Zahlung ist bittersüß für Missbrauchsopfer

http://www.nytimes.com/2007/07/17/us/17abuse.html?_r=2&oref=slogin&oref=slogin#secondParagraph 

17. Juli2007

von LAURIE GOODSTEIN

Während Missbrauchsopfer im Gerichtssaal schluchzten, billigte ein Richter gestern einen 660 Millionen Dollar schweren Vergleich zwischen der römisch-katholischen Erzdiözese Los Angeles und 508 Personen, die Klage wegen sexuellen Missbrauchs durch Geistliche eingereicht hatten.

"Einen Vergleich zu schließen war das Richtige", sagte Richter Haley J. Fromholz vom Los Angeles County Superior Court.

Der Vergleich in der größten römisch-katholischen Diözese im Lande wird als Meilenstein betrachtet, weil der juristische Streit mehr als vier Jahre dauerte und weil die summe mehr als sechsmal so hoch ist wie jeder vorherige Vergleich mit einer Diözese.

Bei einer Pressekonferenz außerhalb des Gerichtssaales traten gestern Opfer sexuellen Missbrauchs einer nach dem anderen ans Mikrofon, viele trugen Fotos von sich als Kinder, und teilten ihre Empfindungen mit, wie sie sich von der Kirche und insbesondere vom Erzbischof von Los Angeles, Kardinal Roger M. Mahony, seit 1985 im Los Angeles im Amt, verraten fühlten.

"Ich will nicht, dass Mahony herumgeht und sagt, alles sei in Ordnung, weil es das nicht ist", sagte Rita Milla, 45, medizinische Assistentin, die in Carson lebt. "Meine Kirche hat gehandelt, als wüsste sie nicht, was vor sich geht".

Carlos Perez-Carillo, 41, Supervisor im Sozialdienst von Los Angeles County, sagte: "Wir liefen geistlos herum".

Perez-Carillo fügte hinzu: "Man hat uns gesagt, wir würden lügen", und sagte:, "Wir sind viele, viele Jahre in Finsternis herumgelaufen".

Einige Kläger sagten, sie seien vergewaltigt worden, einige missbraucht, anderen sei Pornografie gezeigt worden. Jeder Kläger wird eine Summe erhalten, die nach Dauer und Natur des Missbrauchs festgelegt wird, abzüglich der Gerichtskosten von 30 bis 40%.

"Es ist wichtig zu wissen", sagte Perez-Carillo, "dass die Überlebenden hier in der Lage sein werden, die Therapie zu bekommen, die sie brauchen".

Die Verhandlungen endeten Samstagabend, zwei Tage bevor der erste von 20 Fällen gegen die Erzdiözese mit 172 Klägern vor Gericht gehen sollte, sagte Raymond P. Boucher, der führende Anwalt der Kläger.

Gäbe es nicht die Gerichts- und die Zivilverfahren, sagte er, wären die Namen von etwa 150 wegen Missbrauchs Angeklagter nie bekannt geworden.

Im Gerichtssaal bat Boucher mit erstickter Stimme um einen Augenblick des Schweigens für die Opfer, die in den Jahren der Verhandlung gestorben waren. Später sagte er in einem Interview, er wisse von neun Personen, die in den vergangenen fünf Jahren Suizid begangen hätten, und mehreren anderen, die an Überdosen von Medikamenten gestorben waren.

In Kommentaren, die sich als widersprüchlich erwiesen, hat. Boucher Kardinal Mahony gelobt, dass er die Vergleiche anstrebte, nachdem er sich persönlich mit 60 Missbrauchsopfer getroffen hatte.

"Er gab ihnen die Möglichkeit, zu schreien und zu weinen und Dampf abzulassen und Fragen zu stellen", erklärte Boucher in einem Interview. "Es waren intensive emotionale, persönliche Treffen, und ich glaube, das hat die Sichtweise einiger der Mandanten, die sich mit ihm trafen,. geändert, und ich bin sicher, das hat ihn umgestimmt".

In den vergangenen sechs Monaten, sagte er, habe der Kardinal selbst auf einen Abschluss gedrängt. "Wenn ich vor dem Büro des Verteidigers Halt machte", sagte Boucher, "war der Kardinal im Flur am Telefon mit den religiösen Orden und versuchte, sie an dem Vergleich zu beteiligen.

Aber in Interviews gaben andere Anwälte von Klägern Kardinal Mahony dafür die Schuld, die Verhandlungen dadurch zu verschleppen, dass er versuchte, die Verantwortung den Versicherungen unterzuschieben. Sie sagten, mittlerweile gäben die Versicherer der Erzdiözese die Schuld für ihre Nachlässigkeit, und viele hätten sich jahrelang geweigert, die Haftung zu übernehmen.

"Diesen Vergleich hätte es schon vor vier Jahren geben können, und es gab ihn nicht", sagte Venus Soltan, eine Anwältin, die 50 Fälle übernommen hatte. "Dies war immer ein Fall zwischen den Opfern und der Kirche. Es ging nicht um die Zahlungen durch die Versicherungen."

Frau Soltan sagte über den Kardinal: "Wenn er die Fälle durch Vergleich beilegen wollte, war das innerhalb seines Entscheidungsrahmens. Kardinal Mahony sagte am Sonntag, die Erzdiözese würde 250 Millionen in den Vergleich einbringen, die Versicherer 227 Millionen, religiöse Orden würden 60 Millionen zahlen, und der Rest, 123 Millionen, würde aus anderen Quellen kommen, wie religiösen Orden, die nichts mit dem Vergleich zu tun hatten. Die Kläger sollen ihre Zahlungen bis zum 1. Dezember erhalten.

Die Erzdiözese, ihre Versicherer und mehrere religiöse Orden, darunter die Karmeliter, die Franziskaner und die Jesuiten, haben bereits insgesamt 114 Millionen Dollar in mehreren getrennten Vergleichen zur Beilegung von 86 Klagen gezahlt.

Der Kardinal, der während der Verhandlung stumm da saß, entschuldigte sich am Sonntag bei den Opfern und sagte über den Missbrauch: "Er hätte nicht geschehen sollen und sollte nie wieder geschehen."

Nach der Verhandlung sagten viele Opfer, die Entschuldigung sei weitaus zu spät gekommen. Esther Miller, 48, die sagt, sie sei suizidgefährdet und arbeite wegen posttraumatischen Stresses nicht, sagte: "Ich war eine eifrige Katholikin, Ich habe meine Kirche verloren."

Michael Parrish übersandte den Bericht aus Los Angeles.

Monica Almeida / The New York Times

Rita Milla, Klägerin gegen die Erzdiözese Los Angeles, zusammen mit einem weiteren Missbrauchsopfer nach Annahme der Vergleiche mit der Rekordsumme von 660 Millionen Dollar.

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Kardinal entschuldigt sich für Missbrauchsfälle in Los Angeles  

 

Veröffentlicht: 16. Juli 2007

Einen Tag nach der Zustimmung zu einem alle Rekorde brechenden Vergleich von 660 Millionen Dollar mit 508 Personen, die sagten, sie seien von Mitgliedern der Geistlichkeit in der Erzdiözese Los Angeles missbraucht worden, entschuldigte sich Kardinal Roger Mahony heute Nachmittag für "diese entsetzliche Sünde und die Verbrechen" und sagte, er hoffe, der Vergleich werde eine "endgültige Lösung" bringen.

Vier Jahre juristischer Schlacht endeten am Samstagabend in einem Vergleich — nur zwei Tage vor dem Beginn eines Prozesses am Montag, in dem Kardinal Mahony gezwungen gewesen wäre, auszusagen.

Der Vergleich ist der bis jetzt umfangreichste in einer katholischen Diözese — er läuft auf etwa 1,3 Millionen Dollar pro Betroffenem hinaus. Die römisch-katholische Kirche in den Vereinigten Staaten hat mehr als 2 Milliarden Dollar in Vergleichen und bei Gerichtsurteilen an Opfer sexuellen Missbrauchs und ihre Familien gezahlt.

Anwälte der Erzdiözese und der Kläger sagten, sie verhandelten noch über die Einzelheiten, aber sie erwarteten, eine Übereinkunft zur Billigung des Richters im Prozess am Montagmorgen vorzulegen.

Einige römisch-katholische Gemeindeglieder in Los Angeles sagten, sie sähen gern, dass die Opfer entschädigt würden, aber die sich hinziehende juristische Schlacht habe sie sauer auf Kardinal Mahonys Führung werden lassen.

"Ich glaube nicht, dass sie genug Geld bekommen. Kein noch so großer Betrag kann sie entschädigen", sagte Cheryl Ortega, 59, ein Gemeindemitglied der Kirce Unserer Mutter vom guten Rat in Los Feliz.

Steve Mills, 52, seit 25 Jahren dort Gemeindemitglied, sagte, er sei entsetzt, dass die Verhandlungen so lange dauerten und die Erzdiözese so viel Geld kosteten, das benutzt hätte werden können, um den Armen zu helfen oder Schulen zu bauen.

"Meine Meinung über den Kardinal ist wegen alledem in den Keller gegangen", sagte Mills. "Und es hat den Anschein, als sei das bei jedem so, mit dem ich rede".

Kardinal Mahony sagte, dass 250 Millionen von der Erzdiözese bezahlt würden, 227 Millionen von den Versicherungen und 60 Millionen von religiösen Orden, deren Priester und Fratres angeklagt sind, Missbrauchsfälle begangen zu haben. Er sagte, der Rest,123 Millionen, würde aus "anderen Quellen" kommen, darunter von religiösen Orden, die "keinen Anteil an dem Vergleich" hatten.

Er sagte, um den Vergleich zu bezahlen, würde die Erzdiözese einige Grundstücke verkaufen, einige Investments flüssig machen und Geld leihen. Er sagte, die Erzdiözese müsse nicht "Kernfunktionen" aufgeben oder Gemeindebesitz oder Schulen verkaufen.

Der Umfang des Vergleichs spiegelt vielleicht das enorme finanzielle Risiko der Erzdiözese wider, wäre es in den Fällen zum Prozess gekommen, sagte Carl Tobias, der Williams Professor an der juristischen Fakultät der Universität von Richmond in Virginia.

"Kalifornische Richter und Geschworene sind eher an große Vergleiche oder Urteile gewöhnt", sagte er. "Wenn die Beklagten sich mehr Sorgen um ihre Bloßstellung machen, sind sie bereitwilliger, mehr bei einem Vergleich zu zahlen."

Personen in Los Angeles, die geltend machten, sie seien sexuell missbraucht worden, sagten, sie seien begierig, weiterzumachen, hatten aber einige Befürchtungen, weil sie glauben, dass Kardinal Mahony und andere Kirchenführer, die schuldhaft seien, würden wahrscheinlich nie persönlich zur Rechenschaft gezogen.

Tony Almeida, Feuerwehrmann aus Los Angeles, sagte, er habe sich seelisch darauf vorbereitet, bei dem Prozess, der für Montag vorgesehen war, auszusagen, dass Reverend Clinton Hagenbach ihn und andere Ministranten wiederholt missbraucht und ihn einmal festgehalten und vergewaltigt habe. Almeida, der 44 Jahre alt ist, sagte, er mache den Missbrauch und die Jahre verdrängter Erinnerungen zum Teil für Alkoholismus, Aggressionen, Depressionen und zwei zerbrochene Ehen verantwortlich.

"Mein ganzes Leben ist ein Durcheinander. Mit einer Therapie wird es, denke ich, etwas besser gehen. Dieser Vergleich wird nicht alles lösen, das verstehe ich", sagte er, fügte aber hinzu: "Er ist eine Entschädigung für das, was ich durchgemacht habe. Aber ich denke immer noch, die Kirche müsse für das, was sie mir und meinem Leben angetan hat, verantwortlich gemacht werden."

Er sagte, er sei erleichtert, dass er nicht vor Gericht auszusagen brauche, weil selbst die drei Tage mit eidesstattlichen Aussagen — das erste Mal musste er sich öffentlich an Einzelheiten des Missbrauchs erinnern — seinen Blutdruck so hoch trieben, dass er sich von der Arbeit frei nehmen musste.

"Ich hätte einen Prozess führen und mehr Geld kriegen können. Aber um die Wahrheit zu sagen, schon die Sache mit den eidesstattlichen Erklärungen durchzustehen war schwer für mich", sagte er. "Ich bin den Schmerz leid und möchte weiterleben."

John Manly, Anwalt für 50 Kläger in dem Fall, sagte, sie seien gezwungen worden, die Zivilgerichte zu benutzen, um Sexualverbrecher zu entlarven und Kirchenvertreter zur Rechenschaft zu ziehen, weil das Strafrechtssystem versagt habe.

"Ich denke, die Frage, die sich die Leute stellen müssen, ist, wie kann Roger Mahony eine Dreiviertelmilliarde für Verbrechen zahlen und im Prinzip frei herumlaufen?" sagte Manly. "Besonders weil es das Geld anderer Leute ist, und er hat von den Justizbehörden und den Machtsystemen in LA eindeutig eine Sonderbehandlung erfahren. Wann wird er zur Rechenschaft gezogen, und wenn nicht, warum nicht?"

Kardinal Mahony sagte heute Nachmittag bei einer Pressekonferenz: "Ja, ich habe Fehler gemacht."

"Aber ich wusste nicht", sagte er, dass die Behandlungsprogramme, in die einige verbrecherische Priester geschickt wurden, ehe sie wieder den Dienst aufnahmen, nicht wirkungsvoll gewesen seien.

Er sagte zu den Opfern, er wünschte, er könne ihr Leben wieder bis zu dem Punkt vor den Ereignissen zurückführen "Ich wünschte, Ihr Leben sei ein riesiges Videoband, das man zurückspulen kann", sagte er.

Michael Parrish berichtete aus Los Angeles.

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Los Angeles Catholic church to pay 660 mln ...

Katholische Kirche von Los Angeles zahlt 660 Millionen an Missbrauchsopfer

AFP - Montag, 16. Juli          http://sg.news.yahoo.com/afp/20070715/tts-us-religion-crime-abuse-c1b2fc3.html 

LOS ANGELES (AFP) - - Die römisch-katholische Kirche in Los Angeles entschuldigte sich am Sonntag bei Hunderten von Menschen, die von ihren Priestern sexuell missbraucht worden waren, nachdem sie einem Vergleich mit der Rekordsumme von 660 Millionen Dollar zugestimmt hatte, dem größten in der US-Geschichte.

Anwälte der Erzdiözese Los Angeles und 508 Opfer von Missbrauch, der bis in die 1940er Jahre zurückgeht, schlossen den riesigen Vergleich am Vorabend eines möglicherweise explosiven Gerichtsfalles, der am Montag eröffnet werden sollte.

Der Leiter der Erzdiözese, Kardinal Roger Mahony -- der von wütenden Opfern beschuldigt wurde, während seiner Dienstzeit Pädophiliefälle vertuscht zu haben --, berichtete auf einer Pressekonferenz, die Fälle hätten nie geschehen dürfen.

"Dieser lange Weg ist jetzt zu Ende, und ein neues Kapitel des Weges beginnt", sagte Mahony.

"Ich entschuldige mich nochmals bei allen, die beleidigt wurden, die von Priestern, Diakonen, von Männern und Frauen der Religion und von Laien missbraucht wurden ... Es hätte nicht geschehen dürfen und darf nie wieder geschehen."

Mahony sagte, ihn habe die Tatsache umgetrieben, die Opfer wären nie mehr in der Lage, ihre Unschuld wiederzuerlangen.

"Das ist der eine Teil des Vergleichsprozesses, den ich so frustrierend finde, weil ich den Opfern das eine, was ich ihnen geben möchte, nicht geben kann", sagte er.

Ray Boucher, der führende Anwalt der Opfer, sagte, der Vergleich sei "lange überfällig gewesen".

"Einige der Opfer haben über fünf Jahrzehnte auf die Chance einer Versöhnung und Lösung gewartet", sagte Boucher. "Das ist die Zahlung einer Schuld, die längst überfällig ist".

Anwälte beider Seiten werden am Montag vor dem Los Angeles Superior Court erscheinen, um den Vergleich einzureichen, der von eine Richter gebilligt werden muss.

Der Deal wird der größte Vergleich einer römisch-katholischen Diözese mit Sexualmissbrauchsopfern in den Vereinigten Staaten sein.

Missbrauchsfälle im ganzen Land haben die römisch-katholischen Kirchen bis jetzt rund 2,1 Milliarden Dollar gekostet. Mehrere Priester wurden verurteilt, und wenigstenms vier Diözesen sind an den Zahlungen bankrott gegangen.

Die Kirche von Los Angeles wird dem Erwarten nach Vermögenswerte aus ihren schätzungsweise 1 Milliarde Dollar werten Holdings verkaufen, um den Vergleich zu bezahlen.

Die Kirche hatte bereits im Dezember in 46 Fällen einen 60-Millionen-Dollar-Vergleich geschlossen.

John Manly, ein Anwalt, der etwa50 Opfer vertrat, die jetzt eine Zahlung von 1,2-1,3 Millionen Dollar pro Person erwarten, sagte gegenüber AFP, die Erzdiözese habe den Vergleich geschlossen, um der Peinlichkeit eines Gerichtsverfahrens zu entgehen.

Manly sagte, die Veröffentlichung interner Unterlagen als Teil des Vergleichs würde Fragen zur Führung von Mahony aufwerfen.

"Ich denke, wenn die Leute die Dokumente sehen und sehen, was er wusste und was er tat, werden sie verblüfft sein", sagte Manly gegenüber AFP.

Opfer beschuldigen Mahony der mutmaßlichen Vertuschung von Beweisen für Kindesmissbrauch durch die Versetzung von Priestern an andere Kirchen und d es Versuchs, diese Berichte über Missbrauchsfälle geheim zu halten.

"Kardinal Mahony zahlt Geld, das ist großartig, aber wo wird die Hierarchie der Kirche zur Rechenschaft gezogen?" sagte Manly. "Sie werden weitermachen wie üblich; und die Opfer haben doch ein Lebtag mit den Problemen zu kämpfen."

Manly stellte die Frage, warum Mahony nicht zur Rechenschaft gezogen wurde.

"Wenn das, was unter seiner Führung geschah, schlimm genug war, um eine halbe Milliarde Dollar zu zahlen, warum läuft er noch frei herum, und warum hat der Bezirksstaatsanwalt nichts gegen ihn unternommen?" sagte Manly.

Barbara Blaine, Leiterin des Survivors Network of those Abused by Priests (SNAP), einer landesweiten Opferhilfsgruppe, nannte den Vergleich zwischenzeitlich "eine wunderbare Nachricht für alle Opfer."

Sie lobte die "mutigen Opfer, mitfühlende Gesetzgeber und Opferanwälte, die schwere, unsichere Fälle übernahmen und die anscheinend endlosen Verzögerungstaktiken des Bischofs besiegten", um den Fall zu gewinnen.

Blaine sagte, sie glaube, die Kirche habe den Vergleich nicht aus Mitgefühl geschlossen, sondern um es zu vermeiden, "unter Eid im öffentlichen Gerichtssaal aufzudecken, wie viel die Kirchenvertreter wussten und wie wenig sie gegen pädophile Priester, Nonnen, Fratres und Seminaristen unternahmen."

Blaine sagte, sie hoffe, die Kirchendokumente würden in allen Einzelheiten die Wahrheit über die Missbrauchsfälle aufdecken.

"Kein noch so großer Geldbetrag kann den Opfern ihre verlorene Unschuld und ihre gestohlene Kindheit zurückgeben, aber hoffentlich wird dies einen sehr schmerzlichen Teil ihres Lebens abschließen", sagte sie.

Der Vergleich von Los Angeles lässt Zahlen aus anderen Fällen klein aussehen. Die bisher größte Zahlung war in Boston, wo die Opfer eine Übereinkunft über 157 Millionen Dollar akzeptierten.