Jagd auf mutmaßlichen Kinderschänder geht weiter – Haben ihn Jehovas Zeugen geschützt?

 

Am 22. April 2005 berichteten wir über die Jagd auf Rick McClean, einem Zeugen Jehovas, dem kürzlich die Gemeinschaft entzogen wurde. In den darauf folgenden Berichten wurde jeder Bezug auf seine langjährige Mitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas weggelassen. In einer neuen Nachrichtensendung von Fox wurde zu Ende der Sendung eine sehr ominöse Bemerkung gemacht. Sie wurde berichtet von Theresa Bowen: “Trotz einer angeblich 20-jährigen Vorgeschichte an sexuellem Missbrauch ist er nicht vorbestraft.” Hier sind die Nachrichten zu sehen:

http://www.silentlambs.org/newsletter/NewsLetterItem.cfm?SendoutID=388

 

Bei Silentlambs haben wir immer wieder über die Vertuschung von Kindesmissbrauch innerhalb der Organisation berichtet. Viele Geschichten erzählen, wie die Opfer zum Schweigen gebracht werden, während die Pädophilen weiterhin die Kinder argloser Eltern missbrauchen. Älteste bleiben auf Anweisung wegen der Wachtturm-Politik still und halten jede Information vertraulich, die Kinder vor Kinderschändern schützen könnte. Warum? Der Verwaltungsarm der Zeugen Jehovas (die leitende Körperschaft) befiehlt, dass nicht nur ungeschulte Laienprediger Vergewaltigung von Kindern untersuchen, sondern auch den biblischen Erlass anwenden, der "zwei Augenzeugen" fordert, ehe man dem Kind glauben kann. Um eine Schilderung dieser Vorschriften zu sehen, die auf der Webseite der Zeugen Jehovas lief, siehe folgenden Link: http://www.silentlambs.org/education/usapositiononabuse.cfm

 

Wenn es für die Vergewaltigung des Kindes keine "zwei Augenzeugen" gibt und der Täter die Anschuldigung bestreitet, wird dem Kind mit der Bibel gesagt, es müsse seinen Schänder als "Unschuldigen" ansehen. Dies wurde in einem Wachtturm-Artikel aus dem Jahre 1997 beleuchtet. Der Artikel ist unter folgendem Link zu lesen:

http://www.silentlambs.org/education_de/WhyReportBad_de.htm. Die Ermahnung, es "Jehovas Hand" zu überlassen, bedeutet eindeutig, still zu sein und dem nach der Bibel "Unschuldigen" nichts zu tun. Die Auswirkungen auf das Opfer sind entsetzlich, und Tausende haben berichtet, wie sie vergewaltigt wurden und sich hilflos fühlten, weil sie nichts tun konnten.

Im aktuellen Fall von Rick McClean kommen weitere Informationen dazu, die zeigen, in welchem Ausmaß die Wachtturm-Politik diesen Mann nicht nur schützte, sondern ihm gemäß Nachrichtenberichten auch vielfachen Zugang zu Kindern ermöglichte. In einem Diskussionsforum stand folgende Bemerkung über McClean:

 

"Als Mutter mache ich mir große SorgenIch kannte Rick McClean mehrere Jahre lang  Er verbrachte viele Jahre mit unserer Familie. Wir besuchten denselben Königreichssaal wie er. Meine Kinder waren ihm ausgesetzt, obwohl die Ältesten von seinem privaten Geständnis wussten und niemand sonst als die Ältesten und die Mitwisser in der Versammlung keine Ahnung hatte. Nie hat mir jemand gesagt, ich solle vorsichtig mit ihm sein. Er hatte ein Amt als Dienstamtgehilfe. Sie schienen die "perfekte Familie" zu sein. Man denke nur, er hat versucht, meine Familie geistig zu erbauen, und das hat er missbraucht. Ich wünschte, die Ältesten der Zeugen Jehovas hätten mich gewarnt, auch wenn sie seine vorige sexuelle Belästigung nicht erwähnt hätten. Ich fühle mich sehr geplagt und wünsche, dass er erwischt wird. Im Königreichssaal von Alpine gab es viele junge Mädchen, wenn er da war. Ich hoffe, sie alle erhalten die Hilfe, die sie brauchen, wenn sie erwachsen werden."

Eine sehr besorgte und angsterfüllte Mutter.

 

Ein weiterer Kommentar von jemandem, der sagt, sie seien zusammen in der Versammlung gewesen:

 

“Er war Pionier, und viele Älteste und Kreisaufseher und vorsitzführende Aufseher im nördlichen San Diego County kannten ihn.”

 

Diese Kommentare zeigen, dass McClean nicht nur ein Mitglied der Versammlung war, sondern auch Vertrauensstellungen als Pionier und Dienstamtgehilfe innehatte, die ihn zweifellos weiteren Zugang zu Kindern haben ließen. Es hieß, dass McClean im Sommer 2004 die Gemeinschaft entzogen wurde. Wenn man zwei und zwei zusammenzählen will, dann musste das für seine Verbrechen an Kindern gewesen sein. Wenn man die Anweisungen der Organisation kennt, dann gab es scheinbar viele Vorfälle, dass dieser biblische Erlass zutraf, oder er hat sein Verbrechen gestanden. Und damals wurde es nicht bei den Behörden angezeigt? Wäre man mit der Sache richtig umgegangen, wie viele Kinder wären dann dem Missbrauch durch dieses Monster entgangen? Bis zu diesem Augenblick scheinen die Beweise zu zeigen, dass durch die Wachtturm-Politik wieder Kinder verletzt werden konnte und man einen weiteren Pädophilen geschützt hat. Sich an dieses Modell haltende Älteste werden über das Ausmaß seiner Verbrechen schweigen und Kommentare gegenüber den Medien oder der Polizei vermeiden, womit geholfen werden könnte, diesen Flüchtigen vor der Justiz gefangen zu nehmen. Dank der falschen Anwendung des Ersten Verfassungszusatzes können sie damit ungeschoren davonkommen. Zu Kommentaren über den Ersten Verfassungszusatz siehe folgenden Link: http://www.silentlambs.org/newsletter/NewsLetterItem.cfm?SendoutID=177

Die Schande, die sie über Gott und die Organisation bringen, zeigt, wo ihre wahre Loyalität liegt.

 

Unten stehen weitere Artikel über die Geschichte.

 

Jagd auf mutmaßlichen Kinderschänder im Gange

Verdächtigter verschwindet nach Anschuldigung

8:38, 22. April 2005

AKTUALISIERT: 9:00, 22. April 2005

SAN DIEGO -- Die Behörden haben die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten, um einen Flüchtigen zu finden, der verdächtigt ist, jahrzehntelang kleine Mädchen sexuell angegriffen zu haben.

Ein in San Diego vor drei Monaten ausgestellter Haftbefehl beschuldigt Frederick McClean, 54, viermal ein Kind missbraucht und ein Kind unter 14 Jahren unsittlich berührt zu haben.

 McClean ist ein Täter, der das Vertrauen der Kinder gewinnt und dies dann zu seiner sexuellen Befriedigung ausnutzt, machen Polizei und Staatsanwälte geltend.

Obwohl er noch vor kurzem in der Gemeinde Winchester im Gebiet von Riverside wohnte, glauben Polizeibeamte, die meisten der mutmaßlichen Verbrechen hätten sich in San Diego County ereignet.

Ein mutmaßliches Opfer, heute erwachsen, berichtete, dasst McClean sie über 100 Mal angegriffen habe, und dies habe begonnen, als sie fünf war, und habe sieben Jahre später aufgehört, sagte Brian Lucio von Büro des Marshalls.

"Ermittler glauben, dass McClean diese hinterhältigen Taten in einem Zeitraum von 20 Jahren begangen hat und ... er keinen Grund hat, damit aufzuhören", sagte er.

Das letzte Mal wurde der Verdächtige im September gesehen, als er zu seiner Exfrau Kontakt aufnahm, sagte Lucio. Die Behörden glauben, dass er in ein Versteck ging, weil er erkannte, dass ihm eine Strafverfolgung drohte.

McClean, der frühere Besitzer eines Restaurierungsbetriebs für Autos und Handelsunternehmens, fährt möglicherweise einen kleinen, dunkelfarbigen Pickup oder einen 1955er Chevrolet mit dem Fahrzeugkennzeichen 4WQH018.

Er ist ein erfahrener Camper, der oft in der Gegend von Anza-Borrego und in den Cuyamaca-Bergen war. Die Behörden glauben, er verstecke sich im nördlichen San Diego County oder im Süden des Riverside County .

McClean ist weiß, 1,62 Meter groß und wiegt 77 kg, hat braunes Haar und haselnussbraune Augen.

Die Behörden baten jeden, der etwas über seinen Aufenthaltsort weiß, Hilfsmarshall Tom Maranda unter (619) 557-6620 anzurufen. Jeder, der McClean isieht, wird dringend darauf hingewiesen, dass dieser gefährlich ist, und er sollte sofort 911 anrufen

 

 

http://www.signonsandiego.com/uniontrib/20050422/news_7m22fugitive.html

 

http://www.usmarshals.gov/district/ca-s/fugitives/pdf/fm.pdf

 

Bruder Frederick McClean, alias Rick McClain, gehörte in den letzten 25 Jahren der Versammlung in Vista und Oceanside, Kalifornien, an.  Im Augenblick läuft er frei herum, und die Nachrichten hier in San Diego zeigen immer noch von Morgens bis Abends seine Visage  Schreibe neue Berichte an diesem Morgen für die San Diego Union Tribune und die North County Times.

 

Mann in acht Fällen von Kindesmissbrauch gesucht

Justizbehörden bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe

von Pauline Repard
REDAKTEURIN

22. April 2005

Die Behörden suchen nach einem Flüchtigen, der des Kindesmissbrauchs in acht Fällen innerhalb von 20 Jahren in North County und Riverside County verdächtigt wird.

Frederick McClean, 54, wurde als Sexualtäter beschrieben, der weiß, dass das Gesetz hinter ihm her ist, und der nichts zu verlieren hat.

"Das sind die gefährlichsten", sagte Brian Lucio, Sprecher der örtlichen Einsatzeinheit für Flüchtige in San Diego. "Er wird alles unternehmen, um davonzukommen."

Im Januar wurde aufgrund der Ermittlungen des Büros des Sheriffs Haftbefehl gegen McClean erlassen. Lucio sagte, die Einheit konnte McClean bisher nicht finden und wende sich jetzt an die Öffentlichkeit um Hilfe.

Ermittler glauben, dass McClean sich vielleicht in North County oder im südlichen Riverside County versteckt hält, sagte Lucio.

Im Mai berichtete eine Frau den Beamten des Sheriffs von Riverside County, dass McClean sie über hundert Mal missbraucht habe. Es begann, als sie fünf war, und hörte auf, als sie zwölf war, sagte Lucio. McClean, der verheiratet ist und Kinder hat, lebte damals in Winchester, nördlich von Temecula.

Eine Untersuchung förderte weitere sieben mutmaßliche Opfer zutage, die meisten von ihnen aus North County, sagte Lucio. Der Fall wurde den Ermittlern des Sheriffs von San Diego übergeben.

McClean weiß, dass gegen ihn Haftbefehl besteht, und sagte gegenüber Angehörigen und Freunden, er werde lieber sterben, als ins Gefängnis zu gehen. Er bat jemanden, ihm ein Gewehr zu kaufen, und obwohl sich diese Person weigerte, nehmen die Behörden an, dass McClean sich auf anderem Weg bewaffnet hat, sagte Lucio.

Lucio sagte, die Ermittler befürchteten, dass McClean auf seiner Flucht weitere Kinder als Opfer findet.

"Täter wie dieser hören nicht bloß deshalb auf, weil gegen sie ein Haftbefehl vorliegt", sagte Lucio. "Er findet Familien und baut eine vertraute Beziehung auf. Er übernimmt die Rolle, dass sie (die Kinder) zu ihm kommen, wenn sie irgendwelche Probleme haben."

McClean gehörte einmal ein Restaurierungsunternehmen für Rennwagen, das sich auf Can-Am-Rennwagen aus den 1960er und 1970er Jahren mit Lola-Chassis spezialisiert hatte. Er ist im Aufenthalt im Freien erfahren und war häufig in der Anza-Borrego-Wüste und in den Cuyamaca-Bergen, sagte Lucio.

McClean fährt möglicherweise einen kleinen, dunklen Pickup, vielleicht hat er einen 1955er Chevrolet mit dem kalifornischen Autokennzeichen 4WQH018.

Jeder, der Angaben über McClean machen kann, wird gebeten, Hilfsmarshall Tom Maranda unter (619) 557-6620, App. 240, anzurufen