Mitschrift des Rundfunkinterviews Laurie Roth/William H. Bowen

(Dies ist eine teilweise Mitschrift, die im Falle des Irrtums berichtigt wird)

 

(Musik)

 

LR: Willkommen, meine Damen und Herren, willkommen Sie alle. Heute Abend werden wir eine sehr ernste, ernüchternde Show haben, eine Show, von der einigen von Ihnen so übel wird, dass sie Brocken erbrechen. Manche von Ihnen werden sich in den Schlaf weinen. Manche von Ihnen werden es nicht glauben. Manche von Ihnen werden mich den 'großen Satan' nennen. Viele von Ihnen, in einer gewissen Gruppe von Menschen, glauben, dass alle Medien oder jeder, der Alarm schlägt, der große Satan gegen eine sehr geschlossene Organisation ist, die sich nicht für Missbrauchsopfer zu interessieren scheint.

 

Jetzt haben wir letzte Woche kurz diese bestimmte Organisation gestreift, und ich versprach Ihnen, wenn ich könnte, würde ich einen gewissen Herrn bekommen, der 43 Jahre in dieser Organisation war und jetzt ausgeschlossen ist. Und ich spreche von der Wachtturm-Gesellschaft, den Zeugen Jehovas. Bevor wir da genauer drangehen und unsere Hemdsärmel hochkrempeln und über das wirkliche Zeug reden, die Sache mit dem Missbrauch und dem Schmerz, reden, bevor wir damit anfangen, meine Damen und Herren, will ich, dass Sie mir zuhören, und ich will, dass Sie mir deutlich zuhören: HIER GEHT ES NICHT DARUM, AUF EINE RELIGION EINZUSCHLAGEN. Es geht nicht um Wortgefechte über die Lehre. Es geht nicht darum zu sagen "alle Baptisten sind böse oder alle Zeugen Jehovas sind schlecht, oder alle Nazarener böse sind, oder alle Baptisten sind böse"; es geht darum, ehrlich zu sein, dass Tausende von Missbrauchsfällen - weltweit - nicht zur Polizei gelangen. Hier geht es um Opfer, die an Älteste herangetreten sind, die an Führer herangetreten sind. Und statt der Polizei in allen Fällen zu melden, was geschieht, werden die Opfer stattdessen noch mehr missbraucht und dafür ausgeschlossen, dass sie überhaupt etwas gesagt haben.

 

Rufen Sie mich heute Abend also nicht an, wenn wenn Sie als Zeuge Jehovas in Ihren Gefühlen verletzt sind und denken, dass ich der große Satan bin und dass ich Ihre Religion angreife. Weil es mich ebenso wenig interessiert, wenn Sie an Baumrinde glauben. Ich interessiere mich nicht dafür, ob Sie Ihren Chihuahua verehren. Es ist Amerika, Sie können tun, was Sie wollen. Wir haben alle Arten von verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Aber, wenn Sie in einem System sind, das eine blaue Wand von bösem Schweigen gegenüber Opfern hat; wenn SIE in einem System sind - mir ist egal, welcher Religion Sie angehören - mich interessiert nicht, wenn Sie glauben, die vierte Person der Trinität zu sein. Es ist ein offensichtliches schwarzes Übel - und nach dem, was ich die letzten Tage gelesen habe, kann es sein, dass ich, die Gastgeberin, Brocken kotzen und eine Pause machen muss. Und Ron, mein Produzent muss vielleicht übernehmen, weil dies Ekel erregend ist, so entsetzlich, wenn man sich einen Missbrauch der Macht nach dem anderen ansieht. Mein Gast, William H. Bowen, schließt sich mir bald an. Zeuge Jehovas seit mehr als 43 Jahren, ausgeschlossen, weil er die Dinge ans Tageslicht gebracht hat und Opfer sexuellen Missbrauchs verteidigt. William H. Bowen, er schließt sich mir gleich an, die Nummer ist 1-800-837-9680. Ich bin Laurie Roth, der große Satan, und ich werde gleich zurück sein.

 

Ansager: Sie hören die Laurie Roth-Show.

 

LR: Ich bin wieder zurück, Leute, und begrüße alle. Tatsächlich wird es heute Abend Zuhörer in Amerika und rund um die Welt geben. Ich hatte einen Anruf aus England, ich habe Anrufe aus ganz Amerika gehabt. Missbrauchsüberlebende, Leute, die einen Alptraum erlebt haben, die in gutem Vertrauen zu Kirchenältesten gegangen sind, die um Gerechtigkeit gebeten haben. Und was wurde ihnen gesagt? "Halt den Mund, oder du wirst ausgeschlossen. Wir machen es von hier aus." Und dann kommt es in zahlreichen Fällen, einem obszönen Maß an Fällen, nie zur Polizei. Sie sehen, dass sie auch Teil des großen Satans sind, so wie ich es bin. Hm, hm, Sie sehen, dass ich Teil der Medien bin, also weiß ich, wie es ist, nicht so angenehm, halten jeden isoliert, vertrauen nur dem großen Papa, der ALL DIE KLEINEN KINDER MACHT!!! 1-800-837-9680. Ich bin schon wütend.

 

(Fehlender Dialog)

 

(Willie aus Florida wird angerufen)

 

Willie: Hey, wie geht es Ihnen?

 

LR: Großartig, und wie Ihnen?

 

Willie: Phantastisch, mir geht es gut.

 

LR: Woran denken Sie heute Abend?

 

Willie: Woran ich heute Abend denke? Ich bin einfach glücklich zu wissen, dass das jetzt bekannt wird, das mit den Zeugen Jehovas.

 

LR: Was war Ihre Erfahrung mit ihnen?

 

Willie: Meine Erfahrung: Ich wuchs als Zeuge Jehovas auf, und technisch bin ich es immer noch, obwohl ich schon eine Weile nicht mehr hingehe, ich bin ziemlich untätig. Die meiste Zeit meines Lebens war ich in der Organisation. Ich habe gesehen, wie die Ältesten immer wieder Situationen in der Versammlung falsch handhabten.

 

LR: Wenn sie falsch gehandhabt sagen, worüber genau reden Sie?

 

Willie: Also, soweit es sexuellen Missbrauch angeht, davon wusste ich bis vor zwei Jahren nichts, bis ich zuerst mit Bill redete usw. Aber davor gehörte meine Mutter dazu, und mein Vater war auch Zeuge, sie hatten auch mit körperlichen Misshandlungen zu tun. Mein Vater hat meine Mutter misshandelt.

 

LR: Das tut mir so leid.

 

Willie: Und meine Mutter ging zu den Ältesten usw., und sie wandten denselben Vorschrift, dieselbe Grundsatz an, wenn man niemanden hat, der untermauern kann, was los ist, das ist die Zwei-Zeugen-Regel, dann konnten die Ältesten nichts für meinen Vater tun.

 

LR: Wissen Sie, Willie, können Sie mir eine Frage beantworten? Welcher Pädophile, Vergewaltiger oder Ted Bundy lädt seine Nachbarn ein, ihm zuzuschauen, wenn er einem Kind was antut? Also bitte!!!

 

Willie: Ich weiß. Genau.

 

LR: Also mit anderen Worten: Wenn es keine zwei Zeugen gibt, dann gehen Verbrechen in Ordnung, richtig?

 

Willie: Ziemlich genau das, was sie sagen. Ich meine, sie untersuchen die Situationen nicht so, wie es sein sollte. Und ich war einmal, was die Welt als Hilfsdiener betrachten würde, ich war selbst einmal Dienstamtgehilfe, als ich zwanzig, einundzwanzig Jahre alt war. Was bedeutet, dass man einen Schritt vor dem Ältesten in der Versammlung steht, wenn man sich hoch bewegt und geistig reifer wird. Ich habe auch mit den Ältesten in bestimmten Fällen und bestimmten Situationen gearbeitet, und ich habe gesehen, wie sie die Heilige Schrift anwenden. Meistens tun sie das richtig, aber was so ernste Bereiche wie Missbrauch angeht, oder wenn sie mit der Familienumgebung zu tun haben, da haben sie zu viel Kontrolle, sie bringen die Leute zum Schweigen, sie sagen einem, man darf seinen Bruder nicht verklagen, das geht gegen Jehova und seine Religion, man bringt seine Brüder nicht vor Gericht, es ist nicht richtig, Jehovas Namen schlechtzumachen, und wissen Sie, wenn man es doch tut, werfen sie einen raus oder man spürt Vergeltungsmaßnahmen der Versammlung.

 

LR: Ist das nicht widerlich und verdreht, Willie, wenn Sie darüber nachdenken? Man darf seinen Bruder nicht verklagen; ist Ihr Bruder jemand, der eine 12-Jährige vergewaltigt? Ist das Ihr Bruder? Entschuldigung?

 

Willie: Nein, sicher nicht.

 

LR: Herr im Himmel. Willie, ich danke Ihnen, dass Sie hereinhören. Hören Sie über Kabel oder Sender, konnten Sie es im Internet bekommen?

 

Willie: Ich konnte nicht ins Internet kommen, ich habe die neue Station reingekriegt, sie reden heute Abend über die US-Nachrichten, ich habe mich darüber etwas geärgert.

 

LR: Also danke, dass Sie angerufen haben. 1-800-837-9680 - was ist heute Abend Ihre Geschichte? Pro oder kontra? Ich will nicht, dass Leute anrufen und die Lehre verteidigen, weil es wirklich nicht das ist, was wir angreifen, wir greifen Heuchelei an, wir greifen an, warum es kleine Kinder und junge Leute und ältere Leute und junge Frauen und all Arten von Menschen gibt, die keine Gerechtigkeit in der Kirche bekommen. Warum? Warum verstecken sich Älteste hinter merkwürdig verdrehten Versionen der Heiligen Schrift? Was ist mit dem Hinschlachten von den Kindern? Was ist mit einer reinen und unverfälschten Religion, die die Witwen und die Waisen verteidigt? SIE WOLLEN SPIELE MIT DER HEILIGE SCHRIFT VERANSTALTEN? RUFEN SIE MICH NUR AN!!!

 

Heidi Meyer. Willkommen, ich glaube, Sie haben da eine Geschichte zu erzählen. Willkommen in der Sendung.

 

Heidi: Danke.

 

LR: Woran denken Sie heute Abend? Was ist Ihnen passiert, meine Liebe?

 

Heidi: Ich wurde von einem Versammlungsmitglied missbraucht, das war zwischen ungefähr 10 und 12 Jahren, das ganze zwölfte Jahr hindurch. Nachdem ich missbraucht worden war, fand ich heraus, dass viele andere junge Mädchen in meiner Versammlung ebenfalls von derselben Person missbraucht wurden.

 

LR: Meine Güte.

 

Heidi: Und als ich etwa 14 war, wurde ich eine enge Freundin eines der Mädchen, und ich fand heraus, dass sie auch von ihm missbraucht worden war, und ich fand auch heraus, als sie hingegangen war, um mit den Ältesten unserer Versammlung zu reden, da hatten sie ihr gesagt, sie könnten wirklich nichts deswegen unternehmen, denn sie hatten keine weiteren Anschuldigungen gegen ihn gehört und sie hätte ja keinen Augenzeugen..

 

LR: Dieselbe alte Schmährede: "Oh, laut 5. Buch Moses und Matthäus: wenn es nicht zwei oder mehr Augenzeugen gibt" ... Ich nehme an, dass Sie in Schwierigkeiten sind, Heidi, ich nehme an, dass Ihnen niemand glaubt?

 

Heidi: Ja gut, dann dachte ich, dass ich ihnen sagen würde, was mit mir geschah, und dann sagten sie mir genau dasselbe; ohne Augenzeugen sei vorsichtig mit dem, was du sagst, du könntest wegen Geschwätz oder Verleumdung ausgeschlossen werden. Wenn du keine Zeugen hast, um deine Behauptung zu bestätigen. Wirklich, sagst was du, könnte als Geschwätz oder Verleumdung betrachtet werden. Also war die Drohung da; halt den Mund, oder du wirst ausgeschlossen.

 

LR: Sie wollten also, dass Sie ihnen völlig vertrauten, und Sie sollten einfach den Mund halten?

 

Heidi: Richtig.

 

LR: Haben Sie etwas darüber gesagt, dass Sie zur Polizei gehen wollten?

 

Heidi: Sie ließen uns wissen, wir sollten mit niemandem darüber reden.

 

LR: Okay, und was geschah dann? Sie müssen erstaunt gewesen sein.

 

Heidi: Oh ja, ich war 15, als ich mit ihnen redete, und ich konnte es nicht glauben. Wissen Sie, ich habe mit meinen Eltern gesprochen, ich war sehr empört, ich konnte das nicht in meinen Kopf kriegen.

 

LR: Das tut mir leid.

 

Heidi: Es machte keinen Sinn, weder biblisch, noch von der Vernunft her. Es machte keinen Sinn.

 

LR: Ja, und so wird das Opfer wieder zum Opfer gemacht, und sie schützen den Pädophilen.

 

Heidi: Also, da sind drei erwachsene Männer, die sich nach meiner Erfahrung zu Männern Christi, zu Christen, erklärt haben, die ihr Leben dem Dienst für Gott geweiht haben, die biblische Grundsätze hochhalten wollten, und sie haben zugelassen, dass das weiter passiert. Und an dem Punkt wusste ich genau, was sie taten; sie suchten Ausflüchte, dass sie sich umdrehten und woanders hinschauten, dass sie nicht darauf achteten. Sie ermöglichten ihm grundsätzlich, alle diese kleinen Mädchen zu missbrauchen..

 

LR: Und so haben Sie es Ihren Eltern gesagt?

 

Heidi: Ja, ich habe es meinen Eltern erzählt.

 

LR: Gehörten sie auch zu der Kirche?

 

Heidi: Ja.

 

LR: Und was haben sie Ihnen gesagt?

 

Heidi: Mein Vater sagte mir, ich sollte es Jehova überlassen.

 

LR: Also, großartig, okay.

 

Heidi: Und meine Mama war wirklich empört, aber sie wusste wirklich nicht, was sie deswegen tun konnte. Aber weil die Drohung, ausgeschlossen zu werden, eine äußerst mächtige für jeden Zeugen Jehovas ist; alle, mit denen man umgeben ist, sind Zeugen Jehovas. Man hat keine Leute, die Freunde sind, außerhalb der Versammlung, weil dieser Umgang als schlechter Umgang betrachtet wird.

 

LR: Also waren Sie völlig isoliert, als sie drohten, sie würden die Polizei rufen, Sie wurden mit dem Ausschluss bedroht. Und was bedeutet das für uns, die wir keine Zeugen Jehovas sind? was bedeutet das?

 

Heidi: Dasselbe wie eine Exkommunikation.

 

LR: Was bedeutet das? Heißt das, dass Sie in die Hölle kommen? Heißt das, Sie können nicht mehr mit den Leuten reden, oder was?

 

Heidi: Also, die Zeugen glauben nicht an die Hölle, aber sie glauben, dass die Menschen nach dem Tod auferweckt werden, nach Harmagedon, und auf eine paradiesische Erde kommen, und darauf hat mein kein Recht, wenn man einen Gemeinschaftsentzug hat (A). (B) In einem unmittelbareren Sinne würde einem jeder, den man kennt und liebt, die Freunde, das ganze unterstützende System, das Leben, wie man es kennt, entrissen, man würde einfach das Etikett "ausgeschlossen" angeheftet bekommen.

 

LR: Meine Güte.

 

Heidi: Es ist sofort, es ist ernst, und es ist wirkungsvoll.

 

LR: Sie lebten also unter dieser schweren Bedrohung, Ihre Familie musste mit der Drohung fertig werden, und dabei versuchten sie herauszufinden, was sie tun sollten. Was geschah dann?

 

Heidi: Nun, nichts geschah. Es geschah, als ich 15 war. Als ich 16 war, zog ich aus, zog ich weg und hatte offensichtlich Schwierigkeiten, das mit der Organisation richtig zu stellen, mit den Leuten, die die Organisation führten und nicht das Ausmaß des Problems erkannten, bis ich vergangenen Mai die Dateline-Sendung sah. Und dann redete ich mit dieser Freundin, die auch missbraucht worden war, und sagte: "Wir müssen mit einem Anwalt reden", und sehen, ob wir etwas tun können, um die Botschaft zu verbreiten helfen, und das geschieht ja nicht bloß in ausgewählten Gegenden, es ist eindeutig weit verbreitet, nicht nur in unserem Land, sondern auf der ganzen Welt.

 

LR: Wie ist es dann weitergegangen? Wurden Sie ausgeschlossen, die Tatsache, dass sie jemanden verklagen wollten oder so, haben die dann gesagt: "Du bist draußen", oder was geschah?

 

Heidi: Nein, ich war untätig, wenn sich also die Vorschriften nicht geändert haben, denke ich, dass ich nicht ausgeschlossen bin. Aber ich denke nicht, dass da jemals Taten an die Öffentlichkeit gekommen sind, die sie als 'abtrünnig' ansehen würden.

 

LR: Und was geschah mit dem Kerl, der Sie missbraucht hat?

 

Heidi: Oh, der ist immer noch da, der ist aktives Mitglied.

 

LR: Er ist immer noch aktives Mitglied, wahrscheinlich vergewaltigt er immer noch kleine Mädchen, während wir hier reden.

 

Heidi: Wahrscheinlich.

 

LR: Und versteckt sich wie üblich hinter der Heiligen Schrift und handelt wie die vierte Person der Trinität, wo sie doch ein Haufen Teufel sind?

 

Heidi: Richtig.

 

LR: Unglaublich. Und was geschah mit Ihrem Leben, Heidi? Haben Sie die Stücke zusammengesammelt und weitergemacht, oder was?

 

Heidi: Mir geht es großartig, ich bin eine Überlebende. Aber das ist nicht ohne das offensichtliche Trauma, das es gab. Meine Familie redet nicht mit mir.

 

LR: Oh, das tut mir leid.

 

Heidi: Ja, das ist sehr schlimm, aber wissen Sie … Prioritäten sind Prioritäten und ganz eindeutig …

 

LR: Glauben Sie, dass Sie in die Hölle kommen?

 

Heidi: Nein. Und wenn doch, weil ich denke, dass mich jemand ausgenutzt hat, als ich ein hilfloses Kind war, dann gehöre ich da vielleicht hin, weil das Sinn für mich macht. Es ist falsch, ein Kind zu missbrauchen, und wenn das bedeutet, dass ich in der Hölle ende, dann bitteschön.

 

LR: Also, Heidi, wenn das so funktioniert, dann können Sie und ich zusammen in der Hölle sonnenbaden. Okay, Heidi, Sie sind meine Heldin, vielen Dank für Ihren Mut und dass Sie Ihre Geschichte erzählt haben. Es tut mir so leid, wenn ich von Ihrem Leid höre und der Tatsache, dass es keine Gerechtigkeit gab, aber wissen Sie, so wie man gibt, kommt es zurück.

 

Heidi: Das glaube ich.

 

LR: In Ordnung, Liebes. William Bowen ist am Apparat, und ich möchte ihn drannehmen. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie hereinhören. Sie alle, die im Kabel zuhören oder im Internet sind, ich möchte Sie alle begrüßen. Dies ist ein sehr ernstes Thema. Wir sind NICHT HINTER einer Gruppe HER. So wie die Leute, die Alarm schlugen, nicht hinter der katholischen Kirche her waren. Aber wir sind hinter denen her, die Vergewaltiger und Pädophile schützen; denen, die kleinen Kindern und jungen Leuten, den Heidis der Welt, Gerechtigkeit versagen. Ich meine, stellen Sie sich eine Welt vor, könnten Sie sich vorstellen, dass diese Leute von Haus zu Haus gehen, der Älteste ist immer noch in der Kirche, und er kommt zu Ihnen, um mit Ihnen und Ihren kleinen Kindern zu reden, und er ist immer noch dort? Oh, kam er mit allen möglichen Vergewaltigungen ungeschoren davon, warum - weil es keine zwei Zeugen gab. WELCHER PÄDOPHILE HAT ZWEI ZEUGEN, WENN ER EINER 13-JÄHRIGEN DAS ANTUT?

 

William, herzlich willkommen in der Sendung. Sie sind meine Version von John Wayne als jemand, der Alarm schlägt, und ich danke Ihnen für Ihren Mut. Nur damit Sie es wissen, William war 43 Jahre lang Zeuge Jehovas und ein Führer in der Kirche, und wie ich wird er jetzt als Satan angesehen. Und nachdem er viele, viele Jahre als Ältester und in vielen Verwaltungsämtern gedient hatte, ist er, als er Vorsitz führender Aufseher war, aus Protest gegen eine Politik, die Kinderschänder vor allen versteckt, zurückgetreten. Jetzt hat er eine Webseite, auf der alle möglichen Briefe von allen möglichen Offiziellen stehen, nicht vom Hörensagen, er veröffentlicht die tatsächlichen Dokumente, eidesstattliche Erklärungen, Dinge die man lesen kann, gehen Sie auf seine Webseite und lesen und lernen Sie, bevor Sie urteilen. Silentlambs.org. Silentlambs.org. Und dann werden sie Brocken kotzen. Und dann werden Sie wissen, warum ich mich gerade nicht sehr wohl fühle.

 

William, können Sie mich hören?

 

Bill: Ja, ich bin hier.

 

LR: Willkommen in der Sendung. Sie haben so geduldig gewartet, ich bin sicher, Sie haben Heide dort gehört.

 

Bill: Ja, ich kenne Heidi, und sie ist eine sehr tapfere und mutige junge Frau.

 

LR: Es bringt mich einfach um, dieser Kerl, der sie offensichtlich vergewaltigte, ist immer noch in der Kirche, sie sagte, ihm sei nichts geschehen.

 

Bill: Das ist richtig, und aufgrund der Organisationspolitik blieb er in der Kirche, und es scheint, aufgrund beeideter Aussagen, dass er viele junge Frauen und kleine Mädchen missbraucht hat. Und er kann immer noch in der Kirche bleiben, ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen, und er wird geschützt und hat Anonymität in der Kirche.

 

LR: Alles, weil keine zwei Zeugen dabei waren?

 

Bill: Also, es ist merkwürdig, vorher -

 

LR: William, warten Sie eine Sekunde, wir haben einen langen Abschnitt gleich nach diesen Nachrichten, es tut mir leid. Mein Gast, William Bowen, er schlägt bei den Zeugen Jehovas Alarm. Sagen Sie Ihren Freunden, sie sollen einschalten. Ich bin gleich wieder da.

 

Ansager: Dies ist die Roth Show.

 

LR: Mein Gast ist William Bowen, ein früherer Zeuge Jehovas, der es 43 Jahre lang war. Er ist ausgeschlossen worden. Er hat viel gesehen und jetzt versucht er, etwas zu erreichen, weil niemand anderer bei den Zeugen Jehovas es zu wollen scheint, wie ich sehe, was ich aus ihrem eigenen Briefkopf und ihren eigenen Dokumenten herauslese. Wie begann dies alles, William? Ich meine, wie begann es? Wohin gehen wir, woher kam es?

 

Bill: Nun, ich war Zeuge Jehovas in der zweiten Generation und sehr aktiv in der Religion, wie Sie früher erwähnten, und ich entdeckte ein Problem, das mit Kindesmisshandlung in der örtlichen Versammlung zu tun hatte, wo ich als den Vorsitz führender Aufseher diente. Und im weiteren Verlauf arbeitete ich fast ein Jahr innerhalb Versammlung daran, diesen Mann zu identifizieren, nicht nur für die Versammlung, sondern auch, dass er bei der Polizei angezeigt würde. Und es gab eine Reihe von Anrufen mit dem Hauptbüro und auch Untersuchungen über das Ausmaß des Missbrauchs. Auch wurden Anschuldigungen vorgebracht, dass er ein Kind missbrauchte, auch als wir noch redeten. Und als ich das Hauptbüro anrief, forderten sie mich auf, es in den Händen Gottes zu lassen und nichts dagegen zu tun. Es war an diesem Punkt, dass ich als Ältester zurücktreten und vorgehen und die Angelegenheit bei der Polizei melden wollte. Ich veröffentlichte dann meinen Rücktrittsbrief auf einer obskuren Webseite/Forum im Internet. Es wandten sich Hunderte von Opfern an mich, die angaben, dass ihnen ähnliche Dinge passiert waren. Dies führte dazu, im März 2001 die Silentlambs-Webseite zu starten, um den Opfern eine Stimme zu geben. Ich war später in der Lage, einigen dieser Überlebenden zu helfen, die sich an mich wandten, darunter eine junge Frau, Erica. Als sie sich mit ihren Missbrauchsbeschuldigungen meldete, ging die ganze Versammlung gegen sie vor und versuchte, sie einzuschüchtern, dass sie den Mund hielt, wie in der Situation von Heidi, mit der Sie früher an diesem Abend geredet haben.

 

LR: Wen hat sie beschuldigt, dass er sie vergewaltigt hat? Wen hat sie beschuldigt, dass er sie vergewaltigt hat, einen anderen Zeugen Jehovas?

 

Bill: Ja, dieser Mann als Dienstamtgehilfe und als Ältester in der Versammlung dort gedient. Es gibt Hinweise oder Behauptungen, dass er auch andere Mädchen innerhalb der Kirche missbraucht hatte. Und er wurde letztlich Ende der 90er Jahre verurteilt und für 11 Jahre ins Gefängnis geschickt. Als er während des Prozesses war, stand er einmal auf den Stufen des Gerichtsgebäudes, während dreißig oder vierzig Mitglieder um ihn herum auf den Stufen saßen, wo er ihnen aus der Bibel über die Prozesse gegen Jesus vorlas. Im Prinzip hat er das auf sich angewandt. Also hatte er die totale Unterstützung der Versammlung, während sie die kleine Erica behandelten, als ob sie selbst eine Verbrecherin sei. Sein Urteil wurde wegen einer Formalität umgekippt.

 

LR: Ich hätte gern, dass er die Prüfungen von Laurie Roth hier erfährt, okay? William, ich bin gleich wieder da, danke für Ihre Geduld, Anrufer; bleiben Sie dran, wir kommen gleich zu Ihnen, Richard und David und der Rest. Also, wir versuchen, einige Anrufer in der Sendung unterzubringen, aber ich will zuerst etwas Zeit mit William haben. 1-800-837-9680. Wir reden über Missbrauch, warum interessieren wir uns nicht dafür? Ich bin gleich wieder da.

 

LR: Willkommen, meine Damen und Herren, wenn Sie mich gerade eingeschaltet haben, ich spreche mit William Bowen, der Alarm schlägt und eine Webseite, silentlambs.org, hat, und wir reden über das - was mich so krank macht, ist, wie verbreitet der Missbrauch ist. Ich meine, er hat tausend Fälle von Missbrauchs, derer man sich in der Kirche der Zeugen Jehovas nicht angenommen hat. Er weiß von sechstausend. Ich meine, dass dies geradezu monumental unglaublich ist, William, Sie haben also, diese Leute haben also direkt mit Ihnen geredet, ich meine, dass Sie von mindestens sechstausend dieser Fälle wissen?

 

Bill: Absolut.

 

LR: Sagen Sie mir, wir sprachen vor der Sendung etwas darüber, und ich sah mir einige der Dokumente und einige der Briefe und Antworten der Kirche an. Nennen Sie mir ihre offizielle Politik, wenn es darum geht, sexuellen Missbrauch anzuzeigen, wie sie auf ihrer Webseite und in einem Brief von 2002 veröffentlicht ist. Das machte mich geradezu fertig. Schießen Sie los.

 

Bill: Grundsätzlich gibt es einen Brief, der am 15. Februar 2002 an alle Ältestenschaften geschrieben wurde. Und dieser Brief besagt im Grunde, wenn eine Person nicht Anzeige erstatten will, dann hat sie keine Sanktionen innerhalb der Kirche zu erwarten. Das unterstützt wirklich das Begehen von Verbrechen. Und dies sind die Anweisungen, die Ältesten gegeben werden. Also die Art, wie sie es ausdrückten, sie sagen, ob man Anzeige erstatten will oder nicht, man sieht sich mit keinen Sanktionen der Kirche konfrontiert. Und das bringt die Eltern wirklich in eine Position, wo, wenn sie den Missbrauch nicht anzeigen wollen, dann werden sie grundsätzlich von der Kirche geschützt. Und das schützt das Kind nicht.

 

LR: Nun, heißt das nicht, das Gesetz in den Bundesstaaten zu brechen, wo eine Anzeige Pflicht ist? Ich meine, wie viele Gesetze verlangen eine Anzeige, und sie spielen auch das kleine Spiel, manche tun es nicht, und manche tun es..

 

Bill: Eigentlich fordern nach unseren Untersuchungen, die von Dateline kamen, 16 Staaten eine Anzeige von Kindesmissbrauch durch Geistliche. Also nutzen Zeugen Jehovas die Gesetzeslücke in 34 anderen Staaten aus, wo sie aufgrund des Kirchenprivilegs keine Anzeige zu erstatten brauchen. Und so erstatten sie auch keine Anzeige. Jetzt ist der Punkt, den ich zu machen versucht habe: Warum sagt Gott in 16 Staaten, dass eine Anzeige eines Verbrechens verlangt wird, aber Gott sagt in 34 anderen Staaten nicht, dass Anzeige erstattet werden muss? Wer sind sie, dass sie sagen, Gott meine, man müsse keine Anzeige erstatten? Als ich meinen Rücktrittsbrief schrieb, gab ich dreimal an, dass es ethisch und moralisch falsch ist, Kinder nicht zu schützen. Das Verbrechen der Kindervergewaltigung nicht anzuzeigen, ist ethisch und moralisch falsch, und bestimmt würde Gott würden über Benehmen wie dieses nicht hinwegsehen oder es gutheißen.

 

LR: Unglaublich. Ohne Zweifel. In einer Sekunde werde ich einen weiteren Anrufer hereinbringen, und sie wollen vielleicht etwas dabei sein. Erzählen Sie mir kurz über die Geschichte - war es in Schweden? Es gab einen Dokumentarfilm dort, und eine tapfere Seele meldete sich und redete über seinen Missbrauch, und er wurde völlig fertig gemacht. Was geschah mit ihm?

 

Bill: Das war ein junger Mann namens Anders, der 24 Jahre alt ist, er ist ein aktiver Zeuge Jehovas, und er meldete sich in dem Programm, das im April dieses Jahres gesendet wurde. Und er erzählte von seinem Missbrauch. Und die Kirche ging gegen ihn vor mit einem - ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll - völligen Ausschlussfeldzug. Nicht nur, dass sie einen Brief an alle Versammlungen schickten, sie brachten sogar noch eine Anzeige auf einer Viertelseite in den größten Zeitungen in Schweden heraus, worin sie im Kern sagten, dass er nichts anders als ein großer Lügner war. Und sie sagten noch weiter, dass sie sich natürlich vom Programm distanzierten und dass sie daran dachten, das schwedische Fernsehen zu verklagen.

 

LR: Und woher hatten sie die Informationen, dass er so ein großer Lügner war? Sind sie zu ihm gekommen und haben ihn nach einem Augenzeugen gefragt?

 

Bill: Sie haben nie mit ihm geredet. Tatsächlich hat seine eigene Mutter, die eine aktive Zeugin Jehovas ist, an das Hauptbüro dort in Schweden geschrieben oder da angerufen. Sie hat gefragt, woher sie ihre Informationen haben. Und sie schrieben ihr einen Brief - der übrigens auf meiner Webseite veröffentlicht ist, in dem sie ihr gesagt haben, sie hätten die Information von seinem Schänder.

 

LR: Unglaublich.

 

Bill: Sie benutzten also das Wort eines Kinderschänders, um ein Opfer als Lügner zu bezeichnen. Vor drei Wochen wurde Anders ausgeschlossen, als zwei Älteste ihn auf seiner Arbeitsstelle informierten. Er hatte nicht einmal eine Verhandlung, das Recht auf Berufung wurde ihm verweigert

 

LR: Er wurde also ausgeschlossen, und jetzt kommt er in die Hölle und schließt sich Heidi und mir an, und ich glaube, wir müssen uns die Sonnenmilch teilen. Sie könnten sich uns auch anschließen; werden sie sehr schnell braun, William? Ich meine, wenn wir doch alle in die Hölle kommen, werden Sie -

 

(Fehlender Dialog)

 

Bill: … das wirklich Abscheuliche ist, wie die leitende Körperschaft sich entschieden hat, damit umzugehen, und was mit den Opfern passiert ist. Diese Leute, die sich da wegen Dokumenten über Kindesmissbrauch meldeten, wurden tatsächlich im Jahr 2002 ausgeschlossen. Ich Verbrechen gegen Gott war einfach, dass sie sagten, es gebe ein Problem mit Missbrauch. Einer von ihnen, ein Ältester, schrieb nur einen Brief und trat zurück, er wurde zwei Wochen später ausgeschlossen.

 

LR: Unglaublich, er kann sich freuen auf seine - ich glaube, wir kommen alle in die Hölle. Richard and David, ich bin gleich wieder da, dann werde ich Sie in die Diskussion mit einschließen. 1-800-837-9860. Wir reden über Unrecht in monumentalen Ausmaßen. Ich bin gleich wieder zurück.

 

(Fehlender Dialog)

 

LR: …im Kabelgebiet und im Internet auf der ganzen Welt und meine Zweiggesellschaften. Wir reden über Kinderschänder, und warum bestimmte führende Körperschaften bei den Zeugen Jehovas Dinge verbergen, oder sicher scheint ihre Vorstellung von Anzeige für mich bizarr zu sein. Und mein Gast ist William Bowen. Und jetzt streuen wir ein paar Anrufe ein, aber ich wollte ihm die Chance geben, etwas seine Geschichte zu erzählen. David aus Virginia, willkommen in der Sendung. Woran denken Sie heute Abend?

 

David : Hallo Mr. Bowen, hier ist David aus Virginia. Ich möchte gern etwas über die geheime Datenbank wissen, die die Zeugen Jehovas haben, die 23.720 Kinderschänder in New York City. Und ich frage mich, warum können wir nach Waco gehen und Waco platt machen, aber wir können nicht zur leitenden Körperschaft gehen und sie dort aufmischen und alle diese Kinderschänder ins Gefängnis bringen.

 

LR: Okay, William, können Sie ihn hören?

 

Bill: Ja, ich kann ihn hören.

 

LR: Okay, also, wie antworten Sie darauf?

 

Bill: Die Datenbank, wegen deren sich drei verschiedene Personen an mich gewandt haben, das ist eine Zahl, ich meine, dass sie zugenommen hat, seit das im März 2002 tatsächlich herauskam. 23.720 sind Berichte, die Älteste machen und in denen sie detaillierte Informationen über Leute darstellen, die Kinder belästigt haben, oder, wie sie es nennen, angebliche Kinderschänder. Diese Datenbank, ich glaube fest, nach meiner Meinung haben mindestens 80 Prozent dieser Leute in konservativen Zahlen nie das Licht einer Polizeiuntersuchung gesehen. Diese Männer bleiben innerhalb der Religion anonym, und dies ist mehr oder weniger eine weltweite Zahl. Wenn Sie daran denken, dass es nur sechs Millionen Zeugen Jehovas weltweit gibt, wenn Sie eine Zahl von 23.000 haben; wenn Sie daran denken, dass es nur 90.000 Versammlungen gibt, bedeutet das, dass es nach ihren eigenen Berichten einen Schänder pro vier Versammlungen gibt. Dies sind solche, die bestätigt und der Kirche berichtet worden sind. Damit sind nicht die mitgezählt, die geleugnet haben, dass sie Kinderschänder sind. Und wenn Sie die Folgen davon berücksichtigen; das ist ein Grund, warum ich den Ausdruck 'Pädophilenparadies' prägte. Wenn ich ein Pädophiler wäre, würde ich sofort ein Zeuge Jehovas werden. Weil man all die Vorschriften zu seinen Gunsten hast, würde man in der Lage sein, Kinder zu belästigen und ungeschoren davonzukommen, ohne identifiziert zu werden.

 

LR: Unglaublich. Nennen Sie uns noch einmal die Vorschriften, ihren offiziellen Brief von ihrer offiziellen Führung und was sie sagen: A,B,C und welche Vorschriften. Warum begünstigt das Pädophile?

 

Bill: Wenn Sie zur Webseite der Zeuge Jehovas gehen und nach ihrer Vorgehensweise bei Kinderschändung suchen, dann identifizieren sie dort drei Probleme, die angegangen werden müssen, bevor sie eine Untersuchung beginnen. Nummer eins, wenn ein Kind missbraucht wird, fordern sie von Laiendienern, die keine Schulung haben, das Verbrechen der Kindervergewaltigung zu untersuchen, dies ist der erste Fehler. Das Zweite, was sie tun, Kinderschänder innerhalb ihrer Organisation müssen anonym von Haus zu Haus gehen und die Öffentlichkeit besuchen. Und die Öffentlichkeit wird nicht über diese Männer, die sie da in ihren Häusern besuchen, informiert, und sie lassen die Leute nicht wissen, dass diese Personen als Kinderschänder identifiziert sind. Dies sind Leute, die geständige Kinderschänder sind, ganz zu schweigen von denen, die nur beschuldigt werden. Der dritte Bereich ist, jeder Kinderschänder, der in der Religion der Zeugen Jehovas ist, kann innerhalb von zwanzig Jahren, nachdem er wegen Kinderbelästigung angeklagt ist, wieder die Voraussetzungen für einen Ältesten erfüllen. Ein Kinderschänder sollte NIE eine Verantwortungsposition in irgendeiner Kirche haben dürfen, wenn er jemals ein Kind verletzt hat. Also ist dies alles, worum wir bitten. Und dies ist das, worum wir seit dem Tag Eins gebeten haben. A: Melde es bei der Polizei. B: Identifiziere Kinderschänder und erlaube ihnen nicht, die ahnungslose Öffentlichkeit zu besuchen. Und 3: Gebt ihnen keine Verantwortungspositionen in der Kirche.

 

LR: Und Sie sind an die Oberen herangetreten, William, und haben versucht, sie um diese drei vernünftigen Punkte zu bitten?

 

Bill: Wir haben das seit dem Tag Eins gesagt. Es stand in meinem Brief, den ich ihnen geschrieben habe. Und wiederholt wurde darum gebeten. Und zahlreiche andere haben Briefe geschrieben, haben sie gebeten, das zu ändern. Sie weigern sich einfach.

 

LR: Unglaublich, William. William, wir brauchen eine Pause für die Nachrichtensendung. David, danke für Ihren Anruf. 1-800-837-9860, wenn sie eine Frage oder einen Kommentar haben, oder wenn sie einverstanden sind oder nicht, bitte rufen Sie uns an. Wir sind gleich nach den Nachrichten wieder da. Richard, ich werde sie gleich drannehmen. Ich bin Laurie Roth.

 

Ansager: Meine Damen und Herren, hier ist Annie Oakley auf Sendung. Sie ist zu Ende. Hier ist die Roth Show. Jetzt Ihre Gastgeberin, Laurie Roth.

 

LR: Willkommen, meine Damen und Herren, zur zweiten Stunde der Sendung. Wenn sie eben erst eingeschaltet haben, ich bin da mit William Bowen, Alarmrufer und 43 Jahre lang Zeuge Jehovas. Wer fand heraus, dass die leitende Körperschaft, die Ältesten und die Kirche dabei waren, ein ganzes Bündel schmutzige kleine Geheimnisse zu verbergen; wie zum Beispiel Dinge nicht bei der Polizei melden? Weil ich annehme, sind sie Teil des großen Satansnetzes wie all die Medien einschließlich mir und jetzt ihm. Und jeder, der die Opfer zu verteidigen scheint, ist böse. Wenn wir etwas tun, um zu versuchen, den Opfern statt den Übeltätern zu helfen oder ihnen zur Seite zu stehen, werden wir Satan genannt, oder wir gehen Jesus Christus an oder greifen ihre Religion an. Gut, wen interessiert das, mir ist es herzlich egal, jeder, es ist ein freies Amerika, kann glauben, was er will, aber wenn man Pädophile und Vergewaltiger versteckt, wenn sie fortfahren können, von Haus zu Haus zu gehen, wenn sie Älteste sein können, nur weil sie sagen: "Es gibt nicht zwei oder mehr Zeugen", dann könnt IHR MICH MAL. IHR KÖNNT MICH MAL. 1-800-837-9860. David, Sie hatten nicht viel Zeit, eine Anschlussfrage zu stellen, weil wir eine lange Nachrichtenpause hatten, schießen Sie los, und wenn Sie die Gedanken fortsetzen möchten, dann los.

 

David : Ich würde einfach gern wissen, wie die ihr Geld kriegen. Könnte man diese Leute verklagen, und hilft dabei diese Sache mit dem Geld? Und wie sie ihr Geld von Haus zu Haus kriegen, und wofür es benutzt wird und so?

 

Bill: Wollen Sie, dass ich dazu etwas bemerke?

 

LR: Ja.

 

Bill: Zeugen Jehovas haben einen Fonds, und er wird die Weltweites Werk genannt. Wenn man eine Spende für das Werk von Haus zu Haus gibt, wird es an den Fonds Weltweites Werk gesandt. Wir sind dabei, wir lassen mindestens sieben verschiedene Opfer Klagen gegen die Wachtturm-Gesellschaft anstrengen, natürlich wird das Hauptbüro der Zeugen 'Wachtturm-Gesellschaft' genannt - sie gehen sofort in die örtliche Gemeinde, wo sich diese Opfer befinden, und sie beauftragen die besten Anwaltskanzleien, die versuchen, diese Klagen mit Anträgen abschmettern zu lassen, mit leichtfertigen Anträgen - zur Melodie von Hunderten - die gegen diese Opfer eingereicht werden. So könnten Sie buchstäblich sagen, dass Millionen von Dollars aus dem Weltweiten Werk für Kinderschänder ausgegeben werden - weil sie praktisch gegen die Opfer vorgehen, um die religiösen Rechte von Kinderschändern zu schützen, letztlich schützt man damit den Kinderschänder. Ich war im Gerichtssaal im Mai dieses Jahres. Da sah ich zwei Wachtturm-Vertreter - ein Wachtturm-Anwalt und jemand von der Dienstabteilung saßen auf der Seite des Gerichtssaals, wo ein Mann, der deswegen verurteilt wurde, weil er seine zwei Töchter vergewaltigt hatte, 56 Jahre kriegte, und dort saßen sie und verteidigten sein religiöses Recht, keine Informationen preiszugeben. Wer bezahlte ihre Reisen, um bei Gericht bei einem Kinderschänder zu sitzen? Wer bezahlte die lokale Anwaltskanzlei, um ihre Rechtsanwälte zur Arbeit anzuhalten? Jeder, der zum Fonds Weltweites Werk beiträgt. Wenn Sie oder irgendein Zeuge Jehovas diesem Fonds einige Cents spendet, geht das in die Verteidigung von Kinderschändern.

 

(Fehlender Dialog)

 

LR: Direkt vor der Pause war ein kleines Plopp, und ich war plötzlich nicht mehr auf Sendung, und dann ich musste zurückrufen und darauf zurückkommen - das war sehr merkwürdig. Alles Mögliche geht da vor. Jedenfalls ist wieder alles in Ordnung. Ich schalte mich in einen Anruf aus dem Vereinigten Königreich; Ich bin sicher, dass er eine Frage für William, unseren Gast, hat. Sind Sie wieder da, William?

 

Bill: Ja, ich bin wieder da.

 

LR: Okay, gut. Wir sind alle wieder da. Offensichtlich schlug Gott zu, ein Blitz ist eingeschlagen aber wir sind wieder alle da. Okay Richard, willkommen in der Show. Können Sie mich richtig hören?

 

Richard: Ja.

 

LR: Hallo, was ist Ihr Kommentar heute Abend?

 

Richard: Ich möchte nur wissen, warum die Zeugen und die Katholiken all diese Pädophilen haben.

 

LR: Also, das ist eine interessante Frage. Haben Sie eine Idee, William?

 

Bill: Nun, ich denke, die Katholiken und ihr Problem, das ist in erster Linie die Sache mit den Priestern gewesen, die kleine Jungen missbrauchen. Man fragt einen Katholiken, wenn ein Mitkatholik ein belästigtes Kind hätte, was würde er tun, er würde sofort sagen: "Nun, wir würden der Polizei rufen." Der Unterschied zwischen den Katholiken und den Zeugen Jehovas ist, die Politik der Zeugen Jehovas schreibt vor, dass jeder Kindesmissbrauch grundsätzlich innerhalb der Kirche behandelt wird, und die Mitglieder werden von den Ältesten unterrichtet, wie weit sie sich um dieses Problem kümmern sollen. Und Älteste werden als das direkte Wort Gottes betrachtet. Wer die Anweisung oder den Rat eines Ältesten bezweifelt, könnte tatsächlich mit Gott in Schwierigkeiten geraten. Und das wird von der Märzausgabe des Wachtturm gestützt, worin auf Seite 17, Absatz 17 gesagt wird: "Durch die Zusammenarbeit mit der Vorkehrung der Ältesten in der Versammlung zeigen wir, dass wir auf Jehova vertrauen." Also, wenn man nicht mit den Ältesten zusammenarbeitet, dann vertraut man nicht auf Gott. Und die meisten Mitglieder würden diese Haltung nicht nehmen wollen, wenn es darum geht, den Rat eines Ältesten, den sie bekommen, abzulehnen.

 

LR: Großer Gott. Richard, wie ich verstehe, rufen Sie aus Großbritannien an. Können Sie mich hören?

 

Bill: Ich denke, Sie haben ihn vielleicht verloren.

 

LR: Wir haben Richard vielleicht verloren. Jetzt kommen wir zu Jude in Moscow, Idaho. Willkommen, Jude, wie geht es Ihnen heute Abend?

 

Jude: Hallo, ich möchte gern Mr. Bowen für seinen Mut danken. Ich bin so dankbar, dass er den Mut hat, für Moral und das, was recht ist, aufzustehen. Meine eine Frage, die ich an ihn habe, ehe ich eine Bemerkung mache, ist: Mr. Bowen, haben Sie jemals bemerkt, als Sie bei den Zeugen waren; haben Sie je bemerkt, dass eine Menge Frauen äußerst depressiv waren?

 

Bill: Anscheinend bekamen eine Menge Frauen, die ich kannte, irgendein Antidepressivum.

 

Jude: Ja. Vor etwa vier Jahren kamen etwa jede Woche einige Zeuginnen in mein Haus. Und sie lasen die Heilige Schrift mit mir, so wie sie sie sahen und so, und es war einfach wie ein Witz für mich. Ich machte keinen Spaß aus ihnen oder so. Aber ich konnte sie beobachten, und ich bemerkte, dass diese Frauen fertig waren, sie waren deprimiert, sie waren ärgerlich. Ich lernte sie ein kleines bisschen kennen. Aber mein Kommentar, den ich machen möchte, ist: Vor etwa zwei Jahren gab mir eine Freundin von mir unten in Mexiko ein erleuchtetes Schild, und es war die Jungfrau von Guadalupe darauf, und es besagte: "Dies ist ein katholisches Haus, wir brauchen keine andere Religion. Danke", und es war auf Spanisch. Und ich stellte es in mein Fenster neben meiner Tür. Und es hielt die Zeugen nie davon ab, an meine Tür zu klopfen. Und nachdem ich Ihrer Aussage, Herr Bowen, und dem zuhörte, was Frau Roth in früheren Talkshows über die Zeugen Jehovas gesagt hat, machte ich heute Abend ein neues Schild. Ich nahm das Schild aus dem Fenster, und machte ein Schild, das besagt: 'Keine Zeugen Jehovas', und darunter dann 'www.silentlambs.com'. Und das sollte sie entweder davon abhalten, dass ich hinter ihnen her bin, oder es wird sie wenigstens vielleicht ein kleines bisschen erziehen.

 

LR: Es heißt www.silentlambs.org, vielleicht wollen Sie Ihr Schild ändern. Aber Jude, sehen Sie, wenn Sie wie ich sind, kann jeder seine Freiheit wählen. Ich meine, dass ich auf keine Zeugen Jehovas oder Katholiken oder irgendjemand anderen einprügeln will. Ich meine, dass die Leute ihre Sache machen können. Aber es ist, wie ich aus Williams Herzen höre, sehen Sie, wenn es dazu kommt, wenn man Leute hat, die an Ihre Tür kommen, die Pädophile in gutem Ansehen sein könnten, mit denen man sich wegen der blauen Wand der Stillhaltepolitik nie befasst hat, dann wird es Ihre Angelegenheit, Jude, ihre Familie zu verteidigen; es wird meine Angelegenheit. Und das ist es, glaube ich, warum wir schreien, wann werden die einmal aufwachen, ich meine, William hat in der vergangenen Stunde gesagt, dass 6.000 Leute direkt mit ihm geredet haben, das waren Opfer, und dann weiß er von der Datenbank bei den Zeugen, die besagt - was, William, wie viele? Dreiundzwanzigtausend und ein paar?

 

Bill: 23.720 bis März letzten Jahres.

 

LR: Und sehen Sie, das ist einfach so unglaublich. Jude, vielen Dank, dass Sie angerufen haben.

 

Jude: Als Mr. Bowen sagte, dass die Zeugen Jehovas die Religion sei, wie für Pädophile gemacht, habe ich eine Gänsehaut bekommen, so angewidert war ich. Danke, Mr. Bowen, und danke auch Ihnen, Laurie.

 

LR: Sicher, und eine gute Nacht. Sie wissen, Leute, denken Sie daran, es geht darum, die Fakten zu nennen und ehrlich zu sein und jene zu suchen, die tugendhaft in jeder Religion sind und das Gute tun wollen. Ich meine, dass ich dies meinen muslimischen Freunden nach dem 11. September sagte: "Meldet euch, zeigt eure Wut, euren Ärger, macht den Abfluss sauber." Macht den Abfluss in der katholischen Religion sauber, macht den Abfluss in der Religion der Zeugen Jehovas sauber. Sagen Sie mir nicht, dass sie, wenn jemand Alarm schlägt, versuchen, das Richtige zu tun, und versuchen, wirklich Christus gleich zu sein und unschuldige Opfer zu verteidigen; sagen Sie mir nicht, dass sie Abtrünnige sind! Und Sie wagen diese Leute auszuschließen. Sehen Sie, das ist das, was mich heiß macht; wenn die Leute versuchen, das Richtige zu machen, wie Sie, William; und Sie haben mir außerhalb der Sendung gesagt, dass Sie Morddrohungen bekamen, ist das richtig? Und Sie haben keine Ahnung, dies sind einfach anonyme Morddrohungen?

 

Bill: Ja, das ist richtig. Es gab sogar eine E-Mail, die verbreitet wurde, dass ich gestorben sei. Sie verbreiteten das einen Morgen als Art, zu versuchen, Leute loszuwerden. Ich weiß nicht, wer diese skrupellosen Leute sind. Jetzt will ich darauf hinweisen, dass es viele gute Leute gibt, die in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas sind. Ich weiß davon, und an mich sind viele Zeugen Jehovas herangetreten, die Unterstützung für das, was wir tun, anbieten. Sie sagen, dass sie mehr tun möchten, aber dass sie sich so davor fürchteten, was mit ihnen geschehen würde, wenn sie es tun.

 

LR: Sicher. Aber sehen Sie, das ist das Unheimliche, William; die Leute sollten, eine Religion sollte etwas sein, das den Geist erbaut und das Herz emporhebt. Sie sollte etwas sein, das Gnade in Ihrem Leben gibt, Frieden und Freude. Es sollte nicht etwas sein, wo Sie in Furcht leben, wie in Nazideutschland, wo die Gestapo vorbeigeht und man etwas tut, was richtig ist, und man wirft Licht auf Böses, man sollte nicht ausgeschlossen und in die Hölle verbannt werden. Das ist falsch, William. Es ist falsch.

 

Bill: Ich wurde im August des letzten Jahres exkommuniziert, und die Anklage gegen mich war, 'er verursacht Spaltungen'. Sie sagten nicht, das, was ich sagte, sei eine Lüge, den natürlich kann ich beweisen, dass es wahr ist; sie sagten, es beunruhige Mitglieder der Kirche, das war die Grundlage, die sie verwendeten, um mich zu exkommunizieren. Also für mich ist das nicht biblisch, Leute zu exkommunizieren, die einfach nur die Wahrheit sagen.

 

LR: Das ist genau richtig, oh sie haben eine großartige Bibelstelle zitiert, wissen Sie, die sind sehr groß im Zitieren der zwei oder mehr Zeugen, und das 5. Buch Moses und Matthäus 5; Sie haben mir vom Buch Prediger erzählt, können Sie uns das mitteilen?

 

Bill: Hesekiel 34, den Vers 4. Ich habe es hier, wenn Sie es hören wollen.

 

LR: Hesekiel, Entschuldigung. Lesen Sie bitte

 

Bill: "Die Erkrankten habt ihr nicht gestärkt, und das Leidende habt ihr nicht geheilt, und das Gebrochene habt ihr nicht verbunden, und das Versprengte habt ihr nicht zurückgebracht, und das Verlorene habt ihr nicht zu finden gesucht, sondern mit Härte habt ihr sie untertan gehalten, ja tyrannisch." Ich las diese Bibelstelle am 27. September vergangenen Jahres auf ihren Eingangsstufen, wir hatten über hundert Missbrauchsopfer, die sich als Augenzeugen dafür meldeten, wie diese Politik sie verletzt hat. Sie haben die Tür verschlossen, die Gegensprechanlage abgestellt und so getan, als wären wir nicht da.

 

LR: Mit hundert Zeugen? Unglaublich.

 

Bill: Und wissen Sie, sie sagen, sie würden auf Augenzeugen antworten. Nun, wir haben hundert Augenzeugen mitgebracht, und si haben das ignoriert.

 

LR: Und sie haben sie ausgesperrt?

 

Bill: Die meisten, die da an ihrer Einganstür standen, waren Zeugen Jehovas in gutem Ansehen.

 

LR: Unglaublich. Richard aus Soap Lake, ich dachte, Sie kämen aus Großbritannien, weil da ein anderer Mann war, aber offensichtlich ist er weg. Richard, hatten Sie noch einen Gedanken oder eine Frage, die Sie William stellen wollten?

 

Richard: Sicher. Ich möchte mich auf die Hoffnung für jene Kinder konzentrieren, die missbraucht worden sind. Es gibt große Hilfe für sie. Es gibt riesige Anwaltskanzleien, die bereit sind, ihren Fall anzunehmen und ihnen keine Kosten zu berechnen. Und ... ich möchte auch sagen, dass die schlechte Politik von ganz oben in dieser Organisation kommt, wahrscheinlich weil manche von ihnen desselben Kindesmissbrauchs schuldig sind, von dem sie behaupten, dass es ihn in der Versammlung gibt..

 

LR: Okay, das ist - warten Sie, Richard. William, haben Sie darauf eine Antwort? Gibt es ganz oben in der Führung Leute, von denen Sie wissen, dass sie Kinder oder junge Leute missbrauchen?

 

Bill: Nun, als ich am 27. September dort war, meldete sich eine Frau und beschuldigte Ted Jaracz, ein Mitglied der leitenden Körperschaft, sie als Kind missbraucht zu haben. Nun ist das eine Behauptung, die dasselbe wäre, als würde man den Papst anklagen, ein Kind zu missbrauchen. Diese Frau hat seit 1994 Briefe geschrieben, versucht, eine Untersuchung zu bekommen, und versucht, Hilfe zu bekommen, und dass diese Anklagen bestätigt würden.

 

LR: Lassen Sie mich raten: Es gab keine Zeugen, also führt das nirgendwo hin.

 

Bill: Das stimmt genau. Sie haben ihre Politik benutzt, um die Opfer zum Schweigen zu bringen.

 

Richard: Ich möchte Ihnen auch von dem Fall Erica Rodriguez in Ritzville, Washington, erzählen. Als der Mann, der Erica missbrauchte, für schuldig befunden wurde, und der Richter das Urteil über ihn fällte, erhoben sich all die Zeugen Jehovas dort und drohten, Erica zu ermorden. Nun, da ist nicht das, was ich allein sage; ich habe das offizielle Protokoll davon. Und auch das offizielle Band.

 

LR: Okay, Richard. William, sind Sie vertraut mit dem Fall?

 

Bill: Ja.

 

LR: Wie haben Sie diesen Fall verstanden?

 

Bill: Nun es gab eine Person, die dort beim Prozess war, die sagte: "Ich werde dich töten", oder Worte in diesem Sinne. Und Erica erzählte bloß noch einmal von dem Missbrauch, den sie über viele Jahre hatte, von Manuel Belize, jetzt einem verurteilten Kinderschänder. Und so kann ich nicht begreifen, warum irgendein Mitglied ihrer Versammlung sagen sollte: "Ich werde dich töten", oder Worte in diesem Sinne, wenn eine Person sich wegen ihres Missbrauchs meldet.

 

LR: Richard, danke für Ihren Anruf. Ich muss zu einigen anderen Anrufern weitergehen. Es geht immer weiter. William, der Abfluss geht immer weiter. Ich meine, dass er einfach nie endet. Und doch, der Garcia-Fall, den wir kaum berührt haben, mit der Enthüllung bei Dateline, und dieses Mädchen, wurden sie und ihre ganze Familie ausgeschlossen, weil sie es, ihren Missbrauch, gemeldet haben?

 

Bill: Bis heute ist Erica nicht exkommuniziert worden, aber sie wird behandelt, als sei sie exkommuniziert. Sie ist eine Lügnerin genannt worden, natürlich von Mitgliedern, die in der Gegend leben. Sie wurde in der Tat im Supermarkt angehalten, wo sie einen Tisch aufstellen ließen, und sie fingen dann an zu sagen, dass die Leute in Dateline nicht ehrlich waren und die Geschichte völlig erfunden war. Dann streckte sie ihre Hand aus und sagte: "Hallo, ich bin Erica Garza und ich die Person bin, die in dem Programm gewesen ist, und ihr nennst mich eine Lügnerin?" Und sie hatten natürlich nicht viel zu sagen dazu.

 

LR: Das macht mich einfach fertig, sie haben nicht einmal ein Interesse an der Wahrheit. Warum fragen sie nicht und untersuchen und kriegen die Wahrheit heraus? Es ist ist so, als ob jedes Mal, wenn sie Einfühlungsvermögen zeigen, sie immer für die Pädophilen oder Vergewaltiger da ist.

 

Bill: Das Problem besteht, weil der Leitung oder den Führern gesagt wird, sie sollten dies ihren Mitgliedern sagen, und es wird verlangt, dass diese es mit absolutem Glauben akzeptieren. Wenn sie es nicht akzeptieren, dann vertrauen sie nicht auf Gott.

 

LR: Ja, hatte ich einen, der mich letzte Woche anrief, als ich mit dem Thema ankam und die Aufmerksamkeit darauf lenkte, weil einer meiner Anrufer, Mary, anrief, und raten Sie mal, was: Er klagte mich an, Jesus Christus direkt anzugreifen, weil ich es nur erwähnte, und er, sie haben diese Denkungsart, die sehr wie bei Sekten ist, auf eine Weise, wo es sehr isoliert und privat ist. Und wenn man es wagt, die Autorität anzuzweifeln, greift man Gott selbst an. Ist das Ihr Verständnis?

 

Bill: Also, die erste Märzausgabe des Wachtturm von diesem Jahr gibt folgende Erklärung: und der Ausdruck dafür ist, was sie 'theokratischen Krieg' nennen, und es heißt: "In diesem Krieg benutzt er Menschen bewusst und unwissentlich, um seinen Zielen zu dienen. Es braucht Mut, um sich Satan und all seinen Helfershelfern entgegenzustellen." Also, wenn man einen negativen Kommentar über die Kindesmissbrauchspolitik der Zeugen Jehovas macht, wird man ein Agent des Satans, so ihre Anweisungen an alle Mitglieder.

 

LR: Selbst wenn es 23.000 Fälle gibt, die nicht richtig behandelt worden sind? Natürlich, sie denken, dass es wegen der internen Untersuchung richtig behandelt ist.

 

Bill: Ja, sie sagen, ja, dass sie mit diesen Leuten selbst Schritt halten, und wenn sie mehr Kinder belästigen, dann fügen sie das der Datenbank hinzu, und sie sagen, dass sie das besser besser als das FBI und die Polizei und Leute dieser Art verwalten können.

 

LR: Unglaublich, William. Das ist so hinterhältig. Mary aus Spokane. Woran denken Sie heute Abend?

 

Mary: Hallo. Eine Sache, die ich sagen will, ist, dass ich wirklich all die Opfer schätze, die Bill gebracht hat, um zu versuchen, die Kinder zu schützen, sein unglaubliches Opfer und die Arbeit. Wie ich Ihnen sagte, als ich letzte Woche anrief, war ich 32 Jahre Zeugin, und ich bin jetzt untätig. In diesen 32 Jahren hörte ich von seltenen Fällen von Missbrauch, aber ich hätte mir nie träumen lassen, dass es solche riesige Ausmaße hatte. Und der Grund ist, weil man mit niemandem reden kann, der ausgeschlossen ist, das bedeutet, dass man nicht in der Lage sein wird, mit den meisten Opfern zu reden. Und dann, als das Internet beliebt wurde, verdammte die Wachtturm-Gesellschaft das Internet. Und rieten wirklich den Zeugen -

 

LR: Mary, können Sie einen Augenblick in der Leitung bleiben, ich würde Ihnen gerne mehr Zeit geben. Ich bedauere, dass wir eine Pause haben. Ich werde gleich wieder bei meinem Gast, William Bowen, sein. Wir hören seine Geschichte. Weitergehende unglaubliche Grausamkeiten. Und wir lassen Mary ihre Geschichte nach diesen Nachrichten erzählen.

 

Mein Gast ist William Bowen, und wir reden über Ablehnung, die blaue Wand von Schweigen, die Sie es auch nennen wollen. Wir reden über Verdorbenheit, wirklich. Eine bestimmte Vorstellung. Ich tue es nicht, noch einmal, jeder hat das Recht, zu glauben, was er will, aber wenn man ein System hat, das anscheinend, so wie ich es lese, die Pädophilen und die Vergewaltiger und nicht die Opfer verteidigt - wenigstens in den meisten Fällen -, dann ist etwas ist faul im Staate Dänemark, das ist alles, was ich dazu zu sagen habe. Mary, Sie sagten da einiges, machen Sie weiter, mit meinem Gast William, machen Sie weiter. Sind Sie da, Mary? Haben wir Mary verloren? William, sind Sie dort? Können Sie mich hören? Ok, sind wir auf Sendung. Mary, können Sie mich hören?

 

Mary: Ich kann Sie hören.

 

LR: Okay, William?

 

Bill: Ja, ich bin hier.

 

LR: Okay, jetzt sind wir wieder alle da, für einen Augenblick konnte ich niemanden hören. Okay, machen Sie weiter, Mary.

 

Mary: Also ist meine Bitte an Zeugen dort draußen, die immer noch aktiv sind, aber irgendwie im Internet herumlauern, wirklich zu dieser Webseite zu kommen, die Bill hat, und mit der Nachforschung zu beginnen. Weil die allgemeine Population der Zeugen nie wirklich die Wahrheit von dem, was los ist, weiß. Und ein Beispiel dafür, und ich bin sicher, dass Bill sich dafür verbürgt; in der Dateline-Sendung trat Dateline an die Wachtturm-Gesellschaft heran und bat sie, in der Sendung aufzutreten, um sich in dem Fall Erica Garza zu verteidigen. Und die Wachtturm-Gesellschaft weigerte sich. Und sie sagten, dass der Grund war, einiger der Leute, die in dieser Sendung erschienen, seien ihre Brüder, und es wäre nicht biblisch, in die Sendung zu gehen und gegen ihre Brüder zu reden. Aber zu derselben Zeit sagten die Zeugen, die diese Sendung sahen, "es seien nur Abtrünnige." Sie seien alle 'Abtrünnige, sie seien alle ausgeschlossen'. Also hat niemand von den Zeugen dem, was in der Sendung gesagt wurde, Glauben geschenkt. Aber in Wirklichkeit war keiner dieser Leute ausgeschlossen, sehr wenige von ihnen, einschließlich Bill Bowen, waren zu der Zeit, als die Sendung lief, nicht ausgeschlossen. Ist das richtig, Bill?

 

Bill: Ja, niemand in dem Programm stand unter irgendwelchen Sanktionen oder war von der Kirche ausgeschlossen, als das Programm lief. Natürlich, nachdem das Programm gesendet war, gingen sie dazu über, praktisch jeden, der in der Sendung war, auszuschließen. Aber sie schrieben im Februar desselben Jahres einen Brief an Dateline, dass sie nicht gegenüber ihren Brüdern und Schwestern feindselig scheinen wollten. Aus einer Seite ihres Mundes, gegenüber Dateline, sagten sie, dass sie nicht gegen ihre Brüder und Schwestern sein wollten, dann drehten sie sich nach der Sendung um, nachdem die Sendung gelaufen war, und warfen alle raus.

 

LR: Unglaublich. Also, was ist die Sache mit Garza? So dass sie nicht einmal wollten - befragten sie sie eigentlich für ihre eigene interne Untersuchung? Sie legten einfach fest, dass sie eine Lügnerin war?

 

Bill: Nun, sie hatte keine Augenzeugen. Also, wenn man keinen Augenzeugen hat, gibt die Kirchenpolitik vor, dass man still bleiben muss, bis ein anderer Zeuge sich meldet. Wenn man nicht still bleibt, dann kann man wegen Verleumdung beschuldigt und für die Verleumdung eines unschuldigen Mannes exkommuniziert werden. Also sind all die Opfer verpflichtet, still zu bleiben, und das ist der Grund, warum wir den Ausdruck, 'silentlambs', prägten. Dies sind die Schwächsten in der Kirche, die Kinder, und sie werden zum Schweigen gebracht, und es wird ihnen gesagt, wenn sie irgendetwas tun, würden sie in einem geistigen Sinne getötet, indem sie exkommuniziert werden.

 

LR: Mensch! Und das bedeutet die Hölle, keine Verwandten, die mit dir reden. Jetzt hatte Jude eine Frage, und wir hatten keine Zeit, dass sie eine Anschlussfrage stellte. Sie wollte wissen, ob Sie augenblicklich nicht in Gemeinschaft mit den Zeugen Jehovas sind. Sind Sie aus der Organisation heraus, oder drin, oder was?

 

Bill: Nun, ich rede mit vielen Zeugen Jehovas, und wir tauschen E-Mails und so aus. Und wissen Sie, ganz offen, ich bleibe neutral, wenn es um Lehren oder Überzeugungen geht. Ich verdamme die Religion nicht und sage nicht, dass sie böse Leute sind, alles, was wir von Tag Eins an gesagt haben, ist, dass ihre Politik sich ändern muss. Wenn sie die Politik ändern, wird es eine bessere Religion sein. Und  was auch immer sie tun möchten, soweit es die Verteilung der Literatur angeht oder dass sie Zusammenkünfte haben wollen, so sei es, jeder sollte einen Glauben haben. Aber das Problem taucht auf, wenn Kinder in Gefahr gebracht werden und die Kinder der Öffentlichkeit in Gefahr gebracht werden. Und so ist alles, was wir wollen, nur, dass die Politik geändert wird. Wenn sie die Politik ändern, dann kann Silentlambs mit den ganzen Informationen über Fakten aufhören und sich völlig in eine Unterstützungsgruppe für die Missbrauchsüberlebenden verwandeln, die sie schon geschaffen haben.

 

LR: Mary, warum haben Sie die Kirche verlassen, und wie geht es ihnen geistlich, hat es Sie demoralisiert, sind Sie jetzt zynisch? Hassen Sie Gott, lieben Sie Gott, was?

 

Mary: Nun, bin ich irgendwie neutral in diesem Augenblick. Ich meine, nach so vielen Jahren drinnen, mein ganzes Leben war ich in der Religion, und es war sehr entmutigend, ich fühlte mich sehr verraten, als ich Information über den Missbrauch herausfand. Und ich habe schon früh selbst ein paar Erfahrungen gehabt. Nun, eine war erst vor ein paar Jahren, meine halbwüchsige Tochter fand heraus, dass ihre Freundin, die eine Zeugin war, von ihrem Vater missbraucht wurde. Und so rief ich die Ältesten und redete mit ihnen, und sie sagten, dass sie sich darum kümmern würden, und sie gingen und fragten den Vater, der irgendwie kein starker Zeuge war, aber er ging zu den Zusammenkünften, und er sagte: "O nein", das sei nicht wahr. Er missbrauche seine Tochter nicht. So kamen sie zu mir zurück und sagten, okay, wir haben es untersucht, und er sagt, dass er es nicht tut, wenn du oder deine Tochter also mit irgendjemandem darüber reden, sogar unter euch selbst, könntet ihr der Verleumdung oder des Geschwätzes schuldig sein. Und das würde zu eurem Ausschluss führen. Also bin ich nicht persönlich von Zeugen missbraucht worden, aber ich habe Begegnungen gehabt, die dem ähnlich sind, so dass ich weiß, dass so ihre Politik war. Das ist nicht nur etwas, das ich vom Hörensagen hatte. Ich weiß persönlich, dass dies ihre Politik ist.

 

LR: Nun, Mary, ich möchte Ihnen für Ihren Beitrag heute Abend und Ihren interessanten Standpunkt danken. Danke für Ihren Anruf. Wir müssen zu einigen anderen Anrufern weitergehen und ein kleines bisschen mehr reden. Es gibt so viele, es gibt SO viele Tiefen darin, William, es geht weiter, die Briefe gehen weiter, und es ist so einfach. Wie Sie gesagt haben, wenn sie bloß einige Dinge in ihrer Politik ändern würden, sie säubern würden, aber sie scheinen das nicht tun zu wollen. Für die Leute, die sich uns angeschlossen haben, und dann komme ich in die Gehenna, William, was sind noch einmal die zwei oder drei Dinge, die sie ändern müssen, damit es mit dem Gesetz übereinstimmt und auch mit Gott - Ihrer und sicher auch meiner Meinung nach.

 

Bill: Das sind drei einfache Dinge. Nummer eins, wenn ein Kind eines Zeugen Jehovas missbraucht wird, sofort die Polizei rufen und sie angemessen ermitteln lassen. Zweitens sollte langjährige Kinderschänder nicht wieder in Machtstellungen in der Kirche eingesetzt werden. Die gegenwärtige Politik ist: nach zwanzig Jahren können sie die Stellung wieder haben.

 

LR: Und schnell noch das dritte?

 

Bill: Sie sollten nicht von Haus zu Haus gehen und die Öffentlichkeit besuchen dürfen.

 

LR: Amen. Predigt es. Leute, ich bin gleich wieder da. 1-800-837-9680.

 

Ansager: Dies ist die Roth Show. Rufen Sie jetzt die Roth Show an. 1-800-837-9680

 

LR: Und wieder willkommen zur Sendung, meine Damen und Herren. Mein Gast ist William Bowen, und auch alle möglichen Leute sind dabei, einige von Ihnen Zeugen Jehovas, einige frühere, einige, die es noch sind, und einige von Ihnen sind nicht allzu glücklich, und manche von Ihnen versuchen, es durchzuarbeiten, sie sind enttäuscht, und ich dränge Sie dazu, sich zu informieren, in welcher Religion auch immer Sie sind, Sie sind es sich schuldig, die Wahrheit zu suchen. Legen Sie nicht Ihre ganze Seele auf den Altar eines Ältesten oder eines Priesters oder eines Predigers. Bitte, würden Sie bitte etwas nachforschen und aufpassen.

 

Sie wissen, es ist das, was mit einigen Sekten dort draußen geschieht, es ist das, was mit Jim Jones geschah. Er begann in einer normalen Religion, dann begann er abzugleiten, dann passierten merkwürdige sexuelle Dinge, dann gab es Machttrips, dann wurde es immer mehr heimlichtuerisch, dann kamen mehr und mehr Drohungen, wenn man mit den Leuten draußen sprach, man wird isoliert und isolierter und isolierter, und dann hat man solche Angst, dass man nie mehr mit einer Person oder Autorität draußen sprechen kann.

 

Die Medien sind alle von Satan, die Polizei ist Satan, jeder außerhalb der Sekte ist Satan. Jetzt sehen Sie, das ist doch heftig, oder? Weil das jeden privat hält. Und dann wollen Sie laut unserem Gast, der es von drei verschiedenen Zeugen hat bestätigen lassen, Zeugen, okay, gut, wir haben sie. Geschweige denn sechstausend Menschen, die mit ihm direkt über ihren Missbrauch reden. William, das Ausmaß ist jenseits von, ich meine den 11. September, dies ist wie ihr eigener 11. September, sie sollten sich dem besser stellen.

 

Bill: Nun, sie müssen es. Und es ist durch Interviews wie dieses, wir hatten 14 Dokumentationen in 8 verschiedenen Ländern, wir schätzen, dass wahrscheinlich mindestens 100 Millionen Menschen diese Dokumentationen rund um die Welt gesehen haben, und wie können all diese Leute Agenten des Satans sein? Was würde Leute motivieren, zu kommen und in einem Interviewprogramm zu erzählen, dass sie vergewaltigt wurden? Und wenn all diese Leute nicht wahrhaftig sind, warum verklagt die Kirche all diese Leute nicht? Nicht eine Klage ist im Namen der Kirche gegen irgendeine Person angestrengt worden, die auf einigen dieser Programme erschienen ist. Also, das spricht für die Wahrheit, und wer sagt die Wahrheit? Diese Opfer, die sich gemeldet haben. Und wenn mich irgendjemand lobt, gebe ich den Opfern das ganze Lob weiter; sie sind diejenigen, die das Lob verdienen, sie haben den Mut und das Herz, sich zu melden und diese schrecklichen Dinge zu beschreiben, die ihnen passierten. Sie verdienen alle Ehre, denn wenn sie nicht kämen, dann wäre ich nur ein verrückter Typ mit einer Geschichte. Sie sind das, was die Geschichte wirklich macht. Wir schätzen ihre Bemühungen, sich zu melden und dies zu tun.

 

LR: Absolut. Wir haben Glenda aus Arizona in der Leitung, danke für Ihre Geduld, Glenda, woran denken Sie heute Abend?

 

Glenda: Ich dachte an einen Kommentar, den Bill gab, und den auch Mary machte, und das war über all die Leute, die nicht silentlambs [schweigende Lämmer], sondern Leute wie Bill waren, Leute wie Mary, und die all diese Gefühle haben, und die wütend sind und etwas tun wollen. Und Sie wären von all den Projekten, die dort draußen laufen, überrascht. Zum Beispiel bin ich dieses Wochenende eine aus einer kleinen Gruppe, die an den nächsten drei Wochenenden bei Kongressen der Zeugen Jehovas demonstrieren geht. Dies ist mein zweites Jahr, wo ich das tue. Und wir tragen Schilder, die für silentlambs und ajwrb werben, das hat mit Kindern und der Blutfrage zu tun. Und ein weiteres ist der Tausend-Lämmer-Feldzug, wo wir überall auf der Welt an Königreichssälen Stofflämmer abgeben, und ich denke, dass wir etwa 700 sind. Auf diese Weise wissen die Kinder, dass es draußen Leute gibt, die sie aktiv unterstützen, die sie verstehen und ihnen glauben.

 

LR: Wie gerieten Sie in diese Szene, waren oder sind Sie Zeuge Jehovas, oder …

 

Glenda: Ja, war ich ein Zeuge ab einem Alter von vierzehn Jahren, als ich drangekriegt wurde, zum Entgleisen gebracht wurde und getauft wurde. Und ich war dreizehn Jahre eine Zeugin, und dann wurde ich ausgeschlossen..

 

LR: Warum wurden Sie ausgeschlossen?

 

Glenda: Ich wurde vergewaltigt und habe nicht geschrieen. Ich habe meinem Angreifer keinen Widerstand geleistet …

 

LR: Meine Güte. Sie wurden also vergewaltigt und haben dann gleich um Hilfe gebeten?

 

Glenda: Nein, ich weiß es besser. Ich meine, ich wusste es besser. Ich ging zur Polizei, ich ging zur Beratung, ich ging zum Krisenzentrum für Vergewaltigte.

 

LR: Und man hat Sie ausgeschlossen, weil Sie zur Polizei gingen?

 

Glenda: Sie sagten nur, ich sei nicht so damit umgegangen, wie die sich das vorstellten, ich hätte schweigen sollen, ich hätte nicht Unehre über die Organisation bringen sollen.

 

LR: Oh, ich kriege gleich einen Koller, Glenda, ich kriege einen Koller und löse mich auf. Es kommt wieder überall der Bombenangriff auf Hiroshima. Weil es mich so sehr ärgert, ich kann diese Talkshow kaum machen. Glenda, dass Sie zur Polizei gingen, Sie taten das Richtige, und dieser Abschaum aus der Hölle hat gesagt, Sie hätten das Falsche getan, und dann sollen Sie dafür in der Hölle brennen. Tut mir leid, es geht mir wieder gut. Ich musste es jetzt aus mir rausbekommen, es geht mir gut. Okay, ich brauche etwas Prozac. Es macht mich einfach fertig, Glenda, es macht mich fertig, das ist los. Tausende und Tausende von Fällen, Menschen wie Sie leiden, weil sie das Richtige tun. Und dann schütten sie einem diese geistliche Scheiße über den Kopf.

 

Glenda: Und diese Regel gibt es seit 1964, wissen Sie. Wenn du vergewaltigt wirst und nicht schreist, wirst du ausgeschlossen. Es gibt viele Zeugen - ich kannte diese Regel nicht, nicht dass es irgendeinen Unterschied gemacht hätte, denke ich, selbst wenn ich es gewusst hätte.

 

LR: Ja, Sie sind Zeugin Jehovas und werden vergewaltigt, und Sie gehen zu den Polypen, und Sie werden ausgeschlossen. Schönen Tag noch auf der Ranch. Glenda, vielen Dank, dass Sie Ihre Geschichte erzählt haben. Sie sind ein großer Polizist, ich sage es Ihnen. Mein Gast ist William Bowen, wir sind gleich zurück bei Ihren Anrufen, bleiben Sie in der Leitung. Ich möchte Ihre Geschichten hören. 1-800-837-9680. Ich bin Laurie Roth.

 

Ansager: Dies ist die Roth Show.

 

(Fehlender Dialog)

 

Charles: Ich beziehe mich auf ein Bild auf Seite 209 über ein Harmagedonszenario. Wo künstlerisch dargestellt wird, wie in Harmagedon Gebäude einstürzen usw. Ein Bild, mit einem kleinen Mädchen mit einer Puppe unten an einer tiefen Gletscherspalte. Jetzt ist dieses Geschichtenbuch für Kinder verwendet worden; ich habe eine eidesstattliche Versicherung von jemandem, der angegeben hat, dass dieses Buch gebraucht wurde - geschwungen wurde -, so dass sie den Forderungen ihres Schänders nachkam. Und gedroht, zum Schweigen gebracht zu werden und nicht darüber zu reden.

 

LR: Also wie wurde das Buch für die Drohung eines Schänders benutzt? Ich verstehe nicht? Sie meinen, er hat gesagt, Harmagedon -

 

Charles: Wenn man den Forderungen des Kinderschänders nicht nachkommt, wird mit Harmagedon gedroht, sehen Sie.

 

LR: Oh, ich habe Sie verstanden. Eine Frage an die Zuhörer, die es nicht verstehen, Charles, warum glauben Sie, dass es nötig ist, Ihre Identität zu verbergen?

 

Charles: Je nun, es gibt die alte Redensart, wenn du den Boten nicht magst - die Nachricht, erschießt du den Boten. Ich habe dem zugestimmt, was ich hier tue, und nicht eingeschüchtert oder bedroht zu werden. Ich will frei sein, zu tun, was ich will. Es gibt alles Mögliche, was gemacht werden könnte.

 

LR: Ich verstehe. Nun, haben Sie da drüben in England die Horrorgeschichten gehört, auf die William hinweist, hier oder in Schweden ? Machen Sie da auch diese Erfahrung?

 

Charles: Oh ja, oh ja. Offensichtlich nicht in demselben Maß wie in den Staaten, aber es gibt solche Leute, und ich spreche im Namen von Menschen hier, die gelitten haben. Ich meine, dass das Panorama-Programm diese Dinge zum Leben erweckt hat. Eines der fürchterlichsten Dinge, die geschahen, war, als das Panorama-Programm letzten Juli gesendet wurde. Den Morgen, als es kam, ließ die Wachtturm-Gesellschaft in jeder Versammlung einen Brief vorlesen, vom Wachtturm zu jeder Versammlung. Es war eine Art Warnschuss, mit anderen Worten, seht euch dieses Programm nicht an oder seid vorsichtig mit dem Inhalt usw. Und das Widerwärtige daran - dieser Brief wurde, als Dateline lief, auch in Amerika vorgelesen - dieser Brief begann und endete mit einem Zitat aus den Psalmen: "Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist". Also, das war absolut entsetzlich. Sie hätten ihre Köpfe vor Scham senken und nicht Halleluja schreien sollen!!

 

LR: Charles, ich weiß nicht, ob Sie mich hören können: Amen, predigen Sie es, Charles. Ich muss eine Pause reinschmuggeln, ich weiß nicht, ob Sie in der Leitung bleiben können, ich weiß, Sie rufen aus Übersee an. Ich bin nach den Nachrichten gleich wieder da, mit meinem Gast William Bowen, wir reden über Böses, ja das tun wir. Joe, ich bin nach den Nachrichten gleich wieder da.

 

(Fehlender Dialog)

 

LR: … einige Verwaltungsämter, er stieß auf einige unheimliche Verwaltungsvorstellungen für Verfahren, die Kindesmissbrauch und Sexmissbrauch und Vergewaltigung ignorieren, und Sie fanden heraus, William, dass sie nicht wollten, dass Leute zur Polizei gingen. Sie wollten es intern in ihrer eigenen Untersuchung behandeln, und für alle, die sich uns gerade angeschlossen haben, von wie vielen speziellen Sexmissbrauchsfällen wissen Sie direkt, über die Sie mit diesen Leuten geredet haben?

 

Bill: Ich bin entweder durch E-Mail oder per Telefon oder durch die Post, Schneckenpost, von über sechstausend Missbrauchsüberlebenden innerhalb der Gemeinde der Zeugen Jehovas kontaktiert worden..

 

LR: Und was, wenn Sie sagen würden, was insgesamt mit jenen Überlebenden geschehen ist, ich meine, was ist die Geschichte, die Sie wieder und wieder und wieder hören?

 

Bill: Die häufigste Äußerung, die ich von Überlebenden bekomme. lautet: "Ich dachte, ich sei die Einzige." Und die Kirche hat ihnen immer wieder erzählt, dass es ein Einzelfall sei, dass es kaum, wenn überhaupt, ein Problem sei, und so kochten diese Opfer dann buchstäblich in ihrer persönlichen Hölle, wenn Sie es so nennen wollen, bis sie entdeckten, dass es viele, viele weitere Opfer gab, die in genau derselben Weise behandelt worden waren. Und das Problem ist, wenn sie sich mit ihrem Missbrauch gemeldet haben, leugnet der Schänder in 99 Prozent der Fälle die Anschuldigung. Und Zeugen-Jehovas-Politik lautet, wenn man keine zwei Augenzeugen für die Vergewaltigung hat, dann ist sie nicht geschehen, wenn der Schänder sagt, dass er es nicht getan hat. Und so wird dem Opfer dann gesagt, es solle still sein, wenn sie mit irgendjemandem die Kirche redeten, würden sie aus der Kirche ausgeschlossen, und ihren Familien hat man dasselbe gesagt. Was also geschieht, ist, diese Leute bleiben aus Furcht vor den Drohungen der Kirche still, und sie zerstören sich buchstäblich selbst. Ich nenne es 'implodieren'. Sie beginnen, Wutverhalten zu zeigen, das sich in Dinge wie Promiskuität verwandeln kann, oder Probleme mit Drogen oder Alkohol oder solche Sachen; um etwas zu tun, damit sie nicht den Missbrauch selbst behandeln müssen. Und sobald sich dieses Verhalten zeigt, ist die Lösung der Kirche, sie auszuschließen. Dann müssen sie das Problem nicht behandeln. Aber öfter als nicht haben sie, wenn sie ausgeschlossen sind, ihre Familie nicht mehr, sie haben keine Art Unterstützungssystem, weil ihnen gesagt wird, das sei der einzige Ort, wo sie zuerst um Hilfe bitten können.

 

LR: Und gut, wir haben mehrere Leute gehört, die vergewaltigt worden oder zu Opfern gemacht worden sind, in diesem System, in Anrufen heute Abend, ich meine, dass wir Heidis Anruf hörten, und wir hörten Glendas Anruf, und wir haben über Erica geredet, was ist es, Erica Garza?

 

Bill: Ja.

 

LR: Oh mein Gott! All diese Leute wurden ausgeschlossen oder bedroht, wenn sie zu den Polypen gingen, ich meine, dass sie es von hinten bekommen haben. Ziemlich unheimlich, wenn Sie mich fragen. Wir sind nach diesen Nachrichten mit Joe da. Und wenn Sie sich einwählen und uns etwas besuchen wollen, 1-800-837-9680. Ich bin Laurie Roth, und mein Gast ist William Bowen. Ich werde gleich zurück sein.

 

Ende des Abschnittes. Es gab danach noch einen weiteren eine Stunde langen Abschnitt.