Drei Jahre lang musste ein kleines Mädchen mit sexuellen Annäherungsversuchen fertig werden,  wenn die Familie Opa und Oma besuchte. Im Januar machte sie dem ein Ende. Opa wurde jetzt bei der Polizei angezeigt, aber die Zeugen Jehovas tun nichts, um ihn aufzuhalten. Hier die Enthüllungen von Ekstrabladet über Satans Zeugen.

 

11-Jährige von ihrem Großvater, der Zeuge ist, missbraucht

Jehova-Opa missbrauchte 11-Jährige drei Jahre lang.

http://ekstrabladet.dk/VisArtikel.iasp?PageID=247454

von Hans-Henrik Hare - 9:00 - 1. Mai 2004  


 
 

Die Welt brach für einen 35-jährigen Mann aus Nordjütland zusammen, als seine 11-jährige Tochter ihm erzählte, dass ihr Großvater in den vergangenen drei Jahren an ihren Genitalien herumgespielt hatte. Der Vater des Mädchens war den größten Teil seines Lebens ein Zeuge Jehovas.

- Ich habe meiner Tochter sofort geglaubt, und mein Vater gab auch bald zu, was er getan hatte, sagt der Mann.

- Wenn er in irgendeiner Weise meine Tochter tatsächlich penetriert hätte, hätte ich ihn umgebracht, sagt er.
Der Mann zeigte seinen Vater sofort bei der Polizei an. Dem Großvater wurde ein Video gezeigt, wo seine Enkelin befragt wurde, und da reagierte er auf eine Weise, die für seinen Sohn sehr überraschend war.

„BEI GOTT, ES IST DOCH NICHTS PASSIERT“

- Er sah die Befragung meiner Tochter auf dem Video, er reagierte nicht beschämt, er wurde wütend und regte sich auf. Meine Tochter hatte erklärt, dass das alles so drei Jahre ging. Er behauptete, sie würde lügen, es seien nur zwei Jahre gewesen, sagt uns der Mann, der aus Sorge um seine Tochter nicht seine Identität preisgeben möchte. Die Polizei von Aarhus sagt, der Jehovajünger werde wegen Missbrauchs des kleinen Mädchens angeklagt. Ekstra Bladet versuchte, einen Kontakt zu dem Beschuldigten herzustellen der in einem kleinen Dorf außerhalb von Aarhus lebt, aber der Mann wollte nicht mit dem Reporter sprechen und legte auf. Ekstra Bladet hat in den letzten paar Tagen über andere Fälle von sexuellem Missbrauch bei den Zeugen Jehovas berichtet. Die gegen den Mann vorgebrachte Anschuldigung, er habe seine Enkelin missbraucht, scheint auf seine weitere Mitgliedschaft in der Sekte keinen Einfluss zu haben, behauptet der Sohn. 

- „Nichts passiert; einer schützt den anderen“, sagt er, sehr verärgert.

Er findet es allerdings richtig, dass der Arbeitgeber, die Straßenbahngesellschaft von Aarhus, bald etwas unternehmen wird.

- „Ich hoffe, er wird seine Arbeit als Fahrer verlieren“, sagt er.

WEITEREM MISSBRAUCH EINHALT GEBIETEN

Der Missbrauch ereignete sich, wenn die Familie die Großeltern regelmäßig in ihrem Haus außerhalb von Aarhus besuchte. Erst seit einem weiteren Besuch Anfang des neuen Jahres wollte seine Tochter nicht mehr hingehen.

- „Ich denke, sie hatte genug“, sagt er.

- „Wir haben nie erlaubt, dass meine Kinder allein mit den Großeltern Ferien machen, ich habe ihnen eigentlich nie vertraut“, sagt er und erzählt uns, vorher sei die Beziehung zu den Großeltern kühl gewesen, jetzt sei sie aber frostig.

Das kleine Mädchen sagt, sie habe Angst gehabt, dass ihre Eltern wütend auf sie würden; darum habe es so lange gedauert, bis sie es ihnen schließlich erzählte. Sie ist jetzt in Therapie, aber sie sei, so ihr Vater, ein starkes Mädchen.

- „Ich habe meinem Vater gegenüber klargestellt, wenn er je noch einmal versucht, Kontakt zu meiner Familie aufzunehmen, werde ich ihn fertig machen.“

- „Er wollte meine Tochter um Vergebung bitten, aber das habe ich nicht zugelassen“, sagt der Mann.

- Von acht Geschwistern ist er der einzige Zeuge Jehovas. Und sein Vater ist nur ein kleines Rädchen in der Sekte, sagt er.

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zweiter Artikel

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das ist unannehmbar

Justizministerin findet das Verhalten der Jehovasekte entmutigend.
 
von Jan Kjirgaard - 8:05 - 30. April 2004
  

Justizministerin Lene Espersen (K) bezeichnet die Heimlichtuerei der Sekte in Fällen von Inzest und Kindesmissbrauch als „völlig unannehmbar“.

- „Das ist völlig unannehmbar. Jehovas Zeugen sollten in solchen Fällen natürlich zur Polizei gehen. Es ist äußerst entmutigend, dass es in unserer Gesellschaft Gruppen oder Gruppenteile gibt, die meinen, sie könnten sich außerhalb des Rechtsstaats begeben. Fälle wie dieser müssen von Fachleuten und Gerichten behandelt werden. Alles andere ist untragbar und unannehmbar“, sagt die Ministerin gegenüber Ekstra Bladet.

http://ekstrabladet.dk/VisArtikel.iasp?PageID=247360

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dritter Artikel

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Unbegreiflich

von jkj - 8:05 - 30. April 2004  
 
Die Präsidentin des Justizkomitees Anne Baastrup (SF) fordert, dass die Zeugen Jehovas dringend die internen Vorschriften der Sekte zur Behandlung von sexuellem Kindesmissbrauch ändern.

- „Jehovas Zeugen vernachlässigen die Kinder. Das ist moralisch völlig falsch. Als Erwachsener muss man in solch heiklen Fällen handeln. Es kann nicht richtig sein, wenn die Zeugen Jehovas sich stattdessen auf den Schutz der Erwachsenen konzentrieren, um Geschwätz zu vermeiden. Es ist auch sehr verkehrt, dass die Zeugen Jehovas auf ihre Ältesten zurückgreifen, dass die sich solcher Fälle annehmen. Das überlässt man besser Fachleuten“, betonte die Präsidentin.

- „Wenn die Zeugen Jehovas nicht freiwillig ihre gegenwärtige Praxis ändern, muss die Ministerin ihnen deutlich machen, dass die Nationalversammlung einstimmig beschlossen hat, dass es keine Verjährungsfrist für Verbrechen wie Inzest oder sexuellen Kindesmissbrauch gibt. Den Zeugen Jehovas muss zu verstehen gegeben werden, dass diese Dinge weitaus ernster zu nehmen sind“, sagt Baastrup gegenüber Ekstra Bladet.

http://ekstrabladet.dk/VisArtikel.iasp?PageID=247361

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vierter Artikel

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Schwere Verbrechen
  
von Niels Westberg - 8:05 - 30. April 2004  
 
Staatsanwalt Peter Brøndt Jørgensen betrachtet die Haltung der Bewegung der Zeugen Jehovas, die sie gegenüber mutmaßlichem sexuellem Kindesmissbrauch einnimmt, als sehr schwerwiegend – also die Vorschriften der Sekte, um Beschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs in der Organisation zu vertuschen. 

- „Das ist nicht hinnehmbar, weil sexueller Kindesmissbrauch ein schweres Verbrechen ist und weil das Vertuschen solcher Taten schwerwiegende Folgen für die Opfer haben kann.“

- „Wenn die Fälle nicht gelöst werden und die missbrauchten Kinder keine professionelle Hilfe erhalten, bedeutet das, dass eine unbekannte Anzahl von Menschen mit schmerzlichen verdrängten Traumen herumläuft“, sagt der Staatsanwalt in Viborg.

- Vom Standpunkt des Staatsanwaltes aus erscheint es ziemlich sonderbar, dass eine Bewegung, die gern als große Religion angesehen werden möchte, fähig ist, die Art von Einstellungen gegenüber sexuellem Missbrauch von Minderjährigen, die durch Ekstra Bladet beschrieben wurde, pflegt.   

„HALLUZINATIONEN“

Ekstra Bladet erklärte in einem Artikel am Donnerstag, woraus die Regeln der Zeugen Jehovas für das Versiegeln früheren sexuellen Missbrauchs in jemandes Leben bestehen: den Mund halten und strikte Vertraulichkeit wahren. Die Sekte braucht ständig den Begriff „Halluzinationen“, wenn bei Kindern später verdrängte Erinnerungen an sexuellen Missbrauch hochkommen. Wer solche „Halluzinationen“ hat, darf als Zeuge niemandem außerhalb der Sekte, insbesondere der Polizei oder den Sozialbehörden nicht, etwas sagen. Selbst wenn man den Verdacht hat, dass der Täter immer noch Kinder schändet. Nur wenn es um eindeutig fortdauernde Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch geht, dürfen die Jehovajünger den Fall der Polizei melden, aber nur, wenn der Täter bereits gestanden hat. „Wir möchten Geschwätz über sexuellen Missbrauch vermeiden. Solche Feldzüge sind schrecklich schädlich“, sagt Zweigkomiteeaufseher Jørgen Larsen. 

http://ekstrabladet.dk/VisArtikel.iasp?PageID=247358

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Fünfter Artikel

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Über sexuellen Missbrauch Stillschweigen wahren

von Niels Westberg - 7:30 - 29. April 2004  
 
Sexueller Kindesmissbrauch ist unter den Zeugen Jehovas ein Tabu.  

 

Jehova-Boss Nr. 1 in Dänemark, Jørgen Larsen

Die über 20.000 registrierten Zeugen Jehovas sind auf striktes Stillschweigen über sexuellen Missbrauch innerhalb der Organisation eingeschworen, wenn der Missbrauch sich vor langer Zeit ereignet hat. Nur wenn ein Zeugenkind erst kürzlich Opfer sexuellen Missbrauchs wurde, der hier und jetzt bestätigt werden kann, wird den Eltern empfohlen, diesen bei den Behörden anzuzeigen.

- „Das ist richtig, wir unterscheiden scharf zwischen aktuellem Missbrauch, der hier und jetzt bewiesen ist, und Fällen so genannter ‚verdrängter Erinnerungen’ an sexuellen Missbrauch in der Vergangenheit“, sagt der Sprecher der Zeugen Jehovas, Erik Jørgensen.

- „Wir wollen keine Verleumdungskampagnen in solchen Dingen. Darum haben wir bestimmte fest stehende Vorgehensweisen“, sagt der Zweigkomiteeaufseher in Dänemark, Jørgen Larsen, gegenüber Ekstra Bladet.

VERGESSEN

Sexueller Kindesmissbrauch, der später im ins Bewusstsein eines Kindes aufsteigt, wird von der Jehovaorganisation „Halluzinationen“ oder „verdrängte Erinnerungen“ genannt, d.h. falsche Erinnerungen.

- Wenn wir vor solch einem Problem stehen, wenden wir die Regel an, die 1995 in unserer Zeitschrift Wachtturm formuliert wurde, erkennt der PR-Sprecher Erik Jørgensen an.

In dem Artikel „Trost für Menschen mit einem niedergeschlagenen Geist“ wird Jehovamitgliedern deutlich davon abgeraten, zur Polizei zu gehen und einen Schänder anzuzeigen, selbst wenn man den Verdacht hat, dass der Schänder weiter Kinder missbraucht. Wenn jemand meint, dass er von einem anderen Zeugen Jehovas missbraucht wurde, sollte er keine „voreiligen Schlüsse“ ziehen und Anzeige bei der Polizei erstatten, sondern vielmehr zu den Ältesten in der Versammlung gehen. In dem Artikel heißt es auch: „Vielleicht gibst du dich schließlich damit zufrieden, die Sache auf sich beruhen zu lassen.“

VERTRAULICH

Ein Zeuge Jehovas, der „Halluzinationen“ in Bezug auf früheren sexuellen Missbrauch hat, sollte den Namen des Schänders streng vertraulich behandeln. Wenn der Schänder die Beschuldigungen bestreitet, können Älteste nichts tun, und der Schänder ist damit „unschuldig“, heißt es in dem Artikel. Selbst wenn der Ankläger jemand anderen beibringen kann, der von derselben Person missbraucht wurde, weigert sich die Jehovaorganisation, etwas zu unternehmen. Mit anderen Worten: die Polizei wird nie von einem solchen Fall Kenntnis erhalten.

- „Wir haben kein Vertrauen in verdrängte Erinnerungen über sexuellen Missbrauch“, sagt PR-Sprecher Erik Jørgensen.

- „Wir empfehlen andererseits den Gang zur Polizei, wenn eines unserer Mitglieder sexuellen Missbrauch gesteht. Wir empfehlen auch den Gang zu den Sozialbehörden, wenn starker Verdacht besteht, dass ein Kind sexuell missbraucht wurde.“

- „Wir verurteilen sexuellen Kindesmissbrauch scharf“, sagt der Sprecher der Zeugen Jehovas.

http://ekstrabladet.dk/VisArtikel.iasp?PageID=247235