Weiterer Ältester wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

 

 

In einer Presseerklärung vom 15. Oktober 2007 wurde folgendes gesagt:

 

80.000 Älteste dienen in über 12.300 Versammlungen. (Apg. 20:28) Im Verlauf der letzten 100 Jahre

sind nur neun Älteste in elf Prozessen in den USA wegen Kindesmissbrauchs verklagt worden.

 

Damals wies Silentlambs darauf hin, dass über 3.500 Älteste und Dienstamtgehilfen Silentlambs als Kinderschänder gemeldet wurden.  Nun ist in Finnland, in einem sehr öffentlichen Prozess, ein vorsitzender Aufseher (Ältester) wegen Kindesmissbrauchs verurteilt und für drei Jahre ins Gefängnis geschickt worden.  Es hat nun den Anschein, als würden sie (Wachtturm-PR) ihre Zahl zumindest auf "zehn" erhöhen müssen, wenn sie den Medien auf Fragen nach dem grassierenden Problem des Kindesmissbrauchs in der Organisation antworten.  Wir mögen das Beispiel des römisch-katholischen Papstes loben.  Zumindest erkannte er an, dass ein Problem besteht, er entschuldigte sich und traf sich mit Überlebenden.  Das alles hat die leitende Körperschaft noch vor sich, auch wenn sie über 12,5 Millionen Dollar aus dem weltweiten Spendenwerk aufwandte, um die Opfer zum Schweigen zu bringen.

 

Am 27. September 2002 marschierten über 125 Zeugenopfer in Brooklyn, New York, zur Weltzentrale

 

Neunzig Tage zuvor schrieben sie einen Brief, in dem sie um ein Treffen mit der leitenden Körperschaft baten, damit sie sich das Problem unparteiisch anhöre.  Als sie ankamen, waren die Türen verschlossen, und die leitende Körperschaft weigerte sich, am Telefon an der Pforte zu antworten.  Opfer wurden ignoriert.  Über 500 Stofflämmer wurden in einen Zaun direkt vor dem Haupteingang gesteckt, dies für Opfer, die nicht anwesend sein konnten  Ein paar Stunden später wurden Bethelmitarbeiter beobachtet, wie sie die Lämmer fortnahmen und in Müllkörbe steckten.  Das ist vielleicht die größte Metapher dafür, wie Zeugenopfer durch die Politik der leitenden Körperschaft behandelt wurden.  zum Abschluss des Marsches wurde die folgende Schriftstelle vorgelesen.  Vielleicht fasst sie am Besten die Verantwortlichkeit dieser Männer zusammen, die behaupten, Gott zu vertreten.    

 

“Abschluss:

Wir danken für euer Opfer und die freundliche Unterstützung, dass ihr es hierher geschafft habt.  In Hesekiel steht eine interessante Bibelstelle bezüglich der Hirten in alter Zeit. Es heißt: “Die Kranken habt ihr nicht gestärkt, und die Schwachen habt ihr nicht geheilt, und die Zerbrochenen habt ihr nicht verbunden, und die Zerstreuten habt ihr nicht zurückgebracht, und die Verlorenen habt ihr nicht zu finden gesucht,  sondern mit Härte habt ihr sie unterworfen, sogar mit Tyrannei.” Die leitende Körperschaft muss aufwachen und erkennen, dass Gott ebenso, wie er keine Tyrannen in alter Zeit duldete, er auch heute keine Tyrannen dulden wird.  Wir warten daher zwar auf Jehova, aber wir folgen den Lauf Hesekiels und erheben die Stimme, um die Geringen zu schützen.” 

 

Acht Jahre später tut die leitende Körperschaft immer noch nichts, und Älteste missbrauchen weiterhin….

 

 

74-Jähriger missbrauchte seine Enkelkinder sexuell

 

http://www.iltasanomat.fi/uutiset/kotimaa/uutinen.asp?id=1525752

 

Die Zeugengemeinschaft ist erschüttert durch einen Inzest- und Pädophilenfall, wo ein 74-jähriger Großvater verurteilt wurde, weil er vier Kinder sexuell missbrauchte.

 

TDie Opfer waren im Alter von 5 bis 11 Jahren, und zwei der Mädchen waren die eigenen Enkeltöchter.

 

Das Gericht stufte den Missbrauch als schwer ein.

 

Die Enkelkinder des 74-jährigen Mannes und die Familien de Opfer sind alles Zeugen Jehovas. Der Mann wurde vom Gericht in Esbo (Esbo ist eine Stadt in Finnland) zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

 

Nach Gerichtsunterlagen fand der Missbrauch statt in Spanien, in Estland und in Esbo in den Jahren 2003-2005. Die Geschichte des Missbrauchs wurde während des Urlaubs auf Teneriffa auf den Kanarischen Inseln entdeckt.

 

"Freunde der Familie hatten ihn wie einen Großpapa mit auf Urlaub genommen, meine eigene Tochter war bei ihnen als Freundin ihrer Tochter", sagt die Mutter des 9-jährigen Mädchens, das missbraucht wurde.

 

"Die Mädchen kamen zu mir und erzählten, was geschehen war. Ich habe es sofort aufgeschrieben."

 

Die Tochter erholt sich wieder, sagt die Mutter, aber es ist hart gewesen. Die Untersuchung dauerte Jahre, bis es zur Verurteilung kam.

 

"Wir haben es anfangs nicht geglaubt, wir haben sogar noch darüber gelacht, er war so ein lieber alter Mann, die Freunde handelten wie ... was meinen Sie?"

 

Während des Urlaubs auf Teneriffa beschränkte sich der Missbrauch auf Berührungen und Selbstbefriedigung, während die Mädchen zusahen.

 

In der Voruntersuchung kam der Verdacht auf, dass die beiden Mädchen viel weiter gegangen waren und die Sache eine lange Zeit dauerte.

 

Besonders die ältere Enkelin litt an Depressionen und hat Schwierigkeiten, Erwachsenen zu vertrauen, sie fühlt sich nicht mehr sicher.

 

Die Taten ereigneten sich während Schulpausen in Spanien und in Wohnungen in Estland und Finnland.

 

Der 74-Jährige hat oft auf die Mädchen aufgepasst, man sagte, er habe Kinder gern.

 

Der Mann gab einen Teil der Anklagen, die sich auf Teneriffa bezogen, zu, leugnet aber, seine Enkelinnen missbraucht zu haben.

 

Der 74-Jährige war Anfang 1990 nach Estland gezogen, um dort nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Missionar zu sein. Er gründete dort die örtliche Kirche.

 

"Viele hielten ihn für den Barmherzigen Samariter." Er brachte Kleider und andere Dinge zu den Bedürftigen. Aufgrund seines Hintergrundes und Rufs hätte das niemand, der ihn sah, von ihm geglaubt", sagt ein Freund der Familie des 9-jährigen Mädchens.

 

Gemäß seiner Visitenkarte war er vorsitzender Aufseher der Versammlung, Krankenhausverbindungskomiteemitglied und Kreisaufseher.

 

"Älteste sollten Vorbilder sein, aber er ist eine Schade für biblische Grundsätze", erklärt ein Mitzeuge.