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THE SUPREME COURT OF NEW HAMPSHIRE

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Hillsborough–Südlicher Gerichtsbezirk

Nr. 2003-779

Holly Berry und andere

gegen

Watchtower Bible and Tract Society of New York, Inc. und andere.


Verhandelt: 20. Oktober 2004

Urteilsverkündung: 15. Juli 2005

Gawryl & MacAllister, aus Nashua (Jared O’Connor per Schriftsatz), und Marci A. Hamilton, aus Washington Crossing, Pennsylvania, mündlich, für die Kläger.

Devine, Millimet & Branch, P.A., aus Manchester (Donald E. Gardner und Brian J.S. Cullen per Schriftsatz, und Mr. Gardner mündlich), und Robert C. James, aus Patterson, New York, per Schriftsatz, für die beklagten Watchtower Bible & Tract Society of New York, Inc. und Versammlung der Zeugen Jehovas in Wilton.

BRODERICK, C.J. Die Klägerinnen, Holly Berry und Heather Berry, legen Berufung ein gegen die Entscheidung des Superior Court (Groff, J.), ihren Fall abzuweisen. Wir bestätigen.

I

Die Klägerinnen erhoben Klage wegen Schmerzengeldes gegen die Beklagten, Watchtower Bible & Tract Society of New York, Inc. (Watchtower); die Versammlung der Zeugen Jehovas in Wilton (Versammlung Wilton); und ihren Vater, Paul Berry, für Verletzungen aus sexuellem Missbrauch und Misshandlungen, mutmaßlich begangen von Berry. Obwohl aus den Akten unklar ist, ob Berry weiterhin Beklagter ist, ist er nicht in diese Berufung mit eingeschlossen.

Die Ansprüche der Klägerinnen gegen Watchtower und Versammlung Wilton gründen sich auf die Behauptung, ihre Mutter, Sara Poisson, habe gewisse Älteste der Versammlung Wilton über den behaupteten Missbrauch informiert, und diese hätten dann keine Anzeige bei den Justizbehörden gestellt und Poisson falsch darüber beraten, wie sie mit dem mutmaßlichen Missbrauch umgehen solle. Insbesondere haben die Klägerinnen geltend gemacht, dass Watchtower und Versammlung Wilton den mutmaßlichen Missbrauch fahrlässig nicht angezeigt haben (Vorwurf I); durch das Nichtanzeigen ihre Fürsorgepflicht verletzten (Vorwurf II); durch Nichtanzeigen ihre Pflicht nach Gewohnheitsrecht laut Forderung aus RSA 169-C:29 (2002) verletzten (Vorwurf III); und sich an einer vorsätzlichen Vertuschung des Missbrauchs beteiligten (Vorwurf IV).

Watchtower und Versammlung Wilton stellten den Antrag, alle Vorwürfe summarisch zu beurteilen; sie machten unter anderem geltend: (1) Das Religionsprivileg nach RSA 516:35 (1997) und New Hampshire Rule of Evidence 505 (Rule 505) hätten sie davon ausgenommen, vertrauliche, von den Eltern der Klägerinnen erhaltene Informationen preiszugeben; (2) sie hatten keine Fürsorgepflicht oder Pflicht nach Gewohnheitsrecht, die Klägerinnen vor Missbrauch zu schützen; und (3) das Gesetz über das Erstatten von Anzeigen, RSA 169-C:29, schaffe keine zivilrechtliche Vornahme.

Aufgrund des Falles Marquay gegen Eno, 139 N.H. 708 (1995) entschied die Erstinstanz, dass RSA 169-C:29 keine privatrechtliche Vornahme schaffe und dass die Beklagten den Klägerinnen keine Fürsorgepflicht schuldeten. Das erstinstanzliche Gericht meinte jedoch, dass Watchtower und Versammlung Wilton eine gewohnheitsrechtliche Verpflichtung hatten, die Klägerinnen vor Missbrauch zu schützen. Schließlich entschied die Erstinstanz mit Blick auf das Gesetz zur Anzeigepflicht, dass es auf "jeden" zutreffe und damit auch auf  Watchtower und Versammlung Wilton.

Nach der Beweisaufnahme entschied das Gericht, dass die Ältesten ordinierte Geistliche gemäß Vorschrift 505 seien und die von ihnen mit der Mutter der Klägerinnen besprochenen Angelegenheiten "solcher Natur sind, dass die Gespräche dem Erfordernis der Vertraulichkeit unterlagen". Das Gericht kam zu dem Schluss, "ohne eine Verzichtserklärung von Frau Poisson und Herrn. Berry seien die Ältesten [verpflichtet gewesen], das Privileg zu erhalten, so dass sie keinerlei Information [preisgeben konnten]". Weil Vorschrift 505 Vertraulichkeit fordert, entschied das Gericht, dass Watchtower und Versammlung Wilton nicht die Verpflichtung hatten, den mutmaßlichen Missbrauch zu melden oder zu enthüllen, obwohl das Gesetz zur Anzeigepflicht etwas anderes fordert. Dementsprechend entschied das Gericht, dass "die Behauptung der Klägerinnen, es habe Fahrlässigkeit vorgelegen, abgewiesen werden, soweit sie sich auf die Pflicht der Beklagten stützen, mutmaßlichen oder eingestandenen Kindesmissbrauch anzuzeigen".

Im November 2003 entschied die Erstinstanz, alles Verhalten, über das die Klägerinnen Klage führten, ob in Fahrlässigkeit oder Vorsatz nach Gewohnheitsrecht mündend, unter die Überschrift "Amtsvergehen durch Geistliche" fiele, und dass es eine Verletzung der Feststellungsklausel des Ersten Verfassungszusatzes sei, wenn das Gericht "Gesetze, Vorschriften oder Praktiken der Kirche überprüfe oder auslege, um den Wahrheitsgehalt der Behauptungen festzustellen." (Zitat ausgelassen.) Dementsprechend wurden alle verbliebenen Ansprüche gegen Watchtower und Versammlung Wilton abgewiesen, Daraufhin wurde Berufung eingelegt.


II


Die Klägerinnen werfen mehrere Fragen auf, darunter (1) ob die Ältesten in der Versammlung Wilton nach RSA 169-C:29, dem Gesetz, dass die Anzeigepflicht bei Kindesmissbrauch fordert, den Missbrauch melden mussten; (2) ob die Ältesten der Zeugen Jehovas für Zwecke der Erkennung auf Religionsprivileg "Geistliche" sind, siehe RSA 516:35; N.H.R. Ev. 505; (3) ob das Religionsprivileg Anwendung finden, wenn das Gespräch in Gegenwart Dritter nicht privater Natur ist; (4) ob Watchtower und Versammlung Wilton den Klägerinnen eine gewohnheitsrechtliche Verpflichtung schulden, Abhilfe zu schaffen, um sie zu schützen; (5) ob das Anzeigepflichtgesetz über dem Religionsprivileg steht; (6) ob eine Untersuchung des Verhaltens von Watchtower und Versammlung Wilton, um diese Handlungsweise in Bezug auf den mutmaßlichen Missbrauch der Klägerinnen das Religionsprivileg verletzt; und (7) ob solch eine Untersuchung die Feststellungsklausel gegen juristische Eingriffe in kirchliche Dispute verletzt.

Einige der Behauptungen der Klägerinnen wurden im Schnellverfahren abgehandelt und andere wurden von der Erstinstanz zurückgewiesen. "Bei der Gewährung eines Schnellverfahren sehen wir uns die eidesstattlichen Aussagen und andere Beweise an, sowie alle Schlüsse, die man richtigerweise daraus ziehen kann, und das im günstigsten Licht für die nicht den Antrag stellende Partei." Sandford gegen Town of Wolfboro, 143 N.H. 481, 484 (1999) (Zitat ausgelassen). "Wenn unsere Prüfung der Beweise keine echten Tatsachenfragen hervorbringt, und wenn die Partei nach dem Gesetz ein Recht auf ein Urteil hat, gewähren wir ein Urteil im Schnellverfahren." Ebenda. (Zitate und Klammern ausgelassen). "Wir prüfen Anträge, um zu sehen, ob die Anschuldigungen eines Klägers hinreichend Grund für einen Prozessgewinn bieten." Rayeski gegen Gunstock Area, 146 N.H. 495, 496 (2001) (Zitat ausgelassen). "Wir unterstellen den Wahrheitsgehalt aller von Kläger vorgebrachten Tatsachen und legen alle Schlussfolgerungen im für den Kläger günstigsten Licht aus." Ebenda. "Wir führen dann eine Schwellenuntersuchung durch, die die verfügbaren Tatsachen vor dem Hintergrund des anzuwendenden Rechts prüft." Ebenda. (Zitat ausgelassen).


III


Sara Poisson und Paul Berry heirateten 1980 und zogen 1984 nach Greenville. Poissons Tochter Holly wurde 1978 in einer früheren Ehe geboren. Poissons und Berrys Tochter Heather wurde 1982 geboren. Sowohl Poisson als auch ihr Mann waren praktizierende Zeugen Jehovas.

In der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas werden Älteste von der Ältestenschaft der örtlichen Versammlung gewählt, die geistigen Leiter der Versammlung zu sein. Älteste sind Laien, die keine formale religiöse Schulung oder Ausbildung haben. Sie haben weltliche Berufe und werden für ihre Tätigkeit als Älteste nicht entschädigt. Als Älteste sind sie verantwortlich für Treffen mit einzelnen Mitgliedern der Versammlung, wenn das erforderlich ist, und dafür, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um Probleme zu erkennen und geistigen Rat zu geben. In der Versammlung Wilton gab es zu jeder Zeit fünf bis zehn Älteste.

Die Klägerinnen machen geltend, dass Poisson bei den Ältesten geistlichen Rat suchte, weil sie und ihr Mann Eheprobleme hatten, darunter Beschimpfungen und körperliche und seelische Misshandlungen. Als Reaktion auf ihre Bitten gaben die Ältesten dem Paar geistlichen Rat und Beistand, dazu gehörten gemeinsame Gebete, Lesen aus der Bibel und eine Besprechung der Bibelstellen, wie sie auf ihre Probleme anzuwenden wären. Poisson hat, so sagt sie, den Ältesten bei zehn bis zwölf einzelnen Gelegenheiten gesagt, dass ihr Mann ihre Kinder missbrauche. Die Klägerinnen machen des weiteren geltend, dass "die Ältesten in Übereinstimmung mit den Anweisungen an Verkündiger, mit den Vorschriften und der Praxis der Organisation der Zeugen Jehovas ... der Mutter der Klägerinnen sagten, sie solle die Angelegenheit innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas halten". Im Jahre 2000 wurde Berry überführt, Holly sexuell angegriffen zu haben, als sie ein kleines Kind war. State gegen Berry, 148 N.H. 88 (2002).


IV


Die Klägerinnen argumentieren, dass die klare Aussage von RSA 169-C:29 von den Ältesten der Versammlung Wilton forderte, den mutmaßlichen Kindesmissbrauch bei den Justizbehörden anzuzeigen. Watchtower und Versammlung Wilton argumentieren, dass die Klägerinnen keine Beweise vorlegten, dass die Ältesten Grund hatten, sexuellen Missbrauch oder körperliche Misshandlung zu vermuten, und weiter, dass RSA 169-C:29 keine zivilrechtliche Abhilfe für ihr Versäumnis, den mutmaßlichen Missbrauch zu melden, vorsehe.

RSA 169-C:29 lautet:

Jeder Arzt, Chirurg, Landarzt, Psychiater, niedergelassene Arzt, Internist, Zahnarzt, Osteopath, Optiker, Chiropraktiker, Psychologe, Therapeut, jede registrierte Krankenschwester, Krankenhauspersonal ... , Praktiker Christlicher Wissenschaft, Lehrer, Schulvertreter, Schulkrankenschwester, Schulberater, Sozialarbeiter, Tagespfleger, jeder Jugendamtsangestellte, Vertreter der Justizbehörden, Priester, Geistlicher oder Rabbiner oder jeder andere, der Grund zu der Vermutung hat, dass ein Kind missbraucht oder vernachlässigt wurde, soll dies in Übereinstimmung mit seiner Berufsvereinigung anzeigen.

Mit "missbrauchtes Kind" sind auch Kinder gemeint, die sexuell missbraucht oder körperlich und seelisch misshandelt wurden. RSA 169-C:3 (2002). Die Erstinstanz war der Meinung, dass in dem Maße, wie durch die Klägerinnen geltend gemachte Fahrlässigkeit Voraussetzung für eine Verpflichtung auf Seiten der Beklagten ist, Beschuldigungen oder Bekenntnisse von Kindesmissbrauch zu melden, die Behauptungen der Klägerinnen abgewiesen werden müssen. Die Ältesten waren durch das Religionsprivileg gehindert, jemandem Beschuldigungen oder Bekenntnisse von Kindesmissbrauch zu offenbaren, und daher konnte keine Pflicht entstehen, den Missbrauch zu melden.

Wir stimmen der Erstinstanz zu, dass das Gesetz, das Anzeige von Missbrauch zur Pflicht macht, bei Verletzung nicht zivilrechtlich bewehrt ist. Das Versäumnis, sich an diese Pflicht zu halten, ist eine Straftat, und "jeder, der willentlich eine Gesetzesvorkehrung verletzt ..., macht sich eines Vergehens schuldig." RSA 169-C:39. Die Pflicht zur Anzeige stützt jedoch nicht eine zivilrechtliche Vornahme bei Verletzung des Gesetzes. Marquay, 139 N.H. at 715. Auch wenn man, ohne darüber zu entscheiden, annimmt, die Ältesten hatten die Pflicht, den mutmaßlichen Kindesmissbrauch den Justizbehörden zu melden, hatten die Klägerinnen keinen Anspruch auf Schmerzensgeld aufgrund des Versäumnisses der Ältesten. Dementsprechend braucht nicht entschieden zu werden, ob Älteste der Zeugen Jehovas für Zwecke der Erkennung auf Religionsprivileg als "Geistliche" bezeichnet werden können.


V


Die Klägerinnen machen des weiteren geltend, dass Watchtower und Versammlung Wilton die gewohnheitsrechtliche Pflicht gehabt hätten, um Abhilfe zu schaffen und so die Klägerinnen aufgrund einer besonderen Beziehung, einer fürsorglichen Beziehung und/oder den besonderen Umständen des Falles zu schützen. Die Erstinstanz erkennt zwar an, dass jemand im Allgemeinen nicht die eindeutige Pflicht hat, anderen beizustehen, setzt aber diesen Fall den begrenzten Umständen gleich, unter der jemand die Pflicht hat, vorhersehbaren Schaden von einem Dritten abzuwenden, und wendet eine Abwägung an, ob eine solche Pflicht Watchtower und Versammlung Wilton auferlegt werden sollte. Bei den Tatsachen dieses Falles erklärte das Gericht, eine solche Verpflichtung würde ihnen nur "eine geringe Last" auferlegen, es sei nur nötig, "Rat nach gesundem Menschenverstand zu erteilen und den Missbrauch bei den Behörden anzuzeigen". Die Erstinstanz kam zu dem Schluss, die soziale Bedeutung, die Klägerinnen vor sexuellem Missbrauch zu schützen, überwiege die Bedeutung, die Beklagten vor erweiterter Haftbarkeit zu schützen.

Ob unter bestimmten Umständen eine Verpflichtung besteht, regelt das Gesetz. Iannelli gegen Burger King Corp., 145 N.H. 190, 193 (2000). "Ohne Verpflichtung keine Fahrlässigkeit." Walls gegen Oxford Management Co., 137 N.H. 653, 656 (1993). In Anerkennung der "grundlegenden Unfairness, Privatpersonen für die unvorhersehbaren Straftaten Dritter verantwortlich zu machen", Remsburg gegen Docusearch, 149 N.H. 148, 153-54 (2003), hat das Gericht drei begrenzte Ausnahmen von der allgemeinen Regel ausgemacht, das Bürger keine solche gewohnheitsrechtliche Pflicht haben: (1) wenn eine besondere Beziehung zwischen den Parteien besteht; (2) wenn besondere Umstände bestehen, darunter Situationen, in denen die Handlungsweise des Beklagten eine "besondere Versuchung und Gelegenheit" für Strafverhalten schafft; oder (3) wo die Verpflichtung freiwillig übernommen wird. Ebenda. Die Klägerinnen argumentieren, die ersten beiden dieser Ausnahmen würden hier zutreffen. Wir stimmen dem nicht zu.

Die Klägerinnen argumentieren, dass eine besondere Beziehung zwischen ihnen und Watchtower und Versammlung Wilton bestand, weilse "[sie] und ihre Familien Mitglieder der Versammlung Wilton waren und sich in moralischer, geistiger und praktischer Führung zu ihrem Schaden auf die Ältesten der Versammlung verließen." Überdies argumentieren die Klägerinnen, da "die Beklagten wussten, dass die Anhänger [der Zeugen Jehovas] ermahnt wurden, unter Gefahr des Gemeinschaftsentzuges nicht mit weltlichen Autoritäten zu sprechen, hätten sie in diesem Fall eine besondere Versuchung und Gelegenheit für Strafverhalten ermöglicht, indem sie es ablehnten, selbst Anzeige zu erstatten."

Unter der Restatement (Second) of Torts § 314A (1965) erzeugt eine "besondere Beziehung" die Verpflichtung, "Einzelpersonen bei Straftaten anderer zu Hilfe zu kommen oder sie zu schützen", und das sind "gewöhnlich Transportunternehmer/Passagiere, Wirte/Gäste, Grundstücksbesitzer/Besucher und solche, von denen das Gesetz fordert, die Fürsorge zu übernehmen, und das unter Umständen, wo der andere der normalen Gelegenheit, sich zu schützen, beraubt ist." Dupont gegen Aavid Thermal Technologies, 147 N.H. 706, 710 (2002) (Zitat, Auslassungen und Klammern weggelassen). "Die Beziehung der Parteien zueinander bestimmt, ob vom Gesetz einer Partei zum Nutzen einer anderen eine Verpflichtung, angemessene Fürsorge walten zu lassen, auferlegt ist. Wo keine Beziehung besteht, gibt es keine Verpflichtung." Guitarini gegen Company, 98 N.H. 118, 119 (1953) (Zitat ausgelassen).

Im Fall Marquay wurde wegen des zwingenden Charakters des Schulbesuchs, der Erwartung und des Vertrauens der Eltern und Schüler in eine sichere Schulumgebung und die allgemeine Bedeutung der Erziehung und Ausbildung für die Gesellschaft eine besondere Beziehung zwischen Schülern und bestimmten Angestellten der Schule erkannt, die eine Fürsorgepflicht begründet. Marquay, 139 N.H. unter 717. Im vorliegenden fall gilt keine dieser Überlegungen. Der Kirchenbesuch ist nicht zwingend. Es wird nicht geltend gemacht, dass Berrys mutmaßliche Missbrauchstaten auf Versammlungsgelände oder während mit der Versammlung in Beziehung stehender Tätigkeiten stattfanden. Es wird nicht behauptet, dass die Klägerinnen zu irgendeiner Zeit unter der Obhut oder Kontrolle von Watchtower oder Versammlung Wilton standen. Siehe Meyer gegen Lindala, 675 N.W.2d 635, 640 (Minn. Ct. App. 2004) (dort wurde der Anspruch abgewiesen, Kontrolle aufgrund eines auf Glauben beruhenden Rates begründe eine besondere Beziehung). Tatsächlich ist die Lage so, dass die Klägerinnen dass die Klägerinnen zu jeder Zeit unter der Vormundschaft und dem Schutz ihrer Eltern standen.

Es liegen keine Faktoren vor, die eine besondere Beziehung zwischen den Klägerinnen und Watchtower oder Versammlung Wilton schaffen. Siehe Römisch-katholischer Bischof gegen Superior Ct., 50 Cal. Rptr. 2d 399, 406 (Ct. App. 1996) (es besteht keine besondere Beziehung zwischen einer Kirche und ihren Gemeindemitgliedern). "Das Schaffen einer diffusen Verpflichtung nach Gewohnheitsrecht auf Seiten der Kirche oder einer anderen Organisation mit freiwilliger Mitgliedschaft, die es erfordert, die Mitglieder voreinander zu schützen, würde sowohl eine unbeschränkte Haftung als auch eine Haftung über jedes Maß hinaus bis zur Strafbarkeit verursachen." Bryan R. gegen Watchtower Bible & Tract Soc., 738 A.2d 839, 847 (Me. 1999) (Zitat ausgelassen), Zurechnung abgelehnt, 528 U.S. 1189 (2000) (Behauptung des Gemeindemitgliedes, er sei von erwachsenen Kirchenmitgliedern sexuell missbraucht worden, als er Kind war, begründete keine besondere Beziehung zu der Kirche trotz der Tatsache, dass Älteste von dem Missbrauch wussten.) Wir lehnen es ab zu meinen, die Tatsache der Mitgliedschaft in einer Kirche oder das Festhalten an kirchlichen Lehrsätzen durch die Eltern der Klägerinnen schaffe eine besondere Beziehung zwischen den Klägerinnen und Watchtower oder Versammlung Wilton.

Wir stimmen auch nicht der Behauptung der Klägerinnen zu, in diesem Fall hätten besondere Umstände bestanden wie eine besondere Versuchung oder Gelegenheit für Berrys Strafverhalten, die von Watchtower und Versammlung Wilton geschaffen worden seien. Es wird nicht die Beschuldigung erhoben, hätten eine Gelegenheit für Berry geschaffen, seine Töchter zu missbrauchen. Wie bemerkt, wurde nicht die Anschuldigung erhoben, der mutmaßliche Missbrauch habe sich auf Versammlungsgelände oder im Verlauf von mit der Versammlung in Beziehung stehenden Aktivitäten ereignet. Es besteht keine Vermutung, dass die Ältesten anders handelten, als auf Anforderung der Mutter der Klägerinnen geistigen Beistand und biblischen Rat zu geben. Wir meinen, dass die Klägerinnen weder eine besondere Beziehung zu den Beklagten eingegangen sind, noch dass besondere Umstände bestanden, in denen Watchtower und Versammlung Wilton eine besondere Versuchung für die Straftaten Berrys schufen. Folglich gibt es keine gewohnheitsrechtliche Verpflichtung von Watchtower und Versammlung Wilton gegenüber den Klägerinnen, und die Entscheidung der Erstinstanz, es habe die Pflicht bestanden, dass Watchtower und Versammlung Wilton "dem Kirchenmitglied Rat nach gesundem Menschenverstand geben und den Missbrauch den Behörden anzeigen hätten sollen", ist eine irrtümliche Gesetzesauslegung.

Die Ausnahme der besonderen Umstände sollte nie durch das bloße Versäumnis eines Bürgers ausgelöst werden, tatsächliches oder mutmaßliches Strafverhalten den Justizbehörden zu melden, oder durch den unrichtigen Rat eines Bürgers bezüglich der angemessenen Reaktion auf beklagte Straftaten. Andernfalls würde die allgemeine Regel, die Bürgern nicht die Pflicht auferlegt, die Straftaten Dritter zu verhindern, zunichte gemacht und die zivilrechtliche Haftung unvernünftig ausgedehnt. Die abweichende Meinung legt den Gedanken nahe, wenn die Ältesten Poisson geraten hätten, den Missbrauch bei den weltlichen Behörden anzuzeigen, wären sie ihrer gewohnheitsrechtlichen Verpflichtung gegenüber den Klägerinnen nachgekommen, auch wenn Poisson nicht ihrem Rat gefolgt wäre. Offensichtlich würde das Wissen der Ältesten um kriminelles Verhalten und das Versäumnis, es anzuzeigen, nicht ausreichen, um eine zivilrechtliche Haftbarkeit zu erzeugen, das Versäumnis, derjenigen Person, die dieses Verhalten aufdeckt, den richtigen Rat zu geben, würde aber ausreichen. Poisson hatte jedoch ihre eigene davon unabhängige und dies überwölbende Pflicht, ihre Kinder vor dem durch ihren Mann begangenen Missbrauch zu schützen, und sie hatte die gewohnheitsrechtliche Verpflichtung, unabhängig von dem Rat, den sie erhielt, einzuschreiten. In diesem Fall bestehen keine besonderen Umstände, um eine Haftung von Watchtower oder Versammlung Wilton zu begründen.

Sowohl im Fall Iannelli als auch bei Remsburg, auf die sich die abweichende Meinung stützt, beteiligten sich die Beklagten an unternehmerischer Tätigkeit, und es wurde ihnen die Verpflichtung zugesprochen, vorhersehbare kriminelle Handlungsweise zu verhindern, die sich in ihren Räumlichkeiten entweder gegen Kunden oder gegen Personen richtete, über die sie ansonsten private oder schwer zu erlangende Informationen verkauften. In beiden Fällen übten die Beklagten Kontrolle aus, entweder über kommerziellen Besitz oder über Informationen, die sie an Dritte verkauften. Ihre Tätigkeiten und ihr Verhalten schufen einen Zustand oder ein erhöht vorsehbares Risiko für kriminelles Verhalten, das sie unabhängig oder zustimmend kontrollieren konnten. Iannelli, 145 N.H. unter 193-95; Remsburg, 149 N.H. unter 153-55. Dasselbe galt im Falle Dupont, wo Arbeitsaufseher angeblich nicht angemessen handelten, um einen Angestellten vor dem verbrecherischen Angriff im Bereich des Arbeitsplatzes zu schützen. Dupont, 147 N.H. at 713-14.

In dem vor uns liegenden Fall waren die Ältesten nicht in einer vergleichbaren Situation. In ihrer Rolle als Kirchenführer erfuhren sie von kriminellen Handlungen auf einem Gelände, dass die Versammlung Wilton nicht besaß oder kontrollierte, und die sich allein zwischen Familienmitgliedern ereigneten. Die Ältesten schufen kein Schadensrisiko für die Kinder und hatten auch keine Kontrolle über das Nachlassen oder Weiterbestehen. Obwohl ihre Stellungen in der Versammlung Wilton sie mit der starken moralischen Verpflichtung bekleideten, alles vernünftigerweise Mögliche zu tun, um dem Missbrauch Einhalt zu gebieten, wäre es unangemessen, dies zu einer Verpflichtung nach dem Gewohnheitsrecht zu machen.

Das Gewohnheitsrecht definiert die zivilrechtlich Verantwortlichen für das Versäumnis, kriminelle Übergriffe durch Dritte zu verhindern, eng. Wenn das bloße Wissen um mutmaßlich kriminelles Verhalten oder auf eine Entdeckung oder Enthüllung folgend gebotener unvernünftiger Rat einen "besonderen Umstand" schaffen kann, dann befinden sich enge Freunde, Nachbarn und die erweiterte Familie in Gefahr, für Situationen zivilrechtlich haftbar zu sein, die sie nicht geschaffen und über die sie keine Kontrolle haben. Ohne hinreichende Kontrolle, die eine Pflicht verursachen würde, sollte eine Privatperson immun sein vor zivilrechtlicher Haftung für das Versäumnis, kriminelle Taten anderer zu verhindern.

RSA 169-C:29 fordert von bestimmten Personen, mutmaßlichen Kindesmissbrauch den Justizbehörden zu melden. Wir sind hier zwar nicht aufgerufen, das Maß dieses Erfordernisses zu bestimmen, aber dies genügt allgemein als Mechanismus, um Opfer zu schützen, und es wäre unvernünftig, die augenblicklichen Grenzen oder Privatpersonen auferlegten zivilrechtlichen Haftung auf das auszuweiten, was das Strafrecht bereits fordert.

Schließlich argumentieren die Klägerinnen mit Berufung auf Marquay gegen Eno, dass Watchtower und Versammlung Wilton ihnen eine Fürsorgepflicht schuldeten, als als den Ältesten der vorgetragene Missbrauch durch ihren Vater bekannt wurde. Wir sind nicht der Meinung, dass Marquay eine Fürsorgepflicht begründete. Wir glauben vielmehr, dass die Schule für die Straftaten gewisser ihrer Angestellten haftbar war, weil die Schule der Verpflichtung nach Gewohnheitsrecht nicht nachkam, die zum Grundsatz hat, dass "Schulen eine spezielle Beziehung zu den ihrer Fürsorge anvertrauten Schülern" haben. Marquay, 139 N.H. unter 717. Nichts in den Akten zeigt, dass die Klägerinnen der Fürsorge von Watchtower oder Versammlung Wilton anvertraut waren. Vielmehr gründen sich die Behauptungen der Klägerinnen auf die Beziehung ihrer Eltern zu den Ältesten und auf Gespräche zwischen ihren Eltern und den Ältesten. "Eine Fürsorgepflicht ... besteht immer dort, wo Einfluss erlangt oder missbraucht wurde oder Vertrauen erlangt oder gebrochen wurde." Schneider gegen Plymouth State College, 144 N.H. 458, 462 (1999) (Zitat ausgelassen). Wie das erstinstanzliche Gericht erkannte, haben die Klägerinnen nicht behauptet, die Ältesten hätten Einfluss über sie erlangt oder sie hätten Vertrauen in die Ältesten gesetzt, und "ohne diese grundlegenden Tatsachen kann es keine Fürsorgebeziehung geben." Wir sind derselben Meinung.

Weil wir der Meinung sind, dass Watchtower und die Versammlung Wilton keine gewohnheitsrechtliche Verpflichtung haben, die Klägerinnen zu schützen, und die Klägerinnen nicht einen privatrechtlichen Fall gegen die Beklagten wegen ihres mutmaßlichen Versagens, in Übereinstimmung mit RSA 169-C:29 zu handeln, vorbringen dürfen, bestätigen wir die Abweisung der Klage der Klägerinnen durch das erstinstanzliche Gericht, wenn auch aus anderen Gründen. Daher müssen wir die verbleibenden Argumente nicht zur Sprache bringen.

Bestätigt.


NADEAU und DUGGAN, JJ., zustimmend; DALIANIS, J., teilweise zustimmend und teilweise abweichender Meinung.


Dalianis, J., teilweise zustimmend und teilweise abweichender Meinung. Ich stimme zwar der Mehrheit zu, dass das Gesetz über die Anzeigepflicht, RSA 169-C:29 (2002), bei seinem Nichtbefolgen nicht zivilrechtlich bewehrt ist und dass es auch keine eine Fürsorgepflicht begründende Beziehung zwischen den Klägerinnen und den Beklagten gab, aber ich stimme nicht der Schlussfolgerung zu, dass die beklagte Versammlung der Zeugen Jehovas in Wilton (Versammlung Wilton) keine Verpflichtung gegenüber den Klägerinnen nach Gewohnheitsrecht hatte. Ich weiche in diesem Teil daher von der Mehrheitsmeinung ab.

In Walls gegen Oxford Management Co., 137 N.H. 653, 658 (1993), erläuterten wir vier Ausnahmen von der allgemeinen Regel, dass jemand nicht für die verbrecherischen Angriffe anderer verantwortlich ist: (1) Wenn eine besondere Beziehung besteht; (2) wenn der Beklagte eine besondere Versuchung und Gelegenheit für kriminelles Fehlverhalten schafft, auch bezeichnet als Ausnahme des besonderen Umstandes, siehe Remsburg gegen Docusearch, 149 N.H. 148, 154 (2003); (3) wenn die Sache auf überwältigende Weise vorhersehbar ist; und (4) wenn jemand freiwillig die Verpflichtung übernimmt. Walls, 137 N.H. unter 658-59. Obwohl wir die Aussicht auf Haftung aufgrund überwältigender Vorhersehbarkeit in diesem Fall nicht berücksichtigten, id. unter 659, stützten wir uns in vertretbarer Weise darauf bei Iannelli gegen Burger King Corp., 145 N.H. 190, 194 (2000), wo wir befanden, dass ein Wirtschaftsunternehmen die Pflicht hat, einen Kunden vor kriminellem Verhalten einer anderen Gruppe von Kunden zu schützen, in diesem Fall einem Überfall, weil das Gruppenverhalten, das zu dem Überfall führte, eine vorhersehbare Schadensgefahr schuf.

In Dupont gegen Aavid Thermal Technologies, 147 N.H. 706, 709 (2002), führten wir nur drei Ausnahmen von der allgemeinen Regel an, dass ein Privatmann nicht die Pflicht hat, andere vor kriminellen Angriffen Dritter zu schützen, und wir haben die Ausnahme der überwältigenden Vorhersehbarkeit ausgeschlossen, obwohl wir es taten, während wir den Fall Iannelli anführten, der sich in vertretbarer Weise auf diese Ausnahme stütze. In neuerer Zeit, bei Remsburg gegen Docusearch, haben wir wiederum nicht ausdrücklich die Ausnahme der überwältigenden Vorhersehbarkeit angeführt, aber erklärt, dass die allgemeine Regel sich "auf die fundamentale Unfairness gründe, Privatleute für die nicht vorhersehbaren Taten Dritter verantwortlich zu machen ..." Remsburg, 149 N.H. unter 154 (Hervorhebung hinzugefügt).

Das Urteil im Falle Remsburg vermischt das, was einmal die Ausnahme der überwältigenden Vorhersehbarkeit war, mit der Ausnahme des besonderen Umstandes, womit auch Situationen gemeint sind, wo es eine besondere Versuchung und Gelegenheit für kriminelles Fehlverhalten seitens des Beklagten gibt. Diese Ausnahme folgt aus der Regel, dass eine Partei, die erkennt oder erkennen sollte, dass ihr Verhalten eine Bedingung geschaffen hat, wo ein unvernünftiges Schadensrisiko für andere besteht, die Pflicht hat, in vernünftigem Maße dafür zu sorgen, dass sich dieses Risiko verwirklicht. "Wenn das Verhalten des Beklagten solch ein unvernünftiges Schadensrisiko geschaffen hat, ist den vorhersehbar in Gefahr Gebrachten  eine Pflicht geschuldet." Id. (Hervorhebung hinzugefügt).

Der Status der Ausnahme der überwältigenden Vorhersehbarkeit in unserem Tatbestandsrecht ist nicht klar. Ich bemerkte jedoch, dass die Vorhersehbarkeit eines Schadens zumindest durch die Ausnahme des besonderen Umstandes in unsere Haftungsanalyse aufgenommen wurde. Siehe Remsburg, 149 N.H. unter 154. Andere Gerichte haben in einer separaten Analyse die Vorhersehbarkeit ebenfalls als einen Faktor genommen, um zu bestimmen, ob eine Verpflichtung besteht. Siehe z.B. Tarasoff gegen Regents of University of California, 551 P.2d 334, 342 (Cal. 1976); Juarez gegen Boy Scouts of America, Inc., 97 Cal. Rptr. 2d 12, 29 (Ct. App. 2000); Doe gegen Franklin, 930 S.W.3d 921, 927 (Tex. App. 1996); Babula gegen Robertson, 536 N.W.2d 834, 837 (Mich. Ct. App. 1995); Solano gegen Goff, 985 P.2d 53, 54 (Colo. Ct. App. 1999); McGlynn gegen Newark Parking Authority, 432 A.2d 99, 104 (N.J. 1981); siehe auch Restatement (Second) of Torts § 302 B unter 88 (1965). Daher behält die Regel, dass Vorhersehbarkeit und Verpflichtung untrennbar verbunden sind, Manchenton gegen Auto Leasing Corp., 135 N.H. 298, 304 (1992), einige Kraft, selbst wenn wir vor von Dritten begangenen Verbrechen stehen.

Wir prüfen Anträge, um zu sehen, ob die Anschuldigungen eines Klägers hinreichend Grund für einen Prozessgewinn bieten. Wir führen dann eine Schwellenuntersuchung durch, die die verfügbaren Tatsachen vor dem Hintergrund des anzuwendenden Rechts prüft. Damit unterstellen wir den Wahrheitsgehalt aller von Kläger vorgebrachten Tatsachen und legen alle Schlussfolgerungen im für den Kläger günstigsten Licht aus. Dupont, 147 N.H. unter 709.

Die Klägerinnen machen folgende Tatsachen geltend. Holly Berry wurde am 13. Dezember 1978 geboren; sie wurde von Paul Berry von 1983 bis 1989 körperlich misshandelt und sexuell missbraucht. Heather Berry wurde am 27. Mai 1982 geboren; sie wurde von Paul Berry im Alter von drei Jahren bis sechs Jahren körperlich misshandelt und sexuell missbraucht.

Die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas fordert ihre Mitglieder auf, Probleme unter den Mitgliedern der Versammlung den Ältesten in der Organisation und nicht den weltlichen Behörden zu melden. In der Zeit, als sich die körperliche Misshandlung und der sexuelle Missbrauch ereignete, machte Sara Poisson gegenüber den Ältesten der Versammlung Wilton zehn- bis zwölfmal Meldung, dass ihr Mann ihre Töchter, die Klägerinnen, missbrauche. Die Ältesten setzten Treffen mit Poisson und Paul Berry an, um ihnen zu den Problemen Rat zu geben, die in ihrer Ehe auftraten. Berry war bei den Treffen zugegen. Bei den Treffen waren immer zwei Älteste anwesend. Die Ältesten zeigten den fortgesetzten Missbrauch, den die Klägerinnen erlitten, nicht an und wiesen Poisson an, ihn nicht anzuzeigen. Sie sagten ihr, sie solle "über den Missbrauch schweigen und eine bessere Ehefrau sein".

Aufgrund dieser Anschuldigungen glaube ich, dass die beklagte Versammlung Wilton Grund hatte, Berrys verbrecherisches Verhalten vorherzusehen, und dass sie eine Situation schuf, die Berrys Verhalten ermöglichte. Entsprechend sehe ich aufgrund der Ausnahme des besonderen Umstandes eine Verpflichtung. Wie oben angemerkt, schließt diese Ausnahme ein, wenn die Gelegenheit für kriminellen Verhalten durch  die Handlungswiese oder Unterlassung des Beklagten herbeigeführt wird. Iannelli, 145 N.H. unter 194. Wann genau etwas geschieht oder zu welchen Verletzungen es führt, muss nicht vorhersehbar sein - ebenda -, obwohl sie es in diesem Fall waren. Die Versammlung Wilton war sich aufgrund wiederholter Meldungen des Schadens bewusst, der den Klägerinnen beigebracht wurde. Aufgrund der Zahl der Meldungen im Verlauf der Jahre war sie sich auch bewusst, dass der Missbrauch weiterging.

Die Mehrheit bemerkt: "Es besteht keine Vermutung, dass die Ältesten anders handelten, als auf Anforderung der Mutter der Klägerinnen geistigen Beistand und biblischen Rat zu geben." Die Analyse der Ausnahme des besonderen Umstandes durch die Mehrheit spricht nicht die Behauptung der Klägerinnen an, die Ältesten der Versammlung Wilton hätten Poisson angewiesen, den Missbrauch nicht den weltlichen Behörden zu melden. Ich finde jedoch keinen bedeutsamen Unterschied zwischen den in diesem Fall geltend gemachten Tatsachen und den Tatsachen in den Fällen von Ausnahme des besonderen Umstandes, die die Mehrheit anführen. Siehe Remsburg, 149 N.H. unter 154-55 (Risiko kriminellen Fehlverhaltens, einschließlich Stalking und Identitätsraub, hinreichend vorhersehbar, daher Verpflichtung aufgrund besonderer Umstände für Privatdetektive, in vernünftigem Maße Vorsicht walten zu lassen, wenn Informationen eines Dritten dem Mandanten enthüllt werden); Walls, 137 N.H. unter 659 (die Pflicht, Mieter vor kriminellen Überfällen zu schützen, mag entstehen, wenn der Vermieter eine bekannte fehlerhafte Situation geschaffen hat oder dafür verantwortlich ist, die die Gefahr eines Überfalls vorhersehbar erhöht). Die Mehrheit charakterisiert diese Fälle als ein Sichverlassen auf das Element der Kontrolle. Ich finde diese rückwirkende Aussage zu der Vorschrift nicht überzeugend.

In diesem Fall schufen die Ältesten der beklagten Versammlung Wilton aufgrund ihrer Untätigkeit nicht nur eine Gelegenheit für Paul Berry, die Klägerinnen weiterhin zu missbrauchen, sie ermöglichten vielmehr diesen Missbrauch aktiv dadurch, dass sie Poisson anwiesen, nichts zu unternehmen. Des weiteren wiesen die Ältesten Poisson in Gegenwart des Schänders selbst an, den Missbrauch nicht anzuzeigen. Es ist nicht unvernünftig, wenn man daraus den Schluss zieht, dass Berry die Klägerinnen, seine Töchter, weiter missbrauchte, weil er wusste, dass Poisson ihn nicht bei den Behörden anzeigen würde.

Die Ältesten der Versammlung Wilton waren sich des Verständnisses Poissons über die Politik, keine Hilfe von außerhalb zu holen, bewusst. Doch trotz der zahlreichen Meldungen, die sie zu verschiedenen Zeiten gegenüber verschiedenen Ältesten der Versammlung Wilton machte, gab ihr niemand den Rat, Hilfe bei den weltlichen Behörden zu suchen, und zumindest einige von ihnen wiesen sie an, nicht diese Hilfe zu holen, womit sie praktisch Paul Berry sein Missbrauchsverhalten weiterführen ließen. Weil der Schaden für die Klägerinnen für die Versammlung Wilton vorhersehbar war und sie ihn durch ihre Handlungsweise und ihre Unterlassung ermöglichte, hatte die Versammlung Wilton die Pflicht, die Klägerinnen davor zu schützen.

Die Mehrheit fürchtet, eine Lawine loszutreten, wenn Freunde und Verwandte wegen eines schlechten Rates zivilrechtlich haftbar gemacht werden können. Dies ist jedoch ein ungewöhnlicher Fall, und ich würde in ihm allein aufgrund der Tatsachen entscheiden. Die Tatsachen, die in diesem Fall die Verpflichtung setzten, waren, dass die Ältesten sich des Glaubens von Poisson bewusst waren; dass ihr Mann es war, der die Kinder missbrauchte; dass die Ältesten all die Jahre von dem Missbrauch wussten; dass sie ihr fortgesetzt nicht den Rat gaben, sich Hilfe zu holen; die ausdrückliche Anweisung, keine Hilfe zu holen, als sie sich auf ihre Führung verließ; und dass sie dies in Berrys Anwesenheit taten. Diese besonderen Umstände schufen für Berry die Gelegenheit, fortgesetzt die Klägerinnen zu missbrauchen.

Kinder, die Opfer körperlicher Misshandlung und sexuellen Missbrauchs sind, sind in ihrer Fähigkeit, sich selbst zu schützen, beschränkt, besonders wenn sie von einem Elternteil misshandelt oder missbraucht werden. Die Gesetzgebung hat diese Tatsache anerkannt und macht jeden strafrechtlich verantwortlich, der mutmaßlichen Kindesmissbrauch nicht anzeigt, egal in welchem Verhältnis, wenn überhaupt, er zu dem Kind steht. Siehe RSA 169-C:29. Eine Verpflichtung nach Gewohnheitsrecht, Kinder zu schützen, indem man Eltern den Rat erteilt, Hilfe zu suchen, würde genau unsere kollektive Sorge um die verletzliche Gruppe von Kindesmissbrauchsopfern widerspiegeln.

Das erstinstanzliche Gericht befand, bis zu einem gewissen Maße habe es eine Verpflichtung nach Gewohnheitsrecht gegeben, aber das Religionsprivileg habe die Beklagten daran gehindert, den Missbrauch zu enthüllen. Siehe N.H. R. Ev. 505. Das erstinstanzliche Gericht kam daher zu dem Schluss, jede Anschuldigung, die Beklagten hätten ihre Pflicht verletzt, indem sie den Missbrauch nicht anzeigten oder aufdeckten, habe keinen Bestand. Die Mehrheit spricht nicht an, ob die Beklagten durch das Religionsprivileg daran gehindert gewesen seien, den Missbrauch aufzudecken, und ich lehne es auch ab, das anzusprechen, weil ich meine, dass die Verpflichtung der Versammlung Wilton einfach dadurch hätte erfüllt werden können, in dem Poisson der Rat gegeben worden wäre, den Missbrauch bei den weltlichen Behörden anzuzeigen.

Die Klägerinnen machten auch insgesamt geltend, die Versammlung Wilton habe fahrlässig gehandelt, indem sie Poisson nicht den Rat gab, für die Klägerinnen Hilfe und Therapie außerhalb der Versammlung zu suchen. Das erstinstanzliche Gericht bezeichnete diese übrig bleibenden Ansprüche als Ansprüche wegen fahrlässiger Beratung. Das Gericht befand, dass eine Untersuchung dieser Ansprüche durch den Ersten Zusatz zur Bundesverfassung behindert werde, und kam zu dem Schluss, eine solche Untersuchung würde zu einem "exzessiven Konflikt der Regierung mit der Religion" führen.

Ich stimme dieser Charakterisierung der Untersuchung durch das Gericht nicht zu. Der Erste Verfassungszusatz besagt: "Der Kongress wird kein Gesetz bezüglich der Gründung einer Religion oder der Behinderung der freien Religionsausübung erlassen ..." U.S. VERF. Zusatz. I. Durch den 14. Verfassungszusatz ist er auch in den Bundesstaaten anwendbar. Cantwell gegen Connecticut, 310 U.S. 296, 303 (1940). "Der Zusatz beinhaltet zwei Vorstellungen – die Freiheit zu glauben und die Freiheit zu handeln. Die erste ist absolut, aber die zweite kann es dem Wesen der Dinge nach nicht sein." Id. unter 303-04. "Das Verbot bezieht sich sowohl auf Gewohnheitsrecht wie geschriebenes Recht." Smith gegen O’Connell, 986 F. Anh. 73, 77 (D.R.I. 1997).

Gerichte im ganzen Land sind geteilter Meinung, ob unter dem Ersten Verfassungszusatz Zivilprozesse gegen religiöse Körperschaften oder ihre Vertreter erlaubt sind. Diese Klagen haben viele Theorien eingebracht, darunter die Verletzung der Fürsorgepflicht, Fahrlässigkeit nach Gewohnheitsrecht, fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht und fahrlässige Beratung. Siehe Malicki gegen Doe, 814 So. 2d 347, 357-58 (Fla. 2002) (Zusammenfassung von Prozessen im ganzen Land); Römisch-katholische Diözese Jackson gegen Morrison, ___ So. 2d ___, ___, 2005 WL 1039146, unter *38-43 (Miss. May 5, 2005) (Aufführung von Bundes- und bundesstaatlichen Gerichten beider Seiten).

Die Beklagten argumentieren nicht ausdrücklich mit Bezug auf die Verfassung des Bundesstaates, sie stützen sich vielmehr allein auf die Bundesverfassung. Die Fälle vor dem US-Supreme Court bezüglich der Klausel zur freien Religionsausübung begründen die allgemeine Aussage, dass ein Gesetz, das neutral und allgemein anwendbar ist, nicht unbedingt durch ein zwingendes behördliches Interesse gerechtfertigt sein muss, selbst wenn das Gesetz die Nebenwirkung hat, eine spezielle religiöse Praktik zu belasten ... Neutralität und allgemeine Anwendbarkeit stehen miteinander in Beziehung ... Ein Gesetz, dass diese Erfordernisse nicht erfüllt, muss durch ein zwingendes behördliches Interesse gerechtfertigt und eng darauf zugeschnitten sein, dieses Interesse zu fördern. Church of Lukumi Babalu Aye, Inc. gegen Hialeah, 508 U.S. 520, 531-32 (1993) (Zitat ausgelassen).

Der Supreme Court ist nie der Meinung gewesen, "wenn ansonsten untersagbares Verhalten von religiösen Überzeugungen begleitet ist, müssen nicht nur die Überzeugungen, sondern muss auch das Verhalten frei von behördlicher Regulation sein". Employment Div., Ore. Dept. of Human Res. gegen Smith, 494 U.S. 872, 882 (1990). "Um eine Behinderung der freien Religionsausübung geltend zu machen, ist es nötig zu zeigen, dass die Verfügung Zwang ausübt, weil sie gegen den Einzelnen in der Ausübung seiner Religion wirkt." Malicki, 814 So. 2d unter 354 (Zitat und Klammern ausgelassen). "Ein Gesetz, das Verhaltensregeln vorschreibt, berührt nicht die Klausel zur freien Religionsausübung, wenn das Festhalten an diesen Maßstäben nicht mit religiösen Handlungen in Konflikt gerät." O'Connell, 986 F. Ergänzung. unter 78.

"Die Klausel zur freien Religionsausübung wird nur dann verletzt, wenn Gesetze tatsächlich mit den spezifischen Lehren einer Religion in Widerstreit geraten und damit Strafen entweder für die Beteiligung an religiös motiviertem Verhalten oder für die Weigerung, an von einer Religion verbotenem Verhalten teilzunehmen, auferlegen." Fortin gegen den römisch-katholischen Bischof von Portland, 871 A.2d 1208, 1227 (Me. 2005) (Zitat ausgelassen; Hervorhebung hinzugefügt). Die Untersuchung "fordert, dass eine Regierung der Beobachtung eines wesentlichen religiösen Glaubens oder einer Praktik erhebliche Lasten auferlegt hat ..." Swaggart Ministries gegen Cal. Bd. of Equalization, 493 U.S. 378, 384-85 (1990) (Zitat ausgelassen; Hervorhebung hinzugefügt). Die juristische Person, einen Schutz unter dem Ersten Verfassungszusatz geltend macht, muss zu erkennen geben, dass durch die Verfolgung eines Gerichtsverfahrens eine "spezifische religiöse Lehre oder Praktik belastet" wird. Fortin, 871 A.2d unter 1226.

Die Beklagten haben in diesem Fall keine spezifische religiöse Lehre oder Praktik benannt, die durch die Pflicht nach dem Gewohnheitsrecht, die Klägerinnen zu schützen, belastet würde. Die Beklagten haben nicht geltend gemacht, es sei ihnen verboten gewesen, Poisson zu raten, außerhalb der Religion Hilfe zu suchen, oder auch nur, dass die Religion der Zeugen Jehovas es ihren Mitgliedern verbiete, außerhalb nach Hilfe zu suchen. Daher bin ich der Meinung, dass die Klausel des Ersten Verfassungszusatzes zur freien Religionsausübung die Klägerinnen nicht an ihrer Klage hindert, da durch die Feststellung einer Pflicht nach dem Gewohnheitsrecht kein zentraler Glaubensgrundsatz der Religion belastet würde.

Überdies "verletzt eine Gesetzesvorschrift, ob durch die Gesetzgebung oder die Gerichte geschaffen, die religiös motiviertes Verhalten reguliert oder verhindert, nicht den Ersten Verfassungszusatz, wenn das Interesse des Staates an der Durchsetzung der Gesetzesvorschrift die Last überwiegt, die bene dieses Gesetz der freien Religionsausübung auferlegt." Alberts gegen Devine, 479 N.E.2d 113, 123 (Mass. 1985). Selbst wenn die Anerkennung einer Verpflichtung, Poisson zu raten, sich bei den Behörden Hilfe zu holen, einen Glaubensgrundsatz der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas verletzen würde, würde ich meinen, dass angesichts des offensichtlichen Interesses des Staates, Kinder vor Missbrauch zu schützen, die der freien Religionsausübung der Beklagten auferlegte Last minimal ist.

Die Handlungsweise des Staates verletzt nicht die Feststellungsklausel, wenn (1) sie einen weltlichen Zweck hat; (2) "seine wichtigste oder erstrangige Wirkung eine ist, die eine Religion weder fördert noch behindert"; und (3) "nicht einem ausgedehnten Rechtskonflikt der Behörden mit der Religion den Nährboden bereitet". Lemon gegen Kurtzman, 403 U.S. 602, 612-13 (1971). Die Beklagten argumentieren, jede Untersuchung des Poisson gegebenen Rates würde einem ausgedehnten Rechtskonflikt der Behörden mit der Religion den Nährboden bereiten, da sie von Seiten des Gerichts erfordere, religiöse Lehren und das Ausmaß und das Wesen eines religiösen Rates zu bewerten. Sie argumentieren, solch eine Untersuchung laufe auf einen Anspruch wegen "Amtsvergehen von Geistlichen" heraus, einen Handlungsgrund, der von keinem Gericht anerkannt worden sei. Siehe 47 Am. Jur. Trials 271, 288 (1993 & Supp. 2004).

Die Beklagten stellen nicht den Anspruch auf einen der beiden ersten Teile der Klägerinnen der Lemon-Kriterien in Abrede. Der US-Supreme Court hat jedoch erkannt, dass der dritte Teil der Kriterien, der Konfliktfaktor, nur als Aspekt der Untersuchung der Wirkung der behördlichen Handlungsweise erheblich ist, des zweiten Teils der Kriterien. Agostini gegen Felton, 521 U.S. 203, 233 (1997). Ich finde nicht, dass eine Untersuchung des von den Ältesten der Versammlung Wilton gegebenen Rates als wichtigsten oder erstrangigen Wirkung entweder die Förderung oder die Behinderung einer Religion haben würde. Jeder Konflikt, der dadurch geschaffen wird, dass den Ältesten der Versammlung Wilton eine Verpflichtung auferlegt wird, nimmt kein exzessives Ausmaß an. Es würde nur gefordert werden, dass die Ältesten, wenn aufgrund der Vorhersehbarkeit eines Schadens eine Verpflichtung entstünde, einem Mitglied, das auf sie zugeht, den Rat geben müssten, sich Hilfe zu suchen.

Ich finde auch nicht, dass hier ein Handlungsgrund für ein Amtsvergehen durch Geistliche geschaffen würde. Die Definition für ein Amtsvergehen stützt sich auf ein Festhalten an berufsmäßigen Maßstäben. Siehe Black's Law Dictionary 971 (7. Auflage, 1999). Es besteht keine Notwendigkeit, sich hier auf besondere "berufsmäßige" Maßstäbe von Geistlichen zu stützen, um in diesem Fall eine Verpflichtung der Versammlung Wilton zu erkennen. Siehe Morrison, ___ So. 2d unter ___, ___, 2005 WL 1039146, unter *18, *20. Es ist so, wie das erstinstanzliche Gericht in einer Entscheidung zu einem Antrag auf summarische Beurteilung befand: "Die Last besteht nur darin, beim Rat an Kirchenmitglieder den gesunden Menschenverstand zu benutzen ..."

In Malicki lehnte der Supreme Court von Florida es ab, im Ersten Verfassungszusatz einen Hinderungsgrund gegen die zivilrechtliche Haftung für fahrlässiges Verhalten von Kirchenvertretern zu sehen, das zu einem Schaden für die Kläger führte. In seinem Urteil zitierte das Gericht die Argumentation eines Untergerichts aus Florida, das zu einem etwas anderen Schluss gekommen war, dessen Argumentation ich aber überzeugend finde: "So wie der Staat eine Kirche an der Darbringung von Menschenopfern hindern kann, kann er Kinder gegen Verletzungen schützen, die Pädophile verursachen, indem er zu Schadensersatz gegen eine Kirche ermächtigt, die wissentlich eine Situation schafft (oder es wissen sollte), in der es mit gewisser Wahrscheinlichkeit zu solchen Verletzungen kommt." Malicki, 814 So. 2d unter 360 (Zitat ausgelassen).

Schließlich möchte ich mich der Meinung des erstinstanzlichen Gerichts anschließen, dass zwar zu der Zeit, als die Klägerin Holly Berry ihre Klage einreichte, die Verjährungsfrist, RSA 508:4, I (1997) und RSA 508:8 (1997), abgelaufen war, Die Vorschrift, nach der der Zeitpunkt der Entdeckung zählt, ihr aber erlaubte, ihre Klage innerhalb von drei Jahren nach Entdeckung einzureichen, "oder wo sie mit vernünftigen Anstrengungen die Verletzung und ihre ursächliche Beziehung zu der Tat oder Unterlassung, die sie beklagte, hätte entdecken können" RSA 508:4, I. Obwohl der Klägerin der sexuelle Missbrauch bewusst war, war sie sich erst "kurze Zeit vor Einreichung der Klage" der Reaktion der Beklagten auf Poissons wiederholte Forderung nach Hilfe bewusst. Daher würde ich mich der erstinstanzlichen Entscheidung anschließen, dass Holly Berry nicht durch die Verjährung behindert ist, und sowohl Holly als auch Heather Berry erlauben, ihre Ansprüche gegen die beklagte Versammlung Wilton wegen Fahrlässigkeit nach Gewohnheitsrecht weiter zu verfolgen. Dementsprechend bin ich abweichender Meinung.