Kästchen auf beiden S-77-Formularen abhaken und unten unterschreiben und das Datum eintragen. Dann wird er ein Exemplar im besonderen blauen Umschlag an die Gesellschaft schicken. Das andere S-77-Formular sollte in versiegeltem Umschlag in den vertraulichen Unterlagen der Versammlung aufbewahrt werden.

Wenn ihr die S-79b- (S-78)-Karten durch S-77-Formulare ersetzt, wird eine Anzahl von Versammlungen wahrscheinlich Ungereimtheiten finden. Während der kürzlich erfolgten Vernichtung von Rechtsunterlagen hat sich dies bereits herausgestellt. Auf der Rückseite der Liste lebender Personen, die augenblicklich ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben, werdet ihr Anweisungen finden, wie mit diesen Situationen umzugehen ist. Unter keinen Umständen solltet ihr versuchen, Informationen zu klären, indem ihr bei der Person oder seiner Familie eine Anfrage macht.

Habt ihr eure Unterlagen durchgesehen, ob irgendwelche Ungereimtheiten bestehen oder nicht, sollte das Versammlungsdienstkomitee die Liste lebender Personen, die augenblicklich ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben, unterzeichnen und sie in dem beigefügten blauen Umschlag an die Gesellschaft zurückschicken. Wenn auf der Liste nicht genügend Platz ist, um Einzelheiten von Ungereimtheiten darzustellen, benutzt ein separates Blatt. Die Liste sollte bis spätestens 1. Februar 2001 an die Gesellschaft zurückgeschickt werden.

Wir begrüße euren weiteren Beistand bei der weisen Sorge für Versammlungsangelegenheiten. Wir ergreifen diese Gelegenheit, um euch unsere herzliche christliche Liebe und Grüße zu senden.

Eure Brüder,

Watch Tower B. & T. Society of Britain

[Hier offizieller Stempel]