Jehovas Zeugen legen Missbrauchsfälle durch Vergleich bei
von ROSE FRENCH 05.10.07, 6:14 PM ET

Eine Gruppe für die Rechte von Opfern veröffentlichte am Donnerstag Dokumente, die zeigen, dass die Zeugen Jehovas kürzlich Zivilklagen mit 16 Personen durch Vergleich beilegten; die Opfer machten geltend, sie seien von Kirchenältesten sexuell missbraucht worden oder Kirchenvertreter hätten es versäumt, nach Aufkommen von Beschwerden wegen Missbrauchs zu handeln.

Die Gruppe mit der Bezeichnung Silentlambs hielt in in Nashville eine Pressekonferenz ab, um zu fordern, dass die Religionsgemeinschaft ihre Politik des Reagierens auf sexuellen Missbrauch ändere.

Vergleiche wurden geschlossen Ende Februar und Anfang März, so Gerichtsberichte, die Silentlambs erhielt und auf der Webseite der Gruppe veröffentlichte. Vierzehn der Fälle wurden in Kalifornien eingereicht; die anderen beiden jeweils in Oregon und Texas.

Einzelheiten über die Bedingungen der Vergleiche konnten wegen einer Vertraulichkeitsübereinkunft, die zwischen den Parteien ausgehandelt wurden, nicht enthüllt werden, sagte Stephen Owens, der mit den Fällen in Kalifornien befasste Anwalt der Kläger. Andere Fälle sind noch anhängig, so Silentlambs, aber man konnte nicht sagen, wie viele.

Die Zeugen Jehovas, deren Zentrale in Brooklyn, N.Y. liegt, sagten am Donnerstag, sie seien zufrieden, dass die Klagen beendet seien, lehnten aber einen weiteren Kommentar ab.

"Unser liebevoller himmlischer Vater stellt in seinem Wort, der Bibel, klar, dass er Kindesmissbrauch verabscheut", hieß es in einer Erklärung der Religionsgemeinschaft.

"Als Organisation werden wir ständig danach streben, Familien und Versammlungen mit gesunder biblischer Lehre aufzuklären, die sie benutzen können, um ihre Kinder vor Kinderschändern zu schützen. Und wir werden weiterhin unser Äußerstes tun, um die Kinder vor diesem entsetzlichen Verbrechen und vor dieser Sünde zu schützen."

William Bowen, der Gründer von Silentlambs, war ein Ältester der Zeugen Jehovas aus Kentucky, der die Religionsgemeinschaft verließ, nachdem sie, wie er sagte, nichts gegen einen Kinderschänder unternahm. Bowen sagte, die Vergleiche seien bittersüß.

"Auf der einen Seite sind wir froh, dass die Opfer endlich eine gewisse finanzielle Hilfe erhalten", sagte er. "Andererseits sind wir traurig und besorgt, weil die Opfer im Wesentlichen gezwungen sind, ihr Recht aufzugeben, andere zu schützen, in dem sie öffentlich über ihren Missbrauch sprechen."

Bowens Gruppe hat die Politik der Zeugen Jehovas kritisiert, wenn ein Kinderschänder die Anschuldigung bestreite, seien zwei glaubwürdige Zeugen erforderlich, um die Schuld festzustellen - dies eine wörtliche Anwendung von Bibelversen wie 5. Mose 19:15 ("Nur auf das Zeugnis zweier oder dreier Zeugen kann die Beschuldigung untermauert werden").

Wenn es keine zwei Zeugen gibt, wird der Beschuldigte als unschuldig angesehen, die Anklagen bleiben geheim, und - so sagt Silentlambs - Eltern, die andere warnen, können wegen Verleumdung ausgeschlossen werden.

Der Ausschluss ist die äußerste Strafe, er bedeutet, von den Beziehungen zu Angehörigen, Freunden und Geschäftspartnern, die Zeugen sind, abgeschnitten zu sein.

Es gibt etwa eine Million Zeugen Jehovas in den Vereinigten Staaten, die Anhänger sind bekannt für ihre Verbreitung der Zeitschriften Erwachet und Wachtturm von Tür zu Tür.

Bowen sagte auch, die Zeugen Jehovas hätten eine jahrelange Politik, Missbrauch nicht bei der Polizei anzuzeigen. Er behauptet, die Organisation habe eine geheime Datenbank mit angeklagten Kinderschändern, die sie gegenüber den Justizbehörden nicht geöffnet hätten.

"Sie setzen unschuldige Kinder und arglose Familien weiterhin dem Risiko entsetzlicher Verbrechen aus, weil sie ihre Geheimhaltung und ihren Ruf mehr schätzen als die Sicherheit der Kinder", sagte Bowen.

Seit der Gründung von Silentlambs im Jahre 2001 haben, so sagt Bowen, etwa 7000 Menschen, die behaupten, missbraucht worden zu sein, Kontakt mit seiner Gruppe aufgenommen.

Angelique Taylor, 42, Silentlambs-Mitglied aus St. Louis, sagte, sie sei im Alter von etwa12 Jahren von einem Ältesten der Zeugen Jehovas missbraucht worden. Taylor sagte, sie habe es ihrem Vater, ebenfalls Ältester, gesagt, und er sagte, sie mache aus einer Mücke einen Elefanten.

"Ich möchte, dass jeder Ältester, jeder Zeuge Jehovas, wann immer er einen Missbrauch vermutet, zur Polizei geht und ihr von den Problemen erzählt", sagte Taylor. "Es ist unglaublich, welche Verheerung sexueller Missbrauch anrichtet."

Associated Press Reporter Allison Hoffman in San Diego schrieb diesen Bericht.

Copyright 2007 Associated Press. Alle Rechte vorbehalten. der Stoff darf nicht gesendet, umgeschrieben oder neu verbreitet werden.

 

France News

Jehovas Zeugen gedrängt, Sexmissbrauchspolitik zu ändern

Associated Press: 10. Mai 2007

http://www.iht.com/articles/ap/2007/05/10/america/NA-GEN-US-Jehovahs-Witnesses-Sex-Abuse.php 

NASHVILLE, Tennessee: Eine Gruppe für die Rechte von Opfern veröffentlichte am Donnerstag Dokumente, die zeigen, dass die Zeugen Jehovas kürzlich Zivilklagen mit 16 Personen durch Vergleich beilegten; die Opfer machten geltend, sie seien von Kirchenältesten sexuell missbraucht worden oder Kirchenvertreter hätten es versäumt, nach Aufkommen von Beschwerden wegen Missbrauchs zu handeln.

Die Gruppe mit der Bezeichnung Silentlambs hielt in in Nashville eine Pressekonferenz ab, um zu fordern, dass die Religionsgemeinschaft ihre Politik des Reagierens auf sexuellen Missbrauch ändere.

Vergleiche wurden geschlossen Ende Februar und Anfang März, so Gerichtsberichte, die Silentlambs erhielt und auf der Webseite der Gruppe veröffentlichte. Vierzehn der Fälle wurden in Kalifornien eingereicht; die anderen beiden jeweils in Oregon und Texas.

Einzelheiten über die Bedingungen der Vergleiche konnten wegen einer Vertraulichkeitsübereinkunft, die zwischen den Parteien ausgehandelt wurden, nicht enthüllt werden, sagte Stephen Owens, der mit den Fällen in Kalifornien befasste Anwalt der Kläger. Andere Fälle sind noch anhängig, so Silentlambs, aber man konnte nicht sagen, wie viele.

Die Zeugen Jehovas, deren Zentrale in Brooklyn, N.Y. liegt, sagten am Donnerstag, sie seien zufrieden, dass die Klagen beendet seien, lehnten aber einen weiteren Kommentar ab.

"Unser liebevoller himmlischer Vater stellt in seinem Wort, der Bibel, klar, dass er Kindesmissbrauch verabscheut", hieß es in einer Erklärung der Religionsgemeinschaft.

"Als Organisation werden wir ständig danach streben, Familien und Versammlungen mit gesunder biblischer Lehre aufzuklären, die sie benutzen können, um ihre Kinder vor Kinderschändern zu schützen. Und wir werden weiterhin unser Äußerstes tun, um die Kinder vor diesem entsetzlichen Verbrechen und vor dieser Sünde zu schützen."

Es gibt etwa eine Million Zeugen Jehovas in den Vereinigten Staaten, die Anhänger sind bekannt für ihre Verbreitung der Zeitschriften Erwachet und Wachtturm von Tür zu Tür.

William Bowen, der Gründer von Silentlambs, war ein Ältester der Zeugen Jehovas aus Kentucky, der die Religionsgemeinschaft verließ, nachdem sie, wie er sagte, nichts gegen einen Kinderschänder unternahm. Bowen sagte, die Vergleiche seien bittersüß.

"Auf der einen Seite sind wir froh, dass die Opfer endlich eine gewisse finanzielle Hilfe erhalten", sagte er. "Andererseits sind wir traurig und besorgt, weil die Opfer im Wesentlichen gezwungen sind, ihr Recht aufzugeben, andere zu schützen, in dem sie öffentlich über ihren Missbrauch sprechen."

Bowens Gruppe hat die Politik der Zeugen Jehovas kritisiert, wenn ein Kinderschänder die Anschuldigung bestreite, seien zwei glaubwürdige Zeugen erforderlich, um die Schuld festzustellen - dies eine wörtliche Anwendung von Bibelversen wie 5. Mose 19:15 ("Nur auf das Zeugnis zweier oder dreier Zeugen kann die Beschuldigung untermauert werden").

Wenn es keine zwei Zeugen gibt, wird der Beschuldigte als unschuldig angesehen, die Anklagen bleiben geheim, und - so sagt Silentlambs - Eltern, die andere warnen, können wegen Verleumdung ausgeschlossen werden.

Der Ausschluss ist die äußerste Strafe, er bedeutet, von den Beziehungen zu Angehörigen, Freunden und Geschäftspartnern, die Zeugen sind, abgeschnitten zu sein.

Bowen sagte auch, die Zeugen Jehovas hätten eine jahrelange Politik, Missbrauch nicht bei der Polizei anzuzeigen. Er behauptet, die Organisation habe eine geheime Datenbank mit angeklagten Kinderschändern, die sie gegenüber den Justizbehörden nicht geöffnet hätten.

"Sie setzen unschuldige Kinder und arglose Familien weiterhin dem Risiko entsetzlicher Verbrechen aus, weil sie ihre Geheimhaltung und ihren Ruf mehr schätzen als die Sicherheit der Kinder", sagte Bowen.

Seit der Gründung von Silentlambs im Jahre 2001 haben, so sagt Bowen, etwa 7000 Menschen, die behaupten, missbraucht worden zu sein, Kontakt mit seiner Gruppe aufgenommen.

Angelique Taylor, 42, Silentlambs-Mitglied aus St. Louis, sagte, sie sei im Alter von etwa12 Jahren von einem Ältesten der Zeugen Jehovas missbraucht worden. Taylor sagte, sie habe es ihrem Vater, ebenfalls Ältester, gesagt, und er sagte, sie mache aus einer Mücke einen Elefanten.

"Ich möchte, dass jeder Ältester, jeder Zeuge Jehovas, wann immer er einen Missbrauch vermutet, zur Polizei geht und ihr von den Problemen erzählt", sagte Taylor. "Es ist unglaublich, welche Verheerung sexueller Missbrauch anrichtet."

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Associated Press Reporter Allison Hoffman in San Diego schrieb diesen Bericht.

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Im Internet:

silentlambs: http://www.silentlambs.org/

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Fox News

NASHVILLE, Tenn. -- Eine Gruppe war am Donnerstag in Nashville, um Unterstützung für Personen zu zeigen, die behaupteten, von Mitgliedern der Zeugen Jehovas sexuell missbraucht worden zu sein. Video: Gruppe protestiert gegen Zeugen nach schließen der Vergleiche. Kürzlich sind Klagen durch Vergleiche beigelegt worden, aber nicht zur Zufriedenheit der Gruppe, Silentlambs.

Die Gruppe traf sich mit dem örtlichen Widerstand aus dem Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Woodbine.

Sechs Jahre lang schon bietet die Gruppe mit Sitz in Kentucky Menschen Unterstützung an, die Kirchemitglieder der Zeugen Jehovas des Missbrauchs beschuldigen. Im März wurden mehr als ein Dutzend Vergleiche in Missbrauchsfällen geschlossen, aber die Übereinkünfte waren mit einem Schweigegebot belegt

“Wir finden das bittersüß. Einerseits sind wir froh,. dass ein paar Opfer endlich finanzielle Hilfe erhalten. Andererseits sind wir traurig und besorgt, weil sie im Wesentlichen gezwungen wurden, ihre Rechte aufzugeben”, sagte der Gründer von Silenlambs, Bill Bowen.

Bowens Gruppe hat die Politik der Zeugen Jehovas kritisiert, wenn ein Kinderschänder die Anschuldigung bestreite, seien zwei glaubwürdige Zeugen erforderlich, um die Schuld festzustellen - dies eine wörtliche Anwendung von Bibelversen wie 5. Mose 19:15 ("Nur auf das Zeugnis zweier oder dreier Zeugen kann die Beschuldigung untermauert werden"). Wenn es keine zwei Zeugen gibt, wird der Beschuldigte als unschuldig angesehen, die Anklagen bleiben geheim, und - so sagt Silentlambs - Eltern, die andere warnen, können wegen Verleumdung ausgeschlossen werden. Der Ausschluss ist die äußerste Strafe, er bedeutet, von den Beziehungen zu Angehörigen, Freunden und Geschäftspartnern, die Zeugen sind, abgeschnitten zu sein. Es gibt etwa eine Million Zeugen Jehovas in den Vereinigten Staaten, die Anhänger sind bekannt für ihre Verbreitung der Zeitschriften Erwachet und Wachtturm von Tür zu Tür. Auf der Vorstellung sprachen Opfer aus mehreren Religionen. “Als ich etwa 8 Jahre alt war, wurde ich von einem Teenager missbraucht, der Mitglied meiner Kriche war, des Christian Gospel Temple”, sagte Jennifer Beta. “Es gibt Tausende von uns und Tausende von Kinder, die jetzt Hilfe brauchen”, sagte Angelica Taylor. Gemäß Silentlambs ermutigen die Zeugen Jehovas zum Missbrauch geradezu, indem sie die Beschuldigungen nicht bei der Polizei anzeigen und die Fälle lieber intern behandeln. Die Zentrale der Zeugen Jehovas in Brooklyn sollte am Donnersatg per Fax eine Erwiderung schicken, hatte es aber bis Redaktionsschluss noch nicht getan.

Copyright 2007 by WSMV.com. Associated Press schrieb diesen Bericht. Alle Rechte vorbehalten. der Stoff darf nicht gesendet, umgeschrieben oder neu verbreitet werden.