http://mako.org.au/tempsouter.html
Als Sexualtäter gelistet.

Der frühere Bruder Souter ist offensichtlich wieder dabei. Er wurde mit einer Ladung Kinderpornos erwischt und erwartet eine Verurteilung für drei weitere Jungen, die er missbraucht hat. Es wird geschätzt, dass Souter als Zeuge Jehovas über 40 Kinder missbrauchte. Ständig melden sich neue seiner Opfer.

Mitschrift des Programms Sunday 05/2005 (Deutsche Übersetzung)
http://www.silentlambs.org/Transcriptsunday05-05_de.htm
Mitschrift des Programms Sunday 09/2002 (Deutsche Übersetzung)
http://www.silentlambs.org/education_de/AustraliaTranscript_de.htm
Unten aufgeführtes Programm
http://sunday.ninemsn.com.au/sunday/cover_stories/article_1149.asp
Silent Witnesses
22. September 2002
Reporter: Graham Davis
Produzentin: Kirstine Lumb
Diese
Woche enthüllt Sunday die außergewöhnliche Geschichte, wie die
Zeugen Jehovas in Australien gewohnheitsmäßig sexuellen Kindesmissbrauch
in ihren Reihen vertuschen und Polizeiuntersuchungen behindern. In einer
verwirrenden neuen Wendung der Skandale, die die großen Kirchen umgeben,
dringt Sunday in die höchst heimlichtuerische Watchtower and
Bible Tract Society – der offizielle Name der Zeugen Jehovas – ein, die
nach ihren Angaben etwa 60.000 Anhänger in Australien hat.
Kindesmissbrauchsopfer erheben
erstmals die Stimme, wie sie von Kirchenältesten und Aufsehern
ausdrücklich angewiesen wurden, mit ihren Klagen nicht zur Polizei zu
gehen. In einem Fall, den Sunday untersucht, führte das Versagen
der Kirche, auf die Klagen hin zu handeln, dazu, dass bis zu weitere 40
Kinder von demselben Pädophilen belästigt wurden.
Simon
Thomas war 12 und Mitglied der Versammlung Corrimal an der Südküste von
Neusüdwales, als er Robert Souter traf, ein erwachsenes Mitglied bei den
Zeugen Jehovas. „Wenn ich zurückblicke, war das erstaunlich“, sagt
Simon, „aber ich wurde tatsächlich im örtlichen Königreichssaal
belästigt. Zuerst folgte mir Souter, wenn ich zur Toilette ging. Es
begann mit Berührungen. Aber beim Bibelstudium bei sich zu Hause wurde
ich extrem missbraucht.“
Simon hielt seine Qualen geheim, bis herauskam,
dass sein jüngerer Bruder auch von Robert Souter belästigt wurde. „Mein
Bruder hatte einen Nervenzusammenbruch. Es war entsetzlich. So gingen
meine Eltern zu den Kirchenältesten und erzählten ihnen, was geschehen
war. Man sagte ihnen, sie sollten nicht zur Polizei gehen, sondern beten
und es Jehova überlassen.“ Robert Souter wurde aus der Versammlung
ausgeschlossen. Aber sechs Monate später erfuhr die Familie eine
verheerende Neuigkeit. „Souter wurde wieder aufgenommen. Ich konnte es
einfach nicht glauben“, sagte Simon.
Jahre
vergingen, in denen die Familie ihr Geheimnis pflegten. Dann konnte
Simon schließlich nicht mehr damit fertig werden und ging zur Polizei.
Robert Souter wurde verhaftet und erschien vor dem Bezirksgericht von
Wollongong. Richter John Goldring verurteilte ihn zu mindestens drei
Jahren Gefängnis und sagte: „Die Kirchenführer maßten sich an, zu
handeln, als seien sie Zivilbehörden, wozu sie kein Recht hatten. Die
Sache wurde, wie es hätte sein sollen, nicht bei der Polizei angezeigt …
Ich kann dir Kirche nicht deutlich genug dafür kritisieren, dass sie
keine Anzeige erstattet hat.“
Simon Thomas berichtet Sunday: „Ich kenne
selbst zehn Leute, die von Robert Souter belästigt wurden, aber die
Polizei hat mir gesagt, insgesamt seien es etwa 40. Wenn die Kirche auf
meine Appelle gehört hätte, hätte das all den anderen Kindern erspart
werden können. Mir hätte es auch erspart geblieben werden können, weil
ich seither entdeckt habe, dass eine Frau in der Versammlung, ehe ich
belästigt wurde, sich bei den Ältesten beklagt hatte, dass Robert Souter
sich mit ihrem Sohn zu schaffen gemacht hatte und nichts unternommen
wurde.“
Von
Sunday interviewte frühere Kirchenälteste behaupten, die
Wachtturm-Gesellschaft habe ihnen detaillierte Anweisungen gegeben, die
Untersuchungen der Polizei zum Kindesmissbrauch zu behindern. Ältesten
wurde gesagt, sie sollten den Behörden nicht offen legen, ob ein
bestimmter Kinderschänder seine Verbrechen gestanden habe, und alles
Mögliche tun, um die Polizei daran zu hindern, Zugang zu Kirchenakten zu
erhalten. Der ehemalige Älteste Jim Donald sagt: „Wir sollte jeden
Versuch der Behörden widerstehen, freiwillig Informationen von uns zu
erlangen. Das wird als Angriff gegen die reine Anbetung und gegen
Jehovas Namen angesehen, und so sollen wir das tun, was wir
‚theokratische Kriegsführung’ nennen. Das bedeutet, wir sind im Kampf
gegen den Staat.“
Diese früheren Ältesten sagen, die Zeugen Jehovas
betrachteten sich als einzig wahre Vertreter Gottes auf Erden. Sie leben
in der, wie sie es nennen, „Wahrheit“. Der Rest von uns lebt in „der
Welt“ – eine Welt, von der sie glauben, dass sie von Satan beherrscht
wird. Dies – so behaupten die Ältesten – gebe der Wachtturm-Gesellschaft
Macht von Gott, Polizeiuntersuchungen zu behindern und sogar vor Gericht
zu lügen.
Ein
weiteres Kindesmissbrauchsopfer, Natalie Webb, sagt: „Mir haben die
Ältesten ausdrücklich gesagt, die Behörden sollten nicht benachrichtigt
werden und sie würden die Situation handhaben.“ Natalie wurde von 4 bis
17 Jahren von ihrem eigenen Vater Victor – einem äußerlich frommen
Zeugen Jehovas – sexuell missbraucht. Sie berichtet, wie sie den
Ältesten erzählte, dass er Sex mit Tieren und lesbische Verhältnisse
haben wollte. „Oh ja, sie wussten davon. Und sie sagten, sie müssten
nicht die Einzelheiten wissen … wir würden durch Gott geleitet.“ Jahre
vergingen, bis Natalie heiratete. Ihr Mann informierte die
Kirchenältesten über das, was ihr Vater getan hatte. Aber selbst nachdem
Victor Webb gestand, durfte er weiter Mitglied der Versammlung bleiben.
Schließlich konnte Natalie nicht mehr damit
zurechtkommen und ging zur Polizei. „Ich war sehr ängstlich, aber die
Polizei war der mitfühlendste, wunderbarste Haufen Leute. Ich erhielt
mehr Fürsorge und echtes Interesse von ihnen als von irgendeinem
Ältesten.”
Victor
Webb wurde vom Gericht von Victorian County zu zehn Jahren Gefängnis
verurteilt. Aber selbst jetzt ist er nicht aus der Versammlung
rausgeworfen worden. Sunday stellt sich dem Ältesten gegenüber,
zu dem Natalie zuerst ging, Maurice Hadley. Er bestreitet, ihr jemals
gesagt zu haben, sie solle nicht zur Polizei gehen, und sagt, sein Wort
stehe gehen ihres. Aber er erzählt Sunday, es sei nicht an ihm,
Victor Webbs Verhalten zu beurteilen. Hadley offenbart, dass er immer
noch seinen alten Tennispartner im Gefängnis besucht: „Das ist letztlich
eine Sache zwischen ihm und Gott. Ich habe das Verhalten dieses Mannes
nie gutgeheißen. Ich besuche ihn etwa zweimal im Jahr im Gefängnis.
Warum tue ich das? Nun, meinen Sie nicht, Menschen können sich ändern?“
Sunday interviewt einen früheren Anwalt der
Wachtturm-Gesellschaft, Rev Warryn Stuckey, der den Zeugen Jehovas
abtrünnig wurde und heute anglikanischer Geistlicher ist. „Dass sie
nicht ganz mit den Behörden zusammengearbeitet haben, legt nahe, dass es
etwas gibt, das sie schützen. Wenn sie den Leuten sagen, sie sollten
nicht zur Polizei gehen, dann kann das praktische Auswirkungen darauf
haben, den Lauf der Justiz zu verdrehen.“
Natalie Webb argumentiert, es solle eine
offizielle Untersuchung gegen die Wachtturm-Gesellschaft geben. „Denen
muss eine Reform aufgezwungen werden. Auf Jehova warten funktioniert
nicht. Es ist eindeutig an der Zeit, dass Regierungen gegen diese
Organisation hart durchgreifen. Ich mag nicht daran denken, wie viele
Kinder gerade in diesem Augenblick, wo wir reden, missbraucht werden.“
Der frühere Älteste Jim Donald stimmt dem zu. „Ich denke, die
Aktivitäten dieser Organisation müssen aufgedeckt werden. Junge Kinder
werden ruiniert.“
In einer Erklärung gegenüber Sunday lehnt
es der Präsident der Wachtturm-Gesellschaft in Australien, Harold “Viv”
Mouritz, ab, sich interviewen zu lassen, aber er sagt: „Meine Nachfragen
weisen darauf hin, dass die betreffenden Ältesten keine Anweisungen
erteilten, den Missbrauch nicht bei der Polizei anzuzeigen.“ Mouritz
bestreitet jede Kenntnis von der Vorstellung einer „theokratischen
Kriegsführung“ und drückt den Abscheu der Kirche vor sexuellem
Missbrauch aus.
Das Programm Sunday wird diese Geschichte
weiter untersuchen. Wenn Sie Informationen haben, die uns helfen,
schicken Sie uns eine E-Mail:
linetosunday@nine.com.au
oder rufen Sie uns an: (02) 9965 2483.
Frühere Artikel über Bruder Souter


