Michael Jackson – Ist er ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen?

Michael Jackson - Zeuge Jehovas in gutem Ansehen?


Die Ansichten der Zeugen Jehovas über Gemeinschaftsentzug oder Verlassen der Gemeinschaft sind wohlbekannt

"Dr" Firpo Carr - Zeuge Jehovas in gutem Ansehen -

verteidigt Michael Jackson in der Öffentlichkeit.

Wäre Michael kein Zeuge Jehovas, könnte er das nicht!

Jehovas Zeugen meiden und ächten jedes Mitglied, das ausgeschlossen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, wie es die Kirchenpolitik fordert. Das sich kürzlich der Sprecher der Zeugen meldete, ist ein Anzeichen, dass Michael Jackson wieder als Zeuge Jehovas in gutem Ansehen aufgenommen wurde.

Die Richtlinien der Organisation sind sehr klar. Man beachte den Kommentar auf der Webseite der Organisation:

*** Offizielle Medienwebseite der Zeugen Jehovas, 20. Juli 2002 ***
http://www.jw-media.org/beliefs/beliefsfaq.htm

"Glaubensgrundsätze—Häufig gestellte Fragen
Meiden Sie frühere Mitglieder?
Personen, die den Glauben einfach verlassen, werden nicht gemieden. Wenn jemand jedoch reuelos ernste Sünden wie Trunkenheit, Stehlen oder Ehebruch verübt, wird er ausgeschlossen, und solch eine Person wird von früheren Mitgläubigen gemieden. Alle Anstrengungen werden unternommen, Missetätern zu helfen. Aber wenn sie reuelos sind, muss die Versammlung vor ihrem Einfluss geschützt werden. Die Bibel gibt die eindeutige Anweisung: 'Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte.' (1. Korinther 5:13) Was ist mit jemandem, der ausgeschlossen ist, dessen Ehefrau und Kinder aber immer noch Zeugen Jehovas sind? Die geistigen Bande, die er zu seiner Familie hatte, ändern sich, aber die Blutsbande bleiben. Die Ehebeziehung und normale Familienzuneigungen und Geschäfte können weitergehen. Bezüglich ausgeschlossener Verwandter, die nicht in demselben Haushalt leben, wenden Zeugen Jehovas den Rat der Bibel an: 'Hört auf, Umgang mit ihnen zu haben.' (1. Korinther 5:11) Es kann sein, dass Ausgeschlossene fortfahren, Gottesdienste zu besuchen, und wenn sie es wünschen, können sie geistigen Rat von den Ältesten erhalten mit mit der Aussicht, wieder aufgenommen zu werden. Sie sind immer willkommen, zum Glauben zurückzukehren, wenn sie den falschen Lauf ihres Verhaltens, wegen dem sie ausgeschlossen waren, aufgeben."


Man beachte, wenn jemand "reuelos ernste Sünden wie Trunkenheit, Stehlen oder Ehebruch verübt, wird er ausgeschlossen, und solch eine Person wird von früheren Mitgläubigen gemieden". Wieso darf dann Firpo Carr sein Sprecher sein? Firpo Carr ist ein langjähriges Mitglied der Zeugen Jehovas, war viele Jahre im Pionierdienst und hat mehrere Bücher verfasst, die die Politik der Organisationen in Bezug auf Rassismus verteidigen. Laut CNN ist er ein geistiger Berater von Michael Jacksons Familie - etwas, das nicht weitergehen könnte, wenn Michael Jackson kein Mitglied in "gutem Ansehen" bei der Organisation der Zeugen Jehovas wäre.

Lesen: Die Geschichte auf CNN, wo Firpo Carr die Sache kommentiert.

Firpo Carr sagt unter anderem folgendes:

"Er beschäftigt sich so mit den Kindern, nicht nur seinen eigenen, sondern mit allen Kindern. Er will sie von dieser negativen Einstellung abschirmen, die schließlich in späteren Jahren so schädlich für sie sein könnte. Sie lieben ihren Vater. Sie hassen es, ohne ihn zu sein ... sie mögen so ihn, und er mag sie und, wie ich erwähnt habe, alle Kinder."

Anscheinend ist Firpo Carr bei der Jackson-Familie angestellt; was sagt die Organisation darüber, für einen Ausgeschlossenen zu arbeiten? Beachte Kommentare aus dem Wachtturm von 1981 bezüglich Arbeit als auch, an den Sünden eines Ausgeschlossenen "teilzuhaben"?

*** w81 15. 12. S. 23 Die rechte Ansicht über den Gemeinschaftsentzug ***

20 Andere Probleme entstehen im Geschäftsleben oder am Arbeitsplatz. Angenommen, du arbeitest bei jemandem, der aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist, oder jemand, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, arbeitet bei dir. Falls du vertragsmäßig oder aus finanziellen Gründen verpflichtet wärst, die geschäftliche Verbindung vorerst aufrechtzuerhalten, würdest du ihm gegenüber nun sicherlich eine andere Haltung einnehmen als zuvor. Gespräche über geschäftliche Angelegenheiten oder Kontakt am Arbeitsplatz mögen notwendig sein, doch mit biblischen Gesprächen und geselliger Gemeinschaft wäre es vorbei. Auf diese Weise könntest du deinen Gehorsam gegenüber Gott zeigen und eine Schranke zu deinem Schutz errichten. So könnte dem Betreffenden auch deutlich gemacht werden, wieviel ihn seine Sünde in verschiedener Hinsicht gekostet hat (2. Kor. 6:14, 17).

*** w81 15. 12. S. 24-25 Die rechte Ansicht über den Gemeinschaftsentzug ***

NICHT AN BÖSEN WERKEN TEILHABEN

25 Alle treuen Christen sollten sich die ernste Wahrheit zu Herzen nehmen, die Johannes unter göttlicher Inspiration mit den Worten zum Ausdruck brachte: „Wer ihm [einem ausgeschlossenen Sünder, der eine Irrlehre vertritt oder einen gottlosen Wandel führt] einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil" (2. Joh. 11).

26 Viele Kommentatoren der Christenheit nehmen Anstoß an 2. Johannes 11. Sie behaupten, es handle sich um „unchristlichen Rat, der dem Geist unseres Herrn widerspricht" oder der zu Intoleranz ermuntere. Doch solche Gedanken gehen von religiösen Organisationen aus, die sich nicht an das göttliche Gebot halten: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte" und die sogar nur selten, wenn überhaupt, einen offenkundigen Missetäter aus ihrer Kirche ausschließen (1. Kor. 5:13). Ihre „Toleranz" ist unbiblisch und unchristlich (Matth. 7:21-23; 25:24-30; Joh. 8:44).

27 Aber es ist nicht verkehrt, gegenüber dem gerechten Gott der Bibel loyal zu sein. Er sagt uns, daß er nur diejenigen ‘auf seinem heiligen Berge’ zulassen wird, die untadelig wandeln, Gerechtigkeit üben und die Wahrheit reden (Ps. 15:1-5). Würde ein Christ auf Gedeih und Verderb zu einem Missetäter halten, der von Gott verworfen und dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat, so würde er gewissermaßen sagen, er wünsche auch keinen Platz ‘auf Gottes heiligem Berge’. Wenn die Ältesten beobachten würden, daß er diesen Weg beschreitet, indem er regelmäßig mit einem Ausgeschlossenen zusammen ist, würden sie versuchen, ihm liebevoll und geduldig zu helfen, wieder Gottes Standpunkt einzunehmen (Matth. 18:18; Gal. 6:1). Sie würden ihm Rat erteilen und ihn nötigenfalls ‘mit Strenge zurechtweisen’, da sie ihm helfen möchten, ‘auf Gottes heiligem Berge’ zu bleiben. Wenn er aber nicht aufhört, Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen zu pflegen, ‘hat er an den bösen Werken teil’ (indem er sie unterstützt oder sich daran beteiligt) und muß aus der Versammlung entfernt oder ausgeschlossen werden (Tit. 1:13; Jud. 22, 23; vergleiche 4. Mose 16:26).

Wie im Wachtturm aus dem Jahre 1981 gesagt, wäre es unangebracht, bei einem Ausgeschlossenen beschäftigt zu sein oder in irgendeiner Weise dessen Lauterkeit zu verteidigen. Warum erscheinen dann Michael Jacksons Bruder und weitere Familienmitglieder, von denen einige Zeugen Jehovas in gutem Ansehen sind, im Fernsehen und verteidigen ihn? Das wäre absolute unmöglich, wenn Michael Jackson was KEIN Zeuge Jehovas wäre. Indem sie ihn verteidigen, akzeptieren sie auch seinen Lebensstil und seine Entscheidungen und unterstützen ihn in der Öffentlichkeit. Sie haben an seinen Sünden teil, wenn er ausgeschlossen ist.

 

Als Michael 2001 in einem Fernsehinterview direkt gefragt wurde, ob er ein Zeuge Jehovas sei, sagte er „Ja“ und fuhr fort, sein Leben als Zeuge Jehovas zu kommentieren. Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass Michael Jackson Mitte der 80er Jahre die Gemeinschaft verließ, aber aufgrund der neueren Handlungsweise hat es den Anschein, als ob er irgendwann wieder aufgenommen wurde, damit der die Unterstützung seiner Familie und Freunde – Zeugen Jehovas – erhalten konnte.


Wir wollen einmal sagen, Michael sei KEIN Zeuge Jehovas. Das würde die Zeugen Jehovas in eine unmögliche Situation bringen. Viele andere Familien müssen mit der Tatsache leben, dass sie nicht mit Mutter, Vater, Schwester oder Bruder reden dürfen. Alles wegen der Ächtungspolitik der Wachtturm-Gesellschaft. Diese Politik wurde in einem Artikel im August 2002 in dem internen Blatte der Zeugen Jehovas, Unser Königreichsdienst, bekräftigt:
"Christliche Loyalität bekunden, wenn ein Verwandter ausgeschlossen ist".

3 Das heißt, dass loyale Christen keine religiöse Gemeinschaft mit jemandem haben, der aus der Versammlung ausgeschlossen wurde. Doch das ist nicht alles. Gottes Wort sagt, wir sollten nicht einmal mit einem solchen essen (1. Kor. 5:11). Daher sollten wir auch keinen gesellschaftlichen Umgang mit einem Ausgeschlossenen haben. Das schließt aus, mit ihm zu picknicken, zu feiern, Sport zu treiben, einzukaufen, ins Theater zu gehen, sich mit ihm zum Essen in der Wohnung oder in einem Restaurant zu treffen.

4 Wie verhält es sich mit Gesprächen mit einem Ausgeschlossenen? Die Bibel behandelt zwar nicht jede mögliche Situation, doch 2. Johannes 10 hilft uns, Jehovas Ansicht in dieser Sache zu verstehen: „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß." Zu dieser Bibelstelle wurde im Wachtturm vom 15. Dezember 1981 auf Seite 24 gesagt: „Ein einfacher Gruß kann der erste Schritt zu einer Unterhaltung und vielleicht sogar zu einer Freundschaft sein. Möchten wir bei einem Ausgeschlossenen diesen ersten Schritt tun?"

Man beachte das Beispiel, wie man eine Mutter behandeln soll:

13 Nachdem ein Bruder und seine leibliche Schwester auf einem Kreiskongress einen Vortrag gehört hatten, wurde ihnen bewusst, dass sie sich gegenüber ihrer Mutter, die woanders lebte und seit sechs Jahren ausgeschlossen war, anders verhalten mussten. Der Bruder rief sofort nach dem Kongress seine Mutter an, versicherte ihr, dass er sie liebe, und sagte ihr anschließend, dass er und seine Schwester nicht mehr mit ihr sprechen würden, es sei denn, wichtige Familienangelegenheiten würden dies erfordern. Kurz darauf fing seine Mutter an, Zusammenkünfte zu besuchen, und schließlich wurde sie wieder aufgenommen. Auch ihr ungläubiger Mann begann zu studieren und ließ sich im Laufe der Zeit taufen.

Bedeutet dies, dass die Jackson-Familie und die Jackson-Freunde eine Ausnahme von der Regel sind und nicht nach der Doktrin der Kirche leben müssen, während von anderen Mitgliedern gefordert wird, diesen Anweisungen zu folgen, wenn sie mit ihren Familienmitgliedern zu tun haben, die vielleicht ausgeschlossen sind?

Dies wäre ein Kompromiss gegenüber der Integrität der Lehre. Jeder Zeuge und Exzeuge weiß das - und das tut auch die Organisation der Zeugen Jehovas.

Der einzig mögliche Schluss ist: Michael Jackson ist ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen!

 

CNN schrieb:

Beim Erntedankessen für Bedürftige in Las Vegas, Nevada, sagte Joe Jackson – der Vater der Popikone Michael Jackson – Reportern, sein Sohn sei ein „guter Junge“.

 

Es ergibt sich ein interessantes Szenario, wenn dies der Fall ist. Wurde Michael Jackson als Kind missbraucht? Wenn ja, haben es Älteste der Zeugen Jehovas untersucht, wie es ihre Richtlinien zur Behandlung von Missbrauchsbeschuldigungen fordern? Man beachte den Kommentar auf der Wachtturm-Webseite zum Umgang mit Missbrauch:

 

"Wenn ein Zeuge Jehovas des Kindesmissbrauchs beschuldigt wird, wird von den Ältesten der örtlichen Versammlung erwartet, dass sie die Sache untersuchen. Zwei Älteste kommen getrennt mit dem Beschuldigten und dem Ankläger zusammen, um zu sehen, was jeder zu der Sache sagt."

 

Ihr könnt das gesamte Dokument unter folgendem Link lesen:

 

http://www.jw-media.org/newsroom/index.htm?contentbackground.htm

 

Wenn ein Mitglied einen Kindesmissbrauch gesteht, wird die Sache an eine geheime Datenbank gemeldet, die die Zeugen Jehovas in ihrer Zentrale in New York unterhalten. In den meisten Fällen wird das Verbrechen nicht den Behörden gemeldet. Es ist berichtet worden, dass die Datenbank über 23.720 Fälle von geständigen Kinderschändern in der Zeugengemeinde enthält. Wenn Michael missbraucht wurde, was hätte geschehen können, um ihm zu helfen, falls der Schänder, wie es sich gehörte, der Polizei gemeldet wurde? Um den Gedanken weiter zu verfolgen: Als Michael Jackson erstmals Anfang der 90er Jahre des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurde, war er da ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen? Wenn ja, dann hätte er sich ganz sicher erst einer Untersuchung durch die Ältesten unterziehen müssen. Falls er mit Ältesten zusammenkam, hat er etwas gestanden? Wenn ja, wird diese Information  in der Kinderschänderdatenbank der Zeugen Jehovas in Brooklyn, New York, geheim gehalten? Wäre diese Information hilfreich für die Untersuchung der gegenwärtigen Missbrauchsbeschuldigungen gegen Michael Jackson?

 

Die Wahrheit wird vielleicht nie bekannt, denn die Kinderschänderdatenbank ist für Justizbehörden oder Richter tabu. Sie haben benutzt und benutzen weiter den Ersten Zusatz zur US-Verfassung, die ihnen das religiöse Recht gewährt, Verbrechen gegen Kinder geheim zu halten. In einem neueren Artikel von Associated Press vom 1.4.2004 machte Phillip Brumley, der Hauptanwalt in der Wachtturm-Rechtsabteilung, folgende Bemerkung:

 

"Philip Brumley, Generalanwalt der Wachtturm-Gesellschaft, sagt, seine Religion könne ihre Glaubensgrundsätze nicht ändern, und bezweifelt, dass weltliche Gerichte dies fordern werden."

"'Ändern Sie Ihre Lehre, weil jemand meint, etwas sei bequemer, auch wenn es nicht in Übereinstimmung mit der Bibel ist?' fragt er."

 

Brumley erklärt offensichtlich: 'Zum Teufel mit den Kindern, wir behalten unsere Lehre und werden den Ersten Verfassungszusatz benutzen, um unsere Kinderschänder zu schützen.' Es ist eine traurige Wahrheit: Wenn eine Kirchenlehre Verbrechen gegen Kinder vorschreibt, soll das von den Gerichten dieses Landes sanktioniert werden? Eine wie lange blutige Schlacht vor Gerichten wird nötig sein, um allen Religionen klarzumachen, dass eine Linie überschritten wurde, wenn das Vertuschen von Kindesvergewaltigung als Anweisung von Gott betrachtet wird?

 

Michael Jackson ist vielleicht das traurige Ergebnis solch verdrehter Anweisungen, angeblich gerechtfertigt durch die Aussage von Männern, sie sprächen für Gott. Wachtturm-Vertreter sind merkwürdig still, wenn es um den Status von Michael Jackson bei dieser Religion geht. Als die Beschuldigung vorgebracht wurde, er sei zum Islam konvertiert, wurde das schnell berichtigt; doch es gab keinen offiziellen Kommentar über seinen tatsächlichen Stand als Mitglied bei den Zeugen Jehovas in gutem Ansehen. Verhältnisse und Lehre der Zeugen Jehovas bezüglich des Schutzes von Kinderschändern in einer geheimen Datenbank werden öffentlich von ihrem PR-Sprecher J.R. Brown wie auch vom Chefanwalt Philip Brumley verteidigt. Die Organisation gibt gegenwärtig Hunderttausende von Dollars aus, um das religiöse Recht auf Vertraulichkeit ihrer Kinderschänderunterlagen vor Gerichten in den gesamten USA zu verteidigen. Wenn es über Michael Jackson Unterlagen bei der Religionsgemeinschaft gibt, wird er sofort einen Vorteil daraus haben, dass die Zeugenanwälte ihm zu Hilfe kommen und Millionen für die Verteidigung des Schutzes aller Unterlagen ausgeben, die vielleicht bei ihnen über ihn liegen.

 

Die Kernfrage bleibt: Was sind die Bürgerrechte von Kindern? Gehen die Rechte einer Religion über die Rechte von Kindern, wenn es um die Strafverfolgung von Vergewaltigern geht? Gegenwärtig haben die Rechte der Religion die Oberhand; zum Teufel mit den Kindern. Wann wird das Christentum erwachen und erkennen, dass eben jene Bibelverfügungen, zu denen sie sich bekennen, von der einfachsten Lehre Jesu Christ kompromittiert werden? – Matthäus 19:14: Er reichte als erstes den Kindern die Hand und würde sie nie in die Lage bringen, in die die Missbrauchspolitik des Wachtturms und jeder anderen Einrichtung, die die Dinge ähnlich sieht, sie zu bringen versucht.

 

Kinder haben Rechte; sie mögen als „Bürgerrechte“ bezeichnet werden, weil sie als Einzelne ein größeres Recht haben sollten, von den Gesetzen dieses Landes geschützt zu werden. Als sich in den 1960er Jahren die Bürgerrechtsbewegung erhob, ging es um die Hautfarbe und die Bemühung Tausende, die ungerechte Unterdrückung Unschuldiger zu stoppen. Sollte dieser Kampf für die Rechte von Kindern weniger Bedeutung haben? Die Unschuld und Verletzlichkeit von Kindern sollte von den sorgeberechtigten Erwachsenen fordern, zu tun, was moralisch und ethisch richtig ist. Anscheinend haben einige Religionen wie die Zeugen Jehovas die Handhabe dazu verloren. Es ist dringend erforderlich, dass man ihnen hilft, die „Handhabe zu finden“ – durch richtige Auslegungen des Ersten Zusatzes zur US-Verfassung –, und strengstens jede Religion oder andere Einrichtung vor Strafrichter bringt, die zulässt, dass Verbrechen nicht angezeigt oder vertuscht werden.

 

Welchen Stand Michael Jackson auch immer bei den Zeugen Jehovas hat, es ist offensichtlich, dass es Inkonsequenzen gibt, wie er von Familienmitgliedern und Freunden behandelt wird. Es ist traurig, dass die Lehre des Ächtens inkonsequent gehandhabt wird, während die Politik des Schutzes von Kinderschändern unbeweglich bleibt, wie es die leitende Körperschaft, die Führung der Zeugen Jehovas, angeordnet hat. Die Frage ist, welche Lehre oder Politik von beiden bei der Familie Jackson zutrifft.