Mittwoch, 12. März 2008

Richter schickt Greist zurück ins Krankenhaus

von MICHAEL P. RELLAHAN, Redakteur

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Richard Greist

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WEST CHESTER — Der Richter, der für den Fall des Mörders Richard Greist zuständig ist, hat ihn für ein weiteres Jahr ins Norristown State Hospital geschickt und keine Änderungen an den Vorrechten, die er jetzt genießt, vorgenommen.

Aber Richter Edward Griffith fand auch einige harte Worte für Greist, der 1980 wegen des Todes an seiner Frau, Janice, und Angriffen auf seine Familie als unzurechnungsfähig nicht verurteilt wurde. Griffith sagte, Greist sehe weiterhin seine Freilassung aus Norristown als Hauptziel seiner Arbeit mit Ärzten an, anstatt sich völlig in psychiatrische Therapie zu begeben, die seinen Zustand bessern würde.

“Anstatt sich allein auf die Therapie zu verlassen, um das zu erreichen, scheint Greist zu glauben, er könne die öffentliche Meinung dazu bringen, ihm in der Sache zu helfen.” Griffith schrieb in einer Fußnote seiner Entscheidung vom 28. Februar, Greist ins Krankenhaus zurückzuschicken: "Greist gibt sich weiter seiner Vorstellung hin, er sei das größte Opfer der entsetzlichen Tat, die er am 10. MaI 1978 beging.”

An jenem Tag erstach Greist in psychotischer Wut seine Frau, schnitt den Körper seines ungeborenen Sohnes aus ihrem Leib und verstümmelte ihn, dann stach er einer seiner beiden Töchter ins Auge und tötete die Familienkatze in ihrem Haus in East Coventry. Er wurde außerhalb des Hauses von der Polizei festgenommen, sein Körper war verschmiert vom Blut der Opfer. Die Psychiater, die Greists gegenwärtigen Geisteszustand untersuch und ihn behandelt haben, sind sich weiterhin uneins über seinen augenblicklichen Geisteszustand, und ob er wieder genug seelischen Halt gefunden hat, um den Prozess einer allmählichen Entlassung aus dem Krankenhaus in die Gemeinde zu beginnen.

Ärzte, die von Greists Anwalt bestellt wurden, sagen, er habe Fortschritte gemacht und es spreche nichts Ernsthaftes gegen seine Freilassung ins betreute Wohnen oder ähnliches, während der Psychiater der Anklage sagt, er stelle immer noch eine Gefahr für die Gemeinde dar.

Das Krankenhaus hatte Griffith in einem formellen Antrag gebeten, das Maß an Freizügigkeit aufrecht zu erhalten, das Greist in den vergangenen 18 Monaten seit seiner letzten Begutachtung hatte, aber auch zu erlauben, für eine Zukunft außerhalb der Krankenhausmauern zu planen. In einer sechsstündigen Anhörung vor Griffith sagten Greists behandelnder Psychiater in Norristown und seine persönliche Psychiaterin, er sei bereit dafür, in ein betreutes Wohnheim der Gemeinde zu ziehen.

Griffith lehnte den Antrag ab. Er sagte, er wolle die Einschränkungen und auch die Vorrechte aufrecht erhalten, die er nach der letzten jährlichen Begutachtung Greists in einem Beschluss von August 2006 verfügt hatte. Er darf einmal in der Woche die Gottesdienste der Gemeinde West Norristown der Zeugen Jehovas besuchen, wo er ordinierter Diener ist; er darf einmal die Woche seine persönliche Psychiaterin aufsuchen; er kann alle drei Monate für 12 Stunden unbeaufsichtigt nach Hause und beaufsichtigt nach draußen aufgrund einer Verfügung des Bezirksstaatsanwaltes von Chester County und der örtlichen Polizei.

Damals verfügte Griffith auch, dass Greist weiter an der "innen-orientierten" Psychoanalyse teilnehmen soll, die ein andere Richter zuvor angeordnet hatte. Seine Psychiaterin, Dr. Ira Brenner, sagte, in den sechs Monaten, in denen sie mit Greist gearbeitet habe, habe er bei der Therapie langsame Fortschritte gemacht.

Griffith äußerte seine Zufriedenheit mit Brenners Arbeit, die nach den Worten des Richters anders als ein früherer Therapeut ihre Arbeitsanweisungen mit Greist ernst nehme. Der andere war dann von dem Fall abgezogen worden.

Aber Griffith machte geltend, die der Haltung Greists gegenüber sich selbst zugrundeliegende Geschichte und seine Situation hätten sich nicht geändert.

“Greist fehlt es an Mitgefühl für die, denen er Schaden zugefügt hat. (Er) behält sein manipulierendes Verhalten gegenüber den Betreuern bei. Greist ... macht weiterhin andere verantwortlich, besonders Frauen, und er übernimmt nicht die Verantwortung für sein eigenes Handeln, außerdem nimmt er nicht wahr, welche Auswirkung sein Verhalten auf andere hat”, schrieb der Richter.

Zusätzlich zu den weiteren Einschränkungen für Greist verbot Griffith ihm den Kontakt zu seinen Töchtern oder ihren Familien.

Um mit dem Redakteur Michael P. Rellahan Kontakt aufzunehmen, schicken Sie eine E-Mail an mrellahan@dailylocal.com.