Als "guter Mensch" bezeichneter Vergewaltiger zu 3 bis 20 Jahren verurteilt

7. August 2008

von Thatcher Moats, Redaktion des Times Argus

 


http://www.timesargus.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20080807/NEWS01/808070375/1002/NEWS01

 

CHELSEA – Ein Mann aus Williamstown wurde am Mittwoch im Vermont District Court in Chelsea zu 3 bis 20 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine Verwandte missbrauchte und vergewaltigte, aber nicht, ehe Freunde und Angehörige – die sein Verbrechen anerkannten – dem Gericht auch sagten, er sei ein "guter Mensch".

Leonard Roya II, 39, erhielt auch null bis sechs Monate, weil er ein Missbrauchsverbot und seine Freilassungsbedingungen verletzte, als er das Opfer und ihren Mann schikanierte, nachdem er 10.000 Dollar Kaution interlegt hatte.

Überdies soll Roya diesen November wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt werden, weil er während der Bewährungszeit ein 12-schüssiges Gewehr besaß.

Roya bekannte sich des sexuellen Angriffs auf das Opfer schuldig, wobei er gelegentlich ein Geweht oder ein Messer benutzte. das ging ab 2004 so über zwei Jahre. Damals war das Opfer noch minderjährig.

Royas Mutter, der Sohn und zwei Freunde gingen am Mittwoch für die Verteidigung in den Zeugenstand und sagten, Roya sei ein harter Arbeiter und ein guter Mensch.

John Clark sagte, er lebe schon seit 31 Jahren in Williamstown, und fügte hinzu, sein Sohn sei mit Roya befreundet und habe im gleichen Jahr seinen Schulabschluss gemacht. Clark sagte, er kenne Roya sowohl persönlich als auch beruflich: die beiden seien Jagen gegangen, mit dem Schneemobil unterwegs gewesen und hätten Autorennen besucht; außerdem habe Roya in Clarks Geschäft Elektroinstallationen vorgenommen.

Clark beschrieb Roya als hilfreichen und angenehmen Menschen.

"Er war ein guter Freund, und er ist immer noch ein guter Freund", sagte Clark.

Clark sagte, er habe das meiste, was Roya vorgeworfen werde, am Mittwoch im Gerichtssaal gehört.

"Macht es ihnen Sorge, dass er ein überführter Kinderschänder ist?" fragte der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Robert DiBartolo aus Orange County Clark.

"Nein", erwiderte Clark.

Peter Zartin, ein Nachbar, der Roya seit 25 Jahren kennt, bezeichnete ihn als hart arbeitenden Familienvater.

Ihm schien Royas Schuldeingeständnis auch nichts auszumachen.

"Was in ihrem Haus vor sich geht, ist ihre Sache", sagt Zartin.

Michael Roya, Leonards adoptierter Sohn, sagte, Leonard Roya sei immer seine Vaterfigur gewesen. Als er gebeten wurde, das Verhältnis zu seinem Vater zu beschreiben, sagte Michael Roya, als Junge sei er mit ihm "ein Herz und eine Seele" gewesen.

Es war während der Aussage seines Sohnes, dass Leonard Roya, der kurz geschnittenes, sandblondes Haar trägt und Jeans und ein olivgrünes Hemd trug, zum ersten Mal zu weinen begann und sich die Tränen aus den Augen wischte.

Royas Mutter, Jolene Roya, sagte, ihr Sohn bereue, was er getan habe.

"Er weiß ..., dass das, was er getan hat, falsch ist", sagte sie.

Aber sie sagte auch, er sei ein verantwortungsbewusster Mann, und wies darauf hin, dass Roya das Geschäft der Familie führe und regelmäßig die Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas besuche und beim Bau von Königreichssälen mithalf.

Sie sagte, die Zeugen Jehovas "lieben ihn alle, und sie lieben ihn immer noch", obwohl Jolene sagte, Leonard sei wegen des Urteils die Gemeinschaft bei den Zeugen entzogen worden.


Jolene sagte, Leonard "geriet durch das Internet an Pornografie, und darum habe er sich geistig mit Dingen beschäftigt, die er lieber hätte sein lassen sollen."

Sie sagte, sie meine, die Familie hätte sich mit einem Therapeuten zusammensetzen können, anstatt diesem "Rachefeldzug", der jetzt stattfinde.

Barbara Roya, Leonards Frau, sagte aus, Leonard Roya sei vom Opfer besessen gewesen und habe behauptet, er sei gefährlich.

Leonard Roya kam auf 10.000 Dollar Kaution frei, nachdem Anklage gegen ihn erhoben wurde, und ging nach Hause.

Barbara Roya sagte, sie habe Leonard Roya wieder ins Haus gelassen, weil sie meinte, sie kenne die ganze Geschichte nicht, sie seien seit 18 Jahren verheiratet, sie müsse an ihre Söhne denken und sie meine, er könne behandelt und zu einem guten Vater werden.

Gefragt, ob sie den Anschuldigungen glaube, sagte sie, ja, aber sie ließe ihn nach Hause kommen, weil es vielleicht eine "einmalige Sache" gewesen sei.

Aber sie sagte, sein Verhalten nach der Freilassung auf Kaution habe ihr angst gemacht.

"Er war 'besessen' vom Opfer", sagte sie.

Als Barbara Roya vorschlug, dass er für seine Besessenheit Hilfe suche, warf Leonard Roya seine Brotdose vor die Tür und hielt ihr die Faust ins Gesicht und sagte: "Ich könnte dich zusammenschlagen", sagte Barbara aus.

Dann, im Februar 2007, folgte Roya dem Opfer und ihrem Mann auf den Parkplatz des Berlin-Einkaufszentrums.

Der Ehemann sagte zu Roya, er solle verschwinden, und Roya hielt den Mann am Hals fest, wobei er blaue Flecken hinterließ, so die Gerichtsdokumente. Der Mann schlug Roya in in dem Versuch, Roya dazu zu bringen, seinen Hals loszulassen, dann stieg Roya in seinen Lieferwagen und fuhr weg, so die Polizei.

Am selben Tag hatte Roya das Gewehr in seinem Besitz.

Das Opfer war nicht bereit, gegen Roya auszusagen, und der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen des sexuellen Angriffs in diesem Vorfall nach dem Schuldeingeständnis fallen.

Roya stand im Gerichtssaal auf, als sich die Verhandlung dem Ende näherte, und entschuldigte sich bei seiner Familie und sagte, er übernehme die volle Verantwortung für seine Taten.

"Ich liebe alle meine Kinder, und ich bin wirklich wütend auf mich selbst, dass ich die Gelegenheit, mit ihnen zusammen zu sein, zunichte gemacht habe", sagte er. "Es tut mir leid um all das Geld, das das den Staat kostet."

Die Staatsanwaltschaft forderte 3 bis 20 Jahre; Richterin Theresa DiMauro verhängte die volle Strafe, trotz der Bitte des Angeklagten, ihn zu 3 bis 10 Jahren zu verurteilen.

DiMauro rechtfertigte die volle Strafe, indem sie auf die Verwendung des Gewehrs bei mindestens einem Fall sexuellen Übergriffs und des Messers bei einem anderen hinwies

Roya übernehme auch nicht die volle Verantwortung for sein Verbrechen, sagte DiMauro, er versuche, es auf verschiedene Weise zu rechtfertigen.

Während der Vorermittlungen habe Roya beispielsweise gesagt, er denke, die Gesellschaft  "fördere diese Art von Dingen", weil junge Mädchen in der Öffentlichkeit fast nichts trügen.

Und ein Grund, sagte Roya´, warum er das Opfer angegriffen habe, sei, weil er keine Aufmerksamkeit von seiner Frau enthielt, die nachts arbeite.

"Es gibt sicher andere Alternativen", sagte DiMauro.