Es folgt eine kürzlich in Italien gemeldete Geschichte über einen Zeugen Jehovas, der des versuchten Missbrauchs beschuldigt wird

 

http://espresso.repubblica.it/dettaglio-local/Adescava-i-bambini-e-libero/1995090/6

 

Deutsche Übersetzung

Dr Zeuge Jehovas fuhr in einem schwarzen Alfa 147 mit getönten Scheiben herum. Er hatte eine Aktentasche und ein Handy voller Pornoclips bei sich. Er näherte sich Kindern vor der Schule, andere Male in Parks in der Nachbarschaft, und bot Geld an - zwanzig Euro. Er zeigte ihnen die Bilder und fragte sie, ob sie mit ins Auto kommen wollten. In einigen Fällen versuchte er sie zu befummeln. Polizeibeamte jagten ihn seit Tagen. Es gab Tage der Wut und der Sorge für das Stadtviertel. Nur ein paar Hinweise für die Ermittlung: das schwarze Auto und die Ringe an seinen Fingern.

Seit Dienstag - dem Tag, als die letzte Anschuldigung hereinkam- war es eine Nonstop-Aufgabe: Geplante Hinterhalte, Verfolgungen und Prüfung von Leuten mit den Merkmalen - aber nichts. Es gab keine Spur von dem Mann mit der Aktenasche. Dann eine Glückssträhne: Samstagnachmittag erkannte ein Opfer, ein 13-jähriger Junge, den Verrückten, während er in der Stadt umherlief. Er war bereit. Er rief sofort seinen Vater auf dem Handy an: "Er ist es, ich habe ihn gesehen, da bin ich sicher, der mich ins Auto zu kriegen versuchte."

Der Vater rief den Notruf an, und schnell war die Jagd im Gange. Eine Sunde später wurde der Pädophile an der Bushaltestelle gefangen genommen. Er wollte gerade in den 75-er Bus einsteigen.

Der Beschuldigte ist ein beunruhigender Charakter. Er hat kein Wort gesagt. Er hat nichts zugegeben, aber auch nicht versucht, sich zu rechtfertigen oder zu verteidigen. Der Beschuldigte blieb stumm und starrte nach unten; er war nicht vorbestraft. Er arbeitet in einem gut gehenden Body Shop und hat ein Haus auf der Strada Altesanno.  Sehr gepflegt, insbesondere seine Haare insbesondere, und viele Ringe an seinen Fingern. Fast seine ganze Freizeit verbringt er mit Aktivitäten der Zeugen Jehovas, oder zumindest dachten das seine Freunde. Niemand vermutete bei ihm ein Doppelleben. Samstagabend endete der Fall vor dem Schreibtisch des örtlichen Richters, Marcello Tantangelo. Die Anklage ist auf dem Weg. Ermittlungen werden am Computer und auf dem Handy angestellt. Auf dem Handy in seiner Jackentasche wurde nichts Kompromittierendes gefunden. In der Aktentasche hatte er nur Literatur, die er für seine Religion verteilt. Im Auenblick gibt es nur die Identifizierung durch den Jungen, der die Suche auslöste. Die Aussage des Jungen schein konkret zu sein in seiner unzögerlichen und mit ihren Details über die Ringe an den Finger vollen Schilderung.  Aus den Aussagen anderer Opfer ergeben sich weitere Einzelheiten. Inzwischen sagt der Vater eines der Opfer: "Ich danke der Polizei für die schnelle Reaktion, aber wir sind nicht glücklich, weil wir wissen, dass der Mann noch frei herumläuft. Wenn er sich vor er Schule zeigt, werden wir Selbstjustiz üben."