Mutpreise

Viele sind bestraft worden, weil sie die Stimme erhoben und versucht haben, andere in der Versammlung zu warnen, wie auch sich zu bemühen, einen Abschluss zu finden, indem sie darüber redeten, was mit ihnen oder ihrer Familie geschah. Opfer und ihre Unterstützer sind in der Versammlung durch Sanktionen zum Schweigen gebracht worden, die vom Bezeichnen als schlechter Umgang bis zum Gemeinschaftsentzug reichen - weil sie versucht haben, Kinder zu schützen. Wir bei Silentlambs erkennen, dass es großen Mut erfordert, wegen Missbrauchs die Stimme zu erheben. Statt die zu bestrafen, die das tun, schaffen wir eine "Ruhmeshalle" für diejenigen, die so mutig sind. Wir nennen das den Silentlambs-"Mutpreis". Wir ehren sie als Fürsprecher der Kinder und stellen sie als Beispiele für die richtige Weise heraus, wie Missbrauch angesprochen werden sollte.

Gegenwärtige Träger des Mutpreises

Für Mut über die Pflicht hinaus im Interesse des Schutzes von Kindern freuen wir uns, die folgenden Namen als Träger des Mutpreises zu nennen:

Corie Pandelo/Holloway: Corie ist die erste Trägerin des Silentlambs-Mutpreises. Sie war eine der Ersten, die an die Medien ging und den schrecklichen Missbrauch offenbarte, den sie als Kind erlitt. Ihre Bemühungen machten es vielen Missbrauchsüberlebenden leichter, sich zu melden und schließlich gehört zu werden. Sie wurde für Dateline ausführlich interviewt, aber das alles fiel der Schere am Schneidetisch zum Opfer. Ihr Mut, die Erste zu sein, ist das, was vielen Missbrauchsopfern geholfen hat.

Erica Garza: Erica wurde in Dateline interviewt, ging landesweit zu den Medien, machte Interviews mit Zeitungen und sagte über ihren Missbrauch deutlich die Meinung. Als sie erstmals mit ihrem Missbrauch vortrat, sagte man ihr, man würde sie ausschließen. Darauf ging sie zur Polizei und zeigte ihren Schänder an. ALs sie vor Gericht ging, um über den schrecklichen Missbrauch, den sie von 4 Jahren bis zum Alter von 13 Jahren erlitt, auszusagen, saßen ihre Mit-Zeugen-Jehovas auf der Seite des Schänders und schützten ihn und schickten ihr sogar Morddrohungen; alles, weil sie sich gemeldet und einen Kinderschänder angezeigt hatte. Ihre Aussage führte dazu, dass ein Kinderschänder aus dem Verkehr gezogen wurde und ihn ins Gefängnis brachte, obwohl er Zeuge Jehovas in gutem Ansehen bleibt.

Victoria Boer: Vicky ging vor Gericht und machte eine Aussage zur Wachtturm-Politik, die buchstäblich ihr Leben zerstörte. Der Prozess dauerte zwei Wochen, während die Wachtturm-Hierarchie versuchte, an die hundert Zeugen Jehovas, zusammengerufen aus mehreren Versammlungen in der Gegend von  Toronto, in den Gerichtssaal ihnen gegenüber zu setzen. Dennoch trat sie vor und machte ihre Aussage. Das endgültige Urteil in Kanada, wo der Prozess stattfand, steht noch aus. Wir schätzen ihren Mut und ihren Versuch, die Kinder zu schützen.

Laurie Fitzwater: Laurie trat bei Dateline auf, und es wurde über den Schänder gesprochen, von dem sie wusste, dass er 17 kleine Mädchen missbraucht hatte. Er bleibt Zeuge Jehovas in gutem Ansehen, während er im Gefängnis einsitzt. Doch als sie versuchte, andere Mitglieder ihrer Versammlung davor zu warnen, was geschehen war, entzogen die Ältesten ihr die Gemeinschaft, weil sie versucht hatte, die Kinder zu schützen.

Sherry Galvez: Sherry ist eine Missbrauchsüberlebende, die herbeikam, um Erica vor Gericht zu helfen. Sie saß zusammen mit Erica auf der anderen Seite des Gerichtssaals, während siebzig Zeugen Jehovas sie dreckig anschauten und schlecht behandelten, aber sie war eine Freundin, die Erica beistand. Sie kam zurück in den Gerichtssaal, als dieser Mann zum zweiten Mal verurteilt wurde, und sie sagte für Erica aus und berichtete über das Ausmaß des Missbrauchs und wie sich dieser auf ihr Leben ausgewirkt hat.

Pat Garza: Die Wachtturm-Gesellschaft schüchtert alle ein, die missbraucht werden. Pat hatte Angst, als sie erstmals mit Silentlambs sprach und das eigene Telefon benutzte. Was würde die Organisation mit ihr tun? Jetzt, wo sie seit mehr als zwei Jahren am Fortschritt der Silentlambs-Organisation beteiligt ist, ist sie sowohl als Mensch als auch geistig gewachsen. Sie ist jemand, der sich mutig gemeldet hat und nicht nur vor Gericht ihre Meinung zugunsten der Missbrauchsopfer gesagt hat, sie hat auch über ihren eigenen Missbrauch gesprochen und sich kürzlich furchtlos an die Medien gewandt. Sie hat in ausgezeichneter Weise verdeutlicht, wie die Wachtturm-Politik so vielen Menschen Schaden zufügt und warum es nötig ist, die Kinder zu schützen.

Carl Pandelo/Barb Pandelo: Ein Elternpaar, das ihrer Tochter beistand und ihr die Kraft gab, standzuhalten. Sie waren ein Teil der Geschichte in Dateline, wo darüber berichtet wurde, das ein Kinderschänder von Haus zu Haus ging. Sie unterstützen ihre Tochter, als diese an die Medien ging und sich zu diesen Dingen befragen ließ. Sie sind furchtlos für das Rechte aufgestanden, und für ihren Mut wurde ihnen die Gemeinschaft entzogen.

Jeannie Krause: Jean ist Missbrauchsüberlebende. Als sie nach Gerechtigkeit suchte, um ihrer Tochter zu helfen, wurde auch ihr mit einem Gemeinschaftsentzug gedroht, weil sie versucht hatte, die Versammlung vor dem Mann zu warnen, der ihre Tochter missbrauchte. Als sie zu den Ältesten ging, wurde ihnen gesagt, sie sollten schweigen, es wurde mit einem Gemeinschaftsentzug gedroht. Ihre Teilnahme am Silentlambs-Marsch bedeutet, dass die Ältesten immer noch versuchen können, sie auszuschließen. Sie half vielen, beim Silentlambs-Marsch dabei zu sein, und sie dient als Gebietsleiterin für Silentlambs in New York.

Joe Anderson/Barbara Anderson: Ein weiteres Ehepaar, das seine Meinung zum Missbrauch sagte und dafür schrecklich bestraft wurde. Als die Frau bei Dateline auftrat und die Wahrheit über Vertuschungen sagte, kam sie vor ein Rechtskomitee; als der Mann einfach nach 43 Jahren aus Protest gegen Missbrauch als Ältester zurücktrat, wurde er innerhalb von zwei Wochen ausgeschlossen. Für ihre mutigen Bemühungen, ifür das einzustehen, was im Interesse des Schutzes der Kinder liegt.

Sheila Bowen: Als ich erstmals mit dem Missbrauchsproblem herauskam, sagte man dieser Frau, sie brauche mich nur einfach verlassen und man würde sie schützen und sich ihrer und meiner Kinder annehmen. Sie lehnte das rundweg ab, und als Folge wurde sie verspottet, wie es allen ergeht, die für die Kinder in dieser Organisation einstehen. Sie hat bei der Gründung von Silentlambs geholfen und es unterstützt und dient in der Leitung.

Ewelina Pyjko: Ewe ist die erste Trägerin des Silentlambs-Mutpreises in Europa. Sie lebt in Deutschland und hat tapfer über ihren Missbrauch gesprochen und auch ihren Schänder bei der Polizei angezeigt. Ihr Mut, den sie mit 17 Jahren hatte, um anderen zu helfen, bildet ein Vorbild für viele weitere Jugendliche. Sie ist zusammen mit ihrer Mutter weiterhin aktive Zeugin Jehovas.

Joshua M. White: Joshua zeigte seinen Schänder mutig an und sagte aus, damit er keine anderen Kinder mehr verletzen kann. Wir begrüßen seinen Mut und seine Tapferkeit als junger Mann, der für das aufstand, was recht ist.

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