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Theokratische Kriegsführung sehr lebendig in der Organisation

(Weitere Informationen über theokratische Kriegsführung in folgendem Dokument)  

Klickt bitte auf den folgenden Link, er zeigt einen Brief vom 13. Juli 1988, der an einen Ältesten geschickt wurde, um ihm Rat zu bieten, wie er einer Schwester in der Versammlung antworten könne, die Fragen zur "Theokratischen Kriegsstrategie" und ihrer Verwendung in der Organisation hatte.

 

Brief aus dem Jahre 1988  

 

Aus dem Inhalt des Briefes wird die Position der Wachtturm-Gesellschaft (der rechtliche Arm der Zeugen Jehovas) erkennbar: allen Mitgliedern oder Vertretern die Lizenz zu erteilen, jede Art von Täuschung oder Lüge anzuwenden, um die "Sache" der Organisation zu verteidigen. "Theokratische Kriegsführung" wurde in den 1950er und 1960er Jahren ausgiebig in der Wachtturm-Literatur erörtert; sie bietet die Grundlage, um "die Wahrheit vor denen zurückzuhalten, die nicht berechtigt sind, sie zu kennen". Als Wachtturm-Anwälte und -angehörige kürzlich bei eidesstattlichen Aussagen, bei denen es um Kindesmissbrauch ging, zu dieser Lehre gefragt wurden, gaben sie vor, den Begriff nicht zu kennen und auch nicht davon gehört zu haben. War das die Wahrheit? Der beigefügte Brief trägt das Datum von 1988, einige Jahre, nachdem die "Theokratische Kriegsstrategie" erstmals definiert wurde; und doch wird man in der Erklärung sehen, dass sie sich auf den Wachtturm-Artikel aus den 1960er Jahren beziehen, um zu zeigen, dass die Information immer noch mit der Organisationspolitik übereinstimmte. Diese Politik besteht bis heute und wird praktiziert, wenn Älteste und andere Mitglieder vor Gericht aussagen, wenn sie mit den Medien sprechen, und auch, wenn Schlüsselpersonen in der Organisation mit den Gemeindemitgliedern über das Kindesmissbrauchsproblem in der Organisation reden. Was ist "Theokratische Kriegsstrategie"? Einfach gesagt, die Lizenz, unverblümt zu lügen und jede Täuschung zu verwenden, um das Geld und den Ruf der Organisation der Zeugen Jehovas zu schützen. Wenn dabei das Leben von Kindern zerstört wird, wenn Missbrauchsüberlebende und ihre Familien dezimiert werden, dann ist das eben so, solange die Organisation/Gott um jeden Preis geschützt wird. Beweise dafür gibt es auf einem neueren Kongress im Herbst 2003, wo Schlüsselführungspersonen der Organisation vor der Zuhörerschaft Missbrauchsüberlebende zu diskreditieren versuchten, die in einem der ehrgeizigsten Programme in diesem Land erschienen. Ein Ältester der Gruppe, der anwesend war, war so empört über die unverhohlenen Lügen und die Täuschung, die zum Ausdruck kam, dass er an Silentlambs schrieb. Dieser Brief ist unter folgendem Link zu lesen:

 

http://silentlambs

 

Ein paar Wochen später versuchte die Wachtturm-Gesellschaft in Schweden, ein weiteres Programm über Missbrauch zu diskreditieren, indem sie Anwaltskanzleien anheuerte, die gegen das Programm in diesem Lande vorgehen sollten. Nachdem sie Tausende an Spendengeldern der Mitglieder in ihrer Rufmordkampagne gegen Missbrauchsüberlebende ausgegeben hatte, die bei dem Programm auftraten, fand man heraus, dass es keine Grundlage für eine Klage gebe. Die Wachtturm-Gesellschaft war damit nicht zufrieden, stattdessen beschloss sie, weitere Hunderte von Dollar an Spendengeldern für Anwaltskanzleien auszugeben, um über den "Prüfungsrat" eine Klage einzureichen, eine Medienaufsicht in Schweden. Der "Rat" sprach das Programm völlig von jeder Schuld frei, soweit es um die Darstellung der Geschichten über Missbrauch in der Organisation ging; man befand das Programm in keiner Weise als voreingenommen oder unethisch, so wie das Material dargestellt wurde. Die von der Kanzlei aufgesetzte zwanzigseitige Klageschrift löste sich angesichts der fehlenden Grundlage für die Klagen, die die Wachtturm-Gesellschaft gegen das Fernsehprogramm führte, buchstäblich in Luft auf. Mit Ausnahme einer geringfügigen Auslassung, die in keiner Weise die Integrität des Reporters oder die Fairness und Unvoreingenommenheit des Materials in Frage stellte, wurde das Fernsehprogramm völlig entlastet. Darüber ist unter folgendem Link zu lesen:

 

http://silentlambs

 

Doch was unternahm die Wachtturm-Gesellschaft angesichts dieser demütigenden Niederlage? Sie schickte einen Brief an alle Versammlungen in Schweden, in dem gesagt wurde, das Programm sei vom "Prüfungsrat" als fehlerhaft befunden worden, womit sie unterstellte, sie sei durch eine unrichtige Darstellung der eigentlichen Tatsachen auf unfaire Weise verfolgt worden. Stimmte das, oder war es wieder nur ein Fall von "Theokratischer Kriegsstrategie" gegenüber Mitgliedern, um sie vom Denken abzuhalten, damit sie nicht in Frage stellten, was die Organisation Kindern bezüglich Missbrauchs antut?

Der Leser wende Unterscheidungsvermögen an ...

Es ist auch interessant, dass Ähnliches bei dem Programm "Sunday" unternommen wurde. "Sunday" ist eines der angesehensten Enthüllungsprogramme in Australien. Eine Schlüsselperson, die in dem Programm vorgestellt wurde, war ein junger Mann namens Simon Thomas, ein Zeuge Jehovas "in gutem Ansehen". Simon trat als sehr ehrlich und freundlich auf, als er seine Geschichte über Missbrauch in der Organisation präsentierte. Das Material des Programms "Sunday" ist unter folgendem Link zu sehen: Programme. Der Mann, der ihn missbrauchte, missbrauchte im weiteren Verlauf vierzig weitere kleine Jungen, darunter Simons eigenen Bruder. Es war Simon, der schließlich all seinen Mut zusammennahm und den Mann anzeigte, der dann für seine Verbrechen gegen Kinder in Gefängnishaft kam. Das war nach wiederholten Drohungen seitens der Organisation, die Sache nicht anzuzeigen.

Von verschiedenen Zeugen Jehovas in Australien wie auch aus anderen Ländern, die in den Medien Berichte brachten, wurde berichtet, das Führer der Zeugen bei Ansprachen, die in Versammlungen und bei Kongressen von Ältesten und reisenden Aufsehern gehalten wurden, "erkennen ließen", diejenigen, die in den Programmen auftraten, seien in Wirklichkeit "Abtrünnige" und "Lügner". Den Gemeindegliedern wurde versichert, dies sei bloß der Versuch, Schande über Gott zu bringen und gründe sich nicht auf Tatsachen. In jedem einzelnen Fall wurden die Medien als voreingenommen, trügerisch und als Lügner dargestellt. In einer Ausgabe der Zeitschrift Wachtturm von März 2003 ging man noch einen Schritt weiter: Es wurde unterstellt, jeder negative Bericht in den Medien oder von denen, die bei diesen Berichten halfen, seien das Werk der "Agenten Satans".

 

Was können wir nun aus diesen Beispielen lernen? Wird in der Organisation der Zeugen Jehovas heute die "theokratische Kriegsführung" praktiziert? Ist sie eine aktuelle Politik der Organisation, um jeden oder jedes Kind zu diskreditieren und zu vernichten, der eine Bedrohung für ihren Ruf und ihr Geld darstellt? Nennen sie ihren Glauben die "Wahrheit" und sanktionieren doch das Erzählen von Lügen als Weg, Gott zu schützen? Ist Gott so gering, dass er es nötig hat, dass seine Anhänger für ihn lügen müssen, um Fehler an Kindern in Schutz zu nehmen? Wie kann eine Gruppe, die den Anspruch erhebt, aus den moralischsten Leuten auf der Welt zu bestehen, eine "Theokratische Kriegsstrategie" rechtfertigen, um ethische und moralische Verbrechen an Kindern zu begehen?

 

Der Leser wende Unterscheidungsvermögen an ...

 

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